#1

Bergung eines Verletzten aus der MS 66

in Mythos DDR und Grenze 02.08.2010 16:09
von Sachse (gelöscht)
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Hat jmd. mal persönlich an der Bergung eines Verletzten aus der MS 66 teilgenommen? Betonung liegt auf persönlich. Würde gern mal aus 1. Hand erfahren, inwieweit theoretische Vorgaben im Ernstfall und unter psychischer und physischer Belastung beachtet wurden.

Und vorab: Ich würde es sehr begrüßen, wenn sich hier nur Leute äußern, die tatsächlich eigene Erlebnisse einbringen.

Danke!

Für Bergungen aus der SpA-SM 501/701 wäre sicher ein eigenes Thema von Vorteil (weil ich vermute, dass man sich vielleicht auch dazu äußern möchte).


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#2

RE: Bergung eines Verletzten aus der MS 66

in Mythos DDR und Grenze 06.08.2010 23:07
von Sachse (gelöscht)
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Möchte das Thema gern aus der "Versenkung" holen ... vielleicht war ja tatsächlich einer der hier Angemeldeten mal dabei ... Ist zwar seit Eröffnung gerade mal 5 Tage her, aber hier gehts verdammt schnell, dass ein Thema "verschwindet"


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#3

RE: Bergung eines Verletzten aus der MS 66

in Mythos DDR und Grenze 07.08.2010 15:42
von Greso | 2.377 Beiträge

Hallo Sachse,am 09.09.1966 um 04.15 Uhr wollte ein Mann die Gasse der Barneberger Straße überwinden.Er hatte eine Zeichnung
wo die Gasse noch nicht mit Minen bestückt war,Der Plan war aber überholt und 6-8Wochen zuvor wurden Minen (PMK40 verlegt)
Er überwand die erste Hälfte des Doppelzauns und nach 1Meter,Detonation. Diese Stelle war nicht besetzt und der Posten von der Ziegelei,meldete und überprüfte die Sache.Dabei wurden noch zwei weitere Personen festgenommen.Innerhalb von 10 minuten,waren Leute vom Stab und der GK am Ort.Die Westseite (Offleben) war mit Menschen angesammelt und auch ein Arzt,der helfen wollte,diese Hilfe wurde unter androhung der Schußwaffe eines Maj. Le..... verhindert. Es durfte und es ging keiner in diese Minensperre rein.
Erst als ein Kommando aus Halberstadt anrollte,ging alles schnell.Der GV,versuchte mit aller Kraft,noch den Stacheldraht hochzuheben
und dabei trennte sich das Bein vom Körper. Ich hatte als GvD in der GK Dienst und mußte gleich nach der Meldung des Durchbruchversuchs mit raus und Nebeltöpfe setzen,aber der Wind war ungünstig,und es ging nach hinten .Als die Minen gezeichnet waren mußten zwei Soldaten mit einer Trage den GV rausholen und das Bein rutschte aus der Hose.Traurig die Sache.Danach in den Sanka und nach Magdeburg in ein Krankenhaus.Also er lag von der Detonation bis zum Abtransport fast 40 Minuten in der Minensperre.
Greso


zuletzt bearbeitet 07.08.2010 15:44 | nach oben springen

#4

RE: Bergung eines Verletzten aus der MS 66

in Mythos DDR und Grenze 07.08.2010 17:21
von Sachse (gelöscht)
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Danke, Greso!

Also nichts mit Bergungstrupp und Fachkräften, die ihm halfen?

Oder kann jmd. sagen, ab wann es die sog. Bergungstrupps gab?
Kann mich erinnern, dass man in der Ausbildung gelernt hatte, dass es die immer in Bereitschaft gab. Die Praxis sah aber (offensichtlich nicht nur bei uns) anders aus.


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#5

RE: Bergung eines Verletzten aus der MS 66

in Mythos DDR und Grenze 07.08.2010 19:57
von Greso | 2.377 Beiträge

Bitte nicht Vergessen,das war 1966.
Was nach 1967 an der Grenze geändert wurde,keine Ahnung
Greso


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#6

RE: Bergung eines Verletzten aus der MS 66

in Mythos DDR und Grenze 07.08.2010 20:27
von Mike59 | 7.945 Beiträge

Hallo Sachse,
ab wann es Bergungstrupps gab kann ich dir nicht sagen. Ich kenne die MS 66 nur aus dem Grenzpraktikum als US. Im damals eingesetzten Bereich (irgendwo bei Arendsee) gab es die MS 66 noch, teilweise auch kombiniert mit 501. Die Bergebrücke befand sich an der Füst. In der Zeit in der ich dort war, wurde auch Tags über nach dem regulären Grenzdienst eine A-Gruppe von den abgelösten GP gestellt und verblieb im Abschnitt auf der Füst. Die Füst war eine FB 3 - ganz großes Kino - die Pritschen gleich neben dem Führungs-"tisch" mit all seinem Gerödel R 109 /WSG/Steuerkästen 501/ GSZ Anlage. War wie auf dem Rummel - nur nicht so lustig.
Bei Fahrten der A-Gruppe mußte die Bergebrücke mitgeführt werden - deswegen eigentlich immer LO als A Gruppenfahrzeug. Das hörte sich auf dem Kollonnenweg an als ob - nee kann ich nicht beschreiben. War jedenfalls ein extrem lautes Geschäpper und Getöse.
Mike59


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#7

RE: Bergung eines Verletzten aus der MS 66

in Mythos DDR und Grenze 07.08.2010 21:42
von Thunderhorse | 4.008 Beiträge

Einsatz einer Bergebrücke und Auszüge aus der/den DV´s, hier lang:
http://www.nva-forum.de/nva-board/index....8299&hl=minenbrücke


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#8

RE: Bergung eines Verletzten aus der MS 66

in Mythos DDR und Grenze 07.08.2010 22:08
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Mike...........meinst Du die alte Führungsstelle direkt an der Schramper Straße? Erdbunker mit einem BT 11?


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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#9

RE: Bergung eines Verletzten aus der MS 66

in Mythos DDR und Grenze 08.08.2010 00:05
von Mike59 | 7.945 Beiträge

Zitat von Stabsfähnrich
Mike...........meinst Du die alte Führungsstelle direkt an der Schramper Straße? Erdbunker mit einem BT 11?


-----------------------------------------
Moin StaFhr,

keine Ahnung wie sich der Bereich genannt hatte. Das 1979 August/September!! Ich habe schon ganz andere Erinnerungslücken und du fragst mich so etwas. Ich weiß eigentlich nur noch das es wohl der letzte Landabschnitt vor der Elbe war (von Süd nach Nord). Die GK in der wir untergebracht waren lag j-w-d an einer Landstrasse, kann mich nicht erinnern da noch ein anderes Gebäude gesehen zu haben.
Ansonsten stimmt die Beschreibung der Füst, eine Strasse könnte da auch gewesen sein. Ach eines fällt mir noch ein, auf westlicher Seite gab es wohl die einzige Reiter GASt. des GDZ, glaube ich jedenfalls. ?? Lauenburg??

Mike59


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#10

RE: Bergung eines Verletzten aus der MS 66

in Mythos DDR und Grenze 08.08.2010 15:20
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Hallo Mike..................vielen Dank für Deine Antwort. Lauenburg dürfte etwas zu weg sein, vom Arendsee. Lüneburg würde die Sache schon eher treffen, zumal die von Dir bezeichnete Reiter GASt im Bereich Gartow (ZKom) stationiert war.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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