#101

RE: Ost Produkte gegen West Produkte

in Leben in der DDR 06.01.2013 13:25
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

Zitat von ddr-bürger im Beitrag #98
Den Unterbodenschutz und Hohlraumkonservierer "Elaskon", das Mittel war Kriechfähig, und hat eine gute Schutzschicht ausgebildet. Zweikomponentenkleber "Epasol EP 11".


Habe für meine Schmuckherstellung immer den Tubenkleber Helapox verwendet. Ist ein zweikomponentiges, fast farbloses Epoxyharz. Wurde ca. 1 : 1 Volumenteile gemischt.
Als Unterbodenschutz bzw. Hohlraumkonservierung habe ich mir was Eigenes angemischt, was noch viel besser war. Wir stellten damals bei uns den Dichtstoff für die Thermofenster her (Rohstoff Butylkautschuk, war West-Importprodukt). Daraus habe ich mit mit diversen Lösungsmitteln (Tri, Toluol, Benzol, Testbenzin) in unserem Labor- Technikumsrührer eine Lösung hergestellt. Garantiezeit für diesen Thermokleber war offiziell 30 Jahre (für die Dichtigkeit der Fenster).
Auch die Gummilösung für das Flicken von Fahrradschläuchen machte ich mir selbst. Da gehörte nur Benzol, etwas Kunstharz und Naturkautschuk rein.



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#102

RE: Ost Produkte gegen West Produkte

in Leben in der DDR 06.01.2013 13:48
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von Angelo im Beitrag #1
Ich möchte hier mal eine Vergleichsrunde erstellen Ost Produkte gegen Westprodukte

Fangen wir mal mit dem Waschmittel an

Wir hatten:

Ariel,Omo,Persil und Dash

Was hattet ihr ?

Und dann bitte mit einem neuen Produkt anfangen....egal ob Ost oder West


hallo angelo,viele ost-produkte sind sicherlich nicht schlechter....habe einen bericht im tv gesehen, wo damals in schokolade rinderblut beigemischt wurde....gruss Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
zuletzt bearbeitet 06.01.2013 13:49 | nach oben springen

#103

RE: Ost Produkte gegen West Produkte

in Leben in der DDR 06.01.2013 14:47
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Annakin im Beitrag #99
Zitat von Angelo im Beitrag #12
Wir hatten Aldi,Schlecker,Rewe,Hertie,Kaufhof,Media Markt,Obi,Bauhaus usw

Und was hattet ihr ?

Gab es auch einen Baumarkt im Osten ?



Ja die BHG = Bäuerliche Handelsgenossenschaft. Da konnte man auch Baumaterial kaufen.



Die ehem. BHG kann man doch wohl nicht im ernst mit einem heutigen Baumarkt zu vergleichen...soll das ein Witz sein?
Wenn es dort mal Zement ,Holz,etc.gab,in irgend einem Schuppen,dann standen die Leute dort Schlange und auch nur jene,welche vorher einen "Wink" bekamen.
Ja,manchmal konnte man dort durch Beziehungen etwas erwerben,ich nenne es mal nicht kaufen,sondern auch tauschen,kenne genug Tauschgeschäfte, die mit/durch die BHG über die Bühne gingen........

Edit:m


zuletzt bearbeitet 06.01.2013 18:27 | nach oben springen

#104

RE: Ost Produkte gegen West Produkte

in Leben in der DDR 06.01.2013 17:41
von Kimble | 397 Beiträge

Ja, BHG und Baustoffhandel waren die Läden, vor denen sich schon lange vor der Öffnungszeit Schlangen von Insidern gebildet hatten.
Komischerweise gab es dann fast auch immer die gerüchteweise angekündigten Baustoffe wie Portlandzement und Hartbrandkeramik.

Die Wartenden waren gut gerüstet. Man erkannte sie an der Anhängerkupplung an ihrem Wartburg Tourist oder dem Trabbikombi.
Mann musste dann erst zu Kasse, und dort gab es dann den begehrten Schein zum Aufladen auf dem Hof.

BHG war aber eher ländlich sortiert, hatte aber neben Viehfutter und Gartengerät auch Baustoffe.
Auf dem Lande in kleineren Städten waren die auch ganz gut sortiert. Wie übrigens auch die Bäcker und Metzgerläden dort.

Echte Baumärkte gab es aber auch, nannte sich Basar. Es gab allerdings bei dem Namen immer Verwechslungsgefahr mit dem
Seemannsbasar im Rostocker alten Hafen. Das war aber ein Intershop. Dort konnte man nur mit Westgeld einkaufen.

Nun, in diesem Baumarkt gab es allerlei Elekto- Installationsmaterial, Tapeten, Leisten, Farbe usw.
Beim Verkauf von Elektro- Material ham die sich immer etwas angestellt. Es wurde (sollte) nur an Elektrofachkräfte abgegeben werden.
Man musste dann immer seinen Ausweis zeigen, wenn da ein passender Beruf stand war alles ok.

Noch eine Lustige Anekdote:
Als Kinder hatten wir dort eine Vorliebe für "Bananenstecker" entwickelt.
Da wo das Kabel normalerweise reinkam, machten wir Nadeln rein.
Der Stecker auf der anderen Seite hatte 2 Schlitze. Da konnte man Papierflügel einklemmen.
Und schon hatte man einen präzise fliegenden Dartpfeil gebastelt. Hatten viel Spass damit. Heutzutage undenkbar !
Irgendwann wurden die aber nicht mehr an Kinder verkauft, die Marotte hatte sich wohl bis in den Baumarkt rumgesprochen.


Kannten Sie die DDR ? "Ja, flüchtig"
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#105

RE: Ost Produkte gegen West Produkte

in Leben in der DDR 06.01.2013 17:47
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

Zitat von Kimble im Beitrag #104
Ja, BHG und Baustoffhandel waren die Läden, vor denen sich schon lange vor der Öffnungszeit Schlangen von Insidern gebildet hatten.
Komischerweise gab es dann fast auch immer die gerüchteweise angekündigten Baustoffe wie Portlandzement und Hartbrandkeramik.

Die Wartenden waren gut gerüstet. Man erkannte sie an der Anhängerkupplung an ihrem Wartburg Tourist oder dem Trabbikombi.
Mann musste dann erst zu Kasse, und dort gab es dann den begehrten Schein zum Aufladen auf dem Hof.

BHG war aber eher ländlich sortiert, hatte aber neben Viehfutter und Gartengerät auch Baustoffe.
Auf dem Lande in kleineren Städten waren die auch ganz gut sortiert. Wie übrigens auch die Bäcker und Metzgerläden dort.

Echte Baumärkte gab es aber auch, nannte sich Basar. Es gab allerdings bei dem Namen immer Verwechslungsgefahr mit dem
Seemannsbasar im Rostocker alten Hafen. Das war aber ein Intershop. Dort konnte man nur mit Westgeld einkaufen.

Nun, in diesem Baumarkt gab es allerlei Elekto- Installationsmaterial, Tapeten, Leisten, Farbe usw.
Beim Verkauf von Elektro- Material ham die sich immer etwas angestellt. Es wurde (sollte) nur an Elektrofachkräfte abgegeben werden.
Man musste dann immer seinen Ausweis zeigen, wenn da ein passender Beruf stand war alles ok.

Noch eine Lustige Anekdote:
Als Kinder hatten wir dort eine Vorliebe für "Bananenstecker" entwickelt.
Da wo das Kabel normalerweise reinkam, machten wir Nadeln rein.
Der Stecker auf der anderen Seite hatte 2 Schlitze. Da konnte man Papierflügel einklemmen.
Und schon hatte man einen präzise fliegenden Dartpfeil gebastelt. Hatten viel Spass damit.
Heutzutage undenkbar !
Irgendwann wurden die aber nicht mehr an Kinder verkauft, die Marotte hatte sich wohl bis in den Baumarkt rumgesprochen.



Ich habe statt der Nadel einen Nagel oder anderen Metallstift locker reingeseckt. In den Hohlraum dahinter eine Mischung von Natriumchlorat und rotem Phosphor. So ein Ding hatte ich in meinem "Kinderzimmer" auf dem Tisch stehen. Mein Vater muß das mal gesehen haben und in der Meinung, es wäre ein Dartpfeil, meiner Mutter, die gerade an der Nähmaschine saß, vor die Füße geschmissen. Er hat danach NIE mehr etwas in meinem Zimmer angefasst.



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