#121

RE: Aufklärung im Westen durch Deutrans-Lkws

in Spionage Spione DDR und BRD 18.08.2015 20:10
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #118
Zitat von Lutze im Beitrag #115
Was kein Glaube ist,Deutrans war ab 1975 unter anderen für Diplomaten-Umzüge
aus nichtsozialistischen Ländern in die DDR zuständig,nur merkwürdig,warum es
keine andere Spedition erledigte
Lutze



@Lutze


das wird am Speditionspreis gelegen haben !


passport

oder am Vertrauen in Deutrans
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#122

RE: Aufklärung im Westen durch Deutrans-Lkws

in Spionage Spione DDR und BRD 18.08.2015 20:19
von passport | 2.640 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #120

Zitat
Wir wollen hier ein bisschen Geschichtsforum sein.

Das sagt ja der Richtige. Selten so gelacht.




Typisch für Euch & Konsorten. Nur rumschwurbeln, keine Ahnung und wenn Hintergrundfakten gefordert werden dumm rumlabern.


passport


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#123

RE: Aufklärung im Westen durch Deutrans-Lkws

in Spionage Spione DDR und BRD 18.08.2015 20:58
von Harzwanderer | 2.933 Beiträge

Nun sei mal nicht beleidigt.


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#124

RE: Aufklärung im Westen durch Deutrans-Lkws

in Spionage Spione DDR und BRD 18.08.2015 21:22
von Kalubke | 2.301 Beiträge

Zitat von Commander im Beitrag #106


Ja Lutze,auch eine intensive "Zusammenarbeit" mit westl.Speditonen.In HH war das u.A.die Sped.Ih.e.Als ich im Frühjahr 90 das erste Mal bei denen im Hafen war,da standen etliche "Deutrans"-Laster u.warteten auf Ladung.
Was mir im Gedächtnis geblieben ist,damals wurde erzählt,das einer der Geschäftsführer(Hr.Ha..s) tot im Hafenbecken aufgefunden wurde.Aber die Umstände,wie u.warum,sind mir nicht bekannt.
[...]




Die Hamburger Speditionsfirma "Richard Ihle GmbH" gehörte zu den KoKo-Firmen.

Im "Köppe-Bericht" stand zum Tod von GF Uwe Harms folgendes:

Fall 5: Der Tod von Uwe Harms

Am 26.04.1987 wurde der Geschäftsführer der Parteifirma Ihle, Uwe Harms, in Hamburg ermordet aufgefunden.

Im Werthebach-Brief heißt es:

"Uwe Harms, Geschäftsführer von Ihle, verschwand am 30.03.1987 auf dem Heimweg nach einer Besprechung in Hamburg, an der auch DDR-Funktionäre aus dem Wirtschaftsbereich teilgenommen hatten. Er wurde am 26.04.1987 ermordet in einem Plastiksack in Hamburg aufgefunden. Die Tatverdächtigen, die aus dem 'Rotlichtmilieu' Hamburgs stammen, mußten vom Tötungsvorwurf freigesprochen werden, da es hierfür keine Beweise gab. Harms soll nach nicht verifizierbaren Hinweisen unter dem Druck gestanden haben, mit seiner 'Parteifirma' (Ihle) Transporte für IMES übernehmen zu müssen. Harms habe sich geweigert, ihm seien deshalb 'Konsequenzen' angedroht worden. Lange vor Bekanntwerden solcher Probleme will eine Quelle des BfV von zwei angeblichen MfS-Mitarbeitern den Auftrag erhalten haben, die Wege zu erkunden, welche Harms zum Flughafen und zu seiner Firma in der Regel benutzte. Diese Quelle will dem MfS über ihre Ergebnisse berichtet haben. Sie wurde später in der DDR wegen ihrer Tätigkeit für den Verfassungsschutz mit lebenslänglicher Haft bestraft. Das BfV hatte ein zeitlang Verbindungen zu Harms mit dem Ziel, ihn anzuwerben." (BfV-Schreiben "Führung von VM des Bundesamtes für Verfassungsschutz im früheren 'Bereich Kommerzielle Koordinierung des MAH der DDR'" vom 01.07.1991, in: MAT A 29, Anlage 1, lfd. Nr. 1)

In einem Brief des BfV an das BMI vom 22.03.1991 heißt es noch deutlicher:

"Der ehemalige Geschäftsführer von Ihle, Uwe Harms, hatte vor seiner Ermordung gesagt, er wolle sich nicht zu Waffengeschäften mißbrauchen lassen. Ferner gibt es mehrere Hinweise, wonach sich Harms damals von dem Inwaco-Prokuristen (Inwaco = Tochter von Ihle) und Mitglied der DKP-Schiedskommission, Gorlas, beobachtet fühlte. Gorlas hatte nach gesicherten Erkenntnissen eine Wohnung in Ostberlin und hielt sich dort mehrere Tage wöchentlich zur Berichterstattung (wem gegenüber ist nicht bekannt) auf." (Schreiben des BfV an BMI vom 22.03.1991, S.3f in: MAT A 29, Anlage 4, o.P.) Aus BfV-Quellenberichten geht hervor, daß die SED schon seit längerem ernsthafte Differenzen mit Uwe Harms hatte. In einem Bericht vom 31.03.1977 heißt es, daß Uwe Harms zusammen mit seinem Nachfolger Peter Meier am 06.01.1977 zum Leiter der Abteilung Verkehr im ZK der SED, Jupp Steidl, bestellt wurde, "wo sie von Steidl in Gegenwart von Willi Mohn wegen folgender 'Verfehlungen', die Steidl offenbar über den Sicherheitsapparat zur Kenntnis gelangt sind, zur Rechenschaft gezogen worden sind: Steidl hat Harms und Meier vorgehalten, im Laufe des Jahres 1976 Bar- und Sachgeschenke im Werte von rund 100.000.--DM an die verschiedensten Generaldirektoren, Direktoren, Parteifunktionäre usw. in Ostberlin und der DDR gegeben zu haben... Anläßlich der Schulung von Geschäftsführern sogen. parteieigener Firmen ... konnte Quelle feststellen, daß Uwe Harms im Gegensatz zu früher 'sehr deprimiert und kleinlaut' war. Er deutete Quelle in vorsichtiger Form an, daß 'ihm wohl ein Denunziant in der Firma, der von drüben eingesetzt ist, übel mitgespielt hat'. An der Schulung nahm erstmals auch der Betriebsratsvorsitzende der Firma Ihle .. teil. 'Peter' gehört der DKP an. Quelle ist der Meinung, daß der Genannte der Mann ist, 'den man jetzt bei Ihle aufbaut, um Harms zu zeigen: 'So, da tut sich was. Wir sehen uns das mit Dir nicht mehr lange an.' Bei Harms hat sich offenbar schon eine entsprechende Wirkung gezeigt." (MAT A 252, (Harms), S. 20f)


Gruß Kalubke



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zuletzt bearbeitet 19.08.2015 22:09 | nach oben springen

#125

RE: Aufklärung im Westen durch Deutrans-Lkws

in Spionage Spione DDR und BRD 18.08.2015 22:25
von LO-Wahnsinn | 3.491 Beiträge

Zitat von Commander im Beitrag #107
Tja Peter,
ich habe von 84-90 "gekämpft",um in den Grenzüberschreitenden Verkehr zu kommen.Alle halbe Jahre war ich beim Kaderleiter,immer war die Antwort:"Ich solle doch Geduld haben,es werden vorrangig Busfahrer benötigt".In der Zwischenzeit wurden einige Fahrer von der "Strasse" eingestellt,die sind dann ca.ein halbes Jahr "DDR-Fernverkehr"gefahren,danach durften sie Grenzüberschreitend fahren.Ich verstand die Welt nicht nicht mehr.Ende 89 hätte ich dann plötzlich gekonnt,wollte aber nun nicht mehr."Ihr könnt mich am Ar..h lecken" u.habe bei einen aufstrebenden Privatunternehmen angefangen.
Das war meine "2.Lehrzeit",die ich aber nicht missen möchte.
Achso,während meiner Zeit als Busfahrer wurden zwei Fahrer von der "Interzone" zu uns "strafversetzt".Die Gründe sind mir bis heute unbekannt.

Schönen Tag,Gruß C.


Da möchte ich anschliessen, war auch mein Ziel damals, jedoch war ich noch etwas jung.

Ich hatte einen strafversetzten Kollegen auf dem Stadtbus, 2 Jahre hatte er Sperre, diese wurde dann nach 2 Jahren verlängert, dann kam die Wende.
Grund waren Kontakte im Westen, er fuhr 25 Jahre beim Kraftverkehr für Deutrans und immer die gleichen Kunden.
Da hatte sich wohl etwas freundschaftliches ergeben und er wurde angeschmiert.

Ich denke, sofern es diese Art Spionage gab, muss man trennen.
Einmal die normalen Fahrer, meist allein unterwegs (so kenne ich das, war ja Jahre im Kraftverkehr und hatte mit den Fahrern zutun), wie Ölprinz bereits beschrieb.
Jeder Fehltritt hätte Sperre bedeutet, keiner wollte auf die guten Löhne und die "Spesen-Valutas" verzichten.
Dann, sofern zutreffend, spezielle Besatzungen wo kein regulärer Fahrer dabei war.
Eine Mischbesatzung schliesse ich eher aus, dass wäre rein konspirativ ein Fail gewesen.

Fakt ist aber eins, allein wegen der vom Commander und mir beschriebenen Sperren die ja real waren, es gab Informanten und/oder die Fahrer wurden sowohl an der Heimatfront, als möglicherweise auch beim Kunden, regelmässig betrachtet.
Es gab also definitiv Stasileute in der Umgebung von Deutrans, dass ist natürlich nicht ungewöhnlich wenn man die globale Arbeit des MfS betrachtet.

Das es normale Fahrer gab, die auch IM waren ohne speziellen Auftrag, wird auch der Fall gewesen sein.
Diese könnten gut möglich dazu angehalten worden sein die Augen offen zu halten und Veränderungen zu melden.
Keine gezielte Spionage in dem Sinne, sondern einfach mal bischen umschauen und dem sozialistischen Vaterland etwas gutes tun.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#126

RE: Aufklärung im Westen durch Deutrans-Lkws

in Spionage Spione DDR und BRD 19.08.2015 00:02
von StabsfeldKoenig | 2.654 Beiträge

Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #125
Zitat von Commander im Beitrag #107
Tja Peter,
ich habe von 84-90 "gekämpft",um in den Grenzüberschreitenden Verkehr zu kommen.Alle halbe Jahre war ich beim Kaderleiter,immer war die Antwort:"Ich solle doch Geduld haben,es werden vorrangig Busfahrer benötigt".In der Zwischenzeit wurden einige Fahrer von der "Strasse" eingestellt,die sind dann ca.ein halbes Jahr "DDR-Fernverkehr"gefahren,danach durften sie Grenzüberschreitend fahren.Ich verstand die Welt nicht nicht mehr.Ende 89 hätte ich dann plötzlich gekonnt,wollte aber nun nicht mehr."Ihr könnt mich am Ar..h lecken" u.habe bei einen aufstrebenden Privatunternehmen angefangen.
Das war meine "2.Lehrzeit",die ich aber nicht missen möchte.
Achso,während meiner Zeit als Busfahrer wurden zwei Fahrer von der "Interzone" zu uns "strafversetzt".Die Gründe sind mir bis heute unbekannt.

Schönen Tag,Gruß C.


Da möchte ich anschliessen, war auch mein Ziel damals, jedoch war ich noch etwas jung.

Ich hatte einen strafversetzten Kollegen auf dem Stadtbus, 2 Jahre hatte er Sperre, diese wurde dann nach 2 Jahren verlängert, dann kam die Wende.
Grund waren Kontakte im Westen, er fuhr 25 Jahre beim Kraftverkehr für Deutrans und immer die gleichen Kunden.
Da hatte sich wohl etwas freundschaftliches ergeben und er wurde angeschmiert.

Ich denke, sofern es diese Art Spionage gab, muss man trennen.
Einmal die normalen Fahrer, meist allein unterwegs (so kenne ich das, war ja Jahre im Kraftverkehr und hatte mit den Fahrern zutun), wie Ölprinz bereits beschrieb.
Jeder Fehltritt hätte Sperre bedeutet, keiner wollte auf die guten Löhne und die "Spesen-Valutas" verzichten.
Dann, sofern zutreffend, spezielle Besatzungen wo kein regulärer Fahrer dabei war.
Eine Mischbesatzung schliesse ich eher aus, dass wäre rein konspirativ ein Fail gewesen.

Fakt ist aber eins, allein wegen der vom Commander und mir beschriebenen Sperren die ja real waren, es gab Informanten und/oder die Fahrer wurden sowohl an der Heimatfront, als möglicherweise auch beim Kunden, regelmässig betrachtet.
Es gab also definitiv Stasileute in der Umgebung von Deutrans, dass ist natürlich nicht ungewöhnlich wenn man die globale Arbeit des MfS betrachtet.

Das es normale Fahrer gab, die auch IM waren ohne speziellen Auftrag, wird auch der Fall gewesen sein.
Diese könnten gut möglich dazu angehalten worden sein die Augen offen zu halten und Veränderungen zu melden.
Keine gezielte Spionage in dem Sinne, sondern einfach mal bischen umschauen und dem sozialistischen Vaterland etwas gutes tun.



Um die Tätigkeit von Deutrans (und auch anderen DDR-Betrieben) im NSW nicht zu gefährden, dürfte eine Spionagetätigkeit unter Nutzung illegaler Mittel und Methoden bzw. Nutzung derer Fahrzeuge, Ausweise u.a. Markenzeichen durch das MfS vermieden worden sein. Dagegen kann ich mir die geheimdienstliche "Ameisenarbeit" (Berichten über zufällige Beobachtungen) durchaus vorstellen, da dieses von westlichen Abwehrorganen nicht nachweisbar gewesen wäre. Ebenfalls dürfte in versiegeltem Diplomatengepäck geheimdienstliches Material transportiert worden sein.



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#127

RE: Aufklärung im Westen durch Deutrans-Lkws

in Spionage Spione DDR und BRD 19.08.2015 00:49
von Oelprinz50 | 77 Beiträge

Hallo zusammen,

zuerst möchte ich berlin3321 die Frage stellen was ihm bei meiner Ausführung nicht gefällt ?

Zum anderen muss ich passport recht geben das einige hier Vermutungen äußeren die Teilweise nicht der Realität entsprechen wobei man nicht einmal
an der Basis dabei war.
Nur allein die Tatsache das hier immer von Deutrans Fahrzeugen gesprochen wird, ja da stand zwar Deutrans dran es war aber nicht immer Deutrans drin.
Sicherlich gab es die direkte Spedition Deutrans sie war in Potsdam beheimatet und zwar letzte Abfahrt vor Drewitz abfahren rechts abbiegen nach ca.3km war das Gelände der Spedition.
Da standen aber nur ein geringer teil von den sogenannten Deutrans Fahrzeugen, ein größerer teil von Fahrzeugen wurde von verschiedenen KIK ( Kraftverkehr ) Betrieben gestellt die im Auftrag von Deutrans unterwegs waren. Zum beispiel in dem Betrieb wo ich gefahren habe standen 50 Fahrzeuge und das war nur ein !!! Betrieb. Darum sollte man wenn man schon hier von Spionage spricht das ganze schon Relativieren und nicht alles Pauschalisieren also den richtigen Leuten glauben schenken die wissen wovon sie sprechen. Ich denke nein ich meine das Personen die ab und zu die innerdeutsche Grenze im Privaten Bereich überquert haben nicht Vermutungen vertreten sollten weder noch Insider in die Schranken weisen sollten.
Bei dem Beitrag von Kalubke kann ich nur sagen der Junge hat sich gut Informiert oder gar hat er Insider wissen, denn die Sache mit Uwe Harms kann nur bestätigen. Denn ich kannte ihn Persönlich und habe den einen und anderen Auftrag von ihn erhalten, er hatte sein Büro im Hamburger Hafen im laufe der Jahre wechselte das Büro vom Zollamt Teerhof über das Eurocenter zum Schuppen 59. Die Spedition Ihle wo er beschäftigt war hatte ihren sitz in Hamburg Wilhelmsburg .
So dann hätten wir da noch das Thema wer durfte Reisekader ( so nannte man diese Personen ) werden, sicherlich wurde man einer Überprüfung unterzogen und für geeignet oder nicht geeignet eingestuft. Es war aber nicht zwingend geben das man Parteimitglied sein musste ich war bis zum Schluss nicht drin, es gibt bestimmt wieder Nörgler die da sagen das gibt es ja gar nicht es war aber so.
Das mit dem Verheiratet sein und das noch Kinder in der Ehe sein sollten stimmt bis Mitte der 80er dann wurde das ganze gelockert und es wurden auch ledige zugelassen.
Warum auch immer, ich denke das mit dem anstieg des waren Austausches im innerdeutschen und Europäisch Handels zu tun hatte.

So nun kann der eine oder andere mein Beitrag wieder zerpflücken oder auch nicht

Dann tschüss


LO-Wahnsinn, Fritze, passport, Commander, Kalubke, exgakl und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#128

RE: Aufklärung im Westen durch Deutrans-Lkws

in Spionage Spione DDR und BRD 19.08.2015 01:26
von Oelprinz50 | 77 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #84
Immerhin hatte Deutrans eigene Büros in Hamburg oder Düsseldorf,
zum ausspionieren allemal eine sehr gute Vorraussetzung
Lutze


Hallo Lutze,

mit deinen Beitrag liegst Du schon richtig wir hatten mehrere Meldestellen, Hamburg war für den Norden und Dänemark zuständig in der Mitte Deutschlands war Essen,( Düsseldorf ist mir nicht bekannt,) unsere Meldestelle und im Süden war es Rosenheim.
Weiterhin war Straßburg für Frankreich, Rotterdam für die Benelux Länder zuständig und Wien war für den Osten Europas zuständig, Malmö für Skandinavien das waren so die Stellen wo wir uns nach der Entladung Melden mussten !!! wir waren immer von der Deutrans Voravesiert. Entweder bekamen wir eine Rückladung oder eine Meldenummer ohne eins von beiden da gab es richtig Stress.

MfG


vs1400, LO-Wahnsinn und Lutze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#129

RE: Aufklärung im Westen durch Deutrans-Lkws

in Spionage Spione DDR und BRD 19.08.2015 02:22
von Major Tom | 855 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #98
Zitat von G.Michael im Beitrag #97
Zitat von BautznerSenf im Beitrag #95
Hallo!

Zitat von G.Michael im Beitrag #94

Wir reden bei MVM doch wohl über die Militärverbindungsmissionen, oder?
Wenn es da NL gab, habe ich etwas verpasst, kann ja mal passieren.
Micha


Ist doch kein Problem! Fuer so etwas sind Foren doch da (also nicht zum aneinander vorbei reden, sondern zum miteinander reden und Unklarheiten beseitigen)... :-)

Gruss vom B. S.


B.S. starrköpfig wie ich nun mal bin behaupte ich "MILITÄRVERBINDUNGSMISSION DER NIEDERLANDE" hat es nicht gegeben, tut mir leid.
Amis und Engländer haben wir oft blockiert, mehr war nicht, bis der große Bruder kam.
Micha



@G.Michael ,

ich glaube Du hast das falsch von @BautznerSenf verstanden. Die damals in der BRD stationierten Verbänder von Belgien, Niederlande und Kanada haben auf britischen Manövergelände mittrainiert. Diese Truppen hatten Militärpolizei aber keine MVM-Beteiligung.


passport



Da muss ich doch jetzt mal nachhaken: Ich bin in Potsdam Babelsberg gross geworden und in meiner Strasse lebte eine recht hübsche Frau auf der anderen Strassenseite. Vor ihrem Haus parkte sehr oft ein riesiges westliches Fahrzeug mit merkwürdigen Symbolen und Zeichen (nagelt mich nicht fest, ich war da noch ein Kind) Aus dem Auto stiegen oft mehrere uniformierte Leute aus und gingen zu dieser Frau, alle in der Strasse redeten von Soldaten aus Holland??? Kann das sein? Fest steht dass die Frau eines Tages nach Holland ausreisen durfte. War das damals möglich dass Soldaten aus Holland mit ihren Uniformen durch die DDR fahren konnten?


Man sollte den Kopf nicht hängen lassen wenn einem das Wasser bis zum Hals steht.
http://www.costarica-forum.net
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#130

RE: Aufklärung im Westen durch Deutrans-Lkws

in Spionage Spione DDR und BRD 19.08.2015 02:38
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Major Tom im Beitrag #129
Zitat von passport im Beitrag #98
Zitat von G.Michael im Beitrag #97
Zitat von BautznerSenf im Beitrag #95
Hallo!

Zitat von G.Michael im Beitrag #94

Wir reden bei MVM doch wohl über die Militärverbindungsmissionen, oder?
Wenn es da NL gab, habe ich etwas verpasst, kann ja mal passieren.
Micha


Ist doch kein Problem! Fuer so etwas sind Foren doch da (also nicht zum aneinander vorbei reden, sondern zum miteinander reden und Unklarheiten beseitigen)... :-)

Gruss vom B. S.


B.S. starrköpfig wie ich nun mal bin behaupte ich "MILITÄRVERBINDUNGSMISSION DER NIEDERLANDE" hat es nicht gegeben, tut mir leid.
Amis und Engländer haben wir oft blockiert, mehr war nicht, bis der große Bruder kam.
Micha



@G.Michael ,

ich glaube Du hast das falsch von @BautznerSenf verstanden. Die damals in der BRD stationierten Verbänder von Belgien, Niederlande und Kanada haben auf britischen Manövergelände mittrainiert. Diese Truppen hatten Militärpolizei aber keine MVM-Beteiligung.


passport



Da muss ich doch jetzt mal nachhaken: Ich bin in Potsdam Babelsberg gross geworden und in meiner Strasse lebte eine recht hübsche Frau auf der anderen Strassenseite. Vor ihrem Haus parkte sehr oft ein riesiges westliches Fahrzeug mit merkwürdigen Symbolen und Zeichen (nagelt mich nicht fest, ich war da noch ein Kind) Aus dem Auto stiegen oft mehrere uniformierte Leute aus und gingen zu dieser Frau, alle in der Strasse redeten von Soldaten aus Holland??? Kann das sein? Fest steht dass die Frau eines Tages nach Holland ausreisen durfte. War das damals möglich dass Soldaten aus Holland mit ihren Uniformen durch die DDR fahren konnten?


Häng Dich mal rein auf Google unter Militärverbindungsmission.
KFZ. Kennzeichen mit Nationalflagge und Länderkürzel, dazu 2-stellige Nummern.
Micha


zuletzt bearbeitet 19.08.2015 03:08 | nach oben springen

#131

RE: Aufklärung im Westen durch Deutrans-Lkws

in Spionage Spione DDR und BRD 19.08.2015 09:37
von Kalubke | 2.301 Beiträge

Zitat von Oelprinz50 im Beitrag #127


[...].
So dann hätten wir da noch das Thema wer durfte Reisekader (so nannte man diese Personen ) werden, sicherlich wurde man einer Überprüfung unterzogen und für geeignet oder nicht geeignet eingestuft. Es war aber nicht zwingend geben das man Parteimitglied sein musste ich war bis zum Schluss nicht drin, es gibt bestimmt wieder Nörgler die da sagen das gibt es ja gar nicht es war aber so.
Das mit dem Verheiratet sein und das noch Kinder in der Ehe sein sollten stimmt bis Mitte der 80er dann wurde das ganze gelockert und es wurden auch ledige zugelassen. Warum auch immer, ich denke das mit dem anstieg des waren Austausches im innerdeutschen und Europäisch Handels zu tun hatte.
[...}




Das VE Kombinat Deutrans Internationale Spedition lag im Verantwortungsbereich der HA XIX/3/2 (Überwachung des kommerziellen internationalern Kraftverkehrs der DDR) des MfS mit 7 hauptamtlichen Mitarbeitern und ca. 70-80 IM (davon ca. 60 IMS und ca. 20 IMK/KW/KO). Der Dienstsitz war in Berlin-Lichtenberg in der Normannenstraße (Haus 48). Wenn diese IM z.T. auch selbst Kraftfahrer waren, dann ist es durchaus denkbar, dass sie im Rahmen des sog. POZW (politisch-operatives Zusammenwirken) gelegentlich Aufklärungsaufträge von anderen MfS-DE bekommen haben. Für die normalen Deutrans-Angestellten war das sicherlich kaum wahrnehmbar, denn u.a. verkehrten die IM der Linie XIX mit ihren FO diskret in konspirativen Wohnungen, von denen z.B. in Berlin die HA XIX 29 und die Abt. XIX der BV Berlin 8 unterhielten.

Die Überprüfung der Reisekader lief wahrscheinlich auch über die HA XIX/3/AG B (Arbeitsgruppe Aufklärung und Bestätigung).

(Quelle: Anatomie der Staatssicherheit)

Gruß Kalubke



LO-Wahnsinn hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.08.2015 10:07 | nach oben springen

#132

RE: Aufklärung im Westen durch Deutrans-Lkws

in Spionage Spione DDR und BRD 19.08.2015 14:38
von passport | 2.640 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #131
Zitat von Oelprinz50 im Beitrag #127


[...].
So dann hätten wir da noch das Thema wer durfte Reisekader (so nannte man diese Personen ) werden, sicherlich wurde man einer Überprüfung unterzogen und für geeignet oder nicht geeignet eingestuft. Es war aber nicht zwingend geben das man Parteimitglied sein musste ich war bis zum Schluss nicht drin, es gibt bestimmt wieder Nörgler die da sagen das gibt es ja gar nicht es war aber so.
Das mit dem Verheiratet sein und das noch Kinder in der Ehe sein sollten stimmt bis Mitte der 80er dann wurde das ganze gelockert und es wurden auch ledige zugelassen. Warum auch immer, ich denke das mit dem anstieg des waren Austausches im innerdeutschen und Europäisch Handels zu tun hatte.
[...}




Das VE Kombinat Deutrans Internationale Spedition lag im Verantwortungsbereich der HA XIX/3/2 (Überwachung des kommerziellen internationalern Kraftverkehrs der DDR) des MfS mit 7 hauptamtlichen Mitarbeitern und ca. 70-80 IM (davon ca. 60 IMS und ca. 20 IMK/KW/KO). Der Dienstsitz war in Berlin-Lichtenberg in der Normannenstraße (Haus 48). Wenn diese IM z.T. auch selbst Kraftfahrer waren, dann ist es durchaus denkbar, dass sie im Rahmen des sog. POZW (politisch-operatives Zusammenwirken) gelegentlich Aufklärungsaufträge von anderen MfS-DE bekommen haben. Für die normalen Deutrans-Angestellten war das sicherlich kaum wahrnehmbar, denn u.a. verkehrten die IM der Linie XIX mit ihren FO diskret in konspirativen Wohnungen, von denen z.B. in Berlin die HA XIX 29 und die Abt. XIX der BV Berlin 8 unterhielten.

Die Überprüfung der Reisekader lief wahrscheinlich auch über die HA XIX/3/AG B (Arbeitsgruppe Aufklärung und Bestätigung).

(Quelle: Anatomie der Staatssicherheit)

Gruß Kalubke





Hallo @Kalubke , nach den nachfolgend aufgeführten Eigenschaften eines IMS waren deren Hauptaufgabe Sicherheit und Ordnung in ihren Arbeitsbereich und nicht konspirative Aufgaben im OG !


Aus : Standardwerk "Die Sicherheit. Zur Abwehrarbeit des MfS"


IMS zur politisch-operativen Durchdringung und Sicherung des Verantwortungsbereiches). Das waren Inoffizielle Mitarbeiter, die entsprechende Beiträge zur allseitigen Gewährleistung der inneren Sicherheit im Verantwortungsbereich leisteten. Sie wirkten im hohen Maße vorbeugend und schadensabwendend und halfen mit, neue Sicherheitserfordernisse zu erkennen und durchzusetzen


(IMK/KO – Konspiratives Objekt) dem MfS zeitweilig zur Verfügung stellten, damit in diesen Treffs mit IM erfolgen konnten.
Als IMK wurden auch Personen bezeichnet, die dem MfS zur Aufrechterhaltung der konspirativen Verbindung mit IM ihre offizielle Anschrift (IMK/DA – Deckadresse) bzw. ihren Telefonanschluß (IMK/DT – Decktelefon) zeitweilig zur Verfügung stellten, Postsendungen und andere Mitteilungen entgegennahmen und dem Führungsoffizier übergaben.



passport


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zuletzt bearbeitet 19.08.2015 14:43 | nach oben springen

#133

RE: Aufklärung im Westen durch Deutrans-Lkws

in Spionage Spione DDR und BRD 19.08.2015 15:19
von Lutze | 8.039 Beiträge

Bei den Deutrans-LKWs wurden des öfteren auch die Reifen zerstochen,
haben die LKW-Fahrer darüber auch berichtet und wurden derartige Strolche
auf frischer Tat geschnappt?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
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#134

RE: Aufklärung im Westen durch Deutrans-Lkws

in Spionage Spione DDR und BRD 19.08.2015 16:18
von Mike59 | 7.979 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #121
Zitat von passport im Beitrag #118
Zitat von Lutze im Beitrag #115
Was kein Glaube ist,Deutrans war ab 1975 unter anderen für Diplomaten-Umzüge
aus nichtsozialistischen Ländern in die DDR zuständig,nur merkwürdig,warum es
keine andere Spedition erledigte
Lutze



@Lutze


das wird am Speditionspreis gelegen haben !


passport

oder am Vertrauen in Deutrans
Lutze

Ich habe einige "Diplomatenumzüge" durchgemacht - entscheidend ist im allgemeinen das Preis/Leistungsverhältnis und nicht zu verachten die problemlose zeitnahe Abwicklung aller Formalitäten.


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#135

RE: Aufklärung im Westen durch Deutrans-Lkws

in Spionage Spione DDR und BRD 19.08.2015 16:29
von Kalubke | 2.301 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #132

Hallo @Kalubke , nach den nachfolgend aufgeführten Eigenschaften eines IMS waren deren Hauptaufgabe Sicherheit und Ordnung in ihren Arbeitsbereich und nicht konspirative Aufgaben im OG !
[...]
passport


Mit der Hauptaufgabe der IMS hast Du Recht. Aber warum sollten die sich aus den Fahrten ins OG ergebenden operativen Möglichkeiten nicht auch genutzt worden sein? Vieleicht von weiteren speziellen IM, die dann mitfuhren. Z.B. könnte durch "rein zufälliges" Parken mit vorgetäuschter Panne in der Nähe von Militärstandorten erkundet worden sein, welche Einheiten an welchen Manövertagen ausrückten.

Der BND hat so was ähnliches auch gemacht: der Einsatz von sog. Reisespionen auf den Transitstrecken.

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 19.08.2015 16:40 | nach oben springen

#136

RE: Aufklärung im Westen durch Deutrans-Lkws

in Spionage Spione DDR und BRD 19.08.2015 16:40
von passport | 2.640 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #135
Zitat von passport im Beitrag #132

Hallo @Kalubke , nach den nachfolgend aufgeführten Eigenschaften eines IMS waren deren Hauptaufgabe Sicherheit und Ordnung in ihren Arbeitsbereich und nicht konspirative Aufgaben im OG !
[...]
passport


Mit der Hauptaufgabe der IMS hast Du Recht. Aber warum sollten die sich aus den Fahrten ins OG ergebenden operativen Möglichkeiten nicht auch genutzt worden sein? Vieleicht von weiteren speziellen IM, die dann mitfuhren. Z.B. könnte durch rein zufälliges Parken mit vorgetäuschter Panne in der Nähe von Militärstandorten erkundet worden sein, welche Einheiten an welchen Manövertagen ausrückten.

Der BND hat so was ähnliches auch gemacht: der Einsatz von sog. Reisespionen auf den Transitstrecken.

Gruß Kalubke




Dann sollte man seinen Bericht das Wort VERMUTUNG-Nicht bewiesen hinzufügen


passport


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#137

RE: Aufklärung im Westen durch Deutrans-Lkws

in Spionage Spione DDR und BRD 19.08.2015 16:44
von Kalubke | 2.301 Beiträge

..hatte ich mit meiner Formulierung "... durchaus denkbar" gemeint, dass das eine unbewiesene Anahme ist. Der Vorteil solcher Aktionen liegt m. E. aber auf der Hand: Der Zeitverzug durch die Informationsübermittlung über das sonst genutzte Verbindungswesen ins OG wird erheblich reduziert.

Gruß Kalubke



94 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.08.2015 16:50 | nach oben springen

#138

RE: Aufklärung im Westen durch Deutrans-Lkws

in Spionage Spione DDR und BRD 19.08.2015 17:03
von eisenringtheo | 9.183 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #118
Zitat von Lutze im Beitrag #115
Was kein Glaube ist,Deutrans war ab 1975 unter anderen für Diplomaten-Umzüge
aus nichtsozialistischen Ländern in die DDR zuständig,nur merkwürdig,warum es
keine andere Spedition erledigte
Lutze



@Lutze


das wird am Speditionspreis gelegen haben !


passport

Bestimmt!!
Internationale Speditionsfirmen haben immer das Problem, dass sie im Land, wo sie ihren Hauptsitz haben, recht gut Aufträge akquirieren können. Man kennt sie dort und die Geschäftspartner haben Vertrauen. So wird eine deutsche Firma eher eine deutsche Spedition beauftragen, selbst wenn es vielleicht mehr kostet.
Hat man nun die Fracht im Ausland abgeliefert, möchte man nicht gerne leer nach Hause fahren. Deshalb offeriert man Transporte ab dem Ausland günstiger. Bei der Deutrans kamen noch Valutaüberlegungen überlegen, der Kunde aus dem NSW zahlte in Devisen, deshalb wurde wohl noch günstiger offeriert.
Theo


Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#139

RE: Aufklärung im Westen durch Deutrans-Lkws

in Spionage Spione DDR und BRD 19.08.2015 17:34
von Commander | 1.056 Beiträge

Bitte mit einen Augenzwinkern lesen!
https://ddrwebquest.wordpress.com/2012/1...e-der-deutrans/

Gruß,ein nachdenklicher C.



94 und Harzwanderer haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#140

RE: Aufklärung im Westen durch Deutrans-Lkws

in Spionage Spione DDR und BRD 19.08.2015 17:46
von passport | 2.640 Beiträge

Vor allen der 1. Kommentar. Der Inhalt kommt mir sehr bekannt vor. Kann sein das ich Diesen hier schon mal gelesen habe



passport


zuletzt bearbeitet 19.08.2015 17:54 | nach oben springen



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