#1

Ein Volk unter Verdacht-Ein MfS Lehrfilm für Schüler !

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.07.2010 01:23
von kinski112 (gelöscht)
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Habe mir diese DVD bestellt und auch am Samstag bekommen !

http://www.bstu.bund.de/cln_012/nn_71244....html__nnn=true

Ist ein Lehrfilm für Schüler, sind halt viele Ausschnitte schon in diesem Lehrfilm die in anderen Dokus schon gezeigt worden.
Soll ja nicht die ältere Generation ansprechen, sondern besonders Schüler/in ab.der 9.Klasse !


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#2

RE: Ein Volk unter Verdacht-Ein MfS Lehrfilm für Schüler !

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.07.2010 10:26
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

der film ist extra für jugendliche gedacht. wie sagt in dem film bernd stracke: weil sie "nie ein historisch korektes bild" bekamen.

p.s. da ich den film bisher nicht gesehen habe kann ich mir dazu z.zt. keine wertung erlauben.

mal ein auszug von elf99 aus dem jahr 1990


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
zuletzt bearbeitet 12.07.2010 10:27 | nach oben springen

#3

RE: Ein Volk unter Verdacht-Ein MfS Lehrfilm für Schüler !

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.07.2010 10:58
von Alfred | 6.848 Beiträge

Ja Gilbert,

so war dies.

Ein Hauptmann stand Wache.

Ich hatte auch einige Begegnungen mit den Damen und Herren Bürgerrechtlern. Man , die haben sich aufgeführt .......


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#4

RE: Ein Volk unter Verdacht-Ein MfS Lehrfilm für Schüler !

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.07.2010 11:22
von SFGA | 1.519 Beiträge

Kennen Sie bzw. was ist MFS öhm Versicherung etc.. Hätte mal fragen sollen kennen Sie die Stasi ? Das würden die kennen unter Menschenverachtend, war überall etc..

Als das Wort fiel Menschenverachtend schloss ich das Video. Jeder vernünftige weis doch das es viele Geheimdienste gibt die Menschenverachtend sind.
Aber darüber wird nicht gesprochen. Wir haben den "Krieg" wie mein Opa so schön sagt verloren und die Sieger bestimmen.
Ich finde es nur traurig das das Geschichtsbild DDR und MFS verhunzt aufgearbeitet wird.

Es sollte auch sein das man in Verträgen schreibt Geburtsland: Deutschland wurde ich schon ein paar mal daraufhin gewiesen.
Ich schreibe immer DDR weil ich da ja herkomme. Da habe ich immer schiefe schmunzelde Gesichter vor mir.

Aber wie gesagt ich finde es traurig wie es verhunzt wird.

Der Hauptmann vor der Tür fetzt den seine aussagen :-)

GLG
Sören


JgRgt 1 Schwarzenborn / HFlgUstgStff 1 Holzdorf

Wenn einer von uns müde wird,der andere für ihn wacht.Wenn einer von uns zweifeln will,der andere gläubig lacht.Wenn einer von uns fallen sollt',der andere steht für zwei,denn jedem Kämpfer gibt ein Gott den Kameraden bei.
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#5

RE: Ein Volk unter Verdacht-Ein MfS Lehrfilm für Schüler !

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.07.2010 12:53
von wosch (gelöscht)
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[quote="SFGA"]
Ich finde es nur traurig das das Geschichtsbild DDR und MFS verhunzt aufgearbeitet wird.


Na Sören, dann lege doch mal los und erkläre mir mal wie es wirklich war in der DDR, wenn es geht aus eigener Erfahrung. Nachpabbeln ist nicht angesagt!!
Schönen Gruß aus Kassel.


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#6

RE: Ein Volk unter Verdacht-Ein MfS Lehrfilm für Schüler !

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.07.2010 13:10
von SFGA | 1.519 Beiträge

Nachbabbeln tue ich nicht zum einen und zum anderen ich merke es ja an der Jugend und in meiner Generation das z.B. Stasi überall, hatten kaum was essen und und und so wird das vermittelt.
Aus eigener Erfahrung mit 23 hmm wird schwer werden :-)
Wenn ich nicht meine Familie und Bekannte sowie die Kameraden hätte also drüber sprechen würde, würd ich ja och den ganzen Mist glauben aus der Schule und Medien. Was ja vermittelt wird.

GLG
Sören


JgRgt 1 Schwarzenborn / HFlgUstgStff 1 Holzdorf

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#7

RE: Ein Volk unter Verdacht-Ein MfS Lehrfilm für Schüler !

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.07.2010 13:10
von ABV | 4.202 Beiträge

Meiner Meinung nach haben wir in Deutschland, ein eben typisch deutsches Problem, bei der Geschichtsaufarbeitung. Wir sind ein Volk von selbst ernannten "Historikern" und "Politwissenschaftlern". Die Meinung bestimmen meist Leute, die schlichtweg wenig, oder gar keine Ahnung haben. Dazu kommt ein Gemisch von Vermutungen und Halbwahrheiten, was dann leider Gottes immer als Wahrheit verkauft wird. Die absolute Wahrheit gibt es nicht, weder für die eine noch die andere Seite. Eine absolute Verteufelung von allem was mit der DDR im Zusammenhang steht ist genauso unsinnig, wie eine kritiklose Glorifizierung. So etwas polarisiert unnötig, es bilden sich zwei Fronten, wobei jede Seite aufeinander einprügelt. Das bringt im Endeffekt überhaupt keinen etwas. Um die DDR wirklich gerecht aufzuarbeiten, muss jede Seite Abstriche an ihrem DDR-Bild machen. Auch wenn es manchmal schwer fällt, sich von lieb gewonnenen Klischees, ganz gleich ob positiv oder negativ, zu trennen. Absolut schade finde ich es, wenn die öffentliche Meinungsbildung nicht von Tatsachen, sondern von "Märchenfilmen", wie bei einem unlängst gesendeten Tatortkrimi, beeinflusst wird. Dort wurde gezeigt, wie fiese ehemalige MfS-Mitarbeiter, in gewalttätiger Art und Weise, noch heute im Untergrund agieren. Nur, es gibt kein einziges Beispiel aus der realen Welt, dass diesen Unsinn belegen könnte. Trotzdem sagen sich viele Bundesbürger, "jawoll, so waren sie und sind es noch heute!"
Tragisch ist, dass man sehr vielen Leuten ihren inneren Wandel und die neue distanzierte Sicht auf viele Dinge in der DDR, einfach nicht abnehmen will.Einmal SED oder Stasi, immer SED oder Stasi. Das führt dazu, dass aussagefähige Zeitzeugen einfach den Mund halten. Mehr Fairness täte unserer Gesellschaft in dieser Hinsicht ganz gut.

Gruß an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#8

RE: Ein Volk unter Verdacht-Ein MfS Lehrfilm für Schüler !

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.07.2010 13:14
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von wosch

Na Sören, dann lege doch mal los und erkläre mir mal wie es wirklich war in der DDR, wenn es geht aus eigener Erfahrung. Nachpabbeln ist nicht angesagt!!


stimmt @sfga, halte es einfach so wie der @wosch, der seit anfang der 60´er jahre einfach alles über die ddr von ein paar besuchsreisen kennt. das hat ihm zum ddr- experten mutieren lassen. nehm dir deshalb ein ordentliches beispiel an ihm...


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#9

RE: Ein Volk unter Verdacht-Ein MfS Lehrfilm für Schüler !

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.07.2010 13:24
von Alfred | 6.848 Beiträge

Zitat von ABV
Die Meinung bestimmen meist Leute, die schlichtweg wenig, oder gar keine Ahnung haben. Dazu kommt ein Gemisch von Vermutungen und Halbwahrheiten, was dann leider Gottes immer als Wahrheit verkauft wird.
Gruß an alle
Uwe



JA ABV,

DA HAST DU WIRKILICH RECHT !!!!


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#10

RE: Ein Volk unter Verdacht-Ein MfS Lehrfilm für Schüler !

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.07.2010 13:35
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von Alfred

Zitat von ABV
Die Meinung bestimmen meist Leute, die schlichtweg wenig, oder gar keine Ahnung haben. Dazu kommt ein Gemisch von Vermutungen und Halbwahrheiten, was dann leider Gottes immer als Wahrheit verkauft wird.
Gruß an alle
Uwe



JA ABV,

DA HAST DU WIRKILICH RECHT !!!!




Na Alfred, zu dieser Personengruppe zählst du mich bestimmt auch?
Nur weil man anderer Meinung ist, muss man ja nicht zwangsläufig keine Ahnung haben.
So und jetzt sammele ich den Fehdehandschuh mal wieder ein
Das Leben ist zu kurz um sich zu streiten und außerdem ist es viel zu heiß dafür.

Gruß Uwe


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#11

RE: Ein Volk unter Verdacht-Ein MfS Lehrfilm für Schüler !

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.07.2010 14:33
von wosch (gelöscht)
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[quote="GilbertWolzow]
stimmt @sfga, halte es einfach so wie der @wosch, der seit anfang der 60´er jahre einfach alles über die ddr von ein paar besuchsreisen kennt. das hat ihm zum ddr- experten mutieren lassen. nehm dir deshalb ein ordentliches beispiel an ihm...[/quote]

Hallo Gilbert, Mit dem von Dir hier eingestellten Beitrag begibst Du dich auf eine Schiene, die von der Wahrheit meilenweit weg ist und solltest Dich für so eine unsachliche "Erklärung" eigentlich mal in Grund und Boden schämen!! Ich sagte "solltest", erwarten tu ich das natürlich nichtvon Dir!!
Für Sören: Als ich Anfang 1962 die DDR verließ war ich genau 19 Jahre und fast 3 Monate alt. Ich war seinerzeit von der Mittelschule "geflogen" weil ich nicht "würdig" für eine sozialistische Mittelschule gewesen "war"! Danach durfte ich allerdings eine Lehre absolvieren und nach dem Bau der Mauer empfand man mich wieder "würdig" genug, gezwungener Maßen meinen "freiwilligen" Eintritt in die NVA zu unterschreiben! 5 Tage später war ich weg: Was Gilbert hier schrieb, entspricht in keinem Fall der Wahrheit. Ich habe nie den Kontakt zur DDR verloren und dadurch daß meine Eltern Rentner wurden konnte sie mich schon 3, bzw. 5 Jahre nach meiner Flucht regelmäßig besuchen. Auch wurde die Verbindung zu der übrigen Verwandschaft durch die Besuche meiner Eltern aufrecht erhalten. Außerdem hatte ich Kontakt zu meinen Geschwistern bei Reisen nach Prag und an den Plattensee! Ab 1982 konnte ich mich auch wieder regelmäßig in der DDR aufhalten und ich war ab dem Zeitpunkt (wenn ich die normalen Besuche mit beantragten Visum in der DDR, die damals gängigen Besuche in Ost-Berlin, die Besuche im Rahmen des "Kleinen Grenzverkehrs" , die Leipziger Messebesuche, die Schiffsreisen zum Rostocker Weihnachtsmarktes und die Aufenthalte in Berlin Schönefeld zwecks Flügen vom Ostberliner Flughafen zusammenzähle) pro Jahr mindestens zwischen 50 und 70 Tagen in der DDR zu Besuch, ich hatte Verwandte und Bekannte in der ganzen DDR, aus allen Schichten der Bevölkerung, unter Anderem auch einen angeheirateten höheren Mitarbeiter des MfS (der offiziell keinerlei Kontakte zu mir haben durfte, dem ich aber über Dritte jedesmal so banale Dinge wie "Pfeifentabak" und andere Sachen mitbringen durfte. Außerdem waren in meiner Verwandschaft Lehrer, Musiker, Verkäuferinnen. Studenten, LPG-Mitglieder und auch noch ein Mitglied einer sportlichen Nationalmannschaft der DDR und ein NVA-Fallschirmjäger. Und nicht zu vergessen, hatte ich da noch einen Bruder der mehrere Ausreiseanträge gestellt hatte bevor man ihn nach fast 4 Jahren aus der DDR gegen Zahlung eines hohen Betrages durch die BRD rauslies und den ich über zwei Jahre lang seine Lebensunterhalt durch finanzielle Zuwendungen sichern mußte!! Der war übrigens Ingenieur- Ökonom und vom Tage seiner Antragsstellung vom Dienst "befreit " und ohne Einkommen!! Wenn ich meine Besuche in der DDR getätigt hatte war das kein Urlaub im eigentlichen Sinne, sondern ein Versuch etwas für die familiäre Einheit zu tun und daß der Mauer etwas entgegen gesetzt wurde!!
Ich hoffe Gilbert, Du nimmst das zur Kenntnis und laberst nicht weiter so etwas wie von "ein paar Besuchsreisen" aber das mit dem "DDR-Experten" kannst Du ruhig so stehen lassen, denn ich weiß mit Sicherheit etwas mehr von dieser DDR als so manch Einer meint zu wissen! Ich weiß aber auch den Unterschied zwischen DDR und BRD zu schätzen, denn ich hatte mich nach meiner Flucht aus der DDR zum ersten Male als "freier Mensch" gefühlt und das vergißt man sein ganzes Leben nie!
Es besteht schon ein Unterschied darin, ob man frei seine Gedanken öffentlich sagen konnte, oder ob man für die Verhinderung der freien Meinungsäußerung zuständig war in einem damals geteilten Deutschland!!

Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 12.07.2010 14:36 | nach oben springen

#12

RE: Ein Volk unter Verdacht-Ein MfS Lehrfilm für Schüler !

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.07.2010 15:46
von SFGA | 1.519 Beiträge

Vom ABV: Die Meinung bestimmen meist Leute, die schlichtweg wenig, oder gar keine Ahnung haben.

Das ist leider in sehr vielen Berufsgruppen heute vertreten.

@wosch darf ich dich fragen warum du die DDR verlassen hast?


Zum anderen wegen der Aufklärung da hat sich vieles getan durch Foren und KS-treffen. Wo ich sehr vieles lernte. Durch euch u.a.
Das dumme ist nur was ich auch in anderen Foren mitbekam, dass viele neue (jüngere) gleich abgespeist werden mit du hast doch keine Ahnung etc. das finde ich nicht gut.

PS: Unsere Westmietze hat sich nach Ihrem Projekt nicht mehr gemeldet jedenfalls kommt es mir so vor.
PPS: Wosch Respekt 2 Jahre versorgung!

GLG
Sören


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Wenn einer von uns müde wird,der andere für ihn wacht.Wenn einer von uns zweifeln will,der andere gläubig lacht.Wenn einer von uns fallen sollt',der andere steht für zwei,denn jedem Kämpfer gibt ein Gott den Kameraden bei.
zuletzt bearbeitet 12.07.2010 15:47 | nach oben springen

#13

RE: Ein Volk unter Verdacht-Ein MfS Lehrfilm für Schüler !

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.07.2010 02:03
von Musiker12 | 822 Beiträge

Man hört leider immer nur "Aufarbeitung der DDR" und mich beschleicht der Eindruck, dass es doch immer nur darum geht was die böse Schdaasi alles so verbrochen hat. Wer arbeitet denn an den Machenschaften in Pullach? Wer schreibt denn darüber wie der Staatsschutz uns heute bespitzelt? Wer schreibt über die Abhörhäuser in unserem Land die mit Technik ausgerüstet sind an welche das MfS noch nicht mal zu glauben gewagt hat? Ist wirklich jemand hier der glaubt, dass es in unserer ach so schönen Republik keine Abhörtechnik gibt die nur in der selben eingesetzt wird? Natürlich nur mit entsrechendem richterlichem Beschluß. Aber wie schnell ist denn ein Verdacht an den Haaren herbei gezogen und einen Beschluß zu bewirken?

Ein Lehrfilm darüber wäre für unsere Jugend interessanter damit sie sieht welche Mittel der Staat zur Verfügung hat und welchen Institutionen in unserem Land diese Mittel zur Verfügung stehen.



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#14

RE: Ein Volk unter Verdacht-Ein MfS Lehrfilm für Schüler !

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.07.2010 09:43
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von ABV


(Zitate ABV@ Auszüge)


ABV, mal wieder eines Deiner absoluten Statements der Spitzenklasse!

Meiner Meinung nach haben wir in Deutschland, ein eben typisch deutsches Problem, bei der Geschichtsaufarbeitung. Wir sind ein Volk von selbst ernannten "Historikern" und "Politwissenschaftlern". Die Meinung bestimmen meist Leute, die schlichtweg wenig, oder gar keine Ahnung haben. Dazu kommt ein Gemisch von Vermutungen und Halbwahrheiten, was dann leider Gottes immer als Wahrheit verkauft wird. Die absolute Wahrheit gibt es nicht, weder für die eine noch die andere Seite. Eine absolute Verteufelung von allem was mit der DDR im Zusammenhang steht ist genauso unsinnig, wie eine kritiklose Glorifizierung. So etwas polarisiert unnötig, es bilden sich zwei Fronten, wobei jede Seite aufeinander einprügelt.

...man könnte es auch mangelndes Nationalbewußtsein, mangelnden Nationalstolz nennen...! Schon immer ein gewisses deutsches Problem gewesen, durch zwei in zeitlich kurzer Aufeinanderfolge verlorene Weltkriege, deren Alleinschuld man durch die Sieggermächte, die historischen Erzrivalen eben dieses Deutschlands auch sehr gut und alleinig an die Deutscher "verkaufen" konnte. Damit eine Situation geschaffen hat, die Deutschland in manchen Dingen fast handlungsunfähig macht, es sei denn, wir sind mal wieder der (Mit-) Zahlmeister globaler Probleme...
Eine in 65 Jahren geziehlt anerzogenes Generaldschuldgewissen, wo einer des anderen Teufel ist...
Wie aktuell bestens belegbar: West gegen Ost, Ost gegen West.
Prügelt nur recht lautstark und kräftig aufeinander ein, die lachenden Dritten freuen sich schon drauf, euch in dieser selbstzerstörerischen Situation (finanziell) abzuziehen, auszubluten...!




Absolut schade finde ich es, wenn die öffentliche Meinungsbildung nicht von Tatsachen, sondern von "Märchenfilmen", wie bei einem unlängst gesendeten Tatortkrimi, beeinflusst wird. Dort wurde gezeigt, wie fiese ehemalige MfS-Mitarbeiter, in gewalttätiger Art und Weise, noch heute im Untergrund agieren. Nur, es gibt kein einziges Beispiel aus der realen Welt, dass diesen Unsinn belegen könnte. Trotzdem sagen sich viele Bundesbürger, "jawoll, so waren sie und sind es noch heute!"
Tragisch ist, dass man sehr vielen Leuten ihren inneren Wandel und die neue distanzierte Sicht auf viele Dinge in der DDR, einfach nicht abnehmen will.Einmal SED oder Stasi, immer SED oder Stasi. Das führt dazu, dass aussagefähige Zeitzeugen einfach den Mund halten. Mehr Fairness täte unserer Gesellschaft in dieser Hinsicht ganz gut.

Gruß an alle
Uwe



...und mehr Sachlichkeit im Umgang miteinander, im Umgang mit der doch irgendwie gemeinsamen Vergangenheit!


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 27.07.2010 09:46 | nach oben springen

#15

RE: Ein Volk unter Verdacht-Ein MfS Lehrfilm für Schüler !

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.07.2010 11:05
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat
Tragisch ist, dass man sehr vielen Leuten ihren inneren Wandel und die neue distanzierte Sicht auf viele Dinge in der DDR, einfach nicht abnehmen will.Einmal SED oder Stasi, immer SED oder Stasi.

He Josy, wo siehst du denn den "inneren Wandel"? Nun , ich kenne natürlich nicht alle Ehemaligen, aber die, die ich hier im Forum kennen lernte, lassen aber nicht den Hauch von solchen Richtungsänderungen erkennen.

Noch was zu dem Eindruck, den man von der Stasi(zu der Zeit wusste ich aber nicht, dass das Kontrollpersonal nicht von den Grenztruppen sondern von der Stasi gestellt wurde) bekam, wenn man als Besucher die DDR besuchte. Ich reiste fast immer über den Grenzübergang Wartha ein. Der Ton, mit dem man angesprochen wurde, war alles andere als freundlich. Als ich im Dezember 89 nach der Wende dort Weihnachten ankam, wurde ich freundlich von dem Passkontrolleur angesprochen. Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und fragte ihn, warum das in der Vergangenheit nicht so war. Die lapidare Antwort : die Zeiten haben sich geändert ! Ich dachte : gottseidank ( obwohl ich nicht gläubig bin)
Viele Grüße vom Rhein


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#16

RE: Ein Volk unter Verdacht-Ein MfS Lehrfilm für Schüler !

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.07.2010 11:19
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Gert
Zitat
Tragisch ist, dass man sehr vielen Leuten ihren inneren Wandel und die neue distanzierte Sicht auf viele Dinge in der DDR, einfach nicht abnehmen will.Einmal SED oder Stasi, immer SED oder Stasi.

He Josy, wo siehst du denn den "inneren Wandel"? Nun , ich kenne natürlich nicht alle Ehemaligen, aber die, die ich hier im Forum kennen lernte, lassen aber nicht den Hauch von solchen Richtungsänderungen erkennen.



Hallo @Gert, dann solltest du die Beiträge der von dir angesprochenen User genauer und gewissenhafter lesen. Ich für meinen Teil kann hier recht häufig einen Erkenntnisgewinn einiger User wahrnehmen. Wenn du dies nicht kannst liegt dies wahrscheinleich auch daran, dass du eben absolut nichts von ihren ehem. Ansichten weißt und jede Kritik am heutigen System daher sofort als "ewig gestrig" ansiehst.

Nur ein kleines Beispiel für solch einen "Hauch":

Zitat von Feliks D.

Solche Maßnahmen waren damals abzulehen, so wie sie es heute immer noch sind. Die Bearbeitung von solchen Objekten, die dies bereits damals erkannt haben und ihre Brandmarkung als Staatsfeinde, ist einer der Fehler die sich unser Organ heute berechtigt eingestehen muss.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 27.07.2010 11:48 | nach oben springen

#17

RE: Ein Volk unter Verdacht-Ein MfS Lehrfilm für Schüler !

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.07.2010 12:45
von Musiker12 | 822 Beiträge

Zitat von Gert
Zitat


Noch was zu dem Eindruck, den man von der Stasi(zu der Zeit wusste ich aber nicht, dass das Kontrollpersonal nicht von den Grenztruppen sondern von der Stasi gestellt wurde) bekam, wenn man als Besucher die DDR besuchte. Ich reiste fast immer über den Grenzübergang Wartha ein. Der Ton, mit dem man angesprochen wurde, war alles andere als freundlich. Als ich im Dezember 89 nach der Wende dort Weihnachten ankam, wurde ich freundlich von dem Passkontrolleur angesprochen. Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und fragte ihn, warum das in der Vergangenheit nicht so war. Die lapidare Antwort : die Zeiten haben sich geändert ! Ich dachte : gottseidank ( obwohl ich nicht gläubig bin)
Viele Grüße vom Rhein



Was den Ton an der Grenze angeht, nun da hast Du sicher Recht dieser war eher kühl und bestimmt und manchmal auch überzogen (habe da so meine netten Erfahrungen gemacht in Berlin-Dreilinden). Aber auch hier wieder der Einwand, es ist an anderen Grenzen nicht viel besser, namentlich an der Grenze zur Schweiz wobei der deutsche Zoll durch seinen Tonfall geradezu glänzt. Weiterhin sollte man einmal analysieren warum ein kühler Ton an der Grenze herrschte.

Solche Beiträge zeigen immer wieder, was zu Zeiten der DDR war muss verurteilt werden was heute ist wird ignoriert oder als völlig richtig dargestellt .



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#18

RE: Ein Volk unter Verdacht-Ein MfS Lehrfilm für Schüler !

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.07.2010 13:26
von josy95 | 4.915 Beiträge

[quote="Gert"


(Zitat Gert@ Auszug)

He Josy, wo siehst du denn den "inneren Wandel"? Nun , ich kenne natürlich nicht alle Ehemaligen, aber die, die ich hier im Forum kennen lernte, lassen aber nicht den Hauch von solchen Richtungsänderungen erkennen.


Viele Grüße vom Rhein[/quote]


Gert@, ich hab diesen Satz zwar nicht geschrieben, da er aber von ABV stammt und ich mich mit ABV`s Beitrag voll und ganz identifiziere:

Dann muß ich Dir leider etwas Menschenkenntnis in den 20 Nachwendejahren absprechen!

Annderseits kann ich Dir bestätigen, weil in der eigenen Familie, am eigenen Leib verspürt, das es auch zu DDR- Zeiten mehr oder minder anständige Menschen gab, die bei VP, GT. MfS oder sonstewo in Lohn und Brot dieses Systems gestanden haben. Irgendwo Mensch und Realisten waren, geblieben sind. Auf eine prozentuale Einstufung möchte ich verzichten.

Ich habe nach der Wende einige richtige und menschlich riesengroße *rschlöcher aus den alten Bundesländern kennen lernen dürfen. Die sich als Vertreter der freiheitlich demokratischer Rechtsordnung gebrüstet haben..., in Tatsache Nieten, Versager... . Vor allem aber eines: Erzegoisten!
Die haben es bis heute auch noch nicht gemerkt, was für einem menschlich wiederwärtigen Klientel sie angehöhren.

Und genauso hab ich ganz feine Menschen aus den alten Bundesländern kennen lernen dürfen!

Will damit sagen, es gab, gibt und wird immer solche und solche Menschen geben. Irrtümer sind nun auch mal menschlich. Auch Lebensirrtümer. Es kommt dabei ganz gewaltig auf äußere Einflüsse an. Will dazu mal Marx zitieren, obwohl das auch nicht gerade ein Bestandteil meiner Weltanschauung ist, sagt aber Vieles: "Das Sein bestimmt das Bewußtsein...!"

Hab manchmal den Eindruck, leider auch bei Dir, in den alten Bundesländern haben bis zur Wende nur Saubermänner und Sauberfrauen gelebt. Alle waren Mitglied im Club des Erzengel Gabriels oder im Club der barmherzigen Samarieter...!
Und in den neuen Bundesländern gab es eben nur den undankbaren Zoni, den stasiverseuchten, mordlustigen Proleten nach dem Muster Mielke & Co...

Und noch etwas. Negativerfahrungen mit Menschen und ihren Ansichten wirken meißt immer nachhaltiger als Positiverfahrungen, brennen sich oft auch tiefer ins Gedächtnis ein.

Summasummarum hab ich selbst aber eher positive Erfahrungen nach der Wende gemacht. Auch die positiven Erfahrungen mit ehem. Mitarbeitern der s. g. Staatsorgane der DDR. Denn ein menschlicher Charackter, der ändert sich nie. Und für meine Begriffe ist Ehrlichkeit und offener Umgang miteinander Trumpf, und keine zynische Doppelmoral...

In diesem Sinne!

josy95


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zuletzt bearbeitet 27.07.2010 13:33 | nach oben springen

#19

RE: Ein Volk unter Verdacht-Ein MfS Lehrfilm für Schüler !

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.07.2010 15:04
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat
Dann muß ich Dir leider etwas Menschenkenntnis in den 20 Nachwendejahren absprechen!

Wie sollte ich denn Menschen in den neuen Länder kennenlernen, ich lebe "weit ab vom Schuss" in einer rheinischen Großstadt und das schon im 45.Jahr. Daher auch die Einschränkung, dass ich nur über die Leute und ihre Einstellung hier im Forum rede.
Das was du da berichtest, wird sicher so sein, war aber nicht Gegenstand meiner Betrachtung.

Viele Grüße vom Rhein Gert


.
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#20

RE: Ein Volk unter Verdacht-Ein MfS Lehrfilm für Schüler !

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.07.2010 15:22
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Musiker12

Zitat von Gert
Zitat


Noch was zu dem Eindruck, den man von der Stasi(zu der Zeit wusste ich aber nicht, dass das Kontrollpersonal nicht von den Grenztruppen sondern von der Stasi gestellt wurde) bekam, wenn man als Besucher die DDR besuchte. Ich reiste fast immer über den Grenzübergang Wartha ein. Der Ton, mit dem man angesprochen wurde, war alles andere als freundlich. Als ich im Dezember 89 nach der Wende dort Weihnachten ankam, wurde ich freundlich von dem Passkontrolleur angesprochen. Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und fragte ihn, warum das in der Vergangenheit nicht so war. Die lapidare Antwort : die Zeiten haben sich geändert ! Ich dachte : gottseidank ( obwohl ich nicht gläubig bin)
Viele Grüße vom Rhein



Was den Ton an der Grenze angeht, nun da hast Du sicher Recht dieser war eher kühl und bestimmt und manchmal auch überzogen (habe da so meine netten Erfahrungen gemacht in Berlin-Dreilinden). Aber auch hier wieder der Einwand, es ist an anderen Grenzen nicht viel besser, namentlich an der Grenze zur Schweiz wobei der deutsche Zoll durch seinen Tonfall geradezu glänzt. Weiterhin sollte man einmal analysieren warum ein kühler Ton an der Grenze herrschte.

Solche Beiträge zeigen immer wieder, was zu Zeiten der DDR war muss verurteilt werden was heute ist wird ignoriert oder als völlig richtig dargestellt .




@musiker 12, also ich bin schon öfter in der schweiz gewesen. Glücklicherweise werde ich da immer durchgewinkt. Ob das an meinem autokennzeichen liegt, aus dem hervorgeht dass ich weit weg wohne. so konnte ich gar keine erfahrungen sammeln an der schweizer grenze. Eines kann ich aber bestätigen: die grenzpolizei in den usa(flughäfen L.A., Chikago, San Francisco) ist manchmal auch ganz schön ruppig. das hab ich bei mehreren reisen festgestellt. also auch bei westliche staaten geht's mitunter ab.
Es war aber immer eine ziemlich unangenehme abfertigung am ddr kontrollpunkt, auch beim zoll bin ich einmal im februar bei 13 grad minus 1/2 stunde kontrolliert wurde. der hat sich mein auto von vorn bis hinten und zurück angeschaut und alles rausgeräumt, im freien, nicht in einem geschlossenen raum. Ich habe mir dabei den allerwertesten abgefroren. Dabei habe ich kein ton gesagt, der diesen zöllner hätte provozieren können. ich habe überhaupt zu den kontrolleuren nur knapp ja und nein gesagt, wenn sie etewas fragten. zu mehr hatte ich keinen " Bock"
wenn ich meine eltern und geschwister nicht dort gehabt hätte, wäre ich nie wieder in die ddr eingereist. diese kontrollen haben einen abgetörnt. In den letzten Jahren vor der Wende wurde es etwas entspannter. Da ging es auch mal freundlicher zu bei den Kontrollen.

Viele Grüße vom Rhein


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