#41

RE: !413

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 10.09.2011 20:24
von Geier | 51 Beiträge

Zitat von Commander

Resi als PF? 77/78 gab es das bei uns nicht.Wir hatten alle viertel Jahre 2-3 Resis,alle als Posten eingesetzt.Waren aber schöne Schichten mit den "Alten Männern ".Ich selbst wurde nach meinen GWD für alle Zeiten in Ruhe gelassen.
Gruß C.



Hallo Commander
Ihr habt 77/78 schon Resi's auf den GK gehabt??
Ich bin 77/2 entlassen worden und da waren wir 100% sicher das Grenzer nicht zur Reserve gezogen werden.
Da ich im Grenzgebiet lebte und weiter ständig engen Kontakt zu den Grenzern bei uns hatte, war mir nie zu Ohren gekommen das Grenzer wieder gezogen wurden. Im Gegenteil, die Grenzer waren auch der Meinung das sie nicht wieder ran müssen. Also bis Anfang 1979 ist mir nie zu Ohren gekommen, das wir eventuell wieder gezogen werden können.
Von 1979 bis 1984 war ich dann bei der Seereederei in Rostock beschäftigt und war dann als Seemann länger außer Landes. Als ich 1984 dort aufhörte durfte ich auch nach kurzer Zeit wieder bei WKK antanzen.
Bis dahin war ich immer noch der Meinung das das nichts weiter zu bedeuten hat.
Doch da hatte ich mich aber gewaltig getäuscht. Im Oktober 1985 durfte ich dann für 3 Monate zur Reserve einziehen.

Wir wurden vorher irgendwo ,weiss nicht mehr genau wo,zur kurzen Ausbildung in ein paar Zelte gesteckt. Es waren dort sehr viele Lamettaträger die da herrumsprangen. Grabow oder Dömitz ????
Jedenfalls haben die wahrscheinlich auch noch nie von Resevisten bei den GT gehört.
Die machten immer ein riesen Theater wenn wir zum Essen gegangen ( wie ein Hammelhaufen ) sind.
Wir sollten sie immer grüßen ... aber wir wußten doch garnicht von wem wir sie grüßen sollten, denn wir kannten dort doch niemand.
Bis die dann nach ein paar Tagen das mitbekommen haben wer wir waren, hat sich so manch einer die Seele aus dem Leib gebrüllt und war einen Schlaganfall knapp entgangen.
Unser Zugführer war ein Unterleutnant.... der konnte uns nur Leid tun.
Er mußte sehr oft zum Rapport und dort haben sie ihn zusammen gefaltet.

Ich kam dann an die Elbgrenze nach Tripkau in der Nähe von Dömitz. Wir waren 4 Resis auf der Kompanie und mußten auch gleich mit zum GD.

Zitat von utkieker
Ne Schicht mit'n Resi - jeder hätte sich darum gerissen. Ich hatte das große Glück mit'n Resi auf Posten zu ziehen und glaubt mir das war ein Ritterschlag für jeden Postenführer. Resis hatten natürlich einen Ehrenstatus innerhalb der Grenzkompanie und wurden natürlich auch im Grenzdienst pfleglich behandelt und mit besonderen Respekt.
Gruß Hartmut!



Damit hast du Recht Hartmut . Die Postenführer haben sich wirklich immer gefreut wenn sie mit einen von uns rausgingen. Sie waren ja auch gerade erst Postenführer geworden und da gingen sie lieber mit einen raus der wußte worum es geht. Die neuen Soldaten hatten eben noch nicht die Erfahrung wie wir.
Innendienst fiel für uns auch ins Wasser, da haben wir uns garnicht erst drauf eingelassen. Der Spieß wollte erst den großen Macker machen, aber er ist dann wohl von höherer Stelle zurück gepfiffen worden. Jedenfalls ließ er uns dann in Ruhe. das einzigste was wir noch freiwillig machten war unsere Waffe putzen.
Im Grunde waren wir auch froh das wir wieder an die Grenze gekommen sind und nicht zu den Muckern mußten. Nur schade war die Jahreszeit, Oktober bis Januar ist nicht gerade die gemütlichste Zeit an der Grenze und dann noch Weihnachten+Silvester,
aber wem sage ich das ...
Gruß Jürgen


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#42

RE: !413

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 10.09.2011 21:38
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Ich hatte mich hier schon mal geäussert--Resi im Grenzdienst-es ist schon was dran-wenn man als Resi in den Grenzdienst ging-auch wenn man nicht als PF eingesetzt war--aber man wurde von den Soldaten und Gefreiten als PF-angesehen.Denn der Resi vermittelte seine Erfahrungen die er schon mal 1 Jahr durchmachte weiter.Ich selber diente 1981 noch mal als Resi bei den GT und ich hatte so das Gefühl-das die Grenzer mit denen ich draussen war.sich sagten--der hat alles schon mal durch--der kennt alles zu den habe ich vertrauen.Aber als Resi sagt man sich--was solls--die drei Monate sind auch vorrüber.Auch wenn man einen Polit hatte--der mal jemanden wecken wollte und zu Antwort bekam--man dient schon das zweite mal und viele sind noch beim ersten Mal dabei.Naja was solls-.Resi ist halt ResiGruß Rostocker


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#43

RE: !413

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 10.09.2011 21:52
von Geier | 51 Beiträge

Ich wollte aber nie dort Postenführer sein. Dafür kannte ich mich im Gebiet zu wenig aus. Der Postenführer fühlte sich aber mit uns eben auch wohler, weil wir wie schon gesagt, von der Materie doch mehr Ahnung bzw Erfahrung hatten als die ''Neuen''.
So nach 3 Monaten vielleicht mal, aber da war die Zeit ja zum Glück schon um.


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#44

RE: !413

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 10.09.2011 21:56
von Mozart | 56 Beiträge

Also, GWD hatte ich 78/79 an der Berliner Mauer.
Als Resi wurde ich noch mal 87 nach Spechtsbrunn (Sonneberg) eingzogen. (3Monate)
Ich war da aber nicht mehr direkt am Zaun, sondern nur noch Hinterlandsicherung und Objektwache.
Mozart


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#45

RE: !413

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 10.09.2011 22:05
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Geier
Ich wollte aber nie dort Postenführer sein. Dafür kannte ich mich im Gebiet zu wenig aus. Der Postenführer fühlte sich aber mit uns eben auch wohler, weil wir wie schon gesagt, von der Materie doch mehr Ahnung bzw Erfahrung hatten als die ''Neuen''.
So nach 3 Monaten vielleicht mal, aber da war die Zeit ja zum Glück schon um.



Stimmt,als wir wieder gingen--sagten wir als Resis--Jungs last euch nicht im Stiefel pis,,,,,,,,nach euch kommen Neue.Aber ich habe so manche feuchte Träne gesehen als ich als Resi ging--auch in den 3 Monaten hat sich eine Kameradschaft aufgebaut.Einfach mal so gesagt--Erinnerungen vergehen--aber Erinnerungen kommen wieder.


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#46

RE: !413

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 10.09.2011 22:29
von Commander | 1.055 Beiträge

Zitat von Geier

Zitat von Commander

Resi als PF? 77/78 gab es das bei uns nicht.Wir hatten alle viertel Jahre 2-3 Resis,alle als Posten eingesetzt.Waren aber schöne Schichten mit den "Alten Männern ".Ich selbst wurde nach meinen GWD für alle Zeiten in Ruhe gelassen.
Gruß C.



Hallo Commander
Ihr habt 77/78 schon Resi's auf den GK gehabt??
Ich bin 77/2 entlassen worden und da waren wir 100% sicher das Grenzer nicht zur Reserve gezogen werden.
Da ich im Grenzgebiet lebte und weiter ständig engen Kontakt zu den Grenzern bei uns hatte, war mir nie zu Ohren gekommen das Grenzer wieder gezogen wurden. Im Gegenteil, die Grenzer waren auch der Meinung das sie nicht wieder ran müssen. Also bis Anfang 1979 ist mir nie zu Ohren gekommen, das wir eventuell wieder gezogen werden können.
kann ich mich eGeier,während meiner ganzen Zeit hatten wir wie beschrieben ständig Resis.Sie waren als Posten voll im GD intregiert.An einen ntsinnen,der war Mitte 30.Ich selbst wurde nie wieder behelligt.Gruß C.
Von 1979 bis 1984 war ich dann bei der Seereederei in Rostock beschäftigt und war dann als Seemann länger außer Landes. Als ich 1984 dort aufhörte durfte ich auch nach kurzer Zeit wieder bei WKK antanzen.
Bis dahin war ich immer noch der Meinung das das nichts weiter zu bedeuten hat.
Doch da hatte ich mich aber gewaltig getäuscht. Im Oktober 1985 durfte ich dann für 3 Monate zur Reserve einziehen.

Wir wurden vorher irgendwo ,weiss nicht mehr genau wo,zur kurzen Ausbildung in ein paar Zelte gesteckt. Es waren dort sehr viele Lamettaträger die da herrumsprangen. Grabow oder Dömitz ????
Jedenfalls haben die wahrscheinlich auch noch nie von Resevisten bei den GT gehört.
Die machten immer ein riesen Theater wenn wir zum Essen gegangen ( wie ein Hammelhaufen ) sind.
Wir sollten sie immer grüßen ... aber wir wußten doch garnicht von wem wir sie grüßen sollten, denn wir kannten dort doch niemand.
Bis die dann nach ein paar Tagen das mitbekommen haben wer wir waren, hat sich so manch einer die Seele aus dem Leib gebrüllt und war einen Schlaganfall knapp entgangen.
Unser Zugführer war ein Unterleutnant.... der konnte uns nur Leid tun.
Er mußte sehr oft zum Rapport und dort haben sie ihn zusammen gefaltet.

Ich kam dann an die Elbgrenze nach Tripkau in der Nähe von Dömitz. Wir waren 4 Resis auf der Kompanie und mußten auch gleich mit zum GD.

Zitat von utkieker
Ne Schicht mit'n Resi - jeder hätte sich darum gerissen. Ich hatte das große Glück mit'n Resi auf Posten zu ziehen und glaubt mir das war ein Ritterschlag für jeden Postenführer. Resis hatten natürlich einen Ehrenstatus innerhalb der Grenzkompanie und wurden natürlich auch im Grenzdienst pfleglich behandelt und mit besonderen Respekt.
Gruß Hartmut!



Damit hast du Recht Hartmut . Die Postenführer haben sich wirklich immer gefreut wenn sie mit einen von uns rausgingen. Sie waren ja auch gerade erst Postenführer geworden und da gingen sie lieber mit einen raus der wußte worum es geht. Die neuen Soldaten hatten eben noch nicht die Erfahrung wie wir.
Innendienst fiel für uns auch ins Wasser, da haben wir uns garnicht erst drauf eingelassen. Der Spieß wollte erst den großen Macker machen, aber er ist dann wohl von höherer Stelle zurück gepfiffen worden. Jedenfalls ließ er uns dann in Ruhe. das einzigste was wir noch freiwillig machten war unsere Waffe putzen.
Im Grunde waren wir auch froh das wir wieder an die Grenze gekommen sind und nicht zu den Muckern mußten. Nur schade war die Jahreszeit, Oktober bis Januar ist nicht gerade die gemütlichste Zeit an der Grenze und dann noch Weihnachten+Silvester,
aber wem sage ich das ...
Gruß Jürgen





zuletzt bearbeitet 10.09.2011 22:36 | nach oben springen

#47

RE: !413

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 10.09.2011 22:32
von Mozart | 56 Beiträge

Hallo Rostocker,

genau was Du ebend sagtest, traf auch bei meinem Heimgang als RESI zu.
Mit den zurückgelassenen Kameraden hatte sich in diesen 3 Monaten ein sehr gutes Verhältnis aufgebaut.
Auch wir haben sie mit ähnlichen Worten wie von Dir beschrieben zu trösten versucht.
Mozart


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#48

RE: !413

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 11.09.2011 00:36
von Wahlhausener | 270 Beiträge

Mich hätte es auch fast erwischt.GWD bis 10/86 und nach 2 Jahren und ?? Monaten eine ,,Einladung" zum WKK.Konnte sogar wählen zwischen Perleberg und Plauen.Anfang 1990 sollte ich also zur Reserve.Dann haben die mir doch einen ganz netten Brief geschrieben,in dem sinngemäß stand:Im Jahr 1990 wäre die Aufgabenstellung eine andere und das sie sich für meine Einsatzbereitschaft bedanken.
Ansonsten hatten wir auch immer Resis im Zimmer und die sind als Posten mit an den Kanten gegangen.


Signatur gelöscht...


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#49

RE: !413

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 11.09.2011 10:16
von Adam | 145 Beiträge

hallo!! wir hatten 1985 auch resis in der komp.(paffschwende),wir sind super mit denen ausgekommen,feine kameraden,unsere komp.war zum schießen,und ich hatte uvd,die resis hatten wache, hab ich aus der küche die ich auch mit zu kontrolieren hatte,vorgekochten gulasch und bananen rausgebracht zum unter dem pilz stehenden resi,war schon ziemlich kühl zu der zeit nov.85,ach ja kaffee nicht zu vergessen,er hat sich gefreut wie ein könig,und ich war zu frieden das ich helfen konnte!! gruß Adam
Ps: mir wurde bei der entlassung mitgeteilt das ich nicht zur reserve eingezogen würde !! (29.04.1986,26 jahre alt)


Ausbildung:GAR.7 Halberstadt 02.11.1984-25.04.1985
Grenzdienst:GR1/GK1 Pfaffschwende 25.04.1985-29.04.1986
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#50

RE: !413

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 15.02.2016 20:13
von Aki | 53 Beiträge

Ich war 23.10.84 bis 18.01.85 als Reservist in 1193 Berlin-Treptow, Am Treptower Park 1, PF 17506 (Siegelcode 925) GR 33.


Batallionssicherung von 50 km Grenze von Treffurt bis Lauchröden GK Süd , GR-1, II. GB , 6. GK Großburschla 04.81/04.82
Reservist 10.84/01.85 GK Mitte , GR -33, 3.GK Berlin-Treptow
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#51

RE: !413

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 15.02.2016 21:37
von GZB1 | 3.286 Beiträge

Zitat von Aki im Beitrag #50
Ich war 23.10.84 bis 18.01.85 als Reservist in 1193 Berlin-Treptow, Am Treptower Park 1, PF 17506 (Siegelcode 925) GR 33.


@Aki weißt du vielleicht noch in welcher Kompanie du warst im 33er?


zuletzt bearbeitet 15.02.2016 21:40 | nach oben springen



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