#21

RE: Kampfgruppen (KG) der DDR

in Grenztruppen der DDR 04.05.2010 12:40
von wosch (gelöscht)
avatar

[quote="SCORN"]

Hallo SCORN, ich will versuchen, Dir emotionslos zu antworten und hoffe daß Du es auch als solches erkennen wirst!

@wosch,
es macht keinen sinn eine halbwegs kampfkräftige paramilitärische einheit aufzustellen und das personal hiefür quasi in die truppe zu pressen, wie du es darlegst. sei versichert das eine gewisse freiwilligkeit, aus welchen gründen auch immer vorhanden war.

In der Geschichte gab es Beispiele genug daß (para)militärische Einheiten effektiv eingesetzt wurden, auch wenn es mit der Freiwilligkeit nicht so ernst genommen wurde! Bei Einigen der KG-Mitglieder wird es mit Sicherheit eine Freiwilligkeit gegeben haben, jedoch das zu verallgemeinern halte ich für falsch, denn man kann doch nicht die Augen davor verschliessen, daß in vielen Fällen nur das kleinere Übel gewählt wurde, siehe die Beiträge von Usern, die sich damit nur vor den Reservistenkram drücken wollten!! Die gewissen Gründe, wie Du es bezeichnest, waren auch unter Anderem rein opportionelle und zu einem großen Teil die Kapitulation vor einem gewissenen ständigen "Guten Zureden!!


was dir vollkommen abgeht ist die vorstellung das menschen aus persönlicher lebenserfahrung und erlebten heraus den weg in die Kampfgruppen fanden.

Nein, daß geht mir überhaupt nicht "vollkommen ab" Ob aber diese Entscheidungen auf Grund ihrer Lebenserfahrungen die Richtigen waren, laß ich mal dahingestellt, diese Sichtweise bleibt Jedem selbst überlassen!



las uns beim 13. august 61 bleiben. hast du dich nicht auch schon gefragt warum gerade am brandenburger tor, der weltweiten medialen bühne dieses ereignisses ausgerechnet eine menschenkette aus kg angehörigen mittleren alters stand.


Dafür gibt es doch nur eine Erklärung: nämlich weil man sie dahin befohlen hatte!! Daß diese dort Hingestellten der DDR ganz besonders verbunden waren will ich gar nicht abstreiten, denn die potentiell "Unzuverläßlichen" wird man wissentlich nicht in die erste Reihe an die Grenzlinie gestellt haben:


warum keine jungen adretten genzpolizisten oder schneidige NVA angehörige mit ihren panzern? schau dir die männer genau an. dem alter nach alles männer die mit sicherheit schon jahrelangen mörderischen krieg und gefangenschaft überlebt hatten, denen also eine gewisse lebenserfahrung nicht ab zu sprechen war. kann es nicht sein dass diese männer in diesem moment dachten das richtige zu tun ? waren sie mit ihrer lebenserfahrung und besonnenheit nicht am besten dazu geeignet auch auf die hässlichsten provokationen richtig oder gar nicht zu ragieren? ich behaupte einfach mal das sich von denen keiner ohne überzeugung dorthin gestellt hätte. wer zweifel gehabt hätte wäre bei der alarmierung einfach im bett liegen geblieben.


Junge grenzpolizisten hatten in der Regel noch keine Familie und mit den älteren Herrschaften hatte man zumindestens die Gewißheit, daß sie nicht selber die "Biege" machen würden, weil sie Frau und Kinder nicht im Stich lassen würden!! "Schneidige NVA-Soldaten"? SCORN, Du weißt doch besser als jeder Andere, daß das Viermächte-Status in Berlin keine NVA zulassen tat!!! Was den eingesetzten Kräften damals, als sie im "Rampenlicht" standen wirklich im Kopf herum ging, kannst weder Du noch ich ergründen und einfach nach der "Alamierung" im Bett liegen zu bleiben, na ich weiß nicht, wieviele sich das getraut hätten. Also ich denke mal, so etwas wären Fälle für Felix und Co gewesen!!


so etwas liegt natürlich ausserhalb jeglichen vorstellungsvermögens deinerseits und so manch anderer auch. was auch kontinuierlich ausgeblendet wird, sind die damaligen äusserungen adenauers zur "SOFJETZONE" und was mit ihr geplant ist. diese waren aber in der DDR wohlbekannt und lösten alles andere als patriotische begeisterungsstürme unter den ostzonalen brüdern und schwestern aus !


Es wäre interessant wenn Du dich etwas genauer dazu äussern würdest! So pauschale Äusserungen bezüglich Adenauers Absichten zur "Sowjetzone" lassen für Unwissende ja das Schlimmste vermuten! Zu meiner Zeit in der DDR war die Stimmung der überwiegenden DDR- Bevölkerung jedenfalls eher auf der Seite des freien Deutschlands, als auf der Seite der Stalinisten um Ulbricht und Genossen! Müßte jetzt eigentlich nicht auf die Absetzbewegungen der "ostzonalen Brüder und Schwestern" hinweisen, in diesem Zusammenhang möchte ich aber trotzdem noch einmal erinnern!!


was hier und auch in anderen threads teilweise vorgebracht wird ist ein schöner beweis für die "aufarbeitung der DDR-Geschichte" (siehe der "erste" 1.mai im herbst 1998 an anderer stelle?!),wie sie seit 20 jahren betrieben wird.
das ausschliesliche reduzieren der DDR auf Täter und Opfer. dazwischen gab es nichts. was viele nicht wahr haben wollen, daß in 60igern und 70igern durchaus die mehrheit der bevölkerung hinter dieser DDR stand(was nicht bedeutet daß man mit allem zufrieden war), wird verleugnet und schlichtweg angezweifelt.


Wenn du für die 60er und 70er Jahre eine Mehrheit der DDR-Bevölkerung erkennen tust die hinter dieser DDR stand, so kannst Du Dich meiner Meinung nach nur auf die phänomenalen Ergebnisse der "Scheinwahlen" berufen!!Daß nach dem 13. August nicht mehr so viele Leute die DDR verlassen hatten, darfst Du nicht fälschlicher Weise mit Deren "Zufriedenheit" deuten, Du kennst die Gründe: man lebt nur einmal und läßt sich nicht gerne abknallen!!


daß sich die schere zwischen anspruch und realität in den 80igern aber immer weiter öffnete und das zunehmend verkalkte politbüro die karre erst richtig vor die wand fuhr ändert and dieser tatsache nichts.
SCORN


Na ja, hat man doch gleich die Schuldigen parat, diese "verkalkten alten Leute", denen man aber solange gefolgt war, solange es für sich selber positiv ausgewirkt hatte. Diesen alten "verkalkten Personen" verdankt ein Großteil von heute Unzufriedenen ihre damaligen Karrieren und bei der Schuldsuche gibt es doch ein immer und zu jeder Zeit Einsetzbares, nämlich: Schuld sind immer die Anderen! Damit aber macht man es sich zu einfach und lenkt nur von eigener Schuld ab!!
In diesem Sinne, Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 04.05.2010 12:48 | nach oben springen

#22

RE: Kampfgruppen (KG) der DDR

in Grenztruppen der DDR 04.05.2010 12:56
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von Rostocker
Hier mal was zu den Kampfgruppen 1.Mai Parade in Berlin.
http://www.youtube.com/watch?v=0navm4_yzas




Das hatten wir schon mal, aber man kann es nicht oft genug anschauen, zur Abschreckung taugt es allemal!!
Paraden während des dritten Reiches gingen ähnlich über die Bühne! Hoffentlich habe ich jetzt nichts "Schlimmes" geschrieben, habe mit Denen von damals wirklich nichts am Hut!!

Schönen Gruß aus Kassel.


nach oben springen

#23

RE: Kampfgruppen (KG) der DDR

in Grenztruppen der DDR 04.05.2010 13:03
von S51 | 3.733 Beiträge

Wosch, meines Wissens wurde das "Viermächteabkommen" 1971 abgeschlossen und trat 1972 (im Juni?) in Kraft. Es gab aber auch hier beiderseits geduldete Auslegungsvarianten.
Aus Sicht der DDR war (Ost-)Berlin ein Bestandteil der DDR und somit hätte nichts gegen einen Einsatz der NVA gesprochen, die ja 1961 auch in der zweiten Linie bereitstand. Diese Auslegungsvariante der DDR wurde dort bereits seit 1958 praktiziert. Das Abkommen bezieht sich hier für diesen Punkt eigentlich genaugenommen nur darauf, dass (West-)Berlin kein Teil der Bundesrepublik Deutschland sei.
Der Kampfgruppeneinsatz damals 1961 am Brandenburger Tor war wohl mehr Show. In der VPI (Volkspolizeiinspektion) Berlin-Lichtenberg gab es zu meiner Zeit (1986-87) noch einen "alten" Schirrmeister. Den Herrn von T... im Lager (wie lagern) Möllendorfstraße. Er hatte seinerzeit 1961 Kampfgruppen mit Ausrüstung versehen und mir während langer Wachdienste (die ich seinerzeit als frischer Schupo leistete) auch erzählt, dass gerade die Einsatzkräfte am Brandenburger Tor zwar mit MPi aber nicht mit Munition versehen waren. Es sollte nur mächtig gewaltig aussehen aber passieren durfte dort nichts. Deshalb gab es im Zug je nur eine diensthabende Waffe mit Munition für den Notfall. Alle anderen Magazine waren nach seiner Erzählung leer.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


nach oben springen

#24

RE: Kampfgruppen (KG) der DDR

in Grenztruppen der DDR 04.05.2010 13:16
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von wosch

Zitat von Rostocker
Hier mal was zu den Kampfgruppen 1.Mai Parade in Berlin.
http://www.youtube.com/watch?v=0navm4_yzas




Das hatten wir schon mal, aber man kann es nicht oft genug anschauen, zur Abschreckung taugt es allemal!!
Paraden während des dritten Reiches gingen ähnlich über die Bühne! Hoffentlich habe ich jetzt nichts "Schlimmes" geschrieben, habe mit Denen von damals wirklich nichts am Hut!!

Schönen Gruß aus Kassel.




Du hast bei den Paraden die Reichswehr, das kaiserliche Heer, die Armeen diverser deutscher Kleinstaaten vor der total friedlichen Reichseinigung, Napoleons Rheinbundarmeen, den alten Fritz und seine nicht nur sächsischen Gegenspieler (die waren zwar glückloser aber bei den Paraden lt. zeitgenössischen Berichten ungleich besser), Siegesparaden der alten Römer und und und vergessen.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 04.05.2010 13:21 | nach oben springen

#25

RE: Kampfgruppen (KG) der DDR

in Grenztruppen der DDR 04.05.2010 13:36
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von S51

Zitat von wosch

Zitat von Rostocker
Hier mal was zu den Kampfgruppen 1.Mai Parade in Berlin.
http://www.youtube.com/watch?v=0navm4_yzas




Das hatten wir schon mal, aber man kann es nicht oft genug anschauen, zur Abschreckung taugt es allemal!!
Paraden während des dritten Reiches gingen ähnlich über die Bühne! Hoffentlich habe ich jetzt nichts "Schlimmes" geschrieben, habe mit Denen von damals wirklich nichts am Hut!!

Schönen Gruß aus Kassel.




Du hast bei den Paraden die Reichswehr, das kaiserliche Heer, die Armeen diverser deutscher Kleinstaaten vor der total friedlichen Reichseinigung, Napoleons Rheinbundarmeen, den alten Fritz und seine nicht nur sächsischen Gegenspieler (die waren zwar glückloser aber bei den Paraden lt. zeitgenössischen Berichten ungleich besser), Siegesparaden der alten Römer und und und vergessen.





Nein, vergessen nicht , nur nicht aufgezählt weil sie mich in dieser Form nicht an etwas erinnern würden!! Bei diesem Beitrag hätte doch auch der "Badenweiler" gut zu Gesicht gestanden! Ich meine natürlich nur wegen der zackigen Marschmusik!!
Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 04.05.2010 13:38 | nach oben springen

#26

RE: Kampfgruppen (KG) der DDR

in Grenztruppen der DDR 04.05.2010 13:39
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von wosch

Zitat von Rostocker
Hier mal was zu den Kampfgruppen 1.Mai Parade in Berlin.
http://www.youtube.com/watch?v=0navm4_yzas




Das hatten wir schon mal, aber man kann es nicht oft genug anschauen, zur Abschreckung taugt es allemal!!
Paraden während des dritten Reiches gingen ähnlich über die Bühne! Hoffentlich habe ich jetzt nichts "Schlimmes" geschrieben, habe mit Denen von damals wirklich nichts am Hut!!




@wosch, es ist schon schlimm wenn man von nichts eine ahnung hat, aber dann sollte man wenigstens einfach mal...


nur für dich:














* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
zuletzt bearbeitet 04.05.2010 13:42 | nach oben springen

#27

RE: Kampfgruppen (KG) der DDR

in Grenztruppen der DDR 04.05.2010 13:44
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Feliks D.
[quote="wosch"]
[...
Da die Ereignisse des 17. Junis 1953 mit der Gründung und Aufstellung der Kampfgruppen in einem direkten Zusammenhang stehen (auch wenn die Anfänge auf das Jahr 1952 zurück zu führen sein sollen) stellt sich bei mir auch die Frage, ob in einem möglich gewesenen Wiederholungsfall dieser Ereignisse, die Kampfgruppen mit der Waffe auf das eigene Volk gehetzt worden wäre? [/blau]

Ein Waffeneinsatz war ganz sicher nicht geplant, der Einsatz als Sicherungskräfte bei massenwirksamen Aktionen wurde zumindest 1989 in Betracht gezogen und in einigen Bezirken auch realisiert. Dazu möchte ich jedoch erwähnen, dass im Sommer '89 ein geändertes Ausbildungskonzept eingeführt wurde, welches u.a. auch einen Ausbildungsinhalt "Räumen von Straßen und Plätzen" enthielt. Dieses wurde von den KG-Angehörigen in unserem Bezirk großflächig abgelehnt, u.a. wurde durch Aussagen einiger Angehöriger die Meinung kund getan, dass man nicht eines Tages auf die eigenen Kinder losgehen wolle.
Daraufhin setzte sich in unserer BV die Meinung durch, die KG nicht mehr zu den eigenen Kräften zählen zu können und es wurde eine Einsatzbereitschaft aus MA der AG XXII geschaffen, welche zusammen mit Kräften der VP und den VP-Bereitschaften bei massenwirksamen Aktionen zum Einsatz kam.


...
Der Einsatz der Kampfgruppen hätte sich im Krisenfall hauptsächlich gegen Diversionsgruppen, Fallschirmjäger oder Fernaufklärer der militärischen Gegenseite gerichtet, deren Aufgabe es gewesen wäre, strategisch oder taktisch wichtige Verkehrsknotenpunkte und Betriebe sowie für die Bevölkerung wichtige Objekte im Hinterland zu zerstören, stören oder zu blockieren. Diese Kräfte hätte man isolieren und möglichst neutralisieren sollen. Deshalb auch die nur leichte Bewaffnung. Die Ortskenntnis der Kämpfer wäre hier von Vorteil gewesen, wenn ich persönlich auch der Meinung bin, das dies einen hohen Blutzoll gefordert hätte.
Bei unseren (Offiziersschüler der MdI-Offiziersschule Aschersleben) Einsätzen zu Demos habe ich Angehörige der Kampfgruppen öfter (so auch zu jenem Oktober in Leipzig) als Bewachung der Ausrüstungslager gesehen. Wir haben in diesen Lagern unsere Helme, Schilde und Schlagsöcke empfangen bzw. dann jeweils immer auch wieder abgegeben. Sonst habe ich keine KG gesehen, auch nicht in der Innenstadt.
Die KG-Kämpfer, die ich persönlich kenne, weil ich als Schupo seinerzeit auch mit der Waffenausgabe zu tun hatte oder weil einige von ihnen bei uns als Jäger mitgemacht haben, waren schon überzeugt von ihrer Aufgabe. Manchmal so, dass ich mir ab und an saukluge Bemerkungen nicht verkneifen konnte, wenn ich die alten Schießeisen, speziell hier die MG aus den 60-er Jahren sah. Natürlich waren sie noch mehr überzeugt vom regelmäßig geselligen Teil ihrer Veranstaltungen und dem Vorteil, nicht zur Resi gezogen zu werden.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


nach oben springen

#28

RE: Kampfgruppen (KG) der DDR

in Grenztruppen der DDR 04.05.2010 14:16
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von GilbertWolzow
[quote="wosch"]


Das hatten wir schon mal, aber man kann es nicht oft genug anschauen, zur Abschreckung taugt es allemal!!
Paraden während des dritten Reiches gingen ähnlich über die Bühne! Hoffentlich habe ich jetzt nichts "Schlimmes" geschrieben, habe mit Denen von damals wirklich nichts am Hut!!



@wosch, es ist schon schlimm wenn man von nichts eine ahnung hat, aber dann sollte man wenigstens einfach mal...


Na Gilbert, dann erkläre mir mal bitte was falsch an meiner Aussage war? Bevor du mir Sachen aus Chile, China und Spanien offerierst, schaue Dir lieber mal die Paraden zu Adolfs Geburtstag und sonstigen "Feierlichkeiten" an! Wenn Du danach immer noch keine Ähnlichkeiten erkennen kannst oder willst, kann ich Dich nur noch zu Deiner standhaften Haltung gratulieren! Nein Du bist bestimmt kein "Wendehals", soviel Ahnung habe ich schon noch um das erkennen zu können! Was erwartest Du eigentlich von mir? Wenn ich Deiner Meinung nach keine Ahnung habe, woher soll ich denn wissen daß ich keine Ahnung habe?? Na, Du wirst mir das ab und zu mal sagen müssen, vielleicht raffe ich es dann mal irgendwann!! Gott hat "Wissen" eben nicht gleichmäßig verteilt, du hattest wahrscheinlich etwas mehr Glück bei der Vergabe als ich. Ich bin deswegen nicht neidisch, ehrlich Gilbert, ich freue mich für Dich!!
Schönen Gruß aus Kassel.
PS: Ich habe nur auf Gilbert´s : "Es ist schon schlimm wenn man von nichts eine Ahnung hat, aber dann sollte......." geantwortet, bitte lieber Hausmeister, ich hoffe, du erkennst das!


zuletzt bearbeitet 04.05.2010 14:17 | nach oben springen

#29

RE: Kampfgruppen (KG) der DDR

in Grenztruppen der DDR 04.05.2010 14:25
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Thema war:

Zitat von Feliks D.
Ausgehend von der in einem anderen Thread gestellten Frage, möchte ich hier mal ein Thema zu den Kampfgruppen der DDR eröffnen. Der Unterordner "Die DDR Grenztruppen: Organisation und Ablauf" ist zwar dafür nicht ganz der richtige, jedoch im Überordner "Organisation und Organe der DDR und BRD" noch der passendste.

Zitat von Feliks D.

Zitat von glasi
kurze frage an alle. was war eigentlich der sinn der betriebskampfgruppen? lg glasi



http://de.wikipedia.org/wiki/Kampfgruppe..._und_Gliederung




Grundsätzlich kann hier alles über Strukturen, Bewaffnung, Aufgaben und Einsätze geschrieben werden, am interessantesten sind jedoch für alle natürlich die persönlichen Berichte.

War jemand von euch in den KG, wer hat eigene Erfahrungen oder die von Bekannten über die er berichten will???




Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
nach oben springen

#30

RE: Kampfgruppen (KG) der DDR

in Grenztruppen der DDR 04.05.2010 14:31
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von wosch
[...[blau]Na Gilbert, dann erkläre mir mal bitte was falsch an meiner Aussage war? Bevor du mir Sachen aus Chile, China und Spanien offerierst, schaue Dir lieber mal die Paraden zu Adolfs Geburtstag und sonstigen "Feierlichkeiten" an! Wenn Du danach immer noch keine Ähnlichkeiten erkennen kannst oder willst, kann ich Dich nur noch zu Deiner standhaften Haltung gratulieren! ...



Sorry, Wosch, wenn ich ungebeten dazwischenfunke. Olle Adolphus Paraden waren nicht die Ersten und jene in der DDR nicht die Letzten. Du aber reißt diese Dinge gewissermaßen aus den Rest der Weltgeschichte und tust dann so, als ob sie deshalb untrennbar zusammengehören. Und das ist einfach falsch. Dann müsste man auch den Menschen an sich verbieten, denn eindeutig gehörten die Tausendjährigen zu dieser Spezies und das ist natürlich dann höchst verwerflich.
Das hat ein bischen was von paranoia.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


nach oben springen

#31

RE: Kampfgruppen (KG) der DDR

in Grenztruppen der DDR 04.05.2010 14:43
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Feliks D.
...War jemand von euch in den KG, wer hat eigene Erfahrungen oder die von Bekannten über die er berichten will???




Während meiner Armeezeit haben die Mitglieder in der Jagdgesellschaft später gewußt, dass ich Aufklärer bin. Einige von ihnen waren auch in der Kampfgruppe. Wenn beim Jägerball der Abend fortgeschritten war, gab es einen nicht ganz ernst gemeinten Trinkspruch: "Wenn du aufklärst, halten wir deinen Rücken frei! Antwort: Dann werde ich mich lieber beeilen, sonst ist das Bier alle! Prost."


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


nach oben springen

#32

RE: Kampfgruppen (KG) der DDR

in Grenztruppen der DDR 04.05.2010 14:53
von Rotten (gelöscht)
avatar

Weiter im Text und zu meinen Erfahrungen/Eindrücken aus knapp einjähriger Mitgliedschaft.
Meine Freiwilligkeit beruhte einerseits auf die Freistellung vom Reservistendienst.Andererseits war ich gut informiert,welche Überraschungen auf mich warteten.
Eine Schulung im Quartal,diese in der Betriebskantine bzw. Betriebsclubhaus,inklusive Bufett & Getränke
aller Art.Danach Kino,meist SU-Filme(z.B.'Heisser Schnee').Dieses in der Woche und daher 100% Vergütung als Arbeitszeit.
Paraden,Märsche etc. gab es zu meiner Zeit nicht.
Einmal im Jahr verlängertes WoEnd(Do-So),Einsatz & Unterkunft im Gelände.Dieses in einem ehemaligen Sperrgebiet(heute Nationalpark),direkt an der Ostsee.
Vergleichbar mit heutiger Buchung/Belegung eines 'Outdoor'-Urlaubes bzw.-camps.
Wegen sommerlicher Temperaturen wurde Hauptaugenmerk auf die Verpflegung(Feldküche,Grill,Schwein am Spiess)& Erfrischung(wieder Getränke aller Art)gelegt,das militärische blieb weitestgehend aussen vor.
Ich war seinerzeit mit Abstand der Jüngste,das Alter der Kämpfer damals 35+.
Ich habe damals einen Grossteil der Zeit zum baden&sonnen genutzt,mit dem surrealen Eindruck,da ich einen fast 10 km langen Strand für mich alleine hatte.Zweimal am Tag kam ein Postenpaar der Grenzbrigade Küste vorbeigeschlendert,die jedesmal über meine Verpflegungstaschen erfreut waren.
Hiermit entschuldige ich mich auch für die Zeichnungen/Bauwerke im Strandsand,welche ich dort hinterliess & die durch die übermässige Einnahme bewusstseins-hinderlicher Getränke zustandekamen ;-)
Ergänzend zu dem WoEnd kann ich noch sagen,dass die meisten sich darauf freuten.Und zwar aus einem ganz plausiblen Grund : es fand ohne Kind & Kegel statt.
Rotten


nach oben springen

#33

RE: Kampfgruppen (KG) der DDR

in Grenztruppen der DDR 04.05.2010 15:01
von seaman | 3.487 Beiträge

Habe hier ein Bericht eines Zeitzeugen aus dem 1961:

>> 13. August 1961 <<
Ein Kampfgruppenkommandeur berichtet über die Grenzsicherung in Berlin -Kalter Krieg bei offener Grenze

Wir hatten schon lange darauf gewartet, dass von unserer Seite etwas passieren musste. So konnte es nicht weitergehen. Mitten auf dem Territorium der DDR existierte „unbegrenzt“ Westberlin als politisch selbständiges Gebilde, das von den imperialistischen Westmächten und der BRD unter Adenauer als „Pfahl im Fleische der DDR“ für Sabotage, Diversion, Terror und wirtschaftliche Ausplünderung aggressiv missbraucht wurde.
Was geschah damals nicht alles! Es wurden Brandanschläge gegen die Humboldt-Universität und den VEB Großberliner Vieh- und Schlachtwerke als eine Form der Wirtschaftssabotage verübt. Große Firmen zahlten Kopfprämien für jeden abgeworbenen DDR-Bürger. Bevorzugt waren Ärzte, technische Spezialisten und Bauern. Es wurden auch Personalausweise für 50 DM pro Stück aufgekauft, weil man sie für Fälschungen brauchte. Es gab Störungen auf dem Berliner Weihnachtsmarkt. Es fand eine massive Werbung von „Grenzgängern“ zur Arbeit in Westberlin statt. Tausende verirrte, geldhungrige Erwachsene aus allen Bezirken der DDR arbeiteten dort bereits zum Kurs zwischen 1: 3 bis 1: 5. Einige taten das nur wenige Tage in der Woche, weil das eingewechselte Geld bei uns zum Leben ausreichte. Der Schwindelkurs wurde auch von Bürgern Westberlins und kapitalistischer Länder zum Nachteil unserer Versorgung genutzt. Sie kostete ein Stück Butter nur 50 Pfennig, ein Drei-Pfund-Brot 21 Pfennig und eine Damenfrisur (Dauerwelle) 2, 50 M. Offiziell musste beim Einkauf der Personalausweis vorgezeigt werden, doch nicht alle Verkäuferinnen achteten darauf.
Dieser systematische Wirtschaftskrieg gegen die DDR führte nach Angaben des Kieler Wirtschaftsinstituts zu Verlusten von etwa 150 Milliarden Mark.
Das Wirken von über 80 Spionagezentralen der westlichen Besatzungs-mächte, des BND und des SPD-Ostbüros war besonders aktiv. Im Mittelpunkt standen Werbung von Agenten, der Einsatz dieser Kräfte in der DDR und den anderen sozialistischen Staaten; Hetze und feindliche Propaganda – vor allem Flugblattaktionen – gegen den Sozialismus, Verbreitung von Antikommunismus und Antisowjetismus, besonders in den Medien.
Die imperialistische Strategie zielte darauf ab, eine Situation allgemeiner Unsicherheit und Panik zu erzeugen, um die militärische Aggression gegen die DDR vor der Weltöffentlichkeit als „Befreiung“ ausgeben zu können. Aus dem kalten drohte ein heißer Krieg zu werden. Der damalige BRD-Verteidigungsminister Strauß verkündete im Juli 1961, der Zweite Weltkrieg „ sei noch nicht zu Ende“. Ein gewisser Paul Carrell (mit Klarnamen Paul - Karl Schmidt, Nazi seit 1931, Träger des „Winkels für alte Kämpfer“, Ribbentrop-Propagandist, hielt wehrpolitische Vorträge vor Generalen und leitenden Bundeswehroffizieren zum Thema: „Der Ernstfall Krieg“. Er forderte, „Hass in die Herzen der Soldaten zu senken“. Man wolle „lieber tot als rot“ sein.
Ex-General Heusinger, damals Chefinspekteur der Bundeswehr, meldete die Kampffähigkeit von sieben Divisionen. In Berlin stationierte Besatzer waren zu einem großangelegten Manöver an unserer Staatsgrenze nach Westdeutschland unterwegs. Im Bundestag wurde die Verlängerung des Militärdienstes beschlossen. Am 1. August 1961 versetzte die NATO ihre Verbände in Marschbereitschaft.
Mit dieser bedrohlichen Entwicklung befassten sich die Regierungen der Teilnehmerstaaten des Warschauer Vertrages. Am 12, 8. 1961 gaben sie eine Erklärung ab. Darin wurde festgestellt:
Die sozialistischen Staaten strebten seit mehreren Jahren nach einer Friedensregelung mit Deutschland. Diese sei längst spruchreif und dulde keinen Aufschub.
Die UdSSR habe wiederholt vorgeschlagen, mit beiden deutschen Staaten einen Friedensvertrag abzuschließen. Westberlin solle den Status einer „entmilitarisierten neutralen Freien Stadt“ erhalten. Die Regierungen der Westmächte seien zu Lösungen nicht bereit. Im Gegenteil, sie verstärkten die Kriegsvorbereitungen, drohten mit militärischer Gewalt. Es existierten Pläne für eine Invasion in die DDR.
Westberlin spiele im Kampf gegen die DDR eine besondere Rolle. Da sich die Wühltätigkeit in letzter Zeit verstärkt habe, sähen sich die Warschauer Vertragsstaaten vor die Notwendigkeit gestellt, entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Ihre Regierungen wandten sich an die Volkskammer und die Regierung der DDR mit dem Vorschlag, eine entsprechende Ordnung an der Staatsgrenze einzuführen. Sie verstünden, dass das für die Bevölkerung der DDR Unbequemlichkeiten schaffe, die aber angesichts der Lage nicht zu vermeiden seien.
Daraufhin beschloss der Ministerrat: „Zur Unterbindung der feindlichen Tätigkeit der revanchistischen und militaristischen Kreise Westdeutschlands und Westberlins wird eine solche Kontrolle an den Grenzen der DDR einschließlich der Grenze zu den Westsektoren von Groß-Berlin eingeführt, wie sie an der Grenze jedes souveränen Staates üblich ist. Es ist an den Westberliner Grenzen eine verlässliche Bewachung und eine wirksame Kontrolle zu gewährleisten, um der Wühltätigkeit den Weg zu verlegen.“
In der Nacht vom 12. zum 13. August 1961 begann die Grenzsicherung. Um Mitternacht befahl der Minister für Verkehrswesen, Erwin Kramer, den S-Bahnverkehr zwischen den Westsektoren und der DDR zu unterbrechen. Zu den rechtzeitig Alarmierten gehörten die Kampfgruppen der Arbeiterklasse.
Während NVA und VP die vielen Straßen und Bahnübergänge unter Kontrolle nahmen, waren sie für den Sicherheitsdienst verantwortlich. Im Laufe des Tages wurden sie für das Räumen und Sperren eingesetzt. Neugierige, aber auch organisierte Provokateure und Rowdys mussten von der Grenze ferngehalten werden.
Große Aufmerksamkeit maß man dem Erkunden und Schließen von Schlupflöchern und Schleusen zu, beispielsweise auf Friedhöfen, in Ruinen und Hausdurchfahrten. Die Grenze verlief ja nicht gerade übersichtlich. Bisweilen gehörte die Straße zum Demokratischen Sektor, der Bürgersteig zu Westberlin oder umgekehrt. Türen und Fenster mussten zugemauert werden.
Die Kämpfer wurden von Westberliner Gegnern der DDR belästigt und provoziert. Als Sicherungsposten standen sie auch auf der werdenden Mauer und wuchsen mit ihr hoch. Kennzeichnend für alle eingesetzten Kräfte waren die strikte Einhaltung der Befehle und Weisungen, Konsequenz, Besonnenheit und Höflichkeit.
Viele Künstler, Wissenschaftler und Kulturgruppen gingen täglich in die Unterkünfte und Bereitstellungsräume der Einsatzkräfte. Es bestanden enge Kontakte mit den Arbeitskollektiven und den staatlichen Leitern. Nach über einer Woche gab es auch ein Wiedersehen mit den eigenen Familienangehörigen. Zehn Tage dauerte es, dann war eine zuverlässige Sicherung der Grenze gewährleistet. Das Leben in der Hauptstadt verlief normal. Ein Teil der Kräfte konnte in die Produktion entlassen werden. Herzlich wurden sie am 23. August in der Karl-Marx-Allee von der Partei, der Regierung und der Bevölkerung verabschiedet. Es war die erste Parade der Kampfgruppen, auf der auch Granatwerder, Panzerabwehrkanonen und andere mittelschwere Waffen mitgeführt wurden.
Viele Menschen können sich heute überhaupt nicht vorstellen, was für Zustände vor dem 13. August 1961 in Berlin herrschten. Der kalte Krieg spielte sich bei offener Grenze ab. Die DDR war ein Vorposten, deshalb wurde sie vom ganzen sozialistischen Lager geschützt.
Quelle:Dr. Hans Spyra
Gruppenführer, später Kommandeur der Kampfgruppen-Hundertschaft
„Ernst Schneller“ der Akademie der Pädagogischen Wissenschaften


nach oben springen

#34

RE: Kampfgruppen (KG) der DDR

in Grenztruppen der DDR 04.05.2010 15:08
von SCORN (gelöscht)
avatar

Zitat von wosch


Hallo SCORN, ich will versuchen, Dir emotionslos zu antworten und hoffe daß Du es auch als solches erkennen wirst!


Diesen alten "verkalkten Personen" verdankt ein Großteil von heute Unzufriedenen ihre damaligen Karrieren und bei der Schuldsuche gibt es doch ein immer und zu jeder Zeit Einsetzbares, nämlich: Schuld sind immer die Anderen! Damit aber macht man es sich zu einfach und lenkt nur von eigener Schuld ab!!



hallo wosch,
ich könnte nun auf jede deiner blauen auslassungen reagieren, allein ich halte es für recht sinnfrei. du würdest deine meinung nicht ändern und ich meine auch nicht. also lassen wir das.

nur noch ne frage, gerade in bezug auf deine argumentation bezüglich der heute "unzufriedenen mit ihren damaligen karrieren" blicke ich nicht ganz durch. wer soll das denn sein ? ehemalige mfs und nva/gt angehörige können es ja nicht sein. die kungeln ja in mafiösen seilschaften durch die politische und wirtschaftlichee landschaft und schwelgen in wohlstand?! die heute unzufriedenen sind doch grösstenteils die selben die vor mehr als 20 jahren auch schon äusserst unzufrieden waren und die grössten schreihälse gewesen sind. klär mich bitte auf.

gruss
SCORN


nach oben springen

#35

RE: Kampfgruppen (KG) der DDR

in Grenztruppen der DDR 04.05.2010 16:28
von Rotten (gelöscht)
avatar

Eine Korrektur meinerseits.Fand auf dem Überboden(muss da dringend aufräumen..)ein Druckwerk meiner ehemaligen KG-Hundertschaft zum 30jährigen Jubiläum.
Eine Vereidigung gab es doch,erfolgte mit dem Gelöbnis.Bei entsprechender Anzahl neuer Kämpfer fand die Vereidigung auf einem,nahe gelegenen Ehrenmal für die OdF,statt.
Text des Gelöbnisses : "Ich bin bereit,als Kämpfer der Arbeiterklasse die Weisungen der Partei zu erfüllen,die Deutsche Demokratische Republik,ihre sozialistischen Errungenschaften jederzeit mit der Waffe in der Hand zu schützen und mein Leben für sie einzusetzen.Das gelobe ich."
Rotten


nach oben springen

#36

RE: Kampfgruppen (KG) der DDR

in Grenztruppen der DDR 04.05.2010 19:00
von Boelleronkel (gelöscht)
avatar

Völlig entspannte Teilnehmer.
Immer gute Küche dabei und Männer mit schneeweissem Haar und RPG 7, haben immer die Fahrerluke vom T34
getroffen.(Mit vorheriger Ansage)
Weil etwas früh dran,standen die Kämpfer mal mit einem alten "Eisenschwein"vorm Tor und haben die Wachkeime total aus dem Häuschen gebracht,weil die hatten so ein Ding noch nie gesehen.
Sehr relaxtes und ruhiges Arbeiten,erfahrene Truppe eben.


nach oben springen

#37

RE: Kampfgruppen (KG) der DDR

in Grenztruppen der DDR 04.05.2010 19:11
von Altermaulwurf (gelöscht)
avatar

Hab auch ne alte Zeitung gefunden," Der Kämpfer Organ der Kampfgruppen der Arbeiterklasse " vom Juli 1982 aus der guten alten Zeit sozusagen.
Inhaltlich eher voll auf der wenig begeisterungsfähigen Linie offizieller Verlautbarungen......

Erwähnt werden 1. Sekr. BL Dredsen Modrow und GO Keßler
Preis 20 Pfennige der DDR

Ansonsten fand ich die Idee der Kampfgruppen nicht schlecht. Bedingt durch ihren Standortvorteil, wären sie bei bestimmten Arten militärischer oder bürgerkriegsähnlicher Auseinandersetzungen, ein nicht zu unterschätzender Gegner gewesen. Mobilisierungszeiten waren auch nicht ohne.
In der möglichen großen Auseinandersetzungen mit finalen Waffensystemen wäre ihr Wert natürlich wie der anderer militärischer Verbände ohne Bedeutung gewesen.

Hab mal ne Abhandlung eines Staatrechtlers gelesen, der die KG der AK in die Tradition des von Röhm anvisierten Volksheeres der SA stellte und sich damit auf die Führung durch die SED bezog. Daneben verglich er die Strukturen der Kreis-, Bezirkseinsatzltg. mit denen der des III Reiches in der Endphase. Gab ehrlich gesagt schon einige Parallelitäten, auch wenn diese im Verteidigungsfall auch in westlichen Ländern ähnlich aber dann von staatlichen Stellen aufgebaut sind.


nach oben springen

#38

RE: Kampfgruppen (KG) der DDR

in Grenztruppen der DDR 04.05.2010 19:35
von PF75 | 3.291 Beiträge

Hatte selber mit der KG nichts zu tun(war ZV) aber bei uns im betrieb war eine mot.-Einheit,hatten die SPW auf dem BEtriebsgleände in einem Garagenkomplex.war immer sehr lustig wen die Kameraden zu ihrer WE-Ausbildung ausrückten,bei einigen hat man sich gefragt ob die überhaupt noch einen ernsten Einsatz überstehen würden.
wir als ZV-Truppe wären dann ja im E-Fall als Aufräumer hinterher gezogen.


nach oben springen

#39

RE: Kampfgruppen (KG) der DDR

in Grenztruppen der DDR 04.05.2010 19:38
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von PF75
Hatte selber mit der KG nichts zu tun(war ZV) aber bei uns im betrieb war eine mot.-Einheit,hatten die SPW auf dem BEtriebsgleände in einem Garagenkomplex.war immer sehr lustig wen die Kameraden zu ihrer WE-Ausbildung ausrückten,bei einigen hat man sich gefragt ob die überhaupt noch einen ernsten Einsatz überstehen würden.
wir als ZV-Truppe wären dann ja im E-Fall als Aufräumer hinterher gezogen.



Irgendwie komisch..
Die NATO hat die als gefährliche paramilitärische Kräfte gelistet.

seaman


nach oben springen

#40

RE: Kampfgruppen (KG) der DDR

in Grenztruppen der DDR 04.05.2010 19:43
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Erwähnen sollte man noch das die Stärke der BKG bei etwa 450 000 Mann lag.Bei inneren Unruhen haupsächlich
zum Objektschutz zugeteilt,hätten sie im Kriegsfall wenig Bedeutung gehabt.



nach oben springen



Besucher
9 Mitglieder und 37 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: loryglory
Besucherzähler
Heute waren 88 Gäste und 19 Mitglieder, gestern 3414 Gäste und 170 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14358 Themen und 557099 Beiträge.

Heute waren 19 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen