#181

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.06.2010 20:44
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Viele Zahlen Alfred,was möchtest du damit sagen ?



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#182

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.06.2010 21:35
von werner | 1.591 Beiträge

Donnerschock, ich bin ja neu hier im Forum und habe mir diesen Thread auf den ersten fünf Seiten komplett erlesen und bin dann direkt zur letzten Seite gesprungen, da ich gehofft habe, dass die Beiträge doch wieder von der bissig persönlichen, nicht immer freundlichen Ansprache der Widerparts zurück zu einer sachlichen Ebene finden würden, und siehe da, es scheint zu klappen.

Will mich nicht als Schiedsrichter aufspielen, aber vielleicht darf ich einmal ein paar Worte zu den Attacken gg. Alfred loswerden. Um es vorweg zu nehmen, ich bin nicht Alfred, kenne Alfred nicht, ich teile Alfreds Meinung nur bedingt, es geht mir um Grundsätzliches.

Ich bin mal so frech und bewege mich in der Du – Form, wenn das nicht angemessen ist, bitte ich um einen Hinweis und ich schalte auf Sie um.

@wosch: Du klagst an und erwartest, dass Alfred sich entschuldigt. Aber die gewünschte Reaktion bleibt aus. Alfred hat sich aber nicht entschuldigt. Da bist Du wohl ins Leere gelaufen.
Du bist hoch manipulativ, das ist legitim, aber es gibt Menschen auf diesem Planeten, die in Ihrer Persönlichkeit gefestigt sind, da kannst Du schäumen wie Du willst.
Du stellst so viele „Wer gibt Dir das Recht …“ Fragen. Bitte, wer gibt DIR das Recht zu dieser Art Fragen? Deine Fragen sind übrigens legitim, auch wenn sie unbequem sind!

Will damit sagen, es gibt kein Recht als solches. Recht ist immer der Ausdruck des Rechtsverständnisses von Personen über Normen und Regeln des Zusammenlebens zu bestimmten Zeiten und in bestimmten Situationen und Recht unterliegt auch dem Wandel (siehe aktuelle Änderung des Grundgesetzes). (Ich weiß, daß das keine Definition ist, aber so ungefähr laufen auch die gängigen Definitionen.) Dass das Recht in der DDR aus Sicht des Rechtsverständnisses der BRD in einigen Themen Unrecht war und ist, ist unbestritten. Niemand wird aber bestreiten können, dass einige Bestandteile des gängigen Rechts in der BRD aus Sicht der DDR Unrecht war. Zwei souveräne Staaten, zwei Rechtssysteme. Und glaubt mir, diese Art, in der DDR mit Menschen umzugehen, finde auch ich verabscheuungswürdig und einer humanistischen Idee überhaupt abgängig.

Aber weiter: Hat sich eigentlich mal jemand die Frage gestellt, warum jemand so unterwegs ist, wie Alfred? (Versucht Euch einfach mal in die Lage zu versetzen.) Du hast Dein halbes Leben geglaubt, dass Du im richtigen System unterwegs bist, Du hast verstanden, dass der Sozialismus die unvermeidliche Weiterentwicklung des Kapitalismus ist. Das ist Deine Lebensgrundlage. Du sitzt in Deiner warmen Badewanne DDR, die Dir ein Gefühl der Sicherheit und der positiven Zukunft für Dich und Deine Kinder gibt. Keiner muss um seine wirtschaftliche Existenz kämpfen, alle haben ein Auskommen, die Bildung ist für alle kostenlos etc. Für Dich also insgesamt eine gelungene Situation. Es gibt Versorgungsprobleme, Naturalienwirtschaft herrscht vor, ohne Vitamin B oder D-Mark geht nicht viel, aber das sind, so wird mehr oder weniger oft verkündet, vorübergehende Erscheinungen, die vor allem dem bösen Kapitalismus zu verdanken sind, der mit allen Mitteln versucht, die DDR (und alle sozialistischen Staaten) klein zu kriegen. Und in der DDR gibt es logischerweise auch eine Anzahl Menschen, die auch den Sozialismus beendet sehen wollen und das mehr oder weniger offen verkünden. Eine Möglichkeit, dagegen etwas zu tun, ist das MfS, hier bist Du sogar in vorderster Front, und kannst jeden Tag beweisen, dass Du alles tust für den Sozialismus. Also legst Du los.
Wenn Du anfängst wirst Du natürlich noch nicht mit den schwierigen Sachen betraut, Du musst ja erst mal Deine tschekistische Eignung beweisen. Nach und nach bekommst Du auch heikle Dinge auf den Tisch, die Du auch im Sinne der Partei und Staatsführung abarbeitest. Übrigens, im MfS gab es auch sehr viele MA, die nicht mit heiklen Themen betraut wurden, weil man sie für nicht gefestigt ansah. Zum Thema differenzierte Betrachtungsweise! Die Funktion des MfS nach innen kommt Dir vielleicht sogar auch komisch vor, da aber alles staatlich sanktioniert, mit Gesetzen abgesichert, muss es ja in Ordnung sein. Möglicherweise bist Du mit einer Reihe von Vorgängen sogar nicht einverstanden, aber hier geht es um die existenzielle Frage Sozialismus oder Kapitalismus, denn jeder der Kritik übt am Sozialismus ist ein Lakai des Westens. Du bist tatsächlich überzeugt, das Richtige zu tun, genau so wie wosch, überzeugt ist, das Richtige zu tun.
Dann die Wende, „Stasi in die Produktion!“. Okay sagst Du, wenn wir die DDR reformieren wollen, und das der Wille des Volkes ist, dann ran. Ja, aber hier will Dich eigentlich keiner wirklich. Ein paar Monate später erfährst Du, dass Du ein ganz übler Finger bist, bis zu den Ellbogen im Blut gerührt hast und die sozialistische Sache völlig unmenschlich war. Millionen Menschen hast Du um ihr Glück gebracht, Du wirst mit den Nazis auf eine Stufe gestellt, Du hattest den Staat und das Gesetz hinter Dir und plötzlich gilt das nicht mehr. Okay, ich lerne, der Kapitalismus ist nicht am Ende, wie man es mir immer bei gebracht hat, dann arrangiere ich mich halt mit der neuen Situation. Du hast Dir in der DDR nie etwas vorzuwerfen gehabt, aber auf einmal bist Du ein Verbrecher, Du verstehst das zwar nicht, denn auch in der BRD gibt es das Prinzip der Örtlichkeit einer Straftat, aber in Bezug auf die DDR gilt das nicht – klar, die DDR wurde durch die BRD nie offiziell anerkannt. Und jetzt, egal wo Du hingehst, bist Du das Schwein, jeder darf Dich anspucken (bildlich gesprochen) Dein Name wird für jeden sichtbar im Internet abgebildet mit Deinem letzten Gehalt. Für Dich wird in der BRD das Recht gebeugt mit der abstrusesten Begründung. Okay, Du stehst in der Ecke und keiner will Deine Stimme, Deine Meinung hören, es gibt nur Deinen alten Bezug, Deine alten Kameraden, deine DE. Dort wurdest Du akzeptiert, es sind heute Deine Leidensgenossen. Da ist man stolz drauf!!
Du bist (hoffentlich) überzeugt, dass man die schlimmen Dinge in der DDR nicht hätte machen dürfen und dass man das hätte ändern können. Das wirtschaftliche System war unausgereift, hätte aber funktionieren können, das soziale System so, dass die Menschen zufrieden waren. Und jetzt kommt der Sieger an und erklärt Dir, dass alles Mist war. Was erwartet Ihr??

Schöne Grüße aus dem Bergischen!



Ach ja, da hab ich noch was von früher, es waren wohl mal sieben, aber mehr kriege ich nicht zusammen:

Die Weltwunder der DDR:
Obwohl alle Arbeit hatten, hatten viele nichts zu tun,
obwohl viele nichts zu tun hatten, wurde der Plan ständig übererfüllt,
obwohl der Plan ständig übererfüllt wurde, gab es nichts zu kaufen,
obwohl es nichts zu kaufen gab, hatten alle alles
obwohl alle alles hatten waren alle unzufrieden
Obwohl alle unzufrieden waren wählten sie die Kandidaten der Nationalen Front
Obwohl alle unzufrieden waren wählten sie die Kandidaten der Nationalen Front


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#183

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.06.2010 21:51
von kinski112 (gelöscht)
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Sehr guter Beitrag da kann Kinski noch was lernen !


zuletzt bearbeitet 23.06.2010 21:52 | nach oben springen

#184

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.06.2010 22:04
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Alfred
der hohen Zahl von EV wegen des ungesetzlichen Verlassens der DDR bzw. bei Straftaten zur Erzwingung der Übersiedlung in das kapitalistische Ausland. Diese Deliktgruppen machten 1988 83% aller Ermittlungsverfahren des MfS aus
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Die Bearbeitungsdauer betrug 1988 bei 52% der EV bis zu einem Monat, bei 43 % der EV bis zu zwei Monaten und bei 3% der EV bis zu 3 Monaten. Nur 2% der EV wurden länger als 3 Monate bearbeitet.



Dabei wäre allerdings auch noch zu erwähnen, dass die kurze Verfahrensdauer mithin in direktem Zusammenhang mit der hohen Anzahl an EV's nach §213 stand. Hier wurde in 98% aller Fälle durch die Beschuldigten, nachdem ihnen die 2 nun möglichen Verläufe aufgezeigt wurden, umfassend ausgesagt und anschließend ohne Umstände die Abschriften unterschrieben.





Zitat von Zermatt
Viele Zahlen Alfred,was möchtest du damit sagen ?



Da du den Zusammenhang des Textes scheinbar nicht herstellen kannst oder willst habe ich dies für dich in verkürzter Form aufbereitet. Beachte die Quelle dieser Forschungsarbeit und die Aussage zu den vorgeblich politischen Häftlingen, die ja laut Äußerung in der Regel in HSH eingessen haben sollen.

Zitat von Alfred


Aus dem Jahresbericht der Hauptabteilung IX (Untersuchung) des MfS für das Jahr 1988
Die nachfolgenden Angaben beruhen auf der Dokumentation des letzten Jahresberichtes der HA IX durch die BStU. (Frank Joestel (Hg.): "Strafrechtliche Verfolgung politischer Gegner durch die Staatssicherheit im Jahre 1988", BStU, Abteilung Bildung und Forschung, Dokumente, Reihe 1/2003).
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1988 wurden durch das MfS Ermittlungsverfahren gegen insgesamt 3.668 Personen eingeleitet.
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Der Anstieg von ca. 67 % gegenüber 1987 erklärt sich vor allem aus der hohen Zahl von EV wegen des ungesetzlichen Verlassens der DDR bzw. bei Straftaten zur Erzwingung der Übersiedlung in das kapitalistische Ausland. Diese Deliktgruppen machten 1988 83% aller Ermittlungsverfahren des MfS aus,
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Hierzu ist anzumerken, dass die Gründe für das Verlassen der DDR überwiegend nicht politischer Natur waren, sondern den gleichen Wünschen entsprangen, die heute Wirtschaftsflüchtlinge aus aller Welt und zumeist weit misslicher Lage in die BRD treiben. Derzeit werden seitens der BRD ca. 97 % aller Asylbewerber abgewiesen. Wie viele Übersiedler bzw. Flüchtlinge aus der DDR hätten seinerzeit bei gleichen Maßstäben abgewiesen werden müssen?Auch Menschenhandel und Schleusungen zählen wieder als Straftaten, während sich gleichzeitig Menschenhändler und Schleuser in der "Gedenkstätte Hohenschönhausen" als "Opfer der SED-Diktatur" feiern lassen.



Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 23.06.2010 23:01 | nach oben springen

#185

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.06.2010 22:13
von ABV | 4.202 Beiträge

Ich kann sehr gut nachvollziehen, was Alfred bewegt. Er hat seine Ideale, für die er einstand, quasi über Nacht verloren. Das ging mir damals, 1989, nichts anders. Im Gegensatz zu Alfred hatte ich das Glück, meine berufliche Laufbahn fortsetzen zu können. Das erleichtert natürlich das Umdenken, was ich nicht verhehlen möchte!! Trotz allem finde ich es sinnlos, aus welchen Gründen auch immer, an einer falschen Sache und sei es nur aus Trotz, festzuhalten. So etwas führt zur Selbstisolation und Unglaubwürdigkeit. Nichtsdesto Trotz wäre ein fairer und sachlicherer Umgang mit den ehemaligen Mitarbeitern des MfS, die noch immer als Sündenböcke für die Verhältbisse in der DDR fungieren, wünschenswert. Da steht die gesamte Gesellschaft in der Pflicht, ganz voran die Medien mit ihren skandalisierenden Berichterstattungen. Man darf kein neues Unrecht schaffen, darf aber auch vor dem alten Unrecht nicht die Augen verschließen. Erst wenn uns das gelingt, ist eine Aussöhnung in diesem Land möglich.

Gruß an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#186

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.06.2010 22:20
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Nabend @Werner,

schöner Beitrag und wahre Worte. Nach bisher 2 Beiträgen muss ich sagen, ich begrüße dein Erscheinen hier im Forum und kann mit dem angebotenem Du sehr gut leben.

Ich weiß nicht ob dies deine persönlichen Erfahrungen waren, aber das vertraute Gefühl beim lesen sagt mir ja. Wenn ein User hier zu der Thematik einmal eine gute DVD sehen will, dann diese hier.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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zuletzt bearbeitet 23.06.2010 22:28 | nach oben springen

#187

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.06.2010 22:26
von Alfred | 6.841 Beiträge

ABV,

nichts in der Welt hätte mich dazu gebracht über Nacht die Uniform zu wechseln.

Du nennst es Glück, ich kenne Personen die hatten zur Übernahme einen anderen Begriff, der lautete z.B. Arschkricher. wie dies bei den einzelnen oder bei Dir aussah, kann ich natürlich nicht einschätzen.

Ich leide auch nicht an Selbstisolation und bin auch nicht der Auffassung der falschen Sache gedient zu haben.


zuletzt bearbeitet 23.06.2010 22:28 | nach oben springen

#188

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.06.2010 22:50
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von Alfred
ABV,

nichts in der Welt hätte mich dazu gebracht über Nacht die Uniform zu wechseln.

Du nennst es Glück, ich kenne Personen die hatten zur Übernahme einen anderen Begriff, der lautete z.B. Arschkricher. wie dies bei den einzelnen oder bei Dir aussah, kann ich natürlich nicht einschätzen.

Ich leide auch nicht an Selbstisolation und bin auch nicht der Auffassung der falschen Sache gedient zu haben.



Über Nacht hat niemand die Uniform gewechselt, auch nicht bei der Polizei. Eine der Hauptaufgaben 1989/90 war es dafür zu sorgen, dass alles weiterhin friedlich blieb. Natürlich hatte auch die VP mit einem Akzeptanzproblem in der Bevölkerung zu kämpfen, waren auch wir eines der Schutz und Sicherheitsorgane der DDR. Was man aber der Volkspolizei in jener Zeit nicht absprechen kann, ist ihr Bemühen sich auf die eigentlichen Aufgaben einer Polizei zu konzentrieren. Das heißt unter anderem, ausschließlich für den Bürger da zu sein und nicht für irgend eine Partei. Das ging nicht von heute auf Morgen, sondern verlangte einen längeren Umlernprozeß. Nicht jeder wollte oder konnte sich dem Prozeß stellen und quittierte den Dienst. Es war kein leichter Weg, den zu gehen, sich aber letzten Endes gelohnt hatte. Ich meine das jetzt nicht finanziell. Heute bin ich stolz in einem demokratischen Rechtsstaat Polizist sein zu dürfen, verhehle aber auch meine Irrtümer von einst nicht. Trotz aller Ideale von einst, bleiben sie aber doch Irrtümer! Wenn man sie als solche erkennt und in Zukunft verhindert, hat die ganze Geschichte sogar einen tieferen Sinn.

Gruß an alle
Uwe


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#189

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.06.2010 23:18
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von ABV

Zitat von Alfred
ABV,

nichts in der Welt hätte mich dazu gebracht über Nacht die Uniform zu wechseln.

Du nennst es Glück, ich kenne Personen die hatten zur Übernahme einen anderen Begriff, der lautete z.B. Arschkricher. wie dies bei den einzelnen oder bei Dir aussah, kann ich natürlich nicht einschätzen.

Ich leide auch nicht an Selbstisolation und bin auch nicht der Auffassung der falschen Sache gedient zu haben.



Über Nacht hat niemand die Uniform gewechselt, auch nicht bei der Polizei. Eine der Hauptaufgaben 1989/90 war es dafür zu sorgen, dass alles weiterhin friedlich blieb. Natürlich hatte auch die VP mit einem Akzeptanzproblem in der Bevölkerung zu kämpfen, waren auch wir eines der Schutz und Sicherheitsorgane der DDR. Was man aber der Volkspolizei in jener Zeit nicht absprechen kann, ist ihr Bemühen sich auf die eigentlichen Aufgaben einer Polizei zu konzentrieren. Das heißt unter anderem, ausschließlich für den Bürger da zu sein und nicht für irgend eine Partei. Das ging nicht von heute auf Morgen, sondern verlangte einen längeren Umlernprozeß. Nicht jeder wollte oder konnte sich dem Prozeß stellen und quittierte den Dienst. Es war kein leichter Weg, den zu gehen, sich aber letzten Endes gelohnt hatte. Ich meine das jetzt nicht finanziell. Heute bin ich stolz in einem demokratischen Rechtsstaat Polizist sein zu dürfen, verhehle aber auch meine Irrtümer von einst nicht. Trotz aller Ideale von einst, bleiben sie aber doch Irrtümer! Wenn man sie als solche erkennt und in Zukunft verhindert, hat die ganze Geschichte sogar einen tieferen Sinn.

Gruß an alle
Uwe




Hallo Uwe , das ist eine sehr gute Erkenntnis und auch eine heutige Einstellung zu deiner persönlichen Entwicklung. Damit zeigst du, dass du selbstkritisch mit deiner Entwicklung seit der Wende umgegangen bist. ( Kann man nicht von jedem Forumsmitglied behaupten )

Viele Grüße vom Rhein

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Die reinste Form des Wahnsinnes ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#190

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.06.2010 23:29
von kinski112 (gelöscht)
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Feliks D."]Nabend @Werner,

schöner Beitrag und wahre Worte. Nach bisher 2 Beiträgen muss ich sagen, ich begrüße dein Erscheinen hier im Forum und kann mit dem angebotenem Du sehr gut leben.
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Aus "Liebe zum Volk" Trailer !

Feliks hast Recht, die Aufname ist von 15.10.1997 ! Also kein Orginal Video vom MfS !
Stelle mal die Bilder rein.
Die letzten 2 Bilder nur mal als Entspannung ist kein Porno das ist Kunst und Presse !

Angefügte Bilder:
zuletzt bearbeitet 23.06.2010 23:32 | nach oben springen

#191

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.06.2010 23:32
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Alfred
nichts in der Welt hätte mich dazu gebracht über Nacht die Uniform zu wechseln.



Wie, hast Du in Klamotten gepennt, wie so ein richtiges http://de.wikipedia.org/wiki/Frontschwein ?

Also ich fand den rechtsfreien Raum in der Zwischenwendezeit nicht haltbar. Zumal Macht auch einen horror vacui (1) kennt. In Dresden wurde dieses Machtvakuum recht schnell und effektiv gefüllt. (2)

(1) http://de.wikipedia.org/wiki/Horror_vacui
(2) http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13488222.html


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 23.06.2010 23:34 | nach oben springen

#192

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.06.2010 23:57
von wosch (gelöscht)
avatar

[quote="werner"]

@wosch: Du klagst an und erwartest, dass Alfred sich entschuldigt. Aber die gewünschte Reaktion bleibt aus. Alfred hat sich aber nicht entschuldigt. Da bist Du wohl ins Leere gelaufen.
Du bist hoch manipulativ, das ist legitim, aber es gibt Menschen auf diesem Planeten, die in Ihrer Persönlichkeit gefestigt sind, da kannst Du schäumen wie Du willst.
Du stellst so viele „Wer gibt Dir das Recht …“ Fragen. Bitte, wer gibt DIR das Recht zu dieser Art Fragen? Deine Fragen sind übrigens legitim, auch wenn sie unbequem sind!


Hallo Werner!
Ich versuche hier mal auf Deine Zeilen, die mich betreffen, zu antworten!
Kann es sein, daß Du meinen Satz "Wer sich entschuldigt,klagt sich an!" in den falschen Hals bekommen hast?
Wo habe ich versucht, Alfred zu einer "Entschuldigung" zu bewegen? Die ewigen Versuche sich mit allem Möglichen für ihre früheren Tätigkeiten beim MfS zu rechtfertigen habe ich mit dem allgemein verständlichen Sprichwort kommentiert. Nicht mehr und nicht Weniger!! Also das was Du mir mit Deiner Einschätzung zu unterstellen versuchst, stimmt nicht im Geringsten und "ins Leere" gelaufen bin ich somit auch nicht!! Außerdem, was Du als "Anklagen" hinstellst, sind lediglich Feststellungen und Re-Antworten auf Beiträge in denen wiederholt auf das damals geltene Recht in der DDR hingewiesen wird und als Quellen für den angeblich so humanen Umgang mit dem "politischen Gegner" gerne die diversen Schriften, gerade der im höchsten Maße Verantwortlichen für Abertausend begangenes Unrecht angeführt werden!! Daß Du mir zugestehst, daß meine Fragen legitim , obwohl unbequem sind, bestärkt mich in der Zukunft auch weitere Fragen in diese Richtung zu stellen!!
Übrigens, ich gehe mal davon aus, daß Du nicht der Alfred bist, ansonsten wärst Du ja mit einem zweiten Nick hier unterwegs. Obwohl es die Forums-Regel nicht gestattet, hatte es das aber hier auch schon gegeben und zwar auch von einem ehemaligen MA des MfS, der sich immer ganz besonders für einen "fairen" Umgang miteinander einsetzt!! Wahrlich ein tolles Beispiel dafür, daß zu kommentieren, ich mir lieber verkneifen werde!! Da Du Dich nun über die Motive der "Ehemaligen Alfred´s" ausgelassen hast, würde ich Dir empfehlen, sich im Umkehrschluß auch mal mit der anderen Seite zu befassen, die sich nach den Bespitzelungen, Verfolgungen und erlebten Inhaftierungen, an denen das MfS maßgeblich beteiligt war, nicht damit abfinden kann und will, daß das erlittene "Unrecht" als "Recht" hingestellt wird und solche Zeitzeugen wie Opitz, Rateizik, Anders, Schwanitz, Großmann und Dergleichen dafür aufgerufen werden!! Ich gehe mal davon aus, daß Du genau weißt , daß wir uns hier im Forum Alle "duzen" , deswegen verstehe ich nicht wieso Du hier auf "Nettiquette" machst! Hier geht es nicht um "Du" und "Sie", hier geht es um "Verharmlosung"," Verhöhnung" und "Verarsche"!! Und dem ist entgegen zu treten!!

Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 24.06.2010 00:01 | nach oben springen

#193

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.06.2010 23:57
von werner | 1.591 Beiträge


@ABV: Welche Irrtümer meinst Du? Über dieses Thema werde ich mich morgen auslassen, siehe letzter Satz. Wenn das zu weit führt, tretet einfach auf die Bremse, dann halte ich das Maul.

Meiner Meinung nach muss man das Thema Repressionen in der DDR in einem größeren Rahmen betrachten, um zu verstehen, was da passiert ist und wie es so weit kommen konnte, dass es eigens Gefängnisse gab für Menschen, die mit den Verhältnissen in der DDR nicht einverstanden waren, die versuchten, irgendwie aus der DDR raus zu kommen (gewöhnliche Kriminelle lassen wir mal außen vor).

Ich versuche mal, einen neuen Aspekt einzubringen, der das Thema etwas größer betrachten könnte, dazu will ich aber etwas ausholen und hoffe, dass es Euch nicht langweilt.

Die Frage ist aus meiner Sicht, wie dieses System der "Inneren Sicherheit" (auch wenn das zynisch klingen mag) entstanden ist, weil das auch ein wenig diese Repressionen erklären könnte, ich betone, dass es nichts zu entschuldigen gibt!

Aus meiner bescheidenen Perspektive, aus dem was ich in der Schule gelernt, von meinen Eltern, Verwandten und älteren Bekannten gehört habe, ging es ja in allen(!) Besatzungszonen nach 1945 darum, ein demokratisches, entmilitarisiertes Deutschland etc. aufzubauen. Den Part der Währungsreformen und der Gründung der Staaten in West und Ost überspringen wir mal und gehen auf die wirtschaftliche Entwicklung in der DDR und der BRD über.
Die BRD hatte ja glücklicherweise durch die USA , die keinen Wiederaufbau im eigenen Lande zu stemmen hatte, den seligen Marshallplan bekommen. Dadurch war es möglich, ziemlich schnell ein wirtschaftliches Wachstum und in dessen Gefolge einen gewissen Wohlstand zu erreichen.
In der DDR gab es das nicht, die SU hatte mit der eigenen Wirtschaft genug zu tun und die DDR mit Reparationsleistungen ausgequetscht. Daneben hat man in der DDR aber versucht, die Wirtschaft langfristig nach vorne zu bringen und auf breiter Ebene das Bildungssystem reformiert, in dessen Zuge eine große Anzahl jungen Menschen eine ordentliche und qualifizierte Ausbildung vorweisen konnten. Dummerweise wurde diese höhere Ausbildung nicht automatisch besser honoriert. Im Arbeiter- und Bauern-Staat spielte die Intelligenz eine der Arbeiterklasse dienende Rolle, ebenso wie die Bauern (ich formuliere das mal so platt) - und wurde auch nur wie ein Dienstleister entlohnt. Eine gute Ausbildung bis zum Facharbeiter war eher die Regel und dies wurde fast jedem ermöglicht, der die Voraussetzungen dazu mitbrachte, eine solche Ausbildung zu erhalten (jetzt grätscht bitte nicht rein mit dem Totschlagargument, dass nicht jeder seinen Traumberuf erlernen konnte, das weiß ich auch, aber darum geht es hier nicht). >Das war übrigens auch eine der politischen Direktiven der SED, die in Gesetze gegossen wurden. < In der BRD hingegen herrschte auf Grund der rasanten wirtschaftlichen Entwicklung und der nicht äquivalent vorangetriebenen Ausbildung enormer Fachkräftemangel (bitte korrigiert mich, wenn ich da irre).
Da man in der DDR wirtschaftlich einfach nicht in der Lage war, eine gute Ausbildung auch mit gutem Einkommen und mit guten Lebensbedingungen zu unterlegen, dies in der BRD aber machbar war, kam, was kommen musste, die Leute wanderten aus, und das in großem Stil. Das ging bekanntermaßen bis zum Schluss - (den BStU Bericht kannte ich bis vor einer halben Stunde nicht!). Die politische Führung in der BRD hat das logischerweise prächtig gefördert und medial ausgeschlachtet, und immer dort rein gehauen, wo es der DDR am meisten weh tat. Steilvorlagen gab es ja reichlich. Das Ausreisen war, soweit mir das die Zeitzeugen dargelegt haben, oft nicht zuvorderst politisch motiviert, es ging schlichtweg um die wirtschaftlichen Bedingungen. Was macht nun die DDR- Führung? Sie macht das Loch dicht, das Dümmste was sie machen konnte. Aus dieser verständlichen, aber dennoch dummen Aktion hat man aber auch nicht die Chance genutzt (so es sie denn überhaupt gab), tatsächlich wirtschaftlich das bessere Deutschland aufzubauen. Der Wille, sich ein besseres Leben (auch in der DDR) aufzubauen war ja bei den Menschen tatsächlich vorhanden, die Aktivistenbewegung gab es ja (und wurde massiv propagandistisch eingesetzt). Aber wenn ich nunmal mehr arbeite, um besser leben zu können, muss dieses bessere Leben auch irgendwann mal einsetzen und zwar halbwegs im Äquivalent zur besseren Arbeit. (Peter hat es heute schon angeschnitten). Man kann die wirtschaftlichen Probleme auf Dauer nicht jedesmal auf die vier Gegner der DDR – Wirtschaft schieben (für Nichtwissende: Frühling, Sommer, Herbst und Winter).
Die DDR hatte reichlich Baustellen: Nur einige davon waren wirtschaftliche Probleme (hausgemacht und vom Westen forcierte), politische Probleme mit dem Westen, gigantische Reparationsleistungen allein an die Sowjetunion, das Gängelband der Sowjetunion mit den politischen Vorgaben, eine Führung, die durch den Krieg gezeichnet und vom großen Bruder zum Festhalten an der Linie vergattert. (Die wussten, was passiert, wenn man nicht an der von Moskau verordneten Linie festhält. Persönlichkeiten der Bruderländer wurden dann nach Moskau eingeladen und kamen dann irgendwie abhanden. Und wer der Einladung nicht Folge leistete, wurde als Bluthund des Kapitalismus abgekanzelt.) Diese Zeit während und kurz nach Stalin hat die Famalige und alle späteren Führungen der DDR massiv geprägt.
Die Amerikaner taten alles, um die DDR (natürlich nicht nur die DDR) zu delegitimieren und hatte in den Antikommunisten der BRD - Führung und den Medien Partner. Die Sowjetunion Ihrerseits wollte natürlich nicht wieder den politischen Gegner vor der eigenen Haustür haben – vielleicht war Polen damals schon suspekt. . .
Nun ja, ich glaube, auch in der SED Führung (und somit auch in der Führung der DDR) war man sich schon länger im Klaren, dass es so nicht weiter gehen konnte. Nur, wie sag ich´s meinem Kinde, wenn ich kein Vertrauen habe, dass es das alles versteht. Erste zaghafte Schritte gab es mit dem Wechsel zu EH, aber ich glaube, der wollte auch nur an die Macht und dann war´s ihm scheißegal. Eine“ Junge Garde“ mit frischen Gedanken war es von Anfang an nicht. (Und ob EK es dann gerissen hätte, sofern er es denn überhaupt wollte, wage ich zu bezweifeln.)
Also Flucht nach hinten, es kann nicht sein, was nicht sein darf. Nur die „bewusste Vorhut der Arbeiterklasse“, also die Partei hat das Monopol, alles zu wissen und richtig einschätzen zu können, allerdings auch nicht die Partei als Ganzes, sondern nur die einzig wirklich bewussten Genossen, das Zentralkomitee. Und dort wollte man oft auch nur das hören, was in die politische Linie passte. Andere Berichte der Kreisleitungen, die auf die Probleme hinwiesen, wurden von den Bezirksleitungen zurückgegeben, um die Berichte „präzisieren“ zu lassen, was bedeutete, so zu korrigieren, dass man Kritik, wenn überhaupt, nur zwischen den Zeilen liest. Ich denke, einige hier wissen, was ich meine.
Offene Kritik konnte unmöglich zugelassen werden, denn die Führung wusste ja, dass sie es mit einem gebildeten Volk zu tun hat, dank der eigenen Bildungspolitik (an dieser Stelle darf man mal gepflegt darüber nachdenken, warum die Bildungspolitik heute so ist, wie sie ist . . .). Und ein gebildetes Volk lässt sich natürlich nicht so leicht manipulieren, denn es kann ja selbst in Zusammenhängen denken. Sackgasse erreicht, entweder bin ich wirklich bereit, offen über die Probleme zu diskutieren und auch hin zu nehmen, dass sich einige (vielleicht auch hunderttausend) Menschen dem wirtschaftlich attraktiveren System zuwenden, der Bevölkerung aber tatsächlich die Möglichkeit geben, sich an der Gestaltung des Landes zu beteiligen.

By the way: Unter Diktatur des Proletariats hat man ursprünglich was anderes verstanden . . .

Wie es nun mal so ist, sucht man sich als Erfüllungsgehilfen der eigenen Doktrin natürlich Menschen für die Aufgaben, die dafür geeignet erscheinen. Soll heißen, in den UHA, bei den Untersuchungsführern etc. wird man eher selten Menschen finden, die nicht in die Linie passen.
Nun kann man natürlich sagen, das hatte also System. Und sicher ist das so. Andererseits muss man sich natürlich auch fragen, ob man in der FDP Fraktion jemanden finden wird, der keine liberale Denkweise vertritt (nichts gegen die FDP, das trifft auf jede Partei zu). Besser, die Überprüfung für den öffentlichen Dienst verlangt auch eine besondere Einstellung zum Grundgesetz (@wosch: bitte kein Geschrei wegen des Vergleiches, ich weiß, dass man das so nicht nebeneinander stellen kann, sollte nur ein wenig illustrieren). Jeder Staat erwartet das von seinen Dienern, mal mehr oder mal weniger ausgeprägt, in der DDR war es extrem ausgeprägt, da konnten sich die Hundertzwanzigprozentigen so richtig ausleben. Und dabei ist meiner Ansicht nach einer der Auswüchse dieses System der Repression gegen die eigenen Leute so richtig aufgeblüht. Ja, und das klappt eben nur eine gewisse Zeit, dass sich die Menschen den Mund verbieten lassen und die eigenen Gedanken nicht äußern dürfen. Jetzt habe ich zwei Möglichkeiten: Ich nehme den Druck vom Kessel und öffne mich (das hat man verpasst, das wäre schon Mitte der Achtziger daneben gegangen) oder ich erhöhe den Druck und hoffe, dass der Ofen ausgeht, bevor der Kessel auseinanderfliegt. Wie´s ausgegangen ist, wissen wir alle.
Nochmal, damit ich nicht missverstanden werde: Ich will die DDR nicht wieder zurück haben, aber ich will auf keinen Fall, dass die DDR pauschal verteufelt wird.
Einer der Klassiker hat mal sinngemäß gesagt: Auf dem Weg zum Kommunismus gibt es auch Rückschläge. Das wollte nur keiner wahr haben, dass das tatsächlich eintritt, insbesondere, wenn man auf dem falschen Weg ist . . .

So, jetzt mache ich meine Glotzen zu, ich habe da noch was, worüber man reden könnte, gibt es irgendwo hier ein Thema DDR allgemein??


Gute Nachtgrüße aus dem Bergischen!


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#194

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.06.2010 00:29
von wosch (gelöscht)
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Zitat von werner

@ABV: Welche Irrtümer meinst Du? Über dieses Thema werde ich mich morgen auslassen, siehe letzter Satz. Wenn das zu weit führt, tretet einfach auf die Bremse, dann halte ich das Maul.

Meiner Meinung nach muss man das Thema Repressionen in der DDR in einem größeren Rahmen betrachten, um zu verstehen, was da passiert ist und wie es so weit kommen konnte, dass es eigens Gefängnisse gab für Menschen, die mit den Verhältnissen in der DDR nicht einverstanden waren, die versuchten, irgendwie aus der DDR raus zu kommen (gewöhnliche Kriminelle lassen wir mal außen vor).

Ich versuche mal, einen neuen Aspekt einzubringen, der das Thema etwas größer betrachten könnte, dazu will ich aber etwas ausholen und hoffe, dass es Euch nicht langweilt.

Die Frage ist aus meiner Sicht, wie dieses System der "Inneren Sicherheit" (auch wenn das zynisch klingen mag) entstanden ist, weil das auch ein wenig diese Repressionen erklären könnte, ich betone, dass es nichts zu entschuldigen gibt!

Aus meiner bescheidenen Perspektive, aus dem was ich in der Schule gelernt, von meinen Eltern, Verwandten und älteren Bekannten gehört habe, ging es ja in allen(!) Besatzungszonen nach 1945 darum, ein demokratisches, entmilitarisiertes Deutschland etc. aufzubauen. Den Part der Währungsreformen und der Gründung der Staaten in West und Ost überspringen wir mal und gehen auf die wirtschaftliche Entwicklung in der DDR und der BRD über.
Die BRD hatte ja glücklicherweise durch die USA , die keinen Wiederaufbau im eigenen Lande zu stemmen hatte, den seligen Marshallplan bekommen. Dadurch war es möglich, ziemlich schnell ein wirtschaftliches Wachstum und in dessen Gefolge einen gewissen Wohlstand zu erreichen.
In der DDR gab es das nicht, die SU hatte mit der eigenen Wirtschaft genug zu tun und die DDR mit Reparationsleistungen ausgequetscht. Daneben hat man in der DDR aber versucht, die Wirtschaft langfristig nach vorne zu bringen und auf breiter Ebene das Bildungssystem reformiert, in dessen Zuge eine große Anzahl jungen Menschen eine ordentliche und qualifizierte Ausbildung vorweisen konnten. Dummerweise wurde diese höhere Ausbildung nicht automatisch besser honoriert. Im Arbeiter- und Bauern-Staat spielte die Intelligenz eine der Arbeiterklasse dienende Rolle, ebenso wie die Bauern (ich formuliere das mal so platt) - und wurde auch nur wie ein Dienstleister entlohnt. Eine gute Ausbildung bis zum Facharbeiter war eher die Regel und dies wurde fast jedem ermöglicht, der die Voraussetzungen dazu mitbrachte, eine solche Ausbildung zu erhalten (jetzt grätscht bitte nicht rein mit dem Totschlagargument, dass nicht jeder seinen Traumberuf erlernen konnte, das weiß ich auch, aber darum geht es hier nicht). >Das war übrigens auch eine der politischen Direktiven der SED, die in Gesetze gegossen wurden. < In der BRD hingegen herrschte auf Grund der rasanten wirtschaftlichen Entwicklung und der nicht äquivalent vorangetriebenen Ausbildung enormer Fachkräftemangel (bitte korrigiert mich, wenn ich da irre).
Da man in der DDR wirtschaftlich einfach nicht in der Lage war, eine gute Ausbildung auch mit gutem Einkommen und mit guten Lebensbedingungen zu unterlegen, dies in der BRD aber machbar war, kam, was kommen musste, die Leute wanderten aus, und das in großem Stil. Das ging bekanntermaßen bis zum Schluss - (den BStU Bericht kannte ich bis vor einer halben Stunde nicht!). Die politische Führung in der BRD hat das logischerweise prächtig gefördert und medial ausgeschlachtet, und immer dort rein gehauen, wo es der DDR am meisten weh tat. Steilvorlagen gab es ja reichlich. Das Ausreisen war, soweit mir das die Zeitzeugen dargelegt haben, oft nicht zuvorderst politisch motiviert, es ging schlichtweg um die wirtschaftlichen Bedingungen. Was macht nun die DDR- Führung? Sie macht das Loch dicht, das Dümmste was sie machen konnte. Aus dieser verständlichen, aber dennoch dummen Aktion hat man aber auch nicht die Chance genutzt (so es sie denn überhaupt gab), tatsächlich wirtschaftlich das bessere Deutschland aufzubauen. Der Wille, sich ein besseres Leben (auch in der DDR) aufzubauen war ja bei den Menschen tatsächlich vorhanden, die Aktivistenbewegung gab es ja (und wurde massiv propagandistisch eingesetzt). Aber wenn ich nunmal mehr arbeite, um besser leben zu können, muss dieses bessere Leben auch irgendwann mal einsetzen und zwar halbwegs im Äquivalent zur besseren Arbeit. (Peter hat es heute schon angeschnitten). Man kann die wirtschaftlichen Probleme auf Dauer nicht jedesmal auf die vier Gegner der DDR – Wirtschaft schieben (für Nichtwissende: Frühling, Sommer, Herbst und Winter).
Die DDR hatte reichlich Baustellen: Nur einige davon waren wirtschaftliche Probleme (hausgemacht und vom Westen forcierte), politische Probleme mit dem Westen, gigantische Reparationsleistungen allein an die Sowjetunion, das Gängelband der Sowjetunion mit den politischen Vorgaben, eine Führung, die durch den Krieg gezeichnet und vom großen Bruder zum Festhalten an der Linie vergattert. (Die wussten, was passiert, wenn man nicht an der von Moskau verordneten Linie festhält. Persönlichkeiten der Bruderländer wurden dann nach Moskau eingeladen und kamen dann irgendwie abhanden. Und wer der Einladung nicht Folge leistete, wurde als Bluthund des Kapitalismus abgekanzelt.) Diese Zeit während und kurz nach Stalin hat die Famalige und alle späteren Führungen der DDR massiv geprägt.
Die Amerikaner taten alles, um die DDR (natürlich nicht nur die DDR) zu delegitimieren und hatte in den Antikommunisten der BRD - Führung und den Medien Partner. Die Sowjetunion Ihrerseits wollte natürlich nicht wieder den politischen Gegner vor der eigenen Haustür haben – vielleicht war Polen damals schon suspekt. . .
Nun ja, ich glaube, auch in der SED Führung (und somit auch in der Führung der DDR) war man sich schon länger im Klaren, dass es so nicht weiter gehen konnte. Nur, wie sag ich´s meinem Kinde, wenn ich kein Vertrauen habe, dass es das alles versteht. Erste zaghafte Schritte gab es mit dem Wechsel zu EH, aber ich glaube, der wollte auch nur an die Macht und dann war´s ihm scheißegal. Eine“ Junge Garde“ mit frischen Gedanken war es von Anfang an nicht. (Und ob EK es dann gerissen hätte, sofern er es denn überhaupt wollte, wage ich zu bezweifeln.)
Also Flucht nach hinten, es kann nicht sein, was nicht sein darf. Nur die „bewusste Vorhut der Arbeiterklasse“, also die Partei hat das Monopol, alles zu wissen und richtig einschätzen zu können, allerdings auch nicht die Partei als Ganzes, sondern nur die einzig wirklich bewussten Genossen, das Zentralkomitee. Und dort wollte man oft auch nur das hören, was in die politische Linie passte. Andere Berichte der Kreisleitungen, die auf die Probleme hinwiesen, wurden von den Bezirksleitungen zurückgegeben, um die Berichte „präzisieren“ zu lassen, was bedeutete, so zu korrigieren, dass man Kritik, wenn überhaupt, nur zwischen den Zeilen liest. Ich denke, einige hier wissen, was ich meine.
Offene Kritik konnte unmöglich zugelassen werden, denn die Führung wusste ja, dass sie es mit einem gebildeten Volk zu tun hat, dank der eigenen Bildungspolitik (an dieser Stelle darf man mal gepflegt darüber nachdenken, warum die Bildungspolitik heute so ist, wie sie ist . . .). Und ein gebildetes Volk lässt sich natürlich nicht so leicht manipulieren, denn es kann ja selbst in Zusammenhängen denken. Sackgasse erreicht, entweder bin ich wirklich bereit, offen über die Probleme zu diskutieren und auch hin zu nehmen, dass sich einige (vielleicht auch hunderttausend) Menschen dem wirtschaftlich attraktiveren System zuwenden, der Bevölkerung aber tatsächlich die Möglichkeit geben, sich an der Gestaltung des Landes zu beteiligen.

By the way: Unter Diktatur des Proletariats hat man ursprünglich was anderes verstanden . . .

Wie es nun mal so ist, sucht man sich als Erfüllungsgehilfen der eigenen Doktrin natürlich Menschen für die Aufgaben, die dafür geeignet erscheinen. Soll heißen, in den UHA, bei den Untersuchungsführern etc. wird man eher selten Menschen finden, die nicht in die Linie passen.
Nun kann man natürlich sagen, das hatte also System. Und sicher ist das so. Andererseits muss man sich natürlich auch fragen, ob man in der FDP Fraktion jemanden finden wird, der keine liberale Denkweise vertritt (nichts gegen die FDP, das trifft auf jede Partei zu). Besser, die Überprüfung für den öffentlichen Dienst verlangt auch eine besondere Einstellung zum Grundgesetz (@wosch: bitte kein Geschrei wegen des Vergleiches, ich weiß, dass man das so nicht nebeneinander stellen kann, sollte nur ein wenig illustrieren). Jeder Staat erwartet das von seinen Dienern, mal mehr oder mal weniger ausgeprägt, in der DDR war es extrem ausgeprägt, da konnten sich die Hundertzwanzigprozentigen so richtig ausleben. Und dabei ist meiner Ansicht nach einer der Auswüchse dieses System der Repression gegen die eigenen Leute so richtig aufgeblüht. Ja, und das klappt eben nur eine gewisse Zeit, dass sich die Menschen den Mund verbieten lassen und die eigenen Gedanken nicht äußern dürfen. Jetzt habe ich zwei Möglichkeiten: Ich nehme den Druck vom Kessel und öffne mich (das hat man verpasst, das wäre schon Mitte der Achtziger daneben gegangen) oder ich erhöhe den Druck und hoffe, dass der Ofen ausgeht, bevor der Kessel auseinanderfliegt. Wie´s ausgegangen ist, wissen wir alle.
Nochmal, damit ich nicht missverstanden werde: Ich will die DDR nicht wieder zurück haben, aber ich will auf keinen Fall, dass die DDR pauschal verteufelt wird.
Einer der Klassiker hat mal sinngemäß gesagt: Auf dem Weg zum Kommunismus gibt es auch Rückschläge. Das wollte nur keiner wahr haben, dass das tatsächlich eintritt, insbesondere, wenn man auf dem falschen Weg ist . . .

So, jetzt mache ich meine Glotzen zu, ich habe da noch was, worüber man reden könnte, gibt es irgendwo hier ein Thema DDR allgemein??


Gute Nachtgrüße aus dem Bergischen!




Hallo Werner!
Auch Deine ausführliche Sicht der Geschichte berechtigt nicht das Verhalten einiger hier Anwesenden indem sie versuchen ihre eigene Vergangenheit als daß hinzustellen, was sie nicht war. Außerdem ist die Geschichte wie eine Prostituierte, man kann sie von allen Seiten nehmen, sie wird sich selbst nie dagegen zur Wehr setzen und wird von Jedem der möchte vergewaltigt! Ich weiß, das ist ein blöder Vergleich aber es heißt nicht umsonst: "Politik ist wie eine Hure!" Vielleicht verstehst Du ja, was ich damit aussagen wollte. Es täte mich mal interessieren aus was für eine Sicht Du Dich in dieses Thema eingeklinkt hast. Aus Deinem Profil kann ich nicht allzuviel erkennen. Vielleicht kannst Du ja mal etwas persönliches einstellen, so wie Alter und eventuell auch was Deine früheren Tätigkeiten waren!

Schönen Gruß aus Kassel.


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#195

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.06.2010 06:00
von SCORN (gelöscht)
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Zitat von wosch


[blau][b]Hallo Werner!
Außerdem ist die Geschichte wie eine Prostituierte, man kann sie von allen Seiten nehmen, sie wird sich selbst nie dagegen zur Wehr setzen und wird von Jedem der möchte vergewaltigt!



@wosch,
eindrucksvoller wie in dieser aussage kann man sein selbstverständnis und seinen welt-und politikblick nicht darlegen. genauso wie sich wohl die absolute mehrheit der damen aus dem horizontalen gewerbe gegen deine mehr als dümmliche aussage verwehren würden , tun das andere eben auch.

einen dank für dieses klare statement, den blick in deine gedankenwelt und schönen gruß aus dem hecken- und schlehengäu

SCORN


zuletzt bearbeitet 24.06.2010 06:02 | nach oben springen

#196

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.06.2010 08:07
von Drewitz | 356 Beiträge

Guten Morgen allerseits!
Werner-Dein langer Beitrag von oben könnte von mir sein.In der heutigen Zeit wird leider immer öfter vergessen die Geschehnisse von einst in das politische Umfeld von einst zu stellen.Ohne zu verharmlosen-nur etwas relativieren.
Ich verstehe Alfreds Haltung-allerdings verstehe ich auch Wosch...auch unseren ABV...
Wir waren der Meinung für die richtige Sache einzustehen (bin ich bis zum bestimmten Punkt auch heute noch)-das packt man nicht so weg-beziehen ja schließlich dafür auch immer noch Prügel.
Wosch und andere haben ganz andere Erfahrungen gemacht-auch das packt man nicht einfach weg.
Wir werden nie auf einen gemeinsamen Standpunkt zur damaligen DDR kommen-außer vielleicht,daß wir die historische Chance versemmelt haben und nach dem Motto "Der Zweck heiligt die Mittel" verdammt viel kaputt gemacht haben.

Torsten

Meine Meinung:Es war nicht alles gut in der DDR-und heute ist nicht alles schlecht!


MfS,BV Potsdam,Abt.VI,PKE Drewitz 1.Zug,1.Gruppe 1988-1990 danach GR44 bis zum Ende


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#197

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.06.2010 08:17
von kinski112 (gelöscht)
avatar

Dieses Zitat von Eugen Roth erinnert mich an ein Lied "Zehn Kleine Jägermeister" ! Es kommen zwar elf Personen vor aber was soll es !

Finstere Geschichte

"Ein Mensch führt, zu gegebnen Fristen,
brav über andere Menschen Listen.
Ein zweiter Mensch ersieht aus diesen,
daß dies und jenes sei erwiesen.
Ein Dritter, ohne weitres Rühren,
muß drüber wieder Listen führen.
Ein Vierter, sonst nicht ohne Seele,
verfährt damit nach dem Befehle.
Ein Fünfter, selbst nur noch Maschine,
tut seine Pflicht mit kalter Miene.
Sein winzig Stücklein macht ein Sechster,
nun hat den Eindruck schon ein nächster,
es handele sich bei dem Gelichter
um ausgemachte Bösewichter,
die er mit gutem Grunde haßt
und listenmäßig streng erfaßt.
Ganz weniges tut nun ein Achter:
Bei ein paar Namen Häkchen macht er.
Ein Neunter, ohne Zeitverlieren,
läßt diese Namen liquidieren.
Daß auftragsmäßig dies geschehn,
stellt sachlich fest nun Nummer zehn.
Ein Elfter nimmt es zu den Akten.
Und so wird aus dem Mord, dem nackten,
ein Dreh, bei dem man nie entdeckt,
wo eigentlich der Mörder steckt."

Quelle: "Horch und Guck" Heft 4/90 in meinen Privatbesitz !


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#198

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.06.2010 08:26
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von wosch

Es täte mich mal interessieren aus was für eine Sicht Du Dich in dieses Thema eingeklinkt hast. Aus Deinem Profil kann ich nicht allzuviel erkennen. Vielleicht kannst Du ja mal etwas persönliches einstellen, so wie Alter und eventuell auch was Deine früheren Tätigkeiten waren!


komisch das der user @wosch, immer erst den lebenslauf des anderen braucht...

Zitat von wosch

Auch Deine ausführliche Sicht der Geschichte berechtigt nicht das Verhalten einiger hier Anwesenden indem sie versuchen ihre eigene Vergangenheit als daß hinzustellen, was sie nicht war.


was @wosch so alles weiss.... ich sage mal einfach: wie immer, nur dümmliches geschwätz und dabei stochern im nebel.

p.s. eigentlich schade das man sich ständig mit der person @wosch auseinandersetzen muss, statt mit dessen fachlichen bzw. substantiellen aussagen. ist schon blöd, wenn man fachlich kaum was beitragen kann und um aufmerksamkeit erhaschen zu können, man entweder rumnölt oder hier alles vollmüllt.

ich bin der festen überzeugung @wosch, das du bewusst hier rumnölst und alles vollmüllst, damit diese themen den touch, wie von turtle beschrieben, bekommen: "...nicht schon wieder...."


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#199

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.06.2010 10:09
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von GilbertWolzow
[quote="wosch"]
Es täte mich mal interessieren aus was für eine Sicht Du Dich in dieses Thema eingeklinkt hast. Aus Deinem Profil kann ich nicht allzuviel erkennen. Vielleicht kannst Du ja mal etwas persönliches einstellen, so wie Alter und eventuell auch was Deine früheren Tätigkeiten waren!


komisch das der user @wosch, immer erst den lebenslauf des anderen braucht...

Zitat von wosch

Auch Deine ausführliche Sicht der Geschichte berechtigt nicht das Verhalten einiger hier Anwesenden indem sie versuchen ihre eigene Vergangenheit als daß hinzustellen, was sie nicht war.


was @wosch so alles weiss.... ich sage mal einfach: wie immer, nur dümmliches geschwätz und dabei stochern im nebel.

p.s. eigentlich schade das man sich ständig mit der person @wosch auseinandersetzen muss, statt mit dessen fachlichen bzw. substantiellen aussagen. ist schon blöd, wenn man fachlich kaum was beitragen kann und um aufmerksamkeit erhaschen zu können, man entweder rumnölt oder hier alles vollmüllt.

ich bin der festen überzeugung @wosch, das du bewusst hier rumnölst und alles vollmüllst, damit diese themen den touch, wie von turtle beschrieben, bekommen: "...nicht schon wieder...."


Gilbert, zu Deiner "festen Überzeugung" hast Du dich mittlerweile schon hinreichend geäußert, es dürfte somit Jedermann bekannt sein in welche Richtung Dein Herz schlägt!! Ja, mich interessiert im Zusammenhang mit den hier eingestellten Beiträgen schon etwas mehr als nur ein "Nickname" der im Grunde genommen überhaupt keine Aussage über den Schreiber zuläßt!! Das müßtest Du als ehemaliger Mitarbeiter der Firma "Horch & Guck" doch eigentlich verstehen, wieso machst Du Dich eigentlich über mein diesbezügliches Ansinnen lustig und unterstellst mir das "komische"Verlangen nach Lebensläufen, wo doch nur nach dem Alter und ehemaligen Tätigkeiten gefragt wurde??!! Sollte es normalerweise nicht üblich sein, daß man sich anständig seinem Gegenüber vorstellt? Hier kann sich übrigens Jeder angesprochen fühlen, das würde der Sachlichkeit überhaut nicht schaden!!
Gilbert, indem Du versuchst mich hier als Einen, "im Nebel stochernden", " dümmliches Geschwätz" verbreitenden Zeitgenossen hinzustellen, dessen Beiträge hier nur "alles zumüllt", bedienst Du Dich mal gerade der Taktik, die Du mir vorwirfst und die in der Vergangenheit dem MfS dazu gedient hatte, die "Unbequemen" wegzusperren!! Was Du gelegentlich als "Ergüsse" bezeichnest, läßt mich dazu bewegen ein anderes altes Sprichwort zu zitieren, nämlich dieses: "Die Wahrheit tut weh!" Beim Ertragen dieses Sprichwortes solltest Du Dich mal an Deine eigenen Signatur erinnern, leider kann ich bei Deinen "Zuwendungen" mir gegenüber nichts aus der Aussagekraft dieser Signatur erkennen!!

Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 24.06.2010 10:11 | nach oben springen

#200

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.06.2010 10:26
von YYYYYYYY (gelöscht)
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Gilbert, zu Deiner "festen Überzeugung" hast Du dich mittlerweile schon hinreichend geäußert, es dürfte somit Jedermann bekannt sein in welche Richtung Dein Herz schlägt!! Ja, mich interessiert im Zusammenhang mit den hier eingestellten Beiträgen schon etwas mehr als nur ein "Nickname" der im Grunde genommen überhaupt keine Aussage über den Schreiber zuläßt!! Das müßtest Du als ehemaliger Mitarbeiter der Firma "Horch & Guck" doch eigentlich verstehen, wieso machst Du Dich eigentlich über mein diesbezügliches Ansinnen lustig und unterstellst mir das "komische"Verlangen nach Lebensläufen, wo doch nur nach dem Alter und ehemaligen Tätigkeiten gefragt wurde??!! Sollte es normalerweise nicht üblich sein, daß man sich anständig seinem Gegenüber vorstellt? Hier kann sich übrigens Jeder angesprochen fühlen, das würde der Sachlichkeit überhaut nicht schaden!!
Gilbert, indem Du versuchst mich hier als Einen, "im Nebel stochernden", " dümmliches Geschwätz" verbreitenden Zeitgenossen hinzustellen, dessen Beiträge hier nur "alles zumüllt", bedienst Du Dich mal gerade der Taktik, die Du mir vorwirfst und die in der Vergangenheit dem MfS dazu gedient hatte, die "Unbequemen" wegzusperren!! Was Du gelegentlich als "Ergüsse" bezeichnest, läßt mich dazu bewegen ein anderes altes Sprichwort zu zitieren, nämlich dieses: "Die Wahrheit tut weh!" Beim Ertragen dieses Sprichwortes solltest Du Dich mal an Deine eigenen Signatur erinnern, leider kann ich bei Deinen "Zuwendungen" mir gegenüber nichts aus der Aussagekraft dieser Signatur erkennen!!

Schönen Gruß aus Kassel. [/quote]


ich denke nicht, dass du genau WEISST wie und in welche richtung GWs herz schlägt.alles nur vermutungen


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