#1

Die Grenzen der DDR

in DDR Grenze Literatur 13.02.2009 17:43
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Hat mal einer das Buch" Die Grenzen der DDR" von Klaus Dieter Baumgarten
gelesen ? ( war Chef der Grenztruppen von 79 bis 90)
Habe es mal stückweise gelesen. Wie ein roter Faden zieht sich immer
wieder die Behauptung dar, hier sei ein Bollwerk des Friedens und ein
Schutz vor dem Klassenfeind errichtet worden,der einen Angriff auf die
friedlebende DDR plant. Hier am antifaschistischen Schutzwall war Schluss
für die Westlichen Kriegstreiber,die Grenze unantastbar.

Militärisch waren die Grenzanlagen natürlich völlig wertlos,wären in wenigen
Minuten von den westlichen Streitkräften überrollt worden.
Kein Wort das die eigene Bevölkerung an der Flucht gehindert werden
sollte,auch nichts über die vielen Opfer.
Erwähnt werden die Grenzer,die beim Dienst ihr Leben liessen,sie fielen
im kalten Krieg.
Wie gesagt,habe es noch nicht ganz gelesen.



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#2

RE: Die Grenzen der DDR

in DDR Grenze Literatur 13.02.2009 17:52
von manudave (gelöscht)
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So einen Müll tu ich mir gar nicht an. Da würde beim lesen explodieren - ich soll doch mein Herz schonen...


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#3

RE: Die Grenzen der DDR

in DDR Grenze Literatur 14.02.2009 16:54
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Lies nochmal in aller Ruhe Zermatt und wenn du etwas Interessantes findest kann man ja darüber reden. Aber dann bitte mit Seitenangabe das ich es nachvollziehen kann. Noch kurz zu Manudave, da du doch so ein Kritiker bist, du Sohn eines Uffz. der Panzertruppen der alten DDR ist es auch Sinnvoll diese Bücher zu lesen , ich denke dein Herz wird es überstehen. Dazu noch ein schöner pers. Satz: Weist du auch, Väterchen, Was Sal dem Recken Rustem sagte? Einen Feind darf man nie geringschätzen und für hilf-und wehrlos halten! (Aus einem altem persischen Lied)

Gruß ihr Beiden

Rainer-Maria


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#4

RE: Die Grenzen der DDR

in DDR Grenze Literatur 14.02.2009 19:56
von manudave (gelöscht)
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Lieber Rainer-Maria,

ich hab mir das Buch "Die Täter sind unter uns" komplett durchgelesen. Falls es jemand nicht kennt - es geht um die mangelhafte Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Das wiederum hat mich so aufgeregt, dass es für mich wirklich besser ist so etwas nicht zu lesen.


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#5

RE: Die Grenzen der DDR

in DDR Grenze Literatur 16.02.2009 18:09
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Falls wir uns tatsächlich treffen sollten,wäre es nicht schlecht
wenn der eine oder andere ein paar Fotos, Bücher oder sonstige
Exponate der Grenze mitbringen könnte.

Interessant wären solche Sachen,die es im Handel nicht
mehr gibt....



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#6

RE: Die Grenzen der DDR

in DDR Grenze Literatur 30.08.2009 17:48
von Merkur | 1.018 Beiträge

Zitat von manudave
So einen Müll tu ich mir gar nicht an.



Ich finde es erstaunlich, dass man ein Buch, welches man noch nicht mal in der Hand hatte, als "Müll" bewerten kann. Noch erstaunlicher finde ich, dass eine Person die zum Ende der DDR noch ein Kind war in der Lage ist, dass was ehem. Verantwortliche und Kommandeure als Zeitzeugen in einem Sachbuch zusammengefasst haben, als "Müll" zu klassifizieren.



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#7

RE: Die Grenzen der DDR

in DDR Grenze Literatur 30.08.2009 18:19
von Ernest | 210 Beiträge

Zitat von Merkur

Zitat von manudave
So einen Müll tu ich mir gar nicht an.



Ich finde es erstaunlich, dass man ein Buch, welches man noch nicht mal in der Hand hatte, als "Müll" bewerten kann. Noch erstaunlicher finde ich, dass eine Person die zum Ende der DDR noch ein Kind war in der Lage ist, dass was ehem. Verantwortliche und Kommandeure als Zeitzeugen in einem Sachbuch zusammengefasst haben, als "Müll" zu klassifizieren.



==========================================================================

Hallo Merkur,

das Thema, was du aufgreifst liegt nun schon sechs Monate zurück.
Wenn du das Buch interessant und informativ findest, so ist das doch ok.
Und wenn manudave der Meinung ist, er wird es nicht lesen, dann ist das seine höchstpersönliche Meinung, die kann ihm keiner nehmen und das ist somit auch ok.
Es muß doch möglich sein, daß man unbeschadet seine Meinung äußern kann, ohne gleich anzuecken.

Ich persönlich würde das Buch auch nicht lesen. Baumgarten war 11 Jahre Chef der Grenztruppen. Was will man denn erwarten ?????
Ein Mann der so viele Jahre die Verantwortung für alles hatte, wird kaum bemüht sein, sich für das zu entschuldigen, was Schlimmes an dieser Grenze passiert ist. Außer Rechtfertigungen wird da nicht viel kommen...............Rechtfertigungen aus seiner damaligen Sicht.............
Rechtfertigungen für die Notwendigkeit dieser Grenze.
Neeeee, dafür ist mir das Geld zu schade.

Nur so hat eben jeder eine andere Meinung,seine Meinung, die man akzeptieren muß.

Gruß
Herbert


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#8

RE: Die Grenzen der DDR

in DDR Grenze Literatur 30.08.2009 18:33
von glasi | 2.815 Beiträge

hallo herbert. ich bin voll deiner meinung. die zeit wo andere für einen entscheiden sind ja gott sei dank vorbei. zum thema buch. ich würde es mal gerne durchlesen. warum nicht. es lebe die meinungfreiheit



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#9

RE: Die Grenzen der DDR

in DDR Grenze Literatur 30.08.2009 18:47
von Ernest | 210 Beiträge


Hallo glasi.......

eben, so sehe ich das auch.

Wer das Buch lesen möchte, kann es machen und wer der Meinung ist, dieses Buch auf keinen Fall zu lesen (auch wenn er es als Müll bezeichnet), dem muß man seine Meinung ebenfalls zugestehen.
Es muß doch nicht jeder Hurra schreien.

Jeder hat andere Interessen......... was dem einen total verpönt ist, wo schon bei dem Gedanken so etwas zu lesen ein Aufschrei kommt, das mag vielleicht der andere und er verschlingt diese Literatur mit Begeisterung.
Das ist doch ganz normal und vielleicht auch gut so.
Nur was jeder mag und was überhaupt nicht, das muß man doch sagen dürfen.........ohne Abmahnung nach alter Manier.
Wie du schon sagst, die Zeiten sind doch nun Gott sei Dank vorbei.

Gruß
Herbert


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#10

RE: Die Grenzen der DDR

in DDR Grenze Literatur 30.08.2009 19:02
von Merkur | 1.018 Beiträge

Zitat von Ernest


Hallo Merkur,

das Thema, was du aufgreifst liegt nun schon sechs Monate zurück.
Wenn du das Buch interessant und informativ findest, so ist das doch ok.
Und wenn manudave der Meinung ist, er wird es nicht lesen, dann ist das seine höchstpersönliche Meinung, die kann ihm keiner nehmen und das ist somit auch ok.
Es muß doch möglich sein, daß man unbeschadet seine Meinung äußern kann, ohne gleich anzuecken.




Hallo Ernest,

wenn ich vor sechs Monaten bereits hier anwesend gewesen wäre, hätte ich entsprechend zeitnah reagiert.
Es geht doch nicht darum, jemandem seine höchstpersönliche Meinung zu nehmen. Die Frage ist doch vielmehr, welchen Wert eine höchstpersönliche Meinung hat, wenn sich jemand zu Dingen äußert, die er nicht kennt.
Ich würde mir beispielsweise nicht zutrauen in einem Auto-Fachforum ein Kfz mit dem Prädikat "Müll" zu bewerten, wenn ich noch nie daringesessen bzw. den Wagen gefahren habe. Auch würde ich mich nie über den Geschmack einer Banane äussern, wenn ich in meinem Leben noch keine gegessen hätte. Vielleicht versteht man mich nun besser ?



zuletzt bearbeitet 30.08.2009 19:03 | nach oben springen

#11

RE: Die Grenzen der DDR

in DDR Grenze Literatur 30.08.2009 19:26
von manudave (gelöscht)
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Hallo Merkur,

nur zur Info - ich habe mich bereits vor langer Zeit mit Baumgarten unterhalten - aber da war ich noch viel jünger und schmaler...

Außerdem ist es völliger Schwachsinn, zu denken, dass nur Menschen die irgendwas selbst erlebt haben, darüber urteilen können. Dann dürfte man keine Nachrichten schauen und sich darüber kein Urteil bilden, denn da war man ja nirgends dabei.

So manche Ehefrau sagt ja auch, dass Nutten widerlich sind - obwohl sie noch nie bei einer waren. Ich seh zu, wenn du dass deiner Frau dann sagst.


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#12

RE: Die Grenzen der DDR

in DDR Grenze Literatur 30.08.2009 19:28
von Zermatt | 5.293 Beiträge

So ein Buch zu lesen,kannn auch mal nicht schaden-aber soll jeder halten wie er will.

Wie sagt man bei uns in Kölle-"Jeder Jeck ist anders"



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#13

RE: Die Grenzen der DDR

in DDR Grenze Literatur 30.08.2009 19:35
von Ernest | 210 Beiträge

Hallo Merkur,

da gebe ich dir recht. Jeder hat halt seine Art damit umzugehen. Und hier ist wahrscheinlich ausschlaggebend, wer der Autor des Buches ist. Und wenn ich weiß, daß dieser Mann 11 Jahre die Veratwortung für das hatte, was an der Grenze passiert ist, dann glaube ich kaum (und manudave ist wahrscheinlich auch dieser Meinung) das er in seinem Buch eine plausible Erklärung für die vielen Toten von 1979 bis 1989 hat. Eine Erklärung, mit der sich auch die zurückgebliebenen Angehörigen, die trauernde Mutter, der Vater, Bruder Schwester usw. zufrieden geben können.

Das Bücher wie diese nur aufwühlen können ( wie manudave schreibt) ist logisch. Und nicht jeder will sich das antun. Logischerweise besteht da schon eine Voreingenommenheit, die, auch wenn man das Buch nicht kennt, halt zu einem persönlichen Urteil führt.

Und nicht jeder möchte, auch wenn er den Inhalt des Buches dadurch nie kennen lernt, dem Autor auch noch das Konto füllen.
Ich meine, dafür müßte doch Verständnis bestehen.

Wie glasi und ich schon schrieben, wer Interesse hat, soll und kann es ja lesen. Nur bei denen, die es auch ungelesen ablehnen (egal aus welchen Grund), muß man es auch akzeptieren.
Wenn jemand von vornherein bestimmte Literatur ablehnt, dann wird er schon seine Gründe haben.


Gruß
Herbert


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#14

RE: Die Grenzen der DDR

in DDR Grenze Literatur 30.08.2009 19:37
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von Merkur
Noch erstaunlicher finde ich, dass eine Person die zum Ende der DDR noch ein Kind war in der Lage ist, dass was ehem. Verantwortliche und Kommandeure als Zeitzeugen in einem Sachbuch zusammengefasst haben, als "Müll" zu klassifizieren.



Aha, merkur. Kann ich daraus schlussfolgern, dass jemand, der zur Nazizeit noch nicht gelebt hat, ein Sachbuch der Wehrmacht oder SS auch nicht als Müll bezeichnen darf? Sorry, merkur, ich bin mir des sarkastischen Vergleichs bewusst, aber ist es denn richtig, wenn wir heute einem erwachsenen Mann, der sich umfangreiche Informationen angeeignet hat, kein Urteilungsvermögen zugestehen, nur weil er einem Zeitzeugen angeblich altersmäßig nicht gewachsen sein kann?

Du bezeichnest das Buch nicht als Müll. Klar, es kommt immer auf die Perspektive an. Nun, damit alle etwas davon haben- und sich ein Bild machen können, hier kommen einige Aussagen zu deinem empfohlenen Buch. Dann kann jeder beurteilen, ob es Müll ist, oder nicht. Also lesen:

Aussagen:

Bedingt durch die militärische Abhängigkeit (von der UdSSR) war die DDR auch nicht souverän in der politischen Führung.
Dem Leser wird erklärt, dass die souveräne DDR doch nicht souverän war. Demzufolge agierten die politischen und militärischen Machthaber der DDR als hoch dekorierte Marionetten der sowjetischen Besatzungsmacht und fühlten sich demzufolge auch nicht für die Tötungen und Morde an der Grenze verantwortlich!

Generaloberst a. D. Baumgarten führt aus, dass es in der DDR nie einen Schießbefehl gegeben habe. Für die Verminung der Grenze sei auch nicht die DDR, sondern nur die Sowjetunion verantwortlich gewesen.

Als Argument, dass die Opfer der Minensperren selbst an ihren Verletzungen Schuld waren, wird von Generaloberst a. D. Baumgarten angeführt, dass Warnschilder auf die Minen aufmerksam gemacht hätten. Da offiziell der Feind im Westen stand und demzufolge die „Angriffe auf die Staatsgrenze der DDR“ aus dem Westen erwartet wurden, erfolgte die Anbringung der Warnschilder derart, dass sie vom Westen aus zu lesen waren. Der Sachverhalt, dass ca. 99 % aller „Angriffe auf die Staatsgrenze der DDR“ aus dem eigenen Hinterland erfolgten, wird verschwiegen. Der fliehende DDR-Bürger rannte ohne Warnung in seinen Untergang. Bis heute gelang es nicht, ein Dokument aufzufinden, z. B. ein Foto eines Minenwarnschildes, welches die Menschen auf östlichem Territorium auf die tödlichen Gefahren ihres „Antifaschistischen Schutzwalls“ hinwies.

Obwohl das Buch „Die Grenzen der DDR“ als ein von Insidern geschriebenes Sachbuch beworben wird, fehlen alle wichtigen graphischen Darstellungen zum gegenwärtigen und weiteren pionier- und signaltechnischen Ausbau der Staatsgrenze der DDR sowie die Planung der modernen Grenze 2000. Ebenfalls verlieren die Autoren kein Wort über die Wirksamkeit der Grenzsicherungsanlagen der DDR.

Der erste Mauertote, Günter Litfin, wurde 1961 im ND als sexueller kriminalisierter Triebtäter, ein Schwuler Namens Puppe, bezeichnet. Erst am 13. August 2001 veröffentlichte das frühere regierungstreue Blatt der SED, das „Neue Deutschland “, eine Gegendarstellung zum Artikel vom 1. September 1961 mit dem Titel „Ein Denkmal für Puppe“.


Warum? Silvio Proksch wurde am 26.12.1983 im Bereich der Leonhard-Frank-Straße in Berlin-Pankow von einem Grenzposten niedergeschossen. Der kurz darauf eintreffende zivile Krankenwagen wurde zurückgewiesen. Der danach eintreffende Krankenwagen des Grenzregiments wurde ebenfalls abgewiesen. Erst 30 bis 40 Minuten nach Abgabe der Schüsse erfolgte der Abtransport in das VP-Krankenhaus. Um 21.05 Uhr wurde Silvio Proksch tot eingeliefert, verblutet. der verantwortliche Schütze „wegen vorbildlicher Handlung“ mit der Verdienstmedaille der Grenztruppen in Bronze sowie einer Urkunde ausgezeichnet“. Außerdem erhielt der Schütze eine Geldprämie in Höhe von 250 Mark.

Warum? Der mutmaßlich zu diesem Zeitpunkt bereits seinen Verletzungen erlegene Chris Gueffroy wurde durch den Major Uwe R. durchsucht. Dabei ließ sich dieser mit den Knien auf dessen Körper fallen, stieß ihm die Knie in die Nierengegend, holte mit den Armen weit aus und schlug mit den Händen auf den Oberkörper des am Boden liegenden ein.

Die Aufgaben der DDR-Grenztruppen im äußeren Grenzregime bestanden unter anderem darin, „das der Verfassungslage widersprechende Ausreiseverbot mit notfalls tödlich wirkender Gewalt durchzusetzen“. Laut Generaloberst a. D. Baumgarten sei dazu noch nicht einmal das Vorhandensein eines Schießbefehls nötig gewesen. Das Schießen auf wehrlose Bürger der DDR, darunter befanden sich Kinder und Frauen, habe lediglich dem „humanistischen Streben, den Frieden zu sichern“, gedient. Die Führung der Grenztruppen der DDR entzieht sich der Verantwortung für die Opfer an der „Staatsgrenze der DDR“. Täter sind gemäß dem DDR-Strafrecht diejenigen, die die Tat tatsächlich ausführten.

Diejenigen, die die Befehle zum Töten an der Grenze gaben, sind nicht verantwortlich und sind damit im Sinne der militärischen Führung der DDR unschuldig. Warum mordeten die Grenzposten, wenn Sie dazu nicht den Befehl hatten? Warum wurden Mörder in der DDR von ihrer Regierung mit Sonderurlaub und Geldprämien belohnt, mit Urkunden und Orden belobigt und nicht bestraft?

Das Buch „Die Grenzen der DDR“ hält auch an der Illusion fest, dass das Grenzregime der
SBZ/DDR aufgrund seiner militärischen Bedeutung einen Angriff der westlichen Armeen
hätte abwehren können und demzufolge eine friedenssichernde Bedeutung besaß.

Die Platten des Streckmetallzauns waren vom Westen verschraubt und konnte ohne Probleme vom Westen aus demontiert werden.

Auch die Bodenminen konnten ohne Probleme vom Westen aus kommend mit einfachen Minenleitern ohne Gefahr überstiegen werden. Sogar der Panzer- bzw. Kfz.-Graben stellte nur für aus dem Osten kommende Fahrzeuge ein Hindernis dar.

Meine Meinung: Was für ein Schwachsinn wird hier verbreitet?

Gruß, Augenzeuge


zuletzt bearbeitet 30.08.2009 19:44 | nach oben springen

#15

RE: Die Grenzen der DDR

in DDR Grenze Literatur 30.08.2009 20:02
von Merkur | 1.018 Beiträge

Zitat von Augenzeuge
Die Führung der Grenztruppen der DDR entzieht sich der Verantwortung für die Opfer an der „Staatsgrenze der DDR“. Täter sind gemäß dem DDR-Strafrecht diejenigen, die die Tat tatsächlich ausführten.




Ich will nun nicht gleich wieder umfangreich auf Deinen Beitrag antworten, daher beziehe ich mich erst einmal auf die von Dir gemachte Äußerung, dass sich die Führung der GT ihrer Verantwortung entzogen hätte.
Am 17.07.1991 sandten die Generale a. D. Baumgarten, Lorenz, Leonhardt und Teichmann ein Schreiben an die damalige Bundestagspräsidentin Prof. Dr. Rita Süßmuth mit der Bitte, es allen Bundesragsabgeordneten zur Kenntnis zu geben. Darin heiß es:
"Sehr geehrte Damen und Herren, wir, ehemalige Generale der Grenztruppen der Deutschen Demokratischen Republik, bitten Sie, die uns unterstellten Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere von der Strafverfolgung für die in Ausübung ihres Dientes an der Grenze begangenen Handlungen freizustellen. Sie leisteten ihren Dienst auf der Grundlage der Verfassung und der Gesetze der DDR, des Fahneneides und erteilter Befehle. Wir übernehmen persönlich die Verantwortung für die den Grenztruppen übertragenen Aufgaben und für den Dienst der Tausenden jungen Menschen an der Grenze......!
Eine Reaktion darauf erfolgte nicht.



zuletzt bearbeitet 30.08.2009 20:03 | nach oben springen

#16

RE: Die Grenzen der DDR

in DDR Grenze Literatur 30.08.2009 20:05
von manudave (gelöscht)
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Du weißt aber auch, Merkur, dass diese Aussagen im Prozess widerrufen worden sind - nein vielmehr haben einige Herren die Soldaten als Täter hingestellt, die gegen bestehende Gesetze verstossen hätten.
Das war ja der eigentliche Witz, dass Ender der 90er die hohen Herren von dieser Aussage damals nichts mehr wissen wollten. Auch nicht von den Interviews die z.B. Baumgarten selbst gab, wo er äußerte "...naja, ein Hinderniss für West-Bürger wäre das nicht gewesen...".


zuletzt bearbeitet 30.08.2009 20:05 | nach oben springen

#17

RE: Die Grenzen der DDR

in DDR Grenze Literatur 30.08.2009 20:05
von Pitti53 | 8.787 Beiträge

Zitat von Merkur

Zitat von Augenzeuge
Die Führung der Grenztruppen der DDR entzieht sich der Verantwortung für die Opfer an der „Staatsgrenze der DDR“. Täter sind gemäß dem DDR-Strafrecht diejenigen, die die Tat tatsächlich ausführten.




Ich will nun nicht gleich wieder umfangreich auf Deinen Beitrag antworten, daher beziehe ich mich erst einmal auf die von Dir gemachte Äußerung, dass sich die Führung der GT ihrer Verantwortung entzogen hätte.
Am 17.07.1991 sandten die Generale a. D. Baumgarten, Lorenz, Leonhardt und Teichmann ein Schreiben an die damalige Bundestagspräsidentin Prof. Dr. Rita Süßmuth mit der Bitte, es allen Bundesragsabgeordneten zur Kenntnis zu geben. Darin heiß es:
"Sehr geehrte Damen und Herren, wir, ehemalige Generale der Grenztruppen der Deutschen Demokratischen Republik, bitten Sie, die uns unterstellten Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere von der Strafverfolgung für die in Ausübung ihres Dientes an der Grenze begangenen Handlungen freizustellen. Sie leisteten ihren Dienst auf der Grundlage der Verfassung und der Gesetze der DDR, des Fahneneides und erteilter Befehle. Wir übernehmen persönlich die Verantwortung für die den Grenztruppen übertragenen Aufgaben und für den Dienst der Tausenden jungen Menschen an der Grenze......!
Eine Reaktion darauf erfolgte nicht.



und dafür verdienen sie respekt.obwohl es nichts gebracht hat


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#18

RE: Die Grenzen der DDR

in DDR Grenze Literatur 30.08.2009 20:08
von manudave (gelöscht)
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...jetzt verdienen die auch noch Respekt - ich lebe in einer verkehrten Welt...

...Und: NICHTS GEBRACHT ?

Die Urteile waren ein Witz, insofern sie überhaupt gefällt worden sind.

Das ist ja hier manchmal schlimmer als im anderen Forum.


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#19

RE: Die Grenzen der DDR

in DDR Grenze Literatur 30.08.2009 20:11
von glasi | 2.815 Beiträge

das stimmt. und wieder schäme ich mich in der cdu gewesen zu sein. diese aroganz hat die einheit um viele jahre zurück geworfen. lg glasi



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#20

RE: Die Grenzen der DDR

in DDR Grenze Literatur 30.08.2009 20:12
von manudave (gelöscht)
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Das verstehe ich nun wieder nicht.


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