#1

Woher kommt so etwas?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 30.04.2010 15:38
von Rüganer (gelöscht)
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Zitat von ek40
[ja,die 3-farbige Taschenlampe hatte ich ganz vergessen.
Die war immer am wichtigsten,wenn es Nachts zum Grenzdienst raus ging.
Wenn ein Offizier dann den Befehl zum Abmarsch in den Grenzdienst gab,hat er von der Ladefläche nur noch rot gesehen und der 11er Takt Abgang) wurde dazu gekloppft.
Am besten kam das ,wenn uns der Polit raus schickte und er rot bekam bzw.rot sah......
Oft mussten wir dann nach dem Grenzdienst Teilstrecken oder auch den ganzen Weg zu Fuß in die Kompanie antreten,aber das störte uns nicht,es gehörte dazu und war es uns wert.

ek40


Aus dem Thread der Ausrüstung des Grenzsoldaten stammt das obige Zitat von ek40. Auch wir haben in Berlin diesen 11 er Takt gekloppt oder mit der Taschenlampe geblinkt, die letzten 2 Schläge wurden immer noch mit dem Ruf "EK" begleitet. Interessant wäre jedoch zu klären, woher kommt so etwas und wie verbreitet sich dies in der gesamten Truppe - Berliner und die Jungs von der Grünen Grenze, räumlich getrennt und trotzdem pflegen sie das gleiche Ritual. Andere Dinge verbreiteten sich scheinbar nicht so, vom Goldenen Brief weiß ich gar nichts, wurde bei uns nicht geschrieben...
Gab das diesen 11 er Takt auch bei anderen Waffengattungen?


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#2

RE: Woher kommt so etwas?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 30.04.2010 16:03
von Rostocker | 7.731 Beiträge

Den 11er EK-Takt gegen die Heizkörper in der Grenzkompanie Abends 17Uhr beim Abschnitt des Bandmaß.Das war immer ne Aktion,den länger Dienenden viel der Ohrschmalz raus.Oder wenn bei der Postenablösung das Wort--Abgang--viel, sowie die Tageszahl die man noch bis zum Heimgang hatte.Ja das waren alles so Rituale,die man nicht unterbinden konnte.


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#3

RE: Woher kommt so etwas?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 30.04.2010 16:40
von Rainman2 | 5.763 Beiträge

Hallo Roctocker,

also mir, als sehr-viel-länger-und-dann-im Endeffekt-doch-nicht-solange-Dienendem fiel nie das Ohrenschmalz aus den Ohren. Obwohl meine Kabeltrommel bannich viele Meterchen hatte und mein Heimgangstakt wohl mehr Schläge gebraucht hätten, als die Frohnauer Hämmer in ihrer ganzen Geschichte je geklopft haben, empfand ich keinen Neid beim Heimgang anderer. Das war halt mein gewählter Beruf. Wir waren dann hinterher, wenn die Sachen eindeutig als Provokation rüberkamen (zumindest nach unserer Meinung), wenn mal wieder Befehle zum Unterbinden der EK-Bewegung draußen waren oder wenn unter diesem Einfluss die Disziplin der Truppe zu leiden schien. Manchmal war es auch einfach der Grundsatz: Schnapp Dir einfach mal einen der Radaubrüder und nimm ihn Dir richtig vor, dann werden die anderen schon ruhiger.

Jenseits von diesen Dingen wurde die EK-Bewegung in der Grenzkompanie als stabilisierend angesehen. Und wie genügend Berichte hier im Forum schon belegt haben, das war sie ja tatsächlich.

Woher der 11-er Takt für die EK-Bewwegung allerdings kommt, weiß ich auch nicht. Ich weiß nur, dass ich mir gelegentlich den Spaß gemacht habe und ihn selbst klopfte oder klatschte. Diese schaumgebremste Entrüstung der EK's war immer wieder allerliebst. Mir selbst haben weder die Hände geglüht, noch konnten sie mich einfach herannehmen. Und ein paar Sprüche hinter dem Rücken machten mir auch keine Angst. Die gab es so oder so.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#4

RE: Woher kommt so etwas?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 30.04.2010 16:53
von Boelleronkel (gelöscht)
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Au weia,also wenn ich mich recht erinnere,die "schärfsten"Typen beim "EK Schiessen"11 Mumpeln und
im Ergebnis angeblich 331 Ringe getroffen.
Kringeln könnt ich mich heute noch.


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#5

RE: Woher kommt so etwas?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 30.04.2010 17:09
von Eierfeile (gelöscht)
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[quote="Rainman2"]Hallo Roctocker,

__________________________________________________________________________________________________

Jenseits von diesen Dingen wurde die EK-Bewegung in der Grenzkompanie als stabilisierend angesehen. Und wie genügend Berichte hier im Forum schon belegt haben, das war sie ja tatsächlich.
___________________________________________________________________________________________________
... ich kann es nicht fassen, das diese Worte aus der Feder eines ehemaligen Offiziers geflossen sind.

Alles was nur ansatzweise mit EK-Bewegung zu tun hatte, war bei uns von Seiten der Obrigkeit strikt verboten und wurde hart bestraft! Als da wären:

- Benutzung des entsprechenden Vokabulars
- Aneignung von Privilegien
- Ausübung entsprechender Riten (z.B. 11-Takte-Klopfen)
- Tragen äußerer Erkennungsmerkmale (zB. der Besitz eines Bandmaßes)

Ich will nicht sagen, dass es das bei uns nicht gegeben hat aber das musste alles im Verborgenen geschehen und wurde mit äußerster Diskretion zelebriert. Wer auch nur in den Verdacht kam gegen einen der oben angeführten Punkte zu verstoßen, der war im gnädigsten Fall der "Herr der Bohnerkeule".


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#6

RE: Woher kommt so etwas?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 30.04.2010 17:19
von Rostocker | 7.731 Beiträge

Da geb ich Dir Recht Rainman.In anderen Einheiten der NVA ging es schlimmer ab mit der EK-Bewegung.Wenn ich an meinen letzten Reservistendienst bei den Aufklärern in Beelitz Heilstätten denke,da ging richtig die Kuh ab.Im stillen hab ich mir damals gedacht,was haste für eine ruhige Zeit bei den GT im letzten Jahr deiner Wehrpflicht gehabt.
Zu den 11 er Takt der EK-Bewegung kann ich nur sagen.Dieser Takt wurde auch gespielt bei einer Sportsendung zu beginn---die es mal im DDR-Fernsehn gab.Fragt mich aber nicht wie die hieß--ich glaube Sport Aktuell.
Gruß Rostocker


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#7

RE: Woher kommt so etwas?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 30.04.2010 17:47
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Eierfeile
[quote="Rainman2"]Hallo Roctocker,

__________________________________________________________________________________________________

Jenseits von diesen Dingen wurde die EK-Bewegung in der Grenzkompanie als stabilisierend angesehen. Und wie genügend Berichte hier im Forum schon belegt haben, das war sie ja tatsächlich.
___________________________________________________________________________________________________
... ich kann es nicht fassen, das diese Worte aus der Feder eines ehemaligen Offiziers geflossen sind.

Alles was nur ansatzweise mit EK-Bewegung zu tun hatte, war bei uns von Seiten der Obrigkeit strikt verboten und wurde hart bestraft! Als da wären:

- Benutzung des entsprechenden Vokabulars
- Aneignung von Privilegien
- Ausübung entsprechender Riten (z.B. 11-Takte-Klopfen)
- Tragen äußerer Erkennungsmerkmale (zB. der Besitz eines Bandmaßes)

Ich will nicht sagen, dass es das bei uns nicht gegeben hat aber das musste alles im Verborgenen geschehen und wurde mit äußerster Diskretion zelebriert. Wer auch nur in den Verdacht kam gegen einen der oben angeführten Punkte zu verstoßen, der war im gnädigsten Fall der "Herr der Bohnerkeule".





.........................................................................................
Da geb ich Dir absolut Recht @Eierfeile...
Dieser Schwachsinn(EK Bewegung) hat vermutlich erst den den Einen oder Anderen "Gegängelten" oder auch "Unterdrückten" erst auf dumme Gedanken gebracht.
Wir hatten einmal einen Bauzug auf dem Berg,da war auch so ein gehirntechnisch Minderbemittelter
EK Freak dabei,der es auch nie lassen konnte, einen Ihm körperlich Unterlegenen ständig
zu demütigen.
Das ging eine ganze Weile schon,bis..ja bis er dafür in eine geladene Kaschi von einem Wachsoldaten geguckt hatte,und siehe da,auch der so harte "EK Freak" konnte sich einpinkeln,nämlich in die eigene Hose.
Dieser ganze EK Unsinn brachte immer nur Ärger.


zuletzt bearbeitet 30.04.2010 17:50 | nach oben springen

#8

RE: Woher kommt so etwas?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 30.04.2010 18:17
von Eierfeile (gelöscht)
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Zitat von Boelleronkel


Dieser Schwachsinn(EK Bewegung) hat vermutlich erst den den Einen oder Anderen "Gegängelten" oder auch "Unterdrückten" erst auf dumme Gedanken gebracht.




Das ist natürlich das andere Extrem, das du da schilderst Boelleronkel. Wenn EK-Bewegung in einem Herr-Sklave-Verhältnis kulminiert, ist das auf keinem Fall hinzunehmen. Insbesondere nicht bei dem speziellen Dienstverhältnis, wie es bei den Grenztruppen geherrscht hat. Das hat nichts mehr mit Kammeradschaft zu tun sondern ist rohe Machtausübung des Stärkeren über den Schwächeren. Und das ist sehr gefährlich, wenn man bedenkt, dass solche Leute 8 Stunden miteinander auskommen müssen und jeder eine Knarre mit 60 Mumpeln bei sich trägt. Das spielte bei den Muckern natürlich keine Rolle und ich kann mir gut vorstellen, dass es der dortigen Obrigkeit ganz gut getan hat, wenn ihnen die EKs einen Teil der "Erziehungsarbeit" abgenommen haben.
Ich muss allerdings auch sagen, dass bei uns das andere Extrem vorherrschte. Ich halte es z.B. einfach für blödsinnig ein Bandmaß zu verbieten. Das ist ja eigentlich zu einer Art Kultur stilisiert worden, die nichts mit Unterdrückung oder Herabwürdigung zu tun hat.


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#9

RE: Woher kommt so etwas?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 30.04.2010 18:47
von Rüganer (gelöscht)
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Hallo Leute,

der 11 er Takt ist auch bei Dave Dee in Hold Tight zu hören, aber dass er daher stammt und in die EK - Bewegung aufgenommen wurde, dies halte ich für unwahrscheinlich.... also 1970 gab es ihn schon, gibt es denn noch frühere Jahrgänge ( Greso?? ) die diesen 11er auch schon kennen?
Zu dieser ganzen Bewegung, also bei und in Berlin in Johannisthal war das harmlos, da haben gleich ein paar gesagt, wenn ihr hier schikanieren oder den Herren herauskehre wollt - wir stehen jeden Tag mit Euch... also war mit der EK - Bewegung alles ziemlich harmlos, dieses ... in die geladene Waffe sehen, hätte durchaus schnell geschehen können.


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#10

RE: Woher kommt so etwas?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 30.04.2010 18:55
von PF75 | 3.294 Beiträge

Mit der EK-Bewegung wars bei uns auch nicht so schlimm,die Gründe hatten ja anderem schon benannt man mußte sich ja auf den anderen mehr oder weniger verlassen können.Bandmaß gabs natürlich(sogar offiziell)man dufte es tragen nur keine "Provokationen" damit machen.Logisch war auch das das 2.DH vorwigend für die Reviere zuständig war (Ausnahmen wurden bei den Kraftfahrern Gemacht),wer mit Fahrzeug draußen war mußte auch mit putzen egal welches Halbjahr.


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#11

RE: Woher kommt so etwas?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 30.04.2010 20:21
von SCORN (gelöscht)
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Zitat von Eierfeile


...Und das ist sehr gefährlich, wenn man bedenkt, dass solche Leute 8 Stunden miteinander auskommen müssen und jeder eine Knarre mit 60 Mumpeln bei sich trägt. Das spielte bei den Muckern natürlich keine Rolle und ich kann mir gut vorstellen, dass es der dortigen Obrigkeit ganz gut getan hat, wenn ihnen die EKs einen Teil der "Erziehungsarbeit" abgenommen haben.



nun komm aber mal wieder runter herr "eierfeile". meinst du die "mucker" hatten nie scharfe mumpeln in der knarre? schonmal an einem btl.schießen der mot. schützen teilgenommen?

SCORN


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#12

RE: Woher kommt so etwas?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.05.2010 12:37
von Eierfeile (gelöscht)
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Zitat von SCORN



nun komm aber mal wieder runter herr "eierfeile". meinst du die "mucker" hatten nie scharfe mumpeln in der knarre? schonmal an einem btl.schießen der mot. schützen teilgenommen?

SCORN





ich wollte dich nun wirklich nicht in in deiner "Mucker"-Ehre verletzen SCORN. Ich hätte so ziemlich jede andere Waffengattung anführen könne. Natürlich weis ich, dass ihr ab und zu auch mal rumgeballert habt und Wachche schieben mustet. Aber ich bleibe dabei, bei den Grenztruppen haben andere Randbedingungen geherrscht. Wir waren definitiv jeden Tag bewaffnet draußen. In der Regel ein EK mit einer Knolle auf sich allein gestellt, ein paar Meter von der Grenze weg. Wer mit wem, das wurde ständig neu eingeteilt und das hast du erst ca. 1 Stunde vorher erfahren. Dieses Paar muss mindestens 8 Stunden funktionieren sich halbwegs aufeinander verlassen können und vorallem miteinander auskommen. Da tut sich auch ein EK selber keinen Gefallen, wenn er seinen Dachs einen Tag vorher bis aufs Blut erniedrigt hat. Actio = Reactio, das alte Spiel. Am Kanten hätten sich da ungeahnte Möglichkeiten ergeben...


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#13

RE: Woher kommt so etwas?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.05.2010 13:57
von turmwache (gelöscht)
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Zitat von Rainman2
Hallo Roctocker,

Jenseits von diesen Dingen wurde die EK-Bewegung in der Grenzkompanie als stabilisierend angesehen. Und wie genügend Berichte hier im Forum schon belegt haben, das war sie ja tatsächlich.
Rainman



hallo rainman,
das hatten wir damals immer geahnt, daß die offiziere aus bequemlichkeit die ek-bewegung haben so laufen lassen wie schon mehrfach beschrieben wurde.hierzu 2 ereignisse aus meiner einmaligen nva zeit:
1.auf dem flur unserer 11. batterie befand sich wie überall ein tisch, dort saß der guvd - meist ein ek. dieser befahl mir zur festgesetzten essenszeit ich solle fenster putzen (gegessen wurde auf dem zimmer)in kenntnis der dv verweigerte ich die ausführung: er zog mir den hocker wg, ich aß im stehen, er nahm mir das messer weg ich borgte mir von einem anderen ek das messer, er befahl mir in schwarzkombi und decke am tisch auf dem flur anzutreten, daß tat ich auch, aber erst nach dem essen, er ließ mich dann wegtreten und wollte meldung am anderen tag machen - es kam nie wieder etwas von ihm.
2. besagter ek als guvd hatte einen soldaten ,aus dem gleichen diesthalbjahr wie ich, auf dem kieker an einem feiertag schüttete er dieses scheuerpulver (p3?) im waschraum aus und befahl zu schrubben.er verweigerte es natürlich, daraufhin wurde er vom guvd mit den worten "rote sau, rotes schwein!" mehrmals beschimft. (zur erklärung, dieser soldat war im kinderheim groß geworden u. mit 18 jahren kanditat der sed geworden, das war uns allen bekannt)der guvd war sohn eines abv .
jedenfalls erfolgte seitens des soldaten eine beschwerde beim regimentskommandeur. von da an machten alle soldaten also vom 1. bis 3. diensthalbjahr stuben u. revierreinigen u. offiziere den stubendurchgang, fazit die offiziere mussten ihre bequemlichkeit verlassen und waren dadurch bis spät abends in der batterie.
tw


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#14

RE: Woher kommt so etwas?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.05.2010 15:07
von SCORN (gelöscht)
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Zitat von Eierfeile
Natürlich weis ich, dass ihr ab und zu auch mal rumgeballert habt und Wachche schieben mustet. Aber ich bleibe dabei, bei den Grenztruppen haben andere Randbedingungen geherrscht. Wir waren definitiv jeden Tag bewaffnet draußen.



damit stellst sehr eindrucksvoll klar daß du von der NVA im allgemeinen ziemlich wenig ahnung hast. deine kenntniss der grenztruppen mag ich nicht bewerten. es ist aber wohl jedem bekannt dass es sehr viele grenzer gab die nie auch nur in die nähe der grenze gekommen sind. wozu ein gefrusteter "mucker" der nur ab und zu mal "rumgeballert" hat und hunderte von kilometern von der grenze entfernt wache stehen musste, in der lage ist, zeigt der fall weinholt.

bei den grenztruppen gab es nicht weniger aber auch nicht mehr "EK bewegung" als in anderen bewaffneten einheiten der DDR. es gab mehr als genug "neuralgische" einheiten in denen wohl und wehe auch von den jungen soldaten abhing. letztendlich hing es von der dultung durch die vorgesetzten ab.


zuletzt bearbeitet 01.05.2010 15:08 | nach oben springen

#15

RE: Woher kommt so etwas?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.05.2010 16:09
von Eierfeile (gelöscht)
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Zitat von SCORN


bei den grenztruppen gab es nicht weniger aber auch nicht mehr "EK bewegung" als in anderen bewaffneten einheiten der DDR.



Aber du scheinst dich ja dafür bestens in allen Waffengattungen auszukennen, wenn du dir anmaßt so eine pauschale Aussage zu postulieren, SCORN.
Wenn ich von den "Grenztruppen" rede, dann meine ich natürlich vordergründig die, die auch tatsächlich Grenzdienst geschoben haben (so habe ich das auch beschrieben). Wenn das falsch verstanden wurde, dann will ich das an dieser Stelle klarstellen. Natürlich steht außer Frage, dass es auch Grenzsoldaten gab, die den Kanten nie zu Gesicht bekommen haben. Ich kann aber nur aus meinem persönlichen Umfeld, einer "echten" Grenzkompanie sprechen und dort wurde EK-Bewegung gehandhabt, wie ich es in meinem früheren Beitrag beschrieben habe.
Ich gebe dir recht in der Einschätzung, dass es in einer Einheit nur soviel EK-Bewegung gegeben hat, wie die Führung zuließ. Bei uns war die Toleranzgrenze halt 0, weil unser KC das so wollte. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass es im ureigensten Intersse einer Grenzkompanieführung gelegen haben muss, das sozialer Frieden unter den Diensthalbjahren herrschte. Die Gründe habe ich in meinem früheren Beitrag bereits aufgeführt. EK-Bewegung war in diesem Zusammenhang kontraproduktiv und jeder verantwortungsvolle Führer hätte gut daran getan sie zumindestens nicht ausufern zu lassen. Unser Alter hatt für diese Zusammenhänge offensichtlich das Gespür und hat dementsprechend gehandelt. Das Rainman, als alter Polit, ein Befürworter der EK-Bewegung ist, hat mich deshalb ja so verblüfft und war für mich Auslöser, mich zu diesem Thema zu Wort zu melden.
Warum du das Thema "Weinhold" in diesem Zusammenhang ins Spiel bringst, kann ich nicht nachvollziehen.


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#16

RE: Woher kommt so etwas?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.05.2010 17:37
von SCORN (gelöscht)
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@eierfeile, im großen und ganzen teile ich deine ansicht. allerdings haben deine despektierlichen äusserungen gegenüber anderen waffengattungen einen etwas faden nachgeschmack und werden von mir nicht geteilt. daher meine reaktion. du hast recht, der fall weinholt gehört hier nicht hin.

übrigens war ich kein mucker sondern diente in einer einheit die ihren gegnern recht nahe gekommen ist und auch in friedenszeiten ständig zu gesicht bekam!

SCORN


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#17

RE: Woher kommt so etwas?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.05.2010 17:39
von SCORN (gelöscht)
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gelöscht da doppelt


zuletzt bearbeitet 01.05.2010 17:40 | nach oben springen

#18

RE: Woher kommt so etwas?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.05.2010 17:49
von Weichmolch (gelöscht)
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Hier einen Einwurf, nur als Faktum.
Der Mot.-Schütze brachte es in einem Diensthalbjahr bei Absolvierung aller Schulübungen inklusive der Gefechtsschießen (Gruppe, Zug, Kompanie und Bataillon) auf ca. 2000 abgegebene Schuss M 43. Abweichungen kamen vor, wenn mehrere Trainingsschießen zum Erreichen der Schützenschnur möglich waren.

Der Weichmolch


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#19

RE: Woher kommt so etwas?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.05.2010 20:20
von turmwache (gelöscht)
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hallo scorn,
nur ne frage so zwischendurch.
kennst du jemanden von der grenzbrigade küste der auf dem bt11 in börgerende gedient hat?
tw


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#20

RE: Woher kommt so etwas?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.05.2010 21:26
von brausepaul | 68 Beiträge

Klar achtete man strikt darauf, nicht wegen "soz. Bez." ans Bein gepinkelt zu werden.
Schikane bis auf's Blut konnte sich keiner erlauben. Schon weil man ja jeden Tag mit scharfem Zeug unterwegs gewesen ist.
Aber Traditionen wurden schon gepflegt. Dazu gehörte eben das "putschen", Bandmaß zeigen etc.
Dazu gehörte aber auch, dass das 3. Dh eben nicht mehr die Bude saubermachte oder beispielsweise Tische abwischen musste.
Dem 3. bzw. 6. Dh wurde halt der Kaffee gemacht...
Aber woher nu jenau der Rhythmus stammt, weeß ick ooch nich....


www.radio-taktlos.de
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