#61

RE: Unheimliche Begegnung

in Spionage Spione DDR und BRD 21.08.2011 13:05
von EK86II (gelöscht)
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Zitat von Angelo

Ich denke das sollte als Regel reichen.


16) Absichtliche Zerstörung von qualitativ hohen Beiträgen im Forum....... Mutmaßungen oder absichtliches verbreiten von "Märchen", führen zu einem schlechten Bild in diesem Forum das dazu führt , daß das Ansehen damit geschädigt wird.



alles klar. es liegt mir fern "qualitativ hohe Beiträge" zu zerstören. Auch werde ich keine Märchen verbreiten! Warum auch. Wer lesen kann der bildet sich seine Meinung selber. Nichts anders habe ich getan. Das Kund tun der eigenen Meinung wird doch bei euch sehr hoch gehandelt. Warum einer dass darf und eine ganze Usergruppe diffamiert, während mein bloses Ansprechen dieser Sache schon die Forumsadministration auf den Plan ruft, erschliest sich mir nicht!

das ganze ist noch nicht mal OT sondern in der Tat eine Begegnung der Unheimlichen Art.

ziemlich sauer,
Peter


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#62

RE: Unheimliche Begegnung

in Spionage Spione DDR und BRD 21.08.2011 13:30
von Adam | 145 Beiträge

Hallo !! muß ich EK86II voll und ganz recht geben !!! gruß Adam


Ausbildung:GAR.7 Halberstadt 02.11.1984-25.04.1985
Grenzdienst:GR1/GK1 Pfaffschwende 25.04.1985-29.04.1986
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#63

RE: Unheimliche Begegnung

in Spionage Spione DDR und BRD 21.08.2011 13:32
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Thunderhorse
...Das ist Schnee von Gestern.
...Die Verjährung greift auch,
http://www.generalbundesanwalt.de/txt/spionage.php
von daher auch keine Gefahr.

Die biologische Zeitschiene darf man nicht vergessen.



Nun ja, es gibt nicht nur die strafrechtliche Seite, auch eine menschliche im Hinblick auf öffentliches und privates Umfeld. So einfach ist dies nicht und für jemanden, der hiermit nur für Minuten zu tun hatte, auch nicht wirklich einzuschätzen.
Persönliche Gespräche oder öffentlich oder auch gar nicht, diese Entscheidung möchte man da schon diesen Leuten überlassen. Da wird wohl manches noch Zeit brauchen.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#64

RE: Unheimliche Begegnung

in Spionage Spione DDR und BRD 24.08.2011 02:31
von Mart | 734 Beiträge

Wenn sich alle Gemüter beruhigt haben, dann können wir vielleicht zunächst einmal einige Vokabeln klären.
Folgendes entstammt meiner nachwendlichen Recherche sowie Gesprächen mit Zeitzeugen. Wegen der Zeitzeugen werde ich einiges wage formulieren. Natürlich ist mein Wissensstand vmtl. auch nicht vollständig.

Was war die V2000? Die "Verwaltung 2000" hat es als Begrifflichkeit (nur) bei den Grenztruppen gegeben. Diese "Verwaltung 2000" war real die Hauptabteilung I des MfS.

Die HA I hatte bis ca. 1980 (verkleinert 85) eine "Einsatzkompanie". Der entsprechende Verpflichtungsbefehl tauchte mehrfach als angeblicher Schießbefehl in der Öffentlichkeit auf. Diese Einsatzkompanie war ursprünglich die einzige, die Schleusungen durchführte: Auf Befehl wurde im entsprechenden Abschnitt die Truppe abgezogen, der befohlene Teil der Einsatzkompanie zog in GT-Uniform auf und führte seine Maßnahmen durch.

Ab 1980/85 wandelte sich das Bild: Zusehends übernahmen die drei zentralen SiK (der GT) diese Aufgabe. Schneewittchen und Madonna sind entsprechende Tarnnamen.
Dabei ist eine (meines Wissens) noch nie öffentlich erörterte Sache zu sagen: Den meisten Angehörigen der drei SiK ist entsprechendes völlig unbekannt. Das halte ich auch für glaubwürdig. Wie sage ich es - ohne es doch zu sagen? Das war -soweit ich das recht überblicke- ausnehmend tricky eingefädelt. Maskirowka möchte ich sagen.

Sagen wir mal so: Ich habe mit Beteiligten gesprochen. Ich habe keine Zweifel an deren Aussagen, weitergehende Recherche ergibt keine Widersprüche. Ich habe allerdings noch nie jemanden erlebt, der an die Öffentlichkeit ging. (Das ist deren gutes Recht.)
Dabei bleibt es auch.


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#65

RE: Unheimliche Begegnung

in Spionage Spione DDR und BRD 24.08.2011 04:31
von S51 | 3.733 Beiträge

Auch hier zeigt sich wieder, dass nicht alles allgemeingültig ist oder war.
- Ich für meine Person habe nie und zu keinem Zeitpunkt zwischen 1983 und 1985 Angehörige der SIK der GT bei solchen Aktionen erlebt. Die Sicherungseinheiten waren immer von der HA I, hier dem Sicherungszug der Einsatzkompanie. Ich kenne mindestens einen ihrer ehem. Angehörigen deshalb persönlich, weil ich mit ihm gemeinsam in der Lehre war. Daher weiß ich auch, dass er nicht AGT war. Doch soll es gerade in Mitte und beim GKS (Grenzkommando Süd) teilweise anders gewesen sein. "Soll" beruht auf Erzählungen, Gehörtem. Er hat mich übrigens auch bei solchen Gelegenheiten gesehen und nicht schlecht gestaunt, als er mich denn einmal in Uniform im Heimatort sah, weil mein Urlaub da gerade zu Ende war.
- Anders als er gehörte ich aber nie zu dieser Einheit. Kenne daher auch keine genauen Strukturen. Dass ich während meiner Armeezeit bei der HA I als GMS geführt wurde, habe ich erst erfahren, als ich gegauckt wurde. Weiß auch erst seitdem, was das überhaupt war. Mein "Wissensstand" war immer nur eine Zugehörigkeit zur Militärischen Aufklärung der NVA zwischen November 1982 und Oktober 1985, Dienststelle Dessau, Außenstelle Blankenburg. Alle Kontakte dorthin gab es nur bei manchen Einsätzen oder den legendierten Einweisungen.
- In 99,9 % meiner Dienstzeit war ich lediglich normaler Angehöriger der GT ohne jede extra Anweisung.
- Selbst bei angekündigten Einsätzen kam ich eher selten in Aktion, hatte immer den Eindruck, dass ich eine Vertretung war für jemanden anders, ohne zu wissen für wen.
- So, wie ich es erlebt habe, hat die reguläre SIK der GT Arbeiten am Zaun oder auf dem vorgelagerten Gebiet abgesichert, wenn dies kräftemäßig für die Grenzkompanien nicht möglich war.
- Bei allen diesen Einsätzen wurde der Tarnname "Schneewittchen" gebraucht aber eben nicht durch diese Einheiten sondern durch die GT bei den flankierenden Anweisungen ("Schneewittchen ist durch", "- kommt" oder ähnlich). Der Begriff "Schneewittchen" wurde keineswegs gerne gehört. Die Leute konnten dann ausgesprochen sauer reagieren. Ich habe diesen Begriff daher immer als eine Bezeichnung Außenstehender angesehen. Aber er hatte "was". So rein und unschuldig...
- Die Sicherung war manchmal empfunden ganz schön übereifrig, mitunter fanatisch anmutend. Um so mehr, je weiter hinten und umgekehrt.
- Die sichernden Einheiten hatten mit der Aktion selbst nicht unbedingt zu tun. Sie haben nur begleitet und abgesichert aber die eigentlichen Aktionen wurden durch andere Einheiten des MfS oder auch der NVA (nicht GT!) durchgeführt. Damit meine ich die unmittelbare Begleitung, die technische Handhabung von Zaun, Tor, Durchlässen, Identitätsprüfungen.
Die Sicherung hat den An- und Abmarschweg abgeschirmt, Postenpunkte besetzt, den Wagen (so benutzt) gefahren, die Kommunikation durchgeführt. Kontakt zum eigentlichen Einsatz bestand darin, die abgesprochenen Wege und Transportmittel zu benutzen, per Parole zu klären ob man durchgelassen wurde oder eben nicht (wird aber wohl kaum mal passiert sein). Seltener und nur ganz speziell für Handreichungen. Wenn zum Beispiel Kleidung eingesammelt wurde. Deshalb habe ich seinerzeit so auf Thunderhorses Anmerkung reagiert, dass nach solchen Aktionen FDU gefunden wurden. Da wurde wohl mal etwas nachlässig gearbeitet.
- Mein Part bestand, wenn mal, dann in der technischen Seite. Ich habe Dinge transportiert von A nach B und umgekehrt. Zäune aufgemacht oder Durchlässe und sie wieder zugemacht. Spuren beseitigt. Mehr nicht.
- Wie schon so mancher geschrieben hat, trugen bei solchen Aktionen alle Beteiligten FDU. Gegebenenfalls über ihrer sonstigen Kleidung, mal mit Schulterstücken, mal ohne. Wenn mit, dann meist Unteroffizersdienstgraden (Fw war wohl üblich). Ich habe keine, nicht mal die Spur von Ahnung, ob die Dienstgrade anderer gestimmt haben oder nicht. Meiner auch nicht immer aber meistens. Im Harz trug man wohl immer dazu noch den Regenumhang. Ich kenne keinen Namen. man hat sich mir immer nur mit der Parole vorgestellt oder ich kannte die Personen von der Einweisung her (das war selten). Ebenso hat nie jemand von mir meinen Namen zu hören bekommen sondern nur die Parole oder kannte mich als "Heinz".
- Ich habe nicht nur einmal gehört und gelesen, dass die Einsatzkompanie der HA I nach 1985 aufgelöst wurde. Jedoch habe ich auch danach in Schierke öfter ganz normal Urlaub gemacht und bei so mancher Gelegenheit dabei Fahrzeuge gesehen (einige hatten auch einen ganz besonderen "Klang"), die mir sehr bekannt vorkamen. Ohne dass ich nach meiner aktiven Zeit aber auch nur entfernt eine Ahnung gehabt hätte, wass sie dort machten. Ich ging in solchen Fällen auch ganz bewußt auf Abstand, wollte nicht zuviel wissen. OK, die Akten sprechen so, ich habe Zweifel.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 24.08.2011 04:48 | nach oben springen

#66

RE: Unheimliche Begegnung

in Spionage Spione DDR und BRD 24.08.2011 09:51
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Nach meiner Recherche wurde die Einsatzkompanie 1985 aufgelöst und in die "SiK 2000" der HA I beim KGT (auch WSE/ HA I) integriert, welche es auch schon vorher gab. Die "SiK 2000" war ab 1987? als SiK legendiert im GR-33 untergebracht.

Ja S51, und die Militär-Aufklärung der NVA gab´s noch extra.

Zitat
Zitat Thunderhorse:

Schleusungen wurden nicht von den 2000er durchgeführt.

Hier waren gefragt, die HA I/KGT und die AG Grenze der HV A.
Ab 1988, Abt. XVII der HV A.
Ferner war die HA VIII bei Grenzschleusungen im Boot.

Eine Abteilung Aufklärung gabs bei jedem GK , eine UA Aufklärung in jedem GR.


zuletzt bearbeitet 24.08.2011 12:56 | nach oben springen

#67

RE: Unheimliche Begegnung

in Spionage Spione DDR und BRD 25.08.2011 01:25
von Mart | 734 Beiträge

Das Datum 1985 für die (jedenfalls angebliche) Auflösung der Einsatzkompanie der HA I des MfS kommt über das entsprechende Handbuch der BStU ins Spiel; dort ist das so geschrieben. Auch ich habe meine Zweifel - dazu später.

Der Aufgabenübergang (81/85) soll auf AG Hoffmann zurückgehen: Der fand es nicht so toll, dass das MfS und das KGB permanent Bescheid wußte, wer da so alles die Grenze passierte. Soweit man das für richtig annimmt, bedeutet das sicherlich, dass das eigentlich ein Wunsch sowjetischer Militärs war (bitte immer in den weltgeschichtlichen Zeitrahmen einordnen!).
Kritische Nachfragen sind da angebracht: Die Lage der Schleusen wußte das MfS. Verschiedene Schleusungskommandos stelle ich mir schwierig vor - zumal da ja immer noch der V2000 sich die Berichte der eigentlichen Grenzer anhörte.
Andererseits ist die Idee völlig schlüssig: Das fiel zeitlich in eine Phase, in der sich der Geheimdienst sowie die Armeeaufklärung nicht so völlig grün waren. Und da wird auch immer noch etwas vergessen: Da waren ja nicht nur DDR-Bürger zu schleusen. Der große sowjetische Armeebruder hatte da auch den einen oder anderen zu schleusen.

Nach der "Auflösung" der Einsatzkompanie muss es auf alle Fälle mindestens einige Strukturteile der Einsatzkompanie des MfS weiter gegeben haben. Auf alle Fälle im Handlungsbereich des GKM; das halte ich für sicher.

S51 sprach von "eigentlichen SIK" - das kommt der Sache wohl schon sehr nahe. Aber schauen wir uns die drei SiK erstmal genauer an: Sie wurden 1981(85) aufgestellt. Im Grunde liegt da jeweils ein kadiertes Bataillon vor - zumindest bezogen auf den Sicherstellungsbereich. Die Ausbildung dürfte etwa zwischen Fernaufklärer und Spezialaufklärer gelegen haben: Sprung, Einzelkampf, Überleben, Tauchen, Bergsteigen. Aber nicht alle alles: Die Züge waren spezialisiert. Hinzu kommt, dass die Züge sich teilweise überhaupt nicht kannten - schon an dieser Stelle wäre es möglich gewesen, einen weiteren Zug unter dieser Flagge segeln zu lassen.

Fest scheint mir zu stehen, dass ab 81/85 sowohl das MfS als auch die Sik schleusten. Und das unabhängig voneinander. Schneewittchen und Madonna sind mit hoher Sicherheit Tarnnamen der SiK. - Hier ist der Nebensatz von S51 wichtig (eigentliche Sik). Wir könnten reing gedanklich ja mal annehmen, dass es jeweils noch eine uneigentliche SiK (besser: Zug) gab.
Die Situation bei der SiK 26 ist mir unklarer als bei den SiK 25 und 27. Für die 26 habe ich nicht einen einzigen Zeitzeugen. Ich hörte lediglich, dass der KC zeitweise ein Oberst (!) gewesen sei.

GZB1: Von der von Dir erwähnten SiK2000 beim GR 33 höre ich zum ersten Mal. Mit welcher Einheit und Nummer war die bei GT legendiert? Hast Du für diese Einheit ggf. auch einen Tarnnamen?

S51: Übrigens habe ich Deinen persönlichen Bericht nur teilweise verstanden; ggf. finde ich dort ein fehlendes Puzzleteilchen. Können wir uns dazu per Mail näher austauschen?


zuletzt bearbeitet 25.08.2011 01:27 | nach oben springen

#68

RE: Unheimliche Begegnung

in Spionage Spione DDR und BRD 25.08.2011 01:53
von Mart | 734 Beiträge

Zitat von S51
So, wie ich es erlebt habe, hat die reguläre SIK der GT Arbeiten am Zaun oder auf dem vorgelagerten Gebiet abgesichert, wenn dies kräftemäßig für die Grenzkompanien nicht möglich war.


Das ist richtig - obwohl das "kräftemäßig" wohl nicht das primäre Problem war. Es ging da eher um kritische Abschnitte.

Das Profil der SiK war aber deutlich umfangreicher: Fallweise hüpften oder sprangen sie aus einem Hubschrauber. Sie bewegten sich schnell in unwegsamen Gelände. Sie gingen als "GAK" feindwärts. Sie fertigten Fotodokumentationen an, wenn man die eigentlichen GAK da nicht ranlassen wollte. Sie kamen zum Einsatz, wenn ein bewaffneter Grenzdurchbruch befürchtet wurde. Zumindest ein Einsatz von Teilen der SiK 27 bei einem Fluchtversuch mehrerer sowjetischer Soldaten scheint einigermaßen belegbar.
Und einige (wenige) Angehörige der SiK waren wohl auch auf der anderen Seite des Grenzsteins - spätestens an dieser Stelle wird klar, warum die Herren so schmallippig sind.


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#69

RE: Unheimliche Begegnung

in Spionage Spione DDR und BRD 25.08.2011 07:38
von GZB1 | 3.287 Beiträge

@Mart

ich kenne diese SiK nur unter Sicherungskompanie, ohne weiteren Namen, Nr, Legendierung oder Tarnnamen. In dieser SiK gab es die "Gullyrutscher" (Kanalzug), welche die unterirdischen Anlagen und Abwasserkanäle im Grenzgebiet kontrolliert haben. Immer mit KFZ GAZ-69 (später mit UAS-469?). Angemeldet am GSZ-Tor haben sie sich
mit: Kanalkontrolle.

Zitat @Mart:
...Nach der "Auflösung" der Einsatzkompanie muss es auf alle Fälle mindestens einige Strukturteile der Einsatzkompanie des MfS weiter gegeben haben. Auf alle Fälle im Handlungsbereich des GKM; das halte ich für sicher....

Was bringt dich zu dieser Ansicht?


zuletzt bearbeitet 25.08.2011 09:49 | nach oben springen

#70

RE: Unheimliche Begegnung

in Spionage Spione DDR und BRD 26.08.2011 01:38
von Mart | 734 Beiträge

(Lediglich) mehrere Induktivschlüsse; den ersten hast Du schon genannt: Der Kanalsicherungszug existierte auf alle Fälle weiter. Und das MfS hat ja auch nach 1985 weiter geschleust: Im Falle von "Kid" ist das verbürgt. Meine Fantasie reicht nicht um mir vorzustellen, dass man 1985 erstmal alles auflöst um dann von Null auf die Schleusungsstruktur und -erfahrung völlig neu aufzubauen.

Letztes Argument ist möglicherweise keins - verdient aber der Beachtung: Bei der SiK 26 (wie auch bei den anderen beiden) sind mir das deutlich zu viele genannte Standorte. Hier: Waltersdorf und Karlshorst, mit Deiner Nennung ggf. auch Treptow. Für eine Kompanie reicht ja normalerweise ein Standort. (Und bei Karlshorst für eine Einzelkämpferstruktur im Bereich der Armee zucke ich direkt mal zusammen.)

Nachträglich geändert: Ich schrieb versehentlich falsche Ordnungsnummer der SiK Mitte.


zuletzt bearbeitet 26.08.2011 04:05 | nach oben springen

#71

RE: Unheimliche Begegnung

in Spionage Spione DDR und BRD 27.08.2011 21:42
von Thunderhorse | 4.008 Beiträge

Zitat von Mart
Und einige (wenige) Angehörige der SiK waren wohl auch auf der anderen Seite des Grenzsteins - spätestens an dieser Stelle wird klar, warum die Herren so schmallippig sind.



Ob Angehörige der SIK der GT oder der jeweiligen GK, GB, GR, da haben sich ab und kurzfristig Personen ""verlaufen"".

TH


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#72

RE: Unheimliche Begegnung

in Spionage Spione DDR und BRD 27.08.2011 21:45
von Thunderhorse | 4.008 Beiträge

Zitat von Mart


Fest scheint mir zu stehen, dass ab 81/85 sowohl das MfS als auch die Sik schleusten.



Anhand welcher Festpunkte soll dies feststehen???


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#73

RE: Unheimliche Begegnung

in Spionage Spione DDR und BRD 27.08.2011 21:51
von Thunderhorse | 4.008 Beiträge

Einige Grundsätze für den Einsatz von Kräften einer SIK (25, 26, 27) der GT.

- Aufklärung der Handlungen gegnerischer Kräfte, militärischer Objekte und Einrichtungen, die vom Hoheitsgebiet der DDR visuell einsehbar sind.
- Abwehr und Doku von provokatorischen Handlungen gegen die Staatsgrenze, Grenzsicherungsanlagen
und das Hoheitsgebiet der DDR
- Festnahme von Provokateuren
- Verhinderung gewaltsamer Grenzdurchbrüche und des Ausfliegens von Personen
mittels Luftfahrzeugen vom Hoheitsgebiet der DDR
- Sicherung von Ereignisorten bei Flugvorkommnissen im Grenzgebiet
- Kontrolle unterirdischer Anlagen
- Sicherung und Durchführung von Maßnahmen zur Beseitigung aufgeklärter Tunnel
- Unter den Bedingungen der gefechtsmäßigen Grenzsicherung Führen von Gefechtshandlungen

Keine Vollständige Aufzählung.

TH


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#74

RE: Unheimliche Begegnung

in Spionage Spione DDR und BRD 27.08.2011 21:54
von Thunderhorse | 4.008 Beiträge

Zitat von Mart
Der Aufgabenübergang (81/85) soll auf AG Hoffmann zurückgehen:

Sie wurden 1981(85) aufgestellt.




Wer oder was soll/wurde in 1981 / 85 aufgestellt?
Woher diese Trennung in 1981 / 85?


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#75

RE: Unheimliche Begegnung

in Spionage Spione DDR und BRD 28.08.2011 01:48
von Mart | 734 Beiträge

Zitat von Thunderhorse

Zitat von Mart

Fest scheint mir zu stehen, dass ab 81/85 sowohl das MfS als auch die Sik schleusten.


Anhand welcher Festpunkte soll dies feststehen???



Im Grunde dadurch, dass ich das sage. (Das haben mehrere Zeitzeugen unabhängig voneinander) mir gegenüber mitgeteilt.

Bitte meine Eingangsbemerkungen zu Sache beachten: *Ich* halte die Zeitzeugenaussagen für belastbar. Das bedeutet aber nicht, dass ich das irgendwie abschließend prüfen kann. Zumindest derzeit nicht.

Da ich die Zeitzeugen nicht benennen werde, drehen wir uns an diesem Punkt im Kreis. Das ist mir klar. Insoweit bleibt im Moment nur meine Aussage.


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#76

RE: Unheimliche Begegnung

in Spionage Spione DDR und BRD 28.08.2011 01:52
von Mart | 734 Beiträge

Zitat von Thunderhorse

Zitat von Mart
Der Aufgabenübergang (81/85) soll auf AG Hoffmann zurückgehen:
Sie wurden 1981(85) aufgestellt.


Wer oder was soll/wurde in 1981 / 85 aufgestellt?
Woher diese Trennung in 1981 / 85?



Die zentralen SiK wurden aufgestellt.

1980 wurde die SiK 27 aufgestellt. Im vollen Bestand wurde sie 1981 handlungsfähig. Die 25 und 26 wurden (wohl) erst 1985 aufgestellt bzw. wurden erst dann handlungsfähig.

Soweit jemand andere (bitte belastbare) Daten hat: Immer gern.


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#77

RE: Unheimliche Begegnung

in Spionage Spione DDR und BRD 28.08.2011 02:53
von Büdinger | 1.503 Beiträge

Hallo Mart ,

aus meiner Erinnerung behaupte ich, dass es die Sik 25 (Schneewittchen) bereits im Herbst 1982 gab. Untergebracht im Objekt Mönchhai im Huy bei Halberstadt.

Gruß

Ricardo


.

Ich finde Menschen faszinierend, die meinen mich zu kennen.
Manchmal drängt es mich sie zu fragen, ob sie mir ein bisschen was über mich erzählen können ...

Ich übernehme die Verantwortung für alles, was ich sage, aber niemals für das, was andere verstehen!

.
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#78

RE: Unheimliche Begegnung

in Spionage Spione DDR und BRD 28.08.2011 03:27
von Mart | 734 Beiträge

Hallo Ricardo,

wie sicher ist das für Schneewittchen-25? Du mußt nicht offen antworten (ggf Mail): Warst Du selbst SiK 25 zu der Zeit?
Ich habe für die 25 als Jahr der vollen Einsatzfähigkeit momentan 1985. Aber das muss wenig heißen. Einerseits scheint es so, dass die SiK schon vor der vollen Einsatzfähigkeit in Teilen bestanden. Andererseits haben alle drei SiK nach den greifbaren Sekundärunterlagen ziemlich viele Standorte; ich sagte das schon. Fast hat man den Eindruck, dass es zweimal drei SiK gab - auch das deutete ich schon an.

Bzgl. meiner Einordnung: Ich war anfangs der 80er UaZ/Ausbilder an der US VI. Da stolperte ich erstmals darüber. Und heute interessiert mich das halt etwas näher.

Frage mal spasseshalber einen Angehörigen SiK - was denn so in seinem WDA steht. Ganz spannendes wirst Du da hören. Falls Du SiK warst würde ich die Frage auch gern an Dich stellen. Nicht zwingend öffentlich.


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#79

RE: Unheimliche Begegnung

in Spionage Spione DDR und BRD 28.08.2011 10:19
von Thunderhorse | 4.008 Beiträge

Zitat von Mart

Zitat von Thunderhorse

Zitat von Mart
Der Aufgabenübergang (81/85) soll auf AG Hoffmann zurückgehen:
Sie wurden 1981(85) aufgestellt.


Wer oder was soll/wurde in 1981 / 85 aufgestellt?
Woher diese Trennung in 1981 / 85?



Die zentralen SiK wurden aufgestellt.

1980 wurde die SiK 27 aufgestellt. Im vollen Bestand wurde sie 1981 handlungsfähig. Die 25 und 26 wurden (wohl) erst 1985 aufgestellt bzw. wurden erst dann handlungsfähig.

Soweit jemand andere (bitte belastbare) Daten hat: Immer gern.






Mit Befehl 04/80 des Stellv. des Ministers und Chef der GT v. 29.02.1980 - GVS-G/413001

Inhalt: Formierung, Ausbildung, Einsatz und Führung von Grenzübergangsstellen (GÜSt) Sicherungskompanien in den GK Nord und Süd.
Zur weiteren Erhöhung der Wirksamkeit einer ununterbrochenen Sicherung der Staatsgrenze der DDR wurde u.a. befohlen:
In den GK Nord und Süd ist je eine GÜSt-Sicherungskompanie im Bestand von
6 Offizieren
3 Fähnrichen
58 Berufsunteroffizieren
10 Unteroffizieren auf Zeit
4 Zivilbeschäftigten, Kategorie I
bis zum 03.05.1980 zu formieren.

Dislozierung ab 28.06.1980:

GÜSt-SIK 25 des GK Nord im Objekt Dingelstedt a. Huy
GÜSt-SIK 27 des GK Süd im Objekt Neustädt, Kreis Eisenach

Daraus entstanden dann die SIK !!!
http://www.nva-forum.de/nva-board/index.php?showtopic=10050

Die SIk 26 bestand bereits 1983.

In diversen anderen Foren gibts ebenfalls Hinweise und Infos.


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 28.08.2011 10:20 | nach oben springen

#80

RE: Unheimliche Begegnung

in Spionage Spione DDR und BRD 28.08.2011 12:31
von Büdinger | 1.503 Beiträge

Zitat von Mart
Hallo Ricardo,
wie sicher ist das für Schneewittchen-25? ...



Moin Mart ,

ich kam nach meiner Ernennung und Erholungsurlaub Anfang September 1982 als Zugführer zur damaligen 8. AbK ins GAR-7. Zuvor habe ich in selbiger mein Praktikum absolviert - in Halberstadt. Etwas überrascht musste ich feststellen, dass es dort keine 8. AbK mehr gab - sie wurde nach Mönchhai (Ortsteil von Dingelstedt) im Huy verlegt. Grund war der Umbau des Ölheizkraftwerkes auf Kohlebetrieb in Halberstadt. Im Kompaniebereich war jetzt die Baukompanie untergebracht - bis 1984. In Mönchhai erfolgte die Unterbringung der 8. AbK zunächst im Objekt der SiK-25 (Greso kennt es auch) in einer Baracke. Danach zogen wir noch einmal um - in das Objekt am Betonwerk in Mönchhai (siehe auch den Thread Grenzausbildungsregiment 7 Halberstadt, Beiträge Nr. 27 und 29. Die Verpflegung erfolgte während der gesamten Zeit in Mönchhai in deren Speisesaal.

Gruß

Ricardo


.

Ich finde Menschen faszinierend, die meinen mich zu kennen.
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