#1

Währungsunion

in Leben in der DDR 01.07.2010 20:12
von Pitti53 | 8.787 Beiträge

Popstar D-Mark
Hupkonzerte, Autokorsos, Feuerwerke: Die DDR-Bürger feierten vor 20 Jahren die Einführung der D-Mark wie den Gewinn der Fußball-WM. Auf Währungspartys hauten sie die letzten Alumünzen auf den Kopf und stürmten dann die Bankfilialen. Doch der erwartete Kaufrausch blieb aus - und das alte Ostgeld lebte weiter.

http://einestages.spiegel.de/external/Sh...l#featuredEntry

Wie habt ihr es erlebt?


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#2

RE: Währungsunion

in Leben in der DDR 01.07.2010 21:07
von VNRut | 1.485 Beiträge

Tag der Währungsunion war mein Urlaubsantritt an die Ostsee - nach Kühlungsborn. Mit einen kleinen Scheck (ohne Bares) meiner Hausbank sind wir losgefahren und hofften das sich wenigsten im Urlaub alles normalisiert. Hat aber alles mit Kohle-Nachschub super geklappt. So planten wir gleich noch von Kühlungsborn Tagesfahrten nach Kopenhagen und Hamburg mit ein.

Gruß VN_Rut


GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
zuletzt bearbeitet 01.07.2010 21:09 | nach oben springen

#3

RE: Währungsunion

in Leben in der DDR 01.07.2010 21:28
von PF75 | 3.292 Beiträge

Hat aber nicht lange vorgehalten und dann war sie wieder weg ,die so geliebte D-Mark


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#4

RE: Währungsunion

in Leben in der DDR 02.07.2010 08:41
von Danny_1000 | 166 Beiträge

Man mußte nur ein wenig ökonomischen Sachverstand besitzen um zu erkennen: Wenn man einer kränkelnden DDR- Wirtschaft über Nacht eine frei konvertierbare Währung überstülpt, wird das neben der kurzzeitigen Freude für den Einzelnen (endlich richtiges Geld in der Hand zu haben) mittelfristig zu erheblichen Problemen in der Wirtschaft führen. Millionen von DDR- Bürgern bezahlten in den Folgejahren einen kurzfristigen Konsumrausch mit der Massenpleite eines großen Teiles ihrer Betriebe.

Ein völliger Irrsinn war hierbei das Umtauschverhältnis von 2:1 (2 Ostmark = 1 DM) für alle Unternehmen. Das blähte die Bilanzen auf und gaukelte der Welt einen Wert der Firmen vor, welche viele nicht mal annähernd besaßen. Die Folge davon war: Über Nacht saßen Tausende von DDR- Firmen auf einem Berg von Schulden. Das musste - gepaart mit der Breulschen Treuhandpolitik – zu Massenpleiten und damit Massenentlassungen führen.
Um das einigermaßen sozial abzufedern, flossen in der Folge 1,3 Billionen EURO von West nach Ost.

Eine logistische Meisterleistung war also bestenfalls der 1.Juli 1990 – also die Einführung des neuen Geldes im Osten……

Nein, zu den Jublern gehörte ich damals nicht….

Daniel


Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst !
(Voltaire frz. Philosoph 1694 - 1778)
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