#61

RE: Arbeiten bis 70

in Themen vom Tage 13.08.2010 19:33
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von werner

Zitat von Gert

Zitat von werner
Gert, wenn man weiß, dass immer weniger Beitragszahler immer mehr Rentner finanzieren werden, dann muss man ja nicht auf direktem Wege die Rentenbeiträge erhöhen. Es gäbe da mindestens zwei andere Möglichkeiten:

1. Anhebung der Beschäftigtenquote, damit erschlägt man sofort zwei weitere Fliegen mit: Krankenkassenfinanzierung und Sozialkassen
2. Anbebung der beitragspflichtigen Einkommen.

Beide Maßnahmen würden natürlich eine Schmälerung der Gewinne bewirken, Sinkende Dividenden etc. . Damit wären wir wieder beim Thema Lobbyismus in der Politik, Klientelpolitik . . .



HALLO WERNER zu deinem punkt 1) habe ich ja schon eine anmerkung über den arbeitsmarkt gemacht. die erhöhung der beschäftigungsquote kannst du nur mit qual. arbeitskräften machen und das wird auch gelingen in den nächsten jahren davon bin ich überzeugt.
zu 2 anhebung der beitragsbemessungsgrenze. das ist etwas schwieriger, weil du da gleich 2 gegner hast die betroffenen beitragszahler und die arbeitgeber. da sind wir wieder bei der lobbyarbeit von ag präsident hundt & co. meine anmerkung : es geht nicht immer um schmälerung der gewinne, es geht in manchen branchen, in denen heftiger internationaler wettbewerb besteht, um kosten , die auch arbeitsplätze vernichten. das kann es ja nicht sein, oder? also das ganze nicht so ideologisch sehen.

Viele Grüße z.Zt aus Thüringen




Gert, ich habe doch nicht von der Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze gesprochen, sondern vom Einkommen, hattest Du vielleicht auch so gemeint? Und da hätten wir nur noch den Gegner, den Du auch genannt hast. Naja, und mit der internationalen Wettbewerbsfähigkeit - da gab es Anfang des Jahres mal eine tolle Veröffentlichung, dass wir in D die niedrigsten Lohnstückkosten in (West?) - Europa haben, und dass wir Exportweltmeister sind, ist auch hinlänglich bekannt - das Gerede um Wettbewerbsfähigkeit ist also nichts weiter als neoliberale Ideologie. Denn kurioserweise spricht aus dieser Ecke keiner davon, dass die Unternehmen bei steigenden Lohnkosten keine Gewinne mehr machen würden - scheint nur keinem aufzufallen. Wenn das so wäre, hätten diese Herrschaften das ganz sicher schon verkündet. Es geht nur um die Höhe der Gewinne, nicht darum, ob Gewinne eingefahren werden.

Dass es heute keine ausreichende Anzahl qualifizierter Arbeitskräfte gibt, ist doch das Ergebnis unserer eigenen Bildungspolitik. Und ich bin bei Dir, wir brauchen mehr qualifizierte Menschen.
Dass es künftig mehr qualifizierte Arbeitskräfte geben soll, würde ich auch gern hoffen, die Realität an den Bildungseinrichtungen sieht im Moment(!) leider nicht danach aus. Die wenigen Firmen, die ausbilden, bekommen die paar Ausbildungsplätze die überhaupt angeboten werden, ohnehin nicht besetzt, weil einfach keine geeigneten Bewerber da sind - sprich: Die können noch nicht mal richtig schreiben und rechnen.
Das heißt, es wird die Zeit kommen, dass die Firmen sagen: Wir müssen ja aus Deutschland weg, weil wir nicht genug qualifiziertes Personal haben. Unser Bildungssystem heute ist eher auf Elitenbildung und eine große Masse Menschen ausgelegt, die gerade noch an der Kasse das Wechselgeld ausrechnen können und ihren Arbeitsvertrag unterschreiben können (ich weiß, dass das überzeichnet ist, aber das macht die Misere deutlicher). Es gibt natürlich einige Bundesländer, die in den vergangenen Jahren bereits dagegen gesteuert haben und eine vernünftige, anspruchsvolle Bildungspolitik betreiben, das wird aber den Arbeitskräftebedarf so schnell nicht decken.

Schönen Gruß in die "Grüne Lunge Deutschlands"!




Das mit der mangelhaften Bildung sehe ich nicht als ein durch lehrer oder das schulsystem verursachtes problem. ich habe da einen guten einblick, weil meine frau grundschullehrerin ist und zwar in einer rheinischen großstadt. sie arbeitet wirklich sehr intensiv mit den kindern, aber die erfolge sind mäßig. warum: das einzugsgebiet dieser schule, in dem sie zur zeit arbeitet, sendet viele sozialschwache kinder an die schule. 1. gruppe ist mit migrationshintergrund eine 2.gruppe deutsche mit großem anteil hartz IV eltern. diese kinder kommen zum teil ohne essen zur schule, unterstützung zu hause gleich 0, sie sprechen im alter von 7 - 8 jahren schon in einer fäkalsprache da kriegst du das grausen. ein beispiel was ein solcher knirps zu meiner frau sagte: f.... dich selbst! wenn meine frau versucht mit den eltern zu sprechen sind sie oft angetrunken und beschimpfen meine frau, sie wäre unfähig. bei den eltern mit migrationshintergrund ( arabische herkunft, türkische, russische usw) ist es die sprachbarriere. die eltern können oft nach jahren aufenthalt in deutschland nicht richtig deutsch. unterstützung auch hier gleich 0.
so, was soll nun aus solchen kindern werden? die prognose für diese kinder aus der unterschicht ist nicht schwer zu stellen. sie werden wieder unterschicht und vererben hartzIV und andere unakzeptabele dinge an die nächste generation. das wird ein selbstläufer, weil sie es so vorgelebt bekommen haben. hast du einen lösungsansatz, wie dieser teufelskreis durchbrochen werden kann ? ich denke das ist auch nicht typisch deutsch oder systemrelevant, z.b. in frankreich kannst du ähnliches beobachten.
das bürgertum mit bildung und dann meistens auch mit einem gewissen wohlstand sendet seine kinder nicht auf solche schulen. die haben großes interesse an der bildung ihrer kinder und unterstützen schule und lehrer vehement. an einer solchen schule hat sie auch schon gearbeitet, das machte der lehrerin großen spaß. du siehst, so werden die weichen gestellt für das spätere leben. das kann man nicht mit gesetzen oder verordnungen regeln.

gruß aus z.zt. Thüringen


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#62

RE: Arbeiten bis 70

in Themen vom Tage 13.08.2010 19:38
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

@gert warum ist deine frau an dieser schule nicht geblieben?


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#63

RE: Arbeiten bis 70

in Themen vom Tage 13.08.2010 19:46
von P3 | 357 Beiträge

Erst mal vorneweg, ich mag den Begriff "Ausmerzen" nicht. Kann die Wut und Ohnmacht derer verstehen, die jeden Tag hart arbeiten und dann vom Nachbarn, der Leistungen bezieht, belächelt werden. Mir geht es auch so. Wenn ich so am Morgen im Sommer zu meiner Baustelle fahre, überquere ich den Roßmarkt, das Zentrum meiner Stadt. Dort ist direkt an der Strasse ein Bäcker, der Kaffee und Kuchen an die Leute vor dem Geschäft serviert. Sie sitzen dort in bequemen Rattansesseln und lassen es sich gut gehen, viele Sozialempfänger. In so einem kleinen Kaff kennt man sich mit Namen. Manchmal geht mir da auch der Hut hoch, aber ich versuche zu verstehen. Als Selbstständiger habe ich keine soziale Auffangvorrichtung, wenn das Geld knapp wird, muss man handeln, es gibt keine regelmäßigen Zuwendungen. Wenn ich die z. T. jungen Menschen dann vor dem Bäckerladen im vorbeifahren so sehe, würde ich so gerne einen von ihnen mitnehmen, manchmal brauche ich Hilfe auf der Baustelle. Aber so einfach ist das eben nicht. Die bürokratischen Hürden zur Einstellung von Hilfskräften sind wohl ein Hauptübel in diesem System. Egal in welcher Branche. Als Alternative ist die Zeitarbeit, aber die ist auch für kleine Unternehmen kein Thema, weil auch zu teuer. Bin auch aus diesem Grund gegen die Mindestlöhne, weil dadurch die Einstellung gerade minderqualifizierter Arbeitskräfte verhindert wird. Gehe da mit Mara mit, es gäbe wirklich für viele Leute Arbeit. Gebe man das Geld anstelle der Sozialleistungen den Unternehmern, die jemanden einstellen und wieder in die Arbeitswelt einbringen, wäre vielleicht mehr getan. Je länger die Leute aus dem Berufsleben raus sind, desto weniger trauen sie sich, überhaupt noch mal irgendwo nach Arbeit anzufragen. Das ist doch auch so ein Problem, die Jobcenter machen es den Leuten zu einfach. Die Firmen, die Leute suchen, sehen es doch auch lieber, wenn sich Leute direkt bei ihnen bewerben. Da spielt auch die Schulbildung eine Rolle. Von den Betroffenen sind doch nur die wenigsten in der Lage, eine ordentliche Bewerbung zu schreiben, geschweige denn, sich bei einem Bewerbungsgespräch entsprechend zu artikulieren. Nun zum Punkt "Ausmerzen". Es wurde in den letzten hundert Jahren viel ausgemerzt, mit Verstand hatte das wenig zu tun. Verstand und Feingefühl fordere ich daher von den Regierenden, die schließlich die Rahmenbedingungen für den Arbeitsmarkt setzen, und nicht nur Parteienpropaganda und Lobbyismus.
Als selbstständiger Handwerker werde ich in meinem Job, bin Fliesenleger; auch nicht bis zum 70. auf den Knien vor meinen Auftraggebern herumwuseln. Ist wie in so vielen Handwerksberufen gar nicht möglich, daher müssen schon mehr Leute wieder in Arbeit gebracht werden, um ein Gleichgewicht herzustellen. Die Anregungen kommen hier, den Kopp müssen sich die Politiker machen, dafür werden sie sehr gut bezahlt und gehen u.a. mit 60 in Pension.

Gruß
P3


Wo viel Freiheit, ist viel Irrtum, doch sicher ist der schmale Weg der Pflicht.


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#64

RE: Arbeiten bis 70

in Themen vom Tage 13.08.2010 19:46
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Pitti53
@gert warum ist deine frau an dieser schule nicht geblieben?



weil sie sich rein menschlich mit ihrer chefin, der schulleiterin, nicht verstanden hat. wie das manchmal unter frauen ist=zickenkrieg.
sie bat den schulrat um eine versetzung an eine andere schule, der hatte aber nur dieses angebot. dort hat sie sehr nette kolleginnen aber eben dieses arbeitsumfeld. die perfekte arbeitsstelle gibt es eben nicht. naja, in 2 jahren hat sie es geschafft>pension.

gruß Gert


.
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#65

RE: Arbeiten bis 70

in Themen vom Tage 13.08.2010 19:47
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Gert, warum nimmst du meine Planungsvorschläge nicht ernst? Weil ich nur 10.Klassen POS-Abschluss habe und du doch so eine geistige Leuchte in der Schule warst, der doch keinen Bauberuf, weil unter seiner Würde...? Aber mal Spass beiseite, mir fiel in einem deiner Texte schon einmal auf, das du das heutige Hartz 4-Geld mit dem damaligen durchschnittlichen Lohn/ Gehalt in der damaligen DDR irgendwie gleich setzt.
Ich schrieb schon mal oder öfters, das der Staat DDR über die gesellschaftlichen Fonds X Dinge für den ganz normalen Alltag des Bürger bezuschusste, sie ihn also mit oder aus seiner Lohntüte nicht belasteten.
Es sind diese enormen Kosten heute, die Nebenkosten, die eben damals mir am Hintern vorbeigingen, es gab sie einfach nicht und warum sollte ich wie ein Bettelmann/frau gelebt haben...so wenn ich deinen Text lese?
Was war denn drüben Anders, etwa die täglichen Bananen oder anderer eigentlich lebensunwichtiger Kram? Ich schrieb schon mal von meinen Cousins im Ruhrgebiet und nach der Wende konnte ich einen sehr guten Einblick in ihr ganz normales Leben nehmen...da dachte ich so bei mir: "Sie kochen doch auch nur mit Wasser, regulieren die Heizung runter wegen der Kosten und sitzen Abends in der Übergangszeit in der Strickjacke da, die armen dummen Tröpfe, obwohl sie gutes Geld verdienten".
Wichtig in der Betrachtung Ost West ist mir immer der ganz normale Normalobürger und nicht der" Möchtegern", daran messe ich das Leben und so viel mehr "bessere Sachen in der ganz einfachen Lebensqualität" konnte ich ehrlichgesagt bei Vergleichen...mein/ihr Leben nicht feststellen.
Aber das schrieb ich auch schon öfters: Wir müssen uns gegenseitig nichts beweisen, zumal unsere Kinder fast gleich alt sind, ich mit Familie im Staate DDR nicht meckern konnte, wollte/musste und heute ist heute, da ist wieder ein anderer Blickwinkel gefragt und wir betrachten aus der Entfernung...älter und ruhiger geworden.

Rainer-Maria


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#66

RE: Arbeiten bis 70

in Themen vom Tage 13.08.2010 20:00
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Gert, warum nimmst du meine Planungsvorschläge nicht ernst? Weil ich nur 10.Klassen POS-Abschluss habe und du doch so eine geistige Leuchte in der Schule warst, der doch keinen Bauberuf, weil unter seiner Würde...? Aber mal Spass beiseite, mir fiel in einem deiner Texte schon einmal auf, das du das heutige Hartz 4-Geld mit dem damaligen durchschnittlichen Lohn/ Gehalt in der damaligen DDR irgendwie gleich setzt.
Ich schrieb schon mal oder öfters, das der Staat DDR über die gesellschaftlichen Fonds X Dinge für den ganz normalen Alltag des Bürger bezuschusste, sie ihn also mit oder aus seiner Lohntüte nicht belasteten.
Es sind diese enormen Kosten heute, die Nebenkosten, die eben damals mir am Hintern vorbeigingen, es gab sie einfach nicht und warum sollte ich wie ein Bettelmann/frau gelebt haben...so wenn ich deinen Text lese?
Was war denn drüben Anders, etwa die täglichen Bananen oder anderer eigentlich lebensunwichtiger Kram? Ich schrieb schon mal von meinen Cousins im Ruhrgebiet und nach der Wende konnte ich einen sehr guten Einblick in ihr ganz normales Leben nehmen...da dachte ich so bei mir: "Sie kochen doch auch nur mit Wasser, regulieren die Heizung runter wegen der Kosten und sitzen Abends in der Übergangszeit in der Strickjacke da, die armen dummen Tröpfe, obwohl sie gutes Geld verdienten".
Wichtig in der Betrachtung Ost West ist mir immer der ganz normale Normalobürger und nicht der" Möchtegern", daran messe ich das Leben und so viel mehr "bessere Sachen in der ganz einfachen Lebensqualität" konnte ich ehrlichgesagt bei Vergleichen...mein/ihr Leben nicht feststellen.
Aber das schrieb ich auch schon öfters: Wir müssen uns gegenseitig nichts beweisen, zumal unsere Kinder fast gleich alt sind, ich mit Familie im Staate DDR nicht meckern konnte, wollte/musste und heute ist heute, da ist wieder ein anderer Blickwinkel gefragt und wir betrachten aus der Entfernung...älter und ruhiger geworden.

Rainer-Maria



Rainer du musst mich nicht auf die überheblichkeitsschiene hieven. bin ich nicht, richtig, ich koche auch nur mit wasser und schaue nicht auf dich und auch nicht auf andere herab. ich denke so viel klugheit und lebenserfahrung kannst mir zutrauen.

nur all das andere, was du über die ddr so schreibst, sehe ich eben nicht so wie du ( also so positiv), es findet nicht meine zustimmung. um das aber alles so zu begründen, müsste ich ausführlich argumentieren und dazu habe ich keine lust.
ich gehe nämlich gleich in die altstadt von erfurt ( du hast richtig gehört bin zur zeit bei der besichtigung der kolonien) und trink mir einen schönen wein und esse was leckeres .OK?

viele grüße aus z.zt. Thüringen


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
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Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#67

RE: Arbeiten bis 70

in Themen vom Tage 13.08.2010 20:15
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Gert, geniesse mal deinen Abend in Erfurt...wenn ich früher auf Montage war...vor und nach der Wende bin ich immer Abends in die Fußgängerzonen der wunderschönen kleinen ost- und westdeutschen Städte, trank mein Bier, aß gut und beobachtete die Leute, das ist so eine Macke aus der Kindheit, von meinem Vater vererbt.
Das war wie Kino oder Panoptikum...einfach herlich entspannend, so das ich Kraft für den kommenden Tag, "die ganz normale Maloche...würden meine Cousins sagen"schöpfen konnte.
Und ich bin so einfach gestrickt, he, komm nach Leipzig im September, da kannst du mich kennenlernen.

Rainer-Maria


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#68

RE: Arbeiten bis 70

in Themen vom Tage 13.08.2010 20:21
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von SFGA
@ Wosch

Wenn mehrere aber 100 te sagen das z.B. Schulsystem, Gesundheitswesen, Soziales usw. besser war als heute meinste echt die haben unrecht? Dann muss es doch stimmen. Das Sie zu Grunde gegangen ist lag an verschiedenen Faktoren . Die andere sagen werden.
Faktum das Gesellschaftliche leben war an vielen Punkten besser als heute. Ja Wosch jetzt habe ich dein Gedankengang erfasst. Und zwar kommt jetzt ja und es gab nichts zu essen wie Bananen (reiche heute mal ein Teller Bananen am Feuer u.a. rum und du merkst es nimmt sie kaum einer), Reisefreiheit war eingeschrängt (Ja und denkste die meisten machten ne Weltreise nach der Wende? Vielen fahren immer noch Jahr für Jahr zur Ostsee etc. ) , Anstehen an den Läden (gab es auch in der BRD) , Die böse ganz bitterböse Mauer war im Weg das wir nicht rüber konnten in die große Freiheit (Sage mir mal warum die Mauer gebaut worden ist zu welchem Zweck , bin darauf gespannt) , Der Staat knüppelte die Leute nieder ( Bei Demos z.B. kurzer Prozess W50 Schiebeschild und Truppen dann war ruhe anders wie heute da kannst du die BePos verlaschen etc und dir passiert nichts . ) . Könnte noch mehr schreiben. So eine Frage mal so am Rande noch: Hast du dich mal mit der DDR INTENSIV beschäftigt ? Nicht den ganzen Mist der durch die Westdeutschen etc. Medien und Geschichtsbücher wandert.

LG aus ABI



Entschuldige bitte und ich staune selbst gerade, da ich eigentlich nie einer Meinung mit @wosch bin, aber wovon träumst du nachts und vor allem woher beziehst DU dein Wissen über die DDR? Der Staat knüppelte die Leute nieder, ich glaubs nicht und denke du schaust zu viele Filme.

Zu deiner Frage am Rande eine Gegenfrage: Wie lange bist du jetzt schon im Forum und wo bitte bleibt bei soviel Frechheit die Achtung vorm Alter??? Auch wenn mir seine Rückschlüsse und seine Sicht der Dinge nicht gefallen, so hat die Frage ob er sich überhaupt schon mit der DDR beschäfigt hat schon etwas provokant Unverschämtes. So alt wie sein "Interesse" mußt du Klugscheißer erst einmal werden, @wosch hat sich schon mit diesem Thema beschäftigt da war dein alter Herr noch in Windeln unterwegs.

Bitte nochmals um Entschuldigung, aber das mußte jetzt nach jeder Menge verworrener Texte von Dir einfach mal raus.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 13.08.2010 20:34 | nach oben springen

#69

RE: Arbeiten bis 70

in Themen vom Tage 13.08.2010 20:44
von P3 | 357 Beiträge

Hmm, wie war das Thema, gehts mal wieder um die guten Manieren ?

Gruß
P3


Wo viel Freiheit, ist viel Irrtum, doch sicher ist der schmale Weg der Pflicht.


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#70

RE: Arbeiten bis 70

in Themen vom Tage 13.08.2010 20:47
von Paramite (gelöscht)
avatar

Zitat von SkinnyTrucky
Hauptsache man hat nen Schuldigen an der Sozialmisere.....mal sind's pauschal die Ausländer, mal sind's Menschen, denen einfach nichts glückt im Leben.....vor 70 Jahren waren es die Juden he.....

....tjaaaa, Hauptsache, man kann sich mal wieder ne Stammtischparole von der Seele schreien.....wird die Welt dadurch besser wenn all die Millionen Sozialschmarotzer im Steinbruch sind.....oder haben wir eigendlich genug Arbeitsplätze für alle......fehlt nur noch der Spruch, in der DDR hat's sowas nich gegeben.....

....es wird immer unterschi9edliche Menschen geben....und es wird in Zukunft immer mehr Menschen geben.....leider auch massenhaft, die in's Abseits landen.....der Planet wird bald zu klein werden, glaubt mal.....

Mara



@ Mara

ich geb doch niemandem die Schuld. Und wo bitte haben wir eine Misere...

... Konzerne die vor 1 1/2 Jahren Geld vom Staat haben wollten, wollen jetzt ein Fussballclub sponsorn

Und mit 24 Jahre, das ich net lache... im Leben nix glückt, schau dir mal die arbeitslose Bevöklkerung an... Frauen in Hartz IV und drei Kinder mit gerade mal 22 Jahren. Männer in dem Alter Alki's Drogenjunkies und so weiter....
Die sollen mal meine Rente finanzieren... *kotz

Und was hat des Thema mit der DDR zu tun bzw. der Spruch das dort alles besser war. Sowas hab ich net gesagt

Und wenn man sein Arsch bewegt, dann landet man nicht im Abseits

Und das hab ich von meinem Vater gelernt der 10 Jahre Grenzsoldat war in der DDR...

*habe fertig...

Grüße David


zuletzt bearbeitet 13.08.2010 20:48 | nach oben springen

#71

RE: Arbeiten bis 70

in Themen vom Tage 13.08.2010 21:28
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Ich möchte mal eine kleine Geschichte erzählen....ganz kurz....

.....als ich vor 4 Jahren auf grosser Bewerbungstour war weil mein österreichischer Arbeitgeber so schlau war nur noch Ostblocker einzustellen und alle Holländer, Belgier, Deutschen und Österreicher gekündigt hatte, weil wir ihm zu teuer waren, dachte ich, nun gut, du bleibst in Holland und suchst dir da was schönes.....9 Jahre hatte ich einen richtig guten Arbeitsplatz und war jeden Tag schön zu Hause und das sogar fast immer zu sozialen Zeiten......

.....erst hab ich in der Nähe gesucht und was soll ich sagen, ich hab es erlebt, das Wiedereingliederungskandidaten bevorzugt wurden.....ja wirklich.....bei Harry Vroomen war mir der Chef direkt symphatisch und ich ihm wohl auch....aber er sagte weiter, das er zwar eine offene Stelle hat und er mich eigendlich sehr gern haben will, aber grad vom Amt jemand mit leichten Handycap bekommen kann wo er natürlich Subventionen für kricht.....

.....nun ist es leicht zu sagen.....ja kacke aber ich bin jemand, die wat findet wenn se will....hat ja auch immer geklappt.....nur falls es mal anders kommt und ich zB durch irgendeine Sache, ausgemustert werde(jaja, ich muß alle 5 Jahre zum Check), dann kuck ich auch erstma blöd aus der Wäsche.....ich bin jetzt knapp 20 Jahre am fahren und kenn mittlerweile nur das und könnte mir nich vorstellen was anderes zu machen.....ja okee, ich könnte Planner werden....zu deutsch, Disponent....immerhin sind viele Exfahrer das ja schon....aber ich zweifel ob es mir leicht fallen wird.....ich mein jetz nich die Arbeit, dat wird schon gehen, das würd ich können.....nee, ich mein, ich würd jekk werden auf die Dauer in einem Büro.....

.....ich glaub, ich würd mich auch erstmal in die soziale Hängematte schmeissen und 'ne Auszeit nehmen, Stütze kassieren(aber nur wenn möglich) und Erspartes anzapfen um mal richtig lang und breit Urlaub zu machen......'nen Monat mit dem Motorrad durch Europa crossen und so.....schön die Sonne auf den Bauch scheinen lassen....warum nich.....mal wat länger nach Thailand gehen und durch's ganz Südostasien ziehen, Bekannte da besuchen....usw usf.....

.....für'n halbes Jahr krich ich dat hin.....sicher auch ein ganzes......oder vielleicht ganz dahin gehen, einige Monate hier arbeiten und dann wieder zwei nach Haus......ich kenn einige die das so machen, es gibt bei uns so spezielle Verträge, mit denen ist das möglich.....vielleicht sollten das viel mehr so machen, so können sich zwei einen Arbeitsplatz teilen und haben noch ohne Ende Freizeit in den Tropen und ein mondänes Leben dort.....man kann sich dort ein Leben aufbauen und später von der von hier überwiesenen Rente dort gut leben....

....da fällt mir ein....ich sollte mal wieder Urlaub nehmen und nach Thailand fliegen.....Anfang näxten Jahres wahrscheinlich wieder....hab's eigendlich letztes Wochenende fast versprochen, wo ich nach da telefoniert hatte.....naja, mal sehen.....

....man kann ja nich nur arbeiten ne.....

groetjes

Mara


Kein Sex mit Nazis...!!!
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#72

RE: Arbeiten bis 70

in Themen vom Tage 13.08.2010 21:57
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Zitat von Paramite

Zitat von SkinnyTrucky
Hauptsache man hat nen Schuldigen an der Sozialmisere.....mal sind's pauschal die Ausländer, mal sind's Menschen, denen einfach nichts glückt im Leben.....vor 70 Jahren waren es die Juden he.....

....tjaaaa, Hauptsache, man kann sich mal wieder ne Stammtischparole von der Seele schreien.....wird die Welt dadurch besser wenn all die Millionen Sozialschmarotzer im Steinbruch sind.....oder haben wir eigendlich genug Arbeitsplätze für alle......fehlt nur noch der Spruch, in der DDR hat's sowas nich gegeben.....

....es wird immer unterschi9edliche Menschen geben....und es wird in Zukunft immer mehr Menschen geben.....leider auch massenhaft, die in's Abseits landen.....der Planet wird bald zu klein werden, glaubt mal.....

Mara



@ Mara

ich geb doch niemandem die Schuld. Und wo bitte haben wir eine Misere...

... Konzerne die vor 1 1/2 Jahren Geld vom Staat haben wollten, wollen jetzt ein Fussballclub sponsorn

Und mit 24 Jahre, das ich net lache... im Leben nix glückt, schau dir mal die arbeitslose Bevöklkerung an... Frauen in Hartz IV und drei Kinder mit gerade mal 22 Jahren. Männer in dem Alter Alki's Drogenjunkies und so weiter....
Die sollen mal meine Rente finanzieren... *kotz

Und was hat des Thema mit der DDR zu tun bzw. der Spruch das dort alles besser war. Sowas hab ich net gesagt

Und wenn man sein Arsch bewegt, dann landet man nicht im Abseits

Und das hab ich von meinem Vater gelernt der 10 Jahre Grenzsoldat war in der DDR...

*habe fertig...

Grüße David




Hey-hey.....ich meins allgemein David.....bitte nich persönlich nehmen.....es gibt viele Stimmen in der Gesellschaft, die mit markigen Sprüchen daherkommen.....ich kann mich selber davon kaum freisprechen......

....nun ja, die Misere ist hier schon herauszuhören.....es gibt ohne Ende Menschen im Land, die nich richtig qualifiziert sind, weil se aus sozialschwachen Schichten kommen.....bei uns in Holland nennt man sie die Kanslozen....zu deutsch, die Chancenlosen.....ohne Chance zu sein ist halt ne Misere.....und das diese Gesellschaft halt diese Menschen produziert ist halt ne Misere......

....aber ich weiß auch nich wie man das anpacken kann.....ich weiß nur, wie man es nich machen sollte.....und bei manchen Menschen ist wahrscheinlich auch Hopfen und Malz verloren und damit müssen wir wohl leben....

....wieviele sind es denn eigendlich, die von vorneherein Totalverweigerer sind.....ich mein 'ne angeborene Arbeitsallergie haben....??? Und wieviele sind es, die die Gesellschaft erst produziert hat.....???

Vielleicht interessante Fragen.....die ich auch nich nur speziell an dich richte.....

Vielleicht sollten auch in Europa mal die Milliardäre die Häfte ihres Ersparten spenden um Dinge zu finanzieren um Sozialschwachen doch ne Chance zu geben.....

groetjes uit Grottaminarda

Mara


Kein Sex mit Nazis...!!!
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#73

RE: Arbeiten bis 70

in Themen vom Tage 13.08.2010 22:06
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Da fällt mir ein: Gibt es Modellprojekte für ältere Bauarbeiter, also sagen wir ganz normal 6.00Uhr Arbeitsbeginn und 12.00Uhr Arbeitsschluss? Das hieße also, der ältere AN überlässt ab 12.00Uhr bis sagen wir 20.00Uhr seinen APlatz dem jüngeren AN, weil der doch früh erstmal ausschlafen möchte.
Das ist kein Spass, das ist mein Ernst, zumal ich junge Männer kenne, die gern mal länger schlafen...ich war ja auch mal Einer.
Damit würde man Zweierlei erreichen: Der Ältere schont seine Gesundheit, er verschleist sich also nicht und der Jüngere bekommt die Möglichkeit, ebenfalls seine Fähigkeiten zu zeigen, im Endeffekt gutes Geld für seine junge Familie zu verdienen, worauf der Ältere eigentlich schon verzichten könnte, weil, er hatt ja schon Eigenheim, komplette Ausstattung und, und und.
Wäre doch mal ein Nachdenken wert?

Rainer-Maria


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#74

RE: Arbeiten bis 70

in Themen vom Tage 13.08.2010 22:11
von werraglück | 679 Beiträge

Vielleicht sollten auch in Europa mal die Milliardäre die Häfte ihres Ersparten spenden um Dinge zu finanzieren um Sozialschwachen doch ne Chance zu geben.....


....wär ne super Sache, würden aber nur die wenigsten machen. Wir sind doch lange vor Renteneintritt nicht mehr voll belastbar und das wissen all diese Herren.
Ich frag mich, wie ich in meinem Job mit 60 noch Leistung bringen will....das geht doch nicht. Da nehme ich doch die massiven Abzüge in Kauf und soll es auch funktionieren, funktioniert aber nicht!
Wieder mal kurz gedacht, wie immer.


"Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Ge­genwart nicht verstehen und die Zukunft nicht ge­stalten"

ROMAN HERZOG
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#75

RE: Arbeiten bis 70

in Themen vom Tage 13.08.2010 22:32
von wosch (gelöscht)
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Zitat von SFGA
@ Wosch

Wenn mehrere aber 100 te sagen das z.B. Schulsystem, Gesundheitswesen, Soziales usw. besser war als heute meinste echt die haben unrecht? Dann muss es doch stimmen. Das Sie zu Grunde gegangen ist lag an verschiedenen Faktoren . Die andere sagen werden.
Faktum das Gesellschaftliche leben war an vielen Punkten besser als heute. Ja Wosch jetzt habe ich dein Gedankengang erfasst. Und zwar kommt jetzt ja und es gab nichts zu essen wie Bananen (reiche heute mal ein Teller Bananen am Feuer u.a. rum und du merkst es nimmt sie kaum einer), Reisefreiheit war eingeschrängt (Ja und denkste die meisten machten ne Weltreise nach der Wende? Vielen fahren immer noch Jahr für Jahr zur Ostsee etc. ) , Anstehen an den Läden (gab es auch in der BRD) , Die böse ganz bitterböse Mauer war im Weg das wir nicht rüber konnten in die große Freiheit (Sage mir mal warum die Mauer gebaut worden ist zu welchem Zweck , bin darauf gespannt) , Der Staat knüppelte die Leute nieder ( Bei Demos z.B. kurzer Prozess W50 Schiebeschild und Truppen dann war ruhe anders wie heute da kannst du die BePos verlaschen etc und dir passiert nichts . ) . Könnte noch mehr schreiben. So eine Frage mal so am Rande noch: Hast du dich mal mit der DDR INTENSIV beschäftigt ? Nicht den ganzen Mist der durch die Westdeutschen etc. Medien und Geschichtsbücher wandert.

LG aus ABI



Weißt Du Sören, ich habe lange überlegt ob ich Dir überhaupt antworten sollte und bin zu dem Ergebnis gekommen daß man Dir auf Grund Deiner Jugend und da Du ihreswegen die "bessere" Schulbildung der DDR nicht hast genießen können, Einiges nachsehen muß!! Woher weißt Du denn überhaupt wovon Du in Bezug auf die DDR schreiben tust? Als die DDR zugrunde ging konntest Du noch nicht mal lesen, hast vielleicht noch in Dein Kinderbettchen gepinkelt und überhaupt noch nichts davon mitbekommen, was um Dich herum vor sich ging. Lesen und Schreiben hast Du in der BRD gelernt, wenn es beim Schreiben auch heute noch bei Dir nicht immer richtig klappt, so liegt es mit Sicherheit an Dir selbst, auch wenn Du es auf das ,Deiner Meinung nach, "schlechtere" Schulsystem in der BRD schieben möchtest! Sören, Du müßtest schon mehr als 100te Zeugen dafür angeben, daß Deine 3 genannten Beispiele (Schulsystem, Gesundheitswesen und Soziales) in der DDR besser waren als heutzutage. Ich könnte dem entgegen halten: "Wenn mehrere Tausende aber sagen, daß das nicht so war..., meinst Du die könnten nach Deiner Logik nicht auch Recht haben??
Ich habe alle 3 Beispiele in der DDR durchgemacht, bin nach dem Mauerbau aus der DDR geflohen. In meiner DDR-Familie gab es Lehrer, Rentner, Studenten, NVA-Fallschirmjäger, Grenzsoldaten, LPG-Bauern, Verkäuferrinnen, Bühnenbildner, Berufsmusiker, Holzschuhmacher, ein Mitglied der DDR-Nationalmannschaft und noch einige andere Berufsgruppen, ach beinahe hätte ich auch noch einen ARZT vergessen der nebenbei noch bei der Stasi unter "Vertrag" stand.
Um auf Deine Frage einzugehen, ob ich mich mal mit der DDR INTENSIV beschäftigt hätte: Ich denke JA und solltest Du das jetzt auch noch anzweifeln muß ich leider annehmen daß Dir auch das "beste" Gesundheitswesen der Welt nicht mehr helfen kann! Da wir jetzt bei dem Gesundheitswesen angekommen sind, möchte ich ein paar Worte dazu verlieren und möchte die geneigten Mitleser bitten diese aus dem Blickwinkel meiner Erfahrung zu betrachten. Wer in der DDR gesund war hatte mit dem dortigen Gesundheitswesen überhaupt keine Probleme und er war sehr gut versorgt. Wer aber an bestimmten schwerwiegenden Krankheiten leidete hatte es mitunter mit der medizinischen Versorgung nicht so schön, wie es von Manchen immer wieder gerne dargestellt wird. Aus eigener Erfahrung könnte ich von einer Großtante, meiner Mutter und einer meiner Nichten sprechen. Mutter und Nichte benötigten Medikamente welche es in der DDR nur auf ganz besonderen Zuweisungen gab, da sie aus der BRD besorgt werden mußten und mit diesen wurden sie weiß Gott nicht so bedient wie es die behandelnden Ärzte für nötig hielten. Meiner Nichte (damals 18 Jahre) konnte nur durch meine Initiative vor "Schlimmeren" bewahrt werden indem ich die lebensnotwendigen Medikamente besorgte, die dann von den Ärzten in der Charitee und der Rostocker Uni-Klinik verabreicht wurden! Von dem Märtyrium meiner Mutter will ich hier gar nicht sprechen, nur soviel: Todkrank wie sie war mußte sie den Weg von Ludwigslust nach Rostock mit der Bahn bewältigen (Natürlich in der Obhut meines Vaters), wo sie 2 Tage später in der Uni-Klinik verstarb! Das war 1982, hier im Westen hätte man sie zumindestens mit einem Krankenwagen in die Klinik gefahren!! Es gibt noch viele andere Beispiele wie die Wirklichkeit auch ausgesehen hatte, es soll reichen.
Das Schulsystem habe ich natürlich auch kennengelernt. Aus der damaligen Mittelschule hatte man mich wegen meiner Einstellung zum Parteisekretär rausgeworfen obwohl meine Noten allesamt im grünen Bereich lagen und nach meiner danach erfolgten Lehre verweigerte man mir weitere Schulbildung, insbesondere die "Deligation" zur ABF, falls Du weißt was das ist! Statt dessen zwang man mich eine Erklärung zu unterschreiben, mit der ich mich "freiwillig" zur NVA meldete!
Nun kommen wir zum "Sozialen": Ich kannte eine blinde Frau in Ludwigslust, die im Alter von über 85 Jahren noch in ihrer Wohnung Besen und Bürsten anfertigte weil ihr, nach eigenen Worten, die Rente nicht zum Leben reichte. Obwohl sie schon zwei Jahre nicht mehr alleine auf die Straße gehen konnte, verweigerte man ihr eine stundenweise Zugehfrau von der Volssolidarität mit der Begründung: "Frau M...., solange sie arbeiten haben sie keinen Anspruch auf diese Hilfe". Als ich wieder in Kassel war führte ich ein einziges Telefongespräch mit einer hiesigen Blinden-Organisation und die haben sich im Gegesatz zu den DDR-Behörden sofort bis zu ihrem Lebensende fürsorglich um die Frau gekümmert, indem man sie zumindestens mit den Dingen des alltäglichen Bedarfs über Pakete versorgte, sodaß sie mit ihrer spärlichen Rente auskam. Man versorgte sie mit Literatur in Blindenschrift und als ihre ebenfalls blinde "Betreuerin" hier in Kassel starb, übernahm sofort eine andere die Verbindung mit Briefen und Paketen! Frau M... wohnte übrigens im 4. Stock unterm Dach und es hatte sich nie Jemand einen Kopp darüber gemacht, ob man der Frau irgend wie helfen konnte. Ca. ein halbes Jahr vor ihrem Tod wurde sie in einem Altersheim für Blinde aufgenommen, warum eigentlich nicht schon viel früher? Man könnte jetzt auch fragen, wieso man 15 Jahre auf einen Trabi warten mußte, die Antwort könnte gleichlautend sein!! Auch über die sozialen Verhältnisse gebe es noch viel zu sagen und sei ganz unbesorgt, aus eigenem Erleben und nicht mit dem "Mist" der Westdeutschen ect, Medien und Geschichtsbücher!!
Hast Du Dir schon mal die Geschichtsbücher der DDR angeschaut, oder Die Tageszeitungen der DDR vor 1989, oder hast Du noch die Parolen der Pionierleiter und der FDJ-Funktionäre im Gedächtnis, von den Parolen der SED-Funktionäre gar nicht zu reden? Ich ja!!

Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 14.08.2010 01:44 | nach oben springen

#76

RE: Arbeiten bis 70

in Themen vom Tage 13.08.2010 22:34
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Warum soll denn der Milliardär sein sauer verdientes Geld unters Volk schmeißen, das ist doch ungerecht? Denn er hatte doch auch mal klein angefangen. Außer bei Denen, die von Beruf Erbe sind, da geh ich mit.
Man sollte also schon unterscheiden zwischen Denen, die aus eigener Kraft .....und Denen, die mit dem goldenen Löffel oder der Nuppelflasche im Mund aufgewachsen sind.
Und Mara, mach mal langsam Urlaub in Thailand, sonst wirst du noch Milliardär durch die Kutscherei.

Rainer-Maria


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#77

RE: Arbeiten bis 70

in Themen vom Tage 13.08.2010 23:06
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Richtig Rainer,wer bei Null anfängt und sich über viele Jahre hoch arbeitet,dem gönne ich sein "Reichtum".Der Gute kann von mir aus 10 Autos in seiner Garage haben,auch 3 Häuser in Zermatt oder St Moritz.



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#78

RE: Arbeiten bis 70

in Themen vom Tage 13.08.2010 23:19
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Das hast du schön geschrieben, Zermatt, das mit den "3 Häuser in Zermatt..." und wahr, wir gönnen es den reichen Knaben oder alten Ladys, nur, selber erarbeitet müssen sie es schon haben? Sonst keine Gnade, her mit der Hälfte der Kohle fürs Volk und kein Cent für Die von den Parteien, denn was hatte ich da gelesen..".Klaus Ernst, auch noch ein Linker, ein Vorsitzender der Linkspartei mit locker 17ooo Euro Einkommen im Monat?"
Kein Wunder, wenn das Kapital aus vollem Herzen und mit ruhigem Gewissen lacht, es schlägt sich auf die Brust und lacht und lacht und....

Rainer-Maria


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#79

RE: Arbeiten bis 70

in Themen vom Tage 13.08.2010 23:25
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Und Mara, mach mal langsam Urlaub in Thailand, sonst wirst du noch Milliardär durch die Kutscherei.



Dir würd ich allerdings nie was abgeben wenn ich reich wär RMR.....

groetjes

Mara.....die Bedüftigen auch schon mal 'nen Euro gibt wenn se drum fragen....


Kein Sex mit Nazis...!!!
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#80

RE: Arbeiten bis 70

in Themen vom Tage 14.08.2010 10:42
von SFGA | 1.519 Beiträge

Zitat von Feliks D.

Zitat von SFGA
@ Wosch

Wenn mehrere aber 100 te sagen das z.B. Schulsystem, Gesundheitswesen, Soziales usw. besser war als heute meinste echt die haben unrecht? Dann muss es doch stimmen. Das Sie zu Grunde gegangen ist lag an verschiedenen Faktoren . Die andere sagen werden.
Faktum das Gesellschaftliche leben war an vielen Punkten besser als heute. Ja Wosch jetzt habe ich dein Gedankengang erfasst. Und zwar kommt jetzt ja und es gab nichts zu essen wie Bananen (reiche heute mal ein Teller Bananen am Feuer u.a. rum und du merkst es nimmt sie kaum einer), Reisefreiheit war eingeschrängt (Ja und denkste die meisten machten ne Weltreise nach der Wende? Vielen fahren immer noch Jahr für Jahr zur Ostsee etc. ) , Anstehen an den Läden (gab es auch in der BRD) , Die böse ganz bitterböse Mauer war im Weg das wir nicht rüber konnten in die große Freiheit (Sage mir mal warum die Mauer gebaut worden ist zu welchem Zweck , bin darauf gespannt) , Der Staat knüppelte die Leute nieder ( Bei Demos z.B. kurzer Prozess W50 Schiebeschild und Truppen dann war ruhe anders wie heute da kannst du die BePos verlaschen etc und dir passiert nichts . ) . Könnte noch mehr schreiben. So eine Frage mal so am Rande noch: Hast du dich mal mit der DDR INTENSIV beschäftigt ? Nicht den ganzen Mist der durch die Westdeutschen etc. Medien und Geschichtsbücher wandert.

LG aus ABI



Entschuldige bitte und ich staune selbst gerade, da ich eigentlich nie einer Meinung mit @wosch bin, aber wovon träumst du nachts und vor allem woher beziehst DU dein Wissen über die DDR? Der Staat knüppelte die Leute nieder, ich glaubs nicht und denke du schaust zu viele Filme.

Zu deiner Frage am Rande eine Gegenfrage: Wie lange bist du jetzt schon im Forum und wo bitte bleibt bei soviel Frechheit die Achtung vorm Alter??? Auch wenn mir seine Rückschlüsse und seine Sicht der Dinge nicht gefallen, so hat die Frage ob er sich überhaupt schon mit der DDR beschäfigt hat schon etwas provokant Unverschämtes. So alt wie sein "Interesse" mußt du Klugscheißer erst einmal werden, @wosch hat sich schon mit diesem Thema beschäftigt da war dein alter Herr noch in Windeln unterwegs.

Bitte nochmals um Entschuldigung, aber das mußte jetzt nach jeder Menge verworrener Texte von Dir einfach mal raus.




Wie oft denn nu noch ich bin Wosch Gedankengang gefolgt wie es auch drinne steht!! Musst mal richtig lesen !!!


JgRgt 1 Schwarzenborn / HFlgUstgStff 1 Holzdorf

Wenn einer von uns müde wird,der andere für ihn wacht.Wenn einer von uns zweifeln will,der andere gläubig lacht.Wenn einer von uns fallen sollt',der andere steht für zwei,denn jedem Kämpfer gibt ein Gott den Kameraden bei.
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