#21

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 19.02.2009 12:44
von zitixafo

Hallo Suentaler,

danke nochmals für die Fotos und Infos, war sehr aufschlussreich!

was mich noch interessieren würde, zu meiner Zeit 75/76 gab es jeden Sonntag ein kleines Fresspaket bestehend aus Obst(Bannanen,Apfelsinen, Äpfel etc) und Schokolade oder Kuchen und oder dergleichen. Für jeden der an diesem Tag da war. gab es es das später auch noch.

Es agb auch an klaten tagen mal neben dne Postenbrot, auch warme Suppe im Dienst, brachte der Hauptfeld oft selber raus mit seinen Küchenbullen

Das war manchmal ganz angenehm

gruss Zitixafo


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#22

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 19.02.2009 13:13
von Rainman2 | 5.763 Beiträge

Hallo zitixafo,

die Grenztruppen hatten durch die Postenversorgung mit die höchsten Verpflegungssätze in der ganzen Armee. Ein gut wirtschaftender Küchenleiter, ein paar pfiffige Küchenfrauen und ein erfahrener Hauptfeldwebel konnten da schon eine Menge draus machen. Das mit der heißen Brühe oder warmen Suppe war übrigens üblich, ich glaube, da gab es auch entsprechende Weisungen. Und wenn es nur den Sinn hatte, dass der Kuchenleiter mal den Abschnitt sah. Die Versorgung mit "exotischen Obstsorten" ging eher auf den Oberoffizier für Verpflegung im Regimentsstab zurück. Das war normalerweise eine Majorsplanstelle, dem Stellvertretenden Regimentskommandeur für Rückwärtige Dienste (RD) direkt unterstellt. Bei uns, im GR3, war das ein altgedienter und sehr erfahrener Stabsfähnrich, dessen Unterstellter übrigens ein Leutnant/später Oberleutnant war. Der Dienstgrad war aber egal, die Verpflegung und die "Besonderheiten" derselben, ließen sich auf seine Erfahrung mit dem Handel / Großhandel zurückführen. Da ich selbst, neben meiner eigentlichen Dienststellung als Polit der Stabskompanie im Regimentsstab, für zwei Jahre als "Leiter des Küchenkollektivs" eingesetzt war, habe ich einigen Einblick erlangt, wer da was machen konnte. Eine unserer Küchenfrauen hatte einen guten Draht zu einem der Bäcker im Ort. Irgendwann begann sie, Abends Brotteig mitzubringen, der in der Bäckerei übrig geblieben war. Ausrollen, Ketchup, Gemüse und Käse drauf, in den Ofen und schon gab es zum Abendbrot für die Soldaten im Stab einmal in der Woche Pizza. War nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit, kam aber gut an.

Nur mal so eine Geschichte dazu ...
ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#23

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 19.02.2009 19:35
von suentaler | 1.923 Beiträge

Hallo Zitixafo,

ehrlich gesagt, kann ich mich nicht mehr dran erinnern, ob es bei uns auch solche Freßpakete gab.
Aber wahrscheinlich nicht, sonst wüßte ich das noch.

Ich weiß aber noch, das ich in der Silvesternacht zu 1987 kurz nach Null Uhr die Ehre hatte, dem Kompaniechef die Hand zu schütteln. Das war am Postenpunkt "Schöne Linde" - das sagt dir vielleicht noch was.
Der machte Kontrollstreife durch den Abschnitt, gratulierte allen Posten zum neuen Jahr und überreichte jedem einen Beutel mit 3 Apfelsinen und einem Schokoweihnachtsmann.

Im Januar 87 hatten wir dann mehrere Nächte minus 30°C, da wurden die Schichten auf 6 Stunden verkürzt und der Hauptfeld kam mit (lau)warmer Suppe raus.

Gruß
Suentaler

PS: Gabs zu deiner Zeit schon den monatlichen Komplektetag mit den tollen überlagerten Wurstkonserven ?


[rot]Vielen Dank für die Sperrung.
Noch nicht einmal einen Grund konntet ihr angeben.
Andersdenkende mundtot machen - wie erbärmlich - selbst für euch ![/rot]
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MfG Suentaler
.
[gruen]Leider kann ich nicht auf die mich erreichenden PN's antworten.
Man kann mich aber direkt unter suentaler@emailn.de anschreiben.[/gruen]
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#24

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 20.02.2009 09:54
von zitixafo
hallo Suentaler,

nochmal danke für deine Bilder!

Zu den Komplekte. Nein sowas gab es glaube ich nicht bei uns. Da gebe ich Rainman2 schon recht, die Verpflegung war ausgezeichnet. Und die Küchenbesetzungen waren auch gut vom Können des Koches her und den Zivilangestellten.

weil du Silvester ansprichst. ich lag zu Silvester 1976 im Beeich Pappenmühle im Schnee, war gerade Grenzalarm ausgelöst worden, bis 23.00 waren wir im fernsehreaum, dann konnte ich Feuerwerk draussen im Gelände erleben, war nass und glaube geregnet oder geschneit hatte es, nicht sehr gemütlich, war aber wie oft der diensthabende Hirsch oder das Reh, das irgendwas auslöste, jedenfalls war das Fest damit hin. gegen Morgen waren wir wieder drin, das Handicap dort war, das kaum GMN war und man immer allein war ohne INfos.

Also ich kurier mich jetzt weiter aus und melde mich nochmal per E-Mail

gruss zitixafo

zuletzt bearbeitet 20.02.2009 09:54 | nach oben springen

#25

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 23.02.2009 17:48
von Rainman2 | 5.763 Beiträge
Hallo Suentaler,

tja, wie schon gesagt, viel hing da vom Küchenleiter und eventuell vom Hauptfeldwebel ab. Aber den Komplektetag gab es tatsächlich in den 80-er Jahren. Es stimmt auch, dass dieser einmal monatlich stattfand. Die Komplekte, also die Konserven mit Wurst, mit Käse (der berühmte Chester-Käse - explodierte wunderschön, wenn man die Dose ungeöffnet ins Feuer warf), mit Fertiggerichten und auch das berühmte Dosenbrot waren organisiert zu verschnabulieren. Übrigens war das Dosenbrot ein recht gutes Vollkornbrot, solange man es frisch aufgeschnitten essen konnte. Nach bereits etwa fünf Minuten an der frischen Luft entsprach es allerdings wieder seinem schlechten Ruf.

Der Grund für den Komplektetag war bestimmt nur eine einfache Einsparungsmaßnahme. Die Komplekte verfielen und warum sollte man sie wegschmeißen? Vielleicht ist es im Nachhinein für Dich tröstlich zu erfahren, dass selbst der Regimentskommandeur und seine Stabsoffiziere vom Komplektetag nicht ausgeschlossen waren. Übrigens fanden sich viele der Armeekomplekte kurz vor dem Verfallsdatum in den Verpflegungsbeuteln bei nationalen Jugendtreffen oder ähnlichen Großereignissen wieder.

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


zuletzt bearbeitet 23.02.2009 17:50 | nach oben springen

#26

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 23.02.2009 21:21
von Bürger (gelöscht)
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Hallo!
Im Winter Harz und grenze war nicht so toll. EK89/1 Eggerloch ist Dir bestimmt ein begriff odrer Oberer Königsberger weg. 10 Stunden ständig sitzen bei -20 C° kam gut. Habe mir immer ein Hund von der Trasse mit genommen, gut mit Dauerkeks gefüttert hat er dann geschlafen und ich konnte meine Füße unter den Bauch schieben wo sie gut gewärmt wurden.
gruß Bürger


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#27

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 24.02.2009 00:38
von suentaler | 1.923 Beiträge

Hallo Rainman,

genau das war der Grund. Da wurden die überlagerten Konserven einmal monatlich aussortiert
und verschnabuliert.

Eigenartiger Weise habe wir nie das berühmte Atombrot bekommen, nur die Wurstdosen und natürlich auch den Fensterkitt-Chester.
Wir hatten einen Soldaten bei uns auf der Kompanie, der hatte in dem Betrieb gearbeitet, die die Wurstkonserven herstellten.
Immer wenn Komplektetag war, hat er sich mit den privaten Leckereien aus seinem Spind verköstigt.
Die Konserven hat er nicht angerührt.
Er hat uns aber auch nie erzählt, was da nun so alles drin war, in der Wurst.
Er wollte uns den Appetit nicht verderben.

Gruß
Suentaler

Angefügte Bilder:
komplektewurstmt4.jpg

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#28

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 24.02.2009 01:00
von Rainman2 | 5.763 Beiträge

Hallo Suentaler,

ich danke Dir für das im Sinne der Erinnerung doch sehr schöne Bild.

Einen Hinweis muss ich aber geben. Die Komplekte waren auf keinen Fall überlagert. Da ich neben meiner eigentlichen Dienststellung als Polit der Stabskompanie des GR3 auch noch für 2 Jahre Leiter des Küchenkollektivs war, hatte ich einen recht guten Einblick in diese Dinge. Wir hatten in der Küche mehrmals im Jahr Hygienekontrollen (vom Regiment beginnend aufwärts bis zum Kommando der NVA). In einem Jahr haben wir uns den Titel "Kollektiv der sozialistischen Arbeit" und noch wichtiger die damit verbundene Prämie versaut. Wir hatten doch tatsächlich ein (in Zahlen: 1) Päckchen überlagerten Pfeffer in unserem Gewürzschrank. Hast Du eine Ahnung, was Pfeffer für eine offizielle Verfallszeit hat? Ich glaube irgend etwas zwischen 3 und 5 Jahren. Aber Vorschrift war Vorschrift: Ein überlagertes Lebensmittel in der Küche bedeutete sofort die Hygienenote 5, die im ganzen Jahr nicht mehr zu tilgen war. Und nun stell Dir vor, wir hätten im Komplektelager lauter überlagerte Dosen gehabt. Nee! Die Dinger waren alt. Aber das war ja eigentlich scheißegal, die schmeckten alt genauso wie neu.

ciao Rainman


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#29

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 24.02.2009 07:43
von EK89/1 | 832 Beiträge

Hallo Bürger
Natürlich ist mir das Eggerloch ein Begriff(wir nanten es EK-Loch)
Dort war ich aber glaube nur 2x mit nen GAKs und auch nicht im Winter,
sonnst war ich fast immer am Kanten und dort biste ja im Winter viel
gelaufen da ging das noch, am PP "Goehtebanhof" hatten wir nen Bungalow
wo wir uns aufwärmen konnten. Wen ich mich nicht irre waren wir auch nur
8 Std. drausen, die Ablösezeit mit eingerechnet und die war bei im Winter
manschmal bis zu 3Std. also war die Zeit der direckten Sicherrung nur 5Std.
Klar war es manschmal verdammt kalt aber wir haben es alle überlebt.
Sag mal warst du in Schierke muste ja fast bald wenn du das EK-Loch kennst,
ich suche nämlich Bilder von der GK, habe aus der Zeit habe ich naämlich nicht
ein einziges? Zu welcher Zeit warst du dort, nicht das wir uns vielleicht kennen?
Dein Bild sagt mir zumindest nichts.
Gruß EK89/I


EK89/I
09/87-01/88 GAR5 Potsdam,GAK 7
01/88-04/89 7.GK "Lutz Meier" Schierke
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#30

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 24.02.2009 11:54
von Bürger (gelöscht)
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Guten morgen EK89/1
Habe vom 25.10.1979 - 31.10.1980 in Sorge meinen Dienst geschoben. Im Winter kam es schon mal öffter vor wenn du auf oder in Brocken nähe warst sich die Ablösung verschoben hat. Da kamen dann auch mal 12 Stunden vor.
Von Schierke habe ich keine Bilder, habe eigendlich gar keine Bilder von der Grenze. Schade eigendlich. Ich war zwei Jahre nach Grenzöffnung mal in Sorge an und in der Kaserne um mal meiner Familie zu zeigen wo ich war. Es war schon eine erfahrung, wenn man da wieder hin kam. Bin dan auf dem Kolonnen weg nach Hohe Geis gelaufen und zurück von Sorge am ehemaligen Bimmelzaun etlang bis Schierke. Das Sagen umwogene Haus Wiedfeld bei Elend gibt es nicht mehr.
Dienstzeit war bei uns auch 8 Stunden aber ohne Ablösezeit. Ich habe so viele Namen vergessen, naja nach 29 Jahren.
also bis denne Bürger


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#31

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 28.02.2009 22:25
von charly69 (gelöscht)
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Hallo Bürger

Bin hier neu im Forum, möchte mich kurz vorstellen, bin ungedienter ddr bürger und beim Fluchtversuch gestellt wurden. Vielleicht später mehr dazu. Interessiere mich für die Geschichte der innerdeutschen Grenze und ihre Anlagen total , obwohl ich sie damals gehasst habe.
Ich war 06 in Elend und dieses Jahr in Schierke zum Winterurlaub und habe einige Zeit damit verbracht den ehemaligen Grenzverlauf zu besichtigen bzw. zu erkunden. Unter anderen bin ich den oberen Königsberger Weg zum Brocken hoch und musste mir immer vorstellen wie es damals war, als dort die Grenze war und wie man dort durchkommen sollte bzw. wollte,von meiner Warte aus, als Flüchtenter. Gab es mal in deiner Zeit Durchbrüche in der Gegend. Was hat es mit den Sagen umwogenen Haus in Elend auf sich? Haus Wiedfeld???
Wie war es damals in Elend und Schierke? Wie war das in solchen Grenznahen Ortschaften, war ja für ddr Bürger Sperrzone ohne Passierschein?? Würde mich freuen wenn du etwas dazu schreiben würdest. Ich bin auch mit den Ski den alten Grenzverlauf vom Wurmberg entlang der Brehmke, Fuchsfarm, Kolliesberg bis zum " Ring der Erinnerungen" nach Sorge abgelaufen, einfach Wahnsinn wenn ich mich hinein versetze, was damals dort gelaufen sein muss. Warst du in Deiner Zeit unmittelbar mal am letzten Zaun, ich frage deshalb weil, wenn ich mir vorstelle gerade am Wurmberg oder am Kaffeehorst bei Braunlage unmittelbar mit den Menschen aus dem anderen Teil (damals) in "Berührung" gekommen bist, wie das als Grenzer war???

Also würde mich auf deine Antwort aus erster Hand freuen
Gruß
charly69


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#32

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 28.02.2009 23:50
von suentaler | 1.923 Beiträge

Zitat von charly69
.... Was hat es mit den Sagen umwogenen Haus in Elend auf sich? Haus Wiedfeld??? ....
Gruß
charly69


Hallo charly69,
zum Haus Wietfeld steht hier etwas.

http://www.forum-ddr-grenze.de/t160f43-N...ung.html#msg702



Suentaler


[rot]Vielen Dank für die Sperrung.
Noch nicht einmal einen Grund konntet ihr angeben.
Andersdenkende mundtot machen - wie erbärmlich - selbst für euch ![/rot]
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MfG Suentaler
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[gruen]Leider kann ich nicht auf die mich erreichenden PN's antworten.
Man kann mich aber direkt unter suentaler@emailn.de anschreiben.[/gruen]
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#33

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 01.03.2009 00:34
von Bürger (gelöscht)
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Hallo charly 69!

Möchte versuchen auf deine Fragen zu antworten. Also wenn Du auf dem oberen Königsberger Weg gelaufen bist so war die eigentliche Grenze sprich Zaun 1 noch weit weg.
Unten im Tal verlief der Grenzsignalzaun der gleich hinter Schierke endete. Als folge waren da wo freie stellen im Gelände waren, Hundetrassen. Als nächstes waren zu meiner Zeit, es ist schwer das so zu erklären . Wenn man, da wo die Schienen das letzte mal die Brockenstraße überqueren (oben) etwa 500m mit den Schienen nach unten geht , kommt man an einen Hang und von diesem Hang bis Ellrich hingen 501 sprich Selbstschussanlagen am Zaun 1. Es war unmöglich diese ohne auszulösen zu überwinden.
Zu meiner Zeit gab es, in meinem abschnitt, zu meiner Dienstzeit einen Grenzdurchbruch von zwei Personen. Wo es Wochen gedauert hat, nach mehreren Nachstellungen und Überprüfungen das wir keine Schuld hatten .
Das Haus Wiedfeld bei Elend war von drei Seiten des GSZ eingeschlossen unweit davon war ein Postenpunkt. Nun muss ich noch ein bisschen mehr ausholen. Es gab bei Schierke den Abschnitt 5 . Bei Elend den Abschnitt 6 .Bei Sorge Abschnitt 7 und bei Roteshütte Abschnitt 8. Also Abschnitt 6 war der Abschnitt, der die wenigsten besetzten Postenpunkte hatte aber die unübersichtlichste gegend war. Nun dieses Haus lag in diesem Abschnitt 6.
Viele Posten haben beobachtet, das da manchmal bis zu drei PKW in die Garage fuhren mit Leuten die Uniformen vom BGS an hatten . Und die Garage eigentlich nur für ein PKW gedacht war (größe).
Ich habe mal im besagten Abschnitt Waldarbeiten gesichert, so nach einer ganzen weile kam einer der Waldarbeiter zu mir und klopfte mich auf die Schulter. Er sagte mit einem lächeln im Gesicht. Junge ob Du hier stehst oder nicht, wenn ich will bin ich in fünfminuten hier weg und rufe in einer Stunde von Braunlage an das ich gut angekommen bin.
Hier sind so viele Höhlen die nach drüben führen die kennen nur wenige.
Nun mache Dir selber Gedanken darüber.
Zu deiner letzten frage habe ich auch noch ein kleine Geschichte zu berichten .
Am Skilift unterhalb vom Wurmberg stand damals eine Hütte (West). Gegenüber stand ein BT 11 . Im Winter war da richtig betrieb, die Leute fuhren Ski oder vergnügten sich im Schnee und wir wurden beobachtet und mal wurde gerufen, hallo kommt doch rüber oder so.
Naja, alles ganz normal . Nun gab es ja jeden Tag eine K6 Kontrolle ( K6 Kontrolle- es wurden alle Mienen auf Vollständigkeit Kontrolliert am Zaun sowie anzeigen einer Grenzverletzung). Das war meistens ein Offizier und ein Soldat und im Winter mit Skier.
Vom Wurmberg bis nach Sorge viel das Gelände um einiges, kurz um man bekam ein gute Geschwindigkeit da am BT11 vorbei. Kurz vorm Turm so etwa 100m war so eine Vertiefung im Kollonenweg , die aber im Winter nicht gesehen wurde.
Also die Stürze waren Vorprogrammiert . Auf dem Turm hatten wir Zettel mit Zahlen von
1-9 deponiert. Wenn nun die Streife sich näherte machten wir die Luke vom Turm auf stiegen hinauf und warteten bis sie sich im Schnee kugelten. Beim wieder aufstehen bekamen Sie von uns Haltungsnoten von 1-9, was immer zu folge hatte das auf der Westseite auch schon die Leute an der Seite standen und die Aktionen durch Beifall honorierten. Das konnte man auch nicht mit jedem machen, man hatte eben so verschiedene die es mit einem Lächeln hin nahmen. Ansonsten machte man seinen Dienst wenn mal jemand auf der anderen Seite gewunken hat, so hab ich das immer erwidert so hatte man ein bisschen den Frust abgebaut und dein gegenüber war auch erfreut darüber.
Ich hoffe ich habe Dir ein bisschen helfen können.

Gruß Bürger



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#34

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 01.03.2009 10:23
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Hallo Bürger,bist du sicher das der Wachturm unterhalb des Wurmberg ein BT 11 (rund ist) ?
Ich glaube eher ein BT 9 (eckig) stand da,war öfters da.



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#35

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 01.03.2009 11:06
von zitixafo
hallo,
das kann zu der Zeit durchaus ein BT11 gewesen sein. Ich war 75/76 dabei, wir hatten meistens den BT11, die Vierecks gab es erst vermehrt in den 80igern. So wurde mein Abschnitt auch mehrmals umgebraben seit dieser Zeit. Z.B gab es auf Höhe "Scharfenstein" bis "Kleiner Brocken" keinen Kolonnenweg wie er heute ist

gruss ziti

zuletzt bearbeitet 01.03.2009 11:08 | nach oben springen

#36

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 01.03.2009 12:26
von Bürger (gelöscht)
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Hallo!
Also wenn ich hier etwas schreibe dann hat es auch seine richtigkeit.
1979-1980 wurden einige B-Türme neu gebaut oder ersetzt. So stand genau gegenüber der Schanze erst garkein Turm. Es befand sich erst nur ein Immitations Holzhaufen im Wald und der Turm wurde erst kurz vor dem Winter gebaut.(BT 9) er war dann erst im Frühjahr bezugsfertig. Der BT 11 sand genau gegenüber des Skiliftes also ungefähr 500m vom BT 9 entfernt.

gruß Bürger


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#37

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 01.03.2009 19:51
von charly69 (gelöscht)
avatar

Hallo Bürger

Danke für deine schnelle Antwort, sehr interessant.
Ich melde mich demnächst wieder.
Bis später und gute Zeit
charly69


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#38

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 01.03.2009 20:18
von charly69 (gelöscht)
avatar

Hallo suentaler

Danke für den Link, war sehr hilfreich.
Kannst du mir sagen wo dieses Haus Wietfeld in etwa stand?
War das im Tal an dem Fluß Brehmke?
Vielleicht weiß einer aus dem Forum was vom Standort?
Freu mich schon auf eure Antworten

Gruß charly69


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#39

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 01.03.2009 20:35
von EK89/1 | 832 Beiträge

Hallo Jungs
muß mich hier mal reinhängen,
Direkt unterhalb der Schanze stand zu meiner Zeit der BT11
eckig, war sehr oft da oben. Ein runder BT11 stand lings in der
Nachbarkomp. Elend. Der war aber meines wissens nicht mehr besetzt
war wohl baufällig.
Richtig der BT9 stand am Skilift und war die Führungsstelle.
Gennau gegenüber stand der NATO-Turm, viereckiger Klotz mit
Radom oben drauf. Auf google Earth ist der Standort noch
zu erkennen.
Noch was zum BT11, der war im Sommer sehr beliebt bei uns.
So gegen 21Uhr, wo die Turis weg waren kam öfters mal ein Auto
mit nen Pärchen und am Schanzenauslauf machten die beiden dan los,
man haben wir geschraubt mit den F.-Glas..
Und selber war man 6Wochen nicht zu Hause
Wen es hies,du und du SCHANZE, hatten beide ein FG mit.
Grüße
EK89/I


EK89/I
09/87-01/88 GAR5 Potsdam,GAK 7
01/88-04/89 7.GK "Lutz Meier" Schierke
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#40

RE: Grenzkompanie "Suental" Ilsenburg

in Grenztruppen der DDR 01.03.2009 21:05
von Bürger (gelöscht)
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Hallo charly69!

Also eines kann ich mit sicherheit sagen das es nicht im Tal gestanden hat und schon garnicht an einem Fluss.

Es stand mitten im Wald, damals eine große Lichtung am GSZ zwischen Sorge und Elend. Wenn ich von Sorge komme ging meiner Meinung auch direckt vom Haus eine schmale Straße nach Elend. Als ich 1991 da war, war es schon weg würde es aber sofort wieder finden.

gruß Bürger


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