#41

RE: Die lautlosen Kämpfer - Kampfsport beim MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.09.2015 09:42
von Beethoven | 137 Beiträge

Lieber Kalubke, Du hast zu 100 % recht, was die Veröffentlichungen von A. Pflüger betrifft.

Für Shanty und uns (wir machten damals viel gemeinsam noch mit Nobi und Lippi - wer die Männer kennt) waren das die ersten Grundlagen eines sauberen Karate. Natürlich hatten wir unsere Kampfstellungen, Angriffs- und Abwehrtechniken. Jedoch wir wollten das auch sauber und ordentlich machen. Es waren für uns die Anfänge, Karate in den militärischen Nahkampf einzubinden. Und dafür waren diese Bücher gut. Was wir daraus nutzen konnten nutzten wir. Was nicht, das eben nicht.

Trennung

Wie gut die Nahkampfausbildung bei den Fallschirmjägern der BW ist, kann ich nicht einschätzen.
Aber eines ist richtig. Die Aufgaben der Fallschirmjäger der NVA und die der BW unterschieden sich sehr stark. Ich schrieb dazu schon vor Jahren einen Artikel über die Einsatzgrundsätze von Fallschirmjägern, den man auch im Internet überall findet. Ich stelle den mal unter NVA ein.

Man sollte jedoch die Fallschirmjäger der BW nicht unterschätzen. Eine gut und hart ausgebildete Truppe (jedenfalls damals), die auch ihre Spezialkompanie in jeder Brigade hatten, die ähnliche Aufgaben hatten wie wir seinerzeit. Also den Kampf hinter den feindlichen Linien in kleineren Gruppen.
Die Fernspähkompanien, die es ja nur einmal im Armeekorps gab, wichen bei Möglichkeit dem Kampf aus. Die Trupps von 3 bis 4 Fernspähern wären dazu auch nicht so richtig in der Lage gewesen. Der große Vorteil bei den Fernspähern war, dass es allesamt Profis waren also keine "Kurzzeitsoldaten" oder Wehrpflichtige. Somit gestandene Männer mit Lebens-, vor allem Berufserfahrung und Berufsethos.

Gruß

Hier mal ein Foto von einer Vorführung. Der mit dem Stock ist besagter Andreas Förster (Shanty) der mit dem Rücken z. Kamera bin ich.

Angefügte Bilder:
STOCK.JPG

Kalubke hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.09.2015 09:46 | nach oben springen

#42

RE: Die lautlosen Kämpfer - Kampfsport beim MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.09.2015 10:47
von Kalubke | 2.299 Beiträge

Ja, ich denke auch das war in der Anfangsphase so, wo die Materie noch weitgehend unbekannt war und alles verwendet wurde, was zu kriegen war. Der KGB hat eine ähnliche Entwicklung durch. In der letztes Jahr erschienenen Biographie von Hirokazu Kanazawa, der die Anfangsjahre des JKA-Shotokan Karate in Japan miterlebt hat, ist zu lesen, dass in den 50ern Vertreter des KGB im JKA-Honbu-Dojo in Tokio auftauchten und wahrscheinlich gegen ordentliches Honorar eine ganze Zeit lang Trainingseinheiten und Sportkaratevorführungen auf Super 8 Filmen aufzeichneten. Die Amerikaner hatten es da leichter, denn die waren mit ihren Militärstützpunkten in Okinawa direkt vor Ort und brauchten die Okinawa-Te Leute nur zu ihnen einladen. Da nach dem Krieg die Not groß war, nahmen viele Senseis die Angebote an. Wenn man sich das MMA (Mixed Martial Art)-Manual der Marines anschaut, dann sieht man m.E. dass es ziemlich stark vom traditionellen Okinawa-Karate beinflusst ist.

Gruß Kalubke



nach oben springen

#43

RE: Die lautlosen Kämpfer - Kampfsport beim MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.09.2015 21:56
von Signalobermaat | 358 Beiträge

Eigentlich wollte ich die Urkunde über meinen Dienstgürtel Stufe II hier abbilden,keine Ahnung,es hat nicht funktioniert.Meiner sah jedenfalls grün aus und hatte 3 Stufen,die immer mal wieder zu wiederholen waren.Ich kann zur Kampfsportausbildung nur von meinen DE ausgehen, bei denen ich war.Ich habe schon während meiner Lehrzeit Judo Kampfsport gemacht.
Habe dann in meinen letzten Jahren bei der VM/ 6. GB Küste als die dienstliche Möglichkeit gegeben war weitergemacht.Allerdings bin ich über den 4.Kyu nicht hinausgekommen, da in unserer Nähe keine Judogruppe war.
Als ich nach der 6.GBK 1967 zum MfS/KD kam,hat man mir gleich den Sportoffz. angehängt.Das war damals die Zeit, als man begann die MA in Judo auszubilden.
Ich hatte vorher überwiegend mit meiner Judogruppe Selbstverteidigung trainiert und habe natürlich versucht meine Kenntnisse unterzubringen.
Bin da aber auf keine große Begeisterung gestoßen.Wir waren wenig junge, überwiegend ältere MA.Das Ziel war wenigstens einige Grundlagen der Selbstverteidigung anzubringen,daß man nicht ganz schutzlos war, wenn man bei Sicherungseinsätzen in ein körperliches Gerangel kam.
Aber der Beitrag von einem User, eine Frau mit Kopftuch konnte sich besser verteidigen,ist nicht ganz von der Hand zu weisen.
Im Dienstsport wesendlich beliebter waren Vollyball und Fußball.Einen Beitrag kann ich auch bestätigen,Dort wo der Chef interesse hatte, wurde einfach das vorgezogen.Und das war überwiegend Fuß-u.Vollyball.Später, das Jahr weiß ich nicht mehr wurde Judo abgesetzt und Karate eingeführt.
Das Niveau war genauso.Es war aber ein wenig effektiver,da man sich auf weniger Handlungen( Schläge, Stöße( Athemis)u. Blocks) konzentrieren brauchte.Das war von DE zu DE unterschiedlich organisiert.Also aus meiner Sicht, die Könner waren wir alle nicht.Ich glaube sogar, ich war der einzige auf meiner letzten DE mit dem Dienstgürtel.
Um das einigermaßen zu beherrschen, war ständiges wöchendliches Training notwenig und das war auf einer KD sowohl materiell( Ausstattung mit Anzügen und MattenI) als auch zeitlich nicht möglich.
Natürlich wird es auch DE gegeben haben, wäre ja schlimm, wenn es nicht so gewesen wäre,wo jeder ein Spezialist auf diesem Gebiet war, hing dann natürlich von der jeweiligen Einsatzrichtung ab.
In größeren Abständen gab es auch einen Tag und einmal im Jahr drei Tage militärische Ausbildung, schießen, Schutzausbildung,orientieren im Gelände, Karte Kompaß, na eben was ein Militär eben wissen sollte.Als ständiger Waffenträger, sollte man ja nicht nur schießen, sondern auch treffen können, und verlaufen sollte man sich auch nicht unbedingt, wenn man sich im Gelände bewegt.
Naja soweit wieder einmal etwas aus dem Leben des MfS.
KD hatten für die staatliche Sicherheit in ihrem Territorium zu sorgen und das hing auch wiederum von den jeweiligen pol.ök.u.milit. Schwerpunkten ab,und sich nicht herumzuprügeln.Dem ging man tunlichst aus dem Weg.Für Festnahmen usw. waren andere Abt. zuständig, und
ich gehe mal davon aus. das sie besser ausgebildet waren,um diese Aufgaben zu bewältigen.
Mal nur ein Beispiel bei der Festnahme eines Militärspiones bat dieser,noch sein Rasierzeug holen zu dürfen.Als er danach greifen wollte, nahm der MA das sofort in die Hand bevor der Andere es hatte und im Eteui befand sich eine Pistole.Also Spezialisten hatten schon ihre Berechtigung.
Bei uns ging es um die Sicherung milit. Objekte, also Aufklärung und Verhinderung von Militärspionage.
Andere DE hatten vielleicht die Sicherung wichtiger ök.Bereiche,Außenwirtschaftsbeziehungen usw. zum Schwerpunkt, also jeweils, was der Schwerpunkt der staatlichen Sicherheit im Territorium war.
Obwohl sich ja einige User wenn es um das MfS geht mit ihrer Meinung nicht bremsen können und obwohl sie dort keinen Einblick hatten und ständig etwas Anderes behaupten ist das Interesse immer wieder da, Einblicke in die jeweilige Tätigkeit zu erhalten.
Nun sollte man aber die, die über ihre Tätgkeit berichten und versuchen einige Dinge vom Kopf auf die Füße zu stellen,auch akzeptieren und nicht mit Veröffentlichungen ala Hubertus Knabe immer wieder der Lügen zu bezichtigen.
Ich denke, daß einige , die wirkliches Interesse daran haben, wie vollzog sich die Arbeit in der Praxis das auch zu schätzen wissen.
Es kann ja jeder nur über das berichten, was und wie er es selbst erlebt hat.Wenn einer persönlich schlimme Dinge erlebt hat, die es sicherlich auch gegeben haben mag,dann muß man die Umstände betrachten und sagen, auch das gab es,es war aber nicht die Linie und n icht das ganze MfS.
Ich kenne keinen Bereich,der Gesellschaft,bei dem alles normal, gesetzlich und sauber zuging, aber dort wird nicht jahrelang darüber hergezogen, abgehakt und Ruhe,falls es mal öffentlich wird.
Es gibt immer noch Dinge, über die ich nie sprechen würde, aber das betrifft im Wesentlich die inoffz. Basis. Bis auf ein paar Verräter, haben sich auch alle daran gehalten.Bis jetzt hat sich in meinem Verantwortungsbereich keiner dazu hinreißen lassen.Und das ist gut so.
Man soll sich ja immer zwei mal im Leben sehen.



Kalubke, vs1400, Pitti53, passport und LO-Wahnsinn haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#44

RE: Die lautlosen Kämpfer - Kampfsport beim MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.09.2015 22:42
von Lutze | 8.039 Beiträge

Alles gut und schön mit der Selbstverteidigung,
der orange/grüne Gürtel ist ja gerade mal unterstes Maß,
bei dieser Stufe sollte man seinen Gegenüber schon genau
kennen,nicht vorzustellen,wenn man einen Straßen-Boxer
vor sich hat,so was kann schon übel ausgehen
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
nach oben springen

#45

RE: Die lautlosen Kämpfer - Kampfsport beim MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.09.2015 07:52
von Georg | 1.027 Beiträge

Im Forum gabs schon mal ein Thema zum " Kampfsportabzeichen ". Im Internet sind die Bedingungen zu finden:

https://de.wikipedia.org/wiki/Kampfsport...Dynamo%E2%80%9C

Kampfsportabzeichen des MfS und des MdI. Die Bedingungen dafür - nun ja - Sportabzeichen im Breitensport für die bewaffneten Organe.
Hat der Zoll der DDR, sie waren ja auch bei den Dynamos, das Kampfsportabzeichen gehabt ? Noch ne Frage: Wo und wann haben die " Zivilisten "
es getragen ? Ich denke so am 1. Mai.......


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
nach oben springen

#46

RE: Die lautlosen Kämpfer - Kampfsport beim MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.09.2015 11:17
von thomas 48 | 3.574 Beiträge

OT
In der heutigen BAMS findet ihr einen Bericht über die Höllenwoche der KSK


nach oben springen

#47

RE: Die lautlosen Kämpfer - Kampfsport beim MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.09.2015 11:55
von Rostocker | 7.726 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #46
OT
In der heutigen BAMS findet ihr einen Bericht über die Höllenwoche der KSK


Du meinst sicherlich die SEK--die ein Teil ihrer Hütte zerlegt haben.


nach oben springen

#48

RE: Die lautlosen Kämpfer - Kampfsport beim MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.09.2015 13:25
von thomas 48 | 3.574 Beiträge

Nein KSK.
Die Truppe ist in der Graf - Zeppelin - Kaserne in Calw stationiert.
Hat mit der Überschrift nichts zu tun.
Eigentlich will ich nie ein Thema zerstören, war nur ein Hinweis
tho


nach oben springen

#49

RE: Die lautlosen Kämpfer - Kampfsport beim MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.09.2015 08:46
von GeMi | 556 Beiträge

Zitat von Beethoven im Beitrag #41



Hier mal ein Foto von einer Vorführung. Der mit dem Stock ist besagter Andreas Förster (Shanty) der mit dem Rücken z. Kamera bin ich.





Hallo,

Vorführungen beeindrucken immer das "Fachpublikum".

Im Ernstfall hättest Du den Stock voll auf die Glocke bekommen. Das Ellenbogengelenk des Schlagarmes ist noch frei.

Mit den automatisierten Bewegungsabläufen ist das auch so eine Sache. Viele schauen blöd aus, wenn der Gegner plötzlich Linkshänder ist.

Mein Arbeitskollege (5.Dan Karate) sagt immer. Wenn noch die Möglichkeit besteht, dem Kampf aus dem Wege zu gehen, dann nichts wie weg (gilt nicht für´s SEK, Fallis und ähnliche Spezies).


Viele Grüße vom GeMi (Studenten-Orangegurt und berühmt für seine Würgen)


P.S. Ein Würgegriff ging schief und mein Gegner hat heute eine fette Narbe am Kinn.


Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern.

Jean Cocteau
nach oben springen

#50

RE: Die lautlosen Kämpfer - Kampfsport beim MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.09.2015 09:21
von Beethoven | 137 Beiträge

Richtig - Vorführungen sind Show.

Ich hätte im Nahkampf, wenn ich den Stock geblockt hätte, einen ordentlichen Empi auf den Solar Plexus geschlagen, danach einen Kick in die Familienjuwelen und nach der Krümmung des Gegners eine Handkante (Nacken) oder wieder einen Empi auf die Wirbelsäule.
Danach dann eine Würge von hinten oder eine Hebel bis zur vollständigen Kampfunfähigkeit des vermeindlichen Gegners.

Einverstanden?

Gruß

Gleiche Vorführung - Springer: Shanty und ich; Fallende: OS P. (zum Schluss Stellv. Kdr und Stabschef MSR in Weißenfels) und OS M. (zum Schluss Kdr. Aufklärungsbataillon Hagenow)

Angefügte Bilder:
LEHRVORF.JPG

zuletzt bearbeitet 28.09.2015 09:33 | nach oben springen

#51

RE: Die lautlosen Kämpfer - Kampfsport beim MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.09.2015 09:26
von GeMi | 556 Beiträge

Hallo,

na das klingt schon besser. Allerdings nicht für den Gegner.


Gruß vom Gemi


Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern.

Jean Cocteau
nach oben springen

#52

RE: Die lautlosen Kämpfer - Kampfsport beim MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.09.2015 09:32
von Vierkrug (gelöscht)
avatar

Zitat von Lutze im Beitrag #44
Alles gut und schön mit der Selbstverteidigung,
der orange/grüne Gürtel ist ja gerade mal unterstes Maß,
bei dieser Stufe sollte man seinen Gegenüber schon genau
kennen,nicht vorzustellen,wenn man einen Straßen-Boxer
vor sich hat,so was kann schon übel ausgehen
Lutze


Du kannst den orangenen und grünen Gürtel im Zweikampf nicht denen im Judo vergeichen.


nach oben springen

#53

RE: Die lautlosen Kämpfer - Kampfsport beim MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.09.2015 10:04
von Kalubke | 2.299 Beiträge

Zitat von Beethoven im Beitrag #50
Richtig - Vorführungen sind Show.

Ich hätte im Nahkampf, wenn ich den Stock geblockt hätte, einen ordentlichen Empi auf den Solar Plexus geschlagen, danach einen Kick in die Familienjuwelen und nach der Krümmung des Gegners eine Handkante (Nacken) oder wieder einen Empi auf die Wirbelsäule.
Danach dann eine Würge von hinten oder eine Hebel bis zur vollständigen Kampfunfähigkeit des vermeindlichen Gegners.

Einverstanden?

Gruß

Gleiche Vorführung - Springer: Shanty und ich; Fallende: OS P. (zum Schluss Stellv. Kdr und Stabschef MSR in Weißenfels) und OS M. (zum Schluss Kdr. Aufklärungsbataillon Hagenow)





Sprungtritte oder hoch getretenen Fußtechniken sind auch typische Techniken aus dem modernen Karate. Sehen zwar spektakulär aus, kamen aber im traditionellen Karate eher selten zur Anwendung, nämlich wenn das der Angegriffene erfolgreich abwehren konnte (z.B. durch Ausweichen mit Konter (go no sen) oder zuvorkommendes Hineingehen (sen no sen)), dann sahs für den Angreifer meistens nicht gut aus, so auf einem Bein stehend, oder völlig ohne Bodenkontakt. Wozu auch mit dem Fuß zum Kopf angreifen, wenn der Arm viel näher dran ist? Das waren in der alten Zeit eher Spezialtechniken für bestimmte Situationen, z.B. um jemanden vom Pferd zu holen. In den 27 Shotolan-Katas kommt eigentlich nur zwei mal mae tobi geri vor (1x in der Kanku Dai und 1x in der Gankaku) ansonsten sind Sprünge mit Stellungswechseln bzw. mit Armblöcken oder -angriffen verbunden (z.B. Sankaku Tobi in der Meikyo).

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 28.09.2015 10:25 | nach oben springen

#54

RE: Die lautlosen Kämpfer - Kampfsport beim MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.09.2015 10:09
von Fraggel | 69 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #52
Zitat von Lutze im Beitrag #44
Alles gut und schön mit der Selbstverteidigung,
der orange/grüne Gürtel ist ja gerade mal unterstes Maß,
bei dieser Stufe sollte man seinen Gegenüber schon genau
kennen,nicht vorzustellen,wenn man einen Straßen-Boxer
vor sich hat,so was kann schon übel ausgehen
Lutze


Du kannst den orangenen und grünen Gürtel im Zweikampf nicht denen im Judo vergeichen.


Die Farbe des Gurtes zeigt in der Regel den Wissensstand des Trägers an aber nicht wie er im Stande ist dieses Wissen anzuwenden. Ich kannte einen Gelbgurt im Judo (damals war er 19 Jahre alt) der beherschte den Tai-Otoshi Wurf perfekt rechts wie links und hat damit auch gegen höhergraduierte bis hin zum Dan-Träger gewonnen. Diesen Wurf hat er dann auch in vielen Selbstverteidigungstechnicken verwand.
Also die Farbe des Gurtes verrät nichts über das Können eines Trägers.


"Noch schlauer als der Fähnrich ist nur der Oberfähnrich" - Oberfähnrich Dygallo , "die 9. Kompanie"


LO-Wahnsinn hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#55

RE: Die lautlosen Kämpfer - Kampfsport beim MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.09.2015 10:27
von Beethoven | 137 Beiträge

So was wie einen "Dienstgürtel" kenne ich gar nicht aus meiner aktiven Zeit als Soldat.

Die gab es wohl nur beim MfS oder der Polizei.

Gruß


nach oben springen

#56

RE: Die lautlosen Kämpfer - Kampfsport beim MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.09.2015 10:55
von Hanum83 | 4.784 Beiträge

Mal was ganz anderes, wie ist das mit unfiligranen Kampftechniken?
Hat man mit Nehmerqualitäten und ordentlich trainierter Schlaghärte eine Minimalchance gegen einen Karate-Mann?
Ich meine, wenn der erste Glückstreffer voll auf der 12 des Kampfkünstlers landet wird es doch für den bestimmt auch finster.
Ich hab ja heute noch relativ unfette 115 Kg Kampfmasse und beim Karitativ-Senioren-Boxen stand ich gegen einen ehem. DDR-Meister auch noch ganz schön lange mit 52 Lenzen ehe ich mich selber hab umfallen lassen
Mehr Angst hatte ich vorher vor dem Nudelholz meiner angetrauten als sie mitbekommen hat das ich bei dem Event mitmachen werde.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
LO-Wahnsinn hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.09.2015 11:27 | nach oben springen

#57

RE: Die lautlosen Kämpfer - Kampfsport beim MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.09.2015 11:03
von Vierkrug (gelöscht)
avatar

Zitat von Beethoven im Beitrag #55
So was wie einen "Dienstgürtel" kenne ich gar nicht aus meiner aktiven Zeit als Soldat.

Die gab es wohl nur beim MfS oder der Polizei.

Gruß


Nach meiner Übernahme in den Polizeidienst und den damit verbundenen Aufgaben, mußte ich auch den Dienstgürtel neu ablegen, da der des MfS nicht anerkannt wurde. Somit bin ich auch im Besitz des Dienstgürtel des MdI, Stufe II (weiß-roter Gürtel).



Vierkrug


Kalubke hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.09.2015 11:11 | nach oben springen

#58

RE: Die lautlosen Kämpfer - Kampfsport beim MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.09.2015 11:26
von Kalubke | 2.299 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #56
Mal was ganz anderes, wie ist das mit unfiligranen Kampftechniken?
Hat man mit Nehmerqualitäten und ordentlich trainierter Schlaghärte eine Minimalchance gegen einen Karate-Mann?
Ich meine, wenn der erste Glückstreffer voll auf der 12 des Kampfkünstlers landet wird es doch für den bestimmt auch finster.
Ich hab ja heute noch relativ unfette 115 Kg Kampfmasse und beim Karitativ-Senioren-Boxen stand ich gegen einen ehem. DDR-Meister auch noch ganz schön lange mit 52 Lenzen ehe ich mich selber hab umfallen lassen


In der Karate-Stilrichtung Goju Ryu ist das Einstecken von Schlägen und Stößen durchaus eine Kampftatktik vor allem in Infight-Situationen. Das wird dort mit speziellen Katas wie z.B. mit der Sanchin und Abhärtung für den Unterbauch und die Arme (kote kitai) sowie spezieller Atmung (ibuki) trainiert. Der Shotokan-Stil wiederum ist charkteristisch für schnelle und bewegliche Angriffe aus der Distanz. Der Karate-Mann muss sich prinzipiell aber hüten, in den Angriffsbereich des Boxers zu kommen, weil gefährlich wegen seiner Schlagkraft. Der Boxer wiederum muss sich beim Karate-Mann nicht nur vor den Schlag und Stoßtechnken in Acht nehmen, sondern auch vor den Techiken zur Vorbereitung des Wirkungstreffers wie z.B. Umgehen und Angriff von der Seite oder Fußfege- und tiefe Fußstoß- und Stampftechniken, Greifen und Ziehen zum Fixieren und Immobilisieren bzw. zum Stören des Gleichgewichtes und last not least kyshu jutsu (der Angriff von Vitalpunkten).

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 28.09.2015 12:47 | nach oben springen

#59

RE: Die lautlosen Kämpfer - Kampfsport beim MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.09.2015 11:30
von Hanum83 | 4.784 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #58
Zitat von Hanum83 im Beitrag #56
Mal was ganz anderes, wie ist das mit unfiligranen Kampftechniken?
Hat man mit Nehmerqualitäten und ordentlich trainierter Schlaghärte eine Minimalchance gegen einen Karate-Mann?
Ich meine, wenn der erste Glückstreffer voll auf der 12 des Kampfkünstlers landet wird es doch für den bestimmt auch finster.
Ich hab ja heute noch relativ unfette 115 Kg Kampfmasse und beim Karitativ-Senioren-Boxen stand ich gegen einen ehem. DDR-Meister auch noch ganz schön lange mit 52 Lenzen ehe ich mich selber hab umfallen lassen


In das Karate-Stilrichtung Gojy Ryu ist das Einstecken von Schlägen und Stößen durchaus eine Kampftatktik vor allem in Infight-Situationen. Das wird dort mit speziellen Katas wie z.B. mit der Sanchin und Abhärtung für den Unterbauch und die Arme (kote kitai) sowie spezieller Atmung (ibuki) trainiert. Der Shotokan-Stil wiederum ist charkteristisch für schnelle und bewegliche Angriffe aus der Distanz. Der Karate-Mann muss sich prinzipiell aber hüten, in den Angriffsbereich des Boxers zu kommen, weil gefährlich wegen seiner Schlagkraft. Der Boxer wiederum muss sich beim Karate-Mann nicht nur vor den Schlag und Stoßtechnken in Acht nehmen, sondern auch vor den Techiken zur Vorbereitung des Wirkungstreffers wie z.B. Umgehen und Angriff von der Seite oder Fußfege- und tiefe Fußstoß- und Stampftechniken, Greifen und Ziehen zum Fixiren und Immobilisieren bzw. zum Stören des Gleichgewichtes und last not least kyshu jutsu (der Angriff von Vitalpunkten).

Gruß Kalubke



Ok, danke.
Gab ja auch mal die Show-Veranstaltung zwischen Ali und dem Japaner.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.09.2015 11:30 | nach oben springen

#60

RE: Die lautlosen Kämpfer - Kampfsport beim MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.09.2015 11:38
von Kalubke | 2.299 Beiträge

Ja der Japaner z.B. hat ständig das Knie angegeriffen weil das der Schwachpunkt in der Verteidigung eines Boxers ist, bis Ali kaum noch stehen konnte.

In den 30ern gab es in Japan einen spektakulären Kampf zwischen dem damals ca. 50-jährigen Motobu Choki (Okinawa Karate-Stil "Motobu Ryu") und einem 20 Jahre jüngeren Boxer. Choki hat über mehrere Runden erst mal eingesteckt bis der Boxer langsam müde und unaufmerksam wurde und erzielte dann mit einem Fingerknöchelschlag hinter das Ohr, also mit einer kyshu jutsu-Technik K.O..

Gruß Kalubke



Hanum83 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.09.2015 17:25 | nach oben springen



Besucher
8 Mitglieder und 40 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Oderfischer
Besucherzähler
Heute waren 83 Gäste und 17 Mitglieder, gestern 3936 Gäste und 179 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14372 Themen und 558373 Beiträge.

Heute waren 17 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen