#21

RE: Flucht mit Mord an einen PF

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 15.06.2010 17:24
von S51 | 3.733 Beiträge

Stimmt und stimmt nicht.
Stimmt, weil es wohl tatsächlich kaum Unterstützung der bundesdeutschen Behörden, weder der Staatsanwaltschaft noch der Gerichte gab.
Stimmt nicht, weil weder die bundesdeutsche Staatsanwaltschaft noch bundesdeutsche Gerichte aus DDR-Sicht zuständig waren, da der Täter DDR-Bürger war und die Tat auf DDR-Gebiet geschah. Das aber respektierte die bundesdeutsche Seite nicht.
Keine der beiden Seiten wollte zurückstecken. Die bundesdeutsche Seite nicht auf ihren Alleinvertretungsanspruch verzichten, die DDR-Seite nicht auf ihre Souveränität gegenüber der BRD. Auf der Strecke geblieben ist das Recht, geopfert der Politik von beiden Seiten.
Nüchtern gesehen hat der kalte Krieg so über das sozialistische Recht genauso gesiegt wie über den Rechtsstaat bundesdeutscher Prägung. Ist es da den eingesetzten Soldaten zu verdenken, wenn sie dies vorausgesehen haben?
Recht verliert seine Legitimation gegenüber dem Bürger, wenn es dem Geschädigten keine Genugtuung bietet und dem möglichen Täter keine Sicherheit vor Willkür. Deshalb gibt es die Mafia, deshalb gibt es Parrallelwelten, deshalb gibt es die Blutrache (wo es sie gibt), deshalb gibt es Fausrecht und mehr oder weniger steuern wir wieder einmal darauf zu.
Und doch bleibt zu bemerken, dass die Tat so wie vom Täter geschildert, objektiv nicht geschehen sein konnte und das dies auch das Gericht erkennen konnte. Offensichtlich aber nicht wollte.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 15.06.2010 17:25 | nach oben springen

#22

RE: Flucht mit Mord an einen PF

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 15.06.2010 17:56
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von S51
Stimmt und stimmt nicht.
Stimmt, weil es wohl tatsächlich kaum Unterstützung der bundesdeutschen Behörden, weder der Staatsanwaltschaft noch der Gerichte gab.

Es hat zwar gedauert, aber es gab Fälle da ging dies mit entsprechenden Anlaufschwierigkeiten dann doch.
Im Fall W. und im Fall Q., im letzteren ohne größere Probleme, gab es eine Unterstützung seitens der DDR. Wenn auch nicht in dem gewünschten Umfang.

Nur mal 2 Beispiele.



Stimmt nicht, weil weder die bundesdeutsche Staatsanwaltschaft noch bundesdeutsche Gerichte aus DDR-Sicht zuständig waren, da der Täter DDR-Bürger war und die Tat auf DDR-Gebiet geschah. Das aber respektierte die bundesdeutsche Seite nicht.
Keine der beiden Seiten wollte zurückstecken. Die bundesdeutsche Seite nicht auf ihren Alleinvertretungsanspruch verzichten, die DDR-Seite nicht auf ihre Souveränität gegenüber der BRD. Auf der Strecke geblieben ist das Recht, geopfert der Politik von beiden Seiten.

Und doch bleibt zu bemerken, dass die Tat so wie vom Täter geschildert, objektiv nicht geschehen sein konnte und das dies auch das Gericht erkennen konnte. Offensichtlich aber nicht wollte.


Zur letzten Anmerkung:
Hm, war S51 bei der Verhandlung anwesend?


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 15.06.2010 17:58 | nach oben springen

#23

RE: Flucht mit Mord an einen PF

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 16.06.2010 08:19
von rustenfelde | 676 Beiträge

Na so toll war es ja wohl mit der bundesdeutschen Rechtsprechung wohl auch nicht bestellt! Wenn ich bedenke, dass ein Weinhold
für einen Doppelmord nach 3,5 Jahren auf freien Fuß kam. Oder, San.Gefr.?

Gruß RF


"Ich weiß nicht, dass ich jemals von der zauberhaften Schönheit eines Erdfleckens so innerlichst berührt worden wäre."
Theodor Storm über das Eichsfeld (1856)


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#24

RE: Flucht mit Mord an einen PF

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 16.06.2010 11:45
von fire-wr | 138 Beiträge

wie war das damals eigentlich mit lutz meier in schierke???? weiß da einer was?



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#25

RE: Flucht mit Mord an einen PF

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 16.06.2010 15:31
von VNRut | 1.486 Beiträge

Diese Liste der bundesdeutschen Rechtsprechung könnte man mit Ulrich Steinhauer und seinen Mörder Egon Bunge ewig fortführen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Steinhauer

http://www.chronik-der-mauer.de/index.ph...d/593913/page/0

http://de.wikipedia.org/wiki/Todesf%C3%A...er_DDR-Grenzern

http://home.snafu.de/veith/ehrenhai.htm

Gruß VN_Rut


GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
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#26

RE: Flucht mit Mord an einen PF

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 16.06.2010 17:23
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von VNRut
Diese Liste der bundesdeutschen Rechtsprechung könnte man mit Ulrich Steinhauer und seinen Mörder Egon Bunge ewig fortführen.


Gruß VN_Rut




Dann stell doch mal eine "ewige" Liste bezüglich dem Themenbereich (Steinhauer u.a.) ehemalige innerdeutsche Grenze/Staatsgrenze West/Grenz zu Berlin (West) ein.


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 16.06.2010 17:24 | nach oben springen

#27

RE: Flucht mit Mord an einen PF

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.06.2010 19:23
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von fire-wr
wie war das damals eigentlich mit lutz meier in schierke???? weiß da einer was?



Wissen wäre das falsche Wort. Denn ich kann nur das schreiben, was mir damals von anderen, älteren Grenzern erzählt wurde. Vor allem während der Sondereinsätze gar nicht unweit dieser Stelle.
Lutz Meier war mit dem Soldaten H. zur KS eingeteilt. H war, den Berichten zufolge, jemand, der zuvor über Wochen hinweg in der Kompanie im Rahmen der EK-Bewegung noch und nöcher geärgert wurde und entsprechend "motiviert" war. Lutz Meier war den Berichten zufolge ein Offizier, der mit diesen Schikanen nichts zu tun hatte, sie aber mangels Durchsetzungsvermögen auch nicht beenden konnte. Er war kein Scharfmacher, sondern eher das Gegenteil, sensibel, höflich, freundlich aber eben nicht bestimmt. Manche haben das viel härter formuliert.
Die Tat geschah im Abschnitt Schierke zwischen der Kaffeeklappe und dem Bodesprung bzw. dem dreieckigen Pfahl. Ich habe in meinen Unterlagen auch noch den genaueren Ort (Grenzsäule Nr. 9xx), habe die Papiere aber nicht in Reichweite. Seinerzeit gab es dort nur den Zaun 1 "ohne Alles", also nur den Steinstreifen (auch Spurenstreifen genannt) und eben den Zaun. Keine Signaleinrichtung, keine Minen, nichts. So war es dort auch noch bis Ende der 80-er Jahre.
Was genau geschah, da gehen die Meinungen auseinander. Es wurde zweimal mit einer Pause dazwischen geschossen. Beide Male wohl ein kurzer Feuerstoß. H. hat behauptet, er hätte nur das erste Mal geschossen (Meier bewegungsunfähig verwundet) und wäre dann geflohen. Zeugen gibt es nicht. Auch in den Erzählungen hielten es die Grenzer für möglich, dass Meier sich die letztendlich tödliche Salve selbst zugefügt hat. Andererseits aber soll seine Waffe entfernt gelegen haben (Richtung Zaun) und er soll wie schon geschrieben bewegungsunfähig bereits nach den ersten Schüssen gewesen sein. Das widerspricht sich also.
Irgendwo habe ich später gelesen, dass H. dann die Aussage verweigert hat. Das ist nicht schön aber sein Recht. Denn Fakt ist: War Lt. Meier nur verwundet und hat sich selbst getötet, dann hat H. nur eine Körperverletzung begangen. Hat H. aber auch noch die zweite Salve abgefeuert, dann hat er bewußt einen Wehrlosen getötet um seine Fahnenflucht zu verdecken (um zum Beispiel die Meldung an die Füst zu unterbinden). Damit aber wäre dann der Tatbestand des Mordes erfüllt.
Wie es wirklich war, weiß ich nicht. Beides ist möglich. In den Akten müsste zu lesen sein, ob an den Händen des Toten Spuren der Schußabgabe zu finden waren. Es gibt, wenn jemand die Waffe auf sich richtet, ganz eigene Verletzungen und Schmauchspuren. Diese Akten sollen nach wie vor bei der BSTU vorhanden sein aber sie werden nicht offengelegt. Zumindest habe ich nirgendwo etwas gefunden. Das läßt Spekulationen zu.
Abgesehen von der strafrechtlichen Verantwortung (Mord verjährt nicht) ist es eigentlich egal. Sorry, ich höre schon den kollektiven Aufschrei kommen. Lutz Meier bleibt doch so oder so das Opfer des Fahnenflüchtigen. Doch gibt die Möglichkeit, dass er selbst vielleicht aus Schmerz und Verzweiflung seinem Leben ein Ende gesetzt hat, heute ihm die Aura eines Opfers besonderer Art. Einmal Opfer des Verbrechers H. und aber auch Opfer der für ihn zu erbarmungslosen Umstände. Machen wir uns doch nichts vor, Lt. Meier hätte eine sehr schwere Zeit vor sich gehabt.
Heute erinnert nichts mehr an ihn. Das finde ich schlecht. Genauso schlecht, wie kaum etwas an die anderen Opfer dort erinnert.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#28

RE: Flucht mit Mord an einen PF

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.06.2010 19:33
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Thunderhorse
...Und doch bleibt zu bemerken, dass die Tat so wie vom Täter geschildert, objektiv nicht geschehen sein konnte und das dies auch das Gericht erkennen konnte. Offensichtlich aber nicht wollte.


Zur letzten Anmerkung:
Hm, war S51 bei der Verhandlung anwesend?
[/quote]

Nein, Thunderhorse, war ich nicht.
Ich habe lediglich auf den Unterschied der hier beschriebenen Verletzung zu der auch hier beschriebenen Tatbeschreibung (Rangelei mit darauf folgender unbeabsichtigter Schussabgabe) hingewiesen. So, wie in Beiträgen zuvor beschrieben kann diese Verletzung nicht entstanden sein.
Das festzustellen wäre sicherlich im Rahmen der Beweisführung möglich gewesen. Denn AK-s für Tatnachstellungen waren sicherlich auch in der Bundesrepublik vorhanden.
Wenn so etwas aber nicht getan wurde, warum sollte dann eine solche Behauptung von mir nicht erlaubt sein?


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#29

RE: Flucht mit Mord an einen PF

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.06.2010 20:08
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von S51

Zitat von Thunderhorse
...Und doch bleibt zu bemerken, dass die Tat so wie vom Täter geschildert, objektiv nicht geschehen sein konnte und das dies auch das Gericht erkennen konnte. Offensichtlich aber nicht wollte.


Zur letzten Anmerkung:
Hm, war S51 bei der Verhandlung anwesend?




Nein, Thunderhorse, war ich nicht.
Ich habe lediglich auf den Unterschied der hier beschriebenen Verletzung zu der auch hier beschriebenen Tatbeschreibung (Rangelei mit darauf folgender unbeabsichtigter Schussabgabe) hingewiesen. So, wie in Beiträgen zuvor beschrieben kann diese Verletzung nicht entstanden sein.
Das festzustellen wäre sicherlich im Rahmen der Beweisführung möglich gewesen. Denn AK-s für Tatnachstellungen waren sicherlich auch in der Bundesrepublik vorhanden.
Wenn so etwas aber nicht getan wurde, warum sollte dann eine solche Behauptung von mir nicht erlaubt sein?[/quote]


Wenns immer so einfach wäre!
Insbesondere bei der damaligen Problematik im Bezug auf Delikte an der Grenze.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#30

RE: Flucht mit Mord an einen PF

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.06.2010 20:21
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Thunderhorse

Wenns immer so einfach wäre!
Insbesondere bei der damaligen Problematik im Bezug auf Delikte an der Grenze.



Sprich doch nicht immer nur in Andeutungen!

Sag doch ganz deutlich, dass sich deutsche Gerichte damals etwas schwer damit getan haben Verbrechen die an der Ostgrenze passierten ebenso zu bewerten, als wenn sie an der Westgrenze passiert wären. Mord u.v.m. war damals nicht gleich Mord, denn bei dem einen traf es die "bösen" und bei dem anderem die "guten"!

Nichts anderes war die "damalige Problematik"


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 17.06.2010 20:33 | nach oben springen

#31

RE: Flucht mit Mord an einen PF

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.06.2010 20:47
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von Feliks D.

Zitat von Thunderhorse

Wenns immer so einfach wäre!
Insbesondere bei der damaligen Problematik im Bezug auf Delikte an der Grenze.



Sprich doch nicht immer nur in Andeutungen!

Sag doch ganz deutlich das sich deutsche Gerichte damals etwas schwer damit getan haben ,Verbrechen die an der Ostgrenze passierten ebenso zu bewerten, als wenn sie an der Westgrenze passiert wären. Mord u.ä. war damals nicht gleich Mord, denn bei dem einen traf es die "bösen" und bei dem anderem die "guten"!

Nichts anderes war die "damalige Problematik"





Deine Ansicht der Dinge.
Wenns so einfach auf den Punkt zu bringen wäre.
Den Vergleich Westgrenze zur Grenze zw. der BRD und der DDR kannste Dir ersparen.

Aber in der DDR war ja, der Ideologie geschuldet jede Tat an der Grenze ein Morddelikt. Oder gar ein terroristischer Gewaltakt.
Wurde seitens der DDR hier differenziert in Mord - Totschlag - KV mit Todesfolge?

Wurde ebenso Sachlich ermittelt, wie in den Fällen den Todesfällen der Angehörigen der bewaffneten Organe, wenn die Schusswaffe gegen Flüchtlingen angewendet wurde oder war der Charakter der Ermittlungen hier nicht ein ganz anderer!!!
Gab es einen oder mehrere Fall/Fälle, in dem die DDR-Organe einen ProzessVerfahren wegen Tötung/Verletzung eines Flüchtlings gegen einen Angehörigen der GT führte!
Antwort erspar ich mir, die Realitäten/Fakten diesbezüglich sind Interessierten Personen bekannt, bzw. kann man in Fachbüchern und den Prozessunterlagen der entsprechendne Verfahren nachlesen.

Meine Aussage bezog sich jedoch auf die Gegenseitige Unterstützung in solchen Fällen.
Es gab ja z.B. einen funktionierenden Rechtshilfeverkehr, ohne vertragliche Grundlage,


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 17.06.2010 20:57 | nach oben springen

#32

RE: Flucht mit Mord an einen PF

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.06.2010 22:39
von fire-wr | 138 Beiträge

ich mein ok... wenn ich weiß ich bin schwerstverletzt, mitten in der pampa... ich glaub ich würd mir auch den "gnadenschuß" setzten..aber wieso hätte er kein schönes leben mehr wenn , nur schwerverletzt geblieben wäre? ich mein wenn ich derart außer gefecht gesetzt bin das ich handlungsunfähig wäre, dann kann einem doch kein strick draus gedreht werden oder?



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#33

RE: Flucht mit Mord an einen PF

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.06.2010 22:58
von nolle (gelöscht)
avatar

Wenn es denn so war, denke mal das bei einem Berufssoldaten die Karriere zu Ende gewesen wäre ehe sie angefangen hätte.
Die Peinlichkeit als Versager da zu stehen, wer weiß?
Obwohl das alles sehr hypothetisch ist . Was wirklich der Grund gewesen sein sollte wird sein Geheimnis bleiben, auf alle Fälle
war`s der falsche. Man hat nur ein Leben, blöd aber leider wahr.

tschüß


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#34

RE: Flucht mit Mord an einen PF

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.06.2010 23:03
von fire-wr | 138 Beiträge

naja so recht vorstellen kann ichs mir nich



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#35

RE: Flucht mit Mord an einen PF

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.06.2010 23:22
von Rostocker | 7.726 Beiträge

Ich möchte mal sagen--jedes Opfer was es an dieser Grenze gab ,ob Flüchtling oder Grenzsoldat war ein Opfer zu viel.Was es nicht geben hätte müssen.Aber das war den Politikern scheiß egal,ob West oder Ost.Es ging um Machteinfluss--und so ist es heute noch..Aber um zurück zu kommen,wer einen Kameraden aus 5 bis 6m erschießt.Denn hätten ich heute mal persönlich vor Augen,um ihn die Frage zu stellen---war es das Wert:


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#36

RE: Flucht mit Mord an einen PF

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.06.2010 23:24
von fire-wr | 138 Beiträge

nich nur du rostocker..... ich könnte nich mehr richtig schlafen...



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#37

RE: Flucht mit Mord an einen PF

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.06.2010 23:25
von fire-wr | 138 Beiträge

schöne grüße in die nachbarstadt;-)



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#38

RE: Flucht mit Mord an einen PF

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.06.2010 00:54
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von fire-wr
ich mein ok... wenn ich weiß ich bin schwerstverletzt, mitten in der pampa... ich glaub ich würd mir auch den "gnadenschuß" setzten..aber wieso hätte er kein schönes leben mehr wenn , nur schwerverletzt geblieben wäre? ich mein wenn ich derart außer gefecht gesetzt bin das ich handlungsunfähig wäre, dann kann einem doch kein strick draus gedreht werden oder?



Du meinst Lutz Meier?
Die DDR war da ein bischen anders. Mehr direkter. Man hätte ihn erst gesund werden lassen aber dann hätte es intern Vorwürfe gehagelt. Warum er die Flucht nicht verhindert hat. Warum er nicht in der Lage war, das vorauszusehen... Ob er nicht womöglich die Flucht unterstützt hat. Sicher, das klingt bzw. liest sich verrückt aber so wäre es sicher gekommen. Sie hätten ihn sicher eine gewisse Zeit sogar der Beihilfe verdächtigt. Er war, den Schilderungen zu Folge sicher etwas "weich" aber kein Dummkopf oder Trottel. Er konnte sich denken, was ihn erwartet. Dass seine Karierre als Offizier mit diesen Treffern eigentlich so oder so beendet war. Wenn deine ganze Existenz, dein Lebenstraum mit einem Schlag beendet ist, was machst du dann?
Dazu der vielleicht grausame Schmerz, keine Möglichkeit, Hilfe zu holen. Ehe die anderen Posten herangegangen wären, wurde doch erst mal die Abriegelung aufgebaut.
Ob es so war? Die andere Möglichkeit gibt es auch noch.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#39

RE: Flucht mit Mord an einen PF

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.06.2010 07:38
von kirsche.ndh | 109 Beiträge

@rustenfelde,
ich war bei der Trauerfeier in Bleicherode dabei und bin mit meiner Kompanie ( PIK 4 GR 4 Heiligenstadt ) hinter den Sarg bis zum Friedhof mitgelaufen. Einige von uns mußten am Sarg mit Ehrenwache halten ( zum Glück ich nicht ).
Da ich in Nordhausen wohne und immer mal in Bleicherode zu tun habe, war ich im Frühjahr mal interessehalber auf den Friedhof.
Das Grab ist immer noch da und wird von seiner Mutter ( Aussage vom Friedhofspersonal ) immer noch liebvoll gepflegt.
Aber der Schmerz und die Schmach über die Sühne der Tat wird sie nie überwinden.
Grüße aus dem Südharz.


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#40

RE: Flucht mit Mord an einen PF

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.06.2010 07:47
von fire-wr | 138 Beiträge

Zitat von S51

Zitat von fire-wr
ich mein ok... wenn ich weiß ich bin schwerstverletzt, mitten in der pampa... ich glaub ich würd mir auch den "gnadenschuß" setzten..aber wieso hätte er kein schönes leben mehr wenn , nur schwerverletzt geblieben wäre? ich mein wenn ich derart außer gefecht gesetzt bin das ich handlungsunfähig wäre, dann kann einem doch kein strick draus gedreht werden oder?



Du meinst Lutz Meier?
Die DDR war da ein bischen anders. Mehr direkter. Man hätte ihn erst gesund werden lassen aber dann hätte es intern Vorwürfe gehagelt. Warum er die Flucht nicht verhindert hat. Warum er nicht in der Lage war, das vorauszusehen... Ob er nicht womöglich die Flucht unterstützt hat. Sicher, das klingt bzw. liest sich verrückt aber so wäre es sicher gekommen. Sie hätten ihn sicher eine gewisse Zeit sogar der Beihilfe verdächtigt. Er war, den Schilderungen zu Folge sicher etwas "weich" aber kein Dummkopf oder Trottel. Er konnte sich denken, was ihn erwartet. Dass seine Karierre als Offizier mit diesen Treffern eigentlich so oder so beendet war. Wenn deine ganze Existenz, dein Lebenstraum mit einem Schlag beendet ist, was machst du dann?
Dazu der vielleicht grausame Schmerz, keine Möglichkeit, Hilfe zu holen. Ehe die anderen Posten herangegangen wären, wurde doch erst mal die Abriegelung aufgebaut.
Ob es so war? Die andere Möglichkeit gibt es auch noch.




war es wirklich sooo schlimm? ich mein wenn aus heiterem himmel angeschossen werde ohne grund, sowas kann man doch im vorfeld nie verhindern oder? aber da dachten sie ja damalas anders, denen ging es ja um das prinzip.



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