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Vom Stress der Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 01.08.2010 13:44
von Angelo | 12.394 Beiträge

Noch ein paar Meter, dann hat Thorsten Schilling seine drei Koffer über die Demarkationslinie geschleppt. Er schwitzt, der 7. Juli 1989 ist ein heißer Tag. Gerade hat man den Philosophiestudenten aus der DDR geworfen. Im Gepäck trägt Schilling eine Urkunde, die seine Entlassung "aus der Staatsbürgerschaft der Deutschen Demokratischen Republik" bestätigt. Die DDR-Grenzer lassen Schilling anstandslos passieren. In den Jahren zuvor hat er sich in der Dissidentenszene am Prenzlauer Berg engagiert und gegen Menschenrechtsverletzungen und Wahlbetrug protestiert. Einen wie ihn sperrt man in der DDR entweder ein - oder befördert ihn in den Westen. Die Grenzer im Tränenpalast kontrollieren nicht mal sein Gepäck. Er schiebt seine Koffer über den Bahnsteig, steigt unterirdisch in die West-U-Bahn um - und findet sich nach drei Minuten am U-Bahnhof Kochstraße, direkt am Checkpoint Charlie in Kreuzberg wieder.

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http://www.welt.de/die-welt/vermischtes/...r-Freiheit.html


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