#21

RE: Die Transitautobahnen nach West Berlin wie war das?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 15.05.2012 17:53
von Fritze (gelöscht)
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Mein Schwiegervater (West)war auch einige Male in der DDR.Glaube ist immer Helmstedt rüber.Da hat er dann nach seinem berichtem ,schon mal den Satz mit Gänsefleisch gehört.Für die Rücktour hat er sich immer ein "Neues Deutschland " von seinen Ostverwandten gebenlassen.Diese wurde dann im Sichtbereich auf dem Armaturenbrett deponiert.Somit war die Ausreise gelaufen.


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#22

RE: Die Transitautobahnen nach West Berlin wie war das?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 16.05.2012 02:55
von PzGrenWest | 29 Beiträge

Ich bin die Transitstrecke auch oft gefahren, mindestens zwei, dreimal im Jahr über Helmstedt nach Berlin.
Ja, man hatte ein mulmiges Gefühl, wenn man bei Marienborn über die weiße Linie fuhr.
Und nicht immer waren die Grenzer freundlich.
Manchmal hat es länger gedauert, manchmal weniger lang.
Interessant war, dass man dort genau zu wissen schien, wer im Auto saß.
Wenn ich mit meiner damaligen Freundin allein nach Berlin fuhr, ging es recht schnell.
Als wir Freunde dabei hatten, mit denen wir zu einer Veranstaltung nach Berlin fuhren und wo sie gerade in den Landtag in NRW gewählt worden war, hat es auffallend lange gedauert, es gab auch mehr Fragen als sonst.

Bei der Ausreise wiederum gab es solche und solche.
In der Regel waren sie verbindlich und sachlich, selten unhöflich. Wirkliche auffällige Unhöflichkeit habe ich nie erlebt.
Manchmal waren sie auch ausgesprochen nett. Ich erinnere mich noch, wie wir mit einem Wohnmobil nach Berlin unterwegs waren.
Der Grenzer ließ sich alles zeigen, wollte wissen, wo die 'Lustwiese' (seine Worte) ist, ließ sich den Gasherd vorführen, zeigte sich beeindruckt von der Dusche und den Extras und war ziemlich jovial und gut drauf.
Zum Abschied wünschte er uns noch eine gute Fahrt und viel Spaß.
Natürlich hat er sehr genau in alle Stauräume geschaut, aber das war ja auch normal.
Sicher, das war die Ausnahme, so freundlich habe ich sonst nie einen Grenzer erlebt. Der hier war allerdings auch älter (schätzungsweise Mitte 50) und damit vermutlich einfach souveräner als die Jungspunde, die da sonst so rumliefen.

Ich habe zumindest nie schlechte Erfahrungen mit den Grenzern gemacht. Wenn man denen gegenüber freundlich war, waren sie einem gegenüber zumindest nicht unfreundlich.
Das dürfte an allen Grenzen der Welt ähnlich sein.

Die üblichen Abzockmethoden auf der Transitstrecke musste man halt kennen und nicht drauf reinfallen.
Z.B. war es im Westen ja üblich, auf die linke Spur zu wechseln, wenn sich jemand von einer Zufahrt einfädeln wollte.
Bei den sehr kurzen, oft noch gepflasterten Auffahrten der DDR-Autobahnen war es geradezu ein Reflex, nach links zu wechseln, um den am Ende der Zufahrt stehenden, blinkenden Lada reinzulassen.
Da musste man sich wirklich zusammenreißen, rechts zu bleiben. Wechslete man nach links, haben sie einen gleich rausgezogen und einen (Westgeld)-Strafzettel verpasst.

Die Fahrer der fetten Mercedes und Porsche, die meinten, einem unbedingt Lichthupe geben und überholen zu müssen, obwohl man genau die erlaubte Höchstgeschwindigkeit fuhr, während man einen Trabi überholte, hatten es meines Erachtens nicht besser verdient, als kurz danach rausgeholt zu werden.
Sowas würde man sich heute doch auch öfter wünschen, oder?

Aber ansonsten war das ziemlich locker.



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#23

RE: Die Transitautobahnen nach West Berlin wie war das?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.03.2013 19:41
von berlin3321 | 2.518 Beiträge

Hallo,

auch wenn der Fred hier ziemlich alt ist:

Der ADAC hat auf den Transitstrecken keine Pannenhilfe geleistet.

Richtig ist, dass 15 Passat von München an das Kombinat Kraftverkehr Potsdam geliefert wurde, Die Fahrer stellte der Kraftverkehr Potsdam.

Für die Schulung war der ADAC Hansa zuständig, mein Gruppenleiter Peter J***** hat die Schulungen der Fahrer 87/ 88 in der Autobahnmeisterei Sukow durchgeführt.

Die Fzge trugen die DDR Kennzeichen für Potsdam, waren nicht in München zugelassen wie die normalen Straßenwachtfzge.Zusätzlich wurde ein Dreieck auf das Dach gebaut, darauf die Rundumleuchte.Die Fzge trugen nicht die seitlichen Aufkleber ADAC und ADAC Pannenhilfe/ ADAC Straßenwacht.

Die Fahrer der Passat Fzge wurden nach der Wende vom ADAC übernommen, die Fzge auf den ADAC Mönchen zugelassen und mit den Schriftzügen umgerüstet. Das Dreieck blieb auf dem Dach.

Ferner wurden noch Volvo 7,5 t Abschleppwagen in mir nicht bekannter Anzahl an den Kraftverkehr übergeben.

Mfg Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
zuletzt bearbeitet 19.03.2013 19:45 | nach oben springen

#24

RE: Die Transitautobahnen nach West Berlin wie war das?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.03.2013 20:22
von berlin3321 | 2.518 Beiträge

Transit habe ich erlebt:

Über die GÜST Horst/ Boizenburg , B/ F 5 bis LULU, dann A 24 und dann Staaken, an den Russenkasernen vorbei.Auf der Rückfahrt war es dunkel, November.

Staaken dann Panzer, die die B/ F 5 ungesichert überquerten, äußerst gefährlich. Dann Militärkolonnen, Richtung Berliner Ring.

IN LULU dann unbeleuchtete Russen LKW, ich wäre fast drauf gefahren.

Bei der Ausreise Horst an der Vorkontrolle bin ich dann über die rote Ampel direkt bis zum Posten gefahren, gab gleich ´nen Einlauf, rechts raus, warten. Nach 30 min ging es dann weiter zur eigentlichen Ausreise.

Die Grenzer/ Posten nicht unfreundlich aber sehr kühl.

Ich konnte es mir nicht verkneifen, die automatische Antenne einfahren zu lassen als der Posten hinten sehr intensiv links in die Heckscheibe schaute (Heckantenne li).

Dann A 24 bis Staaken, über Zarrentin. Mit WOMO und Anhänger, auf dem Anhänger ein Auto drauf, also LKW Spur (bin mit dem WOMO immer LKW Spur gefahren), sehr nette Leute, speziell der Zoll.

Die fragen was mit dem Auto auf dem Hänger passieren soll, ich erzählte, soll in B verkauft werden, für 3500 DM. Der Zöllner meinte, billig. Im Wortgeplänkel dann, ich kann ihn auch unterwegs abladen, er soll mir nur agen wo. Er lachte, wünschte gute Fahrt.

Dann zur Bank, Geld geholt (ich hatte da vom kleinen Grenzverkehr), unterwegs dann gehalten und gut und billig gegessen.

Selbstverständlich 2 x von der Pol angehalten worden, zu schnell, 30 DM. 30 M wollten sie nicht, ich fahre Transit also West. Ich habe auch die Tachoscheibe vorgelegt, darauf war keine Überschreitung ersichtlich, das Gerät sogar geeicht, da es vorher ein Mietwagen war.

Danach war dann die Sache erledigt, weder Ost noch Westknete war erforderlich. Also offensichtlich Abzocke.

Nach der Wende bin ich dann Zeitung von HH nach B gefahren, Bild am Sonntag, AutoBild, Bild der Frau. Wir sind dann über den Berliner Ring Nördlich naqch Berlin rein, am Alex vorbei,Unter den Linden, dann li vor dem Brandenburger Tor li, zum Axel Spriger Haus.

Zu der Zeit nach dem 1.1.90 gab es überhaupt keine Probleme mehr.

In einem anderen Thread habe ich schon geschrieben, dass ich in den ersten Monaten 1990 mein Altöl in die DDR importiert habe, es gab ja 1, 25 M oder 1, 50 M für den Liter.

Was hat der Zöllner blöd geguckt, er frage ja, ob ich was dabei habe, was in der DDR verbleiben soll und ich sagte, ja, Altöl. Er fragte A..Altöl ?

Mfg Berlin


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#25

RE: Die Transitautobahnen nach West Berlin wie war das?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.03.2013 20:30
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Bin viele Male gefahren, auch noch die alte Transit-Landstraße nach Hamburg, bevor es die Autobahn gab. Diese Route war am interessantesten für mich, wegen der russischen Kasernen und den Ortsdurchfahrten. War aber sonst auch oft "richtig" in der DDR und Ost-Berlin.

Die Transitfahrten klappten eigentlich immer ganz gut. Irgendwie dauerte es am Kontrollpunkt gefühlt immer gleich lang, egal ob es voll oder leer war. Ferienbeginn war natürlich was anderes. Man durfte immer nur 100 km/h fahren und hatte gegenüber Westdeutschland so ein latentes Schleichfahrt-Gefühl. Selbst mit unserem alten Golf. Allerdings waren die DDR-Autobahnen lange auch sehr schlecht vom Zustand. An Intershop oder Intertank haben wir selten gestoppt. Wir sind meistens erst in Franken schön essen gewesen, in irgendwelchen schönen Landgasthöfen. Transit war irgendwie Routine. Erinnere mich noch an die grenznahen Schilder "Letzte Ausfahrt für DDR-Kfz" und kurz vor Finale "DDR-Kfz ->". Und die Werbebanner an den DDR-Autobahnbrücken konnte jeder Westler aufsagen "Plaste und Elaste aus Schkopau" etc.

An den DDR-Grenzkontrollpunkten wurde ja alle Autos seit 1975 heimlich vom MfS mit Gamma-Kanonen durchleuchtet, damit keiner heimlich im Kofferraum abhaut. Die Dosis würde mich ja mal interessieren. Der Bund hält drüber auch auffällig dicht, vermutlich fürchtet man Prozesse wie bei den verstrahlten Radarbeobachtern von NVA und Bundeswehr.


zuletzt bearbeitet 19.03.2013 20:37 | nach oben springen

#26

RE: Die Transitautobahnen nach West Berlin wie war das?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.03.2013 09:36
von Lutze | 8.034 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #25
Bin viele Male gefahren, auch noch die alte Transit-Landstraße nach Hamburg, bevor es die Autobahn gab. Diese Route war am interessantesten für mich, wegen der russischen Kasernen und den Ortsdurchfahrten. War aber sonst auch oft "richtig" in der DDR und Ost-Berlin.

Die Transitfahrten klappten eigentlich immer ganz gut. Irgendwie dauerte es am Kontrollpunkt gefühlt immer gleich lang, egal ob es voll oder leer war. Ferienbeginn war natürlich was anderes. Man durfte immer nur 100 km/h fahren und hatte gegenüber Westdeutschland so ein latentes Schleichfahrt-Gefühl. Selbst mit unserem alten Golf. Allerdings waren die DDR-Autobahnen lange auch sehr schlecht vom Zustand. An Intershop oder Intertank haben wir selten gestoppt. Wir sind meistens erst in Franken schön essen gewesen, in irgendwelchen schönen Landgasthöfen. Transit war irgendwie Routine. Erinnere mich noch an die grenznahen Schilder "Letzte Ausfahrt für DDR-Kfz" und kurz vor Finale "DDR-Kfz ->". Und die Werbebanner an den DDR-Autobahnbrücken konnte jeder Westler aufsagen "Plaste und Elaste aus Schkopau" etc.

An den DDR-Grenzkontrollpunkten wurde ja alle Autos seit 1975 heimlich vom MfS mit Gamma-Kanonen durchleuchtet, damit keiner heimlich im Kofferraum abhaut. Die Dosis würde mich ja mal interessieren. Der Bund hält drüber auch auffällig dicht, vermutlich fürchtet man Prozesse wie bei den verstrahlten Radarbeobachtern von NVA und Bundeswehr.

die Transit-Landstrasse nach Hamburg war die Fernverkehrsstrasse 5,und zu DDR-Zeiten durfte man
auf diesen Strassen höchstens mit 80 Km/h fahren
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#27

RE: Die Transitautobahnen nach West Berlin wie war das?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.03.2013 13:30
von Gelöschtes Mitglied
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Oha, jetzt kommen wieder die ominösen Gammakanonen....


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#28

RE: Die Transitautobahnen nach West Berlin wie war das?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.03.2013 20:31
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Einfach mal nachlesen. Dieser Genosse Major hat sie konstruiert:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13687249.html


zuletzt bearbeitet 20.03.2013 20:32 | nach oben springen

#29

RE: Die Transitautobahnen nach West Berlin wie war das?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.03.2013 06:12
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #28
Einfach mal nachlesen. Dieser Genosse Major hat sie konstruiert:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13687249.html

Der Spiegel schrieb auch von Hitlertagebüchern.....

Es waren keine Gammakanonen, was da als Gammakanonne bezeichnet wird. Oder Marsmenschen sind echt.


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#30

RE: Die Transitautobahnen nach West Berlin wie war das?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.03.2013 07:38
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von EDGE-Henning im Beitrag #29
Zitat von Harzwanderer im Beitrag #28
Einfach mal nachlesen. Dieser Genosse Major hat sie konstruiert:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13687249.html

Der Spiegel schrieb auch von Hitlertagebüchern.....

Es waren keine Gammakanonen, was da als Gammakanonne bezeichnet wird. Oder Marsmenschen sind echt.



Nur mal so gesagt: Das mit den Hitlertagebüchern war der STERN.

Gruss

icke



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#31

RE: Die Transitautobahnen nach West Berlin wie war das?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.03.2013 10:20
von 94 | 10.792 Beiträge

Na und darüber hat dann der Spiegel berichtet, in seiner Ausgabe 19/1983 ... Hitler-Tagebücher: Ein tödlicher Fehler
Der Spiegel berichtete auch über die Pannen-Passate, in der Augabe 33/1988 ... Ohne Nebenausgang
Und in diesem Artikel findet sich auch Antwort auf eine (wenn auch nur indirekt gestellte) Frage, es wurden (ich zitiere):
... zwölf moderne Volvo-Abschleppwagen angeschafft, die künftig ihre Last bis in den Westen bringen dürfen.

Nur mit den 7½-Tonnen, biste Dir da sicher @berlin3321? Nach meinem jetzigen Kenntnisstand waren es F89-Fahrgestelle?
Zumindest stand vor paar Jahren einer auf einem 'Ost'-Treffen rum ... http://www.fahrzeugbilder.de/name/einzel...chenaufbau.html


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 21.03.2013 10:21 | nach oben springen

#32

RE: Die Transitautobahnen nach West Berlin wie war das?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 28.03.2013 22:30
von berlin3321 | 2.518 Beiträge

Hallo,

nee, da bin ich mir nicht sicher, ob 7,5 t oder ein anderes Gewicht. Ich glaube, dass das auch unwichtig ist.

Über die Gammakanone gab es schon eine Bestätigung, ich glaube, im Fred Marienborn.

Mfg Berlin.


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#33

RE: Die Transitautobahnen nach West Berlin wie war das?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 28.03.2013 23:33
von HP6666 | 191 Beiträge

Als wir 1986 zum Schießen des ASV der GT nach Plauen gefahren sind , haben wir in Michendorf angehalten ,um noch einen Kameraden von dort mitzunehmen . Auf dem Parkplatz waren fast nur Transitreisende . Einem Fahrer , der mit seinem Auto neben uns stand , fielen fast die Augen raus , als ich die Hecktür des Barkas öffnete und eine Kaschi rauspurzelte . Wollte nur mein Frühstück holen . Da sah er die in einem Ständer stehende Reihe
Waffen .
Beim Beine vertreten sprach mich eine Frau an , ob ich ihr helfen könnte , ihren Verwandten ,der im Rollstuhl saß , die Treppen zur Autobahnbrücke hinauf -
und auf der anderen Seite wieder runterzutragen . Wie sollte ich mich verhalten ? Ich in Stabsdienstuniform , hätte den Kontakt ablehnen müssen ?!
Hab mich aber dafür entschieden , anzupacken und zu helfen . Sie quatschte mich zwar noch voll , wie das sein kann , so was ohne Fahrstuhl zu bauen .
Trotz der kompletten Überwachung des Transitparkplatzes durch das MfS ist nichts gekommen .
Ob es einen " Vorgang " in meiner Akte gibt , will ich garnicht wissen ...

HP6666


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#34

RE: Die Transitautobahnen nach West Berlin wie war das?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.04.2013 09:05
von 94 | 10.792 Beiträge

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#35

RE: Die Transitautobahnen nach West Berlin wie war das?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.04.2013 15:27
von KARNAK | 1.694 Beiträge

Zitat von berlin3321 im Beitrag #23
Hallo,



Der ADAC hat auf den Transitstrecken keine Pannenhilfe geleistet.





Und trotzdem war die Pannenhilfe auf dem DDR Gebiet geregelt.Die Fahrzeuge wurden bis an die jeweiligen Güst geschleppt,durch DDR-Abschleppdienste.Dort wurden entsprechende Abschleppdienste auf der westlichen Seite angerufen.Ich muss dazu sagen,dass es"recht spezielle"waren,ihre Abschlepparbeit in den Westen haben sie aber erledigt.Da es sie noch heute gibt erspare ich mir Ihren Namen.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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#36

RE: Die Transitautobahnen nach West Berlin wie war das?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.04.2013 16:02
von KARNAK | 1.694 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #25
Bin viele Male gefahren, auch noch die alte Transit-Landstraße nach Hamburg, bevor es die Autobahn gab. Diese Route war am interessantesten für mich, wegen der russischen Kasernen und den Ortsdurchfahrten. War aber sonst auch oft "richtig" in der DDR und Ost-Berlin.

Die Transitfahrten klappten eigentlich immer ganz gut. Irgendwie dauerte es am Kontrollpunkt gefühlt immer gleich lang, egal ob es voll oder leer war. Ferienbeginn war natürlich was anderes. Man durfte immer nur 100 km/h fahren und hatte gegenüber Westdeutschland so ein latentes Schleichfahrt-Gefühl. Selbst mit unserem alten Golf. Allerdings waren die DDR-Autobahnen lange auch sehr schlecht vom Zustand. An Intershop oder Intertank haben wir selten gestoppt. Wir sind meistens erst in Franken schön essen gewesen, in irgendwelchen schönen Landgasthöfen. Transit war irgendwie Routine. Erinnere mich noch an die grenznahen Schilder "Letzte Ausfahrt für DDR-Kfz" und kurz vor Finale "DDR-Kfz ->". Und die Werbebanner an den DDR-Autobahnbrücken konnte jeder Westler aufsagen "Plaste und Elaste aus Schkopau" etc.

An den DDR-Grenzkontrollpunkten wurde ja alle Autos seit 1975 heimlich vom MfS mit Gamma-Kanonen durchleuchtet, damit keiner heimlich im Kofferraum abhaut. Die Dosis würde mich ja mal interessieren. Der Bund hält drüber auch auffällig dicht, vermutlich fürchtet man Prozesse wie bei den verstrahlten Radarbeobachtern von NVA und Bundeswehr.

Ich habe mich schon mal ausführlich zu diesem Thema geäußert,allerdings nicht in diesem Forum.Vielleicht habe ich noch mal Lust,erläutere ich das hier noch mal.Nur soviel dazu,es ist eine Legende und völliger Unsinn.Wie hoch die Dosis der"Gamma-Strahlung"auch gewesen wäre,dass größte Problem damit hätten nicht die Transitreisenden gehabt,die ja der Strahlung nur kurz ausgesetzt gewesen wären,sondern die Passkontrolleure,die sich über Stunden in diesem Bereich aufgehalten haben.Man hätte also regelmäßig für" Nachschub"sorgen müssen.Das völlig verstrahlte Personal wäre ja auf absehbare Zeit"erledigt"gewesen,um es mal geschmacklos auszudrücken.
Und für die westliche Seite wäre es mit Sicherheit kein Problem gewesen entsprechende Messungen durchzuführen.Ganz ganz früher habe ich meinen Militärdienst beim chemischen Dienst abgeleistet,ich kenne mich also auch mit solchen Messungen aus.Und nach dem Bericht des Spiegel dazu,der beim Mfs einigen Wirbel ausgelöst hat,hat man solche Messungen mit Sicherheit auch durchgeführt und eben nichts festgestellt.
Ich kann Dir sagen,dass es sich um nichts anderes als Wärmebildkameras handelte mit denen man heute die Wände von Wohnhäusern auf Wärmeabstrahlung untersucht.Und eine namhafte Westdeutsche Firma hat die uns damals verkauft.
Was diesen Major zu diesem Geschwatz verleitet hat weiß ich nicht.Wahrscheinlich der übliche finanzielle Hintergrund.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
zuletzt bearbeitet 24.04.2013 18:21 | nach oben springen

#37

RE: Die Transitautobahnen nach West Berlin wie war das?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.04.2013 16:13
von passport | 2.633 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #35
Zitat von berlin3321 im Beitrag #23
Hallo,



Der ADAC hat auf den Transitstrecken keine Pannenhilfe geleistet.





Und trotzdem war die Pannenhilfe auf dem DDR Gebiet geregelt.Die Fahrzeuge wurden bis an die jeweiligen Güst geschleppt,durch DDR-Abschleppdienste.Dort wurden entsprechende Abschleppdienste auf der westlichen Seite angerufen.Ich muss dazu sagen,dass es"recht spezielle"waren,ihre Abschlepparbeit in den Westen haben sie aber erledigt.Da es sie noch heute gibt erspare ich mir Ihren Namen.




1988
Mit der DDR wird ein Abkommen über Pannenhilfe für westdeutsche Fahrzeuge auf den Transitrouten geschlossen. Es erlaubt der ADAC-Straßenwacht, in der DDR liegen gebliebene Fahrzeuge direkt am Ort der Panne zu reparieren. Der Club stellt im Gegenzug dem Verkehrskombinat Potsdam zunächst 15 neue VW Passat zur Verfügung. Mit dem neuen Pannenservice wird in den ersten zehn Monaten 50.000 Kraftfahrern geholfen.
.


Es gab sie doch, die ADAC-Pannenhilfe.


passport


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#38

RE: Die Transitautobahnen nach West Berlin wie war das?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.04.2013 16:26
von KARNAK | 1.694 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #37
Zitat von KARNAK im Beitrag #35
Zitat von berlin3321 im Beitrag #23
Hallo,



Der ADAC hat auf den Transitstrecken keine Pannenhilfe geleistet.





Und trotzdem war die Pannenhilfe auf dem DDR Gebiet geregelt.Die Fahrzeuge wurden bis an die jeweiligen Güst geschleppt,durch DDR-Abschleppdienste.Dort wurden entsprechende Abschleppdienste auf der westlichen Seite angerufen.Ich muss dazu sagen,dass es"recht spezielle"waren,ihre Abschlepparbeit in den Westen haben sie aber erledigt.Da es sie noch heute gibt erspare ich mir Ihren Namen.




1988
Mit der DDR wird ein Abkommen über Pannenhilfe für westdeutsche Fahrzeuge auf den Transitrouten geschlossen. Es erlaubt der ADAC-Straßenwacht, in der DDR liegen gebliebene Fahrzeuge direkt am Ort der Panne zu reparieren. Der Club stellt im Gegenzug dem Verkehrskombinat Potsdam zunächst 15 neue VW Passat zur Verfügung. Mit dem neuen Pannenservice wird in den ersten zehn Monaten 50.000 Kraftfahrern geholfen.
.


Es gab sie doch, die ADAC-Pannenhilfe.


passport

Also das wäre mir völlig neu und aus der damaligen Praxis völlig unbekannt.Zum einen wäre das den damaligen Sicherheitsvorstellungen zuwidergelaufen,zum anderen hatte die DDR ein ökonomisches Interesse,dass die DDR -Abschleppdienste auf DDR-Gebiet zum Einsatz kamen.Die Reisenden mussten nämlich kräftig dafür löhnen.Aber wie gesagt,nur für Abschleppleistungen,Reparaturen oder ADAC-Einsätze fanden meines Wissens auf dem Gebiet der DDR,auf den Transitstrecken schon gar nicht statt.Und die westlichen Abschleppdienste waren durch die DDR vorgegeben,die Reisenden hatten da keine Auswahl.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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#39

RE: Die Transitautobahnen nach West Berlin wie war das?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.04.2013 17:01
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Doch ab 1988 kam der ADAC! Aber die Pannenhelfer in den Pannenhilfewagen waren DDR Bürger.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13530113.html
Ich vermute, dass die Beschaffung von Ersatzteilen für Westautos für die DDR Pannenhilfefirmen einfach zu kompliziert war. Deshalb hat man die Pannenhilfewagen aus dem Westen bekommen und ist auch im Auftrag des ADAC gefahren. Nachschub von Ersatzteilen, Pannenhilfe und vermutlich auch das Abschleppen geschah dann unter Federführung des ADAC, aber mit DDR Personal. Ob es da auch Personal gab, das für das Abschleppen bis nach Westberlin oder in die BRD fahren durfte?
Theo


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#40

RE: Die Transitautobahnen nach West Berlin wie war das?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.04.2013 17:03
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #38
Zitat von passport im Beitrag #37
Zitat von KARNAK im Beitrag #35
Zitat von berlin3321 im Beitrag #23
Hallo,



Der ADAC hat auf den Transitstrecken keine Pannenhilfe geleistet.





Und trotzdem war die Pannenhilfe auf dem DDR Gebiet geregelt.Die Fahrzeuge wurden bis an die jeweiligen Güst geschleppt,durch DDR-Abschleppdienste.Dort wurden entsprechende Abschleppdienste auf der westlichen Seite angerufen.Ich muss dazu sagen,dass es"recht spezielle"waren,ihre Abschlepparbeit in den Westen haben sie aber erledigt.Da es sie noch heute gibt erspare ich mir Ihren Namen.




1988
Mit der DDR wird ein Abkommen über Pannenhilfe für westdeutsche Fahrzeuge auf den Transitrouten geschlossen. Es erlaubt der ADAC-Straßenwacht, in der DDR liegen gebliebene Fahrzeuge direkt am Ort der Panne zu reparieren. Der Club stellt im Gegenzug dem Verkehrskombinat Potsdam zunächst 15 neue VW Passat zur Verfügung. Mit dem neuen Pannenservice wird in den ersten zehn Monaten 50.000 Kraftfahrern geholfen.
.


Es gab sie doch, die ADAC-Pannenhilfe.


passport

Also das wäre mir völlig neu und aus der damaligen Praxis völlig unbekannt.Zum einen wäre das den damaligen Sicherheitsvorstellungen zuwidergelaufen,zum anderen hatte die DDR ein ökonomisches Interesse,dass die DDR -Abschleppdienste auf DDR-Gebiet zum Einsatz kamen.Die Reisenden mussten nämlich kräftig dafür löhnen.Aber wie gesagt,nur für Abschleppleistungen,Reparaturen oder ADAC-Einsätze fanden meines Wissens auf dem Gebiet der DDR,auf den Transitstrecken schon gar nicht statt.Und die westlichen Abschleppdienste waren durch die DDR vorgegeben,die Reisenden hatten da keine Auswahl.



Karnak,

einfach mal hier lesen:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13530113.html


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