#21

RE: Behördliche Fragen an Fahnenflüchtige / Flüchtlinge

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 16.08.2010 21:19
von Paramite (gelöscht)
avatar

hm...

mist da hat er mir doch einen vom Ast erzählt, oder glei en ganzen Wald, naja egal habs halt geglaubt.
Werd diesbezüglich jetzt mei Mund halten bzw mei Finger still...

Seid mir gegrüßt David


nach oben springen

#22

RE: Behördliche Fragen an Fahnenflüchtige / Flüchtlinge

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 16.08.2010 21:31
von Sachse (gelöscht)
avatar

Ist kein Problem. Mund bitte dennoch nicht halten, aktiv und substanziell einbringen ... DANKE vorab!


nach oben springen

#23

RE: Behördliche Fragen an Fahnenflüchtige / Flüchtlinge

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 16.08.2010 21:35
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von Paramite
Seit dem Mauerbau 1961 teilte sich das MfS die Grenzaufklärung mit den Grenztruppen.
Diese betrieben die visuelle, Funk- und funktechnische Aufklärung. Die HA I
dagegen führte menschliche Quellen und beteiligte sich damit an der Westarbeit des
MfS. Und des waren :
Ermittlung und Verhinderung von Störungen und Angriffen gegen die Staatsgrenze und die Grenztruppen, wenn sie vom westlichen Territorium ausgingen.
Die Grenzer standen unweigerlich im Fadenkreuz solcher Vorfälle.Eine qualifizierte Dokumentation diente dazu, Täter und Hintermänner zu entlarven und gegebenenfalls den Nachweis zu liefern, dass bundesdeutsche Dienststellen in Störungen und Angriffe eingebunden waren. Aufklärung und Bearbeitung der zur Grenzüberwachung eingesetzten westlichen Kräfte (Grenzpolizei, Bundesgrenzschutz, Grenzzolldienst).Aufklärung des gegnerischen Territoriums, einschließlich militärischer Vorbereitungen
(in Westberlin also der Alliierten) auf einen Ernstfall
Gemäß den Grundsätzen des Stellvertreters des Ministers für Nationale Verteidigung und Chefs des
Hauptstabes für den Einsatz der Grenztruppen der DDR an der Staatsgrenze der DDR zur BRD bei
ihrer zeitweiligen Unterstellung an die Landstreitkräfte v. 22.8.1989 sollten die Grenztruppen in einer
militärischen Auseinandersetzung für die Vernichtung von Erstrangobjekten des Gegners in
unmittelbarer Nähe der Staatsgrenze
sorgen. Sowas musste doch vorher bestimmt ausspioniert werden,oder? Und wer hat des gemacht...?
Zu ihren Aufträgen zählte ferner das Anlegen von Übertrittsstellen und Grenzschleusen, also eine Möglichkeit für Inoffizielle Mitarbeiter, an
schwer einsehbaren, jedoch von der Bundesrepublik aus gut erreichbaren Lücken im Todesstreifen zu Fuß oder mit einem Fahrzeug heimlich die Grenze passieren oder Material ablegen zu können.
In der HA I betrieben zwei Abteilungen Grenzaufklärung, eine an der Westgrenze
und seit 1.9.1962 eine um Berlin.Vier Unterabteilungen (Berlin-
Treptow, Blankenfelde, Groß-Glienicke, Hennigsdorf) um die Westsektoren sollten
Informationen aus deren Grenzvorfeld beschaffen, aber auch die Grenze DDR-seitig
sichern helfen. Ein weiteres Referat beschäftigte sich mit der Gewinnung und dem
Einsatz von Inoffiziellen Mitarbeitern im besonderen Einsatz (GME), die entlang der
Grenze zum Einsatz kamen und im Westen Personen und Dienststellen ausspionierten
.

Im Zuge der Veränderungen in den Grenztruppen ließ Mielke 1972 die Aufgaben
der Grenzaufklärung anpassen: Das führte zu einem Mix aus Aufklärung von militärischen
und grenzpolizeilichen Einrichtungen sowie des Grenzzolldienstes (wofür ein
mehrseitiges Papier alle relevanten Dienststellen verzeichnete), frühzeitigem Erkennen
und Verhindern von Aggressionen und Provokationen, Anlegen von Grenzschleusen
sowie Befragen von Grenzverletzern und Überläufern (ÜL)211, die aus dem Westen
kamen.

Ich habe diese Info's von einem BGS-Beamten der schon lange beim BGS ist und nicht aus der DDR kommt. Ich glaub nicht das er mir was vom Ast erzählt. Es kann ja sein das des nicht alle GAkl machten, aber man liest ja wer es war....




Du haust da einiges durcheinander.
z.B.:
Übertrittsstellen und Grenzschleusen wurden nicht durch die GT aufgeklärt und angelegt.


"Mobility, Vigilance, Justice"
nach oben springen

#24

RE: Behördliche Fragen an Fahnenflüchtige / Flüchtlinge

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 16.08.2010 21:44
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von Sachse
Konnte man aus deiner Sicht daraus Nutzen ziehen?
Und wer war eher interessant?

Offz. oder Sold.?
Und kanntet ihr auch welche, die nicht vor dem Zaun agierten? Also quasi den normalen GT-Angehörigen?



Ja man konnte Erkenntnis gewinnen:
Insbesondere wen unbekannte Gesichter auftauchten, die nicht zum GR/GB/GK gehörten.
Dienstgrade waren eher unrelevant.

Zur letzten Frage, Ja.


"Mobility, Vigilance, Justice"
nach oben springen

#25

RE: Behördliche Fragen an Fahnenflüchtige / Flüchtlinge

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 16.08.2010 23:32
von turtle | 6.961 Beiträge

Von mir nur kurz einige Zeilen dazu. Ich hatte in diesem Forum schon genug über meine Flucht und danach geschrieben.
In der 1.Ortschaft (BRD) nach meiner Flucht fiel ich einem Zivilisten auf da ich etwas ramponiert aussah! Er war auf dem Weg zur Arbeit. Er fuhr mit mir zurück in seine Wohnung,seine Frau kochte Kaffee. Der Bundesgrenzschutz wurde informiert.
und holte mich ab..Ich wurde befragt nach meiner Person,wo genau ich rüber bin,und ob mir etwas aufgefallen war.
Ich musste auch nicht zurück zu der Stelle an der ich rüber bin. Warum auch ? Sollte ich mich nachträglich fotografieren lassen?
Ich bekam Klamotten,eine Fahrkarte nach Gießen,und einen Reiseausweis als Paßersatz.Im Lager wurde ich aber richtig befragt!
Armee Bewegungen,Systemgegner,ob ich MfS Leute oder Informanten kenne usw. war für sie interessant .Ich war auch in Düsseldorf und wurde von den Amis befragt. Die Amis oder die Menschen vom BND wussten aber mehr wie ich. Da ich nicht einmal bei der NVA war war ich keine große Hilfe denke ich. Ich habe Spesen und Geld dafür erhalten. Vom Untersuchungsausschuss gab es keine Bedenken ,somit war ich Bundi.
Interessant ist vielleicht noch das damals 1968 die Volljährigkeit in der BRD erst mit 21 Jahren war. In der DDR bereits mit 18 Jahren.
Damit man die Flüchtlinge nicht zurück schicken musste, hat man die DDR Volljährigkeit von diesen Personen anerkannt.
Das dürfte auch das einzige DDR Gesetz gewesen sein das in der BRD Gültigkeit hatte.Wenn bei einem Jugendlichen noch 2-3 Monate fehlten,wurde alles soweit hinausgezögert bis er nach DDR Gesetz volljährig war.
Gruß Peter(turtle)


zuletzt bearbeitet 17.08.2010 08:14 | nach oben springen

#26

RE: Behördliche Fragen an Fahnenflüchtige / Flüchtlinge

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.08.2010 02:58
von X-X-X (gelöscht)
avatar

1983 'durfte' ich fuer das Notaufnahmelager Marienfelde Frageboegen uebersetzen. Diese waren keiner besonderen Personengruppe zuzuordnen (GT oder NVA z.B.), waren eben neutral . Fuer Fahnenfluechtige gab es natuerlich bestimmte Fragen, (Moral, DHS... usw). ich weiss nicht inwieweit sich diese Frageboegen denen der zustaendigen Bundesbehoerden aehnelten, da es hier um US-Frageboegen handelte. Auf jeden Fall lag der Fragebogen auf den Schriebtischen meiner Vorgesetzten in der HVA, ehe der im Fluechtlingslager-Marienfelde fuer den internen Gebrauch verteilt wurde. Auf jeden Fall waren viele unserer 'Ueberlaeufer' auf die wichigen Fragen vorbereitet.

Jens


zuletzt bearbeitet 17.08.2010 03:06 | nach oben springen

#27

RE: Behördliche Fragen an Fahnenflüchtige / Flüchtlinge

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.08.2010 03:00
von seaman | 3.487 Beiträge

Das ist richtig.
seaman


nach oben springen

#28

RE: Behördliche Fragen an Fahnenflüchtige / Flüchtlinge

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.08.2010 10:12
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von KID
1983 'durfte' ich fuer das Notaufnahmelager Marienfelde Frageboegen uebersetzen. Diese waren keiner besonderen Personengruppe zuzuordnen (GT oder NVA z.B.), waren eben neutral . Fuer Fahnenfluechtige gab es natuerlich bestimmte Fragen, (Moral, DHS... usw). ich weiss nicht inwieweit sich diese Frageboegen denen der zustaendigen Bundesbehoerden aehnelten, da es hier um US-Frageboegen handelte. Auf jeden Fall lag der Fragebogen auf den Schriebtischen meiner Vorgesetzten in der HVA, ehe der im Fluechtlingslager-Marienfelde fuer den internen Gebrauch verteilt wurde. Auf jeden Fall waren viele unserer 'Ueberlaeufer' auf die wichigen Fragen vorbereitet.

Jens



Hallo Jens, dein Bericht verwirrt mich etwas oder ich bin schwer von Begriff. So wie ich diesen Beitrag lese warst du 1983 einmal als Übersetzer für Fragebogen der US Army oder Administration in Marienfelde tätig und dann schreibst du gleichzeitig von deinen Vorgesetzten der HVA. Wo warst du denn nun 1983, ich meine auf welcher Seite ?

Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen

#29

RE: Behördliche Fragen an Fahnenflüchtige / Flüchtlinge

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.08.2010 10:19
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Gert

Zitat von KID
1983 'durfte' ich fuer das Notaufnahmelager Marienfelde Frageboegen uebersetzen. Diese waren keiner besonderen Personengruppe zuzuordnen (GT oder NVA z.B.), waren eben neutral . Fuer Fahnenfluechtige gab es natuerlich bestimmte Fragen, (Moral, DHS... usw). ich weiss nicht inwieweit sich diese Frageboegen denen der zustaendigen Bundesbehoerden aehnelten, da es hier um US-Frageboegen handelte. Auf jeden Fall lag der Fragebogen auf den Schriebtischen meiner Vorgesetzten in der HVA, ehe der im Fluechtlingslager-Marienfelde fuer den internen Gebrauch verteilt wurde. Auf jeden Fall waren viele unserer 'Ueberlaeufer' auf die wichigen Fragen vorbereitet.

Jens



Hallo Jens, dein Bericht verwirrt mich etwas oder ich bin schwer von Begriff. So wie ich diesen Beitrag lese warst du 1983 einmal als Übersetzer für Fragebogen der US Army oder Administration in Marienfelde tätig und dann schreibst du gleichzeitig von deinen Vorgesetzten der HVA. Wo warst du denn nun 1983, ich meine auf welcher Seite ?

Gruß Gert




Du hast schon richtig verstanden.

Hier ein Kurzabriss auch wenn nicht alles was dort geschrieben steht so haltbar ist, im besonderen der letzte Absatz: http://www.trend.infopartisan.net/trd1199/t161199.html


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 17.08.2010 10:23 | nach oben springen

#30

RE: Behördliche Fragen an Fahnenflüchtige / Flüchtlinge

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.08.2010 10:21
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von turtle
Von mir nur kurz einige Zeilen dazu. Ich hatte in diesem Forum schon genug über meine Flucht und danach geschrieben.
In der 1.Ortschaft (BRD) nach meiner Flucht fiel ich einem Zivilisten auf da ich etwas ramponiert aussah! Er war auf dem Weg zur Arbeit. Er fuhr mit mir zurück in seine Wohnung,seine Frau kochte Kaffee. Der Bundesgrenzschutz wurde informiert.
und holte mich ab..Ich wurde befragt nach meiner Person,wo genau ich rüber bin,und ob mir etwas aufgefallen war.
Ich musste auch nicht zurück zu der Stelle an der ich rüber bin. Warum auch ? Sollte ich mich nachträglich fotografieren lassen?
Ich bekam Klamotten,eine Fahrkarte nach Gießen,und einen Reiseausweis als Paßersatz.Im Lager wurde ich aber richtig befragt!
Armee Bewegungen,Systemgegner,ob ich MfS Leute oder Informanten kenne usw. war für sie interessant .Ich war auch in Düsseldorf und wurde von den Amis befragt. Die Amis oder die Menschen vom BND wussten aber mehr wie ich. Da ich nicht einmal bei der NVA war war ich keine große Hilfe denke ich. Ich habe Spesen und Geld dafür erhalten. Vom Untersuchungsausschuss gab es keine Bedenken ,somit war ich Bundi.
Interessant ist vielleicht noch das damals 1968 die Volljährigkeit in der BRD erst mit 21 Jahren war. In der DDR bereits mit 18 Jahren.
Damit man die Flüchtlinge nicht zurück schicken musste, hat man die DDR Volljährigkeit von diesen Personen anerkannt.
Das dürfte auch das einzige DDR Gesetz gewesen sein das in der BRD Gültigkeit hatte.Wenn bei einem Jugendlichen noch 2-3 Monate fehlten,wurde alles soweit hinausgezögert bis er nach DDR Gesetz volljährig war.
Gruß Peter(turtle)



Hallo Turtle, dein Bericht deckt sich weitgehend mit meinen Erfahrung. Was mich aber irritiert ist dass du schreibst, dass du bei den Amis in Düsseldorf warst. Da ich mich in Düsseldorf gut auskenne weiss ich dass in D'dorf keine Amis waren(von Touris abgesehen). Düsseldorf war britische Zone, hier waren also die Tommy's.
Das mit der Volljährigkeit habe ich auch so kennengelernt. Ich flüchtete im März und im Juni wurde ich 21 . Man hat mich also sofort als volljährig gelten lassen.

Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen

#31

RE: Behördliche Fragen an Fahnenflüchtige / Flüchtlinge

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.08.2010 10:57
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Feliks D.

Zitat von Gert

Zitat von KID
1983 'durfte' ich fuer das Notaufnahmelager Marienfelde Frageboegen uebersetzen. Diese waren keiner besonderen Personengruppe zuzuordnen (GT oder NVA z.B.), waren eben neutral . Fuer Fahnenfluechtige gab es natuerlich bestimmte Fragen, (Moral, DHS... usw). ich weiss nicht inwieweit sich diese Frageboegen denen der zustaendigen Bundesbehoerden aehnelten, da es hier um US-Frageboegen handelte. Auf jeden Fall lag der Fragebogen auf den Schriebtischen meiner Vorgesetzten in der HVA, ehe der im Fluechtlingslager-Marienfelde fuer den internen Gebrauch verteilt wurde. Auf jeden Fall waren viele unserer 'Ueberlaeufer' auf die wichigen Fragen vorbereitet.

Jens



Hallo Jens, dein Bericht verwirrt mich etwas oder ich bin schwer von Begriff. So wie ich diesen Beitrag lese warst du 1983 einmal als Übersetzer für Fragebogen der US Army oder Administration in Marienfelde tätig und dann schreibst du gleichzeitig von deinen Vorgesetzten der HVA. Wo warst du denn nun 1983, ich meine auf welcher Seite ?

Gruß Gert




Du hast schon richtig verstanden.

Hier ein Kurzabriss auch wenn nicht alles was dort geschrieben steht so haltbar ist, im besonderen der letzte Absatz: http://www.trend.infopartisan.net/trd1199/t161199.html




wauh, das hätte ich nicht erwartet, ich bin sehr berührt von der Geschichte. Ich kenne sie, ich habe vor Jahren einen TV Report darüber gesehen. Besonders empört hat mich am Ende die Arroganz der US Leute, die dieses "Kidnapping" auf souveränem, deutschen Staatsgebiet durchführten. Sie behandelten uns immer noch als ihre Beatzungszone, oder?
Bist du heute wieder frei ?

Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen

#32

RE: Behördliche Fragen an Fahnenflüchtige / Flüchtlinge

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.08.2010 14:15
von turtle | 6.961 Beiträge

Von Gert,
Hallo Turtle, dein Bericht deckt sich weitgehend mit meinen Erfahrung. Was mich aber irritiert ist dass du schreibst, dass du bei den Amis in Düsseldorf warst. Da ich mich in Düsseldorf gut auskenne weiß ich dass in D'dorf keine Amis waren(von Touris abgesehen). Düsseldorf war britische Zone, hier waren also die Tommy's.
Das mit der Volljährigkeit habe ich auch so kennen gelernt. Ich flüchtete im März und im Juni wurde ich 21 . Man hat mich also sofort als volljährig gelten lassen.

Hallo Gert
Das nannte sich Amt für Befragungswesen. Gesprochen haben die mit mir deutsch,untereinander auch englisch.

Kids Geschichte kannte ich so nicht. Durch einige frühere Beiträge von ihm oder über ihn hatte ich ihn jedoch so eingeordnet.
Kid hat einen verdammt hohen Preis dafür gezahlt,zu hoch! Über 11 Jahre sind Knast waren ein hoher Preis.
Das die Verschleppung gegen geltendes Recht verstoßen hat und nichts Ernsthaftes getan wurde ihm zu helfen
beantwortet wieder einmal das Politik eine Hure ist. Verrat ist in diesem Job nichts Neues, damit musste er rechnen.
Frau Gast beschreibt das in ihrem Buch "Kundschafterin des Friedens" sehr gut. Ihr erging es ebenso.
Kid möchte ich fragen ob es das alles Wert war? Entsprach der Sozialismus Deiner Weltanschauung oder warst Du
etwas naiv? Wie auch immer ich wünsche Dir alles Gute! Gruß Peter(turtle)
Ziehe meine Fragen zurück,es wird zu viel mitgelesen,daher müssen die Antworten nicht stimmen.Selbstbelasten muss sich
niemand! Was ist überhaupt Gerechtigkeit?? Nein kein Streitthema anfangen,es gibt keine!! (meistens)

Für Gert: Befragungswesen – (Unterabteilung 14 C):
Das Anfang 1958 zunächst von den Geheimdiensten der BRD, USA und
Großbritanniens gemeinsam initiierte Befragungswesen entwickelte sich
später zur BND-geführten »Hauptstelle für Befragungswesen« in München
mit Nebenstellen in Gießen, Berlin-Marienfelde (Notaufnahmelager), Hannover,
Friedland, Nürnberg-Zirndorf (Osteuropäer), Mainz, Stuttgart, Düsseldorf,
Frankfurt am Main, Lübeck, Kassel, Herrsching (Überläufer).
Einzelheiten zur Arbeitsweise der Dienststellen des Befragungswesens
werden später näher beschrieben. Hier nur so viel: Neben Mitarbeitern
des BND und des BfV/der LfV waren überall auch Befragungsmitarbeiter
der USA-Geheimdienste und in vielen auch Mitarbeiter der Geheimdienste
Großbritanniens und Frankreichs präsent.
Quelle:http://www.mfs-insider.de/SachbuchPDF/Spionageabwehr4.pdf


zuletzt bearbeitet 17.08.2010 16:28 | nach oben springen

#33

RE: Behördliche Fragen an Fahnenflüchtige / Flüchtlinge

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.08.2010 16:07
von X-X-X (gelöscht)
avatar

@Turtle Nee, iss schon in Ordnung. Ob das alles Wert war? Wenn ich mir jetzt ueberlege, dass wir besonders Mitte der 80er tatsaechlich am nuklearen Abgrund standen, moechte ich sagen, es war noetig. Der Wert einer Sache wird von jedem selbst eingeschaetzt. Es ging mir dabei nicht um eine politische Weltanschauung. da der Wunsch nach Fireden parteilos ist.

Gruesse aus Ohio

Jens


nach oben springen

#34

RE: Behördliche Fragen an Fahnenflüchtige / Flüchtlinge

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.08.2010 16:23
von turtle | 6.961 Beiträge

Ich hatte in einem früheren Beitrag folgendes geschrieben: es hätte Gleichstellung geben müssen! Jeder Staat hat nun einmal seine Agenten, Spione, oder auch Kundschafter des Friedens! Ich bin sogar überzeugt dass durch das übermittelte Wissen man manches besser einschätzen konnte, und damit schlimmeres verhindert wurde .Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter, auch wenn das einige die meine Vergangenheit kennen verwundern wird. Ich bin dagegen das man alle Mitarbeiter des MfS in einen Topf wirft und sie ein Leben lang damit bestraft das sie da tätig waren. Eine Verjährungsfrist ist da lange überfällig! Für seinen Glauben, Ideologie, oder Ansicht darf niemand bestraft werden.

Danke KID für Deine Antwort! Alles Gute für Deine Zukunft,ich hoffe Du bist stark genug alles ohne größeren Schaden weg zu stecken!
Gruß Peter(turtle)


zuletzt bearbeitet 17.08.2010 16:25 | nach oben springen

#35

RE: Behördliche Fragen an Fahnenflüchtige / Flüchtlinge

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.08.2010 17:11
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von turtle
Von Gert,
Hallo Turtle, dein Bericht deckt sich weitgehend mit meinen Erfahrung. Was mich aber irritiert ist dass du schreibst, dass du bei den Amis in Düsseldorf warst. Da ich mich in Düsseldorf gut auskenne weiß ich dass in D'dorf keine Amis waren(von Touris abgesehen). Düsseldorf war britische Zone, hier waren also die Tommy's.
Das mit der Volljährigkeit habe ich auch so kennen gelernt. Ich flüchtete im März und im Juni wurde ich 21 . Man hat mich also sofort als volljährig gelten lassen.

Hallo Gert
Das nannte sich Amt für Befragungswesen. Gesprochen haben die mit mir deutsch,untereinander auch englisch.

Kids Geschichte kannte ich so nicht. Durch einige frühere Beiträge von ihm oder über ihn hatte ich ihn jedoch so eingeordnet.
Kid hat einen verdammt hohen Preis dafür gezahlt,zu hoch! Über 11 Jahre sind Knast waren ein hoher Preis.
Das die Verschleppung gegen geltendes Recht verstoßen hat und nichts Ernsthaftes getan wurde ihm zu helfen
beantwortet wieder einmal das Politik eine Hure ist. Verrat ist in diesem Job nichts Neues, damit musste er rechnen.
Frau Gast beschreibt das in ihrem Buch "Kundschafterin des Friedens" sehr gut. Ihr erging es ebenso.
Kid möchte ich fragen ob es das alles Wert war? Entsprach der Sozialismus Deiner Weltanschauung oder warst Du
etwas naiv? Wie auch immer ich wünsche Dir alles Gute! Gruß Peter(turtle)
Ziehe meine Fragen zurück,es wird zu viel mitgelesen,daher müssen die Antworten nicht stimmen.Selbstbelasten muss sich
niemand! Was ist überhaupt Gerechtigkeit?? Nein kein Streitthema anfangen,es gibt keine!! (meistens)

Für Gert: Befragungswesen – (Unterabteilung 14 C):
Das Anfang 1958 zunächst von den Geheimdiensten der BRD, USA und
Großbritanniens gemeinsam initiierte Befragungswesen entwickelte sich
später zur BND-geführten »Hauptstelle für Befragungswesen« in München
mit Nebenstellen in Gießen, Berlin-Marienfelde (Notaufnahmelager), Hannover,
Friedland, Nürnberg-Zirndorf (Osteuropäer), Mainz, Stuttgart, Düsseldorf,
Frankfurt am Main, Lübeck, Kassel, Herrsching (Überläufer).
Einzelheiten zur Arbeitsweise der Dienststellen des Befragungswesens
werden später näher beschrieben. Hier nur so viel: Neben Mitarbeitern
des BND und des BfV/der LfV waren überall auch Befragungsmitarbeiter
der USA-Geheimdienste und in vielen auch Mitarbeiter der Geheimdienste
Großbritanniens und Frankreichs präsent.
Quelle:http://www.mfs-insider.de/SachbuchPDF/Spionageabwehr4.pdf



Hallo turtle/Peter

also meine Einstellung zu Geheimdiensten ist, dass sie erstens nutzlos sind( siehe Totalversagen der CIA 9/11, die hatten doch keine Ahnung was da auf die USA zukommt oder auch die Invasion 1961 auf Kuba in der Schweinbucht. Alle Infos der CIA für die Invasoren waren falsch, Fidel Castro war besser informiert, er stand am Strand und braucht die Invasoren nur aus dem Meer zu fischen-eine Riesenblamage für die USA. Eine 2.große Gefahr ist die Missachtung von geheimen Informationen. Beispiel: der sowjetische Spion Richard Sorge ( bei der Botschaft des deutschen Reichs in Tokio in 1941 arbeitend oder akreditiert?) berichtete den genauen Angriffstermin auf die Sowjetunion am 22.Juni 1941. Die Meldung wurde ignoriert und so traf Stalin der deutsche Angriff unvorbereitet und mit voller Wucht. Da sieht man den Wert der Arbeit, den die Schlapphüte produzieren.
Ich selbst hatte 2 Kontakte. Einen Stasi Anwerbeversuch in jungen Jahren rundheraus abgelehnt, ohne jegliche Folgen. Ich war auch nicht erpressbar, da ich nichts hatte mit 19 und auch keine Ambitionen auf irgendwelche Vorteile in diesem Staat.
Der 2. Versuch war durch die Amis, beim CIC in Oberursel. Da kamen alle ehemaligen Militärangehörigen des Ostblocks zu Befragungen hin. Dort wurde ich gefragt, ob ich etwas für die Verteidigung der freien Welt tun wollte. Ich verstand nicht gleich und sie wurden genauer. Ich habe es rundheraus abgelehnt. Dafür hatte ich nicht mein Leben bei der Flucht riskiert.
Was KiD da gemacht hat muss er vor sich selbst verantworten. Hinterher ist man sicher schlauer mit was für Typen man sich im allgemeinen und hier in seinem Fall einlässt. Dass sie jahrelang beste Informationen bekamen und dann die gleichen Ex Stasi Leute nach der Wende ihn für irgendeinen Vorteil oder ein paar Silberlinge ans Messer lieferten ?? Nicht gerade die feine englische Art.

Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen



Besucher
17 Mitglieder und 45 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Oderfischer
Besucherzähler
Heute waren 769 Gäste und 64 Mitglieder, gestern 3936 Gäste und 179 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14372 Themen und 558398 Beiträge.

Heute waren 64 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen