#181

RE: Den ehem. MA des MfS soll der „Prozess“ gemacht werden.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.02.2015 16:41
von Signalobermaat | 358 Beiträge

Hallo Vierkrug,ich habe keine andere Meinung.Ich war viele Jahre in Weißwasser und kenne die Probleme z.B. Boxberg von Beginn an.Und ich ziehe heut noch den Hut vor vielen Betriebsleitern,was die geleistet haben,wo überörtliche Führungsgrößen versagt haben.So manches mal mußte ein Betriebsleiter zwischen Cholera und Pest entscheiden. Wir würden dem bundesdeutschen GD zu viel Ehre erweisen, wenn man sie für alle Störungen verantwortlich machen würde.Ich kann mich noch gut an Silvester 79/80 erinnern.Als die Temperaturen von plus 15 Grad auf Minus 20 Grad fielen, und das KW Boxberg schwarz wurde.Warum? Es gab eine Weisung,Zuerst muß die Kohle vom polnischen Tagebau Turow verbraucht werden, damit die Kohlezüge, die Geld kosteten schnell wieder zurück konnten.Es ging ja um die Bezahlung im RGW. Die Kohle aus dem nahen Tagebau Reichwalde mußte stehenbleiben.Was geschah,Die Kohle aus Turow, war inzwischen durch den langen Transport steinhart gefroren und kam nicht aus den Waggons.Durch die lange Wartezeit, war inzwischen auch die Kohle aus dem nahen Tagebau Reichwalde steinhart gefroren.Ohne Kohle kein Strom.Keiner vor Ort traute sich die Weisung aufzuheben.Die Verantwortlichen, die die Weisung aufheben konnten, (Turow bleibt stehen, Reichwalde wird verheizt), waren nicht erreichbar.Und als sie dann erreichbar waren und sofort umgepolt wurde, war alles blockiert.Bei jeder Störung, wo die Ursache nicht klar war gab es eine Versionsbildung,1.Feindangriff, 2.persönliche Motive( gab es oft, Verärgerung weil nicht ausgezeichnet,dem Vorgesetzten mal ein auswischen, ohne sich über die Konsequenzen im klaren zu sein oder,oder , 3.einfach Pflichtverletzung, 4.technische Umstände, die nicht vorhersehbar waren usw. Und gerade bei solchen Dingen konnte das MfS manchmal zugunsten der Beschuldigten die subjektive Seite herausarbeiten, daß es nur eine Pflichtverletzung und kein Vorsatz war.Das macht strafrechtlich schon einen wesendlichen Unterschied.Der Schaden war trotzdem da und mußte geahndet werden.Dazu kam ja auch noch, daß gerade von Verantwortlichen beim ersten Angriff versucht wurde die eigenen Fehler erst einmal zu vertuschen, habe ich bei einer Havarie in einer Brikettfabrik erlebt, Verpuffung, jeder der in der Kohle gearbeitet hat, weiß was das bedeutet.Da wurden einfach notwendige Kontrollen nur geschrieben und nicht durchgeführt und nachmanipuliert.Was da richtig gelaufen ist konnte nur im Rahmen einer Vorgangsarbeit durch IM herausgearbeitet werden.Wir hatten auch viele Experten IM. Also nicht jeder IM war ein kleiner Schmierfink.Kein GD kommt ohne sie aus.
Geheime Informationen, die hinter dicken Tresortüren geschützt werden können nur durch IM in Erfahrung gebracht werden.
Aber zu meinem letzten Bericht, Vorkommnisuntersuchung, habe ich etwas ganz wesendliches vergessen, und zwar die Leistung unserer ABV der VP.Ohne deren Kenntnisse, die sie in ihrem Kopf PC bzw. ihren dicken Buch hatten wäre vieles nicht so schnell geklärt worden.Die hatten Personendaten und Verhaltensweisen, die schon Jahre zurück lagen im Kopf, und uns dadurch erst auf die richtige Spur brachten.Also, falls hier ehemalige ABV im Forum sind, ein großes Bienchen an Euch.



Lassiter hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#182

RE: Den ehem. MA des MfS soll der „Prozess“ gemacht werden.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.02.2015 16:53
von Lutze | 8.039 Beiträge

war das nicht der Winter 1978/79 @Signalobermaat?
NVA-Soldaten kamen doch zu Hilfe,und wurden nicht
Flugzeugtreibwerke extra dafür umgebaut?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
Signalobermaat hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#183

RE: Den ehem. MA des MfS soll der „Prozess“ gemacht werden.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.02.2015 17:31
von Signalobermaat | 358 Beiträge

Natürlichwar nicht die ganze DDR ein einziger Schrotthaufen,Es gab einige Betriebe, die auch mit westlicher Technologie auf einem hohen Niveau gearbeitet haben.Leider wurden diese nach der Wende schnell als Konkurenten ausgeschalten.
Mal einige Zitate von Bundespolitikern:
H. Voscherau, Hamburger Bürgermeister
-In Wahrheit waren 5 Jahre Aufbau Ost, das größte Bereicherungsprogramm für Westdeutsche, das es je gegeben hat.
oder H. Ringsdorf, Ministerpräsident Meckpom. Die Förderung der ostdeutschen Wirtschaft fließt 80% an Unternehmen im Westen zurück.
Zu den vielen kontraversen Beiträgen, möchte ich Richard v.Weizsäcker zitieren:
Im Zeichen der Vereinigung, will die stark gewordene alte BRD ihre bewährte Geschichte schützen und fortführen.Das soll durch die Geschichte der DDR nicht gestört werden. Die logische Fortführung dieses Gedankens bedeutet: Beide Erbteile gehören zum Ganzen. Nur dann können wir eins werden, wenn wir uns auch im Verständnis der Vergangenheit vereinigen.



nach oben springen

#184

RE: Den ehem. MA des MfS soll der „Prozess“ gemacht werden.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.02.2015 17:33
von Signalobermaat | 358 Beiträge

Lutze, kann sein, ist eben lange her, auf jeden Fall war es so.



nach oben springen

#185

RE: Den ehem. MA des MfS soll der „Prozess“ gemacht werden.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.02.2015 17:33
von thomas 48 | 3.574 Beiträge

Das meine ich immer wieder, es war nicht der kleine Meister oder Abteilungsleiter schuld, sondern die Genossen die ganz oben waren und wer hat die voll belogen, wir alle.
Ihr, von dem MfS habt alles gesehen und hattet durch viel Ahnung von der Wirtschaft und habt nichts gemacht. Warum habt ihr nicht mal oben die berühmten Genossen verhaftet?
Wie war das manchmal lächerlich im Betrieb!
Ich habe einige Jahre als Pauser in einer Konstruktionabteilung gearbeitet, habe also von Zeichnungen Pausen und Filme hergestellt. Heute würde man sagen habe, kopiert. War auch Kulturobmann. Alle paar Wochen kamen Genossen, wie Betriebsleiter, AGL, BGL, MfS, FdJ und Parteisekretär zu uns und sahen uns bei der Arbeit zu .War natürlich einige Tage vorher bekannt und der Kollege Lindner (ich) war zuständig für eine neue Wandzeitung. So was konnte ich gut ,nur leider sah sie sich niemand an.
Einmal im Monat war Arbeitsschutzbesprechung mit den tollen Themen ,,Späne bei den Maschinen,, und das in einer Abteilung wo man sich nur mit einem Zirkel stechen kann. Das ich immer mit Ammoniak gearbeitet habe, war uninteressant.
Solche Beispiele waren in der ganzen Wirtschaft so.
Ist jetzt kein Märchen
Bei uns haben einige Werktätige Uhrenteile aus der Produktion unterschlagen, der Meister der die angezeigt hatte, hat sofort eine Stelle bei der Stasi erhalten. Ist wirklich passiert, kenne seine Frau und seine Kinder. Bin jeden Tag an der Kreisleitung vorbei gelaufen. Zur selben Zeit hat ein Direktor eine kleine Straße, von Handwerkern des Betriebes und von Gemeindearbeitern bauen lassen. Wusste jeder in der Gegend und nichts passierte.
Kannst mir wirklich glauben, war so.


nach oben springen

#186

RE: Den ehem. MA des MfS soll der „Prozess“ gemacht werden.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.02.2015 17:43
von damals wars | 12.186 Beiträge

OT In Buna hatten wir in den Kohlekraftwerken Auftau-hallen, in die die vereisten Kohlezüge gefahren wurden, die wurden dann mit Dampf beheizt.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
nach oben springen

#187

RE: Den ehem. MA des MfS soll der „Prozess“ gemacht werden.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.02.2015 17:43
von Vierkrug (gelöscht)
avatar

Zitat von Lutze im Beitrag #182
war das nicht der Winter 1978/79 @Signalobermaat?
NVA-Soldaten kamen doch zu Hilfe,und wurden nicht
Flugzeugtreibwerke extra dafür umgebaut?
Lutze


@Lutze, für die Kohle - und Energiewirtschaft der DDR, war jeder Winterbetrieb eine neue Herausforderung. Die von @Signalobermaat genannte Bekohlungsproblematik KW Boxberg ist mir auch bekannt. So mancher Entscheidungsträger hat nicht daran gedacht, dass die Rohbraunkohle zu 60 % Wasser war und die Heizungen der Waggons kontinuierlich in Betrieb sein müsssen. Wenn ein Bekohlungszug steht, dann werden die Waggons nicht beheizt. Konsequenz, die RBK gefriert in den Waggons und so kommen dann die Züge auf den Rohkohlebunkern zur Verkippung an.
Nach dem Winter 1978/79 wurden dann verstärkt Auftauwände gebaut, in die die Züge für mehrere Stunden einfuhren, um eine komplette Entleerung zu gewährleisten. Auch wurden die Ausblasbühnen erweitert, auf denen MiG-Turbinen zum Einsatz kamen.
Das was @Signalobermaat geschildert hat, ist eine der schlimmsten Situationen in der Bekohlung, denn die Zugumläufe Tagebau - Kraftwerk sind erheblich gestört und funktionieren nicht mehr und die Großdampferzeuger für die 500 MW-Blöcke in Boxberg benötigen sehr viel RBK zur Feuerung.

Mache gleich weiter. @Signalobermaat, mir sind auch die Verpuffungen und Trocknerbrände in den Brifas bekannt. Die Ursachen dafür waren meistens Oberflächlichkeit und Fahrlässigkeit, wie auch von Dir geschrieben mangelnde Kontrollen aus Bequemlichkeit. Wer verläßt schon gern den Leitstand.
Meine erste tägliche Aktivität war immer, mir eine Übersicht über den Betriebszustand zu verschaffen, d.h. wieviele Generatoren und Erdgasspalter sind im Druckgaswerk in Betrieb, Sauerstoffturbos und Trenner in der Luftzerlegung. In den Brikettfabriken wieviel Trockner laufen - wenn 45 in Betrieb waren, dann war man schon etwas beruhigter. Wie hoch ist Koksaustrag in der BHT-Kokerei, wieviel MW Kraftwerksleistung liegen zum HKW an, etc., etc..
Gute Erfahrungen gab es dann mit der Herausbildung der HI APS (Hauptinspektion für Arbeits-und Produktionssicherheit) hinsichtlich Prozeß- und Schwachstellenanalysen. Würde aber jetzt zu weit führen.

Hatte es hier im Forum schon mal am Beispiel eines Gerichtsverfahrens vor dem Bezirksgericht Cottbus dargelegt - oftmals wurden auf Grund unserer Untersuchungs- und Ermittlungsergebnisse vorgesehene Bestrafungen gemildert und auch abgewendet. Meist waren es Disziplinarstrafen in Gestalt von strengen Verweisen, Verweisen und auch die materielle Verantwortlichkeit über angemessene Geldstrafen. Auch die Zurücksetzung in eine nachgeordnete Stelle war möglich.

Höre erst einmal auf.

Vierkrug


furry, Lutze, Damals87 und Signalobermaat haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#188

RE: Den ehem. MA des MfS soll der „Prozess“ gemacht werden.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.02.2015 17:47
von KARNAK | 1.694 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #185
Warum habt ihr nicht mal oben die berühmten Genossen verhaftet?
.

Lustige Vorstellung. Da lobe ich mir doch die Ägypter, wenn denen die gewählte Regierung nicht gefällt rufen die bei der Armee an und sagen, so geht das nicht weiter verhaftet die mal. Ruf doch mal bei der Bundeswehr an uns sage, Dir passt das hier nicht, sie sollen mal zum Kanzleramt fahren und die Merkel verhaften.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
nach oben springen

#189

RE: Den ehem. MA des MfS soll der „Prozess“ gemacht werden.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.02.2015 18:48
von Vierkrug (gelöscht)
avatar

@Gert - ich nehme Bezug auf Deinen Beitrag unter # 178 und schalte somit die Kritik des richtigen Zitierens aus

Es war das Problem dieser Volkswirtschaft der DDR, der auch diesen scheinbaren Widerspruch hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit bei vielen auslöst. Einerseits die Entwicklung von Hoch- und Spitzentechnologien, die international auch als solche beachtet und anerkannt wurden, wie auch modernste Fertigungsstätten um hochwertige Erzeugnisse auch auf dem Weltmarkt zu vernünftigen Preisen anbieten zu können - und auf der anderen Seite Produktionsanlagen, die teilweise noch aus annodazumal stammten.
Letztere bildeten das Hauptproblem, da sich eine Rekonstruktion und Modernisierung schon von selbst verbot, da die erforderlichen finanziellen Mittel und materiell-technischen Kapazitäten nicht zur Verfügung standen. Sie wurden somit über das normal zu veranschlagende Maß hinaus gefahren und zerfahren. Die Volkswirtschaft der DDR war im Wesentlichen über die Staatliche Plankommission ausbilanziert und hatte keinerlei große Reserven. Etwas sarkastischer ausgedrückt, greife einem nacktem Mann mal in die Tasche.
Jeder vernünftige Unternehmer bildet Rücklagen und schließt Produktionsanlagen, wenn sie nicht mehr produktiv und effizient arbeiten. Derer gab es aber zu viel in der DDR und es hätte dem eingeschlagenem sozialistischen Entwicklungsweg widersprochen, wenn man diese Betriebe geschlossen bzw. stillgelegt hätte. Wohin mit den freigesetzten Arbeitskräften - ich wollte schon aus der Gewohnheit VbE schreiben. Man hatte keine Lösungen und Konzepte.
Es wurde mit Kennziffern gearbeitet, die keinen echten Produktivitäts- und Effektivitätsnachweis erbrachten. Das änderte sich erst mit der Kennziffer Nettoproduktion. Die Grundfondsreproduktion als wichtiger Bestandteil der Akkumulation wurde mittels Parteibeschlüsse beiseite geschoben - Beispiel hier die berühmte ZK-Tagung zur Investitionspolitik in der DDR. Das Verhältnis von Konsumtion und Akkumulation wurde empfindlich beeinträchtigt. Man verstieß damit sogar gegen Aussagen von Karl Marx hinsichtlich der Reproduktion, einer intensiv erweiterten Reproduktion.

Es gab Mitte der 80iger in der SBWL (Sozialistischen Betriebswirtschaftslehre) Überlegungen dahingehend, die Eigenverantwortung der Kombinate und Betriebe weiter zu stärken und die Fragen der Eigenerwirtschaftung und - verwendung der Mittel in den Vordergrund zu stellen. Richtig und notwendig - hätte aber gravierende Auswirkungen für die DDR gehabt. Es hätten marktwirtschaftliche Aspekte Einzug gehalten. Es wäre auch das Leistungsprinzip und die Wettbewerbsfähigkeit wieder stärker zur Anwendung gekommen und gute Arbeit hätte sich auch für den Einzelnen gelohnt, nicht nur in der monatlichen Lohn- und Gehaltstüte.
Die Kehrseite der Medaille wäre aber auch zeitweilige Arbeitslosigkeit gewesen, denn die Kombinate und wirtschaftlich starken Betriebe hätten unrentable, unproduktive Betriebs- und Produktionsstätten geschlossen, Im real existierenden Sozialismus Arbeitslose = undenkbar.

Viele Entwicklungen waren hausgemacht und sind nicht das Ergebnis der Arbeit der Menschen. Man könnte die Betrachtungen noch in andere Richtungen betreiben. Ich belasse es erst einmal hierbei.

Das MfS kannte diese Fehlentwicklungen, auch die Fehlentscheidungen von Führungs- und Leitungskräften - sie waren gravierender wie die Fehlhandlung eines Maschinisten, die zu einer Störung führten.
Manchmal kam man sich schon vor, wie in "und täglich grüßt das Murmeltier".
@Regina - ich habe mir 1989 erlaubt, einen Eimer Wasser nach oben auszukippen, letztendlich war ich pitschnaß und nicht der betreffende Parteifunktionär. Wurde auch gleich im Anschluß zu einer "Weiterbildungs-/Schulungsmaßnahme" außer der Reihe delegiert.

Vierkrug


furry, Damals87, Gert, Lutze, thomas 48 und Signalobermaat haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 20.02.2015 19:35 | nach oben springen

#190

RE: Den ehem. MA des MfS soll der „Prozess“ gemacht werden.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.02.2015 20:34
von Signalobermaat | 358 Beiträge

Mensch Gert, du hast ja richtig was drauf. Ja unser Walterchen wollte ja ausbrechen,aber wie geht das Märchen vom Fischer und seiner Frau, meine Frau die Isebill, will nicht so wie ich es will.Setze mal Breshnew für Isebill und dann liegen wir richtig. Nun Regina, ich glaube die Erfahrungen macht man nur 1-2 mal, auch ich weiß wovon wir hier reden, und dann läßt man es.Mein Chef hat zu mir gesagt, wenn du so weiter redest wirst du noch beim Minister berühmt.Dazu kam es dann doch nicht mehr.Aber ich glaube, daß ist heut noch so.



nach oben springen

#191

RE: Den ehem. MA des MfS soll der „Prozess“ gemacht werden.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.02.2015 20:35
von thomas 48 | 3.574 Beiträge

Regina gibt es nicht mehr


nach oben springen

#192

RE: Den ehem. MA des MfS soll der „Prozess“ gemacht werden.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.02.2015 20:36
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #191
Regina gibt es nicht mehr

@thomas 48
Nanu ,- wieso das denn nun ???


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
zuletzt bearbeitet 20.02.2015 20:37 | nach oben springen

#193

RE: Den ehem. MA des MfS soll der „Prozess“ gemacht werden.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.02.2015 20:42
von thomas 48 | 3.574 Beiträge

Zitat von Ostlandritter im Beitrag #192
Zitat von thomas 48 im Beitrag #191
Regina gibt es nicht mehr

@thomas 48
Nanu ,- wieso das denn nun ???


Liest du nicht mit, bin seit heute wieder männlich


nach oben springen

#194

RE: Den ehem. MA des MfS soll der „Prozess“ gemacht werden.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.02.2015 20:44
von Signalobermaat | 358 Beiträge

Also thomas 48,ich glaube ja viel, aber für einen Anschiß wurde bei der Stasi keiner eingestellt.Das hätten schon die Kaderrichtlinie gar nicht zugelassen.Da wurde die gesamte Verwandtschaft umgedreht und das dauerte Wochen.Das der eingestellt werden sollte war dann sicherlich schon lange vorher klar, hat nur keiner gewußt.Und als die Kadermäßige Aufklärung abgeschlossen war, wurde er eingestellt. Da vielen einfach 2 Dinge zufällig zusammen. Also immer die Kirche im Dorf lassen.Aber wenn das so gelaufen sein sollte, ist es aus der Sicht eines Außenstehenden schon verständlich.



Alfred hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#195

RE: Den ehem. MA des MfS soll der „Prozess“ gemacht werden.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.02.2015 21:02
von thomas 48 | 3.574 Beiträge

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #194
Also thomas 48,ich glaube ja viel, aber für einen Anschiß wurde bei der Stasi keiner eingestellt.Das hätten schon die Kaderrichtlinie gar nicht zugelassen.Da wurde die gesamte Verwandtschaft umgedreht und das dauerte Wochen.Das der eingestellt werden sollte war dann sicherlich schon lange vorher klar, hat nur keiner gewußt.Und als die Kadermäßige Aufklärung abgeschlossen war, wurde er eingestellt. Da vielen einfach 2 Dinge zufällig zusammen. Also immer die Kirche im Dorf lassen.Aber wenn das so gelaufen sein sollte, ist es aus der Sicht eines Außenstehenden schon verständlich.

Du hast ja mehr Ahnung, das war ca 1968/69, stand sogar in der Betriebszeitung, der Meister S. wurde usw. mit einem Artikel, mit dem Diebstahl war vorher. Wusste der ganze Betrieb und die kleine Stadt. Mit seiner Frau habe ich zusammen gearbeitet, die hat aber nichts erzählt. ich selber habe erst richtig nach der Wende was von IM gehört, obwohl ich einige Hauptamtliche gut kannte.
Wenn du viel Ahnung hast, lese mal etwas von der Postkontrolle, dort habe ich etwas von meiner Akte getippt. Dachte ja, mir erklärt jemand was....


nach oben springen

#196

RE: Den ehem. MA des MfS soll der „Prozess“ gemacht werden.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.02.2015 21:37
von SET800 | 3.104 Beiträge

Hallo,
technische Frage zu Braunkohlegewinnung, es heisst 60% Wasseranteil. Wenn geförderte Braunkohle auf Halde, also weit über dem Grundwasserspiegel, läge, im Sommer, würde die sich selbst soweit "entwässern" daß sie im Winter transportfähig bliebe, so wie es bei Steinkohle und Koks funktioniert? Z.B. Bei Lokomotivkohle auch im strengen Winter gibt es keine größeren Probleme, siehe russische Eisenbahner vor 1950, Finnland 1920...

Oder ist trockne Braunkohle hochgradig selbstentzündlich, also nicht lagerfähig?



nach oben springen

#197

RE: Den ehem. MA des MfS soll der „Prozess“ gemacht werden.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.02.2015 21:50
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #193
Zitat von Ostlandritter im Beitrag #192
Zitat von thomas 48 im Beitrag #191
Regina gibt es nicht mehr

@thomas 48
Nanu ,- wieso das denn nun ???


Liest du nicht mit, bin seit heute wieder männlich


Das erfreut mein Herz....


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
nach oben springen

#198

RE: Den ehem. MA des MfS soll der „Prozess“ gemacht werden.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.02.2015 21:54
von damals wars | 12.186 Beiträge

Die Braunkohle wurde vor den Abbau mittels Stollen entwässert. Sie enthielt aber eine hohe Feuchtigkeit, wir nannten das dann Blumenerde.
Diese Feuchtigkeit wurde mittels Abluft aus dem Kessel entzogen.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
nach oben springen

#199

RE: Den ehem. MA des MfS soll der „Prozess“ gemacht werden.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 21.02.2015 10:30
von Vierkrug (gelöscht)
avatar

Zitat von SET800 im Beitrag #196
Hallo,
technische Frage zu Braunkohlegewinnung, es heisst 60% Wasseranteil. Wenn geförderte Braunkohle auf Halde, also weit über dem Grundwasserspiegel, läge, im Sommer, würde die sich selbst soweit "entwässern" daß sie im Winter transportfähig bliebe, so wie es bei Steinkohle und Koks funktioniert? Z.B. Bei Lokomotivkohle auch im strengen Winter gibt es keine größeren Probleme, siehe russische Eisenbahner vor 1950, Finnland 1920...

Oder ist trockne Braunkohle hochgradig selbstentzündlich, also nicht lagerfähig?


Bei den Bedarfsmengen in den Kraftwerken und den Kohleveredlungsanlagen (Brikettfabriken, BHT-Kokereien, Druckgaswerk, Schwelereien etc.) war eine Zwischenlagerung in den Tagebauen und der stoffwirtschaftlichen und energetischen Weiterverwertung nicht möglich und mit erheblichen Aufwendungen verbunden gewesen. Es gab kleine Reservehaltungen zur Überbrückung von Engpässen. Eine Konsquenz aus der von @Signalobermaat geschilderten Situation im KW Boxberg.
Man kann Steinkohle auch nicht mit Rohbraunkohle (RBK) vergleichen. RBK besitzt ungefähr ein Drittel des Heizwertes der Steinkohle und besteht, wie schon beschrieben aus 55 - 60 % Wasser, 40 % Kohle und der verbleibende Rest sind nichtbrennbare Bestandteile.
Bei der RBK unterscheidet man wiederum zwischen Weich- und Hartbraunkohle, Mattbraun- und Glanzbraunkohle. Die mitteldeutsche Braunkohle verfügte über sehr hohe Schwefelgehalte, die u.a. in den Schwelereien in Böhlen und Espenhain zum Einsatz kam und erheblich die Umwelt in ihrer Verarbeitung beeinträchtigte.
Dann wiederum wird zwischen Kesselkohle (für die energetische Verwertung in den Kraftwerken), Brikettier- und Kokskohle und nicht zuletzt noch die Schwelkohle unterschieden. Eine der hochwertigsten Braunkohlen kam aus dem Tagebau Nochten und wurde über die Zwischenstufe der Brikettierung zu BHT-Koks veredelt. Diese Briketts hatten ein hohes Standverhalten, das für den Verkokungsprozeß von großer Bedeutung war. Vergasungsbriketts für die Druckgasgeneratoren hatten wiederum andere Eigenschaften, wie die Hausbrandbriketts.
Kesselkohle wurde zumeist über die Rohkohlebunker direkt zu den Befeuerungsanlagen der Dampferzeuger gefahren. Die Dampferzeuger besaßen in der Regel vier Schlagmühlen, in denen die Kohle zerkleinert und über die Befeuerung der Verbrennung zugeführt wurde. Verbrennungsrückstände wurden in der Aschewanne aufgefangen und über ein Aschekratzband abgeleitet.
Die Veredlungsbraunkohle kam vom Rohkohlebunker in die Rohkohleaufbereitung und von dort aus, entsprechend den Anforderungen in die jeweilige Brikettfabrik. Hier gab es die technologische Zwischenstufe der Trocknung mittels Röhrentrockner. D.h., die Braunkohle wurde mittels Prozeßdampf im 5 at - Bereich, der als Abdampf von 50 MW - EGT´s anfiel bzw. Dampfzustandswandler von 17,5 at heruntergefahren wurde, getrocknet und anschließend in Hochleistungsstrangpressen zu Briketts verpresst.
Wärme-Kraft-Kopplungen war also keine Erfindung von heute. Sie wurde schon in den Braunkohleveredlungsanlagen betrieben. Zumindest wurde schon ein sehr hoher energetischer Wirkungsgrad erreicht, der er auch international große Beachtung fand.
Ich werde jetzt aber keinen weiterführenden Exkurs in die Veredlung von RBK machen. Das würde den Rahmen hier sprengen.

Diese Beispiele sollen eigentlich nur veranschaulichen, dass die Arbeit nicht nur an der Oberfläche stattfand und man ein paar Kratzspuren hinterließ, sondern auch viel Fach- und Sachkenntnis auch in technisch-technologischen Prozessen verlangte.
Noch mehr gefordert war man bei der Entwicklung und Einführung neuer Verfahren, die im Rahmen von Staatsplanthemen Wissenschaft und Technik erfolgten bzw. der Erarbeitung langfristiger Intensivierungskonzeptionen, die strategischen Charakter trugen, wie z.B. die Erschließung und energetische und stoffwirtschaftliche Verwertung des 2. Lausitzer Flözes, dass sehr salzhaltige Rohbraunkohlen beherbergt.

OT - Es gab auch Überlegungen, die in Mocambique, in den Gruben von Moatize geförderte Steinkohle mittels Spezialschiffe in die DDR zu verbringen. Das hätte zugleich eine Umstellung des Schiffbauprogrammes in der DDR bedeutet. Es wurde aber von diesen Überlegungen Abstand genommen - man hätte ja gleich mit der Wurst nach dem Schinken schmeissen können.

Zumindest war das Arbeitsfeld vielschichtig, interessant und auch fordernd.

Vierkrug


Signalobermaat und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 21.02.2015 10:35 | nach oben springen

#200

RE: Den ehem. MA des MfS soll der „Prozess“ gemacht werden.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 21.02.2015 18:39
von Signalobermaat | 358 Beiträge

Also thomas48, ich weiß jetzt nicht was du konkret meinst ich soll mal bei der Poszkontrolle nachsehen, bzw. deine Akte getippt. Was konkret möchtest du erklärt haben?



nach oben springen



Besucher
8 Mitglieder und 37 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Oderfischer
Besucherzähler
Heute waren 93 Gäste und 18 Mitglieder, gestern 3936 Gäste und 179 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14372 Themen und 558373 Beiträge.

Heute waren 18 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen