#821

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 18.06.2016 16:37
von Heckenhaus | 5.128 Beiträge

Zitat von katze im Beitrag #820
siehe RE 813, da stehts blau auf weiss

Ich weiß, siene #814.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#822

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 18.06.2016 17:12
von Gohrbi | 574 Beiträge

Zitat von katze im Beitrag #816
Zitat von Gohrbi im Beitrag #813
... es gab alles, nur musste man wissen wo und wann. Ich/wir hatten unsere Fleischpakete zum Wochenende
und einen Speiseplan gab es bei uns nicht, da wir ja nicht wussten, was im Paket war, was mir über die Bedientheke gereicht wurde.
Wenn man etwas technisches brauchte, dann fuhren wir zum tiefsten Punkt der DDR, Berlin. Da floss alles hin.
Später dann, als meine Frau dann endlich an der Quelle saß, ging es uns gar nicht so schlecht.

Ansonsten, so wie heute. Fleisch, Eier, Obst vom Bauern nebenan.


Bei uns hier, war das nicht so, es gab NICHT alles. Am Wochenende Wurst/ Fleisch, du musstest das nehmen, was noch da war und das war eben nicht viel. Bevor du aber dran warst, mussteste noch ewig anstehen. Mandarinen, so gut wie NIE. Orangen, natürlich die aus KUBA, auf Zuteilung, etwas mehr, wen du einen Nachweis hattest, dass du Kinderrech warst (also ab 3 Kinder).
Also mal nicht behaupten, ES GAB ALLES! Dieser Ausspruch schien nur für Berlin gestimmt zu haben, von uns konnte aber keiner 600 km bis B fahren, nur weil es dort alles gab.



... und doch bleibe ich bei der Behauptung "es gab alles" und dazu schrieb ich, "man musste nur wissen wo und wann"
Fleisch und Wurst hatten wir immer und genug. Anstehen musste ich später (80iger) nie. Früher arbeitete meine Mutter in der Kaufhalle und später meine Frau ( Kaufhalle und MHO) . Alles andere wurde getauscht.
Ringerder gab es im Tausch mit einem paar chromledener Militärstiefel
Dachpappe gab es im Tausch mit ner Stiege Pfirsiche
Rindsrouladen gab es im Tausch mit der Reparatur des Fernsehers
Wasserleitungsrohre gab es im Tausch mit ner Kiste Radeberger
2 Flaschen "Goldkrone" für Zugmaschine und Anhänger mit Bausand usw

Darum ja auch der Spruch in der DDR : "Beziehungen schaden dem, der keine hat"


Rainer-Maria Rohloff hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.06.2016 17:32 | nach oben springen

#823

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 18.06.2016 18:28
von Ährenkranz | 842 Beiträge

Zitat von katze im Beitrag #816
Zitat von Gohrbi im Beitrag #813
... es gab alles, nur musste man wissen wo und wann. Ich/wir hatten unsere Fleischpakete zum Wochenende
und einen Speiseplan gab es bei uns nicht, da wir ja nicht wussten, was im Paket war, was mir über die Bedientheke gereicht wurde.
Wenn man etwas technisches brauchte, dann fuhren wir zum tiefsten Punkt der DDR, Berlin. Da floss alles hin.
Später dann, als meine Frau dann endlich an der Quelle saß, ging es uns gar nicht so schlecht.

Ansonsten, so wie heute. Fleisch, Eier, Obst vom Bauern nebenan.


Bei uns hier, war das nicht so, es gab NICHT alles. Am Wochenende Wurst/ Fleisch, du musstest das nehmen, was noch da war und das war eben nicht viel. Bevor du aber dran warst, mussteste noch ewig anstehen. Mandarinen, so gut wie NIE. Orangen, natürlich die aus KUBA, auf Zuteilung, etwas mehr, wen du einen Nachweis hattest, dass du Kinderrech warst (also ab 3 Kinder).
Also mal nicht behaupten, ES GAB ALLES! Dieser Ausspruch schien nur für Berlin gestimmt zu haben, von uns konnte aber keiner 600 km bis B fahren, nur weil es dort alles gab.


Da kann ich dir zustimmen.
Bei uns gabs die Grundnahrungsmittel im Konsum und in der HO, Mandarinen und Apfelsinen erst kurz vor Weihnachten und diese auf Zuteilung, pro Kopf eine - vielfach gaben uns unsere Eltern ihren Anteil.

In einem kleine "Tante Emma - Laden" hat man mal paar Schnürsenkel, Pantoffeln, Zwirn und Nähnadeln bekommen.
Anziehsachen gabs überhaupt nicht, da sind wir 20 km mit dem Bus gefahren, meistens noch anstellen angesagt und wenn man dran war, gabs die Größe nicht, die man brauchte.
Anziehsachen bekam man oft von Verwandten und die wurden dann immer so weiter gegeben, und da ich das letzte Glied oft in der Kette war, hatte ich nur oft auch sehr abgetragene Sachen gehabt, selbst gebrauchte Schuhe, das war eigentlich der größte Mist, denn da konnte ich immer sehr schlecht drin laufen, weil vorher die anders "eingelatscht" wurden.
Erst so Mitte der 60 - iger Jahre, als meine Mutter als Verkäuferin im Konsum arbeitete, bekamen wir mal etwas "ausgefallenes" und das waren mal paar richtig gute lose Bratheringe und auch mal eine Birne.
Oft war da so wenig angeliefert worden, dass sich die Verkäuferinnen nur da mal was "organisieren" konnten.

Ende 79, als ich selbst Kinder hatte, bekam man mal ein Fläschchen Saft nur verpackt in Tüten, das durfte keiner sehen, hatte da Beziehungen zu einer Verkäuferin.
Anziehsachen für die Kinder haben wir uns nur aus der Tschechei geholt, als wir ein Beiwagenmotorrad hatten und beide Kinder da mitnehmen konnten - die gekauften Sachen wurden den Kindern dann gleich angezogen, und die "alten" entsorgt.
An der Grenze wären die uns sonst weggenommen worden.
Und auch Wintertouren haben wir mit diesem Motorrad gemacht, weil man nur dort mal paar Winterstiefel für die Kinder bekommen hat.

2 Bäcker gab es im Ort, so dass Brot und Semmeln da kein Problem war.

Die Versorgung mit normalen Lebensmitteln war schon gegeben, hungern mußten wir nicht und es gab auch keine Bettler und Odachlosen.

Also, mag sein, das es in Berlin alles gab, aber wir hatten kein Auto, auch meine Eltern nicht - da wären wir ja paar Tage unterwegs gewesen.
War dann schon ein Unterschied, ob man in einer Stadt oder auf dem Land gewohnt hat.

Fällt mir noch ein - bis Mitte der 70 -iger Jahre gab es 2 Versandhäuser, Leipzig und Karl - Marx - Stadt, da haben wir dann mal einiges an Anziehsachen, auch die richtigen Größen, bestellen können.
Dann war damit wieder Schluß.

Nur mal, wie es bei mir war in groben Zügen.


"Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden" - Helmut Schmidt
Sperrbrecher, Hapedi, Pit 59 und damals wars haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#824

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 18.06.2016 19:26
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Ährenkranz im Beitrag #823
Zitat von katze im Beitrag #816
Zitat von Gohrbi im Beitrag #813
... es gab alles, nur musste man wissen wo und wann. Ich/wir hatten unsere Fleischpakete zum Wochenende
und einen Speiseplan gab es bei uns nicht, da wir ja nicht wussten, was im Paket war, was mir über die Bedientheke gereicht wurde.
Wenn man etwas technisches brauchte, dann fuhren wir zum tiefsten Punkt der DDR, Berlin. Da floss alles hin.
Später dann, als meine Frau dann endlich an der Quelle saß, ging es uns gar nicht so schlecht.

Ansonsten, so wie heute. Fleisch, Eier, Obst vom Bauern nebenan.


Bei uns hier, war das nicht so, es gab NICHT alles. Am Wochenende Wurst/ Fleisch, du musstest das nehmen, was noch da war und das war eben nicht viel. Bevor du aber dran warst, mussteste noch ewig anstehen. Mandarinen, so gut wie NIE. Orangen, natürlich die aus KUBA, auf Zuteilung, etwas mehr, wen du einen Nachweis hattest, dass du Kinderrech warst (also ab 3 Kinder).
Also mal nicht behaupten, ES GAB ALLES! Dieser Ausspruch schien nur für Berlin gestimmt zu haben, von uns konnte aber keiner 600 km bis B fahren, nur weil es dort alles gab.


Da kann ich dir zustimmen.
Bei uns gabs die Grundnahrungsmittel im Konsum und in der HO, Mandarinen und Apfelsinen erst kurz vor Weihnachten und diese auf Zuteilung, pro Kopf eine - vielfach gaben uns unsere Eltern ihren Anteil.

In einem kleine "Tante Emma - Laden" hat man mal paar Schnürsenkel, Pantoffeln, Zwirn und Nähnadeln bekommen.
Anziehsachen gabs überhaupt nicht, da sind wir 20 km mit dem Bus gefahren, meistens noch anstellen angesagt und wenn man dran war, gabs die Größe nicht, die man brauchte.
Anziehsachen bekam man oft von Verwandten und die wurden dann immer so weiter gegeben, und da ich das letzte Glied oft in der Kette war, hatte ich nur oft auch sehr abgetragene Sachen gehabt, selbst gebrauchte Schuhe, das war eigentlich der größte Mist, denn da konnte ich immer sehr schlecht drin laufen, weil vorher die anders "eingelatscht" wurden.
Erst so Mitte der 60 - iger Jahre, als meine Mutter als Verkäuferin im Konsum arbeitete, bekamen wir mal etwas "ausgefallenes" und das waren mal paar richtig gute lose Bratheringe und auch mal eine Birne.
Oft war da so wenig angeliefert worden, dass sich die Verkäuferinnen nur da mal was "organisieren" konnten.

Ende 79, als ich selbst Kinder hatte, bekam man mal ein Fläschchen Saft nur verpackt in Tüten, das durfte keiner sehen, hatte da Beziehungen zu einer Verkäuferin.
Anziehsachen für die Kinder haben wir uns nur aus der Tschechei geholt, als wir ein Beiwagenmotorrad hatten und beide Kinder da mitnehmen konnten - die gekauften Sachen wurden den Kindern dann gleich angezogen, und die "alten" entsorgt.
An der Grenze wären die uns sonst weggenommen worden.
Und auch Wintertouren haben wir mit diesem Motorrad gemacht, weil man nur dort mal paar Winterstiefel für die Kinder bekommen hat.

2 Bäcker gab es im Ort, so dass Brot und Semmeln da kein Problem war.

Die Versorgung mit normalen Lebensmitteln war schon gegeben, hungern mußten wir nicht und es gab auch keine Bettler und Odachlosen.

Also, mag sein, das es in Berlin alles gab, aber wir hatten kein Auto, auch meine Eltern nicht - da wären wir ja paar Tage unterwegs gewesen.
War dann schon ein Unterschied, ob man in einer Stadt oder auf dem Land gewohnt hat.

Fällt mir noch ein - bis Mitte der 70 -iger Jahre gab es 2 Versandhäuser, Leipzig und Karl - Marx - Stadt, da haben wir dann mal einiges an Anziehsachen, auch die richtigen Größen, bestellen können.
Dann war damit wieder Schluß.

Nur mal, wie es bei mir war in groben Zügen.






Mal eine Frage. In welchen Ort hast Du denn gewohnt und von welchen Jahr spricht Du konkret ?

Ich habe in verschiedenen Städten der DDR gelebt, von Nord bis Süd , aber mit deinen Geschichten kann ich nicht mithalten. Auch war man nicht Tage auf Tour um nach Berlin zu kommen.


Ebro hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.06.2016 19:31 | nach oben springen

#825

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 18.06.2016 20:16
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von Marder im Beitrag #811
Wenn ich das so lese, habe ich das Gefühl mal war das Eine knapp und dann wieder das Andere!
Und es war örtlich gesehen auch noch verschieden.
Mit freundlichen Grüßen Marder


Schief geraten oder knapp war nicht nur das Eine oder das Andere.
Das war ja noch das kleinere Übel.
Die Frage warum gehe ich überhaupt auf Arbeit, wenn ich für mein Geld nichts kaufen kann, beschäftigte einen vielmehr.
Oder,…. Stop…!!.
Ich brauchte doch Geld, um zu spicken für die Dinge die ich brauchte im tägliche Leben.
Aber, was es jeden Tag gab,............

war die große Schnauze der Kommunisten, in den Tageszeitungen und in der Aktuellen Kamera.


Pit 59 und Hapedi haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#826

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 18.06.2016 20:16
von Ährenkranz | 842 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #824
Zitat von Ährenkranz im Beitrag #823
Zitat von katze im Beitrag #816
Zitat von Gohrbi im Beitrag #813
... es gab alles, nur musste man wissen wo und wann. Ich/wir hatten unsere Fleischpakete zum Wochenende
und einen Speiseplan gab es bei uns nicht, da wir ja nicht wussten, was im Paket war, was mir über die Bedientheke gereicht wurde.
Wenn man etwas technisches brauchte, dann fuhren wir zum tiefsten Punkt der DDR, Berlin. Da floss alles hin.
Später dann, als meine Frau dann endlich an der Quelle saß, ging es uns gar nicht so schlecht.

Ansonsten, so wie heute. Fleisch, Eier, Obst vom Bauern nebenan.


Bei uns hier, war das nicht so, es gab NICHT alles. Am Wochenende Wurst/ Fleisch, du musstest das nehmen, was noch da war und das war eben nicht viel. Bevor du aber dran warst, mussteste noch ewig anstehen. Mandarinen, so gut wie NIE. Orangen, natürlich die aus KUBA, auf Zuteilung, etwas mehr, wen du einen Nachweis hattest, dass du Kinderrech warst (also ab 3 Kinder).
Also mal nicht behaupten, ES GAB ALLES! Dieser Ausspruch schien nur für Berlin gestimmt zu haben, von uns konnte aber keiner 600 km bis B fahren, nur weil es dort alles gab.


Da kann ich dir zustimmen.
Bei uns gabs die Grundnahrungsmittel im Konsum und in der HO, Mandarinen und Apfelsinen erst kurz vor Weihnachten und diese auf Zuteilung, pro Kopf eine - vielfach gaben uns unsere Eltern ihren Anteil.

In einem kleine "Tante Emma - Laden" hat man mal paar Schnürsenkel, Pantoffeln, Zwirn und Nähnadeln bekommen.
Anziehsachen gabs überhaupt nicht, da sind wir 20 km mit dem Bus gefahren, meistens noch anstellen angesagt und wenn man dran war, gabs die Größe nicht, die man brauchte.
Anziehsachen bekam man oft von Verwandten und die wurden dann immer so weiter gegeben, und da ich das letzte Glied oft in der Kette war, hatte ich nur oft auch sehr abgetragene Sachen gehabt, selbst gebrauchte Schuhe, das war eigentlich der größte Mist, denn da konnte ich immer sehr schlecht drin laufen, weil vorher die anders "eingelatscht" wurden.
Erst so Mitte der 60 - iger Jahre, als meine Mutter als Verkäuferin im Konsum arbeitete, bekamen wir mal etwas "ausgefallenes" und das waren mal paar richtig gute lose Bratheringe und auch mal eine Birne.
Oft war da so wenig angeliefert worden, dass sich die Verkäuferinnen nur da mal was "organisieren" konnten.

Ende 79, als ich selbst Kinder hatte, bekam man mal ein Fläschchen Saft nur verpackt in Tüten, das durfte keiner sehen, hatte da Beziehungen zu einer Verkäuferin.
Anziehsachen für die Kinder haben wir uns nur aus der Tschechei geholt, als wir ein Beiwagenmotorrad hatten und beide Kinder da mitnehmen konnten - die gekauften Sachen wurden den Kindern dann gleich angezogen, und die "alten" entsorgt.
An der Grenze wären die uns sonst weggenommen worden.
Und auch Wintertouren haben wir mit diesem Motorrad gemacht, weil man nur dort mal paar Winterstiefel für die Kinder bekommen hat.

2 Bäcker gab es im Ort, so dass Brot und Semmeln da kein Problem war.

Die Versorgung mit normalen Lebensmitteln war schon gegeben, hungern mußten wir nicht und es gab auch keine Bettler und Odachlosen.

Also, mag sein, das es in Berlin alles gab, aber wir hatten kein Auto, auch meine Eltern nicht - da wären wir ja paar Tage unterwegs gewesen.
War dann schon ein Unterschied, ob man in einer Stadt oder auf dem Land gewohnt hat.

Fällt mir noch ein - bis Mitte der 70 -iger Jahre gab es 2 Versandhäuser, Leipzig und Karl - Marx - Stadt, da haben wir dann mal einiges an Anziehsachen, auch die richtigen Größen, bestellen können.
Dann war damit wieder Schluß.

Nur mal, wie es bei mir war in groben Zügen.






Mal eine Frage. In welchen Ort hast Du denn gewohnt und von welchen Jahr spricht Du konkret ?

Ich habe in verschiedenen Städten der DDR gelebt, von Nord bis Süd , aber mit deinen Geschichten kann ich nicht mithalten. Auch war man nicht Tage auf Tour um nach Berlin zu kommen.


Ich wohne seit 1954 im oberen Erzgebirge (ein Dorf und keine Stadt),in ca.2 km bin ich in der "Tschechei" - zum Pilze - und Schwarzbeeren (vornehm = Heidelbeeren)sammeln waren wir oft auf "tschechischen Gebiet, da war nur "ein Schlagbaum" und oft waren da doch keine Grenzer.

Meine Ausführungen beginnen ca.Ende der 50 - iger und ein Teil dann ab Ende der 70 -iger, wo ich selbst eine Familie gegründet hatte.

Und ab Mitte der 60-ger Jahre gab es auch keine Eisenbahnanbindung mehr.

Mit einem Bus in die Kreisstadt zu kommen, ca.60 km gesamt,war man von 7:30 Uhr bis oft 18:00 Uhr unterwegs.
Da fuhren keine Busse alle Stunde - und jetzt fährt nur noch ein Schulbus und wieder zurück, ist noch beschissener als früher.


"Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden" - Helmut Schmidt
zuletzt bearbeitet 18.06.2016 21:12 | nach oben springen

#827

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 18.06.2016 20:20
von Alfred | 6.841 Beiträge

Das sollte man immer erwähnen,sprich, die Zeitschiene.

Aber auch in den 70 igern war man nicht Tage auf Tour um nach Berlin zu kommen.

60 km bis in die Kreisstadt ???


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#828

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 18.06.2016 20:22
von Ährenkranz | 842 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #827
Das sollte man immer erwähnen,sprich, die Zeitschiene.

Aber auch in den 70 igern war man nicht Tage auf Tour um nach Berlin zu kommen.

60 km bis in die Kreisstadt ???


War die Kreisstadt Aue.


"Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden" - Helmut Schmidt
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#829

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 18.06.2016 20:23
von Pit 59 | 10.132 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #827
Das sollte man immer erwähnen,sprich, die Zeitschiene.

Aber auch in den 70 igern war man nicht Tage auf Tour um nach Berlin zu kommen.

60 km bis in die Kreisstadt ???


Alfred jetzt lass Dich aber nicht auslachen,denkste es konnte jeder nach Berlin Fahren,und wenn dann wäre dort auch Pumpe gewesen.


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#830

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 18.06.2016 20:26
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #829
Zitat von Alfred im Beitrag #827
Das sollte man immer erwähnen,sprich, die Zeitschiene.

Aber auch in den 70 igern war man nicht Tage auf Tour um nach Berlin zu kommen.

60 km bis in die Kreisstadt ???


Alfred jetzt lass Dich aber nicht auslachen,denkste es konnte jeder nach Berlin Fahren,und wenn dann wäre dort auch Pumpe gewesen.





Komisch, ich habe immer Züge in Berlin gesehen, die kamen aus den verschiedensten Richtungen der DDR. Ich habe z.B. eine zeit immer den "Elbflorenz" genutzt, der fuhr von Dresden nach Berlin und dies recht flott.

Und da gab es noch einige andere. http://www.gerdboehmer-berlinereisenbahn...n/IMG-1976.html


damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.06.2016 20:31 | nach oben springen

#831

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 18.06.2016 20:35
von Ährenkranz | 842 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #830
Zitat von Pit 59 im Beitrag #829
Zitat von Alfred im Beitrag #827
Das sollte man immer erwähnen,sprich, die Zeitschiene.

Aber auch in den 70 igern war man nicht Tage auf Tour um nach Berlin zu kommen.

60 km bis in die Kreisstadt ???


Alfred jetzt lass Dich aber nicht auslachen,denkste es konnte jeder nach Berlin Fahren,und wenn dann wäre dort auch Pumpe gewesen.





Komisch, ich habe immer Züge in Berlin gesehen, die kamen aus den verschiedensten Richtungen der DDR.


Wir haben auch schon zu DDR - Zeiten nur in den Wintermonaten zum Staat gehört und jetzt ist es nicht viel anders.

Kann mich erinnern, in den 60-iger Jahren waren oft NVA-Angehörige aus den verschiedensten Kasernen im Ort zum "Skifahren", aber mit Skifahren hatte das nicht viel zu tun, die meisten konnten nicht mal die Skistöcke richtig anfassen.
Und Winterlager waren auch oft in den Wäldern, vielfach im Februar in den Winterferien und da wurden oft Touren bis zu den Soldaten gemacht und da konnten wir auch mal in einen Panzer einsteigen und es gab Erbsensuppe.

Deinen Link mal angesehen, ehe wir von hier aus in Zwickau waren, war schon ein halber Tag weg, denn es waren nur "Gammelzüge" und öfteres Umsteigen.
Erst ab da war dann mal ein schnellerer Zug unterwegs...

Ja, das kann man nicht verstehen, wenn man da nicht selbst mal gewohnt hat.

Und jetzt haben wir gar nichts mehr, ein Auto ist unerläßlich - selbst mal paar Lebensmittel zu kaufen, sind 10 km zu fahren und 10 km wieder zurück.


"Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden" - Helmut Schmidt
zuletzt bearbeitet 18.06.2016 20:43 | nach oben springen

#832

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 18.06.2016 20:39
von damals wars | 12.137 Beiträge

Mit der Fleischversorgung gab es nur einmal Probleme, als auch noch Polen mitversorgt werden musste.
Die mittelalterliche "Kleinfelder"-wirtschaft konnte den Industriestaat nicht versorgen.

In Senftenberg wurden von/für die Kohlekumpel immer ganze Fleischberge gekauft, ein "haben wir nicht"
wäre den Verkäuferinnen nicht gut bekommen.
Ich mit meinen hundert Gramm Lebberwurscht und hundert Gramm Mettwurscht fürs Wochenende war damals (noch) Minimalist.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#833

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 18.06.2016 20:44
von furry | 3.570 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #832
Mit der Fleischversorgung gab es nur einmal Probleme, als auch noch Polen mitversorgt werden musste.
Die mittelalterliche "Kleinfelder"-wirtschaft konnte den Industriestaat nicht versorgen.

In Senftenberg wurden von/für die Kohlekumpel immer ganze Fleischberge gekauft, ein "haben wir nicht"
wäre den Verkäuferinnen nicht gut bekommen.
Ich mit meinen hundert Gramm Lebberwurscht und hundert Gramm Mettwurscht fürs Wochenende war damals (noch) Minimalist.


Wie @Alfred schon erwähnte, eine Zeitangabe wäre angebracht. Die DDR gab es auch schon vor 1963.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#834

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 18.06.2016 20:44
von Pit 59 | 10.132 Beiträge

Mit der Fleischversorgung gab es nur einmal Probleme, als auch noch Polen mitversorgt werden musste.

Stimmt,da hatten wir doch noch Rosenkohl mit hin geliefert für die Krautrouladen.


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#835

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 18.06.2016 20:46
von Ährenkranz | 842 Beiträge

Zitat von furry im Beitrag #833
Zitat von damals wars im Beitrag #832
Mit der Fleischversorgung gab es nur einmal Probleme, als auch noch Polen mitversorgt werden musste.
Die mittelalterliche "Kleinfelder"-wirtschaft konnte den Industriestaat nicht versorgen.

In Senftenberg wurden von/für die Kohlekumpel immer ganze Fleischberge gekauft, ein "haben wir nicht"
wäre den Verkäuferinnen nicht gut bekommen.
Ich mit meinen hundert Gramm Lebberwurscht und hundert Gramm Mettwurscht fürs Wochenende war damals (noch) Minimalist.


Wie @Alfred schon erwähnte, eine Zeitangabe wäre angebracht. Die DDR gab es auch schon vor 1963.


Ich habe in meinen Ausgangstext 3 Jahreszahlen erwähnt.


"Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden" - Helmut Schmidt
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#836

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 18.06.2016 20:48
von damals wars | 12.137 Beiträge

Ja, @Ährenkranz; das mit den Sachen kenne ich auch noch, waren Schlaghosen angesagt, hatte ich Röhrenhosen,
und dann die unvermeidlichen braunen Cordhosen. Sooo häßlich.

Wie in meiner Vorstellung steht, habe ich von 1985-1988 in Senftenberg studiert.
Polenkrise war Anfang der Achtziger.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
zuletzt bearbeitet 18.06.2016 20:50 | nach oben springen

#837

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 18.06.2016 20:49
von Fritze | 3.474 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #834
Mit der Fleischversorgung gab es nur einmal Probleme, als auch noch Polen mitversorgt werden musste.

Stimmt,da hatten wir doch noch Rosenkohl mit hin geliefert für die Krautrouladen.


und die Kronkorken als Bratpfannen !


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

"If you get up and walk away, leave the past behind, go ahead and take a ride ,no telling what you find ! "
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#838

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 18.06.2016 20:49
von Freienhagener | 3.856 Beiträge

Und das bei einem ausgewiesenen Agrarland.

Das ist wie bei dem Witz, wo der Sand in der Wüste knapp wird bei Einführung des Sozialismus.

Aber Fleischknappheit in der DDR, zumindest das Fehlen begehrter Teile, hatte den Export dieser Teile in den Westen als Ursache.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
Hapedi und lhsecurity haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.06.2016 20:51 | nach oben springen

#839

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 18.06.2016 20:49
von Pit 59 | 10.132 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #836
Ja, @Ährenkranz; das mit den Sachen kenne ich auch noch, waren Schlaghosen angesagt, hatte ich Röhrenhosen,
und dann die unvermeidlichen braunen Cordhosen. Sooo häßlich.


Hubert,Hubert.


damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#840

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 18.06.2016 20:50
von furry | 3.570 Beiträge

Zitat von Ährenkranz im Beitrag #835
Zitat von furry im Beitrag #833
Zitat von damals wars im Beitrag #832
Mit der Fleischversorgung gab es nur einmal Probleme, als auch noch Polen mitversorgt werden musste.
Die mittelalterliche "Kleinfelder"-wirtschaft konnte den Industriestaat nicht versorgen.

In Senftenberg wurden von/für die Kohlekumpel immer ganze Fleischberge gekauft, ein "haben wir nicht"
wäre den Verkäuferinnen nicht gut bekommen.
Ich mit meinen hundert Gramm Lebberwurscht und hundert Gramm Mettwurscht fürs Wochenende war damals (noch) Minimalist.


Wie @Alfred schon erwähnte, eine Zeitangabe wäre angebracht. Die DDR gab es auch schon vor 1963.


Ich habe in meinen Ausgangstext 3 Jahreszahlen erwähnt.



Wenn Du mal den Text oben lesen wolltest, die Anmerkung betraf Dich nicht.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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