#61

RE: GAR 39 HO CHI MINH Kaserne

in Grenztruppen der DDR 30.04.2013 20:15
von huepenbecker (gelöscht)
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Ich war Mai 85 bis Juni 85 im GAR 39 zur Grundausbildung. Ich glaube Artillerie 3. Zug ( ist schon einige Jahre her ). Zum Glück war ich nur 4 Wochen dort, danach 17 Monate in Streganz als Platzwart. Doch zurück: Dachshagen war eine echt unangenehme Zeit. Nur Drill von der Ersten bis zur letzten Minute, selbst Nachts wurde mal zum Spass Gefechtsalarm geprobt (und das nach einem anstrengenden Tag) und wenn es nicht schnell genug ging, dann wurde das Spiel auch solange geübt bis es klappte. Danach ins Bett und vielleicht noch 2 Stunden schlafen. Den Vorgesetzten, insbesondere die Uffz. und BU´s, hat es anscheinend Spass gemacht uns nach hastig heruntergeschlungenden Abendbrot und nach einer Stunde Exerzieren und sonstigen Spielchen kotzen zu sehen ( vielleicht haben die auch Wetten abgeschlossen, würde mich nicht wundern). Wir haben ganz am Anfang auch einen neuen Zug- oder Gruppenführer bekommen. Er stellte sich vor die Gruppe und sagte" Genossen, Soldaten sind für mich wie Diamanten. Je besser geschliffen, desto wertvoller". Wir haben uns oft wie" Diamanten" gefühlt. Ein besonderes Highlight war Neu Zittau- immer wieder ein "Erlebnis". Ich denke die haben gewusst, das wir nur 4 Wochen deren Gäste sind ( wir haben es erst am Tag der "Abreise" erfahren, wie es weiter geht) und wollten in der Zeit echte Soldaten aus uns machen. Doch auch das ging vorbei und heute lache ich drüber, waren doch irgendwie arme Würstchen unsere "Vorgesetzten und Vorbilder".


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#62

RE: GAR 39 HO CHI MINH Kaserne

in Grenztruppen der DDR 30.04.2013 20:34
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von huepenbecker im Beitrag #61
Ich war Mai 85 bis Juni 85 im GAR 39 zur Grundausbildung. Ich glaube Artillerie 3. Zug ( ist schon einige Jahre her ). Zum Glück war ich nur 4 Wochen dort, danach 17 Monate in Streganz als Platzwart. Doch zurück: Dachshagen war eine echt unangenehme Zeit. Nur Drill von der Ersten bis zur letzten Minute, selbst Nachts wurde mal zum Spass Gefechtsalarm geprobt (und das nach einem anstrengenden Tag) und wenn es nicht schnell genug ging, dann wurde das Spiel auch solange geübt bis es klappte. Danach ins Bett und vielleicht noch 2 Stunden schlafen. Den Vorgesetzten, insbesondere die Uffz. und BU´s, hat es anscheinend Spass gemacht uns nach hastig heruntergeschlungenden Abendbrot und nach einer Stunde Exerzieren und sonstigen Spielchen kotzen zu sehen ( vielleicht haben die auch Wetten abgeschlossen, würde mich nicht wundern). Wir haben ganz am Anfang auch einen neuen Zug- oder Gruppenführer bekommen. Er stellte sich vor die Gruppe und sagte" Genossen, Soldaten sind für mich wie Diamanten. Je besser geschliffen, desto wertvoller". Wir haben uns oft wie" Diamanten" gefühlt. Ein besonderes Highlight war Neu Zittau- immer wieder ein "Erlebnis". Ich denke die haben gewusst, das wir nur 4 Wochen deren Gäste sind ( wir haben es erst am Tag der "Abreise" erfahren, wie es weiter geht) und wollten in der Zeit echte Soldaten aus uns machen. Doch auch das ging vorbei und heute lache ich drüber, waren doch irgendwie arme Würstchen unsere "Vorgesetzten und Vorbilder".

habt ihr euch bei dieser Schinderei nichts einfallen lassen?
z B.den Vorgesetzten Bohnerwachs in die Stiefel geschmiert
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#63

RE: GAR 39 HO CHI MINH Kaserne

in Grenztruppen der DDR 30.04.2013 20:43
von huepenbecker (gelöscht)
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Zitat von Lutze im Beitrag #62
Zitat von huepenbecker im Beitrag #61
Ich war Mai 85 bis Juni 85 im GAR 39 zur Grundausbildung. Ich glaube Artillerie 3. Zug ( ist schon einige Jahre her ). Zum Glück war ich nur 4 Wochen dort, danach 17 Monate in Streganz als Platzwart. Doch zurück: Dachshagen war eine echt unangenehme Zeit. Nur Drill von der Ersten bis zur letzten Minute, selbst Nachts wurde mal zum Spass Gefechtsalarm geprobt (und das nach einem anstrengenden Tag) und wenn es nicht schnell genug ging, dann wurde das Spiel auch solange geübt bis es klappte. Danach ins Bett und vielleicht noch 2 Stunden schlafen. Den Vorgesetzten, insbesondere die Uffz. und BU´s, hat es anscheinend Spass gemacht uns nach hastig heruntergeschlungenden Abendbrot und nach einer Stunde Exerzieren und sonstigen Spielchen kotzen zu sehen ( vielleicht haben die auch Wetten abgeschlossen, würde mich nicht wundern). Wir haben ganz am Anfang auch einen neuen Zug- oder Gruppenführer bekommen. Er stellte sich vor die Gruppe und sagte" Genossen, Soldaten sind für mich wie Diamanten. Je besser geschliffen, desto wertvoller". Wir haben uns oft wie" Diamanten" gefühlt. Ein besonderes Highlight war Neu Zittau- immer wieder ein "Erlebnis". Ich denke die haben gewusst, das wir nur 4 Wochen deren Gäste sind ( wir haben es erst am Tag der "Abreise" erfahren, wie es weiter geht) und wollten in der Zeit echte Soldaten aus uns machen. Doch auch das ging vorbei und heute lache ich drüber, waren doch irgendwie arme Würstchen unsere "Vorgesetzten und Vorbilder".

habt ihr euch bei dieser Schinderei nichts einfallen lassen?
z B.den Vorgesetzten Bohnerwachs in die Stiefel geschmiert
Lutze



Was wollste denn machen? Die Offiziere haben weggeschaut. Die waren froh, das sie nichts machen mussten und wie sollten wir Frischen uns gegen einen Uffz. wehren, der alle Macht der Welt hatte - noch mehr Stress? Aber wie gesagt, vorbei ist vorbei und die 17 Restmonate in Streganz, waren eigentlich super. Platzwart, ein wenig die Gerätschaften und die Schießbahnen am laufen halten- und das wars.


zuletzt bearbeitet 30.04.2013 20:45 | nach oben springen

#64

RE: GAR 39 HO CHI MINH Kaserne

in Grenztruppen der DDR 30.04.2013 20:49
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von huepenbecker im Beitrag #63
Zitat von Lutze im Beitrag #62
Zitat von huepenbecker im Beitrag #61
Ich war Mai 85 bis Juni 85 im GAR 39 zur Grundausbildung. Ich glaube Artillerie 3. Zug ( ist schon einige Jahre her ). Zum Glück war ich nur 4 Wochen dort, danach 17 Monate in Streganz als Platzwart. Doch zurück: Dachshagen war eine echt unangenehme Zeit. Nur Drill von der Ersten bis zur letzten Minute, selbst Nachts wurde mal zum Spass Gefechtsalarm geprobt (und das nach einem anstrengenden Tag) und wenn es nicht schnell genug ging, dann wurde das Spiel auch solange geübt bis es klappte. Danach ins Bett und vielleicht noch 2 Stunden schlafen. Den Vorgesetzten, insbesondere die Uffz. und BU´s, hat es anscheinend Spass gemacht uns nach hastig heruntergeschlungenden Abendbrot und nach einer Stunde Exerzieren und sonstigen Spielchen kotzen zu sehen ( vielleicht haben die auch Wetten abgeschlossen, würde mich nicht wundern). Wir haben ganz am Anfang auch einen neuen Zug- oder Gruppenführer bekommen. Er stellte sich vor die Gruppe und sagte" Genossen, Soldaten sind für mich wie Diamanten. Je besser geschliffen, desto wertvoller". Wir haben uns oft wie" Diamanten" gefühlt. Ein besonderes Highlight war Neu Zittau- immer wieder ein "Erlebnis". Ich denke die haben gewusst, das wir nur 4 Wochen deren Gäste sind ( wir haben es erst am Tag der "Abreise" erfahren, wie es weiter geht) und wollten in der Zeit echte Soldaten aus uns machen. Doch auch das ging vorbei und heute lache ich drüber, waren doch irgendwie arme Würstchen unsere "Vorgesetzten und Vorbilder".

habt ihr euch bei dieser Schinderei nichts einfallen lassen?
z B.den Vorgesetzten Bohnerwachs in die Stiefel geschmiert
Lutze



Was wollste denn machen? Die Offiziere haben weggeschaut. Die waren froh, das sie nichts machen mussten und wie sollten wir Frischen uns gegen einen Uffz. wehren, der alle Macht der Welt hatte - noch mehr Stress? Aber wie gesagt, vorbei ist vorbei und die 17 Restmonate in Streganz, waren eigentlich super. Platzwart, ein wenig die Gerätschaften und die Schießbahnen am laufen halten- und das wars.

was wollste denn machen,ich hab doch schon ein Beispiel genannt,
und auch ein Vorgesetzter hat irgendwo eine Schwäche,da hätte
man auch ansetzten können
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#65

RE: GAR 39 HO CHI MINH Kaserne

in Grenztruppen der DDR 16.08.2015 15:50
von reinhard | 14 Beiträge

Zitat von Gast im Beitrag #5
November70 bis April 71 im alten Lager







war von 1970-72 dort
, bei Nachrichtenkompanie


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#66

RE: GAR 39 HO CHI MINH Kaserne

in Grenztruppen der DDR 18.02.2016 14:49
von reinhard | 14 Beiträge

Zitat von praeceptor507 im Beitrag #17

Zitat von efbe
Grüsse euch,

wer hat von euch dort die Ausbildung mitgemacht.

Gruss efbe


Hallo efbe [freu],
Ich war vom 5. Mai bis 31. Oktober 1970 im GR 39 in der Ho Chi Minh Kaserne in Wilhelmshagen. Nach 6 Wochen Grundausbildung hatte ich Ausildung an einer 76 mm Kanone, dann bis zum Oktober an einer 122 mm Haubitze M1938 (M-30) als K3. Zwischendurch machte eine Ausbildung als SMG-Schütze, am Flammenwerfer und in der Chemischen Gruppe als Aufklärer. Im November ging es dann ins GR 33.

Grüße aus Thüringen
praeceptor


Hallo, war zu dieser Zeit auch dort, bei Nachrichtens


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#67

RE: GAR 39 HO CHI MINH Kaserne

in Grenztruppen der DDR 18.02.2016 14:53
von reinhard | 14 Beiträge

Zitat von praeceptor507 im Beitrag #51

Zitat von damals wars

Zitat von praeceptor507
[quote="Mozart"]Hallo praeceptor 507,

Nach der Ausbildung war ich einige Zeit in der Friedrich-Engels-Kaserne am Kupfergraben.


Uns drohte man immermal mit einer Strafeinheit Kupfergraben.
Gab es da so etwas?



Kupfergraben 5. Da gab es einen Knast. Habe aber selbst davon nichts mitbekommen.
Unser Knast war in Treptow. Der war überall bekannt. Schon wegen "Knast-Ernst" Stabsfeld und Knast Chef.



"Knast Ernst" habe ich persönlich kennen gelernt :-) war fünf Tage dort.


zuletzt bearbeitet 18.02.2016 15:11 | nach oben springen



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