#21

RE: Nothilfe an der innerdeutschen Grenze durch den BGS

in Bundesgrenzschutz BGS 07.05.2010 20:19
von Holtenauer | 1.158 Beiträge

Zitat von Zermatt
Aus der "SBZ" wurde doch am 7.10.1949 die DDR.Gabs überhaupt ein Datum,wo dieser Begriff von heute auf morgen verschwand oder ging das fliessend über`?




Meine ELtern (Jahrgang 23) und meine Oma haben immer nur von der SBZ gesprochen. Bei den Älteren hier in der BRD war das soweit ich sie kannte, überwiegend der Fall. SAh ich sogar in einem Atlas aus den 70er ? oder 80 er Jahren


Gruß
Thomas
Zerstörer Lütjens - D185

Seit man begonnen hat, die einfachsten Behauptungen zu beweisen, erweisen sich viele von ihnen als falsch

Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast


nach oben springen

#22

RE: Nothilfe an der innerdeutschen Grenze durch den BGS

in Bundesgrenzschutz BGS 07.05.2010 20:44
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von ABV
Diesen Artikel habe ich gerade beim Stöbern im Inline-Archiv des Spiegels gefunden.
Man muss noch heute den Hut vor der Courage des Generals und auch seiner Unterstellten ziehen.

Klick hier:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45291977.html
Gruß an alle
Uwe

Diese Männer haben Respekt verdient,war es doch nicht ganz ungefährlich....


nach oben springen

#23

RE: Nothilfe an der innerdeutschen Grenze durch den BGS

in Bundesgrenzschutz BGS 07.05.2010 20:51
von willie | 613 Beiträge

Meinen Dank an alle beteiligte des BGS, deren Vorgesetzte und an diejenigen die damals "stillgehalten"/nicht eingegriffen haben.
Willie


...Rechtschreibfehler sind die Special Effects meiner Tastatur!...
nach oben springen

#24

RE: Nothilfe an der innerdeutschen Grenze durch den BGS

in Bundesgrenzschutz BGS 07.05.2010 21:14
von Huf (gelöscht)
avatar

Es ist sehr gut, dass wir alle, ich meine von beiden Seiten, es heute so sehen!
Ein Erfolg!


nach oben springen

#25

RE: Nothilfe an der innerdeutschen Grenze durch den BGS

in Bundesgrenzschutz BGS 07.05.2010 22:09
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Mir haben im Text die Worte *übergesetzlichen Notstand* sehr gefallen....das die DDR daraus eine *Schwerwiegende Verletzung der Staatsgrenze der DDR* machte, ist irgendwie bezeichnend....

Mara


Kein Sex mit Nazis...!!!
nach oben springen

#26

RE: Nothilfe an der innerdeutschen Grenze durch den BGS

in Bundesgrenzschutz BGS 07.05.2010 22:10
von turmwache (gelöscht)
avatar

Hallo huf,

schön daß du wieder hier bist,
tw


nach oben springen

#27

RE: Nothilfe an der innerdeutschen Grenze durch den BGS

in Bundesgrenzschutz BGS 07.05.2010 22:14
von Huf (gelöscht)
avatar

@tw, ich freue mich auch über Euch, danke!


nach oben springen

#28

RE: Nothilfe an der innerdeutschen Grenze durch den BGS

in Bundesgrenzschutz BGS 08.05.2010 09:41
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von SkinnyTrucky
Mir haben im Text die Worte *übergesetzlichen Notstand* sehr gefallen....das die DDR daraus eine *Schwerwiegende Verletzung der Staatsgrenze der DDR* machte, ist irgendwie bezeichnend....

Mara


@mara, nachdem die bgs´ler am zaun hebelten ist man wohl nicht drum herum gekommen.
zu allen anderen dingen, schien man aber geschwiegen haben und hat es dadurch geduldet bzw. sanktioniert.

für uns ist es hier schwierig in "anderen kategorien" (also damalige) zu denken.


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
nach oben springen

#29

RE: Nothilfe an der innerdeutschen Grenze durch den BGS

in Bundesgrenzschutz BGS 08.05.2010 10:10
von SCORN (gelöscht)
avatar

mal ein kurzer bericht über eine kleine hilfe von der seegrenze, wenig dramatisch und helfende war auch nicht der BGS sondern in diesem fall ein schiff der volksmarine.

wir lagen unweit feuerschiff kiel vor anker und es herrschte eine ziemliche suppe draußen. wie aus dem nichts erschien aus einer nebelbank ein kleiner segler mit mehreren personen an bord die auch direkt auf uns zu hielten. in diesem moment waren gerade ein paar matrosen aus der maschine auf dem achterdeck und rauchten. das boot kam bis auf wenige meter längseits und unsere matrosen wurden höflich angesprochen und gefragt ob sie wüssten in welcher richtung kiel liegen würde, man sei selbst vom nebel überrascht worden und habe keine ahnung wo man sei. diese wiesen in eine richtung in der sie kiel das letze mal ohne nebel gesehen hatten. nach einem kurzen "danke" war das boot wieder im nebel verschwunden. nur war den maschinen leuten entgangen dass das schiff mittlerweile herumgeschwoit war. sie hatten diese leute in genau die entgegengesetzte richtung, weiter auf see hinaus geschickt. natürlich wurde dass auf der brücke bemerkt und die maschinen leute befragt was los war, schnell war klar was passiert ist. der kmdt. entschied sehr schnell anker auf zu gehen und mittels radar dieses boot zu suchen. es gelang uns auch sie zu finden. man konnte ihr erstaunen sehen als sie bemerkten daß sich ein grosses graues schiff aus dem nebel schälte und langsam auf sie zu hielt. sie wurden angerufen und ihnen die grobe richtung zugewiesen. sehr profesionel waren sie nicht ausgerüsstet. sie waren mit autoatlas und ohne kompass unterwegs. offensichtlich müssen sie es wohl geschafft haben denn von irgendwelchen vermissten hörte man in den nächsten tagen nichts, weder über NDR noch über den Funk des BGS oder polizei.(küstenwache gab es damals noch nicht).

allerdings geschah dies weit von den hoheitsgewässern der DDR entfernt so in etwa um 1985 quasi vor der haustür der bundesrep.
kleine story die eingang ins schiffstagebuch fand aber ansonsten kein rees gemacht wurde.

SCORN


zuletzt bearbeitet 08.05.2010 10:12 | nach oben springen

#30

RE: Nothilfe an der innerdeutschen Grenze durch den BGS

in Bundesgrenzschutz BGS 08.05.2010 10:35
von Altermaulwurf (gelöscht)
avatar

Im wesentlichen ist man sich aber von Seiten der DDR Organe immer über die Brisanz und Eskalationsgefahr bewußt gewesen. Provokationen sind mir leider all zu oft von westlicher Seite in Erfahrung geblieben.
Das waren meist durch entsprechend qualifizierte Massenmedien aufgeputschte Zivilisten, die meinten sich durch Beschimpfen und Bewerfen der Grenzsicherungskräfte oder aber auch durch Verletzungen des Territoriums bzw. Auslösen von Minenanlagen mittels Angelruten hervor zu tun.
Der Fairness halber sei gesagt, dass sich GZD und BGS auch meist besonnen und angemessen verhielt.
Dabei kam es zu teilweise gefährlichen Situationen, auf die in mir bekannten Fällen immer besonnen reagiert wurde.

Wie von Huf bereits angedeutet, war dies vor allem in Hinblick auf die Struktur ( Wehrdienst )und des Alters der eingesetzten Grenzsicherungskräfte hervor zu heben.
Oftmals 18 bis 20 jährigen Grenzern, wurde einiges an Mut und Besonnenheit abverlangt auf Provokationen angemessen zu reagieren.

Hier war auch die Arbeit der HA I gefordert, entsprechend labile oder mit anderen risikofaktoren behaftete Personen entsprechend anders einzusetzen. Mir sind die entsprechenden Personen auch als Anlausstelle für Beschwerden wegen unfairer Behandlung durch Vorgesetzte oder andere Unstimmigkeiten im Dienst in Erinnerung geblieben. In diesen Fällen wurde natürlich offen der Kontakt gesucht, um sich nicht einen gewissen Verdacht auszusetzen.

Im konkreten Fall, wäre der richtige Weg sicher die Kontaktaufnahme zu den Grenzsicherungskräften der DDR gewesen, um die Bergung von DDR Seite vorzunehmen ( per Telefon ja möglich ). Man stelle sich vor, ein uninformierter DDR Grenzposten trifft auf diese Situation und reagiert nur aus Angst oder Unerfahrenheit falsch.

Nun bin ich sicher nicht so moralisch geprägt einen Verletzten verbluten zu lassen, aber etwas leichtsinnig war die Aktion der BGS Grenzjäger schon.

Verzögerungen bei der Bergung die es leider auch gab, waren oftmals aber technischer Natur ( Minensperre / Bergebrücken ) bzw. lies es in Berlin die Eigensicherung auf Grund westlicher Aktivitäten nicht zu bzw. ist der Mensch in solchen Ausnahmesituationen oftmals schlicht überfordert.

Abschließend bitte auch nie vergessen, dass es der Alleinvertretungsanspruch der BRD, der DDR ein kooperatives Entgegenkommen in Fragen des Reiseverkehrs auch nicht gerade leicht gemacht hat.

Wenn mein Nachbar heute mein Grundstück beansprucht, dann gehe ich nicht zum Notar und gebe ihn Wegerechte..........

Gespielte oder auch ehrliche gemeinte Empörung, ersetzt noch lange nicht eine nüchterne Betrachtung der Lage.


zuletzt bearbeitet 08.05.2010 10:37 | nach oben springen

#31

RE: Nothilfe an der innerdeutschen Grenze durch den BGS

in Bundesgrenzschutz BGS 08.05.2010 10:57
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Welche anderen Dinge Gilbert...??? Ich les nur, das da ein Mensch anfängt zu verbluten und ihm schnelle Hilfe zuTeil werden muß....aus der besonderen Begebenheit der Location wurde selbst erst noch groß rumtelefoniert und ihm erst dann geholfen....aus meiner Zeit als DRK-Sanitöter weiß ich aber wie wichtig ein schnelles Handeln ist und aus der Erfahrung heraus mit Peter Fechter, war die Entscheidung wohl rechtens, den Zaun aufzuhebeln um ein Menschenleben zu retten....gesehen, das die ostdeutschen Grenzschützer wohl gepennt haben und eine schnelle medizinische Hilfe ihrerseits wohl nicht zu erwarten war....

....wenn zB dein Auto zu Klump gefahren wird, weil die Feuerwehr dran vorbei muß, weil dein Nachbar sein Haus in Flammen steht, dann ist das auch rechtens....übergesetzlicher Notstand halt....

Wat hättst du denn zB als Grenzaufklärer getan, wenn ein westdeutscher Grenz-Tourist just direkt vor der DL einen Herzinfarkt bekommt, aber kein BGSler in der Nähe is um ihn zu helfen....??? Da gehst du doch auch die paar Schritte über die DL um ihm zu helfen....???? Sach jetz nich, dat is eh ein Feind und der kann deinetwegen krepieren....

....wenn der blöde häßliche Streckmetallzaun wichtiger wie ein Menschenleben ist, dann weiß ich et ehrlich gesacht auch nitt mehr....

Unmenschlich waren ja schon die Minen....auch wenn drauf hingewiesen wurde....

Wenn du jetz vielleicht noch mit dem souveränen Recht eines jeden Staates seine Grenzen zu schützen kommst, dann is dat erstma richtig....nen paar Panzersperren gegen West gerichtet und vielleicht auch wat Signalanlagen auch in diese Richtung...alles okee....aber der Aufbau der Grenzanlagen war eindeutig wie die um einen Knast aufgebaut gegen Menschen die raus wollten....und da hat sich nu einer an den für einzelne Menschen tödlichen Sperren lebensgefährlich verletzt und dem mußte geholfen werden.....ja schnellstmöglich gerettet.....übergesetzlicher Notstand....u know....

Du kannst mir vorwerfen, das ich von der Politik und den ganze Kram aus'm kalten Kriech niks versteh....aber mein gesunder Menschenverstand sagt mir, das jedes Menschenleben zählt und wwenn da einer am krepieren is, dann muß dem nach allen Möglichkeiten ratzfatz geholfen werden....auch wenn ein verbotener Zaun deswegen mal eben seiner Funktion enthoben werden muß....dein Staat wird dat schon verkraften können....im Grunde war der Zaun eh hässlich wie die Nacht und den hätt man ohne Weiteres wieder in seinen Urzustand zurechtbiegen können....da is sicher noch nichmal ein materieller Schaden bei entstanden....

....und überhaupt....der Grund warum jemand egal wo lebensbedrohlich verletzt ist, ist in diesem Moment erstmal egal....wichtig ist, das dem Mensch scnellstmöglich geholfen wird....das nennt man Humanität und steht über allen Gesetzen....

groetjes uit Barberino

Mara


Kein Sex mit Nazis...!!!
zuletzt bearbeitet 08.05.2010 15:25 | nach oben springen

#32

RE: Nothilfe an der innerdeutschen Grenze durch den BGS

in Bundesgrenzschutz BGS 08.05.2010 11:02
von nolle (gelöscht)
avatar

@SCORN
mal ein kurzer bericht über eine kleine hilfe von der seegrenze, wenig dramatisch und helfende war auch nicht der BGS sondern in diesem fall ein schiff der volksmarine.

_______________________________________________________

Na bitte, kein "Staats tragender" Aufsatz, sondern etwas das man eigentlich als normal bezeichnen müsste.
Nun war ja im Verhältnis der beiden deutschen Staaten fast nichts Normal und deshalb Glückwunsch und Hochachtung an den Kapitän und an die Kameraden vom BGS die sich zu aller erst von einem menschlichen Grundsatz leiten ließen: Menschen in Not und Lebensgefahr zu helfen. Egal wo sie nun gerade mal geboren waren. Die Staatslinie ist ja schön und gut aber etwas Zivilcourage gelegentlich auch.
tschüß


nach oben springen

#33

RE: Nothilfe an der innerdeutschen Grenze durch den BGS

in Bundesgrenzschutz BGS 08.05.2010 14:38
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

[quote="Altermaulwurf"]Im wesentlichen ist man sich aber von Seiten der DDR Organe immer über die Brisanz und Eskalationsgefahr bewußt gewesen. Provokationen sind mir leider all zu oft von westlicher Seite in Erfahrung geblieben.

Maches wurde seitens der DDR auch dramatisiert.

Das waren meist durch entsprechend qualifizierte Massenmedien aufgeputschte Zivilisten, die meinten sich durch Beschimpfen und Bewerfen der Grenzsicherungskräfte oder aber auch durch Verletzungen des Territoriums bzw. Auslösen von Minenanlagen mittels Angelruten hervor zu tun.
Der Fairness halber sei gesagt, dass sich GZD und BGS auch meist besonnen und angemessen verhielt.
Dabei kam es zu teilweise gefährlichen Situationen, auf die in mir bekannten Fällen immer besonnen reagiert wurde.
Wie von Huf bereits angedeutet, war dies vor allem in Hinblick auf die Struktur ( Wehrdienst )und des Alters der eingesetzten Grenzsicherungskräfte hervor zu heben.
Oftmals 18 bis 20 jährigen Grenzern, wurde einiges an Mut und Besonnenheit abverlangt auf Provokationen angemessen zu reagieren.
Hier war auch die Arbeit der HA I gefordert, entsprechend labile oder mit anderen risikofaktoren behaftete Personen entsprechend anders einzusetzen. Mir sind die entsprechenden Personen auch als Anlausstelle für Beschwerden wegen unfairer Behandlung durch Vorgesetzte oder andere Unstimmigkeiten im Dienst in Erinnerung geblieben. In diesen Fällen wurde natürlich offen der Kontakt gesucht, um sich nicht einen gewissen Verdacht auszusetzen.
Im konkreten Fall, wäre der richtige Weg sicher die Kontaktaufnahme zu den Grenzsicherungskräften der DDR gewesen, um die Bergung von DDR Seite vorzunehmen ( per Telefon ja möglich ). Man stelle sich vor, ein uninformierter DDR Grenzposten trifft auf diese Situation und reagiert nur aus Angst oder Unerfahrenheit falsch.

Nun die GIP gabes erst ab 1973.
Vorher hat die westliche Seite Telegramm gersendet oder auf Zuruf vor Ort um Kontaktaufnahme gebeten.
Letzeres ging nicht, waren ja keine Kräfte der Gegnseite vor Ort.

Nun bin ich sicher nicht so moralisch geprägt einen Verletzten verbluten zu lassen, aber etwas leichtsinnig war die Aktion der BGS Grenzjäger schon.

Echt!!!

Verzögerungen bei der Bergung die es leider auch gab, waren oftmals aber technischer Natur ( Minensperre / Bergebrücken ) bzw. lies es in Berlin die Eigensicherung auf Grund westlicher Aktivitäten nicht zu bzw. ist der Mensch in solchen Ausnahmesituationen oftmals schlicht überfordert.

Machmal hat man sich auch Zeit gelassen.


"Mobility, Vigilance, Justice"
nach oben springen

#34

RE: Nothilfe an der innerdeutschen Grenze durch den BGS

in Bundesgrenzschutz BGS 08.05.2010 14:41
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

[quote="Huf"]Liest man den Spiegel-Artikel, hat man zunächst den Eindruck, als wäre der Autor dabeigewesen. Er zitiert Beteiligte direkt.
Zweitens: Auf welchem Wege gelangten zu jener Zeit Informationen über derartige Vorgänge an der Grenze von Dienststellen des BGS o.ä. in die Redaktionen? Und mit welchem Ziel?

Was meinste wer von der Sache alles Wind bekommen hat!!!
Im übrigen waren auch Kräfte des Zoll und der BGP mit vor Ort.
Der Verletzte kam ins Krankenhaus, nur eine Zufahrt zum Ereignisort etc..


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 08.05.2010 18:16 | nach oben springen

#35

RE: Nothilfe an der innerdeutschen Grenze durch den BGS

in Bundesgrenzschutz BGS 08.05.2010 18:22
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Thunderhorse

Zitat von Altermaulwurf

Nun bin ich sicher nicht so moralisch geprägt einen Verletzten verbluten zu lassen, aber etwas leichtsinnig war die Aktion der BGS Grenzjäger schon.



Echt!!!




Sicher war das leichtsinnig! Wenn nun durch das Signalfeuerwerk auf westlicher Seite doch ein Postenpaar aufmerksam geworden wäre dann würde ihnen allein das, weil gänzlich unnormal, schon ein mulmiges Gefühl bereiten und dazu ist es ja auch nocht Nachts. Trifft dieses schon verunsicherte Postenpaar jetzt am Haldlungsort ein und sieht uniformierte Kräfte West die in ihren Augen gerade dabei sind einen Durchgang durch die Sperranlagen zu schaffen, dann würde ich als nächste Reaktion die Abwehr dieses Angriffes auf die Staatsgrenze unter Anwendung der Schusswaffe erwarten und dieses Verhalten in einem entsprechenden Abschlussbericht als vorbildliches Verhalten im Grenzdienst bezeichnen.

Diese Gefahr wird hier von @Mara und einigen anderen scheinbar übersehen. So verständlich diese Handlung aus moralischer Sicht auch sein mag, am Ende hätten ebenso 3 Tote am MGZ liegen können.

Das ein Manipulieren der Sperranlagen zur Begünstigung einer RF durch die offiziellen Stellen der DDR als "Schwerwiegende Verletzung der Staatsgrenze der DDR" bezeichnet wird, sollte doch nun keine Irritationen hervorrufen.


Menschlich ist die Vorgehensweise durchaus verständlich, die möglichen Gefahren und Verwicklungen die sich aus der Lage hätten ergeben können sollte man jedoch auch im Auge behalten.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 08.05.2010 18:24 | nach oben springen

#36

RE: Nothilfe an der innerdeutschen Grenze durch den BGS

in Bundesgrenzschutz BGS 08.05.2010 18:53
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von Feliks D.

Zitat von Thunderhorse

Zitat von Altermaulwurf

Nun bin ich sicher nicht so moralisch geprägt einen Verletzten verbluten zu lassen, aber etwas leichtsinnig war die Aktion der BGS Grenzjäger schon.


Echt!!!



Sicher war das leichtsinnig! Wenn nun durch das Signalfeuerwerk auf westlicher Seite doch ein Postenpaar aufmerksam geworden wäre dann würde ihnen allein das, weil gänzlich unnormal, schon ein mulmiges Gefühl bereiten und dazu ist es ja auch nocht Nachts. Trifft dieses schon verunsicherte Postenpaar jetzt am Haldlungsort ein und sieht uniformierte Kräfte West die in ihren Augen gerade dabei sind einen Durchgang durch die Sperranlagen zu schaffen, dann würde ich als nächste Reaktion die Abwehr dieses Angriffes auf die Staatsgrenze unter Anwendung der Schusswaffe erwarten und dieses Verhalten in einem entsprechenden Abschlussbericht als vorbildliches Verhalten im Grenzdienst bezeichnen.
Diese Gefahr wird hier von @Mara und einigen anderen scheinbar übersehen. So verständlich diese Handlung aus moralischer Sicht auch sein mag, am Ende hätten ebenso 3 Tote am MGZ liegen können.
Das ein Manipulieren der Sperranlagen zur Begünstigung einer RF durch die offiziellen Stellen der DDR als "Schwerwiegende Verletzung der Staatsgrenze der DDR" bezeichnet wird, sollte doch nun keine Irritationen hervorrufen.
Menschlich ist die Vorgehensweise durchaus verständlich, die möglichen Gefahren und Verwicklungen die sich aus der Lage hätten ergeben können sollte man jedoch auch im Auge behalten.




Und schon beim:

Was wäre wenn gewesen, angekommen.

Was wäre wenn gewesen, wenn die Kräfte der BGP und des BGS beim Vorfall Uwe Preußner just in diesem Moment etwas anders gestanden hätten!!!
Was wäre wenn gewesen, wenn der Grenzbesucher damals nicht auf dem Bildstein gesessen hätte.

Im Nachhinein läßt es sich wahrlich trefflich spekulieren.

Dazu ein paar Anmerkungen:

Die Grenztruppe tauchte sehr spät auf.
Über eine Zeitraum von 15 min wurde immer wieder Signalmunition verschossen.
Man hat dies sogar beobachtet.
Ein GP vernahm die Minendetonation (wurde Fehlinterpretiert), es erfolgte eine Alarmauslösung am Signalzaun, die Vorkommnisse bei der GT ließen sich diesbezüglich fortführen.
Und die Funkaufklärung Ost hat hier auch gepennt.


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 08.05.2010 18:55 | nach oben springen

#37

RE: Nothilfe an der innerdeutschen Grenze durch den BGS

in Bundesgrenzschutz BGS 08.05.2010 19:10
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Ja was wäre wenn gewesen, wenn man im Osten den Soldaten nich so ein Hass eingetrichtert hätte.....was wären wenn gewesen, wenn man sich auch mal guten Tag sagen durfte.....aber nein, ein Tagesgruß seitens des BGSses war ja fast schon eine aggressive Provokation aus Sicht der GT.....is doch wahr....

Mara


Kein Sex mit Nazis...!!!
nach oben springen

#38

RE: Nothilfe an der innerdeutschen Grenze durch den BGS

in Bundesgrenzschutz BGS 08.05.2010 21:16
von Altermaulwurf (gelöscht)
avatar

Man muss schon beim konkreten Fall bleiben und die realen Risiken dabei sehen.

Eine Eskalation wäre hier durchaus im Rahmen des möglichen gewesen und hätte durch Eigendynamik ungeahnte Folgen haben können.

Warum war ein normales dienstliches Verhältnis zu den Grenzsicherungskräften West nicht möglich, der Alleinvertretungsanspruch der BRD lies das leider nicht zu.

Thunderhorse, Deine zynischen Kommentare hinsichtlich meiner Äußerungen zu dem Verletzten sind geschmacklos und kannste stecken lassen ...........

Die DDR war nicht darauf aus Opfer an der Grenze zu haben, alle Konzepte liefen auf Verhinderung von Grenzdurchbrüchen im Vorfeld hinaus.....
Schon in Hinblick auf das internationale Ansehen schadete uns jedes Opfer an der Grenze.


nach oben springen

#39

RE: Nothilfe an der innerdeutschen Grenze durch den BGS

in Bundesgrenzschutz BGS 09.05.2010 00:01
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von Altermaulwurf
Man muss schon beim konkreten Fall bleiben und die realen Risiken dabei sehen.
Eine Eskalation wäre hier durchaus im Rahmen des möglichen gewesen und hätte durch Eigendynamik ungeahnte Folgen haben können.
Warum war ein normales dienstliches Verhältnis zu den Grenzsicherungskräften West nicht möglich, der Alleinvertretungsanspruch der BRD lies das leider nicht zu.
Thunderhorse, Deine zynischen Kommentare hinsichtlich meiner Äußerungen zu dem Verletzten sind geschmacklos und kannste stecken lassen ...........

Zynisch!!
Was ist an dem Satz zynisch:
Mal ein Beispiel:
Wenn ein Minenverletzter nach 20 min aus der Sperre geschleift wird, auf einen Lkw verfrachtet und dieser bleibt weitere 20 min vor Ort stehen.
Die Einlieferung in ein Krankenhaus erfolgte 2 Stunden nach dem Vorfall.
In manchen Fällen wurde erste Hilfe seitens des Westens angeboten (z.B.: der Fall K. Lichtenstein), die Gegenseite verweigerte.





Die DDR war nicht darauf aus Opfer an der Grenze zu haben, alle Konzepte liefen auf Verhinderung von Grenzdurchbrüchen im Vorfeld hinaus.....
Schon in Hinblick auf das internationale Ansehen schadete uns jedes Opfer an der Grenze.


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 09.05.2010 00:02 | nach oben springen

#40

RE: Nothilfe an der innerdeutschen Grenze durch den BGS

in Bundesgrenzschutz BGS 09.05.2010 00:18
von Mike59 | 7.969 Beiträge

Zitat von Thunderhorse

Zitat von Altermaulwurf
Man muss schon beim konkreten Fall bleiben und die realen Risiken dabei sehen.
Eine Eskalation wäre hier durchaus im Rahmen des möglichen gewesen und hätte durch Eigendynamik ungeahnte Folgen haben können.
Warum war ein normales dienstliches Verhältnis zu den Grenzsicherungskräften West nicht möglich, der Alleinvertretungsanspruch der BRD lies das leider nicht zu.
Thunderhorse, Deine zynischen Kommentare hinsichtlich meiner Äußerungen zu dem Verletzten sind geschmacklos und kannste stecken lassen ...........

Zynisch!!
Was ist an dem Satz zynisch:
Mal ein Beispiel:
Wenn ein Minenverletzter nach 20 min aus der Sperre geschleift wird, auf einen Lkw verfrachtet und dieser bleibt weitere 20 min vor Ort stehen.
Die Einlieferung in ein Krankenhaus erfolgte 2 Stunden nach dem Vorfall.
In manchen Fällen wurde erste Hilfe seitens des Westens angeboten (z.B.: der Fall K. Lichtenstein), die Gegenseite verweigerte.

Die DDR war nicht darauf aus Opfer an der Grenze zu haben, alle Konzepte liefen auf Verhinderung von Grenzdurchbrüchen im Vorfeld hinaus.....
Schon in Hinblick auf das internationale Ansehen schadete uns jedes Opfer an der Grenze.



-----------------------------
Hmm das ist natürlich sh.., Ich war selber Minenbergetruppführer (nicht zum Einsatz gekommen) Ich finde es ..... ! Es ist immer auch für alle Personen vor Ort eine Grenzsituation.
Wer reagiert bei einem Verkehrsunfall richtig- ich habe jetzt schon 4x bei einem Verkehrsunfall eingreifen müssen, zum Glück nur einmal mit einem Toten. Ich mache es einfach, Ich bin dazu Ausgebildet und es ist meine Aufgabe - punkt um - Ich weis das es nicht jeder kann. So ist der Mensch eben.

Mike59


nach oben springen


Ähnliche Themen Antworten/Neu Letzter Beitrag⁄Zugriffe
Einsilbigkeit - Unhöflichkeit ? Kontrolleure an der innerdeutschen Grenze
Erstellt im Forum Leben an der Berliner Mauer von Stringer49
121 07.12.2015 23:04goto
von Pitti53 • Zugriffe: 9871
Buch: Die eisige Naht: Die innerdeutsche Grenze bei Hötensleben, Offleben und Schöningen 1952-1990
Erstellt im Forum DDR Grenze Literatur von tdk03
5 03.05.2013 20:26goto
von grenzman • Zugriffe: 3335
So war′s an der innerdeutschen Grenze
Erstellt im Forum Presse Artikel Grenze von Angelo
22 16.11.2012 12:25goto
von 94 • Zugriffe: 3632
Erinnerung an die innerdeutsche Grenze zwischen Rasdorf und Geisa
Erstellt im Forum Das Ende der DDR von Angelo
10 18.02.2015 12:51goto
von Hansteiner • Zugriffe: 1933
"Eingemauert!" Die innerdeutsche Grenze
Erstellt im Forum Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze von Pitti53
11 05.07.2009 00:18goto
von Obermaat • Zugriffe: 2543
Der Anfang und das Ende der Innerdeutschen Grenze
Erstellt im Forum Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze von Angelo
7 15.10.2015 16:15goto
von Freienhagener • Zugriffe: 3142
Die Sicherung der Innerdeutschen Grenze und der Berliner Mauer
Erstellt im Forum Grenzbilder innerdeutsche Grenze von Angelo
6 23.02.2009 23:46goto
von Rainman2 • Zugriffe: 9535
Das Leben an der Innerdeutschen Grenze
Erstellt im Forum Grenzbilder innerdeutsche Grenze von Angelo
1 20.01.2014 16:19goto
von Sonne • Zugriffe: 6057
DDR Grenzaufklärer bei der Arbeit an der Innerdeutschen Grenze
Erstellt im Forum Grenzbilder innerdeutsche Grenze von Angelo
346 22.11.2015 18:07goto
von Schubi • Zugriffe: 36924
Halt! Hier Grenze - Auf den Spuren der innerdeutschen Grenze
Erstellt im Forum DDR Grenze Literatur von Angelo
0 13.10.2008 15:34goto
von Angelo • Zugriffe: 2803

Besucher
3 Mitglieder und 43 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Andre Lambert
Besucherzähler
Heute waren 505 Gäste und 27 Mitglieder, gestern 3660 Gäste und 197 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14371 Themen und 558178 Beiträge.

Heute waren 27 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen