#21

RE: Pilzsammlerin findet scharfe Mine an ehemaliger Grenze !

in Themen vom Tage 04.08.2010 22:31
von Thunderhorse | 3.997 Beiträge

Der angesprochene Talkessel könnte der Döhlauer Grund sein.

TH


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#22

RE: Pilzsammlerin findet scharfe Mine an ehemaliger Grenze !

in Themen vom Tage 04.08.2010 22:38
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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BoBsi, nur für dich, du "Gefechtsmüllmann" hab ich mal gekramt in einem meiner Texte, es war glaube ich das Fred "Afghanistan"

Die 7,5-Zentimeter-Granaten der leichten Feldartillerie, die ein Gewicht von 5,6 Kilogramm und eine Sprengladung von 0,608 Kiligramm haben, dringen 1,80 Meter in Erde, 12 Zentimeter in Beton ein, haben eine Gesamtwucht aus Aufschlag und Explosion von 230 Meter und schleudern 508 Splittter umher.- Die Eindringtiefe eines aufschlagenden 15- Zentimeter-Geschosses in Erde beträgt 4,10 Meter, in Beton 39 Zentimeter, die Sprengladung wiegt 4,86 Kilogramm, die Kraft der Explosionsladung 1900 Meter, die Splitterzahl beträgt 2030.-Ein 30,5-Zentimeter-Geschoß hat ein Gewicht von 324 Kilogramm, entfaltet eine Explosionswucht, die vergleichbar ist mit einem D-Zug von 10/50 Tonnen-Wagen bei 85 Kilometer Stundengeschwindigkeit, schleudert 8110 Splitter umher und dringt 8,80 Meter tief in Erde und 90 Zentimeter in Beton ein.
Quelle: Friedrich Seesselberg. Der Stellungskrieg, S.260

Vor kurzem brachte mein Schwiegersohn von einem seiner Baustellen so einen Splitter einer X-Zentner Fliegerbombe mit, der vor Ort gesprengt worden war. Das Ding war so groß und scharfkantig , das es locker einen Menschen in zwei Hälften teilen konnte.
Also wenn es nach mir ginge, sollte man alle Rüstungsfirmen verschrotten, möglichst noch morgen

R-M-R


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#23

RE: Pilzsammlerin findet scharfe Mine an ehemaliger Grenze !

in Themen vom Tage 04.08.2010 23:49
von BOBsi (gelöscht)
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Tja, R-M-R- : im Töten sind wir Homo sapiens erstklassig, leider !
Darum sitze auch ich oft auf meiner spießbürgerlichen Terasse, und frage mich- wie "turtl*s" Enkel neulich- WARUM ?
Weil wir eigentlich nur Tiere sind, arrogant und anmaßend ?
Dann streichel ich meinen Kater, tröste mich mit dem, was ich gerade vermittelt oder "weggeblasen" habe, und lasse als Atheist den
"lieben Gott 'nen guten Mann sein "
Meine katholische Frau möge mir " Stasibengel " verzeihen...


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#24

RE: Pilzsammlerin findet scharfe Mine an ehemaliger Grenze !

in Themen vom Tage 05.08.2010 08:34
von moreau | 384 Beiträge

Thunderhorse hat recht das kann nur der Döhlauer Grund gewesen sein. Ich habe 84-85 in der GK Rückerswind gedient und der Abschnitt ist mir wohl bekannt. Das Minen dort noch existieren und das außerhalb der des Verlegebereichs hat offentsichtlich "Tradition". Zu meiner Zeit hat auch eine K6-Streife eine ausgespülte Mine auf ihren Trampelpfad gefunden( war nach Regen) Seitdem lies ich dort meine ganz besondere Aufmerksamkeit walten, besonders da ich oft als K6-Streife eingesetzt war. Dieser Bereich hatte keinen Kolonenweg (ca.200-300m). da der Hang extrem steil war. Es war wirklich nur ein Trampelpfad.

Ich kann den Behörden nur empfehlen dort eine Nachsuche durchzuführen. Das ist garantiert nicht die Letzte gewesen.

moreau


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#25

RE: Pilzsammlerin findet scharfe Mine an ehemaliger Grenze !

in Themen vom Tage 05.08.2010 09:23
von kinski112 (gelöscht)
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Roth/Weißenbrunn - "Was ist das denn?", fragt die Frau und zieht an einem bräunlich-grauem Etwas. "Lass das bloß gehen, das könnte eine Mine sein", antwortet ihr Mann. Das Ehepaar aus Weißenbrunn im Landkreis Coburg war zum Pilzesammeln in einem Waldstück bei Roth unterwegs. Die Jagd auf die Pilze ist zu Ende, denn der Mann hatte sofort erkannt, was da im Laub liegt - eine Mine. Sie gehört zum unheimlichen Erbe des DDR-Grenzregimes.

Dabei hätte die Mine dort - im Waldstück Seitenäcker zwischen Roth und Froschgrundsee - gar nicht liegen dürfen, denn der ehemalige Todesstreifen der innerdeutschen Grenze ist mehr als 20 Meter entfernt und die große Minenräumungsarbeiten wurden vor mehr als zehn Jahren beendet. Geistesgegenwärtig benachrichtigen die beiden Weißenbrunner die Polizei in Neustadt bei Coburg, die den Alarm zugleich an ihre thüringischen Kollegen benachrichtigen. Für acht thüringische und zwei bayerische Beamte beginnt am Dienstag um 16.30 Uhr ein Einsatz, der bis gestern Vormittag andauern wird. Das Szenario ist Routine: absperren, die Spezialisten vom Kampfmittelräumdienst benachrichtigen, warten. "Wir haben uns erst einmal überzeugen müssen was da genau liegt", sagt Andreas Barnikol, Leiter der Polizeiinspektion Sonneberg. Trotz des dichten Unterholzes ist klar: Was da liegt, ist kein verrostetes Rohr. Die Maschinerie läuft an.

In Roth hört Gastwirtin Carola Vogt in die aufziehende Dunkelheit hinein die Sirene aufheulen. "Danach haben wir aber nichts mehr gehört, auch keine ausrückende Feuerwehr", sagt Vogt. Unten in Almerswind nimmt eher zufällig Manfred Krumholz wahr, wie Einsatzfahrzeuge Blaulichtflackern in der Ortsstraße hinterlassen. "Das lief alles ganz still ab, ohne Tatütata", erinnert sich der Almerswinder.

Die Kampfmittelräumer

"In solchen Fällen geht es darum, möglichst wenig Aufregung zu verursachen", bemerkt Polizist Barnikol. Neugierige sind unerwünscht, würden auch nur den Einsatzkräften im Weg herum stehen oder gar sich und andere unnötig gefährden. Das gilt bei Verkehrsunfällen, bei Bränden und erst recht bei Minen.
Quelle:"FW.de"


zuletzt bearbeitet 05.08.2010 09:27 | nach oben springen

#26

RE: Pilzsammlerin findet scharfe Mine an ehemaliger Grenze !

in Themen vom Tage 05.08.2010 09:26
von kinski112 (gelöscht)
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Nicht der erste und nicht der letzte Minenfund Südthüringens

Suhl - Der brisante Fund am Froschgrundsee bei Schalkau hat erneut in Erinnerung gerufen, dass das gefährliche Erbe der DDR-Grenzminen immer noch nicht überwunden ist. Hunderte oder Tausende, vielleicht bis zu 15 000 solcher Plasteminen liegen nach wie vor unentdeckt unterm einstigen deutsch-deutschen Grenzstreifen im Boden. Auch in dessen Südthüringer Abschnitt zwischen Vacha und Gräfenthal.

Geräumt wird der Grenzkorridor schon seit 1983. Damals versprach die DDR-Führung im Gegenzug zu einem Milliardenkredit, den der bayerische Ministerpräsident Franz-Josef Strauß vermittelt hatte, die insgesamt 1,3 Millionen Minen abzubauen. Vor und nach der Wende wurde der Todesstreifen mehrfach durchgepflügt, zunächst von NVA-Pionieren, dann von Kampfmittelräumern im Bundeswehrauftrag Es sollte noch bis zum 12. Dezember 1995 dauern, bis der Grenzstreifen vom Verteidigungsministerium für "vollständig geräumt" erklärt wurde. Als der Bund das heute so genannte "Grüne Band" im Januar 2010 an die Stiftung Naturschutz Thüringen übertrug, wurde im dazugehörigen Vertrag mit dem Freistaat zugesichert, die Flächen seien "nach menschlichem Ermessen" minenfrei. Das Ermessen irrte also.

Ausschließen konnte man schon 1995 nicht, dass weitere Sprengkörper auftauchen würden. Nicht zuletzt fehlen Unterlagen, mit deren Hilfe sich abschätzen lässt, wo Minen von den DDR-Grenztruppen verlegt wurden und wohin sie geraten sein könnten. Durch Hochwasser könnten sie weggespült und auch von Tieren weggetragen worden sein. 33 000 Minen gelten bis heute als verschollen. Zumindest die 18 000 hölzernen Tretminen dürften inzwischen verrottet sein - was aus den 15 000 verbleibenden Rest-Minen mit jeweils 130 Gramm TNT geworden ist, weiß bis heute niemand.

Dass nach dem Ende der Räumungsaktionen Minen, die einige Meter abseits des Todesstreifens geraten waren, irgendwann per Zufall gefunden werden, war absehbar. Manuel Erhard war im März 2001 der erste, dem das bei einem Spaziergang bei Behrungen im Grabfeld passierte - der damals zehnjährige Knirps war schlau genug, das eher harmlos aussehende runde Plastikding nicht anzurühren, sondern zu melden. Die anschließende Nachsuche mit schwerem Räumgerät förderte zwei weitere Exemplare zutage. Wenige Woche später stolperten Spaziergänger bei Neuhaus-Schierschnitz fast über eine scharfe Mine, 2005 brachte ein Bagger bei Sonneberg eine weitere beinahe zur Explosion. Zuletzt fand ein Ex-Grenzer beim Gassigehen mit seinem Hund im Februar 2007 einen Sprengkörper bei Schlechtsart (Kreis Hildburghausen).

Dass gestern am Froschgrundsee wohl nicht die allerletzte Mine entschärft wurde, weiß auch die Landesregierung. Verwirrung herrscht indes darüber, welcher Grundstückseigentümer nun eigentlich für das Gelände, auf dem die Mine bei Schalkau entdeckt wurde, zuständig ist. Das Innenministerium in Erfurt verweist auf die Kollegen des Umweltministeriums. Dessen Sprecher Andreas Maruschke kann auch nur eingeschränkt für Aufklärung sorgen. Zwar gehöre die Fläche klar zum "Grünen Band". Ob die Übertragung dieses Teilstücks ans Land aber schon vollzogen sei, "kann ich nicht sagen", so Maruschke.

Um etwas mehr Sicherheit zu bekommen, sei bereits eine erneute Überprüfung der Flächen am "Grünen Band" in Angriff genommen worden, erläutert Maruschke. Ein Ingenieurbüro werde in den nächsten zwölf Monaten untersuchen, in wie weit noch ein Restrisiko bestünde. Flächen, die für eine ökologische Bewirtschaftung gedacht sind, kämen jetzt als erste an die Reihe.
Quelle:"FW.de"

Angefügte Bilder:
Grenzminen.jpg

zuletzt bearbeitet 05.08.2010 09:27 | nach oben springen

#27

RE: Pilzsammlerin findet scharfe Mine an ehemaliger Grenze !

in Themen vom Tage 05.08.2010 22:28
von Thunderhorse | 3.997 Beiträge

Zitat von kinski112
Nicht der erste und nicht der letzte Minenfund Südthüringens

Suhl - Der brisante Fund am Froschgrundsee bei Schalkau hat erneut in Erinnerung gerufen, dass das gefährliche Erbe der DDR-Grenzminen immer noch nicht überwunden ist. Hunderte oder Tausende, vielleicht bis zu 15 000 solcher Plasteminen liegen nach wie vor unentdeckt unterm einstigen deutsch-deutschen Grenzstreifen im Boden. Auch in dessen Südthüringer Abschnitt zwischen Vacha und Gräfenthal.

Geräumt wird der Grenzkorridor schon seit 1983. Damals versprach die DDR-Führung im Gegenzug zu einem Milliardenkredit, den der bayerische Ministerpräsident Franz-Josef Strauß vermittelt hatte, die insgesamt 1,3 Millionen Minen abzubauen. Vor und nach der Wende wurde der Todesstreifen mehrfach durchgepflügt, zunächst von NVA-Pionieren, dann von Kampfmittelräumern im Bundeswehrauftrag Es sollte noch bis zum 12. Dezember 1995 dauern, bis der Grenzstreifen vom Verteidigungsministerium für "vollständig geräumt" erklärt wurde. Als der Bund das heute so genannte "Grüne Band" im Januar 2010 an die Stiftung Naturschutz Thüringen übertrug, wurde im dazugehörigen Vertrag mit dem Freistaat zugesichert, die Flächen seien "nach menschlichem Ermessen" minenfrei. Das Ermessen irrte also.

Ausschließen konnte man schon 1995 nicht, dass weitere Sprengkörper auftauchen würden. Nicht zuletzt fehlen Unterlagen, mit deren Hilfe sich abschätzen lässt, wo Minen von den DDR-Grenztruppen verlegt wurden und wohin sie geraten sein könnten. Durch Hochwasser könnten sie weggespült und auch von Tieren weggetragen worden sein. 33 000 Minen gelten bis heute als verschollen. Zumindest die 18 000 hölzernen Tretminen dürften inzwischen verrottet sein - was aus den 15 000 verbleibenden Rest-Minen mit jeweils 130 Gramm TNT geworden ist, weiß bis heute niemand.

Dass nach dem Ende der Räumungsaktionen Minen, die einige Meter abseits des Todesstreifens geraten waren, irgendwann per Zufall gefunden werden, war absehbar. Manuel Erhard war im März 2001 der erste, dem das bei einem Spaziergang bei Behrungen im Grabfeld passierte - der damals zehnjährige Knirps war schlau genug, das eher harmlos aussehende runde Plastikding nicht anzurühren, sondern zu melden. Die anschließende Nachsuche mit schwerem Räumgerät förderte zwei weitere Exemplare zutage. Wenige Woche später stolperten Spaziergänger bei Neuhaus-Schierschnitz fast über eine scharfe Mine, 2005 brachte ein Bagger bei Sonneberg eine weitere beinahe zur Explosion. Zuletzt fand ein Ex-Grenzer beim Gassigehen mit seinem Hund im Februar 2007 einen Sprengkörper bei Schlechtsart (Kreis Hildburghausen).

Dass gestern am Froschgrundsee wohl nicht die allerletzte Mine entschärft wurde, weiß auch die Landesregierung. Verwirrung herrscht indes darüber, welcher Grundstückseigentümer nun eigentlich für das Gelände, auf dem die Mine bei Schalkau entdeckt wurde, zuständig ist. Das Innenministerium in Erfurt verweist auf die Kollegen des Umweltministeriums. Dessen Sprecher Andreas Maruschke kann auch nur eingeschränkt für Aufklärung sorgen. Zwar gehöre die Fläche klar zum "Grünen Band". Ob die Übertragung dieses Teilstücks ans Land aber schon vollzogen sei, "kann ich nicht sagen", so Maruschke.

Um etwas mehr Sicherheit zu bekommen, sei bereits eine erneute Überprüfung der Flächen am "Grünen Band" in Angriff genommen worden, erläutert Maruschke. Ein Ingenieurbüro werde in den nächsten zwölf Monaten untersuchen, in wie weit noch ein Restrisiko bestünde. Flächen, die für eine ökologische Bewirtschaftung gedacht sind, kämen jetzt als erste an die Reihe.
Quelle:"FW.de"




Da bin ich mal gespannt, was bei der Untersuchung durch das Ingenieurbüro herauskommt!

Dereinst wurde ja, wimre, mit Masse nur im Bereich der ehemaligen Sperranlagen (MS66 und MS83) die Nachberäumung durchgeführt.
In Betracht kommen bei Hanglagen und in Abschnitten die Überschwemmt wurden bei starkem Regen auch die Bereiche beiderseits der ehemaligen MS.


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#28

RE: Pilzsammlerin findet scharfe Mine an ehemaliger Grenze !

in Themen vom Tage 05.08.2010 23:07
von PP 141 (gelöscht)
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Zitat von Thunderhorse

Da bin ich mal gespannt, was bei der Untersuchung durch das Ingenieurbüro herauskommt!

Dereinst wurde ja, wimre, mit Masse nur im Bereich der ehemaligen Sperranlagen (MS66 und MS83) die Nachberäumung durchgeführt.
In Betracht kommen bei Hanglagen und in Abschnitten die Überschwemmt wurden bei starkem Regen auch die Bereiche beiderseits der ehemaligen MS.




Naja, gerade in den Gebieten um Milz, Kreck, Itz, Effelder und Steinach ist Vorsicht geboten und wimre hat ja der Döhlauer Grund etwas mit der Effelder zutun.


Gruß vom stolzen Grenzfuchs


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#29

RE: Pilzsammlerin findet scharfe Mine an ehemaliger Grenze !

in Themen vom Tage 05.08.2010 23:14
von BOBsi (gelöscht)
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Darum gebe ich, wenn es um Munition geht- nix auf Statistik- aber ALLES auf mein GEWISSEN...


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#30

RE: Pilzsammlerin findet scharfe Mine an ehemaliger Grenze !

in Themen vom Tage 05.08.2010 23:22
von LO-driver | 750 Beiträge

Da werde ich nur noch mit einer Ausgebildeten Ratte an der Leine im Grenzstreifen umherlaufen!
Oder ich nehme den Grenzfuchs an die Leine. Bei gefundener Miene, giebts dan die Gans!!!

LO-D



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#31

RE: Pilzsammlerin findet scharfe Mine an ehemaliger Grenze !

in Themen vom Tage 06.08.2010 17:11
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Wenn ich bedenke,wie ahnungslos ich damals,also 1990,durch die Grenzanlagen gelatscht bin(Eichsfeld und Südharz) in der festen Annahme,hier liegen defenitiv keine Minen mehr,alles geräumt usw.Schon was naiv.Die Vorsicht ist wohl der Neugier gewichen.



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#32

RE: Pilzsammlerin findet scharfe Mine an ehemaliger Grenze !

in Themen vom Tage 06.08.2010 17:43
von EK78GR24 | 50 Beiträge

Hm, ahnungslos war mein Gefühl grade nicht, als ich nach ca 30 Jahren die Gegend oder besser die Abschnitte aufgesucht habe, wo ich gedient hatte. Auch nach so langer Zeit, hab ich die "Dinger" noch in Gedanken liegen sehen. Gut die Zäune waren weg, der ehemalige K6 war an vielen Stellen von der Natur wieder begrühnt und viele Bäume waren fünf mal so stark um Umfang wie früher.........
Aber doch sieht man noch vieles vor sich wie es mal war.
Gern wäre ich vom Kolonnenweg mal rüber gelaufen und hätte mir mal alles von der anderen Perspektive angeschaut, aber der Gedanke daran, dass viele tausend "Schuhcremdosen" nicht gefunden wurden usw. , hat mich irgentwie zurückgehalten.
Jedenfalls hatte ich ein jämmerlich mulmiges Gefühl und hab es vorgezogen den KW nicht zu verlassen.


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#33

RE: Pilzsammlerin findet scharfe Mine an ehemaliger Grenze !

in Themen vom Tage 07.08.2010 10:04
von P601A | 82 Beiträge

Hallo Gemeinde,

zu meiner aktiven Zeit (85-86) äußerten sich schon PIK-Offiziere über das Problem weggeschwemmter Minen im Oberharz.
Damals nicht so das Problem, da es ja sowieso Sperrgebiet war.
Leider zieht sich nun dieses Problem bis in die heutige Zeit trotz mehrmaliger Räumung.
Ich habe einen Artikel gefunden von OSL Wüst - (zu meiner Zeit noch stellv. Regimentskommandeur - der war echt in Ordnung)
der dieses Problem wiederum bestätigt.
Hinzu kommt jetzt noch wie nachzulesen, das Unterlagen bei der Auflösung einfach verloren gingen - unglaublich.

Gruß
P601A
http://files.homepagemodules.de/b150225/f47t1130p43679n1.pdf


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#34

RE: Pilzsammlerin findet scharfe Mine an ehemaliger Grenze !

in Themen vom Tage 07.08.2010 10:18
von Sachse (gelöscht)
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Habs in der Rhön Anfang der 1980er Jahre mit eigenen Augen gesehen, dass nach einem Unwetter eine Mine (Schuhdose) aus der MS 66 plötzlich auf dem Kolonnenweg (unten in der Teufelsschlucht) lag.
Und das, obwohl man von offizieller Seite immer erklärte, die seien im Boden verankert und würden sich nur wenige cm bewegen, wenn überhaupt.

Zum Glück hatte sie der Fahrer vorher gesehen. Wäre sonst sicher recht laut geworden, wenn er mit dem LO drüber wäre ...


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#35

RE: Pilzsammlerin findet scharfe Mine an ehemaliger Grenze !

in Themen vom Tage 07.08.2010 23:22
von Thunderhorse | 3.997 Beiträge

Zitat von P601A
Hallo Gemeinde,

zu meiner aktiven Zeit (85-86) äußerten sich schon PIK-Offiziere über das Problem weggeschwemmter Minen im Oberharz.
Damals nicht so das Problem, da es ja sowieso Sperrgebiet war.
Hinzu kommt jetzt noch wie nachzulesen, das Unterlagen bei der Auflösung einfach verloren gingen - unglaublich.

Gruß
P601A
http://files.homepagemodules.de/b150225/f47t1130p43679n1.pdf



Wimre gab/gibt es Lücken bei der Dokumentation der Minensperren für den Bereich des Landes Thüringen.


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#36

RE: Pilzsammlerin findet scharfe Mine an ehemaliger Grenze !

in Themen vom Tage 08.08.2010 12:16
von Ludwig | 252 Beiträge

Etwa 1994 war ich mal mit meiner Familie in Spechtsbrunn, um mal zu zeigen, wo sich Papa 2 1/2 Jahre rumgetrieben hat.
Wir sind dort mal den Rennsteig entlang bis zu den Schildwiesen gelaufen, wo noch Reste des K6, ein B-Bunker und beide Zäune
der Minensperre noch standen (zumindestens teilweise). Einheimische behaupteten, die Minen seien beräumt worden, aber so, wie
es da aussah, hätte mich nichts in der Welt dazu gebracht, da reinzugehen. Sogar ein Warnschild hing noch dran.



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#37

RE: Pilzsammlerin findet scharfe Mine an ehemaliger Grenze !

in Themen vom Tage 13.08.2010 19:53
von Thunderhorse | 3.997 Beiträge

Wacht man langsam wieder auf und nimmt sich der Sache an?
http://www.freies-wort.de/nachrichten/re...art2407,1228344

Zitat aus dem Freien Wort:

So wird derzeit in den Verwaltungen entlang des "Grünen Bandes" sortiert, wo mit dem bewussten Restrisiko zu rechnen wäre. So setzt man in Neuhaus-Schierschnitz auf eindeutig sichere Flächen. "Der Bergbaulehrpfad zwischen Buch und Stockheim führt über ein Stück, in dem nie Minen lagen", sagt Hauptamtsleiter Karl-Heinz Körner. Dort hätten die DDR-Grenzer eine sogenannte Schleuse betrieben, über die man Agenten in oder von der Bundesrepublik passieren lassen konnte.

Kann man so nicht stehen lassen.

Auch Minengassen/Schleusungsstellen (im Bereich der MS) waren, insbesondere in den 60er und 70er Jahren vermint, wenn auch manche nur zeitweise.
Wimre gabs dabei auch mal einen Unfall mit einem Angehörigen des MfS.




TH


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zuletzt bearbeitet 13.08.2010 21:34 | nach oben springen

#38

RE: Pilzsammlerin findet scharfe Mine an ehemaliger Grenze !

in Themen vom Tage 03.10.2010 20:40
von Thunderhorse | 3.997 Beiträge

Schreck bei der Pilzsuche
Nach Minenfunden wird der frühere Todesstreifen neu untersucht

http://www.mainpost.de/lokales/bayern/Sc...rt16683,5757001


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#39

RE: Pilzsammlerin findet scharfe Mine an ehemaliger Grenze !

in Themen vom Tage 04.10.2010 09:26
von S51 | 3.733 Beiträge

Irgendwie liest sich die Argumentation der Politik nach "vielleicht aber eher doch nicht..."
Gutachten über jene Bereiche, die nicht mit letzter Sicherheit minenfrei sind, gab es doch schon. Nun eben noch mal. Dauer ein Jahr und wenn bis dahin nicht noch der eine oder andere Sprengkörper auftaucht - wie groß ist wohl die Wahrscheinlichkeit, das gar nichts geschehen wird?
Die Kosten sind wohl zu hoch, Funde eher Zufall und der gefährdete Bereich zu schlecht einzugrenzen. Zwar habe ich nie in einem Bereich gedient, wo Bodenminen lagen aber wissentlich heute in einen solchen Abschnitt gehen würde ich trotzdem nicht. Egal, was man mir über Absuchen dort erzählt.
Während der Lehre gab es für uns ein gewissermaßen absolut gültiges "Gesetz". Das war jenes von Mc Murphy, demzufolge immer im ungünstigsten Zeitpunkt das passiert, was man am wenigsten gebrauchen kann. Ich glaube daher nicht an Minenfreiheit.
Na gut, wird mancher sagen. Glaube ist bekanntlich manchmal das Gegenteil von Wissen. Hier jedoch wird uns das Risiko noch einige Jahrzehnte erhalten bleiben.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#40

RE: Pilzsammlerin findet scharfe Mine an ehemaliger Grenze !

in Themen vom Tage 04.10.2010 09:33
von Theo85/2 | 1.198 Beiträge

Hallo, S51.

Murphy`s Gesetz ist auch Heute und Überall gültig!

Gruß
Theo 85/2


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