#41

RE: Was habt Ihr eigentlich am Abend in der Kaserne gemacht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.06.2010 13:40
von grenzergold | 187 Beiträge

Kartenspielen dazu Kaffee oder Alkohol,um den Alkoholgeruch zu überdecken wurde eine Zwiebel aufgeschnitten. Basteln war langweilig ,was für Mädchen.Ich bin oft über den Objektzaun geklettert(Unerlaubtes Entfernen von der Truppe),gab ja wenigAusgang und habe lieber mit den oder an den Mädchen gebastelt. Wir waren jung.
grenzergold


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#42

RE: Was habt Ihr eigentlich am Abend in der Kaserne gemacht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.06.2010 13:58
von student | 89 Beiträge

Als BS mußte man ja, wenn man die A-Zeiten nicht einhalten konnte, dankenswerterweise in der Einheit bleiben. Da habe ich mit dem angefangen, was mir heute mein Brot einbringt - auch wenn es was für Mädchen ist. Modellbau. Und damals hatte es mir aus irgendeinem Grund der Leopard II sehr angetan. Da stand er dann also in seiner ganzen Pracht mit dem sorgfältig gemalten Kreuz am Turm in der gerade eingeführten Schrankwand für Berufssoldaten - mit dem Ergebnis, daß ich bei nächster Gelegenheit im Stab des Grenzbataillons in ein etwas abgelegenes Dienstzimmer gebeten und gefragt wurde, ob ich etwa Reklame für die Firma Krauss-Maffei machen wollte. Man konnte so harmlos denken wie man wollte, es reichte immer für eine Vermutung ...


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#43

RE: Was habt Ihr eigentlich am Abend in der Kaserne gemacht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.06.2010 14:02
von Eierfeile (gelöscht)
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Sehr hoch im Kurs standen die Filmvorführungen, die ich glaube immer am Abend nach der Nachtschicht, durchgeführt wurden. In jeder Kompanie gab es einen 16mm Kinoapparat und zwei Filmvorführer, die das Teil bedienen konten. Ich hatte das Glück einer jener Filmvorführer zu sein. Wir wurden dazu in einem einwöchigen Schnellkurs schon in der Knollenburg ausgebildet. Die Filme gab es im Verleih und wurden bei uns zentral in Schirke ausgegeben. Das Angebot war ziemlich aktuell und die Bude war immer gerammelt voll. Da wir nur einen Apparat besessen haben, gab es zwischen Jeder Filmrolle 2min Pause, zum Spulenwechsel. Daran hat sich aber niemand gestört. Der positive Nebeneffekt, für uns als Vorführer, bestand nicht nur in dem "hohen Ansehen", dass wir bei den Kameraden genossen, sondern auch in der Möglichkeit sich zur "Filmausrüstungswartung" zu verpissen, wenn mal wieder besonderer Sackstand angesagt war.


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#44

RE: Was habt Ihr eigentlich am Abend in der Kaserne gemacht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.06.2010 14:16
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
..., sprich etwas am großen Auto herumspielen wie es eben Jungs gerne tun, ...



Yo, genau am Auto rumspielen

Damit konnte man schöne Zeit verbringen. Ich habe mich gerne auch in der KfZ-Halle der Grenzkompanie rumgedrückt. (In dem angefügten Bild links). Dort war ich beim Schlosser gern gesehen und von Techniker geduldet. Beide waren schon fit, was das Schrauben anging, allerdings etwas 'unsicher' bei der KfZ-Elektrik. Besonders gern brannten bei der ersten ETZ-Generation die Drehstromregler (das Teil unter der Sitzbank) durch. Nun die Widerstände waren schnell geflickt und der Unterleutnant ein gern gesehener Gast. Dafür stand mir dann die eine oder andere Probefahrt mit 'ner Esse oder auch mal dem UAZ zu. Ja! Auf dem Bild sitzt 94 am Volant. Muß Sommer '88 gewesen sein. Später hatte der auf Hochglanz polierte UAZ sogar verchromte Radkappen, ich glaube die waren vom Wolga. Sah schon geil aus, wenn zur Offizierspolitschulung im Regiment 'mein' UAZ in der Sonne aus der mattgrünen Reihe herausfunkelte. Gut, gab mal irgendwann ein Anpfiff vom TA und dann war auch der GK-Techniker etwas angefressen. Geil wars aber trotzdem *grins*

P.S. Im Hintergrund der LO hat auf dem Führerhaus einen Suchscheinwerfer. Frage mich gerade, war der eigentlich Standard?

Angefügte Bilder:
ScanImage001.gif

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#45

RE: Was habt Ihr eigentlich am Abend in der Kaserne gemacht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.06.2010 15:28
von Udo E. (gelöscht)
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Hallo, In der GK war abends Kaffeetrinken angesagt ,nebenbei Skat ,Kino oder Alarmgruppe draußen.
Das Kaffetrinken artete schon aus,es wurde das pechschwarze Zeug schon aus Bierhumpen getrunken.
Gruß Udo E.
http://www.DDR-Grenzer.blogspot.com


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#46

RE: Was habt Ihr eigentlich am Abend in der Kaserne gemacht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.06.2010 15:49
von Oss`n | 2.779 Beiträge

Zitat von Udo E.
Hallo, In der GK war abends Kaffeetrinken angesagt ,nebenbei Skat ,Kino oder Alarmgruppe draußen.
Das Kaffetrinken artete schon aus,es wurde das pechschwarze Zeug schon aus Bierhumpen getrunken.
Gruß Udo E.
http://www.DDR-Grenzer.blogspot.com




Stimmt Udo,
der Kaffee lief schon ein manches Mal nicht mehr durch den Filter.
Das war schon Sirup.
Vieles was wir damals getrunken haben, würde uns heute wahrscheinlich umbringen.
Was haben wir noch so gemacht - abends - in der Freizeit??
Pläne für die Zukunft geschmiedet - an zu hause gedacht - Trübsal - Tage überschlagen!
Bei uns gab es da noch den so genannten "Druckspind“!
Das war in der Regel der "Besenspind", der in einer depressiven Phase beim Kaffee trinken einfach umgedreht wurde und auf der Rückseite einfach nur viele nackte Mädchen zum Vorschein brachte.
Wer die wohl da alle aufgeklebt hatte???

So war sie - die Freizeit!
War zu hause alles in Ordnung, war auch in der GK alles ok ------ wenn nicht hatte man ei Problem.

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
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#47

RE: Was habt Ihr eigentlich am Abend in der Kaserne gemacht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 10.07.2010 20:36
von Mucks (gelöscht)
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Hey bin echt überrascht mit was für Sachen ihr euch so alle auf der Grenzkompo befasst habt. Bei uns auf der Pik gabs außer an Sonntagen eigentlich kaum Freizeit. Von Frühjahr bis Herbst hieß es immer bis Sonnenuntergang rauß in den Abschnitt und Erneuerungsarbeiten am Antifaschistischen Schutzwall. Wenn die Bautrupps dann manchmal erst abends um 9 in die Kompanie zurück kammen war nix mehr mit Freizeit. Und im Winter wenn Schnee lag da hieß es dann ausrücken zum Schneeräumen auf den umliegenden Straßen. Ich als Küchenbulle mußte auch jeden Tag um 5 früh anfangen und Schluß war auch erst um 10 abends wenn der letzte Dachs seine Küchenstrafarbeiten beendet hatte. Wenn mal zeit war lief es dann meist immer nur auf Alkoholvernichtung beim Rias hören oder Skaten hinaus. Nur Sonntags gabs ein Freizeitprogramm. Erst Teatime und dann Kinovorführung und wenn warm war dann noch ein Grillabend für die Onkels


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#48

RE: Was habt Ihr eigentlich am Abend in der Kaserne gemacht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 11.07.2010 00:03
von PP 141 (gelöscht)
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Ja was haben wir Abends auf der Kompanie gemacht?
Meistens Kaffee (türkisch) getrunken. Ich persönlich Kreuzworträtsel in der JW oder im ND gelöst und meistens hat man den Tag nochmal an sich vorbei ziehen lassen.
War ziemlich unspektakulär, aber unter Kameraden auch ne schöne Zeit damals.


Gruß vom stolzen Grenzfuchs


zuletzt bearbeitet 11.07.2010 00:25 | nach oben springen

#49

RE: Was habt Ihr eigentlich am Abend in der Kaserne gemacht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 11.07.2010 00:49
von lucyen (gelöscht)
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Also ich habe damals lieber ein gutes Buch gelesen, oder Karten gespielt untereinander.
Wenn man aus einem Ausgang zurück kam war einem nicht gerade wohl.


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#50

RE: Was habt Ihr eigentlich am Abend in der Kaserne gemacht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 11.07.2010 11:05
von torpedoschlosser | 330 Beiträge

Zitat von Rüganer
Hallo und mal wieder dem Grenzerleben zugewandt die Frage:
Was habt Ihr eigentlich am Abend in der Kaserne gemacht? So, um die Zeit totzuschlagen?
Bei uns ( 1970/ 71 ) waren das Bauen mit abgebrannten Streichhölzern, das Herstellen von Schmuck aus Kupferdraht, Skat und auch Pokern, Mau Mau und Schlafen angesagt, richtig Sinnvolles war da nicht, soweit ich mich erinnere.
Einige waren in der Herstellung von Ketten und Broschen mittels Seitenschneider und Rundzange echt Spitze - die konnte man dann anschließend ruhig der Freundin schenken. Irgendwelche Zirkel oder organisierte Freizeitbeschäftigung gab es nicht, wir haben auch viel auf den Betten gelegen und gepennt.
Wie war es denn bei Euch?

der Rügener



genau das haben wir auch gemacht. Ich hatte lange Jahre noch meinen B-Turm (aus Streichhölzern) - im original war der auch aus Holz, wie die meisten in Kleinmachnow. Die wenigsten waren aus Ziegeln gemauert.
Mit der wenigen Freizeit war nicht viel anzufangen. Die Nachtruhe war so angesetzt, dass man kaum einen Film zu ende sehen konnte.
Briefschreiben war natürlich ganz wichtig. Auch Zigaretten wurden auf Vorrat gedreht. Leider gab es damals noch keinen Fitness-Raum. Karten wurden natürlich auch ausgiebig gespielt.
Ich konnte mich bei einem "zugelassenen" Soldaten einklinken, der Fotoarbeiten machte. Von dem habe ich Grundkenntnisse in der Dunkelkammerarbeit abgeschaut.
Insgesamt war die Freizeit sehr eng bemessen, wenn man bedenkt das es Tage gab an denen zwei Schichten gestanden wurden (auch kurzer Wechsel genannt).

mfG torpedoschlosser


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#51

RE: Was habt Ihr eigentlich am Abend in der Kaserne gemacht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.07.2010 09:40
von küche69 | 428 Beiträge

Hallo!

Bei uns haben viele ihre Briefe oder Karten mit aufgedruckten Bildern versehen, wurde glaube ich aufgebügelt, oder es wurden halt irgendwelche Figuren aus Streichhölzern gebastelt.

Grüße von Küche69 06/88-10/89 6.GK

___________

"Wer nicht mit beiden Augen sieht, wird nie die ganze Wahrheit sehen!"



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#52

RE: Was habt Ihr eigentlich am Abend in der Kaserne gemacht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.07.2010 11:43
von sentry | 1.081 Beiträge

Zitat von Oss`n
Bei uns gab es da noch den so genannten "Druckspind“!
Das war in der Regel der "Besenspind", der in einer depressiven Phase beim Kaffee trinken einfach umgedreht wurde und auf der Rückseite einfach nur viele nackte Mädchen zum Vorschein brachte.



Die Funktion übernahm bei uns auf Stube die Unterseite der nur lose aufgelegten Tischplatte. Den konnte man dann auch zum Kartenspielen oder einfach nur Kaffeetrinken nutzen.
Natürlich waren die Muttis mit Klarlack überlackiert, um die Nutzbarkeit zu erhalten und das Entfernen zu erschweren.

Ansonsten war das Freizeitprogramm wie bei den anderen eher monoton...schlafen, Kaffee trinken, Radio hören, lesen, rauchen, manche haben die üblichen Bastelarbeiten gemacht, andere ein wenig Sport...im wesentlichen war alles auf Erholung und Regeneration ausgelegt, um die Grenzdienste halbwegs vorschriftsmäßig durchstehen zu können.


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#53

RE: Was habt Ihr eigentlich am Abend in der Kaserne gemacht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 29.07.2010 10:46
von Sachse (gelöscht)
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Zitat von 94
Eigentlich hatte ich das hier für meinen 0,5k-Beitrag vorgesehen. Nun ist es der 23 5te. (mal sehen ob ich bis 1337 durchhalte)
Die Ereignisse der letzten Tage zeigten mir aber wie fraktal so ein interaktives Rollenspiel, auch Forum genannt, sein kann und hier paßt es ja auch ganz gut.

Ich erinnere mich an ein Würfelspiel, ich glaube wir nannten es 'Grenzer ärger dich nicht'. Auf einer Wachstuchtischdecke war auf der Rückseite unser Grenzabschnitt mit Kompaniegebäude abgebildet. Mit Markstücken als Schablone war eine Rundstrecke wie bei so einem Kinderwürfelspiel aufgemalt. Rund um den ganzen Abschnitt und auch quer durch die ganze Kompanie. Aber nicht linear, sondern so mit vielen Querverbindungen und auch Abkürzungen. An den sogenannten Entscheidungsfeldern wurde eine Ereignisskarte aus einem umgebauten Skatspiel gezogen. Und nun kommt der lustige Teil. Hier fand der Teilnehmer dann solche Texte vor wie:
- Du hast Geburtstag, jeder Mitspieler gibt Dir eine Tafel Blockschokolade aus.
- Du hast die Stube als Revier. Bringe den Mülleimer raus und spiele dann erst wieder mit.
- Du hast als Keim geputscht und mußt die Stiefel deines rechten Nachbarn putzen!
- ...

Aufgefallen ist mir das Spiel, als ich mal wie immer als DHO beim UvD den üblichen Boiler Kaffee vernichtete. Da liefen EKs mehrfach mit dem Mülleimer an mir vorbei, hä? Da ich schon immer ein neugieriger Mensch war ging ich der Sache auf den Grund und hatte noch viele erlebnissreiche Spielrunden bei Grenzer-Ärger-Dich-Nicht verbracht.
Minimale Grundausstattung zur Spielteilnahme war so in etwas 2 Fl. Cola, 1 Schachtel F6 (damals B-Ware), Schuhputzzeug, einige Tafeln Blockschockolade und ... ich weiß es nicht mehr.





Also das ist wirklich hammerhart.
Davon hab ich noch nie was gehört. Sollte es wirklich so gewesen sein, dann hättet ihr den Kreativitätspreis verdient. Haben evtl. manchmal auch Vorgesetzte ab BU od. BO mitgespielt? Wenn ja, was haben die dazu gemeint? Ich finds wirklich riesig und einfallsreich.


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#54

RE: Was habt Ihr eigentlich am Abend in der Kaserne gemacht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 29.07.2010 11:30
von Diskus303 (gelöscht)
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Zitat von 94

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
..., sprich etwas am großen Auto herumspielen wie es eben Jungs gerne tun, ...



Yo, genau am Auto rumspielen

...
...
P.S. Im Hintergrund der LO hat auf dem Führerhaus einen Suchscheinwerfer. Frage mich gerade, war der eigentlich Standard?




Also zumindest bei uns im Abschnitt hatten alle LO´s diesen Suchscheinwerfer drauf...


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#55

RE: Was habt Ihr eigentlich am Abend in der Kaserne gemacht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 29.07.2010 19:58
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Sachse
Haben evtl. manchmal auch Vorgesetzte ab BU od. BO mitgespielt?



Naja, das kam weniger auf die Laufbahn oder den Dienstgrad an, sondern mehr auf eine gewisse Grundeinstellung zum Spielen. Einige BUs waren sehr gern als Mitspieler gesehen, auch der ZF, ein Oltn. und ich glaube auch der Polit als Ltn. war ab und zu dabei. Achso, und ich als U-Boot auch, obwohl es nicht mein Zug war. Einmal während einer Zu-/Abversetzung hat auch ein Mj. ausm Bataillonsstab mitgespielt. Aber das war nicht so ganz kompatibel. Naja, einige waren recht blickig und haben den Staber keine 'schlimmen' Karten ziehen lassen. Besonders an die große Glocke haben die Jungs das Spiel nicht gehängt, war eher so ein Inssider.
Der Spieß war gegen das Spiel und wollte es immer, wenn er Dienst hatte hochziehen. Ich weiß nicht, was mehr Spazzz gemacht hat, 'Grenzer ärger Dich nicht' oder den Stabsfähnrich ärgern. Naja, das zweite war einfacher, als einem hungrigem Hund den Knochen zu klauen *grins*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 29.07.2010 19:59 | nach oben springen

#56

RE: Was habt Ihr eigentlich am Abend in der Kaserne gemacht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 31.07.2010 20:38
von Sachse (gelöscht)
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Mich fasziniert es u.a. deshalb, weil ja ne Menge Monopoly-Elemente hier vorkommen. Und deshalb meine Frage, wie bspw. der Polit reagiert hat.

Während meiner Dienstzeit gabs einen Riesenaufriss, als zum 20-Uhr-Film im 1. Programm plötzlich die ARD-Tageschschau über den Bildschirm flatterte. Da hat der Polit ja fast nen Infarkt bekommen.


zuletzt bearbeitet 31.07.2010 21:35 | nach oben springen

#57

RE: Was habt Ihr eigentlich am Abend in der Kaserne gemacht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.08.2010 11:38
von marbacher (gelöscht)
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Wir haben Nächte damit verbracht Doppelkopf zu spielen.

In der Pionierkompanie war es doch schon ein bissel anders. Die Leute wurde dort bei Laune gehalten. Kann mich erinnern das es offiziell sogar 2 x in der Woche Bier gab. 1 Flasche. Und es gab Schnitzel.
Das Thema Musik wurde auch behandelt. Wir hatten einen der konnte herlich Mundi spielen. Der hat sich dann im Block in die Mitte gestellt und das Lied vom Tod gespielt.
Am Wochenende wenn die Obrigkeiten raus waren, sind einige dann zum UvD gegangen haben sich die Schlüssel der Autos genommen und auf dem Hof ihre Runden gedreht. Wer wollte nicht schon mal Traktor oder Tatra fahren. Die fehlen übrigens in der Übersicht der Fahrzeuge der GT.


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#58

RE: Was habt Ihr eigentlich am Abend in der Kaserne gemacht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.08.2010 13:21
von 2168 (gelöscht)
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Basteln war nicht so mein Ding. Ich hab dafür immer Donnerstag Abend auf HR3 die Maxistunde aufgenommen. Gute Music war in Dresden sehr gefragt. Kassettendeck war zwar nicht erlaubt, aber ich glaube die halbe Kompanie wusste Bescheid.
Das ging sogar soweit, das der Aufzug der reinkam, die Motoren vor der Kompanie ausstellen mussten (sind dann reingerollt) weil irgendein Fahrzeug den Empfang gestört hat. Ging allerdings nur bei einem KGsi. Der ist übrigens auch hier im Forum unterwegs. Ansonsten viel Kaffee getrunken, ab und zu den Klub bewirtet und geredet. Ausgang hatte ich vielleicht 2-3 mal in den 3 Jahren. Jeden Tag 24 Stunden Dienst (GSZ Mann). Da war man ja immer auf dem Sprung. Später haben wir noch Strippoker und DIV. andere Spiele auf einem ZX Spectrum im Clubraum gespielt. Einmal lief irgendwas gutes auf den verbotenen Sendern. Also bin ich mit Funkgerät aufs Dach und hab an der Antenne gedreht. Mein Partner vor dem Fernseher hat dann über Funk Bescheid gegeben, wann der Empfang stimmte. Einmal haben wir sogar das Notstromaggregat (GAB 2,0)
am Fernseher angeschlossen, weil der Strom weg war. Ging alles nur bei einem OVD der OK war.
War schon eine lustige Zeit.
MfG. 2168


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#59

RE: Was habt Ihr eigentlich am Abend in der Kaserne gemacht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 21.11.2011 09:44
von 94 | 10.792 Beiträge

Passend zu Freizeit bei denGrenztruppen mal wieder hochgeholt.
Achso, gelesen wurde auch viel.
Und wurden schon die Kreuzworträtsel erwähnt? Junge Welt und armeerundschau, wimre


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 21.11.2011 09:44 | nach oben springen

#60

RE: Was habt Ihr eigentlich am Abend in der Kaserne gemacht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 21.11.2011 10:18
von damals wars | 12.137 Beiträge

Ich habe sehr viel gelesen.
Auch zu meinen UvD Diensten hatte ich immer ein zwei Bücher in der Schublade.
Das Grenzregiment besaß eine gute Bibliothek.

Auf dem Zimmer wurde Radio gehört. Ich musste immer darum kämpfen, das an diesem Radio keine Westsender gehört wurden.
DieDDR- Sender waren auf der Skala ja mittels kleiner Pflasterstreifen gekennzeichnet.
Und immer wieder wurden West- Sender gehört und der "Zeiger" auf der Skala nicht wieder in die Pflasterstellung zurückgebracht.
Hätte das ein Offzier gesehen, wäre ich das Radio los gewesen.
Und man brauchte schon eine Genehmigung, um überhaupt ein Radio auf dem Zimmer zu haben.

Fernsehen habe ich nach Möglichkeit nicht geschaut.
Die "EK" durften in den Fernsehraum mit dem Farbfernseher, die Glatten durften nur in den Fernsehraum mit schwarz weiß Fernseher.
Das fand ich reichlich beknackt.

Geraucht habe ich nicht, hatte aber drei Karoraucher auf der Bude und habe auch entsprechend gestunken.
Aber gegen den Geruch war ich nach einer Weile immun. Sprich, meine Geruchsnerven sind bleibend geschädigt.
Nur einmal hatte ich dann so richtig Appetit auf eine Zigarette, Passivrauchen kann süchtig machen.

Trotzdem sind mir die Vorkämpfer gegen den Zigarettenrauch suspekt. Vor allem ehemalige Raucher.
Und ich weiß, wenn die Raucher zur Raison gebracht sind, und wenn das letzte Tier den Zirkus und den Zoo verlassen hat, das sind wir Esser dran.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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