#21

RE: Der harten Strafe entkommen - "Schlamm" beim Militär

in Mein Grenzer Tagebuch 17.07.2010 12:54
von Diskus303 (gelöscht)
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Hallo,

Zitat von Pitti53
warum wurde nach patronenhülse gesucht? macht doch keinen sinn?



Das hatte schlicht und ergreifend den Hintergrund, daß die fehlenden Patronen aus dem MP-Magazin mit den abgegeben Schüssen per vorhandenen leeren Patronenhülsen übereinstimmen mußte und so nachgewiesen werden mußte. So sollte (wohl?) auf diesem Wege der Diebstahl von Patronen/ Munition verhindert werden.

Das war bei uns auf den Schießplätzen während der Schießübungen absolute Pflicht: Ausgegebene Patronen mußten am Ende mit den übriggeblieben (nicht verschossenen Patronen) plus leere Patronenhülsen übereinstimmen - ohne wenn und aber!

Gruß Axel


zuletzt bearbeitet 17.07.2010 13:04 | nach oben springen

#22

RE: Der harten Strafe entkommen - "Schlamm" beim Militär

in Mein Grenzer Tagebuch 17.07.2010 13:10
von Pitti53 | 8.788 Beiträge

hab ich so nie erlebt.manchmal haben wir auf dem schießplatz die leeren hülsen gesammelt,manchmal nicht.übereinstimmung war auf jeden fall nicht gefragt...anwendung der schußwaffe hab ich nur einmal erlebt in marienborn.da haben 4 leute fast alles was sie hatten verschossen auf einen lkw.da hätten wir aber lange suchen können die dinger fliegen doch sonstwohin.

war sicher in jeder einheit anders


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#23

RE: Der harten Strafe entkommen - "Schlamm" beim Militär

in Mein Grenzer Tagebuch 17.07.2010 15:49
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Diskus303
Hallo,

Zitat von Pitti53
warum wurde nach patronenhülse gesucht? macht doch keinen sinn?



Das hatte schlicht und ergreifend den Hintergrund, daß die fehlenden Patronen aus dem MP-Magazin mit den abgegeben Schüssen per vorhandenen leeren Patronenhülsen übereinstimmen mußte und so nachgewiesen werden mußte. So sollte (wohl?) auf diesem Wege der Diebstahl von Patronen/ Munition verhindert werden.

Das war bei uns auf den Schießplätzen während der Schießübungen absolute Pflicht: Ausgegebene Patronen mußten am Ende mit den übriggeblieben (nicht verschossenen Patronen) plus leere Patronenhülsen übereinstimmen - ohne wenn und aber!

Gruß Axel




at Diskus 303,

Wie war das mit der absoluten Pflicht auf den Schiessplätzen während der Schiessübungen?
Kannste mal bitte etwas "genauer berichten"? Welche Plätze waren das?
Schon mal Danke, für kommende Ausführungen.


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#24

RE: Der harten Strafe entkommen - "Schlamm" beim Militär

in Mein Grenzer Tagebuch 17.07.2010 15:59
von moreau | 384 Beiträge

Da muß ich Pitt53 recht geben. Mir ist nicht bewust das wir leere Patronenhülsen zurückrechnen mußten, egal ob im Grenzdienst oder Schießplatz. Ich weiß nur das jeder EK so ca. 1-2 scharfe illegal in Besitz hatte, falls mal eine aus den Magazinen sich irgendwie verflüchtigt hatte. (verloren -> fragt micht nicht wie das geht) ) Auch die Muni für die S-Geräte war reichlich illegal vorhanden, obwohl das Zeug abgerechnet werden muste( genau wie die Handleuchter). Aber das war meines Erachtens ein offenes Geheimnis. Diesbezüglich !!angekündigte!! Tiefenkontrollen wurden nie durchgeführt. Wie konnte es sein das ein ausgelöstes S-Gerät vom kontrollierenden Posten einsatzfähig gemacht wird, ohne das er offiziell was mit hatte?? Er bekam dann zur Schichtnachbereitung von Mumpel die leere Hülse einfach getauscht. Und gut war!


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#25

RE: Der harten Strafe entkommen - "Schlamm" beim Militär

in Mein Grenzer Tagebuch 17.07.2010 16:08
von Pitti53 | 8.788 Beiträge

hatten wir das thema mit der "illigalen" ersatzmuni nicht schon mal? aber auch die offiziere hatten ihre "reserven". wenn wirklich eine fehlte egal wem,war so richtig "sackstand " angesagt damit konnte man dem aus dem wege gehen.beim schießen blieb eben immer was übrig


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#26

RE: Der harten Strafe entkommen - "Schlamm" beim Militär

in Mein Grenzer Tagebuch 17.07.2010 19:06
von Greso | 2.377 Beiträge

Hülsen einsammeln???
Sicher bei den Landstreitkräften
Gruß Greso


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#27

RE: Der harten Strafe entkommen - "Schlamm" beim Militär

in Mein Grenzer Tagebuch 17.07.2010 20:38
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Greso
Hülsen einsammeln???
Sicher bei den Landstreitkräften
Gruß Greso




..........................................................................................................................................................
Hi Greso,

das war schon so angedacht mit den Hülsen einsammeln!
Letztlich hätten die Einheiten sogar gemäss erlassener STÜPP Ordnungen(einheitlich gleich imGKS)auch noch die Feuerlinie harken müssen,insofern sie Diese auch geharkt (nicht Besen reine)vorgefunden haben.
Auf dem Foto habe ich zwei Beton U Teile markiert,im rechten Teil wurde die Pappe der Munitionsschachteln entsorgt und im linken Teil die aufgesammelten Hülsen.
Dahinter imBild,mit offener Tür,dieMunitionsausgabe.Das war das Feld der "Mutter der Kompanie"sprich Spiess und ausser Ihm und dem Leiter des Schiessens,in der Regel der KC ,hatte dort Niemand drinnen etwas zu suchen!
Die Sicherheit wurde oftmals kontrolliert,das hat aber kaum Jemand mitbekommen.Die Berichte gingen dem jeweiligen Kommandeur der Truppeteile zu.
Ab und an muss es schon ein "Böses erwachen gegeben haben".
Soldaten schliefen beim Nachttraining an Bäumen angelehnt,der Waffe hätte man sich bedienen können.
DieMunitionskisten lagen unerlaubt zu nah an der Tür.
RDG 5 Handgranaten -Kisten lagen nach dem Öffnen griffbereit mit Zündern,was absolut verboten war.
RPG 7 Granaten standen des Nachts offen im rückwärtigen Raum herum.
Das gab dann richtig Ärger und absolut nicht akzeptierbar.
Eine ordentlich geführte Muniausgabeliste und ein Check der angegebenen Ergebnisse war routinemässig.

Papier undPappe wurde regelmässig abgefackelt insofern der Platz unbesetzt war,weil ab und an einige "Scherzkekse "Ihre Platzpatronen und manchmal auch eine "harte Mumpel" in der Pappe versenkt hatten.
Somit konnte Niemand durch herumfliegende Muniteile verletzt werden.
Die Hülsen wurden kontrolliert und zentral abgefahren,dem "Materialkreislauf"wieder zugeführt.

ImJahre 1979 hat mal ein Aufsichtsführender Uffz.beim einem liegenden Schützen (Nachtschulübung) trotz gemeldeter Sicherheit,somit eigentlich entladenen Waffen in der Feuerlinie es vorgezogen eine Rauchen zu gehen und demSchützen in der Feuerlinie gesagt,wenns da vorn blinkt(die Imitation des Mündungsfeuers mittels eines kleinen Lämpchen in den Trainingsscheiben) dann hällste mit kurzen Feuerstössen drauf!


Das dumme an der Sache war nur,die Mechaniker,die zu diesem Zeitpunkt vorn im Scheibenfeld waren,hatten perKontrollkontakt von Hand das Scheibenfeld hochklappen lassen um zu sehen, wo welche Scheibe oder Lämpchen defekt waren um diese zu Tauschen,ggf.zu reparieren.
Kurz nachdem Sie das getan haben(Scheiben kamen hoch und die Lämpchen blinkten),schoss der liegende Schütze natürlich....wie Ihm befohlen von seinemUffz- Aufsichtsführenden,Der allerdings hinten rauchen war.
Der Stress war enorm,laute Rufe "Feuer halt"Sicherheit"hallten durch die Nacht.
Dann absolute Stille,das Rufen nach den Mechanikern ergab erstmal keine Antwort.
Vom Feuerleitturm aus wurden die Scheiben zentral komplett abgeklappt,so das keine Ziele mehr zu sehen waren.
Leiter des Schiessens und Sicherheitspersonal liefen ins Dunkle des Platzes,der Sani LO startete schon sein Fahrzeug und der Scheinwerfer des Turmes erhellte den Platz.
Endlich die Gewissheit,Keinem etwas passiert.Die Wut der Mechaniker war grenzenlos,die wollten den Uffz plattmachen,der kam völlig geschockt angelaufen und zitterte wie Espenlaub.
Das Nachtschiessen wurde sofort beendet und die Truppe durfte zurückfahren!

Über die mögliche Bestrafung des Uffz.weiss ich Nichts und der Leiter des Abschnitts hat sicher auch etwas zu "höhren"bekommen.
Üble Sache,die zwei Leuten hätte das Leben kosten können,nur weil Jemand es vorzog eine Zigarette rauchen zu wollen.

Angefügte Bilder:
Zugffs..jpg

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#28

RE: Der harten Strafe entkommen - "Schlamm" beim Militär

in Mein Grenzer Tagebuch 17.07.2010 21:15
von moreau | 384 Beiträge

Das "gefählichste" was mir mal passiert ist war zu meiner Zeit als Resi in Rostock. Wie üblich wurde Abends 1oder 2 07-Glasmantelgeschosse vernichtet. und urplötzlich stand der OvD im Zimmer. Wie üblich gleich großes Gebrülle, nur wir waren alles Resi und dementsprechend schon abgehärtet und nach den 07ern schon sehr relaxt. Also ging uns das irgend wie am Arsch vorbei und machten weiter ohne ihn großartig zubeachten. Flasche aushändigen war nicht. War ja noch was drin. Also wolte er das Ding jemanden wegnehmen und kam an den Tisch. Nur wurde die Flasche von Tischseite zu Tischseite weitergereicht und der OvD rannte wie Rumpelstilzchen um den Tisch. Irgendwann stand einer auf und stoppte den Ovd in seiner Rundenjagd und gab ihm mal ein "Wort zum Sonntag" kund. Denn wir waren zwar schon ordentlich "Fett" ,aber merken das der OvD schon etliche Runden Alk weiter war als wir, das ging schon noch. Der Hirni hat jedenfalls in seiner Besoffenheit Meldung gemacht. Na da gings los! Nächsten Tag "Verhöre " durch KC und Polit und diverse Andere (nicht verifizierbar, da vorher und nachher nie gesehen) . Als dann ruchbar wurde das der Ovd selber dicht war wie zehn Seemänner(wir haben da keinen Hehl draus gemacht, es ging ja um unseren Arsch) verlief die Sache in Sande. Anscheind war er schon für seinen Konsum bekannt. Das waren meine nervenaufreibendsten 2 Tage und ich glaube aus der Zeit habe ich meine ersten grauen Haare. Wurde ja als Angriff auf einen Diensthabenden Offizier ausgelegt. Ich schätze mal da war Schwedt nicht weit.


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#29

RE: Der harten Strafe entkommen - "Schlamm" beim Militär

in Mein Grenzer Tagebuch 17.07.2010 23:02
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Ich schrieb in einem Text schon mal so sinngemäß, das bei uns Ende der siebziger Jahre auch im Abschnitt das "Fotografieren" nicht unbedingt verboten war. Bestimmte Abschnitte, so die 501-Anlage, da geh ich mit, die waren Tabu aber der Rest war null Problem.
Da geht es mir wie Greso, aber meinen Schuhkarton voll Fotos zeig ich gern mal bei einem ...jetzt muss ich schon schreiben" Persönlichen Treffen", nicht hier im Netz.
Ich denke also, man sollte nicht übertreiben, "ob der damaligen Geheimhaltung", sondern es eher locker sehen.

R-M-R


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#30

RE: Der harten Strafe entkommen - "Schlamm" beim Militär

in Mein Grenzer Tagebuch 18.07.2010 20:33
von Greso | 2.377 Beiträge

Zitat von Boelleronkel

Zitat von Greso
Hülsen einsammeln???
Sicher bei den Landstreitkräften
Gruß Greso




..........................................................................................................................................................
Hi Greso,

das war schon so angedacht mit den Hülsen einsammeln!
Letztlich hätten die Einheiten sogar gemäss erlassener STÜPP Ordnungen(einheitlich gleich imGKS)auch noch die Feuerlinie harken müssen,insofern sie Diese auch geharkt (nicht Besen reine)vorgefunden haben.
Auf dem Foto habe ich zwei Beton U Teile markiert,im rechten Teil wurde die Pappe der Munitionsschachteln entsorgt und im linken Teil die aufgesammelten Hülsen.
Dahinter imBild,mit offener Tür,dieMunitionsausgabe.Das war das Feld der "Mutter der Kompanie"sprich Spiess und ausser Ihm und dem Leiter des Schiessens,in der Regel der KC ,hatte dort Niemand drinnen etwas zu suchen!
Die Sicherheit wurde oftmals kontrolliert,das hat aber kaum Jemand mitbekommen.Die Berichte gingen dem jeweiligen Kommandeur der Truppeteile zu.
Ab und an muss es schon ein "Böses erwachen gegeben haben".
Soldaten schliefen beim Nachttraining an Bäumen angelehnt,der Waffe hätte man sich bedienen können.
DieMunitionskisten lagen unerlaubt zu nah an der Tür.
RDG 5 Handgranaten -Kisten lagen nach dem Öffnen griffbereit mit Zündern,was absolut verboten war.
RPG 7 Granaten standen des Nachts offen im rückwärtigen Raum herum.
Das gab dann richtig Ärger und absolut nicht akzeptierbar.
Eine ordentlich geführte Muniausgabeliste und ein Check der angegebenen Ergebnisse war routinemässig.

Papier undPappe wurde regelmässig abgefackelt insofern der Platz unbesetzt war,weil ab und an einige "Scherzkekse "Ihre Platzpatronen und manchmal auch eine "harte Mumpel" in der Pappe versenkt hatten.
Somit konnte Niemand durch herumfliegende Muniteile verletzt werden.
Die Hülsen wurden kontrolliert und zentral abgefahren,dem "Materialkreislauf"wieder zugeführt.

ImJahre 1979 hat mal ein Aufsichtsführender Uffz.beim einem liegenden Schützen (Nachtschulübung) trotz gemeldeter Sicherheit,somit eigentlich entladenen Waffen in der Feuerlinie es vorgezogen eine Rauchen zu gehen und demSchützen in der Feuerlinie gesagt,wenns da vorn blinkt(die Imitation des Mündungsfeuers mittels eines kleinen Lämpchen in den Trainingsscheiben) dann hällste mit kurzen Feuerstössen drauf!


Das dumme an der Sache war nur,die Mechaniker,die zu diesem Zeitpunkt vorn im Scheibenfeld waren,hatten perKontrollkontakt von Hand das Scheibenfeld hochklappen lassen um zu sehen, wo welche Scheibe oder Lämpchen defekt waren um diese zu Tauschen,ggf.zu reparieren.
Kurz nachdem Sie das getan haben(Scheiben kamen hoch und die Lämpchen blinkten),schoss der liegende Schütze natürlich....wie Ihm befohlen von seinemUffz- Aufsichtsführenden,Der allerdings hinten rauchen war.
Der Stress war enorm,laute Rufe "Feuer halt"Sicherheit"hallten durch die Nacht.
Dann absolute Stille,das Rufen nach den Mechanikern ergab erstmal keine Antwort.
Vom Feuerleitturm aus wurden die Scheiben zentral komplett abgeklappt,so das keine Ziele mehr zu sehen waren.
Leiter des Schiessens und Sicherheitspersonal liefen ins Dunkle des Platzes,der Sani LO startete schon sein Fahrzeug und der Scheinwerfer des Turmes erhellte den Platz.
Endlich die Gewissheit,Keinem etwas passiert.Die Wut der Mechaniker war grenzenlos,die wollten den Uffz plattmachen,der kam völlig geschockt angelaufen und zitterte wie Espenlaub.
Das Nachtschiessen wurde sofort beendet und die Truppe durfte zurückfahren!

Über die mögliche Bestrafung des Uffz.weiss ich Nichts und der Leiter des Abschnitts hat sicher auch etwas zu "höhren"bekommen.
Üble Sache,die zwei Leuten hätte das Leben kosten können,nur weil Jemand es vorzog eine Zigarette rauchen zu wollen.








Hallo Bölleronkel,das mag ja sein aber ,welches Jahr war das denn ich kenne soetwas nicht.Und ich wurde auch im 25 GB ausgebildet,mußte alles schießen wie jeder Grenzer,aber keine Hülsen sammeln.Wenn das so war,nehme ich doch an,die wollten nur den Schießplatz sauber halten.
Gruß Greso


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#31

RE: Der harten Strafe entkommen - "Schlamm" beim Militär

in Mein Grenzer Tagebuch 18.07.2010 20:37
von Greso | 2.377 Beiträge

Und der Spieß,war auch nicht dabei.
Greso


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#32

RE: Der harten Strafe entkommen - "Schlamm" beim Militär

in Mein Grenzer Tagebuch 18.07.2010 20:39
von Boelleronkel (gelöscht)
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Hi greso,
ja richtig,es ging ausschliesslich um "Ordnung und und Sauberkeit"auf den Plätzen...,Jahr um19hundert80


zuletzt bearbeitet 18.07.2010 20:40 | nach oben springen

#33

RE: Der harten Strafe entkommen - "Schlamm" beim Militär

in Mein Grenzer Tagebuch 18.07.2010 20:56
von Greso | 2.377 Beiträge

Zitat von Boelleronkel
Hi greso,
ja richtig,es ging ausschliesslich um "Ordnung und und Sauberkeit"auf den Plätzen...,Jahr um19hundert80




Hallo Bölleronkel,bei mir war es 1965 und da gab es noch ein Räumkommando für den Schießplatz.
Alles klar und schönen Abend Gruß Greso


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#34

RE: Der harten Strafe entkommen - "Schlamm" beim Militär

in Mein Grenzer Tagebuch 18.07.2010 21:03
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Greso

Zitat von Boelleronkel
Hi greso,
ja richtig,es ging ausschliesslich um "Ordnung und und Sauberkeit"auf den Plätzen...,Jahr um19hundert80




Hallo Bölleronkel,bei mir war es 1965 und da gab es noch ein Räumkommando für den Schießplatz.
Alles klar und schönen Abend Gruß Greso





Ja Greso .verstanden...das Räumkommando kam später nur noch halbjährlich zur Grundreinigung.....den Rest musste die jeweilige trainierende Truppe selbst erledigen.
Dir ebenfalls einen guten Abend Gruss BO


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#35

RE: Der harten Strafe entkommen - "Schlamm" beim Militär

in Mein Grenzer Tagebuch 26.07.2010 17:15
von VNRut | 1.486 Beiträge

Meine Utensilien für den Grenzdienst waren:

- das kleine Cora-Radio http://www.latrecut.ro/wp-content/upload...ora_8977967.jpg,

- ein bis zwei Heizspiralen aus altem Bügeleisen, Kochplatten (je nach Jahreszeit zum heizen und kochen) http://www.carlo.at/itemacms/cms/site/bild1.asp,

- etwas zu lesen (meist die "Armeerundschau" wegen die nackten Frauen) http://home.arcor.de/madeingdr/gdrsite/zeitungen/index_(2).htm,

- mehrere Dosen Chesterkäse im Winter (zur Abdichtung der alten BT-Fenstern und der Einstiegsklappe),

- Schreibmaterial für Briefe in die Heimat,

- Rolle Klingeldraht (für Heizspiralen mit MPI-Reinigungsstäbe und Stromanschluss zu verbinden)

Diese Sachen musste man am Körper oder im Fahrzeug gut verstecken. Das Radio hing meist zwischen die Beine mit Klebestreifen fixiert in der Unterhose.
Riskant waren immer die Grenzposten-Kontrollen der diensthabenden OvD´s vor der Vergatterung bzw. Kontrollen im Grenzabschnitt. Eine Sicherstellung von bestimmte Sachen konnte schnell eine mehrwöchige Haftstrafe bedeuten. - Gefährdung der Grenzsicherheit

Im Winter war die Betätigung von zusätzlichen Heizmaterialien immer gefährlich, weil

- der BT "glühte" verdächtig und konnte von Gakl etc. entdeckt werden,

- unsere Lichttrasse und Turmscheinwerfer verabschiedeten sich, weil Sicherungen defekt und der KGS wurde informiert, dann hieß es alle Utensilien im Sand verstecken und hoffen das es nicht von einer anderen GK gefunden wurde. Meist war eine größere Tiefi (Tiefenkontrolle) in der Kaserne angesagt.

Gruß VN_Rut


GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
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#36

RE: Der harten Strafe entkommen - "Schlamm" beim Militär

in Mein Grenzer Tagebuch 26.07.2010 18:59
von Diskus303 (gelöscht)
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Zitat von Boelleronkel

Zitat von Diskus303
Hallo,

Zitat von Pitti53
warum wurde nach patronenhülse gesucht? macht doch keinen sinn?



Das hatte schlicht und ergreifend den Hintergrund, daß die fehlenden Patronen aus dem MP-Magazin mit den abgegeben Schüssen per vorhandenen leeren Patronenhülsen übereinstimmen mußte und so nachgewiesen werden mußte. So sollte (wohl?) auf diesem Wege der Diebstahl von Patronen/ Munition verhindert werden.

Das war bei uns auf den Schießplätzen während der Schießübungen absolute Pflicht: Ausgegebene Patronen mußten am Ende mit den übriggeblieben (nicht verschossenen Patronen) plus leere Patronenhülsen übereinstimmen - ohne wenn und aber!

Gruß Axel




at Diskus 303,

Wie war das mit der absoluten Pflicht auf den Schiessplätzen während der Schiessübungen?
Kannste mal bitte etwas "genauer berichten"? Welche Plätze waren das?
Schon mal Danke, für kommende Ausführungen.





Sorry, habe aber absolut keine Ahnung mehr, wie die hießen ...
Vielleicht kann ja mal einer aus meiner Zeit, der auch in Rudolstadt war, ein paar Namen nennen und die eigenen Erinnerungen "kochen" wieder hoch...
Also ich erinnere mich, mal in Dittrichshütte gewesen zu sein (während der Ausbildung) und das da reichlich solche Holzbaracken rumstanden. Ich meine mich auch, mich erinnern zu können, daß dies im Rahmen einer Objektsicherung war, weil die komplette "hauseigene Einheit weg war (Schießübung?)...- aber sicher bin ich mir nicht.

Naja vielleicht glimmt ja noch ein Fünkchen auf...

Gruß Axel


zuletzt bearbeitet 26.07.2010 19:02 | nach oben springen

#37

RE: Der harten Strafe entkommen - "Schlamm" beim Militär

in Mein Grenzer Tagebuch 26.07.2010 19:20
von Mike59 | 7.959 Beiträge

Das war bei uns auf den Schießplätzen während der Schießübungen absolute Pflicht: Ausgegebene Patronen mußten am Ende mit den übriggeblieben (nicht verschossenen Patronen) plus leere Patronenhülsen übereinstimmen - ohne wenn und aber!
-----------------
Alle Achtung, da hattet ihr ja nach dem Zuggefechtsschießen was zu schaffen, muss ja ewig gedauert haben bis ihr die ganzen Hülsen beisammen hattet. 12 Mann davon die 2 RPG abgezogen bleiben immer noch 10 MPi/LMG und dann jeder so 1 - 2 Magazine. Zug in der Verteidigung war da ja noch Ok, aber wie ist das denn nach Zug im Angriff gelaufen?

Mike59


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#38

RE: Der harten Strafe entkommen - "Schlamm" beim Militär

in Mein Grenzer Tagebuch 26.07.2010 19:30
von Pitti53 | 8.788 Beiträge

oder postengefechtschießen nachts?kann sich da noch jemand dran erinnern? hab ich 2 mal mitgemacht.da hätteste aber lange mit taschenlampe hülsen suchen können


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#39

RE: Der harten Strafe entkommen - "Schlamm" beim Militär

in Mein Grenzer Tagebuch 26.07.2010 19:33
von Theo85/2 | 1.198 Beiträge

Zitat von Diskus303

Zitat von Boelleronkel

Zitat von Diskus303
Hallo,

Zitat von Pitti53
warum wurde nach patronenhülse gesucht? macht doch keinen sinn?



Das hatte schlicht und ergreifend den Hintergrund, daß die fehlenden Patronen aus dem MP-Magazin mit den abgegeben Schüssen per vorhandenen leeren Patronenhülsen übereinstimmen mußte und so nachgewiesen werden mußte. So sollte (wohl?) auf diesem Wege der Diebstahl von Patronen/ Munition verhindert werden.

Das war bei uns auf den Schießplätzen während der Schießübungen absolute Pflicht: Ausgegebene Patronen mußten am Ende mit den übriggeblieben (nicht verschossenen Patronen) plus leere Patronenhülsen übereinstimmen - ohne wenn und aber!

Gruß Axel




at Diskus 303,

Wie war das mit der absoluten Pflicht auf den Schiessplätzen während der Schiessübungen?
Kannste mal bitte etwas "genauer berichten"? Welche Plätze waren das?
Schon mal Danke, für kommende Ausführungen.





Sorry, habe aber absolut keine Ahnung mehr, wie die hießen ...
Vielleicht kann ja mal einer aus meiner Zeit, der auch in Rudolstadt war, ein paar Namen nennen und die eigenen Erinnerungen "kochen" wieder hoch...
Also ich erinnere mich, mal in Dittrichshütte gewesen zu sein (während der Ausbildung) und das da reichlich solche Holzbaracken rumstanden. Ich meine mich auch, mich erinnern zu können, daß dies im Rahmen einer Objektsicherung war, weil die komplette "hauseigene Einheit weg war (Schießübung?)...- aber sicher bin ich mir nicht.

Naja vielleicht glimmt ja noch ein Fünkchen auf...

Gruß Axel




Hallo, ich antworte mal auf die Frage nach den Schießplätzen. Das GR 15 war in Hildburghausen und in Ruppersdorf zu meiner Zeit zum schießen. In Dittrichshütte, bzw. Burkersdorf war kein Schießplatz, sondern ein Übungsgelände, was nicht heißt, das nicht mit mehr als genug Übungsmunition Rumgeballert wurde!

Gruß
Theo 85/2


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#40

RE: Der harten Strafe entkommen - "Schlamm" beim Militär

in Mein Grenzer Tagebuch 26.07.2010 19:40
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Pitti53
oder postengefechtschießen nachts?kann sich da noch jemand dran erinnern? hab ich 2 mal mitgemacht.da hätteste aber lange mit taschenlampe hülsen suchen können



...................................................................................................................................................................................
at Pitti53

Postenschulübung....welch Zeit fand das statt?


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