#81

RE: Für alle Joachim Gauck Fans

in DDR Grenze Literatur 04.05.2016 23:50
von Rainer-Maria Rohloff | 1.380 Beiträge

Eines mal so nach meiner Denke. Du wirst nicht Staatratsvorsitzender gar noch MfS Oberchef(so Mielke) eines Landes wenn du ein kleiner Dummkopf bist. So wie das heute immer gern so dargestellt wird und nein, Erich war ein wirklich mieser Redner(seine Stimme gab es wohl nicht her) und ein Mielke mag am Ende etwas sentimental geworden sein mit dem Spruch"Ich liebe euch doch alle" nur wie anfangs getextet.

Auch heute haben Politfritzen und Frauen ne gewisse "Vorbildung", da lachen stellenweise alle Hühner. Nur, an deren mieser Vorbildung, deren Dummheit kann das einfach nicht liegen, das ausgerechnet diese Leute einem Land wie der BRD vorstehen?

Rainer-Maria



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#82

RE: Für alle Joachim Gauck Fans

in DDR Grenze Literatur 05.05.2016 00:41
von StabsfeldKoenig | 2.655 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #32
ich denke J. Gauck ist ein guter Präsident und das erkennt die Mehrheit der Bevölkerung an. Vor allem auf dem Hintergrund, was für 2 Fehlbesetzungen er ablösteWenn hier ein paar Hofschranzen des SED Parteiapparates oder seines militärischen Arms versuchen, ihn in den Dreck zu ziehen so wird das nicht gelingen.Der Vorwurf, dass er nach langjähriger Trennung von der Ehe, wie sie Millionen in diesem Land leben und erleben, nun mit einer Lebensabschnittsgefährtin zusammen lebt ist sowas von Spießerei ( dafür war sie, die DDR, ja bekannt für ihre spießigen Moralbegriffe ). Das Gleiche gilt, wenn EX MfS Leute ihm eine angebliche oder tatsächliche IM Tätigkeit vorwerfen, so ist das an Verlogenheit nicht mehr zu toppen schade dass es den Kotzsmiley nicht mehr gibt


Es werden wohl auch Infos von Leuten in diese "Gerüchte" eingegangen sein, die ihn als "ihren IM" in ihrer Opferakte erkannt zu haben glauben. Denn selbst, wenn man die Klarnamen zu den Decknamen nicht erfährt (leider verloren gegangen), kann man sich manchmal denken, wer es war.



bürger der ddr hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#83

RE: Für alle Joachim Gauck Fans

in DDR Grenze Literatur 05.05.2016 00:50
von StabsfeldKoenig | 2.655 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #72
[quote=Nostalgiker|p540163]

. . . .

Übrigens, Gysi soll IM gewesen sein und sogar Mandanten verraten haben, behauptet man auch landauf landab, hat ihm nicht geschadet in der neuen Republik. Seltsam was so alles passiert

edit Schreibfehler


Ist per Gerichtsurteilen widerlegt.



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#84

RE: Für alle Joachim Gauck Fans

in DDR Grenze Literatur 05.05.2016 00:52
von StabsfeldKoenig | 2.655 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #74


. . . .

Dachdeckergehilfe befähigt einen ja auch nicht unbedingt Staatsratsvorsitzender zu sein.
Tischler sind für das höchste Staatsamt nur insofern geeignet, als sie ihren Schreibtisch selbst anfertigen können.



Sinngemäß ganz gut bei Alfred Tezlaff geklaut.



Josef hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#85

RE: Für alle Joachim Gauck Fans

in DDR Grenze Literatur 05.05.2016 01:45
von Moskwitschka | 2.532 Beiträge

Zitat von Josef im Beitrag #80

Heißt heute, glaub ich, "assessment center"...


Ich denke das war einem Eintritt in die KPD vorgeschaltet. Ich weiß es nicht. Aber irgendwo muss ja die SED die Idee von der Kandidatur vor der endgültigen Aufnahme in die Partei der Arbeiterklasse her haben.

Zitat von Josef im Beitrag #80

Ich denk, es war so ne Art Abi, was der Gen. General da machte, und dann in den 50ern so ne Art Bachelor in Marxismus-Leninismus...


Und ich denke, dass dieser Vergleich etwas zu hoch gegriffen ist.

Was lange ausgeblendet wurde, und heute auch noch wird, dass es in den 30-ern und später es den einen oder anderen gab, der als deutscher Kommunist in der Sowjetunion eine viel härtere "Schule" durchlaufen hat.

Lorenz Lochthofen wurde in Altenderne bei Dortmund als Kind eines Bergmannes geboren. Von 1914 bis 1921 besuchte Lochthofen die Volksschule in Scholven. Von 1921 bis 1925 war er Lehrling in der Zentralkokerei der Zeche Scholven und erlangte den Facharbeiterabschluss als Schlosser. Ab 1921 engagierte sich Lochthofen in kommunistischen Organisationen. 1921 war er Leiter einer KJVD-Ortsgruppe und aktiver Gewerkschafter. Bis 1930 arbeitete Lochthofen im Ruhrgebiet auf Schacht- und Kokereimontagen. Im August 1930 ging er nach Zusammenstößen mit der nationalsozialistischen SA über Holland und Skandinavien in die Emigration in die Sowjetunion und arbeitete bis 1931 im Donezbecken in der Ukrainischen SSR als Schlosser und Schweißer.[1] 1931 bis 1935 absolvierte Lochthofen ein Studium des Journalismus in Moskau und der politischen Ökonomie in Engels (ASSR der Wolgadeutschen) und wurde danach Redakteur bei der deutschsprachigen Zeitung „Nachrichten“. 1935 war er Dozent für Politische Ökonomie und historischen und dialektischen Materialismus an einer Parteischule in der Stadt Engels.

1937 wurde er Opfer der Stalinschen Säuberungen und zu acht Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Er verbrachte die folgenden 20 Jahre im Arbeitslager Workuta und in Verbannung. Auch Lochthofens erste Ehefrau Lotte Reis, seine sechsmonatige Tochter Larissa, die kurz darauf verstarb, und weitere Angehörige wurden in die Verbannung geschickt. Nach Ableistung der achtjährigen Zwangsarbeit musste Lochthofen laut Urteil lebenslang als Verbannter in Workuta bleiben und lernte dort 1946 seine spätere, zweite Ehefrau kennen. In der Verbannung absolvierte Lochthofen ein Abendstudium der theoretischen und angewandten Mechanik und bestand 1953 ein externes Examen als Bergbautechniker am Bergbautechnikum in Workuta. Ab Januar 1957 war Lochthofen Oberingenieur für Maschinenwesen bei einer geologischen Expedition in Workuta.

Schon 1947 beantragte Lochthofen in einem Brief an Wilhelm Pieck die Rückkehr nach Deutschland. Am 14. Mai 1956 wurde Lochthofen in Saratow vollständig rehabilitiert und konnte mit seiner Frau, dem 1947 geborenen Sohn Pawel[2] und dem 1953 geborenen Sohn Sergej 1958 in die DDR ausreisen. Dort arbeitete er zunächst als Schlosser im VEB Waggonbau Gotha und wurde dann Leiter der Normenabteilung und Assistent der Werksleitung. 1960/61 war Lochthofen Technischer Direktor im VEB Waggonbau und dann von 1961 bis 1965 Leiter des Büromaschinenwerks in Sömmerda und der Vereinigung Volkseigener Betriebe (VVB) „Datenverarbeitungs- und Büromaschinen“ Erfurt, die damals über zehntausend Mitarbeiter hatte. Ab 1961 war Lochthofen Mitglied der Kreisleitung der SED in Sömmerda. Von 1963 bis 1967 war Lochthofen, als einziger ehemaliger Insasse eines sowjetischen Lagers, Mitglied des Zentralkomitees der SED. 1967 zog er sich aus gesundheitlichen Gründen ins Privatleben zurück und verstarb 1989 in Bad Liebenstein.


https://de.wikipedia.org/wiki/Lorenz_Lochthofen

Und wenn man Honeckers Biografie betrachtet, so gibt es bei beiden zu Beginn ihres politischen Lebens viele Gemeinsamkeiten. Um nur eine zu nennen - die aktive Arbeit im Kommunistischen Jugendverband Deutschland (KJVD) . Beide waren später inhaftiert. Honecker in Deutschland, Lochthofen im Gulag. Beide waren später in der DDR politisch aktiv. Als der eine höchsten Ämtern in der DDR zustrebte, gab der andere auf.

Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

LO-Wahnsinn hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.05.2016 01:48 | nach oben springen

#86

RE: Für alle Joachim Gauck Fans

in DDR Grenze Literatur 05.05.2016 02:03
von Josef | 631 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #85
Zitat von Josef im Beitrag #80

Heißt heute, glaub ich, "assessment center"...


Ich denke das war einem Eintritt in die KPD vorgeschaltet. Ich weiß es nicht. Aber irgendwo muss ja die SED die Idee von der Kandidatur vor der endgültigen Aufnahme in die Partei der Arbeiterklasse her haben.

Zitat von Josef im Beitrag #80

Ich denk, es war so ne Art Abi, was der Gen. General da machte, und dann in den 50ern so ne Art Bachelor in Marxismus-Leninismus...


Und ich denke, dass dieser Vergleich etwas zu hoch gegriffen ist.

Was lange ausgeblendet wurde, und heute auch noch wird, dass es in den 30-ern und später es den einen oder anderen gab, der als deutscher Kommunist in der Sowjetunion eine viel härtere "Schule" durchlaufen hat.

Lorenz Lochthofen wurde in Altenderne bei Dortmund als Kind eines Bergmannes geboren. Von 1914 bis 1921 besuchte Lochthofen die Volksschule in Scholven. Von 1921 bis 1925 war er Lehrling in der Zentralkokerei der Zeche Scholven und erlangte den Facharbeiterabschluss als Schlosser. Ab 1921 engagierte sich Lochthofen in kommunistischen Organisationen. 1921 war er Leiter einer KJVD-Ortsgruppe und aktiver Gewerkschafter. Bis 1930 arbeitete Lochthofen im Ruhrgebiet auf Schacht- und Kokereimontagen. Im August 1930 ging er nach Zusammenstößen mit der nationalsozialistischen SA über Holland und Skandinavien in die Emigration in die Sowjetunion und arbeitete bis 1931 im Donezbecken in der Ukrainischen SSR als Schlosser und Schweißer.[1] 1931 bis 1935 absolvierte Lochthofen ein Studium des Journalismus in Moskau und der politischen Ökonomie in Engels (ASSR der Wolgadeutschen) und wurde danach Redakteur bei der deutschsprachigen Zeitung „Nachrichten“. 1935 war er Dozent für Politische Ökonomie und historischen und dialektischen Materialismus an einer Parteischule in der Stadt Engels.

1937 wurde er Opfer der Stalinschen Säuberungen und zu acht Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Er verbrachte die folgenden 20 Jahre im Arbeitslager Workuta und in Verbannung. Auch Lochthofens erste Ehefrau Lotte Reis, seine sechsmonatige Tochter Larissa, die kurz darauf verstarb, und weitere Angehörige wurden in die Verbannung geschickt. Nach Ableistung der achtjährigen Zwangsarbeit musste Lochthofen laut Urteil lebenslang als Verbannter in Workuta bleiben und lernte dort 1946 seine spätere, zweite Ehefrau kennen. In der Verbannung absolvierte Lochthofen ein Abendstudium der theoretischen und angewandten Mechanik und bestand 1953 ein externes Examen als Bergbautechniker am Bergbautechnikum in Workuta. Ab Januar 1957 war Lochthofen Oberingenieur für Maschinenwesen bei einer geologischen Expedition in Workuta.

Schon 1947 beantragte Lochthofen in einem Brief an Wilhelm Pieck die Rückkehr nach Deutschland. Am 14. Mai 1956 wurde Lochthofen in Saratow vollständig rehabilitiert und konnte mit seiner Frau, dem 1947 geborenen Sohn Pawel[2] und dem 1953 geborenen Sohn Sergej 1958 in die DDR ausreisen. Dort arbeitete er zunächst als Schlosser im VEB Waggonbau Gotha und wurde dann Leiter der Normenabteilung und Assistent der Werksleitung. 1960/61 war Lochthofen Technischer Direktor im VEB Waggonbau und dann von 1961 bis 1965 Leiter des Büromaschinenwerks in Sömmerda und der Vereinigung Volkseigener Betriebe (VVB) „Datenverarbeitungs- und Büromaschinen“ Erfurt, die damals über zehntausend Mitarbeiter hatte. Ab 1961 war Lochthofen Mitglied der Kreisleitung der SED in Sömmerda. Von 1963 bis 1967 war Lochthofen, als einziger ehemaliger Insasse eines sowjetischen Lagers, Mitglied des Zentralkomitees der SED. 1967 zog er sich aus gesundheitlichen Gründen ins Privatleben zurück und verstarb 1989 in Bad Liebenstein.


https://de.wikipedia.org/wiki/Lorenz_Lochthofen

Und wenn man Honeckers Biografie betrachtet, so gibt es bei beiden zu Beginn ihres politischen Lebens viele Gemeinsamkeiten. Um nur eine zu nennen - die aktive Arbeit im Kommunistischen Jugendverband Deutschland (KJVD) . Beide waren später inhaftiert. Honecker in Deutschland, Lochthofen im Gulag. Beide waren später in der DDR politisch aktiv. Als der eine höchsten Ämtern in der DDR zustrebte, gab der andere auf.

Moskwitschka


Hier gehts um den unsäglichen Pfarrer Gauck, nicht um den Gen. Generalsekretär und Vorsitzenden des Staatsrats.


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#87

RE: Für alle Joachim Gauck Fans

in DDR Grenze Literatur 05.05.2016 02:45
von Moskwitschka | 2.532 Beiträge

Und Du hast in Angela Merkel ist ein Fan von Joachim Gauck (4) Honecker ins Spiel gebracht

Und um auf Gauck zurück zu kommn. Gauck ist bekennender Antikommunist. Hat er sich nicht sogar sich im "Schwarzbuch" verewigt? Er ist gegen den Kommunismus. Nicht zuletzt wegen seiner Biografie und der seiner Familie, insbesondere die seines Vaters, der auch in sowjetischer Gefangenschaft war, die er stellvertretend immer wieder in den Vordergrund gerückt hat.

Also reib Dich daran. Das ist schwer genug. Und überhöhe nicht Honecker, der in der aktuellen Diskusion in Deutschland noch nicht mal ne Statistenrolle einnimmt.

Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

Hanum83 und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.05.2016 02:51 | nach oben springen

#88

RE: Für alle Joachim Gauck Fans

in DDR Grenze Literatur 05.05.2016 07:53
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #83
[quote=Gert|p540225][quote=Nostalgiker|p540163]

. . . .

Übrigens, Gysi soll IM gewesen sein und sogar Mandanten verraten haben, behauptet man auch landauf landab, hat ihm nicht geschadet in der neuen Republik. Seltsam was so alles passiert

edit Schreibfehler


Ist per Gerichtsurteilen widerlegt.[/quote]
Zitat aus #82 @StabsfeldKoenig
es werden wohl auch Infos von Leuten in diese "Gerüchte" eingegangen sein, die ihn als "ihren IM" in ihrer Opferakte erkannt zu haben glauben. Denn selbst, wenn man die Klarnamen zu den Decknamen nicht erfährt (leider verloren gegangen), kann man sich manchmal denken, wer es war.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 05.05.2016 07:54 | nach oben springen

#89

RE: Für alle Joachim Gauck Fans

in DDR Grenze Literatur 05.05.2016 08:19
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Der Vater wurde 1951 mit dem Vorwurf der Spionage verhaftet, von einem sowjetischen Militärtribunal zu 20 Jahren Lagerhaft verurteilt welche er in der Sowjetunion absitzen sollte. 1955 wurde der Vater entlassen und kehrte in die DDR zurück.

Gauck selber war bis November 1989 des öfteren in West-Berlin bei seinem Onkel dessen Antikommunismus er bereits als Kind und Jugendlicher übernahm ......

Dienstort des Vaters war nach der Besetzung Polens der Hafen Gdynia (wärend der NS-Zeit in Gotenhafen umbenannt), ein wichtiger Liegeplatz der Reichskriegsmarine. Über Aufgaben und Wirken des Kapitäns zur See J. Gauck (sen.) während des Krieges schweigt der Sohn völlig. Grund ist vermutlich, dass er die Gründe der späteren Verurteilungen des Vaters durch ein sowjetisches Militärtribunal nicht offenbaren will. Wenn er vom Vater als „Kapitän“ spricht, lässt er im Dunkeln, dass dies keine Funktion in der Handelsmarine oder in der Fischereiflotte war, sondern ein Kommandoposten in der Kriegsmaschinerie Hitlers.

Beide Eltern Gauck waren treue Gefolgsleute der Faschisten und traten frühzeitig der NSDAP bei (Mutter Olga ,1932 Vater Joachim 1934). Sie zählten zu den „Alten Kämpfern“, werden aber von Gauck bestenfalls verharmlosend als „Mitläufer“ bezeichnet, wenn er über diese Frage überhaupt etwas sagt.

Der im Sommer 1946 aus britischer Gefangenschaft zurückgekehrte Marineoffizier Gauck (Vater Joachims) fand in der Schiffswerft Neptun Rostock Arbeit als Sicherheitsinspektor. Im Jahr 1951 wurde er jedoch verhaftet und aufgrund von aufgefundenen Unterlagen sowie Zeugenaussagen durch ein sowjetisches Militärtribunal in Schwerin zweimal zu je 25 Jahren Freiheitsentzug verurteilt Soweit Gauck die Verurteilung als Grund der Überstellung in die Sowjetunion überhaupt erwähnt, behauptet er, dem Vater seien Spionage und der Besitz nicht lizenzierter Druckerzeugnisse vorgeworfen worden. Er erklärte sogar: „Die Vorwürfe waren willkürlich und folgten dem Prinzip: Hat man erst die Person, so findet man auch ein Delikt.“

Tatsächlich beging Kapitän Gauck im II. Weltkrieg Kriegsverbrechen, womit sich die Höhe der Freiheitsstrafen erklärt.[12]

Zur Strafverbüßung kam der Vater in die UdSSR (nach Sibirien). Gauck spricht allerdings meist von Deportation, als wisse er nicht mehr, dass der Vater verurteilt wurde.


Ungeachtet der Haft seines Vaters erhielt Gauck einen Platz an der Oberschule (Gymnasium) in Rostock und legte dort 1958 nach Ende der regulären zwölfjährigen Schulzeit die Reifeprüfung (Abitur) ab. Angeblich wünschte er, Germanistik oder Journalistik zu studieren, und behauptet, dies sei ihm aus politischen Gründen verwehrt worden. Offen ist aber, ob er sich überhaupt für eines dieser Fächer bewarb oder sich auf Rat seines Onkels Gerhard Schmitt sofort zum Studium der Theologie an der Wilhelm-Pieck-Universität in Rostock entschloss.

Der Onkel von Joachim Gauck, Gerhard Schmitt, ein evangelischer Pfarrer, trat im August 1931 in die NSDAP ein.
Nach der Ordination trat er eine Stelle als Wehrmachtsgeistlicher in der faschistischen Kriegsmarine an, deren Offiziersuniform er mit sichtbarem Stolz trug. Er wurde Oberpfarrer für den gesamten Marineabschnitt Ostsee.


Nach Kriegsende übernahm der Onkel eine Pfarrerstelle bei Rostock. Gerhard Schmitt war von Anbeginn ein offener Feind der DDR.
Er zog nach seiner Pensionierung 1974 nach Westberlin


Gauck gehört zu den unermüdlichen Scharfmachern, die dem MfS und der DDR insgesamt nur Schlechtes nachsagen. Von ihm hört und liest man keine objektive Schilderung des Lebens in der DDR. Man sucht auch eine sachliche Bewertung der Geheimdienstarbeit vergeblich. Er schreckte nicht einmal vor unbewiesenen Schuldsprüchen zurück, wenn sie das Verdikt „stützen“, die DDR sei während ihrer gesamten Existenz ein reiner „Unrechtsstaat“[21] gewesen. Auch in der Wortwahl folgt Gauck bedingungslos den Vorgaben der heute in Deutschland politisch Herrschenden. Seine eigenen Erfahrungen würden ihm gestatten, die DDR so differenziert zu beurteilen, wie sie tatsächlich war.

Er verfolgt unerbittlich das Ziel, ehemalige Verantwortungsträger der DDR, leitende und einfache Mitarbeiter von Einrichtungen der DDR (besonders des MfS) für schuldig zu erklären und auszugrenzen, sie zu allgemeinen Schuldbekenntnissen zu zwingen sowie wenigstens sozial und moralisch abzustrafen. Wenn sich in „Stasi-Akten“ personenkonkrete Angaben befinden, wurden diese von Gauck oder seinen Mitarbeitern bedenkenlos öffentlich gemacht. Es interessierte weder das Zustandekommen noch der ursprüngliche Bestimmungszweck der Akten. Selbst wahrheitsgemäße Berichte über Auslandsaufenthalte im Auftrag von DDR-Einrichtungen, die von den Vorgesetzten der Berichtenden oder anderen Empfängern anweisungsgemäß an das MfS übergeben wurden, oder Mitteilungen über Mängel im Betrieb u.ä. wurden als „Zuträgerei“ (= IM-Tätigkeit) behandelt selbst dann, wenn die Verfasser von Informationen diese Weitergabe gar nicht kannten.

Entgegen der im Strafprozess generell geltenden Unschuldsvermutung wird einfach davon ausgegangen, der Informant habe den im Bericht genannten Personen schaden wollen. Unter Umkehrung der Beweislast wird Informanten überlassen, sich selbst zu exkulpieren. Restriktionen bei der Akteneinsicht erschweren ihnen dies zusätzlich. Die „Täter“ sind nach Verdikt Gaucks faktisch unbefristet von der gleichberechtigten Teilnahme am politisch-gesellschaftlichen Leben der BRD ausgeschlossen. Ihnen wird das passive Wahlrecht ebenso abgesprochen wie das Recht, eine Beschäftigung im öffentlichen Dienst zu suchen. Statt zu versöhnen, fordert der frühere Pfarrer und nachmalige „Herr der Akten“ die soziale Ausmerzung, etwa durch strafweise Rentenreduzierung und die öffentliche Diffamierung.

Diese Art der Aktenöffnung öffnete allen Bemühungen Tür und Tor, beliebige Angaben in den kaum überschaubaren Aktenbeständen des MfS zum Zweck der Abrechnung mit der DDR und ihren loyalen Bürgern zu missbrauchen. Gezielte Publikationen, zeitlich so geplant, dass der Verdächtigte unerwartet in Erklärungsnot gebracht wurde, und die Bereitstellung von Akten für sensationslüsterne Journalisten haben das Ihrige dazu beigetragen, die Atmosphäre bei der Auseinandersetzung mit der DDR-Geschichte zu vergiften.

Einen christlich geprägten Umgang mit Andersdenkenden ließ Gauck nicht zu. Sonst hätte er zumindest gewissenhafte Pflichterfüllung in der Zeit nach 1990 als versuchte Wiedergutmachung und Beweis von Selbstkritik sowie Umdenken würdigen müssen. Den Pfarrer hemmte bei der von ihm betriebenen Hetzjagd erkennbar auch nicht, dass inzwischen selbst früher in der DDR begangene (und dort angeblich politisch motiviert unverfolgt gebliebene) Straftaten wegen Verfolgungsverjährung schon seit Jahren nicht mehr strafrechtlich geahndet werden können.


Entnommen der Akte Gauck




Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

Udo, Rostocker, Rainer-Maria Rohloff, bürger der ddr, Fritze, LO-Wahnsinn, furry, Stuck und Signalobermaat haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#90

RE: Für alle Joachim Gauck Fans

in DDR Grenze Literatur 05.05.2016 09:36
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #89
Der Vater wurde 1951 mit dem Vorwurf der Spionage verhaftet, von einem sowjetischen Militärtribunal zu 20 Jahren Lagerhaft verurteilt welche er in der Sowjetunion absitzen sollte. 1955 wurde der Vater entlassen und kehrte in die DDR zurück.

Gauck selber war bis November 1989 des öfteren in West-Berlin bei seinem Onkel dessen Antikommunismus er bereits als Kind und Jugendlicher übernahm ......

Dienstort des Vaters war nach der Besetzung Polens der Hafen Gdynia (wärend der NS-Zeit in Gotenhafen umbenannt), ein wichtiger Liegeplatz der Reichskriegsmarine. Über Aufgaben und Wirken des Kapitäns zur See J. Gauck (sen.) während des Krieges schweigt der Sohn völlig. Grund ist vermutlich, dass er die Gründe der späteren Verurteilungen des Vaters durch ein sowjetisches Militärtribunal nicht offenbaren will. Wenn er vom Vater als „Kapitän“ spricht, lässt er im Dunkeln, dass dies keine Funktion in der Handelsmarine oder in der Fischereiflotte war, sondern ein Kommandoposten in der Kriegsmaschinerie Hitlers.

Beide Eltern Gauck waren treue Gefolgsleute der Faschisten und traten frühzeitig der NSDAP bei (Mutter Olga ,1932 Vater Joachim 1934). Sie zählten zu den „Alten Kämpfern“, werden aber von Gauck bestenfalls verharmlosend als „Mitläufer“ bezeichnet, wenn er über diese Frage überhaupt etwas sagt.

Der im Sommer 1946 aus britischer Gefangenschaft zurückgekehrte Marineoffizier Gauck (Vater Joachims) fand in der Schiffswerft Neptun Rostock Arbeit als Sicherheitsinspektor. Im Jahr 1951 wurde er jedoch verhaftet und aufgrund von aufgefundenen Unterlagen sowie Zeugenaussagen durch ein sowjetisches Militärtribunal in Schwerin zweimal zu je 25 Jahren Freiheitsentzug verurteilt Soweit Gauck die Verurteilung als Grund der Überstellung in die Sowjetunion überhaupt erwähnt, behauptet er, dem Vater seien Spionage und der Besitz nicht lizenzierter Druckerzeugnisse vorgeworfen worden. Er erklärte sogar: „Die Vorwürfe waren willkürlich und folgten dem Prinzip: Hat man erst die Person, so findet man auch ein Delikt.“

Tatsächlich beging Kapitän Gauck im II. Weltkrieg Kriegsverbrechen, womit sich die Höhe der Freiheitsstrafen erklärt.[12]

Zur Strafverbüßung kam der Vater in die UdSSR (nach Sibirien). Gauck spricht allerdings meist von Deportation, als wisse er nicht mehr, dass der Vater verurteilt wurde.


Ungeachtet der Haft seines Vaters erhielt Gauck einen Platz an der Oberschule (Gymnasium) in Rostock und legte dort 1958 nach Ende der regulären zwölfjährigen Schulzeit die Reifeprüfung (Abitur) ab. Angeblich wünschte er, Germanistik oder Journalistik zu studieren, und behauptet, dies sei ihm aus politischen Gründen verwehrt worden. Offen ist aber, ob er sich überhaupt für eines dieser Fächer bewarb oder sich auf Rat seines Onkels Gerhard Schmitt sofort zum Studium der Theologie an der Wilhelm-Pieck-Universität in Rostock entschloss.

Der Onkel von Joachim Gauck, Gerhard Schmitt, ein evangelischer Pfarrer, trat im August 1931 in die NSDAP ein.
Nach der Ordination trat er eine Stelle als Wehrmachtsgeistlicher in der faschistischen Kriegsmarine an, deren Offiziersuniform er mit sichtbarem Stolz trug. Er wurde Oberpfarrer für den gesamten Marineabschnitt Ostsee.


Nach Kriegsende übernahm der Onkel eine Pfarrerstelle bei Rostock. Gerhard Schmitt war von Anbeginn ein offener Feind der DDR.
Er zog nach seiner Pensionierung 1974 nach Westberlin


Gauck gehört zu den unermüdlichen Scharfmachern, die dem MfS und der DDR insgesamt nur Schlechtes nachsagen. Von ihm hört und liest man keine objektive Schilderung des Lebens in der DDR. Man sucht auch eine sachliche Bewertung der Geheimdienstarbeit vergeblich. Er schreckte nicht einmal vor unbewiesenen Schuldsprüchen zurück, wenn sie das Verdikt „stützen“, die DDR sei während ihrer gesamten Existenz ein reiner „Unrechtsstaat“[21] gewesen. Auch in der Wortwahl folgt Gauck bedingungslos den Vorgaben der heute in Deutschland politisch Herrschenden. Seine eigenen Erfahrungen würden ihm gestatten, die DDR so differenziert zu beurteilen, wie sie tatsächlich war.

Er verfolgt unerbittlich das Ziel, ehemalige Verantwortungsträger der DDR, leitende und einfache Mitarbeiter von Einrichtungen der DDR (besonders des MfS) für schuldig zu erklären und auszugrenzen, sie zu allgemeinen Schuldbekenntnissen zu zwingen sowie wenigstens sozial und moralisch abzustrafen. Wenn sich in „Stasi-Akten“ personenkonkrete Angaben befinden, wurden diese von Gauck oder seinen Mitarbeitern bedenkenlos öffentlich gemacht. Es interessierte weder das Zustandekommen noch der ursprüngliche Bestimmungszweck der Akten. Selbst wahrheitsgemäße Berichte über Auslandsaufenthalte im Auftrag von DDR-Einrichtungen, die von den Vorgesetzten der Berichtenden oder anderen Empfängern anweisungsgemäß an das MfS übergeben wurden, oder Mitteilungen über Mängel im Betrieb u.ä. wurden als „Zuträgerei“ (= IM-Tätigkeit) behandelt selbst dann, wenn die Verfasser von Informationen diese Weitergabe gar nicht kannten.

Entgegen der im Strafprozess generell geltenden Unschuldsvermutung wird einfach davon ausgegangen, der Informant habe den im Bericht genannten Personen schaden wollen. Unter Umkehrung der Beweislast wird Informanten überlassen, sich selbst zu exkulpieren. Restriktionen bei der Akteneinsicht erschweren ihnen dies zusätzlich. Die „Täter“ sind nach Verdikt Gaucks faktisch unbefristet von der gleichberechtigten Teilnahme am politisch-gesellschaftlichen Leben der BRD ausgeschlossen. Ihnen wird das passive Wahlrecht ebenso abgesprochen wie das Recht, eine Beschäftigung im öffentlichen Dienst zu suchen. Statt zu versöhnen, fordert der frühere Pfarrer und nachmalige „Herr der Akten“ die soziale Ausmerzung, etwa durch strafweise Rentenreduzierung und die öffentliche Diffamierung.

Diese Art der Aktenöffnung öffnete allen Bemühungen Tür und Tor, beliebige Angaben in den kaum überschaubaren Aktenbeständen des MfS zum Zweck der Abrechnung mit der DDR und ihren loyalen Bürgern zu missbrauchen. Gezielte Publikationen, zeitlich so geplant, dass der Verdächtigte unerwartet in Erklärungsnot gebracht wurde, und die Bereitstellung von Akten für sensationslüsterne Journalisten haben das Ihrige dazu beigetragen, die Atmosphäre bei der Auseinandersetzung mit der DDR-Geschichte zu vergiften.

Einen christlich geprägten Umgang mit Andersdenkenden ließ Gauck nicht zu. Sonst hätte er zumindest gewissenhafte Pflichterfüllung in der Zeit nach 1990 als versuchte Wiedergutmachung und Beweis von Selbstkritik sowie Umdenken würdigen müssen. Den Pfarrer hemmte bei der von ihm betriebenen Hetzjagd erkennbar auch nicht, dass inzwischen selbst früher in der DDR begangene (und dort angeblich politisch motiviert unverfolgt gebliebene) Straftaten wegen Verfolgungsverjährung schon seit Jahren nicht mehr strafrechtlich geahndet werden können.


Entnommen der Akte Gauck




Gruß
Nostalgiker


danke für diesen Beitrag. Das ist aus meiner Sicht der Ritterschlag für Gauck. Bekennender Antikommunist und das schon zu DDR Zeiten. Gefällt mir irgendwie. Ich bewundere den Mut auch schon zu Hochzeiten der Machtentfaltung des SED Apparates gegen diese Leute argumentiert und gearbeitet zu haben. Wenn er heute sagt, die Staatstragenden von damals haben im öffentlichen Dienst keinen Platz, so ist das vollkommen in Ordnung. Es ist ja kein Berufsverbot in dem Sinne, bei Mercedes am Band dürfen sie Autos schrauben oder bei McDoof Burger braten. Ist nicht verboten. Hatten wir in den 70ern auch schon, dass KPDler nicht Lehrer oder Richter werden konnten. Ist also nur die konsequente Fortsetzung einer gesellschaftlichen und politische Haltung.
Bei seinem passiven Widerstand muss er wohl sehr geschickt vorgegangen sein, denn die Stasi konnte ihm nicht am Zeug flicken.
Schlussendlich die Nazi Biografien seiner Verwandten heranzuziehen um ihn zu diskreditieren, Nosti das ist gaaaanz billig. Keiner ist verantwortlich für seine Altvorderen. Wenn es danach ginge, hätte man auch die Hälfte der Bevölkerung nach 1945 in der Sowjetzone und den Westzonen einbuchten müssen.
Übrigens Kapitän zur See ist ein hoher Dienstgrad in der (Kriegs)Marine, auch Volksmarine . Es ist ein Dienstgrad vor den Admiralen.
Im Heer nennen diese Soldaten sich Oberst( das Äquivalent zu Kapitän)

schönen Vatertag , falls du einer bist


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#91

RE: Für alle Joachim Gauck Fans

in DDR Grenze Literatur 05.05.2016 09:45
von Rostocker | 7.734 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #90
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #89
Der Vater wurde 1951 mit dem Vorwurf der Spionage verhaftet, von einem sowjetischen Militärtribunal zu 20 Jahren Lagerhaft verurteilt welche er in der Sowjetunion absitzen sollte. 1955 wurde der Vater entlassen und kehrte in die DDR zurück.

Gauck selber war bis November 1989 des öfteren in West-Berlin bei seinem Onkel dessen Antikommunismus er bereits als Kind und Jugendlicher übernahm ......

Dienstort des Vaters war nach der Besetzung Polens der Hafen Gdynia (wärend der NS-Zeit in Gotenhafen umbenannt), ein wichtiger Liegeplatz der Reichskriegsmarine. Über Aufgaben und Wirken des Kapitäns zur See J. Gauck (sen.) während des Krieges schweigt der Sohn völlig. Grund ist vermutlich, dass er die Gründe der späteren Verurteilungen des Vaters durch ein sowjetisches Militärtribunal nicht offenbaren will. Wenn er vom Vater als „Kapitän“ spricht, lässt er im Dunkeln, dass dies keine Funktion in der Handelsmarine oder in der Fischereiflotte war, sondern ein Kommandoposten in der Kriegsmaschinerie Hitlers.

Beide Eltern Gauck waren treue Gefolgsleute der Faschisten und traten frühzeitig der NSDAP bei (Mutter Olga ,1932 Vater Joachim 1934). Sie zählten zu den „Alten Kämpfern“, werden aber von Gauck bestenfalls verharmlosend als „Mitläufer“ bezeichnet, wenn er über diese Frage überhaupt etwas sagt.

Der im Sommer 1946 aus britischer Gefangenschaft zurückgekehrte Marineoffizier Gauck (Vater Joachims) fand in der Schiffswerft Neptun Rostock Arbeit als Sicherheitsinspektor. Im Jahr 1951 wurde er jedoch verhaftet und aufgrund von aufgefundenen Unterlagen sowie Zeugenaussagen durch ein sowjetisches Militärtribunal in Schwerin zweimal zu je 25 Jahren Freiheitsentzug verurteilt Soweit Gauck die Verurteilung als Grund der Überstellung in die Sowjetunion überhaupt erwähnt, behauptet er, dem Vater seien Spionage und der Besitz nicht lizenzierter Druckerzeugnisse vorgeworfen worden. Er erklärte sogar: „Die Vorwürfe waren willkürlich und folgten dem Prinzip: Hat man erst die Person, so findet man auch ein Delikt.“

Tatsächlich beging Kapitän Gauck im II. Weltkrieg Kriegsverbrechen, womit sich die Höhe der Freiheitsstrafen erklärt.[12]

Zur Strafverbüßung kam der Vater in die UdSSR (nach Sibirien). Gauck spricht allerdings meist von Deportation, als wisse er nicht mehr, dass der Vater verurteilt wurde.


Ungeachtet der Haft seines Vaters erhielt Gauck einen Platz an der Oberschule (Gymnasium) in Rostock und legte dort 1958 nach Ende der regulären zwölfjährigen Schulzeit die Reifeprüfung (Abitur) ab. Angeblich wünschte er, Germanistik oder Journalistik zu studieren, und behauptet, dies sei ihm aus politischen Gründen verwehrt worden. Offen ist aber, ob er sich überhaupt für eines dieser Fächer bewarb oder sich auf Rat seines Onkels Gerhard Schmitt sofort zum Studium der Theologie an der Wilhelm-Pieck-Universität in Rostock entschloss.

Der Onkel von Joachim Gauck, Gerhard Schmitt, ein evangelischer Pfarrer, trat im August 1931 in die NSDAP ein.
Nach der Ordination trat er eine Stelle als Wehrmachtsgeistlicher in der faschistischen Kriegsmarine an, deren Offiziersuniform er mit sichtbarem Stolz trug. Er wurde Oberpfarrer für den gesamten Marineabschnitt Ostsee.


Nach Kriegsende übernahm der Onkel eine Pfarrerstelle bei Rostock. Gerhard Schmitt war von Anbeginn ein offener Feind der DDR.
Er zog nach seiner Pensionierung 1974 nach Westberlin


Gauck gehört zu den unermüdlichen Scharfmachern, die dem MfS und der DDR insgesamt nur Schlechtes nachsagen. Von ihm hört und liest man keine objektive Schilderung des Lebens in der DDR. Man sucht auch eine sachliche Bewertung der Geheimdienstarbeit vergeblich. Er schreckte nicht einmal vor unbewiesenen Schuldsprüchen zurück, wenn sie das Verdikt „stützen“, die DDR sei während ihrer gesamten Existenz ein reiner „Unrechtsstaat“[21] gewesen. Auch in der Wortwahl folgt Gauck bedingungslos den Vorgaben der heute in Deutschland politisch Herrschenden. Seine eigenen Erfahrungen würden ihm gestatten, die DDR so differenziert zu beurteilen, wie sie tatsächlich war.

Er verfolgt unerbittlich das Ziel, ehemalige Verantwortungsträger der DDR, leitende und einfache Mitarbeiter von Einrichtungen der DDR (besonders des MfS) für schuldig zu erklären und auszugrenzen, sie zu allgemeinen Schuldbekenntnissen zu zwingen sowie wenigstens sozial und moralisch abzustrafen. Wenn sich in „Stasi-Akten“ personenkonkrete Angaben befinden, wurden diese von Gauck oder seinen Mitarbeitern bedenkenlos öffentlich gemacht. Es interessierte weder das Zustandekommen noch der ursprüngliche Bestimmungszweck der Akten. Selbst wahrheitsgemäße Berichte über Auslandsaufenthalte im Auftrag von DDR-Einrichtungen, die von den Vorgesetzten der Berichtenden oder anderen Empfängern anweisungsgemäß an das MfS übergeben wurden, oder Mitteilungen über Mängel im Betrieb u.ä. wurden als „Zuträgerei“ (= IM-Tätigkeit) behandelt selbst dann, wenn die Verfasser von Informationen diese Weitergabe gar nicht kannten.

Entgegen der im Strafprozess generell geltenden Unschuldsvermutung wird einfach davon ausgegangen, der Informant habe den im Bericht genannten Personen schaden wollen. Unter Umkehrung der Beweislast wird Informanten überlassen, sich selbst zu exkulpieren. Restriktionen bei der Akteneinsicht erschweren ihnen dies zusätzlich. Die „Täter“ sind nach Verdikt Gaucks faktisch unbefristet von der gleichberechtigten Teilnahme am politisch-gesellschaftlichen Leben der BRD ausgeschlossen. Ihnen wird das passive Wahlrecht ebenso abgesprochen wie das Recht, eine Beschäftigung im öffentlichen Dienst zu suchen. Statt zu versöhnen, fordert der frühere Pfarrer und nachmalige „Herr der Akten“ die soziale Ausmerzung, etwa durch strafweise Rentenreduzierung und die öffentliche Diffamierung.

Diese Art der Aktenöffnung öffnete allen Bemühungen Tür und Tor, beliebige Angaben in den kaum überschaubaren Aktenbeständen des MfS zum Zweck der Abrechnung mit der DDR und ihren loyalen Bürgern zu missbrauchen. Gezielte Publikationen, zeitlich so geplant, dass der Verdächtigte unerwartet in Erklärungsnot gebracht wurde, und die Bereitstellung von Akten für sensationslüsterne Journalisten haben das Ihrige dazu beigetragen, die Atmosphäre bei der Auseinandersetzung mit der DDR-Geschichte zu vergiften.

Einen christlich geprägten Umgang mit Andersdenkenden ließ Gauck nicht zu. Sonst hätte er zumindest gewissenhafte Pflichterfüllung in der Zeit nach 1990 als versuchte Wiedergutmachung und Beweis von Selbstkritik sowie Umdenken würdigen müssen. Den Pfarrer hemmte bei der von ihm betriebenen Hetzjagd erkennbar auch nicht, dass inzwischen selbst früher in der DDR begangene (und dort angeblich politisch motiviert unverfolgt gebliebene) Straftaten wegen Verfolgungsverjährung schon seit Jahren nicht mehr strafrechtlich geahndet werden können.


Entnommen der Akte Gauck




Gruß
Nostalgiker


danke für diesen Beitrag. Das ist aus meiner Sicht der Ritterschlag für Gauck. Bekennender Antikommunist und das schon zu DDR Zeiten. Gefällt mir irgendwie. Ich bewundere den Mut auch schon zu Hochzeiten der Machtentfaltung des SED Apparates gegen diese Leute argumentiert und gearbeitet zu haben. Wenn er heute sagt, die Staatstragenden von damals haben im öffentlichen Dienst keinen Platz, so ist das vollkommen in Ordnung. Es ist ja kein Berufsverbot in dem Sinne, bei Mercedes am Band dürfen sie Autos schrauben oder bei McDoof Burger braten. Ist nicht verboten. Hatten wir in den 70ern auch schon, dass KPDler nicht Lehrer oder Richter werden konnten. Ist also nur die konsequente Fortsetzung einer gesellschaftlichen und politische Haltung.
Bei seinem passiven Widerstand muss er wohl sehr geschickt vorgegangen sein, denn die Stasi konnte ihm nicht am Zeug flicken.
Schlussendlich die Nazi Biografien seiner Verwandten heranzuziehen um ihn zu diskreditieren, Nosti das ist gaaaanz billig. Keiner ist verantwortlich für seine Altvorderen. Wenn es danach ginge, hätte man auch die Hälfte der Bevölkerung nach 1945 in der Sowjetzone und den Westzonen einbuchten müssen.
Übrigens Kapitän zur See ist ein hoher Dienstgrad in der (Kriegs)Marine, auch Volksmarine . Es ist ein Dienstgrad vor den Admiralen.
Im Heer nennen diese Soldaten sich Oberst( das Äquivalent zu Kapitän)

schönen Vatertag , falls du einer bist


Ja Freiheit--ist nicht Grenzenlos--auch nicht in einer angeblichen Demokratie.


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#92

RE: Für alle Joachim Gauck Fans

in DDR Grenze Literatur 05.05.2016 10:19
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

@Gert , es ist meiner Meinung etwas unerheblich ob die Altvoderen von Herrn Gauck aktive Nazis der der ersten Stunde waren oder ob sie den Lehren der Zeugen Jehovas anhingen. Wichtig ist hingegen das er deren Gedankengut, welche logischerweise aus einer auf die NS Ideologie ausgerichtete Erziehung beruhte, ohne weiter zu hinterfragen in seine eigenes ideologische/politische Gedankenwelt integrierte.
So ähnlich wie bei dir Gert, dein Antikommunismus ist dir auch nicht als Offenbarung über Nacht erschienen sondern fußt zum größten Teil auf der Erziehung und Einstellung der Menschen in deinem unmittelbaren Umfeld. Du hast auch die Meinung deiner Bezugspersonen unkritisch und ohne zu hinterfragen übernommen.

Und bevor du hier von "es sei kein Berufsverbot in dem Sinne [welchem Sinn meinst du damit]" schwafelst, mach dich erst einmal damit vertraut was unter Berufsverbot zu verstehen ist.
Wenn ein gelernter Verwaltungsfachmann im öffentlichen Dienst auf Grund seines politischen Einstellung in seiner bisher ausgeübten Tätigkeit nicht mehr arbeiten darf nach Herrn Gauck dann ist das ein Berufsverbot! Da beißt die Maus keinen Faden ab und da hilft auch kein Sinn .....

Du schreibst " Ist also nur die konsequente Fortsetzung einer gesellschaftlichen und politische Haltung.
Ja es ist konsequenter und blindwütiger Antikommunismus welcher von dir als politische Haltung gefeiert wird.
Kommunistenjäger gab und gibt es seit es Kommunisten gibt.
In der Bundesrepublik wurde der nationale Grundkonsens durch den antikommunistischen Grundkonsens abgelöst und gipfelt dann in solch heutigen Aussagen das der Antikommunismus in bester freiheitlicher Tradition stehe und es bedürfe eines selbstbewußten, demokratischen Antikommunismus.

Wie vereinbart sich denn die Ausgrenzung und Benachteiligung von Menschen wegen ihrer politischen Überzeugung mit den vielgepriesenen Menschenrechten? Gelten diese nur wenn man dem Kommunismus eine Verletzung selbiger vorwerfen kann aber im eigenen System ist das Ausdruck einer freiheitlichen Tradition?

Einfach mal nachdenken @Gert , vielleicht hilft das.


Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

bürger der ddr, Fritze und LO-Wahnsinn haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#93

RE: Für alle Joachim Gauck Fans

in DDR Grenze Literatur 05.05.2016 10:28
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #92
@Gert , es ist meiner Meinung etwas unerheblich ob die Altvoderen von Herrn Gauck aktive Nazis der der ersten Stunde waren oder ob sie den Lehren der Zeugen Jehovas anhingen. Wichtig ist hingegen das er deren Gedankengut, welche logischerweise aus einer auf die NS Ideologie ausgerichtete Erziehung beruhte, ohne weiter zu hinterfragen in seine eigenes ideologische/politische Gedankenwelt integrierte.
So ähnlich wie bei dir Gert, dein Antikommunismus ist dir auch nicht als Offenbarung über Nacht erschienen sondern fußt zum größten Teil auf der Erziehung und Einstellung der Menschen in deinem unmittelbaren Umfeld. Du hast auch die Meinung deiner Bezugspersonen unkritisch und ohne zu hinterfragen übernommen.

Und bevor du hier von "es sei kein Berufsverbot in dem Sinne [welchem Sinn meinst du damit]" schwafelst, mach dich erst einmal damit vertraut was unter Berufsverbot zu verstehen ist.
Wenn ein gelernter Verwaltungsfachmann im öffentlichen Dienst auf Grund seines politischen Einstellung in seiner bisher ausgeübten Tätigkeit nicht mehr arbeiten darf nach Herrn Gauck dann ist das ein Berufsverbot! Da beißt die Maus keinen Faden ab und da hilft auch kein Sinn .....

Du schreibst " Ist also nur die konsequente Fortsetzung einer gesellschaftlichen und politische Haltung.
Ja es ist konsequenter und blindwütiger Antikommunismus welcher von dir als politische Haltung gefeiert wird.
Kommunistenjäger gab und gibt es seit es Kommunisten gibt.
In der Bundesrepublik wurde der nationale Grundkonsens durch den antikommunistischen Grundkonsens abgelöst und gipfelt dann in solch heutigen Aussagen das der Antikommunismus in bester freiheitlicher Tradition stehe und es bedürfe eines selbstbewußten, demokratischen Antikommunismus.

Wie vereinbart sich denn die Ausgrenzung und Benachteiligung von Menschen wegen ihrer politischen Überzeugung mit den vielgepriesenen Menschenrechten? Gelten diese nur wenn man dem Kommunismus eine Verletzung selbiger vorwerfen kann aber im eigenen System ist das Ausdruck einer freiheitlichen Tradition?

Einfach mal nachdenken @Gert , vielleicht hilft das.


Nostalgiker



ich frage mal andersherum : Hätte der sozialistische Staat DDR Gegner des Sozialismus als Verwaltungsfachleute, Richter , Lehrer beschäftigt ?
jetz sag bloss nicht ja, da bekomme ich einen Lachanfall. Mich 14 jährigen haben sie ja schon ausgrenzt, weil ich damals schon Dinge beim Namen nannte, die sie nicht so gern hörten.
Auf allen anderen, also nicht staatlichen Stellen, dürfen diese Leute arbeiten, meinetwegen auch mit Überstunden bis der Arzt kommt. Aber ich wiederhole mich, hatte ich alles geschrieben wird aber von dir nciht zur Kenntnis genommen


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#94

RE: Für alle Joachim Gauck Fans

in DDR Grenze Literatur 05.05.2016 10:30
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Ja ich weiß @Gert, du warst ein ganz besonders tragisches Einzelschicksal .....


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
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#95

RE: Für alle Joachim Gauck Fans

in DDR Grenze Literatur 05.05.2016 10:31
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #91
[quote]

Ja Freiheit--ist nicht Grenzenlos--auch nicht in einer angeblichen Demokratie.


das ist richtig, da wo es um die Sicherheit geht, muuss man genauer hinschauen. Ist ganz in meinem Sinne


.
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#96

RE: Für alle Joachim Gauck Fans

in DDR Grenze Literatur 05.05.2016 10:32
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #94
Ja ich weiß @Gert, du warst ein ganz besonders tragisches Einzelschicksal .....



das ist nebensächlich, aber ich hätte gern eine Antwort auf meine Frage


.
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#97

RE: Für alle Joachim Gauck Fans

in DDR Grenze Literatur 05.05.2016 10:35
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #96
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #94
Ja ich weiß @Gert, du warst ein ganz besonders tragisches Einzelschicksal .....



das ist nebensächlich, aber ich hätte gern eine Antwort auf meine Frage


Man konnte mit seiner offen antikommunistischen Einstellung durchaus auch Karriere in der DDR machen wie man an Herrn Gauck und seinem Onkel sehen kann.


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
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#98

RE: Für alle Joachim Gauck Fans

in DDR Grenze Literatur 05.05.2016 11:18
von bürger der ddr | 3.642 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #90


danke für diesen Beitrag. Das ist aus meiner Sicht der Ritterschlag für Gauck. Bekennender Antikommunist und das schon zu DDR Zeiten. Gefällt mir irgendwie. Ich bewundere den Mut auch schon zu Hochzeiten der Machtentfaltung des SED Apparates gegen diese Leute argumentiert und gearbeitet zu haben. Wenn er heute sagt, die Staatstragenden von damals haben im öffentlichen Dienst keinen Platz, so ist das vollkommen in Ordnung. Es ist ja kein Berufsverbot in dem Sinne, bei Mercedes am Band dürfen sie Autos schrauben oder bei McDoof Burger braten. Ist nicht verboten. Hatten wir in den 70ern auch schon, dass KPDler nicht Lehrer oder Richter werden konnten. Ist also nur die konsequente Fortsetzung einer gesellschaftlichen und politische Haltung.
Bei seinem passiven Widerstand muss er wohl sehr geschickt vorgegangen sein, denn die Stasi konnte ihm nicht am Zeug flicken.
Schlussendlich die Nazi Biografien seiner Verwandten heranzuziehen um ihn zu diskreditieren, Nosti das ist gaaaanz billig. Keiner ist verantwortlich für seine Altvorderen. Wenn es danach ginge, hätte man auch die Hälfte der Bevölkerung nach 1945 in der Sowjetzone und den Westzonen einbuchten müssen.
Übrigens Kapitän zur See ist ein hoher Dienstgrad in der (Kriegs)Marine, auch Volksmarine . Es ist ein Dienstgrad vor den Admiralen.
Im Heer nennen diese Soldaten sich Oberst( das Äquivalent zu Kapitän)

schönen Vatertag , falls du einer bist



Hier schließt sich der Kreis, aus Gartenschläger wird ein Held gebastelt und aus dem Gauck ein Heiliger.....

Manchmal macht Hass blind.



suentaler, Josef und LO-Wahnsinn haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#99

RE: Für alle Joachim Gauck Fans

in DDR Grenze Literatur 05.05.2016 11:27
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #97
Zitat von Gert im Beitrag #96
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #94
Ja ich weiß @Gert, du warst ein ganz besonders tragisches Einzelschicksal .....



das ist nebensächlich, aber ich hätte gern eine Antwort auf meine Frage


Man konnte mit seiner offen antikommunistischen Einstellung durchaus auch Karriere in der DDR machen wie man an Herrn Gauck und seinem Onkel sehen kann.


Ist das deine wirkliche Überzeugung? Wenn ja sehr naiv Karriere in der Kirche


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#100

RE: Für alle Joachim Gauck Fans

in DDR Grenze Literatur 05.05.2016 11:57
von Josef | 631 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #87
Und Du hast in Angela Merkel ist ein Fan von Joachim Gauck (4) Honecker ins Spiel gebracht

Und um auf Gauck zurück zu kommn. Gauck ist bekennender Antikommunist. Hat er sich nicht sogar sich im "Schwarzbuch" verewigt? Er ist gegen den Kommunismus. Nicht zuletzt wegen seiner Biografie und der seiner Familie, insbesondere die seines Vaters, der auch in sowjetischer Gefangenschaft war, die er stellvertretend immer wieder in den Vordergrund gerückt hat.

Also reib Dich daran. Das ist schwer genug. Und überhöhe nicht Honecker, der in der aktuellen Diskusion in Deutschland noch nicht mal ne Statistenrolle einnimmt.

Moskwitschka





Ganz einfach : Mir ist Gen. Honecker noch sympathischer als dieser Pfarrer Gauck. Mehr hab ich nicht zu sagen.


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