#1

"Opferbericht"

in Leben in der DDR 06.07.2010 15:42
von 17.Juni (gelöscht)
avatar

Hallo,

auch das war das Leben in der ehemaligen DDR. Es gab da auch Menschen, die aufgrund ihrer Einstellung und ihres Glaubens nicht auf der Sonnenseite lebten.


….im Jahre 1985 war ich noch ein junger Assistenzarzt im pathologischen Institut in J. Ich arbeitete fleißig an meiner Doktorarbeit und beschäftigte mich in meiner knapp bemessenen Freizeit auch mit freien politischen Themen soweit dies in der DDR möglich gewesen war. Da ich aus einem kirchlich geprägten Elternhaus stamme, habe ich auch während meines Medizinstudium versucht den Kontakt zu Kirche zu halten bzw. zu pflegen. So konnte man doch unter dem Dach der Kirche so manches Thema „frei“ ansprechen, welche in der normalen Umgebung nicht immer möglich gewesen war.
Wir versuchten natürlich auch unter der Berücksichtigung aller Maßnahmen die zur Unterbindung solcher „Treffen“ getroffen wurden auf unsere Aktivitäten aufmerksam zu machen. Die Initiative „Schwerter zu Pflugscharren“ dürfte den meisten ehemaligen DDR-Bürgern bekannt sein. Natürlich versuchten auch wir aus unsere Kirchengemeinde in J. auf die Initiative aufmerksam zu machen. Innerhalb eines „kleinen Kirchentages“ in J. hatten wir uns vor unserer Kirche versammelt und versuchten mit Handzetteln Informationen über unsere Arbeit zu geben. Der Tag verlief ruhig und es ist zu keinen nennenswerten Ereignissen und auch zu keinen Diskussionen die im Zusammenhang mit unser Aktivität stehen könnten gekommen.
Am nächsten Tag begann ich meinen Dienst wie gewohnt um 8:00 Uhr im Institut für Pathologie in J. Ich hatte noch keine Stunde gearbeitet, rief mich der Institutsleiter per Anruf zu sich. Im Arbeitszimmer des Institutsleiters befanden sich noch zwei mir unbekannte Herren die sich sofort bei meinem Eintreten per Ausweis als Mitarbeiter des MfS auswiesen ohne ihre Namen zu nennen. Ohne Bekanntgabe des forderten mich diese zwei Herren auf „mitzukommen“ zur Klärung eines Sachverhaltes. Zu diesem Zeitpunkt war es 8:30 Uhr und ich hatte noch nicht gefrühstückt und verspürte ein nicht unerhebliches Durstgefühl.
Wir fuhren mit einem Wartburg ca. 30 min bis wir in der damaligen Kreisdienststelle des MfS angekommen waren. Sofort wurde ich –im schnellen Gang- in eine Vernehmungszimmer gebracht, in dem sich eine Person in Uniform befand. Ich durfte mich setzen und musste warten. Es wurde mir jegliche Unterhaltung mit dem uniformierten „Genossen“ untersagt und so saß ich fast ein Stunde schweigend in diesem Raum, bis ich endlich wieder ein mir „bekanntes“ Gesicht sah. Ohne die Nennung seines Namens wurde ich sofort nach meinen Namen, dem Geburtsdatum und dem Wohnort gefragt. Alle Angaben, die ich machte, wurden nur durch ein Kopfnicken des Herrn bestätigt. Danach nannte der Herr mir unterschiedliche Namen und fragte mich ob ich diese kenne und woher ich sie kannte. Es waren alles Namen von Mitgliedern unserer Kirchengemeinde in J. Auf meine Frage nach einem Glas Wasser ging er gar nicht ein, sondern forderte mich nur immer wieder auf die Wahrheit zu sagen und ihm zu bestätigen, dass ich die namentlichen genannten Personen kenne. Des weiteren schilderte er mir Aktivitäten und Ereignisse, die nur innerhalb der Kirche und deren Räume stattgefunden hatten und so gut wie nie in die Öffentlichkeit getragen wurden. Wiederholt verlangte ich nach einem Glas Wasser und äußerte auch den Wunsch nach etwas Essbarem. Auch diesmal wurde meine Bitte ignoriert und nicht zur Kenntnis genommen. Unzählige male wiederholte er die mir gestellten Fragen und verlangte in einem sehr forschen Ton ich solle im endlich die geforderte Antwort geben. Ich entschied mich zu schweigen, was für mich nicht vorhersehbare Folgen mit sich brachte. Nachdem ich wiederholt nach einem Glas Wasser verlangte gab er dem uniformierten Genossen den Befehl im ein Glas Wasser zu bringen. Die Betonung lag auf Ihm, was mir im ersten Moment gar nicht so recht bewusst geworden ist. Nachdem dieser nun das Glas voll mit Wasser brachte, musste der Uniformierte ihm das Glas sofort in die Hand geben, dieser stellte es dann auf seinen Schreibtisch und es befand sich außerhalb meiner Reichweite. Nach einigen Minuten des Schweigens und des Starrens auf das Wasserglas sagte er: sie bekommen erst dann was zu trinken, wenn ich von ihnen die von mir geforderte Antwort höre. Nachdem ich auch diesmal nichts von mir gegeben hatte, schrie er abführen. Ich verbrachte die Nacht in einer Untersuchungszelle, auf einer als Holzliege ausgezeichneten Lagerstätte ohne Matratze und nur mit einer dünnen Decke ausgestattet. Um 22:00 Uhr habe ich dann mein Glas Wasser bekommen versehen mit zwei sehr dürftig belegten Broten.
In den kommenden 4 Tagen wiederholte sich das gleiche Spiel, nur mit dem Unterschied, dass ich bevor ich meine Wohnung verlies ordentlich frühstückte. Auch mied ich die die Kontakte zu meiner Kirchengemeinde und verleugnete mich, wenn Mitglieder an meiner Haustür nach mir klingelten.
Am 5.Tag musste ich sofort nach Dienstbeginn bei meinem Institutsleiter erscheinen, der mir nach einer kurzen und knappen Begrüßung die Frage stellte, ob ich noch für meine Aufgabe hier am Institut geeignet sei, nach den Ereignissen der vergangenen Tage schien das nicht der Fall zu sein, meinte er zu mir. Vollkommen überrascht und überrumpelt, konnte ich nicht sofort auf seine Frage antworten, was er wiederum nutzte um zum nächsten Gegenschlag auszuholen. Ich werde sie in die Konservierung versetzen. Mir stockte der Atem und ich musste nach Luft ringen, ausgerechnet dort hin sollte ich versetzt werden, wo die Arbeitsbedingungen am schlechtesten sind. In dieser Abteilung wurden nur bestimmte und sehr sorgfältig ausgewählte Organe in Formalin konserviert um sie der Nachwelt zu erhalten. Das alles geschah ohne Schutzmaske und Luftfilterung in einem nur sehr mäßig zu durchlüftenden Raum. Den Dienst hätte ich sofort anzutreten, würde ich dieser Aufforderung nicht nachkommen hätte ich sofort das Institut zu verlassen. In der Hoffnung wenigstens meine Doktorarbeit fertig schreiben zu können, folgte ich seinen Anweisungen. Ich arbeitete insgesamt 3 Jahre in der Konservation und wurde von Monat zu Monat immer wieder mit fadenscheinigen Argumenten vertröstet im nächsten Jahr könne ich meine Doktorarbeit abgeben und damit den Doktortitel erlangen. Das alles erfolgte damit, dass mein mir zugeteilter Doktorvater mich immer zu sich kommen lies und mit mir meine Promotionsarbeit durchging. Als sich nach drei Jahren die ersten gesundheitlichen Probleme einstellten und ich nicht mehr die geforderte Arbeitszeit aus gesundheitlichen Problemen einhalten konnte und ich immer öfter krankgeschrieben wurde, teilte man mir lapidar mit, wer nicht körperlich belastbar sei und sich ständig im Krankenstand befinde wäre auch diesen Belastungen nicht mehr gewachsen. Somit blieb ich ein diplomierter Mediziner, der seit 1996 Teilinvalide war und seit 2004 Vollinvalide ist und seit 2008 (aufgrund einer Lungenfunktionsstörung) maschinell beatmet wird…….

.....der 17.Juni


nach oben springen

#2

RE: "Opferbericht"

in Leben in der DDR 06.07.2010 15:54
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

schade, schade @ 17. juni, die grundidee mit dem jungen assistenzarzt, doktorarbeit, kirche und "schwerter zu pflugscharen" wird so sicherlich stimmen.

alles weitere in dem zusammenhang mit dem mfs ist scheinbar frei erfunden, da sind zu viele fehler in der geschichte. für mich total unglaubwürdig.


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
nach oben springen

#3

RE: "Opferbericht"

in Leben in der DDR 06.07.2010 15:58
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Krass.....

.....und nur weil man sich für den Frieden einsetzt.....

groetjes

Mara


Kein Sex mit Nazis...!!!
nach oben springen

#4

RE: "Opferbericht"

in Leben in der DDR 06.07.2010 16:15
von 94 | 10.792 Beiträge

---ironie on---
schade, schade nur das du unsern mittwoch nicht noch gleich auf die forumsregel '9.2. Es sind grundsätzlich nur Überschriften aus mehreren Worten zulässig. Nur im Bereich "Offtopic" sind Themen aus Einzelwörtern zulässig.' hingewiesen hast, ganz toll, du luftwaffenhelfernder Generalsneffe
---ironie off---

und woher soll nach so vielen jahren ein damals schon aussenstehender diese vielen internas kennen. zu glueck sind die zeiten vorbei, in denen ich befehlsgewalt hatte, meint zumindest mein auftraggeber gerade, den ich hier schon wieder etwas von der resource zeit abzweige. a b e r ich kann anregen. dann gib doch dem 'mittwoch, den 17.juno' mal wenigstens eine oder ywei oder drei kleine hilfestellungen, was da deiner meinung nach alles falsch ist und vielleicht bekommt ihr mit vereinten kraeften die story rund.
gruesse aus dem tiefen des serverraums


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


nach oben springen

#5

RE: "Opferbericht"

in Leben in der DDR 06.07.2010 16:21
von 17.Juni (gelöscht)
avatar

Zitat von GilbertWolzow
schade, schade @ 17. juni, die grundidee mit dem jungen assistenzarzt, doktorarbeit, kirche und "schwerter zu pflugscharen" wird so sicherlich stimmen....alles weitere in dem zusammenhang mit dem mfs ist scheinbar frei erfunden, da sind zu viele fehler in der geschichte. für mich total unglaubwürdig.



Hallo GilbertWolzow,

ich will Dir Deinen Glauben nicht nehmen und bin durchaus bereit auch Deinen Standpunkt zu akzeptiere. Ich hatte auch ehrlich gesagt bzw. geschrieben keine auch nur annähernde Meinung zu diesem Bericht von Dir erwartet.
Aber Du stimmst mir doch sicherlich zu, dass es dann und wann auch ein sogenanntes Berufsverbot bzw. eine Umsetzung innerhalb eines Betriebes gegeben hat bzw. man für gewisse Funktionen nicht mehr tragbar war. Oder, aber es auch - nennen wir es mal Einschränkungen- in der Ausbildung und im Schulabschluß gab.

Freue mich auf Deine Antwort....

in diesem Sinne, der
17.Juni


nach oben springen

#6

RE: "Opferbericht"

in Leben in der DDR 06.07.2010 16:24
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Nun @94, eines sollte jedem Leser hier sofort auffallen.

Zitat von 17.Juni
Ich verbrachte die Nacht in einer Untersuchungszelle, auf einer als Holzliege ausgezeichneten Lagerstätte ohne Matratze und nur mit einer dünnen Decke ausgestattet.
.
.
In den kommenden 4 Tagen wiederholte sich das gleiche Spiel, nur mit dem Unterschied, dass ich bevor ich meine Wohnung verlies ordentlich frühstückte.



Der Herr verbrachte die Nacht in der Zelle und frühstückte dann aber zu Hause? Dann ging er jeden Abend ging er heim, um dann vom MfS-Chauffeur die folgenden 4 Tage zur wiederholung des "Spieles" zur KD gefahren worden zu sein? Das ist nur ein Fehler von vielen, aber der sollte jedem auffallen.


Seine Geschichte an sich will ich nicht abstreiten, die Handlungsabläufe sind so jedoch unmöglich.


P.S. Frag doch mal bei der BStU an wie viele Arrestzellen eine gewöhnliche KD im Schnitt so hatte.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 06.07.2010 16:26 | nach oben springen

#7

RE: "Opferbericht"

in Leben in der DDR 06.07.2010 16:42
von 17.Juni (gelöscht)
avatar

Zitat von Feliks D.
.......Der Herr verbrachte die Nacht in der Zelle und frühstückte dann aber zu Hause? Dann ging er jeden Abend ging er heim, um dann vom MfS-Chauffeur die folgenden 4 Tage zur wiederholung des "Spieles" zur KD gefahren worden zu sein? Das ist nur ein Fehler von vielen, aber der sollte jedem auffallen. Seine Geschichte an sich will ich nicht abstreiten, die Handlungsabläufe sind so jedoch unmöglich.



Ach Feliks D,

auf Deinen herzerfrischende und immer wieder amüsanten Worte habe ich schon regelrecht gewartet. Kann man an der Geschichte so nichts ändern bzw. in Frage stellen, so findet sich bstimmt was in den Abläufen.
Nun gut, dann schildere doch mal aus Deiner Sicht und den vielen Erfahrungen die Du ja hier immer wieder laufend propagierst wie es denn richtig ablaufen muß so ein Verhör oder besser ausgedrückt der Umgang mit hartnäckigen Kritikern der ehemaligen DDR.
Und erzähl mir bitte nicht, ihr habt sie per schriftlicher Einladung zu Kaffee und Kuchen gebeten womöglich noch mit nem LADA abgeholt und heimgefahren. Wenn ja, dann geh bitte in eine Kindertagesstätte, die Damen freuen sich immer wieder über Geschichtenerzähler, die zum Einschlafen der Kleinen beitragen..


der 17.Juni


nach oben springen

#8

RE: "Opferbericht"

in Leben in der DDR 06.07.2010 17:00
von werner | 1.591 Beiträge


Nicht schlecht, 17. Juni, erst eine fehlerhafte Geschichte erzählen, offenbar selbst die Ungereimtheiten nicht erkennen, dabei ertappt werden und anschließend zurückfragen, wie es hätte laufen müssen, damit die nächste Story plausibel zusammengebaut werden kann. Den Geschichtenerzähler in der KiTa könntest Du besser geben, denn Kinder merken nicht so schnell wenn sie veräppelt werden und FeliksD. ist dann eher der Spielverderber. . . .

Wie schon andere festgestellt haben, ist die Geschichte als solches möglich, aber bitte nicht so wild ausschmücken, das glaubt kein Denkender, oder hast Du den Text gekürzt, dann bitte ergänzen.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
nach oben springen

#9

RE: "Opferbericht"

in Leben in der DDR 06.07.2010 18:00
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Das so ein Beitrag hier nicht ungeschoren davon kommt ,war mir schon klar..
Was konkret ist hier falsch ?



nach oben springen

#10

RE: "Opferbericht"

in Leben in der DDR 06.07.2010 18:02
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von 17.Juni

Aber Du stimmst mir doch sicherlich zu, dass es dann und wann auch ein sogenanntes Berufsverbot bzw. eine Umsetzung innerhalb eines Betriebes gegeben hat bzw. man für gewisse Funktionen nicht mehr tragbar war. Oder, aber es auch - nennen wir es mal Einschränkungen- in der Ausbildung und im Schulabschluß gab.


ja, das hat es unbestritten gegeben und war nicht gerade ein ruhmesblatt der zuständigen organe in der ddr...


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
nach oben springen

#11

RE: "Opferbericht"

in Leben in der DDR 06.07.2010 18:08
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von Zermatt
Das so ein Beitrag hier nicht ungeschoren davon kommt ,war mir schon klar..
Was konkret ist hier falsch ?


@zermatt, wir wollen mal einer berichtigung von @17. juni nicht vorgreifen, aber @feliks hat schon den wink mit dem zaunpfahl....

p.s. was ehrlich gesagt zum ko.... ist: man findet oft solche haarsträubenden geschichten und wenn man dann auf die unmöglichkeit hinweist ist man der buhmann, da sich doch die geschichte so schön schaurig anhörte....


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
nach oben springen

#12

RE: "Opferbericht"

in Leben in der DDR 06.07.2010 18:14
von Oss`n | 2.777 Beiträge

Tjo, es wurde eine "Geschichte" in den Raum gestellt.
Wenn sie nicht stimmt, muß man doch gegenargumentieren und dies auch beweisen.
Oder ??

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
nach oben springen

#13

RE: "Opferbericht"

in Leben in der DDR 06.07.2010 18:15
von Oss`n | 2.777 Beiträge

Stimmt nicht zu sagen ist doch einfach.
Wie war es dann denn wirklich ??

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
nach oben springen

#14

RE: "Opferbericht"

in Leben in der DDR 06.07.2010 18:19
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

@oss´n mit dem zoss´n , ich will nicht vorgreifen... aber ansonsten analoge aussage wie an @zermatt


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
nach oben springen

#15

RE: "Opferbericht"

in Leben in der DDR 06.07.2010 18:25
von Oss`n | 2.777 Beiträge

Also 17. Juni,
du haßt da ganz schönen Quatsch geschrieben.
Wir können zwar zur Zeit noch nicht das Gegenteil beweisen, aber wir arbeiten daran.
Wenn ich mir die Mitte des geschriebenen beider Seiten durchlese, so ist das immer noch..................!

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
nach oben springen

#16

RE: "Opferbericht"

in Leben in der DDR 06.07.2010 18:29
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von Oss`n

Wir können zwar zur Zeit noch nicht das Gegenteil beweisen, aber wir arbeiten daran.


kalt @oss´n, ganz kalt... beantworte doch mal für dich den wink vom @feliks....


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
nach oben springen

#17

RE: "Opferbericht"

in Leben in der DDR 06.07.2010 18:47
von Oss`n | 2.777 Beiträge

Hallo GW,
habe mir schon mein Bild gemacht.
Habe mich schon so ab und an mit dem MfS beschäftigt.
Mit Betroffenen geredet, viel gelesen und wie gesagt mein eigenes Bild gemacht.
Wer heute wirklich noch glaubt, die MfS Mittarbeiter stammen alle von der Mutter Theresa ab der hat alles verpennt.
Wer heute noch glaubt,alle MfS Mittarbeiter waren brutal und haben Menschen fertig gemacht, der irrt.
Es gab auch Zivilangestellte.
Wer glaubt, ich schreibe bei diesem Thema weiter, der irrt auch.
Ich war AGT - nicht Angeh. des MfS.

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
nach oben springen

#18

RE: "Opferbericht"

in Leben in der DDR 06.07.2010 18:49
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
avatar

Ich finde nicht, das da was nicht stimmt an deiner Geschichte, 17. Juni. Denn hätte man dich kassiert, also schon am ersten Abend dabehalten, dann wären deine Mitstreiter mißtrauisch geworden. Aber ich bin Keiner, der je mit dem MfS zu tun hatte, nur mit der Kripo und da war die Vorgehensweise ähnlich...abholen...auf der Fahrt kein Beantwortung meiner Fragen und bei der Vernehmung wechselten aller zehn Minuten die Fragesteller.
Ich versteh auch nicht, warum deine Geschichte so zerissen wird. Warum solltest du lügen, eventuell, um deinen gesundheitlichen Status hervorkehren zu wollen? Das wäre für mich nicht logisch, denn geschädigt bist du genug, auch wenn du damals hättest dir eine andere Arbeit zulegen können? In dem Punkt kann ich dir nicht ganz folgen, zumal du wußtest, wie gesundheitsschädlich der Arbeitsplatz ist, so hast du ihn doch über drei lange Jahre noch besetzt.

R-M-R


nach oben springen

#19

RE: "Opferbericht"

in Leben in der DDR 06.07.2010 18:55
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow
p.s. was ehrlich gesagt zum ko.... ist: man findet oft solche haarsträubenden geschichten und wenn man dann auf die unmöglichkeit hinweist ist man der buhmann, da sich doch die geschichte so schön schaurig anhörte....



Schaurig ist meines Erachtens die Vorstellung, das wenn man Waffen zu Pflugscharen propagiert, es so einen Rattenschwanz nach sich zieht.....Friedenschaffen ohne Waffen war den Herren wohl suspekt....so das man drastisch einschreiten mußte.....

....einem Mediziener so am Weiterkommen zu hindern war doch eher hinderlich für die Staatsführung, der in Scharen wichtige Fachkräfte davonliefen.....oder seh ich das verkehrt.....

....also warum mußte so mit Freidensaktivisten so umgegangen werden.....ich dachte doch eher der Hauptfeind wäre das Großkapital und der Imperialismus und nich die kleinen Leute, die sich eine Welt ohne Waffen wünschten.....

....ich krich bestimmt gleich Antwort von einschlägiger Seite....ja die, die das wissen müssten....

Derweil geh ich Diebels holen in Deutschland....Fußball geht nachher los.....

groetjes

Mara


Kein Sex mit Nazis...!!!
nach oben springen

#20

RE: "Opferbericht"

in Leben in der DDR 06.07.2010 19:17
von Huf (gelöscht)
avatar

Es ist wieder so, wie immer! Es liegt der Bericht eines Betroffenen vor, der nach vielen Jahren aus dem Gedächtnis die Ereignisse schildert, die er erlebt hat. Ereignisse unter psychischem Ausnahmezustand!
Es gibt in der Hand kein Protokoll, keinerlei Aufzeichnungen o.ä., logisch, woher soll er das auch haben?
Sein Bericht, der uns heute vorliegt wird von einigen Usern nicht oder nur marginal inhaltlich wahrgenommen, jedoch auf Authentizität geprüft und prompt als Märchen dargestellt.
Da ich selbst ein ähnliches, wenn auch nicht so dramatisches Erlebnis hatte, glaube ich dem Berufskollegen und hoffe, er hat nach der Wende die Kurve gekriegt.
Daher meine Verbitterung und zeitweise Bissigkeit @Feliks u.a., obwohl dies nicht zwangsläufig Eure Personen betrifft.

Huf


nach oben springen


Besucher
27 Mitglieder und 67 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: rtde
Besucherzähler
Heute waren 2543 Gäste und 159 Mitglieder, gestern 3912 Gäste und 213 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14351 Themen und 556862 Beiträge.

Heute waren 159 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen