#1

Die Hundelaufanlagen imHarz Bilder von 2007

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 21.02.2009 15:25
von Angelo | 12.396 Beiträge
Die DDR Grenze im Harz heißt das Thema dieser Seite. Alle Fotos hier auf dieser Seite wurden im Jahre 2007 von Sebastian Walter aufgenommen. Die Grenzbilder wurden in der Gemeinde Sorge im Harz aufgenommen,dort befindet sich auch ein Grenzland Museum. Der Harz war ein wichtiger Standort der DDR Grenztruppen. Dort wurden Abhöranlagen installiert und war Militärisches Sperrgebiet. Im Harz sind auch im Jahre 2007 sie Spuren der Innerdeutschen Grenze noch deutlich zu sehen.



Auch auf diesem Foto kann man noch Reste der Hundelaufanlage sehen. Der Zaun ist auch nach 17 Jahren noch sehr gut erhalten




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zuletzt bearbeitet 21.02.2009 15:25 | nach oben springen

#2

RE: Die Hundelaufanlagen imHarz Bilder von 2007

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 24.04.2014 22:14
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Von der Harzquerbahn aus (als Fahrgast) gab es auch eine Stelle zwischen Elend und Sorge, wo man die Hundelaufanlage damals von der Ostseite aus sehen konnte, ohne einen Passierschein fürs Sperrgebiet zu haben. Bin da ein paar mal gefahren. Man kam dort ungewöhnlich dicht an die Grenze.


zuletzt bearbeitet 24.04.2014 22:15 | nach oben springen

#3

RE: Die Hundelaufanlagen imHarz Bilder von 2007

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 25.04.2014 09:05
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.493 Beiträge

schöne Fotos, findet man nicht mehr so oft, auf dem flachen Lande sowieso nicht. Obwohl die Fotos 2007 geschossen wurden!
War gerade in meinem ehemaligen Abschnitt auch im Harz, auch GR20, man muß schon ganz schön suchen um etwas wiederzufinden....

danke für´s Einstellen und gruß h.


zuletzt bearbeitet 25.04.2014 09:06 | nach oben springen

#4

RE: Die Hundelaufanlagen imHarz Bilder von 2007

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 26.04.2014 17:18
von Thomas 66 | 269 Beiträge

@Harzwanderer,ich hab mal ein paar Bilder von der Stelle .

Angefügte Bilder:
05/85 - 10/85 Potsdam / 10/85 - 10/86 Elend - Kompaniesicherung

Copyright liegt bei Mir !

Grüße aus Sachsen
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#5

RE: Die Hundelaufanlagen imHarz Bilder von 2007

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 29.04.2014 21:02
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Ich hatte damals als West-Berliner den Luxus, mir parallel beide Seiten des Harzes ansehen zu dürfen. Bin auch von Braunlage hoch bis zur Grenze gewandert, entlang der früheren Bahntrasse. Und am Bf. Goetheweg konnte man ja von Torfhaus aus relativ dicht von Westen ran. Wurmberg war ich natürlich auch. Schierke war allerdings für mich auch tabu, bis zur Wende.


zuletzt bearbeitet 29.04.2014 21:03 | nach oben springen

#6

RE: Die Hundelaufanlagen imHarz Bilder von 2007

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 29.04.2014 21:11
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #2
Von der Harzquerbahn aus (als Fahrgast) gab es auch eine Stelle zwischen Elend und Sorge, wo man die Hundelaufanlage damals von der Ostseite aus sehen konnte, ohne einen Passierschein fürs Sperrgebiet zu haben. Bin da ein paar mal gefahren. Man kam dort ungewöhnlich dicht an die Grenze.


Die Fahrtzeiten oder besser, die relativen Fahrtzeiten sorgten mehr oder weniger regelmäßig für Stress beim KGSi. Es musste immer ein Posten im Schutzstreifen an der Stelle sein, wenn der Zug vorbeifuhr. Das war, wenn die Alarmgruppe verheizt, die KS gerade woanders und auch kein GAK in der Nähe manchmal gar nicht so einfach...


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#7

RE: Die Hundelaufanlagen imHarz Bilder von 2007

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 29.04.2014 21:23
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Man wurde, auch im Zug, erkennbar auffällig-unauffällig beäugt. Habe deshalb damals keine Fotos von der Stelle gemacht.


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#8

RE: Die Hundelaufanlagen imHarz Bilder von 2007

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 29.04.2014 22:30
von manifest 20 | 314 Beiträge

Habe noch EK"s erlebt, die in ihrer Abgangszeit es geil fanden sich als "schräges" Fotomodel bei durchfahrt HSB zu präsentieren.
gruss andreas


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#9

RE: Die Hundelaufanlagen imHarz Bilder von 2007

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 30.04.2014 08:53
von kirsche.ndh | 109 Beiträge

War vor zwei Wochen auch in Sorge und hab's mir mal angeschaut.
Das kleine Museum im Bahnhof war aber zu.


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#10

RE: Die Hundelaufanlagen imHarz Bilder von 2007

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 30.04.2014 09:38
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Thomas 66 im Beitrag #4
@Harzwanderer,ich hab mal ein paar Bilder von der Stelle .







@Thomas 66, danke für die schönen Fotoeinstellungen!

Das erste Foto (s/w) ist schon erheblich älteren Datums, m. Ea. Anfang/ Mitte der 70-er Jahre aufgenommen. Links neben der Gleisanlage stand das Gebäude des ehem. Bf Sorge. Zu diesem Zeitpunkt bereits abgerissen und die Gleisanlage zurückgebaut.
Das zweite Foto müsste vom Sommer 1990 oder 1991 stammen. Hier steht der Streckmetallzaun noch und hier hinter dem Zaun befand sich die von @Harzwanderer beschriebene und vom Zug aus gut sichtbare Hundelaufanlage.

@Harzwanderer, übrings hast Du damals sehr gut daran getan, dort aus dem Zug heraus nicht zu fotografieren! Es stand bei dieser Vorbeifahrt jeder Fahrgast unter fast stetiger Beobachtung. Wir als Eisenbahner hatten im Zusammenhang mit den erst habjährlichen, später jährlichen Belehrungen zur "Wachsamkeit und Geheimhaltung im grenznahen Gebiet zu Westdeutschland (später diplomatischer Bundesrepublik genannt)" die regiede Anweisung, Verstöße oder Feststellungen sofort den meißt im Zug mitfahrenden Angehörigen der VP (Trapo) oder in sonst geeigneter Weise auf dem nächsten Bahnhof (Sorge, Benneckenstein oder in Gegenrichtung Elend) zu melden. Es ist bekannt gewesen, nach der Wende auch erwiesen, das s. g. Strohmänner vermutlich organisiert vom/ durch das MfS, zur Überprüfung der Wachsamkeit der Eisenbahner und selbst der Trapo(!) in doch regelmäßigen Abständen mit den Zügen mitgeschickt wurden. Hab es selbst zweimal life erlebt. Eine Nichtmeldung konnte unter Umständen sehr schnell den Verlust des dienstlichen Passierscheins bedeuten oder bei den Wernigeröder Trapoangehörigen eine Strafversetzung nach sich ziehen. Fälle, wo dies praktiziert wurde, hat es gegeben.
Für einen Betriebseisenbahner im Lok- oder Zugfahrdienst bedeutete der Verlust des dienstl. Passierscheins auch erhebliches berufliches Ungemach. Verbunden immer mit Verdienstverlust, Zuweisung erheblich schlechterer Arbeit, zusätzliche Arbeitswege wie z. Bsp. eine Strafversetzung zur Selketalbahn, da hier kein Passierschein erforderlich war.

josy95

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&e...E-jc6kWmn4XOBsA


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#11

RE: Die Hundelaufanlagen imHarz Bilder von 2007

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 30.04.2014 11:20
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Das Stehen auf der offenen Wagenplattform war ja auch verboten. Stand groß dran. Da wurde dann nahe der Grenze besonders bohrend geguckt.

Nochmal ne Frage zum 2. Bild. Folgt da ein Gleiskleinwagen dem Zug in Sichtweite? Was war denn das für eine Situation? Sonderfahrt mit Fotohalt?


zuletzt bearbeitet 30.04.2014 11:25 | nach oben springen

#12

RE: Die Hundelaufanlagen imHarz Bilder von 2007

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 30.04.2014 11:32
von thomas 48 | 3.574 Beiträge

josy95
ich versteh das alles nicht, die Eisenbahner die dort tätig waren, waren doch bestimmt alles Genossen und wurden zig mal überprüft, genauso wie die Trapoleute.
Warum war der Staat oder die Partei so mißtrauisch?


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#13

RE: Die Hundelaufanlagen imHarz Bilder von 2007

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 30.04.2014 12:31
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #11
Das Stehen auf der offenen Wagenplattform war ja auch verboten. Stand groß dran. Da wurde dann nahe der Grenze besonders bohrend geguckt.

Nochmal ne Frage zum 2. Bild. Folgt da ein Gleiskleinwagen dem Zug in Sichtweite? Was war denn das für eine Situation? Sonderfahrt mit Fotohalt?



Der Aufenthalt auf den Plattformen und Übergängen war aus allgemeinen Sicherheitsgründen damals nicht gestattet, da u. a. die Bühnen als nicht vollständig verschließbar galten. Hatte nur was mit der Sicherheit der Reisenden zu tun. Mit der Fahrt durch Grenzgebiet oder an Grenzanlagen dran lang überhaupt nichts. Im Allgemeinen wurde es geduldet, klar wurde beim Befahren des Grenzgebiet mehr auf dieses Verbot geachtet, da es von der Bühne ein leichteres war, abzuspringen, als wenn man erst aus dem Abteil herausmusste und dabei vielleicht noch eher entdeckt wurde.

Du hast gut beobachtet, dem Zug fährt tatsächlich ein s. g. Kleinwagen (KL) hinterher bzw. folgt im s. g. Bremswegabstand. Das war nach der damaligen Vorschriftenlage der ehem. deutschen Reichsbahn zulässig und gängige Praxis. Auch wenn es ab und an mal einen Auffahrunfall gab...

josy95


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#14

RE: Die Hundelaufanlagen imHarz Bilder von 2007

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 30.04.2014 12:50
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #12
josy95
ich versteh das alles nicht, die Eisenbahner die dort tätig waren, waren doch bestimmt alles Genossen und wurden zig mal überprüft, genauso wie die Trapoleute.
Warum war der Staat oder die Partei so mißtrauisch?


Was gibt es daran nicht zu verstehen?

Ist doch hier im Forum schon mehrfach erörtert wurden, das selbst die eigenen Genossen überprüft wurden, auch in ihrem täglichen Handeln, ihrer täglichen Dienstausübung. Das Mißtrauen war nach dem stalinistischen Vorbild einfach vorhanden. Bester Vorbeter denke ich mal war da ein Erich Mielke! Mißtrauen auch zu den eigenen Genossen war eine seiner Strategien.
Objektiv betrachtet, soll es ja manchmal auch nicht verkehrt sein - gilt heute wie gestern, auch in Zukunft!

Und die Eisenbahner waren bei weitem nicht alle Genossen, also Mitglieder der SED. Hier nannte man sich ja Genosse!
Einer von den nicht wenigen nIcht- Genossen war u. a. meine Person.

Es wurden auch regelmäßig die besagten Strohmänner losgeschickt. Speziell ausgebildete (ich vermute mal) Angehörige des MfS. Über alle möglichen Wege Richtung Grenze und mit erklärtem Ziel, Grenzdurchbruch. Hiermit wollte man Schwachstellen im Sicherungssystem beginnend schon im weiten Hinterland, also auf DDR- Gebiet noch weit von der Grenze entfernt dann über das grenznahe Gebiet, das Grenzgebiet, die Sperrzone selbst, die unmittelbaren Grenzsicherungsanlagen aufdecken. Das Ergebnis solch einer Scheinflucht wurde dann genaustens und minutiös ausgewertet, analysiert und entsprechende Maßnahmen abgeleitet. Dabei gab es im schlimmsten Fall auch personelle Konsequenzen, wenn man gerade Angehörigen von GT oder VP nachweisen konnte, das er den vermeintlichen Grenzgänger hätte stellen müssen oder eben schlicht weg versagt, gepennt hat.

Ähnlich ist es ja auch den echten und gefassten Grenzverletzern ergangen. Die wurden so lange vernommen, ausgequetscht, bis jeder Weg, jeder Steg, jeder Bus, jeder Zug auch minutiös benannt, bekannt war, über die sie bis zur Grenze gelangt sind. Auch Hotels. Pensionen, Gasthöfe, wo ggfls. genächtigt oder eingekehrt wurde, oder Kontakte zu Personen wurden erfragt. So konnte man auch entsprechende Rückschlüsse ziehen, wer wann und wo Dienst hatte, wer vielleicht sogar behilflich war. Nicht um sonst gab es im DDR- Strafrecht auch den Tatbestand "Beihilfe zur Republikflucht" (kannst ja mal nach googeln) , der nachgewiesen auch sehr rüde und unnachsichtig hart bestraft wurde.

josy95


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#15

RE: Die Hundelaufanlagen imHarz Bilder von 2007

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 30.04.2014 12:50
von Duck | 1.741 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #2
Von der Harzquerbahn aus (als Fahrgast) gab es auch eine Stelle zwischen Elend und Sorge, wo man die Hundelaufanlage damals von der Ostseite aus sehen konnte, ohne einen Passierschein fürs Sperrgebiet zu haben. Bin da ein paar mal gefahren. Man kam dort ungewöhnlich dicht an die Grenze.


Wie war das eigentlich Du durftest zwar mit der Harzquerbahn fahren in diesen Abschnitt aber ohne Passierschein durftest Du in Elend oder Sorge nicht austeigen, war das so gewesen?


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


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#16

RE: Die Hundelaufanlagen imHarz Bilder von 2007

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 30.04.2014 14:40
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Duck im Beitrag #15
Zitat von Harzwanderer im Beitrag #2
Von der Harzquerbahn aus (als Fahrgast) gab es auch eine Stelle zwischen Elend und Sorge, wo man die Hundelaufanlage damals von der Ostseite aus sehen konnte, ohne einen Passierschein fürs Sperrgebiet zu haben. Bin da ein paar mal gefahren. Man kam dort ungewöhnlich dicht an die Grenze.


Wie war das eigentlich Du durftest zwar mit der Harzquerbahn fahren in diesen Abschnitt aber ohne Passierschein durftest Du in Elend oder Sorge nicht austeigen, war das so gewesen?



@Duck, das Kuriosum war, als Fahrgast durftest Du das Sperrgebiet durchfahren, aber nicht aussteigen. Das betraf aber nur Elend und Sorge. Nach Schierke ging das nicht. Weil das auch einige versucht haben sollen, um wenigstens nur mal nach Schierke zu kommen. Unter dem Motto, ich war ja in Schierke, durfte aber nicht aussteigen...

Wir als Eisenbahner brauchten alle einen Passierschein. Der war in der Regel auf einer der hinteren Seiten des Personalausweises eingestempelt, wurde bis Mitte der 80- er Jahre halbjährlich, dann nur noch jährlich durch das zust. VPKA Wernigerode (Passierscheinstelle) verlängert. Zweites Kuriosum war, das auf dem Stempeleindruck stand "...der Inhaber ...blah, blah, blah..., ist berechtigt, im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit die Gemeinden (hier Schierke, Elend, Sorge handschriftlich eingetragen) in der Sperrzone... zu betreten...". Für uns Eisenbahner war "Gemeinde" durchgestrichen und handschriftlich durch "Strecke" ersetzt. Es soll ja Eisenbahner gegeben haben, die sind in ihrer Freizeit mit diesem Passierschein in das Grenzgebiet "eingesickert", um z. Bsp. Pilze oder die köstlichen Heidelbeeren zu sammeln..., ich kenne da auch einen...

Wenn man dann doch mal kontrolliert wurde, die Grenzer, egal ob Grenzstreife oder auch Gakel`s sahen das totalrelaxt und gelassen. Einige, besonders Gakel´s kannte man zumindest vom Sehen. Manche Vopo`s waren das nicht..., also war denen gegenüber immer "erhöte Wachsamkeit" angesagt - darüber wurden wir ja auch eindringlich beleehrt!

Die Notwendigkeit des dienstlichen Passierscheins hing damit zusammen, so wurde es uns zumindest erklärt, es könnte ja mal sein, das z. Bsp. bei einer Havarie, etwa einem Lokschaden wir mal von der Lok bzw. der Zugführer, Schaffner vom Zug absteigen müssten und das Grenzgebiet betreten...! Preußisch korrekt und genau ging es allemal damals schon zu!

Und wie schon geschrieben, wenn die Persos zur Passierscheinverlängerung eingesammelt wurden, mussten immer 2 Mitarbeiter als "Geleitschutz" mit dem Kaderleiter zum VPKA, dort wurden die dann gestempelt (verlängert). Die Rückgabe erfolgte nur gegen Unterschrift im Zusammenhang mit der Belehrung zum "...Verhalten im Grenzgebiet zur BRD...", besonderes Augenmerk bei jeder Belehrung die Meldepflicht jeglicher außergewöhnlicher Beobachtungen, Feststellungen usw.. Hier wurde richtig großer Wert drauf gelegt.

josy95


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zuletzt bearbeitet 30.04.2014 14:43 | nach oben springen

#17

RE: Die Hundelaufanlagen imHarz Bilder von 2007

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 30.04.2014 18:48
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Zitat
Wie war das eigentlich Du durftest zwar mit der Harzquerbahn fahren in diesen Abschnitt aber ohne Passierschein durftest Du in Elend oder Sorge nicht austeigen, war das so gewesen?



Wie ein normaler DDR-Bürger. Bin dafür immerhin in Benneckenstein ausgestiegen, das war ja mal Sperrgebiet, aber nicht mehr in den 80ern. In Isenburg war ich auch. Das wurde ja auch mal freigegeben. Und natürlich rund um Schierke, aber nie im Sperrgebiet immer nur haarscharf rum bis "Hölle" oder so ähnlich (erster innerer Grenzzaun) und auf die Zetherklippen.
Hatte ich schonmal erzählt: Habe mal in Westerntor zu reinen Sammlerzwecken eine Fahrkarte zum Brocken kaufen wollen (damals). Wollten sie mir aber nicht verkaufen. Habe nur ungläubige Blicke geerntet.


zuletzt bearbeitet 30.04.2014 18:56 | nach oben springen

#18

RE: Die Hundelaufanlagen imHarz Bilder von 2007

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 01.05.2014 09:51
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #17

Zitat
Wie war das eigentlich Du durftest zwar mit der Harzquerbahn fahren in diesen Abschnitt aber ohne Passierschein durftest Du in Elend oder Sorge nicht austeigen, war das so gewesen?


Wie ein normaler DDR-Bürger. Bin dafür immerhin in Benneckenstein ausgestiegen, das war ja mal Sperrgebiet, aber nicht mehr in den 80ern. In Isenburg war ich auch. Das wurde ja auch mal freigegeben. Und natürlich rund um Schierke, aber nie im Sperrgebiet immer nur haarscharf rum bis "Hölle" oder so ähnlich (erster innerer Grenzzaun) und auf die Zetherklippen.
Hatte ich schonmal erzählt: Habe mal in Westerntor zu reinen Sammlerzwecken eine Fahrkarte zum Brocken kaufen wollen (damals). Wollten sie mir aber nicht verkaufen. Habe nur ungläubige Blicke geerntet.



@Harzwanderer, Benneckenstein, Ilsenburg, und Tanne im ehem. LK Wernigerode sind mit der Grenzgebietsreform zum 01. September 1972 aus dem Sperrgebiet herausgeöst wurden, so das Otto- Normalverbraucher ohne das Passierscheinprozedere in diese Orte fahren konnte. Das Kontrollsystem wurde natürlich drastisch ausgeweitet und verschärft. Besonders als Jugendlicher war man doch den manchmal echt nervenden und täglich mehrfachen Personalausweiskontrollen ausgeliefert. Oft hier schon beschrieben, wenn man mit dem damaligen Hauptverkehrsmittel Bahn Richtung Heimat, Richtung Harz fuhr ging das Prozedere doch schon in Magdeburg oder Halle los.

Im mittleren Harz bist Du nicht all zu weit an Schierke, Elend und Sorge herangekommen. Richtung Schierke war doch auf der Straße schon hinter dem Bahnhof Drei Annen Hohne schluß (Verkehrsschild "Verkehrsverbot für Fahrzeuge aller Art" mit Zusatzschild "Nur mit Sondergenehmigung"), sprich Passierschein. Sonst gleich hinter Ortsausgang Tanne (B 242), Mandelholz (B 27), Benneckenstein am Waldschlößchen (Ri Rotheshütte) oder gleich hinter Ortsausgang Ilsenburg (ehem. B 6 Ri Stapelburg). Eigenartiger Weise ist man im Oberharz z. Bsp. im Bereich Glashüttenweg, Zeterklippe u. a. sehr nah an den Brocken herangekommen. Von der Zeterklippe (ich war dort sehr oft) war doch bei gutem Wetter und mit Fernglas eine geniale Sicht zum Brocken, das man sogar das Treiben dort über die Mauer hinweg recht gut beobachten konnte. Anderseits war im oberen Ilsetal gleich hinter der roten Brücke (obere Ilsefälle) schluß, das Sperrgebiet vereinnahmte die Straße, theoretisch hätte man im Straßengraben linksseitig bis zur Brockenstraße am Eisernen Handweiser laufen können. Noch heute sieht man vereinzelt die damals übliche Zusatzkennzeichnung der weißen Farbringe an den Bäumen. So fern diese Bäume noch nicht von den Borkenkäfern aufgefressen wurden. Im Bereich Namenstein/ verdeckte Ilse schlägt er ja im Moment ganz besonders zu. Ich möchte mich heut Morgen nur nicht schon wieder aufregen, sonst hätte ich hier noch ein Statement zu den Verantwortlichen Vollpfosten vom Nationalpark abgelassen. Wer es nicht glaubt, wandert mal dort hin oder macht eine Fahradtour - dann werdet ihr erschrocken und entsetzt sein und bestimmt ganz schnell selbiger Meinung! Aber wenn man diese neuen, modernen Demagogen hört..., alles nicht so schlimm..., natürlicher Waldumbau...!

Aber zurück zum eigentlichen Thema.

Von Ilsenburger Seite wurden damals viele Versuche unternommen, diesen Wegabschnitt von roter Brücke/ oberer Ilsefälle bis zum Eisernen Handweiser freizugeben, das heißt, das Sperrgebiet bergwärts ab roter Brücke auf die reche Wegseite zu verlegen, weil ein rechter Sinn der Sperrung objektiv nicht so recht erkennbar war - alles vergeblich. Erst der 09. November 1989 schaffte dann endgültige und lang ersehnte Tatsachen.

Was mir damals schon aufgefallen war, im Bereich obere Ilsefälle, Gebbertsbergweg, selbst auch Plessenburg (Ausflugsraststätte), besonders jedoch im Bereich Zeterklippe patrollierten verstärkt Gakel`s, meißt mit Motorad und kontrollierten auch sehr eifrig.

Eine Idee, ein Vorschlag:


Die offene Jahreszeit steht vor der Tür. Wer hätte Lust und Laune zu einer Wanderung oder kleinen Radtour auf den dort noch vorhandenen Spuren der innerdeutschen Grenze?
Vorschlag Route: Ilsenburg - Ilsefälle - Namenstein - Zeterklippe - Plessenburg (mit Einkehr Raststätte) - Ilsenburg. Länge ca 20 km.

Wenn Interessse, bitte per PM bei mir melden!


josy95


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zuletzt bearbeitet 01.05.2014 09:54 | nach oben springen

#19

RE: Die Hundelaufanlagen imHarz Bilder von 2007

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 02.05.2014 13:40
von grenzgänger86 | 375 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #2
Von der Harzquerbahn aus (als Fahrgast) gab es auch eine Stelle zwischen Elend und Sorge, wo man die Hundelaufanlage damals von der Ostseite aus sehen konnte, ohne einen Passierschein fürs Sperrgebiet zu haben. Bin da ein paar mal gefahren. Man kam dort ungewöhnlich dicht an die Grenze.


Hallo zusammen,

in Schierke konnten die Urlauber,die die Brockenstraße benutzt haben,auch eine Hundelaufanlage sehen.Die stand im Bereich der Haarnadelkurve und ging hoch zum OKW.Das war ein steiler aufstieg den wir damals auch öfters benutzt haben,ich glaube da waren so 6-7 Hunde dran,die Hundelaufanlage war zu dieser Zeit dort,weil der Zaun gleich oben am OKW aufgehört hat,jedenfalls als ich in Schierke war. Wenn ich richtig informiert bin,wurde der Zaun in Richtung Goethebahnhof,erst 88/89 gebaut.

04/86-04/87 in Schierke


Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#20

RE: Die Hundelaufanlagen imHarz Bilder von 2007

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 02.05.2014 14:26
von S51 | 3.733 Beiträge

Jo, stimmt. Freilich musste, um das sehen zu können, der Neugierige die Schutzstreifenregelung sehr weit auslegen und an der Haarnadelkurve sehr nahe herangehen. Praktisch jedoch gab es ab OKW über Eckernloch bis zur oberen Kreuzung keinen Zaun im Hinterland und die Hunde waren vor allem verfres...
Bockwurst durfte man dort nicht sein.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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