#1

Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 16.02.2009 08:37
von zitixafo

hier mal das Kompaniegebäude in Ilsenburg (Suental")

http://www.4shared.com/dir/12785680/dbc7cd7/GK_Suental.html


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#2

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 16.02.2009 12:08
von suentaler | 1.923 Beiträge

Hallo zitixafo

Herzlich Willkommen hier.

Wie Du schon an meinem Nickname sehen kannst war ich ebenfalls in der Ilsenburger Kompanie.
Allerdings 10 Jahre nach Dir.
Da hatte sich sicher schon viel verändert.
Zu Deiner Zeit war bestimmt noch Bataillonssicherung, wie ich an den Postenpunkten sehen kann.
Da haben wir uns sicher einiges zu erzählen.

Vielen Dank auch für Die Bilder von der Kaserne.
Genauso habe ich sie noch in Erinnerung.

Gruß vom Suentaler


[rot]Vielen Dank für die Sperrung.
Noch nicht einmal einen Grund konntet ihr angeben.
Andersdenkende mundtot machen - wie erbärmlich - selbst für euch ![/rot]
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MfG Suentaler
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[gruen]Leider kann ich nicht auf die mich erreichenden PN's antworten.
Man kann mich aber direkt unter suentaler@emailn.de anschreiben.[/gruen]
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#3

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 16.02.2009 13:41
von zitixafo

hallo Suentaler,

ja da hat sich dann wohl sehr viel verändert. Der Abschnitt ging noch rechts von Stapelburg bis fast Abbenrode/Vienenburg. Ich selber sass fast ein vierteljahr im BT11 Stapelburg mit Bunkerzugang Gegenüber war ein Aussichtspodest des BGS und da war immer was los, Busse mit Heerscharen Besucher - "Grenze gucken", Engländer, Amerikaner, BGS und immer Stimmung. Da war es nie langweilig. Ich war aber auch auf kleinen Brocken (auch im winter 76) oder Hermansklippe, da wurden Temperaturmessungen gemacht für Wetterdienst leipzig, oder Kruzifix. Habe aber schon sehr viel vergessen, bin mittlerweile 57. Als Gartenschläger unterwegs war, waren wir oft im Grenzalarm draussen. Zu meiner Zeit hatten wir nur BT11 und einen Viereck im Eckertal. Aber wie gesagt schon viel vergessen. Ich kam hier in das Forum, weil ich eigentlich Bilder suche aus der Zeit, meine sind nicht besonders, weil auch nicht aus dieser Zeit! Das war alles 1991 auf dem weg von Stapelburg zum Brocken, da konnte ich noch laufen. heute ist ebbe, krank!. Aber schön wenn man sich noch erinnert an das ein oder andere

Das Album ist etwas erweitert worden, nicht schön, aber selten

http://www.4shared.com/dir/12785680/dbc7cd7/GK_Suental.html


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#4

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 16.02.2009 15:46
von suentaler | 1.923 Beiträge

Hallo zitixafo,

zu meiner Zeit hatten wir Kompaniesicherung und der Abschnitt war recht klein, ziemlich genau 6 Km lang.
Er begann an der "Jungborn"-Kreuzung (an der Ecker), das war die große Wiese an der der Kolonnenweg 90° abbog und zu meiner Zeit kein Grenzzaun 1 mehr stand. Dort war nur der Signalzaun, aber der stand zu deiner Zeit noch nicht.
Richtung Stapelburg war dann schon Abschnitt der 4.Grenzkompanie.

Auf der anderen Seite ging der Abschnitt bis kurz hinter das kleine Sandtal (Ringweg).
Das wirst du noch kennen.
Da stand der BT-11 (auf dem Maitzenkopf) dann lief der Kolonnenweg den Berg in einer großen Kurve hinunter, dort war dann für uns Schluß und der Abschnitt der GK Scharfenstein begann.

Vom Kolonnenweg bis zur eigentlichen Grenze war es mitunter mehr als 1,5 km, da ein Berg dazwischen lag.
So war in unserem Abschnitt völlig tote Hose.
Nur am Jungborn konnte man mit viel Glück ein/zwei mal am Tag ein Fahrzeug sehen, das hinter zu der Papiermühle fuhr.
Auch von den B-Türmen aus sah man nichts als Wald. Wir hatten ja auch nur den einen runden und 2 eckige.

Deine Bilder hab ich mir gleich mal gesichert.
Hast du auch welche vom Kompaniegebäude Scharfenstein und eventuell von der Kompanie Schierke ?
War war eigentlich zu deiner Zeit Kompaniechef ?
Auch schon Klaus Lin... ?
Seine Frau führte bei uns die kleine MHO in der Kompanie.

Bilder im Anhang:
-die Kaserne Suental
-linke Trennlinie zu Scharfenstein (Fotografiert etwa von der Stelle aus, wo der BT-11 stand, im Hintergrund der Brocken)


Gruß
Suentaler

Angefügte Bilder:
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#5

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 17.02.2009 09:14
von zitixafo
Hallo Suentaler,

Mit den Foto vom Kompaniegebäude hast du mir ne Freude gemacht. Ich hatte auch mal eines, aber das ist irgendwie weg,

da blieb nur das hier gezeigte aus der Ferne. Naja jedenfalls dank ich dir dafür.

So zu meiner Zeit war ein gewisser Major Näser Kompaniechef. Wie gesagt Abschnitt ging von fast Abbenrode (grosser Grenzknick) bis kleiner Brocken! War also nicht so eintönig und man wechselte die Postenbereiche. Strafposten war kleiner Brocken. Da kam man meistens hin, wenn man im Ausgang oder sonstwie auffiel. Obwohl man dort die meiste Ruhe hatte.Im Winter war es allerdings sehr strapazös darauf zu kommen, einen Kolonnenweg gab es nicht bis dahin. War noch sehr verwildert und steinig. Der Grenzzaun hörte kurz hinter Hermannsklippe auf und war dann nach unten offen Richtung Torfhaus.

wie ich 1991 dort war, war ich erstaunt über den Platz den man dort hatte. Im wahrsten Sinne den Berg beräumt!

An einige Postenbereiche kann ich mich noch gut erinnern.

Ich beginne mal rechts von Stapelburg:

grosser Grenzknick - Bahndamm (dort stand auch auf freiem Feld irgendwo ein BT11) - Stapelburg (Bunker und BT!11)

dann weiter nach links Jungborn ( hier stand ein ViereckTurm noch mit Holzverkleidung glaube ich jedenfalls) weiter Richtung Papiermühle stand auch ein BT11 (war der trostloseste Postenbereich - sehr langweilig, nur Wald und Geräusche von der Mühle drüben)

Abschnitt hinter der Kaserne Richtung Scharfenstein.

Hinterland an der Bobbahn weiter RichtungTeufelsschlucht, hoch zum Kruzifix (hier war irgenwo ein BT!11) Tore zum grossen und kleinen Maitzental im Signalzaun - Hoch zum Sperrenstoss (war ein steiler Weg nach oben) weiter zum Eckerstausee)

war wieder ein BT11 ( hinter dem Signalzaun) dort in der Nähe gab es dann Hundesicherung weiter zu Scharfenstein und Herrmannsklippe ( wurde oft auch von Stempelsbuche angefahren). Hermannsklippe war BT11 hinter dem Signalzaun. dann
über Naturpfad steinige Klippen und der gleichen zum kleinen Brocken. Teilweise gab es auch bewegliche Posten mit LO oder P3, die den Abschnitt befuhren. Durch die Vielzahl der Postenbereiche war es immer anders und nicht immer langweilig.

Einige Posten mussten mit Harken raus, die haben dann vor dem Signalzaun den Wald gefegt ;-) Also viel weiss ich auch nicht mehr den Abschnitt befuhren meistens Gruppenführer oder Zugführer. Manchmal waren wir auch im Maitzental oder
Hermannsklippe bei den Holzfällern eingesetzt (war hinter dem Siganlzaun - durchs Tor und dann runter bis zur Ecker war nichts mehr gesichert) Dort waren aber oft Grenzaufklärer eingesetz ( hinter dem Signalzaun)

so das wars erstmal, man erinnert sich doch noch ein wenig - aber oft bringt man auch etwas durcheinander mit der Zeit ( auch Begrifflichkeiten können sich ändern, aber die Rcihtung stimmt schon.

Diesen beschriebenen Abschnitt bin ich 1991 gewandert von Stapelburg zum Brocken! habe aber vieles gar nicht mehr so erkannt, wie ich es in Erinnerung hatte - auch viereckige BT's kannt ich so nicht! auch nicht den weg zum kleinen Brocken (gab es ja so nicht zu meiner Zeit) - waren ja auch 15/16 jahre ins Land gegangen. War aber auch der einer wenigen, die im eckerstausee gebadet haben


PS. nein weitere Bilder habe ich leider nicht :-(
gruss zitifaxo

zuletzt bearbeitet 17.02.2009 09:22 | nach oben springen

#6

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 17.02.2009 10:54
von suentaler | 1.923 Beiträge

Hallo zitixafo,
also wenn ich es richtig lese, wart ihr direkt an der Ecker eingesetzt.
Da lief ja auch ein Kolonnenweg lang.
Wir durften dort aber nicht mehr hin.
Ich bin nur einmal dort ganz vorn gewesen, zu einer Einweisungsfahrt für die Alarm-Gruppe, dann nicht wieder.
Am Jungborn stand zu meiner Zeit kein B-Turm mehr, nur noch so eine alte "Eule".
So nannten wir diese kleinen Bunker wo man zu zweit gerade mal Platz drin hatte.
Aber die haben wir auch kaum genutzt, weil es da so dreckig drin war.
An einen B-Turm in Richtung Papiermühle kann ich mich nicht erinnern, habe aber schonmal andersweitig von seiner Existenz gehört.
Wie schon gesagt, für uns war am Jungborn Schluß. Da kamen nur die "Guten" hin.
Ist man in der Kompanie negativ aufgefallen, konnte man drauf wetten, das man die nächsten Tage und Wochen an der linken Trennlinie (am Maitenkopf)seine Schichten verbrachte.
Da wars noch weit bis zur Grenze und es konnte nicht viel passieren.

Im Anhang habe ich mal mittels GoogleEarth-Satellitenbildern den Grenzabschnitt zu meiner Zeit nachgezeichnet.
Die gelbe Linie ist der Kolonnenweg und auf fast der gesamten Strecke lief auf der einen Seite der alte Zaun und auf der anderen Seite der neue Signalzaun lang, so daß man sich selbst manchmal wie in einer Hundelaufanlage vorkam.
Ein mulmiges Gefühl stellte sich bei Gewitter ein, bei soviel Metall um einen herum.

Richtige Hundelaufanlagen gab es bei uns nur noch auf dem letzten Stück, runter zum Jungborn.

Gab es eigentlich zu deiner Zeit schon die anderen Standorte in Ilsenburg ?
Also die Pionierkompanie im Ilsetal und den Stab + Hinterlandkompanie an der Straße nach Stapelburg ?

Gruß
Suentaler

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#7

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 17.02.2009 11:44
von zitixafo

hallo Suentaler

Ja den Kolonnenweg rechts weiter bis Strasse nach Bad Harzburg /Stapelburg und darüber hinaus bis fast nach Abbenrode (sogenannter Grossr Grenzknick)

Dein Weg war bei uns der sogenannte Hinterlandzaun (Signalzaun) entlang der Ecker bis zu Pappenmühle war ein Metallgitterzaun mit Selbstschussanlagen ( auf die war dieser Gartenschläger scharf) Hinter der Pappenmühle gab es keinen Zaun mehr, kurz davor stand dann dieser BT11.

In Jungborn stand der alte viereck! war aber kaum besetzt!

in den Abschnitt rechts von Jungborn kam man durch ein Tor "Jungborn" im Hinterlandzaun und war dann zwischen den beiden Zäunen handeln

Die Vierecks auf deiner Karte gab es nicht zu meiner Zeit, den bt11 ja, dort war oft Party, weil so langweilig, dann traf die rechte seite mit den Harken und die linke seite vom Stausee kommend und manchmal auch die mot-Streife zum Plausch.

Hundestreifen gab es nur unterhalb Scharfenstein - nach Jungborn gab es keine

Im Ilsetal gab es die Pioniere und im Stab gab es noch zwei Kompanien, die Grenzdienst machetn ( ich glaube 1 und 2. Kompanie) aber es kann auch andere Bezeichnumg sein, weiss nicht mehr genau. Aber es gab sie zu der Zeit schon. Dort im Stab hatte mal ein UFZ das Gebäude fast gesprengt, hatte wohl zuviel die Heizungsanlage befeuert und der Kessel platzte. war grosses Gelächter damals, dieser Ufz hatte auch sonst noch einige Schoten gedreht.


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#8

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 17.02.2009 12:12
von suentaler | 1.923 Beiträge

Der "Party"-BT-11 (Maitzenkopf)war auch zu unserer Zeit noch Postentreff.
Genauer gesagt das etwas unterhalb gelegene Tor im neuen Signalzaun.(siehe auch das Foto weiter oben)
Dort trafen sich öfters die Posten der 5. und 6. GK auf einen kurzen Plausch.
War natürlich auf den Führungsstellen nicht gern gesehen.

Wir gehörten damals zum 2. Bataillon, unser Stab war in Schierke.
In Ilsenburg war der Stab vom 3. Bat. und ging uns somit nicht viel an.
Im 3. Bat. waren die Grenzkompanien, die Hinterlandsicherung machten.
Da die Leute nur bis zum Signalzaun durften, wir aber zwischen den Zäunen waren, hatten wir allerlei Spott für DIE vom 3. GB übrig.

Hier ist noch ein historisch wertvolles Foto.
Dieses Schild stand Anfang 1990 irgendwo am Jungborn, im Hintergrund der K6 und der alte Zaun.
Nach rechts gings zu der GÜST Stapelburg, die man dort aufgemacht hatte und nach links ins Eckertal.

Angefügte Bilder:
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#9

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 17.02.2009 12:45
von zitixafo

hallo Suentaler,
ne bei uns mussten Alle alles machen, bis auf die Betonbauer (Pioniere). das waren unsere Looser damals!! Wir waren auch eingesetzt als Hinterlandstreife (Ilsefälle, Stempelsbuche, Plessenburg, Paternosterklippen, Stapelburg Ortskontrolle usw.) das wurde regelmäßig gemischt, und wurde von uns als Entspannung betrachtet, man konnte sich im Wald absetzen und mal richtig ausruhen, Wie die Strukturen genau waren damals, mir nicht mehr geläufig, glaube wir gehörten zum II.Grenzbataillon, das ist mir alles mittlerweile untergegangen, ist sicherlich auch so, weil Anfang der 80iger wohl alles neu organisiert wurde bei den Grenzern damals.

cu zitifaxo


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#10

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 17.02.2009 13:10
von suentaler | 1.923 Beiträge

Hallo zitifaxo,

richtig, bei den GT gab es immer wieder Umstrukturierungen und die Regimenter bzw Bataillone wurden neu gemischt.
Dann wurden auch Kompanien neu gebaut und alte Unterkünfte aufgegeben.
Hinterlandsicherung machten bei uns in der Kompanie nur die Grenzaufklärer, idR waren das Fähnriche, meist mit Hund.
Wir Soldaten waren zwischen den Zäunen.
Meist 3 Postenpaare.
Ein Posten links am Maitzenkopf, einer in der Mitte um den Wildschuppen und einer am Jungborn.
Und dann gabs noch die A-Gruppe, bestehend aus 2 Postenpaaren mit Fahrzeug, die 24h mit auf der Führungsstelle waren und nachts für 4 Stunden raus mußten und sonst nur bei Alarm rausflogen.
Aber wie gesagt, vor zur Ecker durften die auch nicht. Ich war oft als A-Gruppe eingesetzt und blieb dann auch nur zwischen den Zäunen, selbst bei Grenzalarm.
Kann sein, das die Grenzaufklärer ganz vorn eingestezt wurden, aber davon haben wir dann nichts mitbekommen.
Da wurden wir von den Postenpunkten abgezogen, wenn die durchs Tor gingen.
Da traute ebend keiner dem anderen.

Schlimm war es im Winter, da mußten wir mit Ski raus.
In Flachen Bereichen mag das ja gehen, aber du weißt ja selbst, wie es im Abschnitt hoch und runter ging, da wurden die Skier schnell zur Belastung.
Meist haben wir die Dinger dann zusammengebunden und hinter uns her gezerrt.
War aber Befehl mit Brettern raus zu gehen.

Gab es zu deiner Zeit eigentlich schon den Flachbau neben dem Kompaniegebäude ?
Da war unser Freizeitraum, Fernsehraum und Politkabinett drin. Auch wenn der Kino-Mann kam, wurden dort die Filme vorgeführt.

Wo warst Du eigentlich zur Ausbildung ?

Gruß
Suentaler


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#11

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 17.02.2009 13:41
von zitixafo
Hallo Suentaler,

Grenzaufklärer, ja das waren Stabsfeldwebel und Fähnriche, mit Hunde. Die waren meist im Gelände hinter Pappenfabrik, im Maitzental und unterhalb Herrmansklippe -Richtung Torfhaus unterwegs, meist in dem gelände, wo es keine Zäune mehr gab, also auch bis zur Ecker hin.

Im Winter mit Ski, kenn ich auch noch, war ständig eine Belastung, man war ja Flachländer. Übungsstunden fanden immer am Berg vor der Kaserne statt

So in der Ausbildung war ich 3 Monate in Halberstadt, dann 3 Monate in Dingelstedt/Huy

Nein, zu meiner Zeit gab es nur das Kasernengebäude, dann hinten Garagen und Hundezwinger. Fernsehraum war oben rechts von aussengesehen jetzt mal die letzten drei Fenster glaub ich.
unten rechts war hinten die Küche und Speiseraum, davor war Freizeitraum mit Bibliothek,
oben links Mannschaftsräume und oben rechts gegenüber vom Fernsehraum waren die UFZ-Stuben und Waschraum.

unten links war Waffenkammer, Schreibstube und Spieszimmer, Wache und Kompaniezimmer, unter dem Dach waren die Zugführer untergebracht.

Scheinbar war es bei uns noch etwas "lockerer". Denn wir wussten fast immer wo der oder der eingesetzt war ( natürlich nicht immer von den Aufklärern, die waren auch oft Nachts allein unterwegs ( aber meistens schon). Die Tore wurden von uns geöffnet ( also immer der in dem Abschnitt Dienst hatte, aber in Gegenwart des Zugführers. Denn der hatte immer seinen Dienst im P3- einen festen Führungspunkt gab es so nicht, lediglich an Stapelburg, gab es die Führungsbunkerstelle.

So für heute mache ich Schluss, die "Regierung" will einkaufen, da brauchts einen "Fahrer" - schön das man sich mal so austauschen kann, man lernt was dazu, wenn du noch Bilder hast, zeig sie mir ruhig, ich habe leider nichts verwertbares mehr.

cu zitixafo

zuletzt bearbeitet 17.02.2009 13:42 | nach oben springen

#12

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 17.02.2009 15:13
von suentaler | 1.923 Beiträge

Hallo zitixafo

Übungsstunden fürs Skifahren gabs bei uns keine mehr, obwohl die bestimmt nötig gewesen wären.
Die Ski waren bestimmt noch die selben wie zu Deiner Zeit, die hätten auch glatt als Zaunslatten duchgehen können.
Man konnte schon froh sein, wenn man zwei gleichlange Skistöcke erwischte.

In den Flachbau hatte man die ganzen "Kultur"-Sache von der Kompanie ausgelagert, sodaß im Haus auch mehr Platz war.
Oben links (von außen gesehen) waren die Züge untergebracht, oben rechts die Uffze, Waschräume ein GAKl-Dienstzimmer und ein Ruheraum mit Bett für den Kompaniechef.
An der Treppe war das Zugführerzimmer.
Ich war im ersten Zug und "wohnte" gleich wenn man die Treppe hochkam im ersten Zimmer rechts.

Unten rechts war die Küche und die Speiseräume (Mannschaft und Offiziere getrennt)
Auf der linken Seite der UvD, die Dusche, Waffenkammer, Dienstvorbereitungszimmer, KC-Zimmer, Polit-Zimmer und nicht zu vergessen die MHO.
Unter dem Dach war nichts mehr, die Offiziere wohnten alle außerhalb in Ilsenburg in dem Neubaugebiet Mahrholzberg. Stattdessen hatte der Hauptfeld dort oben einen kleinen Schießstand für Luftgewehr eingerichtet, wo wir auch immer mal üben mußten.
Im Keller hatte der Soldat sein Reich, der die AKKUs für die Funkgeräte geladen hat.

In den Grenzabschnitt kam man nur, wenn der Kommandeur Grenzsicherung, nach vorheriger Anmeldung über das Grenzmeldenetz, das entsprechende Tor von der Führungsstelle aus freigeschaltet hatte. Drehte man vor dem "klicken" an dem Torschloß, löste der Zaun schon zu Dienstbeginn Alarm aus und der Tag war gelaufen.

Das war ja alles elekronisch gesichert.
Jedes Postenpaar hatte auch eine kleine Harke mit, um die Fußpuren bei der Torpassage wieder zu beseitigen.


So genug Dienstgeheimnisse für heute ausgeplaudert.
Gruß vom Suentaler



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#13

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 17.02.2009 18:15
von Rainman2 | 5.761 Beiträge

Hallo suentaler,

nun bin ich doch mal ein kleines Stück beeindruckt. Am GSZ eine Freischaltung mit einem "Klicken". Alter Schwede. Zu meiner Zeit (83/84) hingen in unserem Abschnitt (Stedtlingen - Rhön) einfach Vorhängeschlösser, die sich mit allem öffnen ließen, was ins Schlüsselloch passte. Der Zaun (3 m GSZ mit 4 Abweiserdrähten oben für die Auslösung) ließ sich nur auslösen, wenn man die entsprechend zu prüfenden Stellen vorher blank schabte. Und nun lese ich, dass es auch andere Technik gab. Nunja, man lernt immer dazu.

Skier hatten wir auch in der Kompanie. Aber sinnvollerweise war es bei uns verboten, damit auf Grenzstreife zu gehen (trotz Verwehungen bis zu 2 m). Wer mit diesen Teilen auf gesunden Füßen wieder zurückkam, durfte schon als anatomisches Wunderwerk durchgehen. Bei einem Abschnitt von 14,5 km und Nachts befohlenen 7 Posten im Abschnitt (inkl. Streife, ohne Führungsstelle und Alarmgruppe) war uns die Grenzdienststärke ehrlich gesagt wichtiger, als das Vorankommen im Schnee, welches auch mit den Skiern aufgrund von Blasen und Fußverletzungen in der Regel schon nach wenigen Metern nicht mehr im gewünschten Maß gegeben war.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#14

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 17.02.2009 18:49
von EK89/1 | 832 Beiträge

Hey Grenzer
Also das mit dem GSZ kan ich nur bestätigen, der ablauf war folgendermasen:
Am Gassentor angekommen, ein Postenpaar aussteigen meldung über GMA "Aton Ludwig am Gustaf Theodor"
dan kam die Bestätigung vom KGS im Schloss machte es wirklich "klick", reinfahren Tor schliesen, wieder Meldung über GSA, bestätigung vom KGS und es machte wieder klick, das Tor war wieder zu. Damals war das schon Hitech. Ach so natürlich war die Spurenbeseitigung noch angsagt, dei "neuen" hatten natürlich diese ehrenvolle Aufgabe.
Zu den Ski möchte ich noch bemerken, wir hatten damals schon Ski die innen Holz und ausen Plaste hatten. Sogar Stahlkanten waren schon dran. Ich kan nur sagen das wir viel mit den Bretteln drausen waren, zeitweise ging mit UAZ oder "Lutz Olaf" gar nichts mehr, nur die Brockenstraße war immer frei, muste ja auch, die Kollegen vom MfS musten ja da hoch, aber der Klassenfeind hat da freigeräumt, ein Unimog mit westdeutscher Schneefräse. Verletzt hat sich bei uns mit den Bretteln auch keiner, ein supergaudi nachts die Brockenstraße wieder runter zur GK.
Gruß EK89/I


EK89/I
09/87-01/88 GAR5 Potsdam,GAK 7
01/88-04/89 7.GK "Lutz Meier" Schierke
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#15

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 17.02.2009 19:08
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Der Harz als Einsatzgebiet scheint ja echt beliebt bei Euch gewesen
zu sein,ist ja auch eine schöne Gegend,Winter wie Sommer.



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#16

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 17.02.2009 19:32
von EK89/1 | 832 Beiträge

Hey Zermatt
Da kann ich nur für mich sprechen, alls ich, bei der versetzung von Potsdam gehört habe das ich nach Schierke versetzt werde wuste ich nicht viel damit an zu fangen, aber die Resis die uns gefahren haben sagten das das mit das beste sei wo man hinkommen kann. Dan in Schierke wurde einen das dan erst bewust was die da meinten. Die gegend war wirkilch schön, sommer und winter auser man muste im Winter wiedermal den GSZ zum Brocken hoch, bei Schneesturm, freischaufeln(im Dienstfrei). Der Blick vom Brocken war auch einfach super. Wenn zu Hause wieder mal einer lästerte "Du arme Sau bist im Harz und ich diente ne halbe Stunde von zu Hause weg(Dresden BEPO)" habe ich gesagt "dafür war ich auf dem Brocken und du kommst da nicht hin". Ist ja nun zum Glück anders gekommen aber damals war das was.
wen man an der Brockenstraße, an der GK Wache hatte muste man auch die Passierscheine kontrolieren, da Schierke ja Urlaubsort war, tarf man ja auch auf Leute die in der umgebung meiner Heimat wohnten, da kam man dan ins Gespräch und die Zeit am KP verging viel schneller.Alles im allen, ich hätte es schlechter treffen können.

Grüße EK89/I


EK89/I
09/87-01/88 GAR5 Potsdam,GAK 7
01/88-04/89 7.GK "Lutz Meier" Schierke
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#17

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 17.02.2009 20:16
von suentaler | 1.923 Beiträge

Hallo Rainman und EK89/1,

besonderen Spaß bereitete die tolle Technik vorallem im Winter, wenn alles eingefroren war.
Da konnte es passieren, das man das Tor nach dem passieren nicht wieder richtig zu bekam.
Obwohl der Riegel zu war, gab es auf der Führungsstelle aber kein Signal.
Da mußte man den Riegel immer wieder auf und zumachen und zwischendurch zum GMN laufen, um zu fragen ob's nun endlich als geschlossen angezeigt wird.
Das dauerte seine Zeit und die "Anton Ludwig" kam dann halt etwas später.

Gruß
Suentaler


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#18

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 17.02.2009 20:25
von zitixafo

hallo Suentaler

ja im wesentlichen war die Einteilung des Gebäudes so wie bei mir, im Keller war auch der Grenzmeldetechniker untergebracht! MHO war auch im Erdgeschoss neben der Waffenkammer glaub ich. Die Offiziere wohnten auch außerhalb, nur die Zugführer waren im Objekt und einige Aufklärer.

zu den Toren: wenn ich mich recht erinnere, musste man Meldung über Grenzmeldenetz machen, dann wurde der Signalzaun ausser Betrieb genommen im Kasernenobject, Vorhängeschloss aufschliessen und eine Drahtverbindung auseinander ziehen, durch, dann wieder alles zusammenstecken und Meldung, Zaun wieder unter Signal setzen von Kompanie aus. Spuren beseitigen mittels Harke oder zweite Grenzstreife hinzu geordert zum Harken.

Also zu meiner Zeit war das zwar noch nicht die Hochtechnologie, aber es funktionierte

@EK89/I

ich stimme Dir zu: man hätte es damals schlechter treffen können, als im Harz zu landen


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#19

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 17.02.2009 22:41
von suentaler | 1.923 Beiträge

Hallo zitixafo

Ist meine PN angekommen ?

Gruß Suentaler


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#20

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 18.02.2009 08:13
von zitixafo

Hallo Suentaler,

habe sie soeben endeckt ;-), melde mich dann mal


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