#61

RE: Offizierskontrollen im Grenzdienst

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 10.11.2010 00:26
von vs1 (gelöscht)
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... sorry peter.
ich möchte dich nicht beleidigen.
mir ist nur noch bekannt, zu dem man vergattert wurde.
den text kennst du wohl noch selber?

dein link war lesbar, nur kam er wohl zu spät.

in deinem profil ist nur das gr. 8 erkennbar und ich lese nicht so gerne nach.
wo warst du denn genau?

gruß vs


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#62

RE: Offizierskontrollen im Grenzdienst

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.09.2011 21:58
von Fischerhütte | 61 Beiträge

Hallo,
an eine solche Kontrolle kann ich mich heute nach fast 30 Jahren auch immer noch erinnern. Wir wurden auf dem Turm auch nicht vorgewarnt. Soweit ich mich noch erinnere, kam die Kontrolle plötzlich schnell daher gefahren und ist im Laufschritt rein in den Turm und hochgeklettert. Selbst der Uffz, der unten im Führungsbunker saß, wusste nicht wie ihm geschah. Gesehen hatten wir sie aber doch noch so zeitig, dass ich das Radio in der Uniform gerade noch rechtzeitig gut verstecken konnte. Leider nicht die verlängerte Antenne mit Hilfe dessen man noch einen besseren Empfang hatte. Diese hängte noch an einer Luke! Alles wurde kontrolliert und mit Hinweis auf den Draht gefragt ob das eine Antenne sei ? Ich hatte aber damals wohl eine clevere Antwort parat: "Zum Pinkeln musste die Klappe hochgebunden werden und dafür wäre der Draht da". Passiert ist das wohl irgendwann im Frühjahr 1982 auf einem BT 11 oberhalb von Herbartswind bei Eisfeld. Das war damals auch die Führungsstelle von Abschnitt 12 der GK 12 des GR 9. Es war der Turm links von der Amihöhe (Rottenbacher Höhe).

Gruß von der Fischerhütte



zuletzt bearbeitet 29.08.2015 20:10 | nach oben springen

#63

RE: Offizierskontrollen im Grenzdienst

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 14.09.2011 10:08
von ricolein (gelöscht)
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Zitat von Fischerhütte
Hallo,
an eine solche Kontrolle kann ich mich heute nach fast 30 Jahren auch immer noch erinnern. Wir wurden auf dem Turm auch nicht vorgewarnt. Soweit ich mich noch erinnere, kam die Kontrolle plötzlich schnell daher gefahren und ist im Laufschritt rein in den Turm und hochgeklettert. Selbst der Uffz, der unten im Führungsbunker saß, wusste nicht wie ihm geschah. Gesehen hatten wir sie aber doch noch so zeitig, dass ich das Radio in der Uniform gerade noch rechtzeitig gut verstecken konnte. Leider nicht den Antennendrath mit Hilfe dessen man noch einen besseren Empfang hatte. Dieser hängte noch an einer Luke! Alles wurde kontrolliert und mit Hinweis auf den Drath gefragt ob das eine Antenne sei ? Ich hatte aber damals wohl eine clevere Antwort parat: "Zum Pinkeln musste die Klappe hochgebunden werden und dafür wäre der Drath da". Passiert ist das wohl irgendwann im Frühjahr 1982 auf einem BT 11 oberhalb von Herbartswind bei Eisfeld. Das war damals auch die Führungsstelle von Abschnitt 12 der GK 12 des GR 9. Es war der Turm links von der Amihöhe (Rottenbacher Höhe).

Gruß von der Fischerhütte



wen eine offiz kontrolle unterwegs war gab es bodennebel einfache kontrolle nebel
Gruß ricolein


zuletzt bearbeitet 14.09.2011 10:08 | nach oben springen

#64

RE: Offizierskontrollen im Grenzdienst

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 14.09.2011 11:43
von damals wars | 12.113 Beiträge

Aufgeklatscht hat mich mein Stabschef.
Und zwar von hinten. Nachts. Ortschaft Dreilinden. Stark bewachsen und bewohnt. Gute Annäherungsmöglichkeiten für Grenzverletzer.

Der Postenpunkt befand sich im Freiland, da hat man selten geschlafen. Insofern gut für mich.

Die Schweinetöle Steinbeißer ( "Kettenhund" kaute immer auf Steinen herum) schlug an. Was er öfter machte. Ansonsten eine Seele von Hund. Fan der Postenverpflegung.

Ich mit meiner Funzel nach hinten geleuchtet. Wo ist der Sch... Igel.
Nüscht zu sehen.

Nach der morgentlichen Heimfahrt alle Uffz. und Offiziere in den Stab. Und dann.
"Der blöde Postenführer hat versucht den Hund in den A... zu treten. Der hätte sofort Alarm auslösen müssen.
Mangelnde Wachsamkeit. Blablabla. "

Ich war viel zu müde, um mir das Gequatsche zu Herzen zu nehmen.

Eine von insgesamt 6 Verweisen eingefangen.
Aber wir waren viel zu wenig Leute, als das man wegen so einer Lappalie hätte jemand aus dem Grenzdienst nehmen können.

PS. Der Stabschef Oberstleutnant a.D. Peter Thomsen ist im Video , was auch im Forum verlinkt ist, zu sehen.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
zuletzt bearbeitet 14.09.2011 13:07 | nach oben springen

#65

RE: Offizierskontrollen im Grenzdienst

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 14.09.2011 18:05
von Perle | 106 Beiträge

[quote="Fischerhütte"]Hallo,
an eine solche Kontrolle kann ich mich heute nach fast 30 Jahren auch immer noch erinnern. Wir wurden auf dem Turm auch nicht vorgewarnt. Soweit ich mich noch erinnere, kam die Kontrolle plötzlich schnell daher gefahren und ist im Laufschritt rein in den Turm und hochgeklettert. Selbst der Uffz, der unten im Führungsbunker saß, wusste nicht wie ihm geschah. Gesehen hatten wir sie aber doch noch so zeitig, dass ich das Radio in der Uniform gerade noch rechtzeitig gut verstecken konnte. Leider nicht den Antennendrath mit Hilfe dessen man noch einen besseren Empfang hatte. Dieser hängte noch an einer Luke! Alles wurde kontrolliert und mit Hinweis auf den Drath gefragt ob das eine Antenne sei ? Ich hatte aber damals wohl eine clevere Antwort parat: "Zum Pinkeln musste die Klappe hochgebunden werden und dafür wäre der Drath da". Passiert ist das wohl irgendwann im Frühjahr 1982 auf einem BT 11 oberhalb von Herbartswind bei Eisfeld. Das war damals auch die Führungsstelle von Abschnitt 12 der GK 12 des GR 9. Es war der Turm links von der Amihöhe (Rottenbacher Höhe).

Gruß von der Fischerhütte[/quote

Hallo Fischerhütte,

mir ist fast das Gleiche passiert.Nur hat mich und mein Posten der Stabschef persönlich beim Radio hören erwischt.
Es war so Anfang Januar 82',wir saßen in der Frühschicht auf dem B-Turm (BT 6) Postenpunkt Brandecke im GR 23 zwischen den Ortschaften Oebisfelde-Breitenrode.Draußen war dichtes Schneetreiben.Mein Posten lag auf der Lucke und schlief,ich habe gelangweilt an meiner MPi rumgespielt und nebei rauchend NDR 2 Radio gehört.Plötzlich wurde gegen die Lucke gehämmert und versucht sie aufzustoßen. ging aber nicht weil der Posten darauf lag.Schnell Zigarette aus,Sender verstellt und Radio eingesteckt.Nachdem mein Posten aufgesprungen war ging auch schon die Lucke auf und hoch kam das fette,grimmige Gesicht meines Stabschefs.Der ließ mich erst gar nicht zu Wort kommen,sagte nur:,, Gen.Unteroffizier geben sie das Radio her``.Unten wartete derweile der Sackikutscher( P 3 Fahrer).So schnell wie der Stabschef Major Telle..gekommen war so schnell verschwand der auch wieder.Nach der Frühschicht mußten wir gleich zum Polit.Hat gleich rumgebrüllt ein riesen Faß aufgemacht.Die Folge war 6 Wochen Ausgangs- und Urlaubssperre.Wollte eigentlich den nächsten Tag in den Urlaub fahren.Pech gehabt.Dafür durfte ich 3 Schichten hintereinander A-Gruppe schieben.Da ging mir wenigstens von den Sackis keiner auf den Sack.

Gruß Perle


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#66

RE: Offizierskontrollen im Grenzdienst

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 17.09.2011 14:20
von Icke | 95 Beiträge

Auch das hat es gegeben. Ich wurde in einem Jahr nicht einmal kontrolliert.
Trotz der vielen GD wie auch kein anderes PP meiner Kompanie. An
der GÜST konnte man nicht mal den Hut abnehmen ohne das das Telefon
geklingelt hat. Ach so kann ja sein das wir ständig kontrolliert wurden.


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#67

RE: Offizierskontrollen im Grenzdienst

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 17.09.2011 15:40
von Goldkoppel | 8 Beiträge

Ich habe zwar an keiner Grenze Wache schieben müssen aber an Munitionslagern etc.
Bornim und Eiche irgendwo bei Potsdam fallen mir da ein. Man wurde dorthin gekarrt und hatte dann einen Wachdienst für eine gewisse Zeit, ich glaub 24 Std, dort zu absolvieren. Jeweils 3 Stunden. Einmal mussten wir eine Art Feldlager bewachen, keinerlei Ahnung, wo.
Romantisch war das nicht. Man hörte Geschichten, sah die Einritzungen in den Bäumen, die teils kyrillisch waren oder alte deutsche schon in unerreichbarer Höhe an dicken alten Buchen mit EK .. Jahrgängen, das hätten unsere Väter sein können.
Nachts nahm ich statt der Gasmaske eine Graudecke mit und legte mich einfach so pennen, dass der schwarze Streifen der Decke eine schattige Verlängerung eines Pfostens des umgebenden Zauns hätte sein können. Durch das Grau der Decke hätte man förmlich auf mich treten können, eh man mich bemerkte. Wenn ich nicht schnarchte..
Einmal, während der Grundausbildung noch in Stahnsdorf, grub ich mit dem Stiefel ein gefülltes verrostetes Trommelmagazin im Postenbereich aus.
Rauchen war immer schwierig, hatten wir doch gelernt, dass man eine Zigarette nachts auf 400m sehen könne und wir durften auch keine mitnehmen. Aber all solche Dinge nahm die ausgeräumte Gasmaskentasche gern auf..
Erwischt wurde ich nie.
Das Radio, dass hier erwähnt wurde, fällt mir jetzt auch ein. Hatte ich schon vergessen, ebenso die den Empfang verbessernde Litze.
Während der Grundausbildung hatten wir auch so Hochsitze mit Telefon, das gabs später dann in Stallberg beim PR23 nicht mehr.
Manchmal habe ich vor Langeweile die zu kontrollierenden Petschaften geöffnet und wieder verknotet, ohne dass man einen Unterschied sah. Nicht die mit Knete wie an den Waffenkammern sondern die, die mit einer Zange versiegelt wurden. Waren recht einfach zu knacken. Man konnte auch einfach den Draht durchtrennen, die Tür öffnen, den Draht wieder verrödeln und die auffällige Stelle in die Petschaft ziehen.


87 - MSR-2 "Arthur Ladwig" Stahnsdorf, mot Sch Grundausbildung, SPW - Fahrer Ausbildung
87/88 - OHS Otto Winzer, Prora, SPW-Fahrer
88/90 - PR23 "Julian Marchlewski" Stallberg, später SPW-Fahrer Führungsfahrzeug TRLA


zuletzt bearbeitet 17.09.2011 15:50 | nach oben springen

#68

RE: Offizierskontrollen im Grenzdienst

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 17.09.2011 18:39
von damals wars | 12.113 Beiträge

Da gab es ein Radio Namens "Cora" für ca. 76 Mark aus Rumänien und das G 1000 aus der DDR für 100 Mark. Die hatten immer ne kalte Lötstelle.
Bei mir haben sie mindestens 4 Radios einkassiert, die ich erst zu Schluss wiederbekam.
Aber ohne Radio an die Grenze?
Niemals.
Live ist Live.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#69

RE: Offizierskontrollen im Grenzdienst

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 08.05.2013 17:01
von Grstungen386 | 597 Beiträge

Muss deswegen immer an unseren Spiess (Fähnrich, zum arbeiten zu faul zum studieren zu dämlich, jetzt ist Fähnrich) in der 10.GK, Gerstungen (Kreis Eisenach), denken (ich von 11/81 bis 10/82), obwohl überhaupt nicht dazu verpflichtet, machte er gerne Pkontrollen, ich dachte immer, der spielt mit seinem Leben, er versuchte sich lautlos heranzupirschen, bis er direkt vor dem Postenpaar stand, ist ihm oft gelungen, aber P war auch nicht doof, wir platzierten später im Postenbereich Dosen mit Strippe Nahe Betonfläche, jetzt konnte der Spiess kommen und es schepperte richtig....



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#70

RE: Offizierskontrollen im Grenzdienst

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 08.05.2013 17:04
von Grstungen386 | 597 Beiträge

@damals wars, Dein Cora kostete 69 Euro, hatte ich auch, auf 1107 Megahertz lief AFN Frankfurt, mein P sagte immer bei B-Meldung US-Armee Hubschrauber "Cora" anstelle "Cobra", hätte Tränen lachen können. Liebe Grüsse aus Berlin.



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#71

RE: Offizierskontrollen im Grenzdienst

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 08.05.2013 17:05
von Grstungen386 | 597 Beiträge

@damals wars, Nachtrag zum Cora-Radio, als Antenne war es geil, wenn man Radio auf dem B-Turm nahe des Erdungskabels auf der Kanzel legte....



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