#1

Loveparade in Duisburg

in Themen vom Tage 24.07.2010 19:13
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Loveparade in Duisburg,doch dann das schreckliche Unglück im Tunnel.Man spricht im Moment von 15 Toten und 100 Verletzten die in diesen tragischen Unfall verwickelt worden sind.Die Menschenmassen haben sich wohl gegenseitig erdrückt,genaueres weiss man zur Zeit noch nicht.Die Vernanstaltung soll nun langsam runtergefahren werden.



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#2

RE: Loveparade in Duisburg

in Themen vom Tage 24.07.2010 19:19
von Altermaulwurf (gelöscht)
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Bin schockiert, daß Risiko läuft bei solchen Veranstaltungen leider immer mit.
So viele Menschen aufgedreht in ausgelassener Stimmung, Alk, Drogen.......................
Das läst sich schwer beherrschen und bedarf baulicher Maßnahmen an Engstellen.


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#3

RE: Loveparade in Duisburg

in Themen vom Tage 24.07.2010 19:27
von Oss`n | 2.779 Beiträge

sehe es grade im Fernsehen


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
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#4

RE: Loveparade in Duisburg

in Themen vom Tage 24.07.2010 19:29
von turtle | 6.961 Beiträge

So ein Tunnel ist wenn Menschenmassen hineinströmen immer ein großes Risiko. Verstehe nicht warum der Tunnel nicht im Vorfeld gesperrt wurde. Besonders dann wenn anzunehmen ist das Alk und Drogen eine Rolle spielen könnten!


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#5

RE: Loveparade in Duisburg

in Themen vom Tage 24.07.2010 20:01
von kinski112 (gelöscht)
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So sieht es momentan auf dem Gelände der Duisburger Freiheit aus, auf dem am 24. Juli 2010 die LOVEPARADE stattfindet.





Und das kommt leider dabei heraus !


zuletzt bearbeitet 24.07.2010 21:09 | nach oben springen

#6

RE: Loveparade in Duisburg

in Themen vom Tage 24.07.2010 20:04
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Peter,
Der Tunnel war der Hauptzugang zum Veranstaltungsort.



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#7

RE: Loveparade in Duisburg

in Themen vom Tage 24.07.2010 20:08
von werner | 1.591 Beiträge

Wirkich schlimm, ist tatsächlich komisch, dass der Tunnel offen war, beim Einströmen der Massen gibt es vor dem Tunnel eine kritische Engstelle und wenn dahinter die Menschen sich nicht schnell genug verteilen können, wird es nicht mehr beherrschbar.
Hoffentlich gibt es nicht noch mehr Tote.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#8

RE: Loveparade in Duisburg

in Themen vom Tage 24.07.2010 20:13
von VNRut | 1.486 Beiträge

Ob Tunnel oder Bahnanlagen, wie im Juni in Spanien http://www.bz-berlin.de/aktuell/welt/13-...icle893875.html sind immer Gefahrenquellen bei Großveranstaltungen und dann noch Drogen, Alk etc.
Verstehe auch nicht, warum man den Tunnel nicht gesperrt hat. Sowas kann man nur auf der grünen Wiese oder auf breite Straßen wie in Berlin großflächig veranstalten. Das gibt bestimmt noch ein böses Nachspiel.

VN_Rut


GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
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#9

RE: Loveparade in Duisburg

in Themen vom Tage 24.07.2010 22:51
von kinski112 (gelöscht)
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In stillem Gedenken an die Unglücksopfer


zuletzt bearbeitet 26.07.2010 03:01 | nach oben springen

#10

RE: Loveparade in Duisburg

in Themen vom Tage 24.07.2010 22:53
von Mike59 | 7.969 Beiträge

Der GAU für jeden Veranstalter. Mein Mitgefühl den Hinterbliebenen, ganz schlimm.

Mike59


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#11

RE: Loveparade in Duisburg

in Themen vom Tage 25.07.2010 11:17
von VNRut | 1.486 Beiträge

Tragödie in Duisburg: 19 Tote bei Loveparade

Zitat
Tragisches Unglück bei der Loveparade in Duisburg: Bei einer Massenpanik in einem Tunnel vor dem Veranstaltungsgelände starben am Samstagnachmittag nach Polizeiangaben mindestens 19 Menschen, mehr als 349 weitere wurden verletzt, wie ein Polizeisprecher am frühen Sonntagmorgen sagte. Augenzeugen äußerten scharfe Kritik an den Sicherheitsvorkehrungen bei dem Raver-Spektakel. Am Mittag wollen die Veranstalter auf einer Pressekonferenz Stellung zu den Ursachen der Massenpanik nehmen.

Das für die Loveparade ausgewählte alte Bahnhofsgelände kann maximal 250.000 Menschen aufnehmen. Zur Loveparade waren nach Angaben der Behörden aber etwa 1,4 Millionen Menschen nach Duisburg gekommen. Es gab nur einen Zugang zum Festgelände, und der war nur durch zwei sehr lange Straßentunnel unter den Bahngleisen zu erreichen. Als einige Besucher eine Mauer und eine schmale Treppe hinaufklettern wollten und dabei abstürzten, entstand nach Polizeiangaben eine Panik. Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) verteidigte das Sicherheitskonzept als "stichhaltig" und sagte, "wahrscheinlich" seien "individuelle Schwächen" Auslöser der Katastrophe gewesen.

Aus Sicherheitsgründen wurde die Loveparade dennoch nicht sofort abgebrochen. Ohnehin herrschten nach der Katastrophe teilweise chaotische Zustände. Die Panik entstand in einem Tunnel der Karl-Lehr-Straße vor dem eigentlichen Loveparade-Gelände am alten Güterbahnhof der Stadt. Bundespräsident Christian Wulff reagierte bestürzt auf das Unglück. Er forderte zugleich eine rückhaltlose Aufklärung. Bundeskanzlerin Angela Merkel ließ erklären: "Ich bin entsetzt und traurig angesichts des Leids und des Schmerzes."

Augenzeugen berichteten, Polizeibeamte hätten Tausende Menschen davon abgehalten, auf das wegen Überfüllung geschlossene Gelände der Großveranstaltung zu strömen. Viele Besucher seien bei dem Andrang umgekippt. Etwa zehn hätten wiederbelebt werden müssen. Rettungskräfte seien kaum durchgekommen.

Polizeihauptkommissar Jürgen Kieskemper nannte die Situation "sehr chaotisch". "Wir müssen noch aufklären, was da war." Unmittelbar vor der Meldung über die Massenpanik hatte die Polizei berichtet, das Veranstaltungsgelände sei wegen Überfüllung geschlossen worden. "Die Polizei gibt über Lautsprecher Hinweise an die Teilnehmer und bittet sie, zurück in Richtung Hauptbahnhof zu gehen." Mehr als 2.000 Landespolizisten waren vor Ort, wie Kieskemper weiter sagte. Zusätzlich seien noch 1.200 Bundespolizisten eingesetzt worden.

Zuschauer über Autobahn abgeleitet
Die Notausgänge der Loveparade-Geländes wurden nach dem tragischen Unfall geöffnet. Die Zuschauer wurden nach Angaben der Stadt Duisburg über die Autobahn 59 und die Anschlussstelle Hochfeld auf die Düsseldorfer Straße abgeleitet. Alle noch ankommenden Besucher wurden am Hauptbahnhof angehalten, wieder umzukehren. Die Autobahn ist inzwischen wieder geöffnet. Die Räumung des Geländes habe "reibungslos geklappt", sagte ein Polizeisprecher.

Dass die Veranstalter die Musikparty zunächst weiterlaufen ließen, erklärte der Pressesprecher der Stadt Duisburg, Frank Kopatschek, mit der Sorge um die Sicherheit der 1,4 Millionen Besucher. "Der Krisenstab hat entschieden, die Veranstaltung noch nicht zu beenden, weil im Moment zu viele Menschen auf dem Gelände sind", sagte Kopatschek.

Dritte Loveparade im Ruhrgebiet
Die insgesamt dritte Loveparade im Ruhrgebiet und die 19. insgesamt war am Nachmittag friedlich gestartet. Ab 14 Uhr rollten 15 sogenannten Floats über das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs der Ruhrgebietsstadt. Erstmals fuhren die Paradewagen nicht wie in früheren Jahren durch die Innenstadt, sondern auf einem abgesperrten Gelände im Kreis. Schon zwei Stunden vor dem Startschuss hatte in der Duisburger Innenstadt am Mittag Ausnahmezustand geherrscht, als sich Hunderttausende Elektro- und Technofans ihren Weg dorthin bahnten. Die Polizei hatte die Innenstadt weiträumig abgesperrt, um den zu kontrollieren. Die Loveparade, die bis 2006 in Berlin stattfand und danach in wechselnden Städten des Ruhrgebiets, stand in diesem Jahr unter dem Motto "The Art of Love" (die Kunst der Liebe).

Quelle: http://nachrichten.t-online.de/massenpan..._42359438/index



Im Gedenken VN_Rut


GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
zuletzt bearbeitet 25.07.2010 11:19 | nach oben springen

#12

RE: Loveparade in Duisburg

in Themen vom Tage 25.07.2010 14:29
von Zermatt | 5.293 Beiträge

In Deutschland wird es jedenfalls nie wieder ein Loveparade geben.Das wurde eben bekannt gegeben.



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#13

RE: Loveparade in Duisburg

in Themen vom Tage 25.07.2010 15:36
von moreau | 384 Beiträge

Wie sich das mir Darstellt haben die erst nach dem Tunnel den eigentlichen Zugang zum Veranstaltungsort gehabt. Da ist es doch logisch das wenn dort wg. Überfüllung zugemacht wird, im Tunnel durch Nachdrängende die Situation im Tunnel eskaliert. So ein Zugang muß vor dem Tunnel reguliert werden. Das gebietet schon der gesunde Menschenverstand, dazu brauch ich keine "Experten". Einfach mal die Sicherheitkriterien für Tunnel bei ADAC nachlesen. Die sind durchaus mit Updats übertragbar. Für mich sind die Verantwortlichen schuldig der 19-fachen fahrlässigen Tötung.
Nur leider nützt das den 19 Leuten nichts mehr.
Mein Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen.


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#14

RE: Loveparade in Duisburg

in Themen vom Tage 25.07.2010 16:25
von Angelo | 12.396 Beiträge
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#15

RE: Loveparade in Duisburg

in Themen vom Tage 25.07.2010 18:39
von josy95 | 4.915 Beiträge

Einfach nur tragisch, erschütternd!

Da ich selbst etwas unter Platzangst leide, will ich mir gar nicht vorstellen, was sich dort für erschütternde Szenen abgespielt haben...

Auf diese Weise einen jungen Menschen, ein Kind, Enkelkind, Nichte, Neffen zu verlieren: Genauso wenig vorstellbar!

Hinterher kann man, ist man immer schlauer.. Aber aus den Erfahrungen der 18 vorangegangenen Loveparad`s hätte man eigentlich wissen müssen, das dieses Gelände, dieser Veranstaltungsort nicht gerade der geeignetste ist...!
Ein alter Gütebahnhof... mit Ruinen. Notdürftig man gerade so besenrein beräumt. Sonst wird sich bei jeder Kleinigkeit eingepißt von Ordnungsämtern, Gewerbeaufsichtsämtern, Berufsgenossenschaften...! Dann einem (!!!) kanalartigem Zugang!
Das ist wie ein enges Regenwasserrohr bei Starkregen, es muß zwangsläufig überlaufen...,

Die hochgeladenen Viedeos in den ersten Beiträgen lassen das schon erahnen. Angelo`s Video der Tagesthemen sagen es. Im Laufe des Tages äußerte sich ein Kenner dieser Veranstaltungen, ein ehem. Organisator von den Berliner Loveparades in einem Interview ähnlich. Besonders in Hinblick auf die doch mehr oder weniger unkontrollierbaren Menschenmassen, Alkohol und eben diese verdammten szene- und verantaltungstypischen Spaßmacher, sprich dieses Ekelzeug von Drogen...

Mittlerweile und nach aktuellen Berichten sollen jetzt schon 19 Todesopfer zu beklagen sein. Mein Mitgefühl den Opfern, ihren Angehöhrigen. Meine Hochachtung allen Helfern, den Ordnungskräften, der Polizei, die alle samt durch besonnenes Handeln Schlimmeres verhindern konnten.

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 25.07.2010 18:40 | nach oben springen

#16

RE: Loveparade in Duisburg

in Themen vom Tage 26.07.2010 02:56
von kinski112 (gelöscht)
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Stelle hier mal einen Artikel der heute erscheindenden "SDZ" vom 26.07.10 ein. Eine Bekannte von mir die an der Tankstelle arbeitet hat mir gesagt, dass ihre Stammkunden schon angerufen haben, sie solle ja die "Süddeutsche Zeitung" zurücklegen !
Weil irgend ein Radiosender gebracht hat das die "SDZ" bringt Fakten und Analysen und vor allem die Wahrheit ans Licht. Wer am Sonntag die Pressekonferenz gesehen hat kann sich seine Meinung dazu selber bilden.


Eine Frau will tanzen, ein Arzt stößt an seine Grenzen, ein DJ sieht Leichensäcke, und ein Konzertagent klagt an: „Totaler Amateurismus“.
Im Ruhrgebiet sehnte man sich nach Geld und Bedeutung. Stumm schauen die Verantwortlichen jetzt auf das grausame Ende der Loveparade.


Duisburg – Es gibt die, die davonlaufen nach einem solchen Ereignis – und es gibt die, die das nicht können.
Es gibt Menschen wie Sonja Kokus,die tanzen wollte an diesem Tag im Sommer, und die nun nicht mehr wegkommt
von diesem Ort.Es gibt Patrick Jung, einen Rettungsarzt von Ende 30, mit 20 Jahren Berufserfahrung „im Wagen“. Jung dachte, er
habe fast alles erlebt. Nun weiß er: Das,was seine Kollegen und er hier sehen, die Genickbrüche, die kaputten Leiber am
Güterbahnhof, darüber die Plakate der Loveparade („The Art Of Love“), das alles werden sie nie vergessen.
Es gibt Marek Lieberberg, Deutschlands führenden Konzertveranstalter.

Lieberberg ist in den 60ern mit The Who im VW-Bus durch Deutschland geeiert,das war seine erste Tour, und es war das
blanke Chaos. Keith Moon schwang sich damals vollgepumpt mit Drogen in der Hotellobby in Münster von Kronleuchter
zu Kronleuchter. Lieberbergs erstes Hausverbot. Danach: Pink Floyd, Springsteen, Depeche Mode, die ganz, ganz großen Sachen. Seit 25 Jahren organisiert Lieberberg das Spektakel „Rock am Ring“ in der Eifel. Am Telefon ringt er am Tag eins nach Duisburg um Worte.
Und ruft dann: „Wieso ist hier in allen Medien immer von einem tragischen Unglück die Rede? Ein Erdbeben ist ein tragisches Unglück. Aber es hat doch nicht einmal geregnet in Duisburg. Und bitte:Hunderttausende junge Leute durch einen 16 Meter breiten und 100 Meter langenTunnel zu pressen, daneben Zäune und eine Autobahn – das ist definitiv kein tragisches Unglück! Wieso lässt man den Verantwortlichen dieses Geschwätz durchgehen? Wieso nehmen die Medien es auf? Was am Samstag in Duisburg passiert ist, das ist ein Verbrechen.“ Sonja Kokus, 27, hat rote Locken und ein schwarzesTrägerhemd.

Am Samstagabend sitzt sie auf dem Bordstein des Tunnels in Duisburg, in dem es passierte.

„Ich stand in der Menge, ich habe keine Luft mehr gekriegt, über meinen Kopf haben sie die Bewusstlosen nach hinten gereicht“,
sagt Kokus. Ihre Freundin hat einem Mädchen den Finger in den Mund gesteckt, damit es sich übergeben konnte.
Sie erzählt das alles ganz ruhig, in ihrer Stimme liegt nur wenig von dem Schrecken der vergangenen Stunden.
Neben ihr: Kanülen, in denen Blutreste trocknen, Atemmasken und Rettungsdecken, auf denen Tote wiederbelebt wurden. Es ist ein nasses Knäuel, das sich durch den Tunnel zieht, als ob die Flut die Reste eines großen Unglücks angeschwemmt hätte.
Eine seltsame Masse aus Schuhen, Erbrochenem, Flaschen,Strohhüten und T-Shirts, die von Sanitätern aufgeschnitten wurden. Immer wieder kommen Männer der Kriminalpolizei mit karierten Kurzarmhemden und Handschuhen und wühlen, suchen nach Geldbeuteln und Ausweisen, die helfen könnten, die Toten zu identifizieren. Sie liegen hinter einem Stahlgitter, über das
eine Plastikplane geworfen wurde. Es ist noch zu früh für Blumen.

Darüber geht die Loveparade weiter,die Gitter vor den Leichen im Tunnel zittern durch die Bässe und die Menschen,
die über den Toten tanzen.

Damit keine Panik entsteht, haben sich Veranstalter und Polizei entschieden,bis 23.30 Uhr die Musik laufen zu lassen. Auf dem Gelände sind Menschen zu sehen, die tanzen, weil sie sowieso nichts mehr mitbekommen oder weil sie noch nicht informiert wurden. Vor den Gittern an den Straßen sammeln sich die Betrunkenen, sie grölen, sie seien extra aus Wuppertal oder aus Dorsten gekommen und wollten Party machen. Die Beamten haben zur Deeskalation einen kleinen Ordner dabei und sagen: „Um
21 Uhr startet die Party im ,Oberbayern‘,und auf der Bühne hinterm Bahnhof ist auch noch was los.“
Die Leute gehen über Straßen voller Glasscherben. In den Nebenstraßen haben die Sanitätsdienste Zeltstädte aufgestellt,so als sei eine ganze Stadt obdachlos geworden. Die Augen brennen, es ist,als habe es Urin geregnet.

Das Unglück vom Samstag wird das Ende der Loveparade sein, aber auch das Ende der Gewissheit in diesem Land,
dass so etwas hier nicht passieren kann.Als wenige Tage vor der Fußball-Weltmeisterschaft in einem südafrikanischen
Stadion Panik ausbrach, da haben viele Deutsche auf das Kap geschaut und gesagt: Die können es nicht. Und wir,
können wir es? Die Krisenhotline verzeichnete 570 000 Anrufe, aber nur 5000 Menschen kamen durch, um nach Vermissten
zu fragen. Und Lieberberg, der für seine Großveranstaltungen „Auflagen in einem Umfang alter Brockhausausgaben“
erfüllen muss, sagt: „Endlich,endlich wollte Duisburg auch mal was haben.

Und befruchtet haben sich nun: die Geltungssucht der Lokalpolitik und die Profitsucht der Veranstalter, und auf den Seiten gut gedüngt durch totalen Amateurismus.“
Der Arzt Patrick Jung hatte schon am Vormittag diesen Gedanken, der ihn nicht mehr losließ: Wie sollten eigentlich all’ diese vielen Leute durch diesen sehr engen Tunnel passen? Und er war nicht der Einzige, der sich das fragte.
Jung steht also am Samstagmittag ein paar hundert Meter vor dem Tunnel in einer Rettungsstelle des Malteser-Hilfsdienstes
Er kümmert sich um die Dinge,die man bei einer Loveparade erwarten kann. Er verbindet einen verstauchten Fuß, dann legt er einen Jungen, der besoffen und bekifft ist, schlafen. Jung ist Oberarz am Klinikum Wolfsburg, ein erfahrener
Mann, der an Wochenenden oft bei Großeinsätzen mit den Maltesern unterwegs ist, bei Bundesligaspielen und
Stadtfesten – auch bei der Loveparade 2008 in Dortmund war er als Arzt dabei.
Er hat schon viele Tote bei Verkehrsunfällen gesehen; und wie gesagt, er denkt,er hat schon alles erlebt.
Dann kommt am Samstagnachmittag ein Funkspruch, der ihm in den Magen fährt: „Mehrere Reanimationen im Tunnel.“
Das heißt: Tote, die zurückgeholt werden müssen. Da ist die Loveparade:eine Katastrophe.

Ein paar Wolfsburger Kollegen von Jung sind schon am Tunnel, bei den Verletzten, bei den Toten. Jung bleibt bei seiner
Station, und er sieht jetzt die Überlebenden,die auf ihn zulaufen. Sie haben ihre Schuhe verloren, ihre Socken, sie sind dreckig und verstört. Manche von ihnen haben Fußabdrücke am ganzen Körper,
sie lagen im Tunnel auf dem Boden,konnten sich irgendwie aufrappeln, haben Freunde mit hochgezogen.Und mussten
andere aber liegen lassen.Jung hat schon einige Menschen ins Leben zurückgeholt. Immer aber kann einem
das nicht gelingen. Und bisher war jeder Notfall ein Einzelfall. Was er aber hier erlebt, ist ein nicht enden wollender Notfall.

Er hört die Funksprüche der Kollegen aus dem Tunnel, er versorgt die Verletzten,beruhigt die Verzweifelten, und es hört nicht auf. Immer weiter taumeln ihm die Leute entgegen. Die ersten Rettungshubschrauber landen. Jung weiß längst: Der Gedanke, den er am Vormittag hatte, er hat ihn jetzt eingeholt an diesem Tag in Duisburg: der Tunnel.
Er hört die Rotoren der Hubschrauber,immer wieder die Funksprüche aus dem Tunnel, die schreienden Menschen auf dem Kiesboden, und plötzlich weiß er:Das hier ist nicht nur das Schlimmste,was du je erlebt hast, es ist eine dieser Katastrophen,
die im Gedächtnis des Landes bleiben werden: Wie Ramstein oder Eschede.
Duisburg also. Jung denkt, dass hier jetzt eigentlich alle überfordert sind. Unten am Tunnel versuchen nicht nur Ärzte, die Leute zu retten, da versuchen auch überlebende Raver tote Raver mit Herzmassagen wieder ins Leben zu holen.
Andere werfen Steine gegen die Rettungswagen, die draußen vor dem Tunnel stehen. Eine verzweifelte, eine gewalttätige Geste, sie soll sagen: Helft uns, wir brauchen mehr Krankenwagen am Tunnel! Macht was!
Jung hört über Funk wie seine Kollegen unten am Tunnel nur noch sagen:

„Ein Kriegsschauplatz ist ein Scheißdreck gegen das hier.“

Duisburg hatte sich natürlich gefreut auf dieses Ereignis. Es ist leicht, die Stadt als eine zu beschreiben, in der nach Schimanski nichts mehr kam.Man sehnte sich so sehr nach Anerkennung, hatte aber nichts, wofür man sie einfordern konnte. Auf den großen Bildern am Unglücksort kann man Düsseldorf sehen mit seinen schönen Boulevards und riesigen Konzerthallen, ist ja nur ein paar Kilometer weiter den Rhein rauf.
Erst vor einer Woche haben zwei Millionen Menschen sich auf die gesperrte A 40 gestellt und ein schönes Fest gefeiert,
weil die Region Kulturhauptstadt Europas ist im Jahr 2010. Für Ruhr-2010-Geschäftsführer Fritz Pleitgen war es der „emotionale Gründungstag der Metropole Ruhr“ – die Loveparade sollte der Anschluss sein. Um kurz vor Mitternacht steht der gebürtige Duisburger Pleitgen vor dem Hauptbahnhof und sagt, es sei „zu traurig für unsere Region,die solche Feste braucht, um den
jungen Leuten etwas zu bieten“.

Sonja Kokus, die Raverin, hatte sich aus einem kleinen Dorf auf den Weg gemacht, sie war noch nie auf einer Loveparade.
Gegen 15 Uhr – als der Arzt Patrick Jung noch Kiffer schlafen legt und Verstauchungen behandelt – steht sie im Tunnel
unter dem alten Duisburger Güterbahnhof,und sie merkt auf einmal, wie die Dinge außer Kontrollen geraten.
Aus vielen Menschen, die Spaß haben wollen, wird eine Menge, die hin und her drängt und dann zu einem bösen Ganzen
zusammenwächst. Es gibt kein Zurück mehr, und vor ihr beginnen sich jetzt die Ersten in Panik zu prügeln. Hinter der
jungen Frau wird an Absperrgittern gerüttelt und geschrien: „Die Mauer muss weg.“ In der Mitte des Geländes kommen
die Besucher aus den beiden Tunneln auf einen kleinen Platz – und dann nicht mehr weiter. Die Ersten versuchen über eine kleine Treppe auf das zehn Meter höhere Gelände zu kommen, andere klettern erst auf einen Container, dann auf eine Leiter, die zu einem Lautsprecherturm gehörte und nun fast senkrecht nach oben geht. Eine ganze Traube hängt bald auf den paar
Sprossen.

Die Ersten fallen, Panik beginnt.
Einige werden zerquetscht, andere brechen sich das Genick. Sebastian Schwarz war der letzte DJ,der während der Katastrophe noch live auflegte. Nichts war, wie er es von den Loveparades in Berlin kannte. „Da konnte man ja immer nach links und rechts in
den Tiergarten rausgrätschen, wenn es einem zu viel wurde. In Duisburg war das wie in einem Zoo.“ Um zehn nach sechs
hörte er wie geplant mit dem Auflegen auf. „Als ich wieder vom Gelände fuhr,sah ich die Krankenwagen, und sie trugen
einen Leichensack raus. Aber was passiert war, erfuhr ich erst später per SMS, per Telefon, aus dem Fernsehen.“
Am Ende bleibt die Frage, warum es keinen zweiten Eingang gab, warum man alle Besucher durch einen Tunnel
schleusen wollte, der nur sechzehn Meter breit ist. Der nur für Lastwagen unter 3,80 Meter zugelassen wurde
– aber für eine
Millionen Menschen.
Lieberberg: „Ich sehe auf den Bildern keine Wellenbrecher,die die Menschen bremsen und besser
verteilen, ich sehe kaum oder keine Ordner. Man fragt sich, wenn man das sieht, ob alle Verantwortlichen komplett
den Verstand verloren haben.“Und man fragt sich:Musste denn nicht mal die ganze Loveparade, die seit vielen Jahren schon nichts mehr anderes war als eine deutsche Massenspielart des englischen binge drinking, so enden? Aus den paar hundert Avantgardisten im Jahre 1989 wurden schnell Millionen. Und aus den Pionieren der neuen Musik wurden Menschen, die zu enge Kleidung trugen und einen Bauarbeiterhelm. Die für einen Tag nach Berlin kamen, tanzten, tranken und in den Tierpark pissten, so dass man die toten Sträucher noch Monate später sah. Irgendwann machte die Pleite-Stadt Berlin eine Kosten-Nutzen-
Rechnung auf: Die Stadt ist sehr arm und nach Ansicht ihres Regierenden Bürgermeistersaber sexy – die Loveparade
hingegen war nicht mehr sexy, und die Dekontaminierung des Tiergartens von Hektolitern Urin machte die arme Stadt
noch ärmer.


Im Ruhrgebiet haben sie das alles ganz anders gesehen. In Dortmund, Essen und in Duisburg war die Ausrichtung der
Loveparade ein Symbol dafür, dass man eben mithalten könne. Dass es doch vorangeht mit dem Strukturwandel in dem
gebeutelten Bundesland. Veranstalter sind nun nicht mehr Menschen wie Dr.Motte, die aus dem Untergrund kommen,sondern Rainer Schaller, der Inhaber der Billig-Fitnesscenterkette „McFit“.
Der alte Güterbahnhof in Duisburg schien ein ideales Symbol zu sein für eine mögliche Wende zum Guten. „Ich betrachte
die Loveparade als eine gute Gelegenheit,der Welt zu zeigen, wie weltoffen,tolerant und insbesondere spannend
unsere Stadt ist“, hat Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) vor ein paar Monaten gesagt. Die Loveparade sollte in
die Annalen der Stadt eingehen. Am Sonntag um 11.45 Uhr wollten sich die Veranstalter in das Goldene Buch eintragen,
das nicht sehr voll ist.
Eine Viertelstunde später als damals vorgesehen sitzt der Oberbürgermeister am Sonntag ohne Goldenes Buch im Rathaus
und verliest die Chronik: 19 Menschen gestorben, 340 Verletzte. Sauerland ist nun nicht nur als Oberbürgermeister
in seinem Rathaus, sondern auch als Beschuldigter.
Er ist lange nach dem Krieg geboren, und einer der ganz wenigen
Menschen in Deutschland, die den noch diesen Vornamen tragen. Wie er da sitzt mit seinen nervösen Augen, seinem
Bart und seinem Vornamen, könnte man annehmen, in einem nicht schlechten Film von Helmut Dietl über eine Stadt,
die es mal krachen lassen will, wäre er die perfekte tragische Figur. Sauerland sagt, er habe nur „individuelle Schwächen“
im Sicherheitskonzept gesehen,der stellvertretende Polizeichef bestreitet gar, dass es eine Massenpanik gab.


Der Auftritt ist ein denkwürdig bitteres Schauspiel. Es ist die Zeit der Passivkonstruktionen,hinter denen man sich verstecken
kann, es ist die allerentschlossenste Verantwortungslosigkeit. „Die Einsatzkräfte der Polizei haben nach den Ereignissen
die rasche Verfluchtung der Besucher sichergestellt“, sagt der stellvertretende Polizeipräsident. Veranstalter Rainer Schaller verfluchtet sich auch – er sagt, er fühle mit den Hinterbliebenen,danach scheint aber die Sorge um den Ruf seines Unternehmens die Oberhand zu gewinnen, und er sagt nicht mal mehr, dass er nichts sagt. Hinter ihm taucht jetzt sein Pressesprecher auf, ein junger Mann mit Designer-Hornbrille und Lacostehemd,Typ junger Galerist, eiskalte Wortwahl, Tenor: kein Kommentar.
Noch am Tag nach der Katastrophe bezeichnen die Verantwortlichen der Stadt ihr Sicherheitskonzept als „ausgeklügelt“,
mehr wollen sie nicht sagen mit Hinweis auf die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.


Am Morgen war die Polizei im Rathaus gewesen, sie hat alle Akten mitgenommen, die zur Planung der Loveparade zu finden waren. Die Veranstaltung war nicht unumstritten in der Stadt, die so klamm ist, dass sie über ihren Haushalt nicht mehr selber entscheiden kann, sondern ihn vom Innenminister absegnen lassen muss. Zu teuer, sagten die einen Kritiker, zu gefährlich die
anderen. Der Chef der Berufsfeuerwehr soll sich einen Tag vor der Loveparade für eine Absage ausgesprochen haben,
weil die Zugänge nicht ausreichend seien.
In Leser-Blogs der Westfälischen Allgemeinen Zeitung (WAZ), die man noch
nachlesen kann, gab es Tage vorher massive Sicherheitsbedenken. Es liegen mehrere Strafanzeigen vor. Das Unglück hat
auch die neue nordrhein-westfälische Minderheitsregierung erschüttert, die seit wenigen Tagen im Amt ist.

Innenminister Ralf Jäger (SPD) kommt aus Duisburg und hat sich ebenso für die Loveparade eingesetzt wie Ministerpräsidentin
Hannelore Kraft. Die hielt Kritikern im Januar entgegen, man dürfe „dieses Stück Jugendkultur“ nicht gefährden, ausgerechnet in dem Jahr, in dem das Ruhrgebiet Kulturhauptstadt Europas ist. Dem wurden offenbar Bedenken untergeordnet. In Bochum hat
man die Loveparade 2009 abgesagt, weil die Stadt merkte, dass sie mit dem Ansturm nicht klar kommt. Der Bochumer
Polizeipräsident Thomas Wenner hat danach vom Druck erzählt, die Veranstaltung für gefahrlos zu erklären. Er hat der
Politik vorgeworfen, „die Metropole Ruhr als Monstranz ihrer Popularität vor sich herzutragen“ und die Sicherheit von
1,5 Millionen Menschen auszublenden.

Schon die Loveparade 2008 in Dortmund sei fast in einer Katastrophe geendet:„Wir mussten sehen, dass die Menschen
gehalten werden konnten.“Spät in der Nacht ist für Patrick Jung der Tag in Duisburg vorbei. Er trifft mit anderen Kollegen noch die Wolfsburger Sanitäter, die im Tunnel waren. Er weiß,dass man reden sollte über das, was passiert ist. Aber auch das funktioniert jetzt nicht mehr. Am nächsten Morgen fahren der Arzt und die Sanitäter wieder in den Norden, nach Hause.
Vor der Delften-Stube – einer Kneipe mit Kegelbahn, auf dem Weg zwischen dem Unglücksort und dem Bahnhof –bauten sie in der Nacht zuvor die Stände mit dem Dosenbier ab. Hier lief kein Techno mehr.

Man hörte die klagende Gitarre von Eric Clapton.
Dazu sang Phil Collins ein berührendes Lied: „I wish it would rain down.“


Quelle: "SDZ 26.07.2010


zuletzt bearbeitet 26.07.2010 03:14 | nach oben springen

#17

RE: Loveparade in Duisburg

in Themen vom Tage 26.07.2010 21:41
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Soeben wurde bekannt,das eine Frau verstorben ist. Die Zahl der Opfer erhöht sich auf 20.



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#18

RE: Loveparade in Duisburg

in Themen vom Tage 27.07.2010 16:24
von VNRut | 1.486 Beiträge

GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
zuletzt bearbeitet 27.07.2010 16:25 | nach oben springen

#19

RE: Loveparade in Duisburg

in Themen vom Tage 28.07.2010 11:39
von VNRut | 1.486 Beiträge

Zahl der Loveparade-Opfer auf 21 gestiegen
28.07.2010, 10:25 Uhr


Zitat
Die Zahl der Todesopfer nach der Massenpanik bei der Duisburger Loveparade am vergangenen Samstag hat sich auf 21 erhöht. In der Nacht zum Mittwoch sei eine 25 Jahre alte Frau aus Heiligenhaus bei Essen im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen, sagte der Duisburger Staatsanwalt Rolf Haverkamp.

Derweil macht die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen laut einem Pressebericht den Veranstalter der Loveparade für die Katastrophe verantwortlich. In dem vorläufigen Bericht, den Innenminister Ralf Jäger (SPD) am Nachmittag vorstellen will, heißt es laut "Süddeutscher Zeitung", der Veranstalter habe sich mehrfach über Bedenken der Behörden hinweggesetzt.

Die Zahl der Todesopfer nach der Massenpanik bei der Duisburger Loveparade am vergangenen Samstag hat sich auf 21 erhöht. In der Nacht zum Mittwoch sei eine 25 Jahre alte Frau aus Heiligenhaus bei Essen im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen, sagte der Duisburger Staatsanwalt Rolf Haverkamp.

Derweil macht die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen laut einem Pressebericht den Veranstalter der Loveparade für die Katastrophe verantwortlich. In dem vorläufigen Bericht, den Innenminister Ralf Jäger (SPD) am Nachmittag vorstellen will, heißt es laut "Süddeutscher Zeitung", der Veranstalter habe sich mehrfach über Bedenken der Behörden hinweggesetzt.


Opfer starben an Quetschungen
Zuvor war bestätigt worden, dass 20 Todesopfer der Loveparade durch Brustquetschungen ums Leben gekommen waren. Sie seien erstickt, berichtete die Duisburger Staatsanwaltschaft über die Obduktionsergebnisse. "Anhaltspunkte für Stürze aus großer Höhe als Todesursache haben sich nicht finden lassen", teilte die Behörde mit.

Zuvor hatte bereits die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft (SPD), gesagt, dass die tödlichen Verletzungen ausschließlich auf das Gedränge zurückzuführen seien. Drei Tage nach der Katastrophe wurden die Leichen zur Bestattung freigegeben. Bei der Massenpanik am Rande der größten Techno-Party der Welt gab es mehr als 500 Verletzte.

Quelle: http://nachrichten.t-online.de/loveparad..._42386628/index



Politische Verantwortung nach Love Parade

http://videos.t-online.de/politische-ver..._42385460/index

R.I.P. VN_Rut


GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
zuletzt bearbeitet 28.07.2010 11:42 | nach oben springen

#20

RE: Loveparade in Duisburg

in Themen vom Tage 28.07.2010 12:02
von SFGA | 1.519 Beiträge

Mein Beileid den Angehörigen.


JgRgt 1 Schwarzenborn / HFlgUstgStff 1 Holzdorf

Wenn einer von uns müde wird,der andere für ihn wacht.Wenn einer von uns zweifeln will,der andere gläubig lacht.Wenn einer von uns fallen sollt',der andere steht für zwei,denn jedem Kämpfer gibt ein Gott den Kameraden bei.
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