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#1

Zurückweisungen / Proteste. Gab es das häufig an der Grenze?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.08.2010 17:31
von Sachse (gelöscht)
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Gab es Derartiges oft?
Wer protestierte? Ab Bat.-kommandeur?
Wer war für solche heikle Aufgaben vorgesehen bzw. hat sie realisiert?


zuletzt bearbeitet 06.08.2010 19:00 | nach oben springen

#2

RE: Zurückweisungen / Proteste. Gab es das häufig an der Grenze?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.08.2010 07:28
von S51 | 3.745 Beiträge | 8 Punkte
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Im Raum Schierke gab es durchschnittlich 40 Zurückweisungen pro Tagesschicht. Manchmal aber auch viel mehr. Das wurde aber nur gemacht, wenn einer gar nicht verschwinden wollte. Der Raum Wurmberg/Braunlage war ein vielbesuchtes Urlaubergebiet. Hätten wir bei jeder Grenzüberschreitung eine Zurückweisung durchgeführt, wären es pro Schicht um die 100 gewesen und die Posten wären heiser (trotz Megaphon).
Offizielle Proteste haben wir im Kompaniebereich nicht ausgeführt, das war Sache des GIMP und speziell hierfür bestätigter Leute im Regiment. Ablesen der Texte vom Zettel war hierbei auf beiden Seiten normal. Der Teufel liegt bekanntlich im Detail. Um nicht womöglich irgendeinem Rechtsver..../-experten Anlaß zu einem erneuten Protest zu geben, wurde eben abgelesen.
Inoffizielle Proteste galten offiziell als verbotene Kontaktaufnahmen und waren so natürlich verboten. Das so etwas vorkam ist demzufolge nur ein praxisnahes Gerücht, das wohl vielen ehemaligen GAK, KC und an GMA beteiligten DDR-Grenzern aber auch BGS und GZD andauernd nachgesagt wurde und wird.


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#3

RE: Zurückweisungen / Proteste. Gab es das häufig an der Grenze?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.08.2010 10:26
von Mike59 | 8.191 Beiträge | 222 Punkte
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Ja - eine Zurückweisung lag meist im ermessen des jeweiligen Postenführers. Es sei denn die "Aktion" war langanhaltend. Dann wurde sie ja auch meist dokumentiert.
Im übrigen ging mir das immer mächtig auf den Sack, wenn ich mich da aufbauen musste und den Spruch runterleierte. War die Person allein hat ja auch oft ein schlichtes "hau ab du Penner" ausgereicht um die Lage zu klären

Mike59


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#4

RE: Zurückweisungen / Proteste. Gab es das häufig an der Grenze?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.08.2010 10:45
von Sachse (gelöscht)
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Danke für die ersten Antworten.

Was an der "grünen Grenze" abging, ist mir durchaus bekannt.
Ich meinte bei meiner Fragestellung eher das Förmliche an die Behörden der BRD od. WB, was man im Video recht gut sieht.


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#5

RE: Zurückweisungen / Proteste. Gab es das häufig an der Grenze?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.08.2010 11:05
von efbe | 53 Beiträge
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grüsse euch,

zum glück ist mir das vergnügen erpart geblieben. habe aber auch von den anderen posten nie was gehört das sie sowas machen musten. vielleicht war ja unser abschnitt ( andenhausen) nicht so der anziehungspunkt gewesen.

efbe


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#6

RE: Zurückweisungen / Proteste. Gab es das häufig an der Grenze?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.08.2010 11:55
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Was das Förmliche betrifft. Das war so, um Missverständnisse zu vermeiden. Auch bei telefonischen Meldungen war schriftlich genau festgelegt, mit welchen Formulierungen umzugehen war. Auf westlicher Seite eigentlich genauso.


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#7

RE: Zurückweisungen / Proteste. Gab es das häufig an der Grenze?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.08.2010 14:26
von Thunderhorse | 4.210 Beiträge | 327 Punkte
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Zitat von S51
Im Raum Schierke gab es durchschnittlich 40 Zurückweisungen pro Tagesschicht. Manchmal aber auch viel mehr. Das wurde aber nur gemacht, wenn einer gar nicht verschwinden wollte. Der Raum Wurmberg/Braunlage war ein vielbesuchtes Urlaubergebiet. Hätten wir bei jeder Grenzüberschreitung eine Zurückweisung durchgeführt, wären es pro Schicht um die 100 gewesen und die Posten wären heiser (trotz Megaphon).
.




Zurückweisungen = Provokation!

Bei durchschnittlich 40 Zurückweisungen (aufs Jahr gerechnet durchschnittlich so 14 400 mal) im dortigen Bereich, hätte die GK das Soll der Planerfüllungen zwecks Statistik "Grenzprovokationen" ja für den Bereich der GT alleine erfüllt.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#8

RE: Zurückweisungen / Proteste. Gab es das häufig an der Grenze?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.08.2010 14:42
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Zitat von Thunderhorse
...Zurückweisungen = Provokation!

Bei durchschnittlich 40 Zurückweisungen (aufs Jahr gerechnet durchschnittlich so 14 400 mal) im dortigen Bereich, hätte die GK das Soll der Planerfüllungen zwecks Statistik "Grenzprovokationen" ja für den Bereich der GT alleine erfüllt.



Wenn sie alle als solche einzeln gemeldet worden wären. Den Aufwand hat man meines Wissens aber nicht betrieben. Zwar wurde der lautstarke Teil vom B-Turm (meist SAL, dreieckiger Pfahl, Füst - in der Rangfolge, was die Menge betrifft) zum allseitigen Vergnügen abgehandelt aber nur jene fotografiert, bei denen es die zweite oder gar dritte Aufforderung brauchte. Das wiederum wurde in der Tagesmeldung zusammengefasst unter zum Beispiel "Zurückweisung Bilder 2 bis 30, Film Nr. xxx". Das war im Ergebnis eine bis drei Meldungen täglich. Es musste schon einiges ganz dicke kommen, um von dieser Praxis abzuweichen. Da ich diesen Ablauf von meinen Vorgängern mitbekam und so weiter gegeben habe, war das sehr wahrscheinlich nicht nur während meiner Zeit gängige Praxis.
Solche Meldungen waren ja einerseits schön und gut um die Notwendigkeit einer Sicherung zu begründen. Doch sorgten sie eben auch für unnötige Neugierde bei vorgesetzten Stellen, was einem ruhigen Grenzdienst abträglich hätte sein können. Nicht zu sehr aufzufallen. weder positiv noch natürlich negativ war eben ein erprobtes sozialistisches Alltagsmotto. Anders als woanders oder heute - ich weiß.


GK Nord, GR 20, 7. GK
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#9

RE: Zurückweisungen / Proteste. Gab es das häufig an der Grenze?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.08.2010 17:18
von nimmnix | 196 Beiträge
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Zitat von S51
[quote="Thunderhorse"]...Zurückweisungen = Provokation!

Bei durchschnittlich 40 Zurückweisungen (aufs Jahr gerechnet durchschnittlich so 14 400 mal) im dortigen Bereich, hätte die GK das Soll der Planerfüllungen zwecks Statistik "Grenzprovokationen" ja für den Bereich der GT alleine erfüllt.




aus dem abschnitt treffurt ,strasse wanfried ,ist mir ein fall aus dem jahre 83 zu ohren gekommen .an der strasse wanfried war ein begehbarer tunnel für den bach mit einem sperrwerk verrammelt .feindwärts hatten sich besucher eingefunden um den jahrestag des
17 .juni an der grenze zu verbringen .darunter waren auch 2 dänen die die staatsgrenze der ddr verletzten und durch den posten zurückgewiesen wurden .nach mehrmaliger zurückweisung durch den posten hinter dem sicheren zaun machten die keine anstalten das gebiet der ddr zu verlassen und wurden daraufhin durch 2 grenzaufklärer die in dem bereich handelten und sich versteckt hatten festgenommen .die wurden dann durch den tunnel abgeführt und ein oder zwei tage später über die grenzübgergangsstelle eisenach abgeschoben .wir wurden als normale soldaten darüber informiert das diese zwei personen wahrscheinlich wieder dort an der strasse wanfried auftauchen könnten .


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#10

RE: Zurückweisungen / Proteste. Gab es das häufig an der Grenze?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.08.2010 17:34
von Zermatt | 5.296 Beiträge | 7 Punkte
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Bin auch mal zurückgewiesen worden,es hiess dann:Bürger der BRD,sie befinden sich auf dem Ter..... der DDR.Ich fodere sie auf,verlassen sie unverzüglich das......

Jetzt legt mich bitte nicht mehr auf den genauen Wortlaut fest,aber so ähnlich war es schon.



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#11

RE: Zurückweisungen / Proteste. Gab es das häufig an der Grenze?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.08.2010 17:37
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Unsere Standardaufforderung lautete:

"Bürger der BRD (3 Buchstaben), Sie haben das Hoheitsgebiet der Deutschen Demokratischen Republik (Aussprechen jedes einzelnen Buchstabens!) verletzt. Ich fordere Sie auf, unverzüglich auf das BRD-Gebiet (wieder 3 Buchstaben + Gebiet) zurückzugehen!"


zuletzt bearbeitet 07.08.2010 17:38 | nach oben springen

#12

RE: Zurückweisungen / Proteste. Gab es das häufig an der Grenze?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.08.2010 19:06
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Zitat von Sachse
Unsere Standardaufforderung lautete:

"Bürger der BRD (3 Buchstaben), Sie haben das Hoheitsgebiet der Deutschen Demokratischen Republik (Aussprechen jedes einzelnen Buchstabens!) verletzt. Ich fordere Sie auf, unverzüglich auf das BRD-Gebiet (wieder 3 Buchstaben + Gebiet) zurückzugehen!"



"Bürger der BRD,sie haben die Staatsgrenze der Deutschen Demokratischen Republik verletzt .Ich fordere sie auf das Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik zu verlassen und auf das Gebiet der BRD zurückzukehren ."

Bei nichthandlung der angesprochenen person " Bürger der BRD ,ich fordere sie nochmals auf "
So 1982-84 gelernt und kein mal angewandt .


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#13

RE: Zurückweisungen / Proteste. Gab es das häufig an der Grenze?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.08.2010 22:44
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Zitat von nimmnix

Zitat von Sachse
Unsere Standardaufforderung lautete:

"Bürger der BRD (3 Buchstaben), Sie haben das Hoheitsgebiet der Deutschen Demokratischen Republik (Aussprechen jedes einzelnen Buchstabens!) verletzt. Ich fordere Sie auf, unverzüglich auf das BRD-Gebiet (wieder 3 Buchstaben + Gebiet) zurückzugehen!"



"Bürger der BRD,sie haben die Staatsgrenze der Deutschen Demokratischen Republik verletzt .Ich fordere sie auf das Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik zu verlassen und auf das Gebiet der BRD zurückzukehren ."

Bei nichthandlung der angesprochenen person " Bürger der BRD ,ich fordere sie nochmals auf "
So 1982-84 gelernt und kein mal angewandt .




Mein Gott, was für eine Wichtelhuberei ? Aber so waren sie ( die DDR Offiziellen ) ob als Passkontrolleure in Wartha oder an irgendeinem Grenzabschnitt.


Viele Grüße vom Rhein


.🇩🇪
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#14

RE: Zurückweisungen / Proteste. Gab es das häufig an der Grenze?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.08.2010 23:18
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gert du hast voll die ahnung.das gab's bei der gbk sicher nicht?


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#15

RE: Zurückweisungen / Proteste. Gab es das häufig an der Grenze?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 08.08.2010 00:54
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Zitat von Pitti53
gert du hast voll die ahnung.das gab's bei der gbk sicher nicht?




nö pitti, bei der gbk gab es das nicht ( wir konnten ja schlecht ein Fährschiff "Nils Holgerson" oder ähnliche Schiffe zurückweisen). die westdeutschen Sportbootfahrer in der Lübecker Bucht habe sich mit den Vorpostenbooten der gbk ein Rennen geliefert, das sie manchmal verloren haben oder auch gewonnen haben. Da hatte ich an Land überhaupt keinen Einfluss, ich konnte das nur beobachten vom B-Turm aus )
Aber die "Wichtelhuber" habe ich später in regelmäßigen Abständen am Wartha Autobahnkontrollpunkt kennengelernt. Denen platzten immer fast die Uniformknöpfe weg, so haben sie sich aufgeblasen. Meine Frau ( Nicht DDR Bürgerin) hatte vor denen immer eine mordsmäßige Angst bei der Einreise in die größte und schönste DDR der Welt.

Viele Grüße vom Rhein


.🇩🇪
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#16

RE: Zurückweisungen / Proteste. Gab es das häufig an der Grenze?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 08.08.2010 07:12
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Zitat von Gert
...

Mein Gott, was für eine Wichtelhuberei ? Aber so waren sie ( die DDR Offiziellen ) ob als Passkontrolleure in Wartha oder an irgendeinem Grenzabschnitt.


Viele Grüße vom Rhein



Ach na ja, es klang schon recht geschwollen und man hat sich über die Texte oft lustig gemacht. Doch nüchtern gesehen waren die Formulierungen halt so gehalten, dass einerseits die DDR auf ihre hoheitlichen Rechte gepocht hat, den oder die jeweiligen Gegenüber aber nicht provoziert hat und die Aufforderung eindeutig war.
Mit diesen Formulierungen war man nicht angreifbar. Keiner konnte sagen, die da haben mich beleidigt oder das war nicht zu verstehen. Wenn es ganz vorne aber keine Zeugen gab, dann waren die Texte schon mal erheblich drastischer. Etwa so: " Pen..., hau endlich ab!"


GK Nord, GR 20, 7. GK
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#17

RE: Zurückweisungen / Proteste. Gab es das häufig an der Grenze?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 08.08.2010 08:49
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Aber Zeugen gabs doch immer?
Und wenns die eigenen Leute waren.


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#18

RE: Zurückweisungen / Proteste. Gab es das häufig an der Grenze?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 08.08.2010 09:17
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Zitat von Sachse
Aber Zeugen gabs doch immer?
Und wenns die eigenen Leute waren.



Im Prinzip schon doch war man diesbezüglich vorne traditionell recht schwerhörig. Das galt eigentlich durch die Bank weg immer.
Anders, wenn auf Westseite ein Mikro erkennbar war oder jemand von der anderen Feldpostnummer.


GK Nord, GR 20, 7. GK
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#19

RE: Zurückweisungen / Proteste. Gab es das häufig an der Grenze?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 08.08.2010 09:30
von Mike59 | 8.191 Beiträge | 222 Punkte
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@ Sachse und @ S51

Ich hatte das Video schon mal eingestellt,


http://www.myvideo.de/watch/7418340/November1989

mache es aber gerne noch einmal. War im November 1989 einen Tag vor Grenzöffnung und bin mir nicht mehr sicher ob ich nicht selber auf dem BT gesessen hatte. Ist aber auch egal, hier hat schon ein einfaches Heeey gereicht. Und Sch.... auf Zeugen.

Mike59


zuletzt bearbeitet 08.08.2010 09:30 | nach oben springen

#20

RE: Zurückweisungen / Proteste. Gab es das häufig an der Grenze?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 08.08.2010 17:12
von Oss`n | 2.813 Beiträge | 80 Punkte
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Hallo ,
habe (sorry) nicht alle Beiträge gelesen.
Wenn Übereinstimmungen, dann............
Also, bei uns liefen Zurückweisungen folgendermaßen ab.
Entweder man war sich unsicher, ob der BGS, der Zoll oder das Fernsehen dabei waren -
dann lief die Zurückweisung nat. befehlsgemäß ab.
Glaubte man allerdings, das niemand von den oben genannten anwesend war, dann hat man schon mal ganz in Rambo - Manier die Kaschi durchgerissen und gebrüllt - "verpisst euch".
Die Angst der GV und der zumeist recht hektische Aufbruch haben uns nicht selten einen Krampf der Lachmuskeln eingebracht.
Heute lacht man darüber.
Man muß sich aber mal vorstellen - Bürger West will nur mal ein Bild an einer Grenzsäule machen und hört, wie eine Patrone das Magazin verlässt und sich in Abschussposition bewegt.
Sorry, wenn ich immer noch darüber lachen muss.
Einige dieser Leute sind so schnell gelaufen, dass man hätte denken können ----- die haben wirklich gedacht, wir knallen sie ab.

Das war so eine kleine Episode, die es bestimmt nicht nur in unserer GK gegeben hat, und die heute noch bei einem Bierchen ganz gern erzählt wird.

Allerdings kann ich hier wieder nur für mich sprechen.
Bei uns war es wirklich nur der Fan - Faktor!

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
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