#761

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 16.10.2014 19:03
von Rostocker | 7.736 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #753
War das nur in Cottbus so oder auch anderswo? Es gab Neubausiedlungen mit allem Komfort, aber um ins Haus zu gelangen, musste man durch den Dreck bis zum Eingang gehen. Kein Geld für Gartengestaltung und Gehplatten.
Theo


Theo,das war die ersten Wochen so, nach Fertigstellung des Hauses, begann man auch Gewege anzulegen


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#762

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 16.10.2014 19:14
von Freienhagener | 3.879 Beiträge

Plattenbauten im historischen Stadtkern gab es lange nicht, weil das Bauen auf der grünen Wiese einfacher war. Man mußte nicht erst was wegreißen.
Irgendwann erfolgte aber auch das (in Leipzig z. B.), weil die vernachlässigten Altbauten nicht mehr zu retten waren.

Die Platte ansich ist nicht schlecht.

Schlecht wurde sie erst durch die massenhafte, eintönige Wiederholung und die abseitige Lage am Stadtrand (in Ost und West)..


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 16.10.2014 19:15 | nach oben springen

#763

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 16.10.2014 19:21
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #762
Plattenbauten im historischen Stadtkern gab es lange nicht, weil das Bauen auf der grünen Wiese einfacher war. Man mußte nicht erst was wegreißen.
Irgendwann erfolgte aber auch das (in Leipzig z. B.), weil die vernachlässigten Altbauten nicht mehr zu retten waren.

Die Platte an sich ist nicht schlecht.

Schlecht wurde sie erst durch die massenhafte, eintönige Wiederholung und die abseitige Lage am Stadtrand (in Ost und West)..


Wenn man den Begriff "Plattenbau " für billiges Bauen ansetzt ,- dann gab es schon ab der Gründerzeit , auch inmitten der Städte, massenhaft Plattenbauten ,-
nur nannte man sie damals Mietskasernen ,- am gedachten Sinn zur kostengünstigen Massenunterbringung für die Arbeitssklaven hatte sich indess nicht viel geändert,- mit Grausen sah ich kürzlich Berliner Mietskasernen mit bis zu vier Hinterhöfen....


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#764

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 16.10.2014 19:23
von Freienhagener | 3.879 Beiträge

Nee, das waren Ziegelbauten.
Der Plattenbau war was Neues um 1960.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#765

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 16.10.2014 19:28
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Ostlandritter im Beitrag #763
Zitat von Freienhagener im Beitrag #762
Plattenbauten im historischen Stadtkern gab es lange nicht, weil das Bauen auf der grünen Wiese einfacher war. Man mußte nicht erst was wegreißen.
Irgendwann erfolgte aber auch das (in Leipzig z. B.), weil die vernachlässigten Altbauten nicht mehr zu retten waren.

Die Platte an sich ist nicht schlecht.

Schlecht wurde sie erst durch die massenhafte, eintönige Wiederholung und die abseitige Lage am Stadtrand (in Ost und West)..


Wenn man den Begriff "Plattenbau " für billiges Bauen ansetzt ,- dann gab es schon ab der Gründerzeit , auch inmitten der Städte, massenhaft Plattenbauten ,-
nur nannte man sie damals Mietskasernen ,- am gedachten Sinn zur kostengünstigen Massenunterbringung für die Arbeitssklaven hatte sich indess nicht viel geändert,- mit Grausen sah ich kürzlich Berliner Mietskasernen mit bis zu vier Hinterhöfen....


Wiederspruch!
Wenn es in Berlin heute so ist,dann ist es halt so.In Dresden ist vieles begrünt und Spielplätze angelegt wurden.
In der Dresdner Neustadt,Altbauten mit Hinterhöfen,leben viele Künstler.alle Häuser sind saniert.Die Hinterhöfe sind geöffnet und laden zum bummeln ein.Mietpreise sind sehr hoch.
rei


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#766

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 16.10.2014 19:28
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #764
Nee, das waren Ziegelbauten.
Der Plattenbau war was Neues um 1960.


Natürlich waren das Ziegelbauten ,- ich hab den Begriff"Plattenbauten" wegen der Sinnhaftigkeit verwendet


....................................
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#767

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 16.10.2014 19:35
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Ostlandritter im Beitrag #766
Zitat von Freienhagener im Beitrag #764
Nee, das waren Ziegelbauten.
Der Plattenbau war was Neues um 1960.


Natürlich waren das Ziegelbauten ,- ich hab den Begriff"Plattenbauten" wegen der Sinnhaftigkeit verwendet


Du warst schnell,mußte erst mal ein paar Bilder suchen

Rei


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#768

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 16.10.2014 19:35
von Moskwitschka (gelöscht)
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Die Platte ist viel älter als man glaubt. Auch in Deutschland

Das erste Projekt, bei dem in Deutschland die Tafelbauweise vorgesehen war, was das Projekt Neues Frankfurt (1925–1930). Dessen Leiter Ernst May ließ eigens eine Fabrik errichten, in der die Betonplatten gefertigt wurden. Von den 15.000 Wohnungen wurden jedoch nicht alle in Plattenbauweise errichtet. 1926 wurde in Berlin-Lichtenberg, Ortsteil Friedrichsfelde, nach Entwürfen des damaligen Stadtbaurats Martin Wagner die erste deutsche Plattenbausiedlung errichtet. Bei dieser als Kriegerheimstättensiedlung erstellten Wohnanlage handelt es sich um einen zwei- bis dreigeschossigen Siedlungsbau mit ursprünglich 138 Wohnungen, der heute den Namen Splanemann-Siedlung trägt. Vor Ort wurden dabei bis zu 7 Tonnen schwere, mehrschalige Betonplatten gegossen und von einem Portalkran an die Montagestellen gebracht, die jedoch noch in traditioneller Ziegelbauweise vorbereitet wurden. Das Verfahren hatte Wagner um 1921 beim Bau des Betondorp (wörtlich: „Betondorf“) kennengelernt, einem Wohnviertel im Amsterdamer Stadtbezirk Amsterdam Oost.

und danach ging es u.a. in der DDR weiter

Starke Verbreitung fanden Plattenbauten in der Deutschen Demokratischen Republik. Nach den Zerstörungen der Kriegsjahre und dem Zustrom von Vertriebenen bestand ein ausgeprägter Wohnungsnotstand im Nachkriegsdeutschland. In der DDR wurden in den ersten Jahren klassische Bauverfahren verwendet wie Mauerwerksbauten, diese konnten aber den Wohnungsmangel nicht schnell genug beheben. In den 1950er Jahren wurde nach rationelleren Baumethoden gesucht. Ein erster Großplattenversuchsbau entstand 1953 in Berlin-Johannisthal. Der Ausbau der Stadt Hoyerswerda wurde zu einem „Experimentierfeld“ in diesem Bereich. Der industrielle Wohnungsbau in Plattenbauweise wurde dort seit 1957 erstmals in der DDR in großem Umfang realisiert. Das Bauverfahren mit vorgefertigten Betonteilen erfolgte in Anlehnung an die Ideen der modernen Architektur, die schon im Bauhaus entstanden waren.

http://de.wikipedia.org/wiki/Plattenbau

LG von der Moskwitschka


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#769

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 16.10.2014 19:38
von Freienhagener | 3.879 Beiträge

Prototypen habe ich vernachlässigt. Der industrielle Massenbau mit der Platte begann um 1960.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#770

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 16.10.2014 19:50
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #769
Prototypen habe ich vernachlässigt. Der industrielle Massenbau mit der Platte begann um 1960.


Oh @Freienhagener, das war jetzt keine Reaktion auf Deinen Beitrag. In Berlin findet man in fast allen Stadtbezirken architektonische Kleinode, die später zur Plattenbauweise führten. Ich war auf der Suche nach Bildern des ersten Plattenbaus in der Berliner Mollstraße und bin über den wiki Beitrag gestolpert, den ich euch nicht voerenthalten wollte.

Die Bilder habe ich leider immer noch nicht gefunden

LG von der Moskwitschka


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#771

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 16.10.2014 19:52
von PF75 | 3.294 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #757
Also was die Gestaltung der Freiflächen in den Neubaugebieten betrifft.

Ich bin unter anderem in einen Web-Portal welches sich mit der Historie meiner Geburtsstadt beschäftigt.
Viele Leute stellen dort historische Bilder der Stadt ein.

Meine Großeltern Mütterlicherseits wohnten in einem Stadtviertel welches damals Ende der 20er Jahre im Bauhausstil errichtet wurde. Ist klar wenn Bruno Taut Anfang der 20er Jahre Stadtbaudirektor in der Stadt war ......

Die Bilder aus der Zeit zeigen zwischen den Häusern nur brache, kahle Flächen.

Ich hingegen kenne die Siedlung nur mit viel Grün in den Innenhöfen, an den Strassen oder den parkähnlichen Grünflächen.

Deshalb ärgere ich mich unter anderem auch immer ein wenig wenn, um die besondere Tristheit der DDR Neubauviertel darzustellen, Bilder veröffentlicht werden welche diese Viertel zur Zeit des Baus, unmittelbar nach der Fertigstellung der Häuser und am besten noch bei Nieselregenwetter im Winterhalbjahr aufgenommen zeigen.

Warum sich allerdings die Fertigstellung der Fußwege, die Strassen existierten allerdings, so verzögerte wird wohl ewig ein Geheimnis der zuständigen WBK's bleiben.

Ein durchaus realistisches Bild wie es in einem Neubaugebiet Ende der 70er Jahre aussah wenn die Mieter einzogen gibt der Fernsehfilm; ein 6Teiler; "Einzug ins Paradies".
Wegen der realistischen Darstellung blieb der fertige Film jahrelang liegen bis man endlich Ende der 80er im DFF einen Sendeplatz für diese Miniserie gefunden hatte ......

Der Film spielt übrigens im mittleren Bauabschnitt in Marzahn .....

Damals Dreck, Schutt, Wüste, Heute alles Grün mit vielen Bäumen, Rasen etc.

Gruß
Nostalgiker



Der Bau der gehwege wurde in neubaugebieten bewußt hinaus geschoben, erzählte mir mal eine person die damit dienstlich zu tuen hatte um erst mal zusehen wo die leute lang latschen,an die planmäßig gebauten wege hat man sich doch nicht immer gehalten (es gab ja schließlich abkürzungen )
so konnte man doch auch wichtiges material sinnvoller einsetzen.


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#772

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 16.10.2014 20:13
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von PF75 im Beitrag #771
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #757
Also was die Gestaltung der Freiflächen in den Neubaugebieten betrifft.

Ich bin unter anderem in einen Web-Portal welches sich mit der Historie meiner Geburtsstadt beschäftigt.
Viele Leute stellen dort historische Bilder der Stadt ein.

Meine Großeltern Mütterlicherseits wohnten in einem Stadtviertel welches damals Ende der 20er Jahre im Bauhausstil errichtet wurde. Ist klar wenn Bruno Taut Anfang der 20er Jahre Stadtbaudirektor in der Stadt war ......

Die Bilder aus der Zeit zeigen zwischen den Häusern nur brache, kahle Flächen.

Ich hingegen kenne die Siedlung nur mit viel Grün in den Innenhöfen, an den Strassen oder den parkähnlichen Grünflächen.

Deshalb ärgere ich mich unter anderem auch immer ein wenig wenn, um die besondere Tristheit der DDR Neubauviertel darzustellen, Bilder veröffentlicht werden welche diese Viertel zur Zeit des Baus, unmittelbar nach der Fertigstellung der Häuser und am besten noch bei Nieselregenwetter im Winterhalbjahr aufgenommen zeigen.

Warum sich allerdings die Fertigstellung der Fußwege, die Strassen existierten allerdings, so verzögerte wird wohl ewig ein Geheimnis der zuständigen WBK's bleiben.

Ein durchaus realistisches Bild wie es in einem Neubaugebiet Ende der 70er Jahre aussah wenn die Mieter einzogen gibt der Fernsehfilm; ein 6Teiler; "Einzug ins Paradies".
Wegen der realistischen Darstellung blieb der fertige Film jahrelang liegen bis man endlich Ende der 80er im DFF einen Sendeplatz für diese Miniserie gefunden hatte ......

Der Film spielt übrigens im mittleren Bauabschnitt in Marzahn .....

Damals Dreck, Schutt, Wüste, Heute alles Grün mit vielen Bäumen, Rasen etc.

Gruß
Nostalgiker



Der Bau der gehwege wurde in neubaugebieten bewußt hinaus geschoben, erzählte mir mal eine person die damit dienstlich zu tuen hatte um erst mal zusehen wo die leute lang latschen,an die planmäßig gebauten wege hat man sich doch nicht immer gehalten (es gab ja schließlich abkürzungen )
so konnte man doch auch wichtiges material sinnvoller einsetzen.

Wieder was dazu gelernt.
MfG. Rei


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#773

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 16.10.2014 21:16
von utkieker | 2.929 Beiträge

Die "Platte" ist besser als ihr Ruf! Nachdem Rostocks Chefarchitekt Erich Kaufmann vom Wohnungsbaukombinat, nach 1990 in Rente ging zog er wie selbstverständlich in eine Plattenbauwohnung in Rostock Toitenwinkel. Diese Plattenbauten gehörten schon zur WBR 80, welche die berühmte WBS 70 Baureihe ablöste.

Zitat von Rostocker im Beitrag #749
In Rostock, in den Neubaugebieten in Nordwesten--gab es schon seperate Gaststätten--wo man Abends mal ein Bier trinken gehn konnte. Führe nur mal Lichtenhagen an--das gab es neben der Gaststatte-Am Scharre-- noch 2 weitere Kneipen, ein Cafe, Friseur, Sparkasse--die nicht in so einen Dienstleistungswürfel untergebracht waren. Mal so gesagt-so einheitlich war es doch nicht.

Der Lichtenhagener Boulevard war genauso ein Meilenstein mit Springbrunnen und Blumenrabatten und einer kleinen Ladenpassage ist sie leider heute etwas verkommen - Schade um den kreativen Geist!
Zitat von Rostocker im Beitrag #747
Hartmut--mit so einen Plattenbaustil, wurde auch ein Teil der Rostocker Alstadt saniert. Und zwar hinter der Langen Straße zum Stadthafen runter. Sind heute gefragte Wohnungen in der Innenstadt.

Ja die nördliche Altstadt ist auch ein Ensemble, was sich sehen lassen kann - und dennoch sehe ich es auch mit Wehmut, wenn man bedenkt, wie hier historische Bausubstanz platt gemacht wurde. Als Student hatten wir uns mit Werterhaltungsprojekten beschäftigt, ich war damals in Greifswald, und es ging um Guts- und Herrenhäuser in Vorpommern, leider konnten viele Projekte nicht verwirklicht werden. Vieles scheiterte einfach an der Materialfrage, denn es gab strenge Auflagen im Denkmalschutz und die Mangelsituation auch im Baugeschäft dürfte uns wohl kaum entgangen sein. Tja es gab hoffnungsvolle Lichtblicke aber auch viel Schatten.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#774

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 16.10.2014 23:36
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #758
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #757
Deshalb ärgere ich mich unter anderem auch immer ein wenig wenn, um die besondere Tristheit der DDR Neubauviertel darzustellen, Bilder veröffentlicht werden welche diese Viertel zur Zeit des Baus, unmittelbar nach der Fertigstellung der Häuser und am besten noch bei Nieselregenwetter im Winterhalbjahr aufgenommen zeigen.
Nostalgiker


Das ist zwar jetzt auch OT, aber diesen Ärger teile ich aus tiefster Brust: Der in manchen TV-Beiträgen gesprochene Text mag ja noch halbwegs wahr sein, aber die Bilder transportieren eine ganz eigene Botschaft. Die Macht der Bilder: Die Grenze zwischen Information und Meinungsmanipulation wird hier eindeutig überschritten.

Und da hilft auch die Altersmilde nicht, da werde ich immer noch wütend.



Und manchmal ist es dazu noch lächerlich. Ich habe mir immer schon die Frage gestellt, warum auch heute noch die meisten Fotos oder Filme, wenn sie Dinge aus der ehemaligen DDR zeigen, in s/w sind? Da kann man heute in fast jede Ausstellung gehen oder Bücher blättern. Alles vorwiegend in s/w.
Dazu dann noch Fotos aus den 50er oder 60er Jahren, die dann angeblich um 1980 aufgenommen wurden sind.

Einfach lachhaft.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


seaman, eisenringtheo und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#775

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 17.10.2014 01:38
von StabsfeldKoenig | 2.656 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #707
Da es gerade ums Bier geht, dass war in meiner alten Heimat auch nicht das Beste, obwohl Radeberg und Dresden gleich um die Ecke waren. Auf dem Lande sah es da schon oft sehr aufgeräumt in der Bierecke aus. Eine Alternative war dann die Dorfkneipe, denn dort gab es Bier vom Fass. Das schmeckte besser als der Felsenkeller aus der Flasche mit Flockenwirbel gratis. Und die Preisdifferenz zwischen Flasche und einem Glas frisch vom Fass, war kaum zu spüren. Außerdem war in den Kneipen immer etwas los, denn überall traf man auf Originale.

So, und nun warte ich auf eine Anmerkung zum Thema Alkoholismus in der SBZ und deren negativen Auswirkungen auf die unterdrückten Bewohner.

Gruß Reiner


Wenn man die Gesamt-Suchtquote (Alk + illegale Drogen) vergleicht, dürfte sich der Unterschied relativiren. Was man im Westen in die Vene drückte oder durch die Nase schnupfte, ließ man sich bei uns gepflegt durch die Kehle rinnen. Denn illegale Drogen waren bei uns eine absolute Ausnahme.



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#776

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 17.10.2014 08:53
von eisenringtheo | 9.193 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #774
(...)

Und manchmal ist es dazu noch lächerlich. Ich habe mir immer schon die Frage gestellt, warum auch heute noch die meisten Fotos oder Filme, wenn sie Dinge aus der ehemaligen DDR zeigen, in s/w sind? Da kann man heute in fast jede Ausstellung gehen oder Bücher blättern. Alles vorwiegend in s/w.
Dazu dann noch Fotos aus den 50er oder 60er Jahren, die dann angeblich um 1980 aufgenommen wurden sind.

Einfach lachhaft.

Gruß Reiner


Ich denke, alle die bei den Sicherheitsorganen von berufs wegen fotografierten (MfS, VP, GT usw), bekamen nur Schwarzweissfilme. Deshalb der grosse Anteil an S/W Bilder
Theo


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#777

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 17.10.2014 09:00
von Hansteiner | 1.422 Beiträge

Ich meine es lag auch an der Qualittät des Filmmaterials.
Unsere Filme von Orwo als Farbbildmaterial war nicht das beste, bei den Dias sah das schon anders aus.

H.



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#778

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 17.10.2014 09:07
von Kalubke | 2.306 Beiträge

In den späten 80'ern hielt im "Fotowesen" der Organe der Fortschritt Einzug und es wurden auch Farbaufnahmen gemacht.

Beispiel: Fotodokumentation der operativen Grenzschleuse "Wurzel" bei Rothesütte im Harz.





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#779

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 17.10.2014 09:17
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen, Gemeinde,.....
Ich denke, alle die bei den Sicherheitsorganen von berufs wegen fotografierten (MfS, VP, GT usw), bekamen nur Schwarzweissfilme. Deshalb der grosse Anteil an S/W Bilder
Ich glaub, da denkst Du falsch, Theo. Der eigendliche Ansatz vom Glatten war ja auch etwas anders. Man sollte schon mal überlegen, was mit Bildern bezweckt wird. Gerade in Ausstellungen, Publikationen usw. Da fällt es schon auf, das da sehr oft S/W gezeigt wird, und teilweise auch eben Bilder, deren Original eben" Farbe" war/ist. Hat das tatsächlich nur die vermuteten technischen Gründe, oder soll da eine Aussage getroffen werden ? Ich bin für das Zweite.
Übrigens - in meiner Dienststelle wurde die TO-Dokumentation 1975 komplett auf Farbe umgestellt, Ausnahme nur, wenn technisch nicht möglich.(Licht z.B.) Ich mußte deshalb extra einen 2-Wochen-Lehrgang besuchen,(sehr willkommen !) ob er für mich was gebracht hat - in Richtung "Fotokunst"- na ja - anderes Blatt.
73, Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
Kalubke, Damals87, eisenringtheo und der glatte haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#780

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 17.10.2014 09:30
von Moskwitschka (gelöscht)
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Da fällt mir spontan ein



Nina Hagen - Du hast den Farbfilm vergessen (Live 1985)

LG von der Moskwitschka


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