#61

RE: sprach der BGS auch von "feindwärts" ?

in Bundesgrenzschutz BGS 11.07.2010 21:11
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Wolfgang, nicht das mir jetzt Einer was unterstellt, so das ich "Vietnamlastig" bin, aber irgendwie musst du diese Periode verschlafen haben. Wo warst du, als die Freunde deiner Freunde Unschuldige Menschen bis hin zum Kleinkind massakrierten?
Hattest du wahrlich geschlafen, so von 1968 bis 1975? Oder nahmst du gar an, das der Vietnamkrieg durch ein paar Proteste junger Leute in Westdeutschland sein Ende finden würde?
Der, der soetwas tat, wie oben geschrieben, er war ein Bündnispartner des Landes, worin du gelebt und gearbeitet hast. Deswegen geht auch für mich diese Umfrage...hier in einem Vortext vollkommen in Ordnung. Ich kann doch nicht so dumm und naiv sein zu glauben, das wenn es in Europa zu damaliger Zeit zum Ernstfall gekommen wäre( ist es gottseidank nicht), das dann mein Gegner mit einem Blumenstrauß gekommen wäre, derselbe, der Jahre vorher einem Volk, so den Nordvietnamesen unsägliches Leid angetan hatte?
Du musst wahrlich vollkommen naiv und gutgläubig sein, mein älterer Freund.
Für was streitest du eigentlich und ich mag die Freunde der damaligen BRD, die Amerikaner gar nicht betiteln wollen, denn das können Andere bestimmt besser, ich bin da auch zu jung dazu, war damals ein Jugendlicher, unbelastet?

R-M-R


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#62

RE: sprach der BGS auch von "feindwärts" ?

in Bundesgrenzschutz BGS 11.07.2010 21:22
von bernd (gelöscht)
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wie alt warst du den zu der zeit Rainer-Maria-Rohloff wen ich fragen darf?weil du nur so mit vorwürfen um dich schmeißt


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#63

RE: sprach der BGS auch von "feindwärts" ?

in Bundesgrenzschutz BGS 11.07.2010 22:22
von wosch (gelöscht)
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[quote="Rainer-Maria-Rohloff"]Wolfgang, nicht das mir jetzt Einer was unterstellt, so das ich "Vietnamlastig" bin, aber irgendwie musst du diese Periode verschlafen haben. Wo warst du, als die Freunde deiner Freunde Unschuldige Menschen bis hin zum Kleinkind massakrierten?

Ich will Dir gar nichts unterstellen; auf Deine Frage wo ich in dieser Zeit war, in Kassel und auch mir taten die unschuldigen Opfer wahrscheinlich genau so leid wie Dir, auch wenn ich nicht gegen diesen Krieg auf die Straße gegangen war, oder wie Du einen Soli-Beitrag geben mußtest


Hattest du wahrlich geschlafen, so von 1968 bis 1975? Oder nahmst du gar an, das der Vietnamkrieg durch ein paar Proteste junger Leute in Westdeutschland sein Ende finden würde?

Nein ich habe weder geschlafen noch hatte ich vermutet, daß der Krieg in Vietnam durch ein paar Proteste junger Leute sein Ende finden würde. Keine kriegsführende Partei (egal ob in Ost oder West) hat sich jemals von solchen Protesten leiten lassen seine Handlungen einzustellen!


Der, der soetwas tat, wie oben geschrieben, er war ein Bündnispartner des Landes, worin du gelebt und gearbeitet hast.


Ja genau Rainer und ich bin froh, daß wir die USA seinerzeit als Bündispartner hatten, sie waren die Garanten dafür daß wir in der BRD und Berlin-West in Freiheit leben konnten, ohne Politbüro und MfS mit seiner flächendeckenden Unterjochung!!


Deswegen geht auch für mich diese Umfrage...hier in einem Vortext vollkommen in Ordnung.

Zu dem "Umfrage"-Ergebnis hatte ich mich schon hinlänglich geäußert, das sollte eigentlich gereicht haben!!


Ich kann doch nicht so dumm und naiv sein zu glauben, das wenn es in Europa zu damaliger Zeit zum Ernstfall gekommen wäre( ist es gottseidank nicht), das dann mein Gegner mit einem Blumenstrauß gekommen wäre, derselbe, der Jahre vorher einem Volk, so den Nordvietnamesen unsägliches Leid angetan hatte?

Komme doch bitte nicht mit solch hypothetischen Kram, zu solch einem Konflikt hätten immer "ZWEI" gehört und Du weißt ganz genau, daß ein Konflikt zwischen den beiden Machtblöcken im Zeitalter der Nuklearwaffen von keiner Seite gewünscht, weil keine Seite von einem "Sieg" etwas gehabt hätte!! Vietnam war einer der "Stellvertretekriege" in denen alle Konfliktparteien keine Rücksicht auf die Zivilbevölkerung genommen hatte!


Du musst wahrlich vollkommen naiv und gutgläubig sein, mein älterer Freund.

Weil Du das sagst, muß das nicht unbedingt stimmen!!


Für was streitest du eigentlich und ich mag die Freunde der damaligen BRD, die Amerikaner gar nicht betiteln wollen, denn das können Andere bestimmt besser, ich bin da auch zu jung dazu, war damals ein Jugendlicher, unbelastet?


Das Thema dieses Thread´s war: sprach der BGS auch von "feindwärts?"!!!. DAFÜR!!!
Und Deine Unbelastung hörte spätestens dann auf, als Du Deinen ersten Böller an der innerdeutschen Grenze installiert hattest!!Den, den es damit hätte treffen können wird nicht gerade einer aus Deinem Feinbild "USA, bzw. Bundeswehr gewesen sein, es konnte auch ein Junge oder Mädchen von 15-16 Jahren gewesen sein!!


Schönen Gruß aus Kassel.


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#64

RE: sprach der BGS auch von "feindwärts" ?

in Bundesgrenzschutz BGS 12.07.2010 06:40
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Guten Morgen Bernd, ich meine, denn Vietnamkrieg nicht unbedingt am eigenen Leib erlebt haben zu müssen, um trotzdem darüber schreiben zu können. Das hatt auch nichts mit Vorwürfen zu tun, das ist belegbare Geschichte und Material darüber, wer damals wem etwas antat, wer passiv und aktiv den kiegführenden Parteien half, das gibt es in Unmengen.
Auch, wer den Krieg begonnen hatte. Über die ganze Problematik könnte ja Seaman einmal beitragen, denn er hatte, so las ich einmal ganz persönliche Erfahrungen in Vietnam zu dieser Zeit gesammelt.
Was bist du überhaupt für Einer und entschuldige, ich hatte deine Texte noch nicht so gelesen, bist du von hüben oder drüben?
Aber Frühmorgenspass beiseite und hin zu Wolfgang. Gute Antworten auf meinen Text und zum ersten Mal war ich richtig froh über deine Sachlichkeit, du zogst die Boxhandschuhe aus und kamst mir ganz nüchtern und korrekt.
Das mit den Minen, Wolfgang, das wird mir wohl noch anhängen, bis sich kein Jugendlicher mehr dafür interessiert, die Alten ausgestorben sind, das Fach Geschichte in den Schulen abgeschafft wurde und wir Beide schon lange tot sind. Computer gibt es dann nicht mehr, die Erde wurde wieder zur Wüste und ein junges Paar, die einzigen Überlebenden der Apokalypse geht in den Wald...ein kümmerlicher Rest steht noch, schöner deutscher Mischwald, sie lagern an einer Quelle und sie reicht im den Apfel.
War die Geschichte schön Wolfgang? Du weißt, ich kann das und einen sehr guten Tag ins Forum Allen.

R-M-R


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#65

RE: sprach der BGS auch von "feindwärts" ?

in Bundesgrenzschutz BGS 12.07.2010 17:43
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von wosch
[quote="werner"]Hallo Wosch!

. . . Selbst bei einer "geheimen" Umfrage unter normalen Wehrpflichtigen hätte das Ergebnis nicht anders gelautet, da sich Keiner getraut hätte etwas Anderes anzugeben um danach eventuell geoutet zu werden!! . .

Ich habe das Ganze wohl etwas zu kurz gefasst, das war eine "geheime Umfrage", also ohne Rückschlüsse auf den Befragten.

Und bitte genau meine Ausführungen lesen, dass das Erstaunliche eben war, dass die Soldaten der BW eben nicht zum Feind gezählt wurden, bzw. in so geringer Quote, dass es zu vernachlässigen war! Womit Deine These der politischen Indoktrination des Feindbildes ad absurdum geführt wäre, denn genau das Gegenteil war ja eingetreten.

Man muss die "Feind"- Frage in der Zeit wirklich auch im gesamten Rahmen sehen, um die richtig Bedeutung einordnen zu können, und nicht nur einfach diese Frage in den Raum stellen.
Die NATO hat von Anbeginn an großangelegte Manöver in Richtung "Osten" abgehalten, auf Seiten der NATO war der Feind immer klar definiert, vielleicht nicht beim einfachen Soldaten, bei der Führung auf jeden Fall.
Dass man das auf Seiten der DDR nicht unkommentiert lässt, ist doch wohl naheliegend, wenn man sich auf die Fahne schreibt, dass man den Kommunismus aus der Welt schaffen will. Dazu brauchte es keine Agitation, keinen Politunterricht etc. . Das heißt, dass der Feindbegriff nicht nur auf der DDR Seite ziemlich klar definiert war, auch auf der Seite der NATO inkl. Bundeswehr hatte mit Sicherheit auch keiner einen konkreten Anhaltspunkt für ein Feindbild NVA- Soldat, dennoch wurde das Feindbild zumindest indirekt über die Zielrichtung der Manöver vermittelt. Das geschah vielleicht etwas subtiler, aber dennoch nicht weniger klar.

Und zu dieser Zeit war es eine allseits bekannte Militärdoktrin, dass aus Manövern heraus ohne lange Vorwarnzeit ein militärischer Angriff gestartet werden kann. Aber das Alles ist schon ein neues Kapitel.


Alleine die Frage nach dem Feind ließ ja gar keine andere Antwort als USA Nato und und Bundeswehr zu . . .


Ja, welche Antwort hätte denn Deiner Meinung nach kommen sollen oder können? Dass der Feind nicht bei den Verbündeten gesehen wurde, versteht sich wohl von selbst, sonst wären es ja keine Verbündeten.
. .





[blau] Werner, mir brauchst Du von einer "geheimen" Abstimmung nichts vormachen, jedermann weiß doch wie Umfragen mit politischem Hintergrund in der DDR von statten gingen. Das Ergebnis einer wirklich "geheimen " Abstimmung von Wehrpflichtigen zu diesem Thema hätte nie das Tageslicht erblickt ohne verfälscht worden zu sein!! Es ist heute sehr einfach zu behaupten, daß es damals in der DDR "geheime" Meinungsumfragen gegeben hatte und gerade in der NVA und speziell bei den GT traute kein Ar... dem Anderen!!

Im Moment behauptest Du, dass es in der DDR keine geheime (besser wäre wohl anonyme) Umfrage gegeben hat.
Lass uns an Deinem Wissen teilhaben, ich kenne keine als anonym (oder wie Du es nennst: geheim) deklarierte Umfrage, die es nicht auch war. Offensichtlich hast Du andere Informationen, also raus damit und keine Vermutungen, Unterstellungen etc. nur weil Dein Bild von der DDR das verlangt.


Daß die Manöver der Nato und speziell der BW in östlicher Richtung stattgefunden hatten ist doch klar wie "dicke Tinte",

Wosch, "Kloßbrühe" , "Kloßbrühe" ist durchsichtig, denn mit "dicke Tinte" ist Dein Satz Unsinn! Sorry, aber das musste sein.

....denn den verbündeten Westanliegern brauchte man seine Stärke nicht vorführen und daß die Nato kein Freund des Warschauer Paktes war und auch nicht sein wollte und konnte, sondern ein Verteidigungsbündnis für eventuelle Fälle die nie eintreten sollten haben nie dazu geführt gegen die Mitglieder des Warschauer Paktes, ähnlich zu hetzen, wie es von der DDR-Seite getan wurde.


Für Dein Weltbild ist es "Hetze", ich würde es offensive Auseinandersetzung nennen, aber so hat jeder seine Sicht.

Aktion und Reaktion bitte richtig einordnen. Wie bitte soll sich denn ein Soldat einer Armee fühlen, wenn er weiss,
dass die andere Seite
>den Staat, dem er dient, nicht als Staat anerkennt,
>die Grenzen von 1937 als rechtsgültige Grenzen ansieht,
>die DDR regelmäßig in den Medien als "sogenannte DDR" betitelt wird oder
>schlicht DDR in Gänsefüßchen gesetzt wird.

"Roll- Back- Strategie" und "Hallstein- Doktrin" sind Dir mittlerweile vielleicht ein Begriff. Wie sollte die DDR darauf reagieren, nach Deiner Ansicht? Z.B. auf Umsetzung des Roll-Back warten wie das Häschen in der Grube?? Die Hallstein-Doktrin als zulässig annehmen?
Wenn bei Dir vor der Tür jemand stehen würde, der Dir erklärt, dass Dein Haus eigentlich nicht da sein dürfte, keine Existenzberechtigung hat und er das Grundstück, auf dem Du Dein Haus gebaut hast, als sein Eigentum ansieht, wie würdest Du Dich dabei fühlen??? Was würdest Du tun?

Ich habe bereits geschrieben, in der BRD läuft die Medienschiene wesentlich subtiler, als es in der DDR geschah, und war und ist kaum als Propaganda erkennbar. In den Medien der DDR wurde Klartext geredet, leider zuweilen auch übertrieben - wenigstens wenn es um diese Themen ging.
Dass die bundesdeutsche Medienmaschine und diejenigen, die diese Maschinerie im richtigen Moment mit den richtigen Texten und Vorgaben füttern, bei den breiten Massen erfolgreicher mit dieser Methode sind, ist unbestritten. Und je besser die Ergebnisse des Ver-BILD-ungssystems greifen, desto unwahrscheinlicher ist, dass die Menschen hier das erkennen.

Und zu der Frage, ob in der BW und insgesamt in der NATO zu der Zeit kein politischer Unterricht geführt wurde, könnten sich doch mal die Herren aus der Gruppe BW äußern, sofern es das Geburtsjahr zulässt. Über Sinn und Unsinn der Politoffiziere kann man sicher trefflich an anderer Stelle streiten.


Ja was sollten diese jungen Menschen denn als Feindbild angeben außer USA , Nato und BRD, wie gefordert?

Richtig lesen und auswerten, was ich vorher geschrieben habe, oder verstehst Du die Zahl 10% nicht?? Nochmal klar: Für etwa 90% war zwar die NATO, USA aber nicht die BW der Feind! Jetzt verstanden????

Ich stelle die Frage mal anders rum: Was hatte die Führung denn für ein Ergebnis erwartet?
Satz oben richtig lesen.

Sonnige Grüße!!


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#66

RE: sprach der BGS auch von "feindwärts" ?

in Bundesgrenzschutz BGS 12.07.2010 21:27
von wosch (gelöscht)
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Zitat von werner

Zitat von wosch
[quote="werner"]Hallo Wosch!

. . . Selbst bei einer "geheimen" Umfrage unter normalen Wehrpflichtigen hätte das Ergebnis nicht anders gelautet, da sich Keiner getraut hätte etwas Anderes anzugeben um danach eventuell geoutet zu werden!! . .

Ich habe das Ganze wohl etwas zu kurz gefasst, das war eine "geheime Umfrage", also ohne Rückschlüsse auf den Befragten.

Und bitte genau meine Ausführungen lesen, dass das Erstaunliche eben war, dass die Soldaten der BW eben nicht zum Feind gezählt wurden, bzw. in so geringer Quote, dass es zu vernachlässigen war! Womit Deine These der politischen Indoktrination des Feindbildes ad absurdum geführt wäre, denn genau das Gegenteil war ja eingetreten.

Man muss die "Feind"- Frage in der Zeit wirklich auch im gesamten Rahmen sehen, um die richtig Bedeutung einordnen zu können, und nicht nur einfach diese Frage in den Raum stellen.
Die NATO hat von Anbeginn an großangelegte Manöver in Richtung "Osten" abgehalten, auf Seiten der NATO war der Feind immer klar definiert, vielleicht nicht beim einfachen Soldaten, bei der Führung auf jeden Fall.
Dass man das auf Seiten der DDR nicht unkommentiert lässt, ist doch wohl naheliegend, wenn man sich auf die Fahne schreibt, dass man den Kommunismus aus der Welt schaffen will. Dazu brauchte es keine Agitation, keinen Politunterricht etc. . Das heißt, dass der Feindbegriff nicht nur auf der DDR Seite ziemlich klar definiert war, auch auf der Seite der NATO inkl. Bundeswehr hatte mit Sicherheit auch keiner einen konkreten Anhaltspunkt für ein Feindbild NVA- Soldat, dennoch wurde das Feindbild zumindest indirekt über die Zielrichtung der Manöver vermittelt. Das geschah vielleicht etwas subtiler, aber dennoch nicht weniger klar.

Und zu dieser Zeit war es eine allseits bekannte Militärdoktrin, dass aus Manövern heraus ohne lange Vorwarnzeit ein militärischer Angriff gestartet werden kann. Aber das Alles ist schon ein neues Kapitel.


Alleine die Frage nach dem Feind ließ ja gar keine andere Antwort als USA Nato und und Bundeswehr zu . . .


Ja, welche Antwort hätte denn Deiner Meinung nach kommen sollen oder können? Dass der Feind nicht bei den Verbündeten gesehen wurde, versteht sich wohl von selbst, sonst wären es ja keine Verbündeten.
. .





Werner, mir brauchst Du von einer "geheimen" Abstimmung nichts vormachen, jedermann weiß doch wie Umfragen mit politischem Hintergrund in der DDR von statten gingen. Das Ergebnis einer wirklich "geheimen " Abstimmung von Wehrpflichtigen zu diesem Thema hätte nie das Tageslicht erblickt ohne verfälscht worden zu sein!! Es ist heute sehr einfach zu behaupten, daß es damals in der DDR "geheime" Meinungsumfragen gegeben hatte und gerade in der NVA und speziell bei den GT traute kein Ar... dem Anderen!!

Im Moment behauptest Du, dass es in der DDR keine geheime (besser wäre wohl anonyme) Umfrage gegeben hat.
Lass uns an Deinem Wissen teilhaben, ich kenne keine als anonym (oder wie Du es nennst: geheim) deklarierte Umfrage, die es nicht auch war. Offensichtlich hast Du andere Informationen, also raus damit und keine Vermutungen, Unterstellungen etc. nur weil Dein Bild von der DDR das verlangt.


Daß die Manöver der Nato und speziell der BW in östlicher Richtung stattgefunden hatten ist doch klar wie "dicke Tinte",

Wosch, "Kloßbrühe" , "Kloßbrühe" ist durchsichtig, denn mit "dicke Tinte" ist Dein Satz Unsinn! Sorry, aber das musste sein.

....denn den verbündeten Westanliegern brauchte man seine Stärke nicht vorführen und daß die Nato kein Freund des Warschauer Paktes war und auch nicht sein wollte und konnte, sondern ein Verteidigungsbündnis für eventuelle Fälle die nie eintreten sollten haben nie dazu geführt gegen die Mitglieder des Warschauer Paktes, ähnlich zu hetzen, wie es von der DDR-Seite getan wurde.


Für Dein Weltbild ist es "Hetze", ich würde es offensive Auseinandersetzung nennen, aber so hat jeder seine Sicht.

Aktion und Reaktion bitte richtig einordnen. Wie bitte soll sich denn ein Soldat einer Armee fühlen, wenn er weiss,
dass die andere Seite
>den Staat, dem er dient, nicht als Staat anerkennt,
>die Grenzen von 1937 als rechtsgültige Grenzen ansieht,
>die DDR regelmäßig in den Medien als "sogenannte DDR" betitelt wird oder
>schlicht DDR in Gänsefüßchen gesetzt wird.

"Roll- Back- Strategie" und "Hallstein- Doktrin" sind Dir mittlerweile vielleicht ein Begriff. Wie sollte die DDR darauf reagieren, nach Deiner Ansicht? Z.B. auf Umsetzung des Roll-Back warten wie das Häschen in der Grube?? Die Hallstein-Doktrin als zulässig annehmen?
Wenn bei Dir vor der Tür jemand stehen würde, der Dir erklärt, dass Dein Haus eigentlich nicht da sein dürfte, keine Existenzberechtigung hat und er das Grundstück, auf dem Du Dein Haus gebaut hast, als sein Eigentum ansieht, wie würdest Du Dich dabei fühlen??? Was würdest Du tun?

Ich habe bereits geschrieben, in der BRD läuft die Medienschiene wesentlich subtiler, als es in der DDR geschah, und war und ist kaum als Propaganda erkennbar. In den Medien der DDR wurde Klartext geredet, leider zuweilen auch übertrieben - wenigstens wenn es um diese Themen ging.
Dass die bundesdeutsche Medienmaschine und diejenigen, die diese Maschinerie im richtigen Moment mit den richtigen Texten und Vorgaben füttern, bei den breiten Massen erfolgreicher mit dieser Methode sind, ist unbestritten. Und je besser die Ergebnisse des Ver-BILD-ungssystems greifen, desto unwahrscheinlicher ist, dass die Menschen hier das erkennen.

Und zu der Frage, ob in der BW und insgesamt in der NATO zu der Zeit kein politischer Unterricht geführt wurde, könnten sich doch mal die Herren aus der Gruppe BW äußern, sofern es das Geburtsjahr zulässt. Über Sinn und Unsinn der Politoffiziere kann man sicher trefflich an anderer Stelle streiten.


Ja was sollten diese jungen Menschen denn als Feindbild angeben außer USA , Nato und BRD, wie gefordert?

Richtig lesen und auswerten, was ich vorher geschrieben habe, oder verstehst Du die Zahl 10% nicht?? Nochmal klar: Für etwa 90% war zwar die NATO, USA aber nicht die BW der Feind! Jetzt verstanden????

Ich stelle die Frage mal anders rum: Was hatte die Führung denn für ein Ergebnis erwartet?
Satz oben richtig lesen.

Sonnige Grüße!!




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[blau]Werner, das einzige was ich zu Deinem Geschriebenen von mir geben kann ist daß ich Dir abnehme daß Du wirklich an das glaubst was Du hier geschrieben hast! Ich will jetzt auch nicht weiter darauf eingehen, überzeugt hast Du mich jedenfalls nicht! Wir könnten uns jetzt noch stundenlang weiter berieseln, es ist meiner Meinung nach von Dir und von mir Alles gesagt und die Fronten sind geklärt. So soll es dann auch bleiben, Du sollst wegen mir Dein "Feindbild" behalten, ich jedenfalls hatte Keines, auch wenn ich kein Freund von der "Roten Diktatur" war!! Und die Grenzen des Großdeutschen Reiches wollte ich auch nicht wieder haben und den Millionen von Vertriebenen zu unterstellen, sie wollten sich ihre ehemalige Heimat mit Gewalt wiederholen, widerspricht der Realität. Das es hier Vertriebenenverbände gab ist eine andere Sache, in der DDR unmöglich, da ja die Vertreiber die "Freunde" waren und das war ein Thema, was es nicht geben durfte! Und Du brauchst mir auch nicht damit kommen, daß das Alles ein Ergebnis des von den Deutschen angezettelten Krieges war, wenn Du dabei die tragende Rolle der "Sozialistischen Sowjetunion" vergißt!! So sah der "friedliebende" Sozialismus nämlich auch aus, vielleicht kannst Du zumindestens mit diesem Beispiel verstehen, daß der "Sozialismus" auch nicht unbedingt das sein muß, als das er sich gerne darstellt!!

Schönen Gruß aus Kassel.


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#67

RE: sprach der BGS auch von "feindwärts" ?

in Bundesgrenzschutz BGS 12.07.2010 21:59
von Thunderhorse | 4.010 Beiträge

Boah! Zwischenzeitlich ziemlich weit vom eigentlichen Thema abgedriftet.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#68

RE: sprach der BGS auch von "feindwärts" ?

in Bundesgrenzschutz BGS 12.07.2010 23:32
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

th du hast so was von recht also jungs zurück zum thema oder ruhe


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#69

RE: sprach der BGS auch von "feindwärts" ?

in Bundesgrenzschutz BGS 12.07.2010 23:49
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Pitti53
th du hast so was von recht also jungs zurück zum thema oder ruhe




::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

Wenn wir Dich nicht hätten, was würden wir nur ohne Dich machen??
Also "Jungs", Pitti hat gesprochen und nun wird´s Licht ausgemacht und ab in die Heia!!
Schönen Gruß aus Kassel.


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#70

RE: sprach der BGS auch von "feindwärts" ?

in Bundesgrenzschutz BGS 12.07.2010 23:53
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

gehört zwar auch nicht zum thema,wosch wann treffen wir uns mal auf ein glas wasser?


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#71

RE: sprach der BGS auch von "feindwärts" ?

in Bundesgrenzschutz BGS 13.07.2010 00:44
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von Pitti53
gehört zwar auch nicht zum thema,wosch wann treffen wir uns mal auf ein glas wasser?




Kommt Zeit, kommt Rat! Deine Telefonnummer habe ich, es wird schon irgendwann mal klappen!!

Schönen Gruß aus Kassel.


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#72

RE: sprach der BGS auch von "feindwärts" ?

in Bundesgrenzschutz BGS 13.07.2010 17:04
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von Thunderhorse
Boah! Zwischenzeitlich ziemlich weit vom eigentlichen Thema abgedriftet.



Vollkommen richtig,bitte nur noch Beiträge zur Überschrift ,sonst blickt keiner mehr durch.



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#73

RE: sprach der BGS auch von "feindwärts" ?

in Bundesgrenzschutz BGS 31.08.2010 14:19
von sentry | 1.092 Beiträge

Zitat von LEGO
....Es gab an der Grenze keinen Krieg und dem entsprechend auch keinen Feind.



Ich wärme das nochmal kurz auf. Das Zitat steht dabei bloß exemplarisch für die landläufige Meinung....feindwärts

Mir hat gerade zufällig ein ehemaliger Bundeswehrangehöriger, der zu ählichen Tagen gedient hat wie ich, erzählt, dass in seiner Einheit beim Schießtraining regelmäßig als Kommando der Satz gebraucht wurde: "Auf erkannte Mot. Schützen...Feuer!"

Er (wörtlich): "Das warst Du!"

Wir ollen Grenzer haben zwar regelmäßig "freundwärts" und "feindwärts" benutzt, aber die Ziele in der Schießausbildung haben wir nicht so deutlich identifiziert. Die hießen maximal "Liegender Schütze", was mehr eine Definition der Größe der Scheibe war, aber keiner hat gesagt: "Auf erkannte Panzergrenadiere...Feuer!"

Irgendwie relativiert das für mich einige Aussagen bzgl. des (nicht) vorhandenen Feindbildes...feindwärts


zuletzt bearbeitet 31.08.2010 14:20 | nach oben springen

#74

RE: sprach der BGS auch von "feindwärts" ?

in Bundesgrenzschutz BGS 31.08.2010 19:54
von Sachse (gelöscht)
avatar

Nach meinem Erinnerungsvermögen war damit ausschließlich gemeint, ob sich etwas vor (freundwärts) oder hinter (feindwärts) dem GZ 1 befand. Wurde sonst in keinem anderen Zusammenhang erwähnt.


zuletzt bearbeitet 31.08.2010 19:55 | nach oben springen

#75

RE: sprach der BGS auch von "feindwärts" ?

in Bundesgrenzschutz BGS 05.01.2012 22:19
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von LO-Fahrer
Man sollte da nicht päbstlicher sein als der Pabst. Der Begriff feindwärts war bei uns in der GK allgemeiner Sprachgebrauch obwohl wahrscheinlich nur die wenigsten die Gegenseite wirklich als Feind betrachteten. Es war nur eine Richtungsangabe wie auch links oder rechts. [...]


Das Thema ist ja nun schon etwas älter und die Grundfrage, ob der BGS auch von "feindwärts" sprach ist eindeutig geklärt -> dies war nicht der Fall.

Bei den Befrifflichkeiten "freundwärts" und "feindwärts" gibt es ja noch einige Meinungsverschiedenheiten.

Die Befrifflichkeiten "freundwärts" und "feindwärts" sind zunächst keine Wortschöpfung der DDR bzw. NVA. Ich verstehe es ansonsten wie LO-Fahrer als reine Richtungsangabe im Sinne von vor bzw. hinter den eigenen Linien/Kräften. Die "Linien" waren ja so klar wie nur möglich abgesteckt.

Evtl. ist der Hinweis auf folgende, oft maritime, jedoch meist allgemein geläufige, Begriffe legitim um den Charakter der Richtungsangabe zu verdeutlichen:

- seewärts
- landwärts
- windwärts
- abwärts
- etc.

Gruß
Ari

P.S.: Nicht jede Gulaschkanone ist ein Geschütz.
PPS: Das Thema wäre im Abschnitt "BGS" wohl besser aufgehoben wie hier am schwarzen Brett


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
zuletzt bearbeitet 05.01.2012 22:23 | nach oben springen

#76

RE: sprach der BGS auch von "feindwärts" ?

in Bundesgrenzschutz BGS 05.01.2012 22:35
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Wunsch zur verschiebung erfüllt ARI


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#77

RE: sprach der BGS auch von "feindwärts" ?

in Bundesgrenzschutz BGS 05.01.2012 23:35
von Mike59 | 7.965 Beiträge

Zitat von Ari@D187

Zitat von LO-Fahrer
Man sollte da nicht päbstlicher sein als der Pabst. Der Begriff feindwärts war bei uns in der GK allgemeiner Sprachgebrauch obwohl wahrscheinlich nur die wenigsten die Gegenseite wirklich als Feind betrachteten. Es war nur eine Richtungsangabe wie auch links oder rechts. [...]


Das Thema ist ja nun schon etwas älter und die Grundfrage, ob der BGS auch von "feindwärts" sprach ist eindeutig geklärt -> dies war nicht der Fall.

Bei den Befrifflichkeiten "freundwärts" und "feindwärts" gibt es ja noch einige Meinungsverschiedenheiten.

Die Befrifflichkeiten "freundwärts" und "feindwärts" sind zunächst keine Wortschöpfung der DDR bzw. NVA. Ich verstehe es ansonsten wie LO-Fahrer als reine Richtungsangabe im Sinne von vor bzw. hinter den eigenen Linien/Kräften. Die "Linien" waren ja so klar wie nur möglich abgesteckt.

Evtl. ist der Hinweis auf folgende, oft maritime, jedoch meist allgemein geläufige, Begriffe legitim um den Charakter der Richtungsangabe zu verdeutlichen:

- seewärts
- landwärts
- windwärts
- abwärts
- etc.

Gruß
Ari

P.S.: Nicht jede Gulaschkanone ist ein Geschütz.
PPS: Das Thema wäre im Abschnitt "BGS" wohl besser aufgehoben wie hier am schwarzen Brett



Na der BGS & Co. sprachen eben von Osten. Ganz egal ob das Norden, Süden oder eben Osten war.

Polizeiliche Grenzüberwachung = Osten (egal ob es im Süden oder Norden war) oder eventuell auch drüben?

Militärische Grenzsicherung = Feindwärts (egal ob es im Süden oder Norden war) eventuell auch im Westen oder eben drüben!

Mike59


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#78

RE: sprach der BGS auch von "feindwärts" ?

in Bundesgrenzschutz BGS 19.12.2012 23:01
von PhillipThal (gelöscht)
avatar

Obwohl mächtig paramilitärisch organisiert kann ich mich nicht erinnern jemals was von " Feind " bla-bla während meiner Ausbildung noch während der Kontrollfahrten mit Kaffee und Kuchen gehört zu haben.
Was auch für´n Quatsch, wenn mir der Grenzer Ost in unverfälschter Weise sein Massband zeigte und noch 64 Tage ( damals hatte ich noch 120% Sehschärfe durchs Fernglas ) hatte und ich ihm durch Zuruf alles Gute wünschte.
Auch meine vielfältigen Kontakte zur 3/11 ACR sprachen nie von Feinden.
Wir waren doch selbstbewusste, denkende Menschen, oder ?
Auch wenn wir in einer US Demokratur lebten und die Regierung und politische Ebene der DDR die besseren Kommunisten sein wollten.
Was soll´s ?


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#79

RE: sprach der BGS auch von "feindwärts" ?

in Bundesgrenzschutz BGS 20.12.2012 08:19
von utkieker | 2.920 Beiträge

So paradox es klingen mag, "feindwärts" bezog sich auf den Handlungsraum eigener Kräfte zwischen Minensperre und Grenzstein (GAK und/ oder Pionierkräfte u. a.). Wäre auch Quatsch zu erwähnen, "BGS- Streife 'feindwärts' der Minensperre". Wären sie "freundwärts", war vermutlich Gefahr in Verzuge und verpi**en im Gelände angesagt. Also wurde durchs Grenzmeldenetz gemeldet: "BGS- Streife VW- Kleinbus von links nach rechts drei Wachtmeisterdienstgrade ein Kommisar, Polizeiliches Kennzeichen BG....., taktisches Zeichen gelber Kreis Nr...../ gelbes Dreieck Nr....." (nur als Beispiel).
Gemäß den Dienstvorschriften waren Gespräche mit dem "Klassenfeind" höflich aber bestimmt abzulehnen. Der militärische Gruß durfte bestenfalls erwiedert werden. Irgendwie wäre es mir so wie so peinlich mit dem BGS brüllend in Kontakt zu kommen und "feindwärts" durfte ich nie.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#80

RE: sprach der BGS auch von "feindwärts" ?

in Bundesgrenzschutz BGS 20.12.2012 13:39
von matloh | 1.204 Beiträge

Zitat von LO-Fahrer im Beitrag #9
... Es war nur eine Richtungsangabe wie auch links oder rechts.
Das bedeutet, dass auch an der Grenze zu Polen und der CSSR von feindwärts und freundwärts gesprochen wurde?

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

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