#1

Wäre ein Atomkrieg wegen Berlin denkbar?

in Mythos DDR und Grenze 08.09.2010 19:45
von torpedoschlosser | 330 Beiträge

hier mal ein Beitrag (kopiert) der hoffentlich erkennbar ist

vG torpedoschlosser

Angefügte Bilder:
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#2

RE: Wäre ein Atomkrieg wegen Berlin denkbar?

in Mythos DDR und Grenze 09.09.2010 06:50
von S51 | 3.733 Beiträge

Ich denke schon, gewollt hat ihn niemand aber als Option war diese Möglichkeit immer gegenwärtig. Es gab zwar zahlreiche Sichherheitsmechanismen, von denen das rote Telefon nur einer war. Doch die geringen Vorwarnzeiten ließen wenig spielraum. Zwischen 1983 und 1987 waren anläßlich einiger Manöver und Planspiele wohl mehrere kritische Situationen.
So einfach mit Knopf drücken war es ja nicht, nah dran waren wir öfter.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#3

RE: Wäre ein Atomkrieg wegen Berlin denkbar?

in Mythos DDR und Grenze 09.09.2010 06:57
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zur Zeit des Mauerbaus gab es dieses aber nocht nicht, das "Rote Telefon" wurde erst im September 1963 in Dienst gestellt.

Trotzdem wäre auch danach natürlich bei jeder Krise ein Atomschlag möglich gewesen.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 09.09.2010 06:58 | nach oben springen

#4

RE: Wäre ein Atomkrieg wegen Berlin denkbar?

in Mythos DDR und Grenze 23.09.2010 16:27
von werner | 1.591 Beiträge

Die Darstellung in dem Artikel muss man im historischen Umfeld betrachten:

Zwischen Trikoloristen und Amerikanern gab es Spannungen, da die Ersteren eine Verwicklung der Amerikaner in den Algerienkonflikt vermuteten und es außerdem kaum anzunehmen ist, dass die Amerikaner den grandiosen Vorstellungen von Karl das Pferd folgen würden:
Dieser wollte noch 1959 aus einem über die Ressourcen Afrikas verfügenden Westeuropa eine Weltmacht unter französischer Führung zu machen.

Auch wenn ein anderer Eindruck aus dem Artikel entsteht, Frankreich hatte zu dieser Zeit weder Atomwaffen noch die entsprechenden Transportmittel.

Was auch immer der zitierte de Gaulle Vertraute da verkündet hat, in der Literatur liest sich das etwas anders.

Am 3. und 4.Juni 1961 trafen sich Chruschtschow und Kennedy in Wien.

Zitat:

Bei der Abreise von Wien hatte Kennedy in einer Unterhaltung mit seinem Terminsekretär und Vertrauten Kenneth P. O´Donnell erkennen lassen, dass er einem Krieg wegen Berlin genauso abgeneigt gegenüberstand, wie es Eisenhower und Macmillan schon zwei Jahre vorher gewesen waren:

„Gott weiß, dass ich kein Isolationist bin, aber es scheint besonders stupide, die Tötung einer Million Amerikaner zu riskieren wegen eines Argumentes über den Zugang auf einer Autobahn in der Sowjetzone Deutschlands oder weil die Deutschen Deutschland wieder vereinigt sehen möchten. Wenn ich Rußland einen Nuklearkrieg androhe, dann muss es wegen größerer und wichtigerer Gründe geschehen. Bevor ich Chruschtschow gegen die Wand dränge und einer letzten Kraftprobe unterwerfe, muß die Freiheit von ganz Westeuropa auf dem Spiel stehen.“
. . . .
Am 25.Juni 1961 notierte Macmillan seine Befürchtung:

„Möglicherweise treiben wir Berlins wegen in ein Unglück – entweder eine schreckliche diplomatische Niederlage oder (aus schierer Inkompetenz) in einen Nuklearkrieg.“

Am selben Tag versicherte der westdeutsche General Adolf Heusinger, Vorsitzender des NATO- Militärausschusses, dem amerikanischen Präsidenten, die Bevölkerung der Bundesrepublik sei psychologisch auf den Einsatz von Atombomben vorbereitet und habe sich damit abgefunden.

(H.W. Kahn; Der Kalte Krieg, Bd. 2)
(Hervorhebungen durch mich)

Aus der Literatur ist nicht ersichtlich, dass die nukleare Planung der Amerikaner für Chruschtschow eine Neuigkeit gewesen wäre, denn das hätte Chruschtschow ganz sicher verwertet.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#5

RE: Wäre ein Atomkrieg wegen Berlin denkbar?

in Mythos DDR und Grenze 23.09.2010 18:33
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Möglicherweise wissen wir eh nicht,wie knapp wir an einem Inferno vorgeschrammt sind,auch was Berlin angeht.Was da im tiefesten Hintergrund so alles abging,ohne das wir davon nur einen Schimmer mitbekommen hätten.



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