#21

RE: Umfrage Ergebnisse im Jahre 20 der deutschen Einheit.

in Mythos DDR und Grenze 15.07.2010 19:14
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Gert, ich bekomme gleich einen Minderwertigkeitskomplex und du bist schuld daran...aber sächsicher Humor beiseite, du musst mir da nichts einreden, zumal ich nie den Westen als Maßstab genommen habe.
Nur ein Beispiel, von der menschlichen Seite her. Einer meiner Cousins aus dem Ruhrgebiet hatte dummerweise den selben Beruf wie meine Wenigkeit gewählt...erfuhr ich erst nach der Wende, ein Montageberuf, und so fragte ich ihn...wann er denn immer Montags auf der Baustelle Gewehr bei Fuß stehen muss und er meinte: Na früh pünktlich 6.00Uhr und ich fahre in die Nacht hinein und komme manchmal erst Sonnabend früh Zuhause an bei meiner Gattin?
Da dachte ich so bei mir: "Bist du ein armes Schwein, verdienst zwar ein Haufen Kohle aber siehst deine Familie kaum" und mal hin zur DDR-Baustelle.
Anreise Montags bis zehn Uhr und Abreise maximal Freitag früh neun Uhr und keine Bange, Gert, gearbeitet wurde auch in der DDR, sogar mit Zielprämien bei bestimmten Bauabschnitten und was die Kohle, das Geld betraf, was war ein Wartburg, der etwas mehr kostete, er war ein Klacks, er wurde einfach gebraucht gekauft von der Zielprämie, denn da war die DDR nicht kleinlich.
Und nein, ich mache den Westen nicht herunter aber ich schrieb schon mal: " Es wurde auch nur mit Wasser gekocht und man sollte die kleinen menschlichen Dinge...siehe mein Cousin und sein kleies Beispiel ...nicht vergessen.
Wie ruhig lebten wir, arbeiteten wir und hatten doch Zeit für die Familie, für den Nachwuchs und ja, die Zeiten vor 19990 waren auch im Westen nicht so hektisch wie heute, da geb ich dir Recht, aber eben das System war faul, ist faul und am besten kommt dies heute zum Vorschein.
Die kleinen schnuckeligen Landschaften seien dir gegönnt, denn Deutschland ist schön...schrieb ich schon öfters, wir leben in einem sehr schönen Land und deswegen braucht sich doch der Ossi nicht kleinmachen...da verkennst du den Rainer-Maria.
Die Jugend? Frag doch mal einen heutigen Jugendlichen, wie lange der Begriff "Zone, wir fahren in die Zone" im Sprachgebrauch des Westdeutschen Landsmannes verwendet wurde?" Ob der das weiß und warum das so gehandhabt wurde?

R-M-R


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#22

RE: Umfrage Ergebnisse im Jahre 20 der deutschen Einheit.

in Mythos DDR und Grenze 15.07.2010 19:41
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Gert, ich bekomme gleich einen Minderwertigkeitskomplex und du bist schuld daran...aber sächsicher Humor beiseite, du musst mir da nichts einreden, zumal ich nie den Westen als Maßstab genommen habe.
Nur ein Beispiel, von der menschlichen Seite her. Einer meiner Cousins aus dem Ruhrgebiet hatte dummerweise den selben Beruf wie meine Wenigkeit gewählt...erfuhr ich erst nach der Wende, ein Montageberuf, und so fragte ich ihn...wann er denn immer Montags auf der Baustelle Gewehr bei Fuß stehen muss und er meinte: Na früh pünktlich 6.00Uhr und ich fahre in die Nacht hinein und komme manchmal erst Sonnabend früh Zuhause an bei meiner Gattin?
Da dachte ich so bei mir: "Bist du ein armes Schwein, verdienst zwar ein Haufen Kohle aber siehst deine Familie kaum" und mal hin zur DDR-Baustelle.
Anreise Montags bis zehn Uhr und Abreise maximal Freitag früh neun Uhr und keine Bange, Gert, gearbeitet wurde auch in der DDR, sogar mit Zielprämien bei bestimmten Bauabschnitten und was die Kohle, das Geld betraf, was war ein Wartburg, der etwas mehr kostete, er war ein Klacks, er wurde einfach gebraucht gekauft von der Zielprämie, denn da war die DDR nicht kleinlich.
Und nein, ich mache den Westen nicht herunter aber ich schrieb schon mal: " Es wurde auch nur mit Wasser gekocht und man sollte die kleinen menschlichen Dinge...siehe mein Cousin und sein kleies Beispiel ...nicht vergessen.
Wie ruhig lebten wir, arbeiteten wir und hatten doch Zeit für die Familie, für den Nachwuchs und ja, die Zeiten vor 19990 waren auch im Westen nicht so hektisch wie heute, da geb ich dir Recht, aber eben das System war faul, ist faul und am besten kommt dies heute zum Vorschein.
Die kleinen schnuckeligen Landschaften seien dir gegönnt, denn Deutschland ist schön...schrieb ich schon öfters, wir leben in einem sehr schönen Land und deswegen braucht sich doch der Ossi nicht kleinmachen...da verkennst du den Rainer-Maria.
Die Jugend? Frag doch mal einen heutigen Jugendlichen, wie lange der Begriff "Zone, wir fahren in die Zone" im Sprachgebrauch des Westdeutschen Landsmannes verwendet wurde?" Ob der das weiß und warum das so gehandhabt wurde?

R-M-R



R-M-R wenn du es so siehst, dass unser System faul ist wie du sagst , oK dann will ich es mal in einer bildhaften Sprache formulieren oder zusammenfassen, extra für dich:

"Heute steht die Bundesrepublik kurz vor dem Abgrund ( Deine Worte )
Die DDR liegt schon 20 Jahre im Abgrund." ( Meine Worte )

Viele Grüße vom ( thermisch wieder erträglichen ) Rhein


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#23

RE: Umfrage Ergebnisse im Jahre 20 der deutschen Einheit.

in Mythos DDR und Grenze 15.07.2010 19:53
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Wenn mit den faulen System das im Westen gemeint ist,also bitteschön,das ist doch Unsinn.



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#24

RE: Umfrage Ergebnisse im Jahre 20 der deutschen Einheit.

in Mythos DDR und Grenze 15.07.2010 21:08
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Gert und Zermatt, wir müssen uns gegenseitig nichts beweisen und wenn ich meine, am System des Kapital war schon immer was faul, dann wird das auch seine Richtigkeit haben nur schade, ich bin kein Ökonom, um das richtig belegen zu können.
Nur einen entscheidenten Vorteil hatt es, hatte es zum Sozialismus und das schrieb ich auch schon mal und erkenne es sogar neidlos an: " Es ist enorm wandlungsfähig, es ist klug, es bekommt im entscheidenten Moment die Kurve und ich schrieb mal von dem dicken gemütlichen Mann des Kapital, der in seiner Villa sitzt...alles jetzt sinnbildlich und er fragt seinen Diener, den Sam, wer denn da draußen protestiere und der meint...das sind die Arbeiter von Opel und X anderen Autobuden und er, der Kapitalist erster Güte lacht ein herzhaftes Lachen, er schlägt sich auf die Schenkel...köstlich, sie protestieren und Sam, der steht hinter ihm und denkt so bei sich: "Ob du noch lachen würdest, wenn der erste Ziegelstein in Richtung deiner Villa geflogen kommt?"
Sinn verstanden, ihr Zwei, so trügerisch ist doch die Freiheit, diese Luftblase, das System des Kapital.
Deswegen kann ich ihm auch nicht besonderes abgewinnen, meine sogar, der Sozialismus wäre das überlegenere System...wenn, ja wenn es richtig praktiziert würde aber unbestritten, ich lebe hier und heute, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, denn das hatte ich schon im Sozialismus nicht.
Ach so, ich gab und ich nahm, das fand ich fair und der Sozialimus erkannte es an. Übrigens Gert, du hattest immer noch nicht offen gelegt, warum der Staat DDR nicht gut mit dir wollte, zumal, in so jungen Jahren?

R-M-R


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#25

RE: Umfrage Ergebnisse im Jahre 20 der deutschen Einheit.

in Mythos DDR und Grenze 15.07.2010 21:40
von icke46 | 2.593 Beiträge

@zermatt: Das in dem System der Bundesrepublik vieles faul ist, kann man meiner Meinung nach nicht bestreiten - wie es mit der Selbsterneuerungsfähigkeit des Systems heute klappt (denn in den zurückliegenden Jahrzehnten klappte es sehr gut) muss man abwarten. Ich habe zumindest so meine Zweifel.

Mir fällt da übrigens ein Zitat des kürzlich verstorbenen Fritz Teufel ein. Nun war der Mann, gelinde gesagt, ziemlich wirr, hatte aber, wie ich finde, auch seine Geistesblitze. Er ist seinerzeit mal vom Fernsehen mit dem beliebten Spiel des Satz-Zuendebringens traktiert worden - der Interviewer gibt einen Halbsatz vor, den der Interviewte zuende bringen muss. Der Halbsatz war:

Das Ende des real existierenden Sozialismus ist für mich:

Antwort:

Der Anfang vom Ende des real existierenden Kapitalismus.

Irgendwie ist meiner Meinung nach da was dran.

Gruss

icke



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#26

RE: Umfrage Ergebnisse im Jahre 20 der deutschen Einheit.

in Mythos DDR und Grenze 15.07.2010 21:58
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von icke46
@zermatt: Das in dem System der Bundesrepublik vieles faul ist, kann man meiner Meinung nach nicht bestreiten - wie es mit der Selbsterneuerungsfähigkeit des Systems heute klappt (denn in den zurückliegenden Jahrzehnten klappte es sehr gut) muss man abwarten. Ich habe zumindest so meine Zweifel.

Mir fällt da übrigens ein Zitat des kürzlich verstorbenen Fritz Teufel ein. Nun war der Mann, gelinde gesagt, ziemlich wirr, hatte aber, wie ich finde, auch seine Geistesblitze. Er ist seinerzeit mal vom Fernsehen mit dem beliebten Spiel des Satz-Zuendebringens traktiert worden - der Interviewer gibt einen Halbsatz vor, den der Interviewte zuende bringen muss. Der Halbsatz war:

Das Ende des real existierenden Sozialismus ist für mich:

Antwort:

Der Anfang vom Ende des real existierenden Kapitalismus.

Irgendwie ist meiner Meinung nach da was dran.

Gruss

icke





und danach kommt dann der Islamismus. In Berlin und Köln sind sie ja schon ganz gut vertreten. Kauft für eure Frauen dann schon mal den " Ganzkörperkondom " , die Burka. Das wird dann das Standardkleidungsstück für die Mädels. Und die Jungs machen dann mal einen Lehrgang : wie komme ich kurzfristig an 72 Jungfrauen ?

Viele Grüße vom Rheim


.
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#27

RE: Umfrage Ergebnisse im Jahre 20 der deutschen Einheit.

in Mythos DDR und Grenze 15.07.2010 22:01
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Gert und Zermatt, wir müssen uns gegenseitig nichts beweisen und wenn ich meine, am System des Kapital war schon immer was faul, dann wird das auch seine Richtigkeit haben nur schade, ich bin kein Ökonom, um das richtig belegen zu können.
Nur einen entscheidenten Vorteil hatt es, hatte es zum Sozialismus und das schrieb ich auch schon mal und erkenne es sogar neidlos an: " Es ist enorm wandlungsfähig, es ist klug, es bekommt im entscheidenten Moment die Kurve und ich schrieb mal von dem dicken gemütlichen Mann des Kapital, der in seiner Villa sitzt...alles jetzt sinnbildlich und er fragt seinen Diener, den Sam, wer denn da draußen protestiere und der meint...das sind die Arbeiter von Opel und X anderen Autobuden und er, der Kapitalist erster Güte lacht ein herzhaftes Lachen, er schlägt sich auf die Schenkel...köstlich, sie protestieren und Sam, der steht hinter ihm und denkt so bei sich: "Ob du noch lachen würdest, wenn der erste Ziegelstein in Richtung deiner Villa geflogen kommt?"
Sinn verstanden, ihr Zwei, so trügerisch ist doch die Freiheit, diese Luftblase, das System des Kapital.
Deswegen kann ich ihm auch nicht besonderes abgewinnen, meine sogar, der Sozialismus wäre das überlegenere System...wenn, ja wenn es richtig praktiziert würde aber unbestritten, ich lebe hier und heute, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, denn das hatte ich schon im Sozialismus nicht.
Ach so, ich gab und ich nahm, das fand ich fair und der Sozialimus erkannte es an. Übrigens Gert, du hattest immer noch nicht offen gelegt, warum der Staat DDR nicht gut mit dir wollte, zumal, in so jungen Jahren?

R-M-R


Doch habe ich, vor ein paar Tagen in dem Beitrag, "warum bin ich geflüchtet oder so ähnlich. Ich finde den nicht, ich bin noch nicht perfekt im navigieren in diesem Forum.


.
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#28

RE: Umfrage Ergebnisse im Jahre 20 der deutschen Einheit.

in Mythos DDR und Grenze 15.07.2010 22:17
von moreau | 384 Beiträge

@zermat@RMR@Gert
Hallo ihr Drei! Ich muß jetzt mal unbedingt meine Sicht der Dinge kundtun. Also ich bin der Meinung das im Vergleich zwischen DDR und BRD die Quantität der Probleme gleich geblieben ist und sich nur die Qualität der Probleme geändert hat.
Als Erläuterung zwei spontane Beispiele.
Reisemöglichkeit: Früher ging es nicht bzw. nur ins soz. Ausland der Rest war Tabu, weil niemand (Wenige) gelassen wurde.
Heute gehts auch nicht, weil vielen das nötige Kleingeld fehlt.
Wohnungen(Zustand): Bei mir in der Nähe gibt es Häuser deren Zustand steht den Altbauwohnungen in der DDR in nichts nach. Dort könnte ohne eine Requisite sofort ein historischer Film gedreht werden. Und diese Buden sind bis unters Dach vermietet. Grund ist wieder das fehlende Geld um sich eine neue tolle Wohnung zuleisten.
Also haben wir hier immer das gleiche Endergebnis, nur aus anderen Gründen heraus(Gut ,zweimal das Geld ,aber mir fiel nichts Besseres ein)
Aus diesen Grunde finde ich so eine Umfrage und Diskussion belanglos und überflüssig. Weil hier nur die ureigenste eigene Sichtweise auf die Dinge zum Tragen kommt. Die ein Anderer nicht versteht, weil er ganz andere Erfahrungen gemacht hat.

Und im Übrigen! DIE VERGANGENHEIT IST VORBEI UND KANN NICHT MEHR GEÄNDERT WERDEN! DIE ZUKUNFT SCHON!


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#29

RE: Umfrage Ergebnisse im Jahre 20 der deutschen Einheit.

in Mythos DDR und Grenze 15.07.2010 23:52
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Gert

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Übrigens Gert, du hattest immer noch nicht offen gelegt, warum der Staat DDR nicht gut mit dir wollte, zumal, in so jungen Jahren?

R-M-R


Doch habe ich, vor ein paar Tagen in dem Beitrag, "warum bin ich geflüchtet oder so ähnlich. Ich finde den nicht, ich bin noch nicht perfekt im navigieren in diesem Forum.




Hier bitte:


Zitat von Gert
warum habe ich meine Heimat verlassen, trotz der lebensbedrohenden Gefahren, eines aus DDR Obrigkeit illegalen Grenzübertritts, der ich mir bewußt war?
Ich ging in den 50er Jahren in die Grundschule in einer thüringischen Großstadt. Meine Eltern waren anständige Leute, Mutter Hausfrau, Vater Goldschmiedemeister. Vater wurde schon Anfang 50er Jahre schikaniert, Lebensmittelmarkenentzug und hämischer Hinweis, als Selbständiger Handwerker sei er wohlhabend und könne in der neugegründeten HO einkaufen. Faktor der erhöhten Preis dort: 4 fach. Ich hatte das "Pech", dass mein Tante einen amerikanischen Offizier heiratete und in die USA ging. Sie sendete stets Pakete, ich hatte Jeans , ich hatte Kaugummi, ich hatte feinste Schokolade, einfach viel amerikanisches Zeug. Das ärgerte meine Lehrer schon gewaltig . Zu der Zeit hatten die Kommunisten schon Schaum vorm Mund , wenn man irgendetwas positives über die USA sagte ,noch schlimmer wenn man so gekleidet in die Schule kam. Mir gefiel das, dass die sich ärgerten wie das so 12 , 13 jährige, die in der Pubertät sind, an sich haben. 1958 beendete ich die Grundschule nach 8 Jahren mit einer Durschnittsnote von 2. Gymnasium wurde ohne Angabe von Gründen verweigert, Realschule oder mittlere Reife, wie das damals hieß, erstmal in Erwägung gezogen, kurz vor Schulende auch verweigert. Die Lehrer hatten Rache verübt, an einem 14-jährigen.So, mit diesen Voraussetzungen eine Lehre finden? Ich fand nur noch einen Bauberuf. Es war eine körperlich schwere Arbeit über 3 Jahre(die Mechanisierung der DDR Baubetrieb war noch in der Steinzeit). Während der Lehre jeden Abend in die Volkshochschule und 10 Klasse Abschluss gemacht. So hatte ich mit 17 Gesellenbrief und Mittlere Reife. Damit konnte man Fachschulingenieur werde. 1. Bewerbung abgelehnt, Hinweis: gehen sie erst mal zur Armee. OK, die DDR hatte, nachdem die Falle 1962 zugeschnappt war, direkt die Wehrpflicht eingeführt. Ich wurde 18 und gemustert. Habe gesagt bitte sofort Armeedienst,danach Studium. Wurde 2.Mai 1963 eingezogen bis 31.10.64 gedient. In der Armee kritische Äußerungen, z.B. im Politunterricht spielte man Radio Luxemburg vor als Demo für " feindliche Wühlarbeit ( was fürn Schwachsinn) und ich sagte offen, das sehe ich nicht so, das ist doch schicke Musik. Sowas ist sicher in der berüchtigten Kaderakte gelandet. Nach Entlassung aus dem Wehrdienst November 1964 erneute Bewerbung zum Studium, leider wieder ohne Angabe von Gründen abgelehnt. In mir war große Leere , hatte mittlerweile massive Hassgefühle gegen diesen Staat und seine Helfer. Meine Zukunft erschien mir im Alter von 20 grauenvoll, dieser Staat hatte mich dazu verdonnert auf dem Bau zu arbeiten und sonst nichts.( Nichts gegen Bauhandwerker, ich hatte aber mehr Grütze im Kopf und wollte auch mehr erreichen) Ausreiseanträge konnte man damals nicht stellen, so blieb nur die Flucht und die ist mir Gottseidank geglückt, vielleicht auch weil ich sie mit meinen Fluchtkameraden gut vorbereitet hatte und weil ich durch meinen Wehrdienst bei der Grenzbrigade Küste Insiderwissen hatte, wie es an der Grenze zugeht.
Ironie des Schicksals : Im Westen hätte ich sofort an der Bauingenieurschule Wuppertal studieren können , Zeugnisse wurden voll anerkannt, aber ich konnte trotzdem nicht, weil ich kein Einkommen hatte, wovon sollte ich leben ? Zu dieser Zeit 1966, gab es noch keine Bafög. Ich löste das Problem, in dem ich eine Kaufmannslehre machte, mit Unterstützung des Arbeitsamtes. In diesem Beruf habe ich dann mein ganzes Leben mit Freude und guten Erfolgen gearbeitet.

Heute sehe ich das Problem DDR rückschauend mit der Altersmilde. Allerdings sage ich: Der Schreiner Ulbricht wäre besser Schreiner geblieben, und der Dachdecker Honecker besser Dachdecker. Sind 2 ehrenwerte Handwerksberufe und in diesen Berufen hätten die beiden Figuren weniger Schaden angerichtet.

Viele Grüße vom Rhein


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 15.07.2010 23:54 | nach oben springen

#30

RE: Umfrage Ergebnisse im Jahre 20 der deutschen Einheit.

in Mythos DDR und Grenze 16.07.2010 07:46
von Gert | 12.356 Beiträge

@Feliks, danke für die Assistenz. Gruß Gert


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
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#31

RE: Umfrage Ergebnisse im Jahre 20 der deutschen Einheit.

in Mythos DDR und Grenze 16.07.2010 11:53
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat


Mein lieber Rainer, dass das mit den Wohnungen kommt habe ich gewusst. Wenn ich recht informiert bin dann wohnst du in oder im Raum Leipzig. Ich weiss nicht wie es heute dort aussieht. Aber ich habe Leipzig 1992 gesehen. Entschuldige bitte, viele Strassenzüge alter Häuser aus der Gründerzeit waren so was von abgefuckt, in solchen Löchern hätte ich keine Tag wohnen mögen, auch nicht für 90 Mark Miete oder was auch immer. Das war Ruinen schaffen ohne Waffen.
Auch war es ein Zeichen für den wirtschaftliche Bankrott der DDR, denn nichts anderes war die Wende 1989. Und komm mir nicht mit der wieder und wieder abgeleierten Formel: wir im Westen würden immer sagen, im Osten war alles schlecht. Ich jedenfalls sage das nicht und es war auch nicht alles schlecht, aber zum Zustand der Wohnungen sage ich :
sie waren grottenschlecht.




Guten Morgen Gert,

ich bin aufgewachsen im Brandenburgischen, im Mietshaus, um 1960 gebaut: Zentralheizung, zentrale Warmwasserversorung, für 64m² haben meine Eltern etwa 70 Mark warm bezahlt, heute wohne ich im Bergischen in einer Wohnung, gleiches Baujahrzehnt, die Mitte der 70er(!) die Umstellung von Ofen- auf Zentralheizung erleben durfte, das warme Wasser kommt nach wie vor aus einem Durchlauferhitzer, üblich ist hier der 5Liter Boiler in der Küche und der Durchlauferhitzer im Bad, das alles für 470€ kalt! Soviel zum Thema Wohnstandard.

Dass die Preisbildung in der DDR nicht auf der Basis einer Kostenrechnung erfolgte ist bekannt. Mit den von Dir dargestellten, überzogenen Preisen für Autos, Fernseher, Radio, Kaffee, etc wurden die Grundbedürfnisse, Bildung, Gesundheit etc. querfinanziert. Völlig richtig von Dir gesagt, politische Preise.
Keiner musste auf der Straße leben, hungern, musste nicht aus wirtschaftlichen Erwägungen auf Bildung verzichten. Das ist, was die Menschen heute sehen, das hat nichts mit Verklärung zu tun. Das sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, aber:

Eigene wirtschaftliche Situation und persönliche Freiheiten müssen zusammengehören, das war in der DDR offenbar für sehr viele nicht so, und heute ist das auch wieder nicht der Fall. Und scheinbar sind, zumindest für die Befragten 1300 Nasen die individuellen wirtschaftlichen Verhältnisse heute nicht so entspannt, dass das durch die persönliche Freiheit aufgewogen wird. Das ist, was die Umfrage nach meiner Meinung sagt.

Zwar ist das mit dem von Dir angesprochenen wirtschaftlichen Bankrott der DDR nicht direkt im Thema, aber dazu gibt es im web Zahlen, die Du ja auch so gerne ziehst: Pro Kopf Verschuldung DDR 1989 ca. 5.600DM, BRD ca. 16.000DM.
Unser Ex- Bundespräsident hat sich zum Thema Wohlstand DDR -BRD auch mal geäußert: „Ostdeutschland verlor immer mehr Lebenskraft und Kreativität an die Bundesrepublik, und das trug zu deren Blüte erheblich bei . . . Westdeutschland hatte es viel
leichter – auch, weil es vergleichsweise weniger Reparationen leisten musste und mehr Aufbauhilfe bekam." (Rede am 08.05.2005 im Bundestag). Die BRD hat von der fallenden Lebenskraft der DDR also ganz ordentlich profitiert. Solche Erkenntnisse aus dem Mund eines Bundespräsidenten lassen schon tief blicken . . .

Viele Grüße aus dem -noch- kühlen Bergischen!

Hatte ich schon mal gebracht, passt aber immer noch:

Die Weltwunder der DDR:
Obwohl alle Arbeit hatten, hatten viele nichts zu tun,
obwohl viele nichts zu tun hatten, wurde der Plan ständig übererfüllt,
obwohl der Plan ständig übererfüllt wurde, gab es nichts zu kaufen,
obwohl es nichts zu kaufen gab, hatten alle alles
obwohl alle alles hatten waren sie unzufrieden
Obwohl sie unzufrieden waren wählten sie die Kandidaten der Nationalen Front


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#32

RE: Umfrage Ergebnisse im Jahre 20 der deutschen Einheit.

in Mythos DDR und Grenze 16.07.2010 12:46
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von werner

Zitat


Mein lieber Rainer, dass das mit den Wohnungen kommt habe ich gewusst. Wenn ich recht informiert bin dann wohnst du in oder im Raum Leipzig. Ich weiss nicht wie es heute dort aussieht. Aber ich habe Leipzig 1992 gesehen. Entschuldige bitte, viele Strassenzüge alter Häuser aus der Gründerzeit waren so was von abgefuckt, in solchen Löchern hätte ich keine Tag wohnen mögen, auch nicht für 90 Mark Miete oder was auch immer. Das war Ruinen schaffen ohne Waffen.
Auch war es ein Zeichen für den wirtschaftliche Bankrott der DDR, denn nichts anderes war die Wende 1989. Und komm mir nicht mit der wieder und wieder abgeleierten Formel: wir im Westen würden immer sagen, im Osten war alles schlecht. Ich jedenfalls sage das nicht und es war auch nicht alles schlecht, aber zum Zustand der Wohnungen sage ich :
sie waren grottenschlecht.




Guten Morgen Gert,

ich bin aufgewachsen im Brandenburgischen, im Mietshaus, um 1960 gebaut: Zentralheizung, zentrale Warmwasserversorung, für 64m² haben meine Eltern etwa 70 Mark warm bezahlt, heute wohne ich im Bergischen in einer Wohnung, gleiches Baujahrzehnt, die Mitte der 70er(!) die Umstellung von Ofen- auf Zentralheizung erleben durfte, das warme Wasser kommt nach wie vor aus einem Durchlauferhitzer, üblich ist hier der 5Liter Boiler in der Küche und der Durchlauferhitzer im Bad, das alles für 470€ kalt! Soviel zum Thema Wohnstandard.

Dass die Preisbildung in der DDR nicht auf der Basis einer Kostenrechnung erfolgte ist bekannt. Mit den von Dir dargestellten, überzogenen Preisen für Autos, Fernseher, Radio, Kaffee, etc wurden die Grundbedürfnisse, Bildung, Gesundheit etc. querfinanziert. Völlig richtig von Dir gesagt, politische Preise.
Keiner musste auf der Straße leben, hungern, musste nicht aus wirtschaftlichen Erwägungen auf Bildung verzichten. Das ist, was die Menschen heute sehen, das hat nichts mit Verklärung zu tun. Das sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, aber:

Eigene wirtschaftliche Situation und persönliche Freiheiten müssen zusammengehören, das war in der DDR offenbar für sehr viele nicht so, und heute ist das auch wieder nicht der Fall. Und scheinbar sind, zumindest für die Befragten 1300 Nasen die individuellen wirtschaftlichen Verhältnisse heute nicht so entspannt, dass das durch die persönliche Freiheit aufgewogen wird. Das ist, was die Umfrage nach meiner Meinung sagt.

Zwar ist das mit dem von Dir angesprochenen wirtschaftlichen Bankrott der DDR nicht direkt im Thema, aber dazu gibt es im web Zahlen, die Du ja auch so gerne ziehst: Pro Kopf Verschuldung DDR 1989 ca. 5.600DM, BRD ca. 16.000DM.
Unser Ex- Bundespräsident hat sich zum Thema Wohlstand DDR -BRD auch mal geäußert: „Ostdeutschland verlor immer mehr Lebenskraft und Kreativität an die Bundesrepublik, und das trug zu deren Blüte erheblich bei . . . Westdeutschland hatte es viel
leichter – auch, weil es vergleichsweise weniger Reparationen leisten musste und mehr Aufbauhilfe bekam." (Rede am 08.05.2005 im Bundestag). Die BRD hat von der fallenden Lebenskraft der DDR also ganz ordentlich profitiert. Solche Erkenntnisse aus dem Mund eines Bundespräsidenten lassen schon tief blicken . . .

Viele Grüße aus dem -noch- kühlen Bergischen!

Hatte ich schon mal gebracht, passt aber immer noch:

Die Weltwunder der DDR:
Obwohl alle Arbeit hatten, hatten viele nichts zu tun,
obwohl viele nichts zu tun hatten, wurde der Plan ständig übererfüllt,
obwohl der Plan ständig übererfüllt wurde, gab es nichts zu kaufen,
obwohl es nichts zu kaufen gab, hatten alle alles
obwohl alle alles hatten waren sie unzufrieden
Obwohl sie unzufrieden waren wählten sie die Kandidaten der Nationalen Front




Also werner, das gedichtchen ist sehr nett und kommt der realität sehr nahe. auch deine übrige beschreibung findet zum großen teil meine zustimmung. wo ich etwas ergänzen möchte sind die kriegslasten. ihr habt kräftig an die russen bezahlt und wir( vermutlich ) noch mehr an die juden. ich denke, die zahlungen an die juden sind noch nicht zu ende, der jüdische weltkongress in new york wird sich in der zukunft noch einige gründe ausdenken, wo wir erneut zur kasse gebeten werden.
Viele Grüße vom Rhein


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#33

RE: Umfrage Ergebnisse im Jahre 20 der deutschen Einheit.

in Mythos DDR und Grenze 16.07.2010 13:05
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von Gert
wo ich etwas ergänzen möchte sind die kriegslasten. ihr habt kräftig an die russen bezahlt und wir( vermutlich ) noch mehr an die juden. ich denke, die zahlungen an die juden sind noch nicht zu ende, der jüdische weltkongress in new york wird sich in der zukunft noch einige gründe ausdenken, wo wir erneut zur kasse gebeten werden.


@gert, auch wenn das thema "kriegs- reparationen" ein extra thema wert wäre, hier eine kurze antwort: wenn man die pro kopf reparationen der bürger in der sbz und die der bürger in den anderen besatzungszonen gegenüberstellt, wird einem ziemlich schnell schlecht. gerade zur währungsunion waren diese pro kopf reparationen immer wieder ein thema... bewusst wird das thema reparationen in der öffentlichen meinungsbildung immer ausgeklammert...


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#34

RE: Umfrage Ergebnisse im Jahre 20 der deutschen Einheit.

in Mythos DDR und Grenze 16.07.2010 22:46
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow

Zitat von Gert
wo ich etwas ergänzen möchte sind die kriegslasten. ihr habt kräftig an die russen bezahlt und wir( vermutlich ) noch mehr an die juden. ich denke, die zahlungen an die juden sind noch nicht zu ende, der jüdische weltkongress in new york wird sich in der zukunft noch einige gründe ausdenken, wo wir erneut zur kasse gebeten werden.


@gert, auch wenn das thema "kriegs- reparationen" ein extra thema wert wäre, hier eine kurze antwort: wenn man die pro kopf reparationen der bürger in der sbz und die der bürger in den anderen besatzungszonen gegenüberstellt, wird einem ziemlich schnell schlecht. gerade zur währungsunion waren diese pro kopf reparationen immer wieder ein thema... bewusst wird das thema reparationen in der öffentlichen meinungsbildung immer ausgeklammert...




Gilbert, ich bin entsetzt. Dass du das Wort sbz ( übelster Bildzeitungsjargon) in den Mund nimmst? Tsss, wie sich die Zeiten ändern können. Ansonsten vom Inhalt her stimme ich deinem Beitrag zu, es ist nicht förderlich als Deutscher das Wort Reparationen in den Mund zu nehmen. Da bekommen andere Nationen die $=Zeichen in die Augen.

Viele Grüße vom Rhein


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#35

RE: Umfrage Ergebnisse im Jahre 20 der deutschen Einheit.

in Mythos DDR und Grenze 17.07.2010 22:21
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Gert, guter erklärender Text, dein Text über deinen Werdegang damals in den fünfziger Jahren(dank an Feliks hiermit). Ich schrieb schon mal so sinngemäß an wosch...die fünfziger Jahre, auch Anfang der sechsziger müssen eine besondere Zeit in der DDR gewesen sein und ich habe sie nur als Kind erlebt, bin aber in einer sehr unterschiedlichen "Klassenfamilie" aufgewachsen...schrieb ich schon öfters, wo aber auch Alles " Beschissene" von mir ferngehalten wurde.
So seh ich es heute und mein weiterer Werdegang war unbelastet und schrammte öfters haarscharf am Gesetz vorbei aber ich hatte immer Glück. Das war mir wichtig und jeder hatte seinen Werdegang. ihr drüben, wir in der DDR und so sollten wir es belassen, ohne aufzuzählen, wer denn das bessere Leben hatte.
Heute sieht wieder alles ganz anders aus, Dank dem Teufel seinem schönen Satz, den icke eingestellt hatte und der "Langzottlige Revolutionär", für den hatte sich damals keiner aus der DDR interessiert, zumindest ich nicht, obwohl mir der Name nicht fremd war aber ab und an hatten eben auch die Brüder und Schwestern aus der Westkomune ihre Geistesblitze.
Dazu eine schöne Geschichte...aber nein, morgen, heut ist genug geschrieben.

R-M-R


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#36

RE: Umfrage Ergebnisse im Jahre 20 der deutschen Einheit.

in Mythos DDR und Grenze 31.07.2010 09:39
von SCORN (gelöscht)
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Der Bielefelder Wissenschaftler Wilhelm Heitmeyer studiert in der Langzeitstudie "Deutsche Zustände" die Befindlichkeiten in Ost und West. In der aktuellen Ausgabe dieser Studie sagen 64 Prozent der Ostdeutschen, sie fühlten sich als Bürger zweiter Klasse, 77 Prozent haben den Eindruck ,dass sie im Vergleich zu den Westdeutschen "weniger als ihren gerechten Anteil" bekommen und ganze 75 Prozent fühlen sich gegenüber Westdeutschen benachteiligt.

Um jenen Usern gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen die anderen schnell mal einen Umzug ins Ausland empfehlen, vorzugsweise nach Nordkorea, sei angemerkt dass ich diese Zahlen nicht kommentiere sonder nur von Herrn Heitmeyer aus Bielefeld übernommen habe! Auch kann ich mich diesen Aussagen aus meiner persönlichen Situation heraus nicht anschliessen.

trotzdem drängen sich einem zwangsläufig Fragen auf: Woher kommt diese Befindlichkeit? Ist es die subjektive Wahrnehmung "Typischer jammer Ossis" oder hat das ganze objektive Hintergründe.

Um ehrlich zu sein bin auch ich über diese Zahlen etwas verwundert, allerdings steht es mir nicht zu sie anzuzweifeln, decken sie sich doch im wesentlichen mit den Ergebnissen anderer Institute.
Was ist also los im Jahre 20 der deutschen Einheit und wie sind die Befindlichkeiten im Westen diesen Landes?

schönen Samstag allerseits
SCORN


zuletzt bearbeitet 31.07.2010 09:46 | nach oben springen



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