#21

RE: Zehn Jahre Provokation für Ewiggestrige

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.06.2010 21:46
von wosch (gelöscht)
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Gut ist, daß auch noch Andere mitlesen!!
Danke Zermatt für die Richtigstellung des von Alfred´s verstümmelten Zitats aus der BStU!
Und Alfred, findest Du es korrekt so mit der "Wahrheit" umzugehen? Fast könnte man sagen:"Lügen haben kurze Beine" aber wahrscheinlich hattest Du das Zitieren des kompletten Satzes nur als nicht "zielführend" erachtet. Ich bin mir sicher, aus einer bestimmten Ecke wirst Du mit Deiner Taktik auch Beifall erhaschen. Der Wolf bleibt eben ein Wolf, auch wenn er Kreide frißt!!
Schönen Gruß aus Kassel.


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#22

RE: Zehn Jahre Provokation für Ewiggestrige

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.06.2010 21:57
von SCORN (gelöscht)
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Zitat von Gert
" Von der Sowjetunion lernen, heißt foltern lernen ".....ab 1950 .... dann die Genossen aus der Abteilung" Schild und Schwert der Partei"...... Das habe sie dann ausgiebig bis 1989 gemacht.




"nun mal butter bei die fische" gert, du stellst hier eine ziemlich tiefgreifende behauptung in ein öffentliches forum. dürfte ich darum bitten diese aussage zu belegen........oder schreib ganz einfach nicht mehr so einen mist. das ist nicht mehr lustig. du verbreitest hier anschuldigungen die noch nicht mal im ansatz von der birtheler behörde, der bundesanwaltschaft oder sonst wem mit getragen werden können!

ich erwarte von dir eine klare antwort!

@wosch: auch wenn es so gar nicht in dein schema hier passt, aber bezüglich verpflegung und unterbringung wurde wie schon gesagt sogar von der birtheler behörde bestätigt dass sie in den u-haftanstalten des mfs besser waren als in den anstalten des mdi! das ändert leider nichts an der tatsache daß dort auch menschen einsaßen die aus nichtigen gründen und einer verfehlten politik der SED geschuldeten gründen dort einsaßen. dies wurde hier schon zur genüge , durch alle fraktionen dargelegt.

deine hier immer wieder , gebetsmühlenartig vorgebrachte behauptung, hier würde von einigen alles in der DDR und am Mfs gut geredet ist schlichtweg ein lüge deinerseits. jeder, aber auch jeder hat hier schon ziemlich tiefgreifende und emotionale beiträge, unter aufzeigen von fehlern und was schief gelaufen ist in der DDR zustande gebracht. nun, deine beiträge sind recht konstant, konstant nölend, konstant aggresiv, konstant destruktiv.......

schockierend, nicht? dir ist , wie du selbst äußerst, überhaupt nicht an einen dialog gelegen. du willst vorführen und rabatz machen. dann hast du deinen spaß. ich kann allen nur dringend empfehlen den user wosch zu ignorieren. soll er sich doch mit leuten die seiner gedankenwelt näher stehen(gibt es ja hier auch zur genüge) austauschen.............

SCORN


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#23

RE: Zehn Jahre Provokation für Ewiggestrige

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.06.2010 22:09
von Alfred | 6.841 Beiträge

Wosch,

Unterbrinung und Verpflegung haben doch mit anderen Vorhaltungen nichts oder wenig zu schaffen.

Wenn es eine schärfere "Isolierung" - Einzelhaft - gab, so hatte dies wohl mehr mit der Art der möglichen Straftaten zu schaffen.

Und vergiss nicht, auch heute gibt es Einzelhaft und mir ist auch nicht bekannt, dass Einzelhaft gegen Gesetze verstossen hat.


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#24

RE: Zehn Jahre Provokation für Ewiggestrige

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.06.2010 22:10
von tiroler (gelöscht)
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Zitat von Zermatt
Zitat hin,Zitat her,wie sah denn die wirkliche Realität aus,was sagen Betroffende,wie war es konkret...



hallo zermatt,

mir ist während der befragung folgendes passiert :
der vernehmer saß am offenen fenster , die hemdärmel hochgekrämpelt.ich mußte am ofen platz nehmen.der raum war sehr überheizt.nichts durfte ich ausziehen,so saß ich im dicken anorak am ofen. der vernehmer legte regelmäßig noch holz hinterher.
ich bekam kreislaufprobleme.dazu kam die angst und die erniedrigungen.so hat er mit der hand weit ausgeholt.geschlagen hat er aber nicht.später im sv mußte ich mal auf den flur und ein schließer von einer fast 2m körpergröße stand in stiefelhosen vor mir ,
er fuchtelte mir mit dem gummiknüppel vor meinem gesicht rum.ab und zu ließ er den knüppel in seine offene hand fallen.
ich hatte einfach angst.ich war sehr jung.heute hätte ich sicherlich keine angst mehr.das eigenartige war, jedesmal wenn sie mir
unrecht angetan haben, wurde ich stark.schläge habe ich nie bekommen.ich konnte mich anpassen,später wurde ich kommando-
ältester.ein offizier sagte mal ,mit den sog. politischen haben sie die wenigsten probleme.von der wachmannschaft haben sich nur die niedrigen chargen unmöglich aufgeführt.sicherlich hatten sie noch nicht genug in der birne.
so nun erst mal genug.

gruß tiroler


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#25

RE: Zehn Jahre Provokation für Ewiggestrige

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.06.2010 22:46
von wosch (gelöscht)
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[quote="SCORN"]

@wosch: auch wenn es so gar nicht in dein schema hier passt, aber bezüglich verpflegung und unterbringung wurde wie schon gesagt sogar von der birtheler behörde bestätigt dass sie in den u-haftanstalten des mfs meistensbesser waren als in den anstalten des mdi!

Erst einmal habe ich das gar nicht bestritten und zweitens ist es für mich überhaupt nicht relevant ob es ein Krümel Wurst mehr gibt oder nicht!! Daß man sich noch nicht mal beim "Sch..ssen" unbeobachtet fühlen konnte mag Dir wegen mir auch als Beweis für eine "bessere" Unterbringung gelten, mir jedenfalls nicht!! [

das ändert leider nichts an der tatsache daß dort auch menschen einsaßen die aus nichtigen gründen und einer verfehlten politik der SED geschuldeten gründen dort einsaßen. dies wurde hier schon zur genüge , durch alle fraktionen dargelegt.

Auch wenn das "auch" suggerieren soll, daß es sich hierbei nur um Ausnahmen handelte, dem ist nicht so und der Hinweis auf die SED kann auch nicht die menschenunwürdigen Haftbedingungen in den Stasi-U-Haftanstalten durch die dafür eingesetzten "Genossen" unter der Leitung von Leuten wie Rataizik und Anderen, ungeschehen machen!!
Das in Deinem Zitat rot unterlegte "meistens" hatte ich übrigens eingefügt, da Du es anscheinend "übersehen" hattest!




deine hier immer wieder , gebetsmühlenartig vorgebrachte behauptung, hier würde von einigen alles in der DDR und am Mfs gut geredet ist schlichtweg ein lüge deinerseits. jeder, aber auch jeder hat hier schon ziemlich tiefgreifende und emotionale beiträge, unter aufzeigen von fehlern und was schief gelaufen ist in der DDR zustande gebracht. nun, deine beiträge sind recht konstant, konstant nölend, konstant aggresiv, konstant destruktiv.......

Ja SCORN, Du wirst Deine Gründe haben daß Du so mit mir ins Gericht gehst!! Daß Du mich der Lüge bezichtest, na ja, bis jetzt ist meine Nase noch nicht länger geworden, deswegen ziehe ich mir diese Jacke auch nicht an, eine Lüge ist übrigens eine "wissentliche Falschaussage" und unter Umständen sogar strafbar!!

dir ist , wie du selbst äußerst, überhaupt nicht an einen dialog gelegen. du willst vorführen und rabatz machen. dann hast du deinen spaß.

Nein mein lieber SCORN, mir geht es bei dem ernsten Thema "DDR" mit allem Drum und Dran nicht um "Spaßhaben" , dafür sollen mir die Toten von der Grenze und die Abertausend zu Unrecht verurteilten Landsleute nicht herhalten!!


ich kann allen nur dringend empfehlen den user wosch zu ignorieren. soll er sich doch mit leuten die seiner gedankenwelt näher stehen(gibt es ja hier auch zur genüge) austauschen.............

Zu einem Dialog gehören immer Zwei, mir vorzuwerfen ich würde "generell" nicht zu einem Dialog bereit sein, strafst Du Dich selber der Unwahrheit, denn der Beweis daß das nicht der Fall ist, kannst Du doch unserer hiesigen "Diskussion" entnehmen. Rufe Du mal ruhig dazu auf den User Wosch zu ignorieren, ich werde jedenfalls Keinen hier "ignorieren" und möchte Jedermann dazu aufrufen sich gerade auch mit Deinen Beiträgen genau zu befassen!!
Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 24.06.2010 23:59 | nach oben springen

#26

RE: Zehn Jahre Provokation für Ewiggestrige

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.06.2010 23:31
von X-X-X (gelöscht)
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Leute, die in HSH oder anderswo einsassen sollten sich bitte zu Wort melden. Mir ist es Leid, von unbeteiligten Experten (beider Seiten), die sogenannten Fakten vor der Nase gehalten zu werden. Der Beitrag von Tiroler habe ich schon ein Paar mal gelesen, und es macht mich auch betroffen, da ich mich in seine Lage hineinsetzen kann. Was mich auch betroffen macht (wurde in einem anderen Thread angesprochen): dass es Leute gab, die eigentlich wegen gar nichts eingesperrt wurden, ist beschaemend. Die freie Meinungsaeusserung ist doch Bestandteil eines jeden demokratischen Staates. Dass es diese Freiheit in der DDR nicht gab, fand ich auch nicht richtig. Haftbedingungen, Verpflegung, usw sind weniger wichtig.

Jens


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#27

RE: Zehn Jahre Provokation für Ewiggestrige

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.06.2010 23:36
von X-X-X (gelöscht)
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Mein "Zu Hause" im 2. Untergeschoss ohne Tageslicht, ohne Ausgang. ich habe insegsamt mehr als 2 Jahre in einer solchen Zelle verbracht. Diese Zelle wurde fuer eingeladene 'Besucher' sauber eingerichtet. Genau umgekehrt zu HSH, wo die Bedingungen anders dargestellt werden sollten.

Jens

Angefügte Bilder:
cell in base.jpg

zuletzt bearbeitet 24.06.2010 23:37 | nach oben springen

#28

RE: Zehn Jahre Provokation für Ewiggestrige

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.06.2010 23:37
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow
@gert, es wäre nett wenn du dort alle gängigen folterpraktiken mal aufzählen könntest. bei der masse der opfer wird es ja wohl auch nicht allzuschwer sein, ein paar beispiele zu bringen...




Ich hatte keinen Notizblock dabei, um das zu notieren ( hätte sicher auch jeder Beteiligte als unpassend empfunden ).


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#29

RE: Zehn Jahre Provokation für Ewiggestrige

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.06.2010 23:39
von kinski112 (gelöscht)
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Kid ist das Bild in so einer kleinen Auflösung ? Würde es mir gerne mal größer anschauen danke !


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#30

RE: Zehn Jahre Provokation für Ewiggestrige

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.06.2010 05:50
von X-X-X (gelöscht)
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@kinski112 Ich habs gerade noch so hingekriegt....bin mit der Technik sehr unbegabt. Dieses Bild findest Du unter 'FLICKR', wenn du das kennst. Tipp mal 'Fort Leavenworth' und 'USDB' ein.

Jens


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#31

RE: Zehn Jahre Provokation für Ewiggestrige

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.06.2010 06:30
von Gelöschtes Mitglied
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.....Oweia. Es wächst eben nicht zusammen, weil das nicht Zusammengehört.
Es geh schon wieder los. Man redet ueber ein Problem, schon kommen andere (meist dieselben) die schreihend (Dicke, grelle Buchstaben) schreiben, das alle Menschen lediglich Mißhandelt wurden.

Ich finde es manchmal als Beschämend, wenn in unsere Einrichtung kommen, und von ihren Heldentaten schwatzen. Dabei wird gelogen, das die Schwarte kracht. Es gab Leute, die haben immer Nahrungsmittel gebracht, es gab ja nichts, und damit die Verwandschaft nicht verhungert, fuhr der nette Onkel jede Woche nach Eisenach. Der sprach von den 1980er Jahren. Innerhalb von 3 Sätzen wiess ich ihm seine Lüge nach. Er fragte auch, warum wir in Eisenach keinen Trabbi mehr ausstellen - wie früher. Da gabs nie einen, warum auch. Als die Argumente ausgingen, war ich ein Stasispitzel.

Tolle Dinge werden auch Bericht von einem Autohersteller, der nach der Wende auf der grünen Wiese baute........beweist man da gegnteil, ist man ein ewiggestriger. So ist ganz sicher kein Dialog möglich.

Übrigens, ich möchte mal wissen, was NSA, BND, CIA so alles über mich Wissen......Allerdings werden die mir das sicher nicht veraten.


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#32

RE: Zehn Jahre Provokation für Ewiggestrige

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.06.2010 06:55
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Zermatt
Zitat hin,Zitat her,wie sah denn die wirkliche Realität aus,was sagen Betroffende,wie war es konkret...



Ich darf mich und einen Betroffenen aus einem anderem Thread zitieren:

Zitat von Feliks D.

Zitat von nightforce
Hallo zusammen,
ich saß ja selbst 6 Wochen in U-Haft.
Angerührt hat mich niemand während der Zeit, aber ich war ja auch in Einzelhaft.
Zu den Mahlzeiten wurde ich geführt und bekam auch immer sehr gutes Essen.

Dies bestätigt meine Aussage bzgl. der Verpflegung oben, die ja andernorts schon einmal angezweifelt wurde.

Trotzdem wurde versucht, einen weichzukochen, es gab Verhöre, wo man ständig das Selbe gefragt wurde, auch wenn mann das schon zig mal beantwortet hatte.

Dieses war Methode und verfolgte auch einen bestimmten Zweck, es ging dem Untersuchungsführer unter anderem darum den Wahrheitsgehalt der Aussage besser beurteilen zu können. Anhand bestimmter Merkmale der sich wiederholenden Aussagen war dies oftmals möglich.

Untergebracht war ich in einer Einzelzelle im Keller mit einem Lichtschacht durch den am Tage millionen Mücken ihren Weg fanden.
Meiner bitte nach einen Mückenmittel (welches ich selbst im Spint hatte) wurde nicht entsprochen, auch der Bitte nachts doch das Licht brennen zu lassen, wurde nicht entsprochen.
So gab es halt jede Nacht einen massiven Mückenangriff und ich sah von Tag zu Tag immer beschi...ner aus.
Das war eigendlich meine wirkliche Qual während der U-Haft.
Mücken in Mass, und nichts dagegen.
Aber keiner hat mir was getan, außer eben die kleinen blutsaugenden Tierchen.

Dieses entspricht nicht gerade der landläufigen Meinung vom prügelden XIV-MA, die gerne verbreitet wird!

War schon echt Sch....e, aber nach Hausdurchsuchung wurde ich noch innerhalb der Truppen vollständig rehabilitiert.
Im Gegenteil, ich war wohl erst ab da feindwärts bestätigt.
Die Mückenstiche waren deshalb auch recht schnell vergessen, was nicht tötet, härtet ab.
Gruß nf

Der erwiesen Unschuldige wurde also rehabilitiert, nicht wie oft behauptet pauschal abgeurteilt.



Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 25.06.2010 06:57 | nach oben springen

#33

RE: Zehn Jahre Provokation für Ewiggestrige

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.06.2010 09:08
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Gert

Zitat von GilbertWolzow
@gert, es wäre nett wenn du dort alle gängigen folterpraktiken mal aufzählen könntest. bei der masse der opfer wird es ja wohl auch nicht allzuschwer sein, ein paar beispiele zu bringen...




Ich hatte keinen Notizblock dabei, um das zu notieren ( hätte sicher auch jeder Beteiligte als unpassend empfunden ).





So ich habe das noch mal aus der Erinnerung zusammengestellt um das zu präzisieren.

Nun, was ich dort in ( HSH )gesehen und gehört habe, in erster Linie psychologische Folter und Zermürbungskrieg, dh. komplette Isolation wie Nichtwissen über den Ort wo man ist, keine Nachricht von Verwandten, keine anwaltliche Betreuung, Desinformation in Form von falschen Schreckensmeldungen aus der Verwandtschaft wie Frau hat inzwischen einen anderen, Verwandte sind verunfallt mit Todesfolge oder Verletzungen, Drohungen mit hohen Haftstrafen, keine Kontakte zu anderen Mitgefangenen und der Außenwelt, da die Wärter dies mit verschiedenen Techniken unterbunden haben, bauliche Einengungen wie kleine Zellen, keine Fenster sondern Glasbausteine ,dadurch keine frische Luft für den U-Gefangenen Ein Hofgang, der ein Witz war nämlich 2 x 3 m oder so ähnlich im Freien mit ca. 3 meterhohen Mauern, darüber Draht gespannt und Wärter die oben die Runde gingen. Du konntest nur den Himmel sehen. Entmenschlichung der Person durch Anrede mit Nummer, statt Namen.Und das alles überwiegend nur für Menschen die für den verbrecherischen § 213, dessen Straftatbestand offenbar weltweit einmalig in der DDR ist, angeklagt wurden.Man bedenke, diese U-Häftlinge waren noch gar nicht verurteilt, also nach unserem Rechtsverständnis unschuldig bis zu einem Gerichtsurteil.( Ich vermute mal Eierdiebe wurden besser behandelt) Also, alles in allem zielte die Behandlung der Häftlinge darauf ab, sie psychisch zu zerbrechen.


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#34

RE: Zehn Jahre Provokation für Ewiggestrige

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.06.2010 09:34
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Alfred
Gilbert,

schaun wir mal was von Gert kommt. Ich warte ja auch noch auf das von IHM erwähnte "Sahnehäufchen" welches MA des MfS erhalten haben sollen.



Alfred und Gilbert ,zu dem Sahnehäubchen kann ich auch etwas sagen. Bei Besuchen in der DDR hörte ich immer wieder von meinen Verwandten, wie überdurchschnittlich die MA des MfS entlohnt werden. Ihre Produktivität für die Volkswirtschaft jedoch war gleich 0, natürlich außer der Tatsache, dass sie Sicherheit für die Partei und Staatsführung der DDR produzierten. D.h. die Überwachten mußten auch noch die hohen Gehälter ihrer Bewacher bezahlen. Dass das nach der Wende dazu führte, dass das hohe Gehaltsniveau der MfS Mitarbeiter nicht in die Rentenberechnung einging kann ich aus Sicht der Opfer voll verstehen. Dies war eine politische und keine ökonomische Entscheidung. Ich habe ein Beispiel nachgelesen:
1 Oberleutnant desMfS , verheiratet, 16 Dienstjahre , verdiente 1989 1980,00 Mark der DDR. Dieses Geld bekam er auch noch steuerfrei ausgezahlt!. Die Rentenversicherung ist nun hingegangen und hat den Rentenanspruch dieses Oberleutnants auf den Durchschnittslohn des Jahres 1989 in der DDR von etwa 1000,00 Mark der DDR festgelegt. Diese Regelung nennen die ehemaligen offenbar Strafrente. Diese Differenz zwischen dem Durschnittslohn und dem tatsächlichen Lohn habe ich als das Sahnehäubchen ( abgeleitet von einer Portion Kuchen mit Sahne) bezeichnet.
Zu dem Sahnehäubchen gehörten sicher auch noch andere Privilegien wie bevorzugte Zuteilung von Wohnungen, Autos usw. Aber das kenne ich nur vom Hörensagen und ich kann es nicht beweisen. Jedoch wie bei jedem Gerücht ist immer ein Körnchen Wahrheit dabei.Alles paletti ??

Viele Grüße vom Rhein
___________________________________________________________________________________________________

Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, das sich etwas ändert.

Korrektur: die Lohnangaben in dem Beitragt sind Monatslöhne, keine Jahreslöhne!


.
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zuletzt bearbeitet 25.06.2010 10:01 | nach oben springen

#35

RE: Zehn Jahre Provokation für Ewiggestrige

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.06.2010 09:53
von Alfred | 6.841 Beiträge

Gert,

denkst Du wirklich, dass Du immer Kontak zu U - Häftlingen inn der BRD hast ?


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#36

RE: Zehn Jahre Provokation für Ewiggestrige

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.06.2010 10:05
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Alfred
Gert,

denkst Du wirklich, dass Du immer Kontak zu U - Häftlingen inn der BRD hast ?



Ich kenne niemanden im Gefängnis, daher hatte ich auch noch nicht das "Vergnügen". Aber ich weiß dass Angehörige und Strafverteidiger einen U-Häftling besuchen dürfen.(Sogar Fernsehteams, wie man bei Wetterman Kachelmann gesehen hat)
Das war in HSH überhaupt nicht möglich. Der noch nicht Verurteilte war völlig entrechtet, quasi schon vorverurteilt.


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#37

RE: Zehn Jahre Provokation für Ewiggestrige

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.06.2010 10:12
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von EDGE-Henning
.....Oweia. Es wächst eben nicht zusammen, weil das nicht Zusammengehört.
Es geh schon wieder los. Man redet ueber ein Problem, schon kommen andere (meist dieselben) die schreihend (Dicke, grelle Buchstaben) schreiben, das alle Menschen lediglich Mißhandelt wurden.

Ich finde es manchmal als Beschämend, wenn in unsere Einrichtung kommen, und von ihren Heldentaten schwatzen. Dabei wird gelogen, das die Schwarte kracht. Es gab Leute, die haben immer Nahrungsmittel gebracht, es gab ja nichts, und damit die Verwandschaft nicht verhungert, fuhr der nette Onkel jede Woche nach Eisenach. Der sprach von den 1980er Jahren. Innerhalb von 3 Sätzen wiess ich ihm seine Lüge nach. Er fragte auch, warum wir in Eisenach keinen Trabbi mehr ausstellen - wie früher. Da gabs nie einen, warum auch. Als die Argumente ausgingen, war ich ein Stasispitzel.

Tolle Dinge werden auch Bericht von einem Autohersteller, der nach der Wende auf der grünen Wiese baute........beweist man da gegnteil, ist man ein ewiggestriger. So ist ganz sicher kein Dialog möglich.

Übrigens, ich möchte mal wissen, was NSA, BND, CIA so alles über mich Wissen......Allerdings werden die mir das sicher nicht veraten.



@Edge--Henning also ganz ehrlich gesagt klingt dein Beitrag etwas wirr, ich verstehe nicht was du da eigentlich als Kernbotschaft rüberbringen möchtest. Von welcher Einrichtung redest du da, oder ist das geheim??
Viele Grüße vom Rhein
__________________________________________________________________________________________________
Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert


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#38

RE: Zehn Jahre Provokation für Ewiggestrige

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.06.2010 10:29
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Sorry Gert aber so viele Unwahrheiten und Fehler bzw. absolut negative Darstellungen von weltweit gängiger Praxis habe ich lange nicht mehr gelesen. Aus diesem Grund zitiere ich nun mal vollständig einen alten Beitrag von mir aus diesem Thread: DDR-Gefängnis-Methoden

Zitat von Gert

So ich habe das noch mal aus der Erinnerung zusammengestellt um das zu präzisieren.

Nun, was ich dort in ( HSH )gesehen und gehört habe, in erster Linie psychologische Folter und Zermürbungskrieg, dh. komplette Isolation wie Nichtwissen über den Ort wo man ist,Falsch, siehe Zitat im Anhang keine Nachricht von Verwandten, Auch falsch keine anwaltliche Betreuung,Während des EV nicht, danach schon. Zu dieser Thematik habe ich bereits umfangreich geschrieben. Desinformation in Form von falschen Schreckensmeldungen aus der Verwandtschaft wie Frau hat inzwischen einen anderen, Verwandte sind verunfallt mit Todesfolge oder Verletzungen, Drohungen mit hohen Haftstrafen, Keine Schreckensmeldungen! Natürlich hat man schon einmal gefragt wie lange die Freundin wohl so alleine warten wird, oder ob z.B. die Abwesenheit förderlich für den einen oder anderen bereits gesundheitlich angeschlagenen Angehörigen ist. Aber eine Frage in den Raum zu stellen wird ja wohl erlaubt sein, wenn damit die Förderung der Aussagebereitschaft einherging umso besser. Das Aufzeigen der möglichen Strafe siehst du als Folter an? keine Kontakte zu anderen Mitgefangenen und der Außenwelt, da die Wärter dies mit verschiedenen Techniken unterbunden habensiehe Zitat im Anhang, bauliche Einengungen wie kleine Zellen, keine Fenster sondern Glasbausteine ,dadurch keine frische Luft für den U-Gefangenen Falsch, siehe Zitat im AnhangEin Hofgang, der ein Witz war nämlich 2 x 3 m oder so ähnlich im Freien mit ca. 3 meterhohen Mauern, darüber Draht gespannt und Wärter die oben die Runde gingen. Erklärungsiehe Zitat im Anhang Du konntest nur den Himmel sehen. Entmenschlichung der Person durch Anrede mit Nummer, statt Namen.Und das alles überwiegend nur für Menschen die für den verbrecherischen § 213, dessen Straftatbestand offenbar weltweit einmalig in der DDR ist Falsch, überquere doch zum Test einmal ungesetzlich die Grenz der USA. Auf das folgene Prozedere wäre ich ja gespannt., angeklagt wurden.Man bedenke, diese U-Häftlinge waren noch gar nicht verurteilt, also nach unserem Rechtsverständnis unschuldig bis zu einem Gerichtsurteil.( Ich vermute mal Eierdiebe wurden besser behandelt)Richtig, du vermutest!!! Also, alles in allem zielte die Behandlung der Häftlinge darauf ab, sie psychisch zu zerbrechen. Wieder vermutest du nur!





Zitat von Feliks D.
Also ersteinmal muss man ganz fein unterscheiden, so wie Gilbert schon richtig sagt es gab die STVA's des MdI und die UHA's des MfS. Das ist ein Unterschied @mara der nicht egal ist, sonst wird hier ungeachtet der Zuständigkeit des MdI wieder eine volle Breitseite gegen das MfS geschossen, wie hier bereits passiert. Bereits Manudave im ersten Beitrag über DDR-STVA-Methoden bringt ein Beispiel aus UHA's des MfS und vermengt somit Fakten die nicht zusammen gehören.

Die Untersuchungshaft während des Untersuchungsverfahren beim MfS war grundsätzlich auf 6 Monate beschränkt, dieses konnte durch den Untersuchungsführer in Abstimmung mit dem Staatsanwalt verlängert werden. Gründe hierfür waren unter anderem mangelnde Aussagebereitschaft des Beschuldigten der somit seiner Mitwirkungspflicht nicht nachkam oder auch weitere im Laufe des Untersuchungsverfahrens bekannt gewordenen Straftatsbestände.

Nach dem Untersuchungsverfahren und dem Gerichtsurteil erfolgte die Verlegung in deine STVA des MdI, somit endete auch die Zuständigkeit und Verantwortung des MfS.

Sämtliche in Zitaten roten Sätze stammen von mir. Ich werde jedoch nur Beiträge kommentieren, die in den Bereich des MfS fallen, da mir beim MdI die Erfahrungen und Kenntnisse fehlen um über diesen Bereich qualifiziert Auskunft geben zu können.

Zitat von manudave
Hier könnt Ihr mal auflisten, was euch darüber bekannt ist - bitte einfach drunter schreiben:

Rollkomandos:
Bis zu 5 Wärter, die den Insassen bei "unkorrektem Verhalten" verprügelten, teilweise bis zum Tod.

In welchen Fällen wurden die Häftlinge bis zum Tod geschlagen, bitte Nachweise mit Quelle keine Erzählungen.

Wasserzellen:
Wasserdichte Zellen wurden bis zur Hüfte mit eiskaltem Wasser gefüllt, was ganz langsam rausgelassen wurde. Die Häftlinge starben dabei fast an Unterkühlung.

Eine Gruselstory vom Hubertus, sowas gab es beim MfS nicht und meines Wissens auch nicht beim MdI.

Wasserschlauch:
Einen Feuerwehrschlauch bis zu einer halben Stunde auf den nackten Körper halten.

Pfahlstehen:
4 eng gestellte Pfähle auf dem Hof, dazwischen der Häftling mit der Mütze in der Hand - im Sommer bei sengender Hitze ohne Wasser. Bei übertreten der der Pfähle wurde scharf geschossen.

Jetzt beginnen aber ganz wilde Geschichten, raus aus dem Kreis und vom Wärter erschossen??? Wohl eindeutig ins Reich der Phantasien einzuordnen!

Schalldichte Zellen:
Einzelzellen, die komplett schallisoliert waren und man die Schreie des Insassen nicht hören konnte.

Diese Zellen wird es auch heute noch in jeder JVA geben, ganz einfach um randalierende Insasssen abzusondern bis sie wieder bei Sinnen sind. Also hier nicht weiter erwähnenswert. Deshalb hießen sie übrigens auch Beruhigungs-Verwahrraum und waren mit speziellen Plastikplatten ausgekleidet.

Fenster:
Die Fenster in den Stasi-Gefängnissen waren nur aus wenigen Glasbausteinen - sprich auch keine Lüfung.

Dies ist nicht richtig! Auch mit diesen Glausbausteinen war, durch Ausführung in zwei hintereinanderliegende Reihen von denen die erste unten einen Spalt hatte und die zweite oben eine Belüftung gewährleistet. Es gab auch Ventilatoren die den Luftdurchsatz erhöhten. Jedoch eine Aussicht war durch die Glasbausteine nicht möglich, aber dieses war ja auch der Zweck dieser Methode.

Einzelzellen im Keller:
Nackte Betonzellen ohne Licht - ohne Liege - ohne Toilette (ein Eimer) - Wasser, Brot - einmal die Woche eine warme Suppe.

Einzelzellen gibt es auch heute noch. Die Lage im Keller war jedoch in den älteren UHA's und STVA's vor allem den vorhandenen baulichen Gegebenheiten geschuldet. Die Verpflegung in den UHA's des MfS war weitaus besser als die beim MdI. Dieses können ehem. Verwahrhäftlinge hier sicher bestätigen, sofern sie nicht die Anfangsjahre betreffen, als die allgemeine Versorgungslage noch sehr schlecht war.




Zitat von manudave
Die Aussagen sind belegbar.

Entweder findet Ihr das in Büchern von Opfern oder in meinem Falle weiß ich das vom eigenen Erleben nahestehender Verwandschaft.

In den Büchern sind es auch nur Erzählungen, sofern sie nicht durch Fakten belegt sind.




Zitat von manudave
Schalldichte Zellen:
Wasserzelle ist im Frauengefängnis Schloss Hoheneck zu besichtigen.

Zu welcher Zeit und durch welchen Dienst wurden sie dann auch noch wirklich genutzt???



Zitat von turtle
Mir wurde Tagelang Schlaf entzogen, damit ich bei den Vernehmungen für sie Brauchbares aussage! Der oder die Vernehmer waren mal allein oder zu zweit.

Schalfentzug mag es zu der Zeit gegeben haben, mal 1 und mal 2 Untersuchungsfüher war gängige Praxis.

In dem VERWAHRRAUM wurde das Bett welches an der Wand befestigt war hochgeschlossen ,nichts mit liegen! Ein Klappbrett zum sitzen und einen Klapptisch gab es aber! Pro Tag gab es 20 oder 30 ? Min. Hofgang.

Es waren 20 Minuten.

Beim Ablauf aus den Zellen( Wir mussten immer bei der Meldung Verwahrraum sagen) und auf dem Hof ging es immer schön im Kreis herum. In dem Kreis waren Markierungen mit gewissen Abständen, welche eingehalten werden mussten. So war es nicht möglich etwas zuzustecken. Reden war natürlich verboten!

Erklärung für die Makierungen und Abstände hast du ja bereits selbst geliefert, dies endete jedoch mit der Einführung der Freigangzellen

In regelmäßigen Abständen musste ich auf Transport, wohin erfuhr man erst wenn man da war.

Endlich wird mit der immer wiederkehrend Behauptung aufgeräumt, mann wußte nie wo man war. Glaubwürdiger als ein ehemaliger Häftling wäre auch keine Aussage meinerseits.



Zitat von nightforce
Hallo zusammen,
ich saß ja selbst 6 Wochen in U-Haft.
Angerührt hat mich niemand während der Zeit, aber ich war ja auch in Einzelhaft.
Zu den Mahlzeiten wurde ich geführt und bekam auch immer sehr gutes Essen.

Dies bestätigt meine Aussage bzgl. der Verpflegung oben, die ja andernorts schon einmal angezweifelt wurde.

Trotzdem wurde versucht, einen weichzukochen, es gab Verhöre, wo man ständig das Selbe gefragt wurde, auch wenn mann das schon zig mal beantwortet hatte.

Dieses war Methode und verfolgte auch einen bestimmten Zweck, es ging dem Untersuchungsführer unter anderem darum den Wahrheitsgehalt der Aussage besser beurteieln zu können. Anhand bestimmter Merkmale.

Untergebracht war ich in einer Einzelzelle im Keller mit einem Lichtschacht durch den am Tage millionen Mücken ihren Weg fanden.
Meiner bitte nach einen Mückenmittel (welches ich selbst im Spint hatte) wurde nicht entsprochen, auch der Bitte nachts doch das Licht brennen zu lassen, wurde nicht entsprochen.
So gab es halt jede Nacht einen massiven Mückenangriff und ich sah von Tag zu Tag immer beschi...ner aus.
Das war eigendlich meine wirkliche Qual während der U-Haft.
Mücken in Mass, und nichts dagegen.
Aber keiner hat mir was getan, außer eben die kleinen blutsaugenden Tierchen.

Dieses entspricht nicht gerade der landläufigen Meinung vom prügelden XIV-MA, die gerne verbreitet wird!

War schon echt Sch....e, aber nach Hausdurchsuchung wurde ich noch innerhalb der Truppen vollständig rehabilitiert.
Im Gegenteil, ich war wohl erst ab da feindwärts bestätigt.
Die Mückenstiche waren deshalb auch recht schnell vergessen, was nicht tötet, härtet ab.
Gruß nf

Der erwiesen Unschuldige wurde also rehabilitiert, nicht wie oft behauptet pauschal abgeurteilt.



Zitat von manudave

Von einem Haftkrankenhaus weiß ich, das ca. 1mal im Monat ein Arzt kam - auch bei schwersten Krankheiten. Die Patienten, die am mobilsten waren, mussten die anderen pflegen und versorgen. Und wenn dann mal einer wegen einer vergessenen OP-Schere starb, da was dass dann eben so. Meistens hat man die Toten dann erst einen Tag später o.ä. geholt - das Bett wurde natürlich nicht desinfiziert.

Diese Aussage kann ich für den Bereich der UHA's nicht bestätigen. Eine gute Gesundheit des Verwahrhäftlings förderte schließlich dessen Aussagebereitschaft und führte zu einem schnelleren Abschluss des Untersuchungsverfahrens, welches durch einen langen Haftkrankenhausaufenthaltes schließlich unnötig verlängert worden wäre.



Zitat von tiroler
Hallo meine lieben Forumfreunde,
In der U-Haft war es streng verboten Rasierklingen zu besitzen. Rasieren konnte man sich
nur unter Aufsicht. Die Klinge hatten schon viele andere U-Häftlinge vorher benutzt.


Ich denke auch heute dürfte das noch so sein. Dieses war notwendig, schon allein um einem möglichen Suizid des Verwahrhäftlings bzw. einem Angriff auf die Mitarbeiter der Abt. XIV zu verhindern. Der zweite Umstand war wohl dem Mangel geschuldet.

Die Pickel die man schon im Gesicht hatte ,wurden dadurch auch mehr. Verständlich ist
das Verbot schon ,denn es kam doch öfters vor ,dass sich ein U-Häftling das Leben genommen hat.

Diese Fälle gab es leider.

Falls wieder jemand zweifelt, das weiß ich nicht vom erzählen. Nein, ich wurde zu so einem Fall von der Kripo befragt. Dagegen war es im Vollzug erlaubt Rasierklingen zu besitzen. Dieses wussten aber meine Angehörigen nicht. So hat mir doch meine Mutter während der Sprecherlaubnis zugeflüstert. „ Ich habe dir in die Schokolade Rasierklingen reingelegt.“ Ich verfärbte mich und sagte, um Gottes Willen, wie kannst Du nur? Die sind doch erlaubt. Ich wusste ja wie streng wir gefilzt wurden. Schmuggeln wurde hart bestraft. Die Strafe bekam aber nicht, der jenige, der geschmuggelt hat. Sie bekam der Gefangene. In meiner Angst habe ich natürlich aus lauter Dummheit dem Schließer gesagt, dass mir Rasierklingen in die Schokolade gelegt wurden. Aus diesem Ärger, den ich dadurch hatte habe ich für mein Leben gelernt .Meine Ehrlichkeit und Angst wurden mit Besuchverbot ,weniger Einkauf und Abstufung in eine härtere Kategorie des Vollzuges bestraft.

Tiroler



Zitat von manudave
Einer der Unterschiede ist aber, dass in der DDR die Terror im Gefängnis gewollt war und mit allen Mittel unterstützt wurde.

Nicht im Bereich des MfS und das "Terror" und damit Unruhe, Revoltengefahr und Übergriffe auf MA im Bereich des MdI gewünscht war entbehrt auch jeglicher Logik.

Wenn so heute Einzelfälle ans Tageslicht kommen, geht im Normalfall der Gesetzgeber dagegen vor.



Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 25.06.2010 10:32 | nach oben springen

#39

RE: Zehn Jahre Provokation für Ewiggestrige

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.06.2010 10:49
von Gert | 12.354 Beiträge

Hallo Feliks zu deiner Antwort auf meinen Beitrag über HSH Gedenkstätte fällt mir nur noch folgendes ein:

Lobt dich der " Gegner" dann ist es bedenklich, schimpft er, dann bist du auf dem richtigen Weg.

Viele Grüße vom Rhein

___________________________________________________________________________________________________

Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#40

RE: Zehn Jahre Provokation für Ewiggestrige

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.06.2010 11:17
von Alfred | 6.841 Beiträge

Gert,

richtig, in Hohenschönhausen war Besuch nicht gestattet. Dies hatte den Grund, dass die UHA in einen Sperrgebiet lag.

Besuch wurde in der UHA des MfS in der Ruschestraße empfangen, zu diesen Zweck wurden die Untersuchungshäftlinge von Hohenschönhausen nach Lichtenberg transportiert.

Dies ist die Tatsache !!

Übrigens hängt die Art der U - Haft auch immer ein wenig mit der evetuellen Straftat zusammen. Du hättest ja mal versuchen können eine Frau Dr. G. Gast oder einen R. Rupp besuchen zu wollen.


zuletzt bearbeitet 25.06.2010 11:19 | nach oben springen


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