#681

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 14.10.2014 22:28
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von rei im Beitrag #677


Ich frage Dich mal,was Du gegen die Plattenbauten im Osten hast????Komme mal nach Dresden und schau Dir Plattenbauten an,was aus ihnen geworden ist.Dann fallen Dir wahrscheinlich die Augen raus,über das Aussehen und den Mietpreisen und die Innenausstattung.
Als Du abgehauen bist,waren auch noch andere Verhältnisse im Westen.Schau Dir mal,die Plattenbauten bei Euch an,dann komm ich mir wirklich vor wie in der tiefsten DDR Zeit.
Eigentlich ist es schon für mich eine Beleidigung,wer heute in einer Platte wohnt,so wie Du es darstellst,sind es fast alle Hartz IV Bezieher.
Mich hat niemand an die Hand genommen und gebratene Tauben sind mir auch nicht zu geflogen.
Gruß Rei


Nuja, WBS70 bleibt irgendwie WBS70, da kannste draufsanieren wie du willst, außen kann man da schon was machen und zur Not auch mal paar Etagen runter nehmen, innen, speziell Treppenhäuser, bleiben die einfach laut, war ein doofer Baustil, kann man nix dran ändern.
Schön war auch immer das Ratespiel im Bett abends, machen die das unter, neben, oder über uns, oder ist es doch gar einen Eingang weiter
War aber auch irgendwie die geile neue Zeit, stärkte das Zusammengehörigkeitsgefühl und kleinbürgerliche Abgrenzung war endlich überwunden


zuletzt bearbeitet 14.10.2014 22:44 | nach oben springen

#682

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 14.10.2014 22:38
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Rüganer im Beitrag #678
@ rei

Und ich weiß nicht, warum du dieses Synomym nicht begreifst, mit dem ich in #646 angefangen habe und was @Gert nur aufgegriffen hat.
kann es sein, dass hier das Sprichwort von den getroffenen Hunden zutrifft und du in einer solchen Neubauwohnung wohnst?
Noch einmal für dich zum Verstehen:
Ich behaupte, diejenigen, die sich zu DDR - Zeiten ein Eigenheim gebaut haben und nicht mit der Neubauwohnung zufrieden gewesen sind, die haben sich "bewegen" müssen, die haben geschachert und geschoben, die haben meinetwegen auch "sozialistisch umgelagert", jedenfalls sind sie nicht dem Phlegma verfallen. All dieses war auch notwendig, um in den Wirren der Wende erfolgreich etwas für den Neuanfang zu tun und dies auch dauerhaft zu halten.
Derjenige, der nur in der WBS 70 Wohnung und ähnlichem saß und solch "Bewegung" nicht gewohnt war, sie gar nicht kannte, der hatte eben Pech. Und @Gert hat es nur noch kommentiert. Und nun schau dir mal die Typen an, die in Lichtenhagen (Rostock) damals mit der Bierflasche und den eingenässten Trainingshosen dem Brandschatzen des Asyls zugesehen haben.... Fällt dir was auf? Wohnten die da in diesen Platten?
Es geht nicht darum dass die Neubauwohnungen inzwischen bunt angestrichen sind und Fahrstühle haben... Dies wäre ein Nebenkriegsschauplatz...



Also ich kenne genug die Jahrelang in der Platte wohnten und heute noch wohnen--die einen Job nach gingen oder auch noch nachgehen. Aber nun alle über einen Kamm scheren--das ist nicht in Ordnung.Und der vergleich mit der Bierflasche und Trainingshose ist irgendwie unpassend.


DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#683

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 09:12
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von rei im Beitrag #677
Zitat von Gert im Beitrag #648
Zitat von Rüganer im Beitrag #646
Nehmt doch einfach mal ein praktisches Beispiel für diese These:

War wohl auch ein Mentalitätsproblem.
Der DDR Bürger wurde nicht zum kühnen Chancenergreifer erzogen, sondern eher zum Warteschlangennörgler und Anweisungsempfänger.
Das ist sicher manchem nach der Kehre zum Verhängnis geworden.
Die flexibelsten waren oft die ehemalige Betriebsleiter und Direktoren, die schnell in der neuen Gesellschaftsordnung ankamen.
Zitat: Schnatterinchen
Ich war zur Wendezeit Technischer Leiter in einem größeren Landwirtschaftsbetrieb,
es war doch eindeutig abzusehen, dass diese Strukturen den Bach herunter gehen werden. Also musste man sich doch auf dass besinnen, was man konnte und irgend etwas aus dem, was man hatte, machen. Wir haben dann angefangen, Wasserleitungen in Eigenheimen zu installieren, haben uns dem Wasserversorger angedient und bauten in mehreren Gemeinden Wasseruhren ein und nach und nach nabelten wir uns von der eigentlichen Tätigkeit für den Mutterbetrieb ab und letztendlich entstand dann eine eigene Firma daraus. Mit dem letzten Geld meiner Familie und der Belastung unseres Eigenheimes.
Ich hätte auch meine Füße stillhalten können und darauf warten, dass irgendwann einmal das Arbeitsamt mir eine Maßnahme vermittelt oder einen Job bringt.
Und ich verstand Schnattchen so, dass gerade die Leute, die irgendwie schon immer die sogenannten „Macher“ gewesen sind, dass die heute auch wieder obenauf sind und bestätige diese, seine Meinung.
Der ehemalige Betriebsleiter führte erfolgreich den Kernteil des Betriebes weiter, paar Dörfer weiter wurde ein Direktor Wiedereinrichter und pachtete sich Land hinzu, Brigadiere wurden Betriebsleiter neuer Landwirtschaftsbetriebe, mein Betrieb ist zur Miete in einem Unternehmen, was durch Betriebsleiter, Buchhalterin, Produktionsdirektor und Technischen Leiter in eine GmbH überführt wurde und heute sehr erfolgreich arbeitet.
Ich schrieb es schon an anderer Stelle, wer sich mit seiner Neubauwohnung zufrieden gab und nichts weiter machte, der konnte sich wahrlich in der Wende nur schwer umstellen, wer allerdings schon vorher wühlte und ackerte, der war es zumindest gewohnt, selbst nun etwas auf die Beine zu stellen und loszulegen. So verstand ich auch Schnattchen


@Rüganer das hast du sehr gut verstanden und hier auch dargestellt. Ich erlebte es nach meiner Flucht genauso.In der DDR daran gewöhnt für alles und jedes ein Rezept vorgesetzt zu bekommen begriff ich sehr schnell dass hier eine andere Art herrschte Dinge, zu planen und durchzuführen. Ihc musste mich komplett neu orientieren und umstellen
Da kam keiner und nahm mich ans Händchen, Gert mach mal das oder das. Ich selbst war gefragt, etwas für mich zu tun.
Na ja, die DDR Bürger die in ihrem Plattenbau sitzen blieben und auf den großen Wohlstand warteten, sitzen heute noch da, schlimmstenfalls mit einer Hartz IV Versorgung. Das wird auch so bleiben.




Ich frage Dich mal,was Du gegen die Plattenbauten im Osten hast????Komme mal nach Dresden und schau Dir Plattenbauten an,was aus ihnen geworden ist.Dann fallen Dir wahrscheinlich die Augen raus,über das Aussehen und den Mietpreisen und die Innenausstattung.
Als Du abgehauen bist,waren auch noch andere Verhältnisse im Westen.Schau Dir mal,die Plattenbauten bei Euch an,dann komm ich mir wirklich vor wie in der tiefsten DDR Zeit.
Eigentlich ist es schon für mich eine Beleidigung,wer heute in einer Platte wohnt,so wie Du es darstellst,sind es fast alle Hartz IV Bezieher.
Mich hat niemand an die Hand genommen und gebratene Tauben sind mir auch nicht zu geflogen.
Gruß Rei



@rei, ich habe gar nichts gegen Plattenbau, das waren sogar noch die am besten bewohnbaren Häuser in der DDR. Denn der Altbaubestand war ja in einem Zustand, den man Menschen nicht mehr anbieten konnte. Ich habe mit meiner jungen Familie selbst hier in Düsseldorf in einem Plattenbau gewohnt, bevor wir unser Häuschen bauten. Ich weiss nicht ob dir der Name "Neue Heimat " etwa sagt, von denen bekam ich 1970 eine solche Wohnung mit Fernwärme und allem pipapo, ganz neu, wir waren sehr glücklich über diese Wohnung. Das war in den 70ern der größte Wohnungsbesitzer in der Bundesrepublik, gehörte dem DGB und ging Mitte der 80 er Jahre unter, da hoch verschuldet.
Heute sind viele Plattenbauten saniert und zwar sehr gut. Ich habe sie in Erfurt gesehen. Kritik in meinem Post betraf also nicht diese Hausgattung sondern etwas anderes.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 15.10.2014 09:12 | nach oben springen

#684

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 09:21
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Rüganer im Beitrag #680
Ja und auch dies war das reale Leben in der DDR.... Mieten so gering, dass der Vermieter nicht die anfallenden Kosten für die Werterhaltung des Hauses aus diesen Mieten generieren konnte... Woher sollte der für das alte Haus denn eine neue Holztreppe bekommen? Baumärkte gab es nicht, polnische Anbieter auch nicht. Getrocknete Holz? Irrtum.... Farbe? in DDR Qualität kam man an die schon ran, aber dann? Und wer reparierte das Abflussrohr?
Schon wären wir wieder bei der Diskussion um Nachbarschaftshilfe, "umgelagertes" Material usw.
Leben in der DDR: meine Mutter hatte die Möglichkeit, um 1974 ihr Haus an die Wasserversorgung anschließen zu lassen. Die nahm eine Feierabendbrigade vor, offiziell von der Gemeinde angestellt. Aber was nach dem Hauseingang erfolgte, blieb im Dunklen, war nicht vorgesehen.
Woher Badewanne nehmen, woher Kohlebadeofen, woher Waschbecken, Toilette, Spülkasten?
Nichts zu bekommen, hier oben. Der Mitarbeiter der Installationsfirma in Bergen, unserer Kreisstadt, hatte angeblich nichts. Zum Glück machte meine Mutter unter anderen auch die Buchhaltung für den Gärtner hier im Ort und der "erpresste" dann den Installateur: ohne Herausrücken dieses Materials keine Blumen zum Frauentag und keine ersten Tomaten... so in dieser Art und Weise.
Die Badewanne kam von der Schulfreundin meiner Mutter, die in der Einkaufs- u. Liefergenossenschaft Metall arbeitete. Den Kohlebadeofen konnte ich in Neuruppin kaufen und fuhr ihn nach Rügen, installiert habe ich dann auch alleine. Als ein Doppelnippel fehlte, habe ich mir Gewinde geschnitten, mit einer geborgten Kluppe von der LPG und die Gewinde dann an eine Mutter geschweißt. habe ich nach der Wende sofort rausgerissen und durch Kupfer ersetzt. Leben in der DDR...
In 30 Jahren werden alle denken, das Leben in der DDR wäre nur toll gewesen oder hätte in politischer - ich bin dafür / ich bin dagegen - Denke bestanden. Diesen anderen Scheiß, wie man sich durch diese Mangelwirtschaft kämpfen musste, wenn man eben mehr als eine Wohnung haben wollte, wird in Zeiten von Zalando und Online - Einkauf nicht mehr in den Köpfen der Menschen präsent sein. Leider...


@Rüganer
so habe ich leider die DDR auch erlebt. Es war der kollektive Mangel an (fast) allem . Was habe ich bei Besuchsreisen an Baumaterial, Farbe Fliesen mitgeschleppt im PKW. Eine Badewanne wurde in meiner Familie benötigt.Lässt sich schlecht im PKW transportieren, also Genexkatalog in Dänemark bestellt, Badewanne geordert mit Auslieferungsort Erfurt. So war das. Meine finanz. Mittel waren natürlich auch nicht endlos und so habe ich getan was möglich war. Das Schönste waren immer die strahlenden Augen meiner Angehörigen zu sehen, wenn ich helfen konnte. Sie waren einfach nur glücklich über diese Hilfe, da shat mich auch glücklich gemacht. Der Satz "Geben ist seliger denn Nehmen" hat was.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#685

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 09:44
von Rüganer (gelöscht)
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Zitat von Gert im Beitrag #684
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@Rüganer
so habe ich leider die DDR auch erlebt. Es war der kollektive Mangel an (fast) allem . Was habe ich bei Besuchsreisen an Baumaterial, Farbe Fliesen mitgeschleppt im PKW. Eine Badewanne wurde in meiner Familie benötigt.Lässt sich schlecht im PKW transportieren, also Genexkatalog in Dänemark bestellt, Badewanne geordert mit Auslieferungsort Erfurt. So war das. Meine finanz. Mittel waren natürlich auch nicht endlos und so habe ich getan was möglich war. Das Schönste waren immer die strahlenden Augen meiner Angehörigen zu sehen, wenn ich helfen konnte. Sie waren einfach nur glücklich über diese Hilfe, da shat mich auch glücklich gemacht. Der Satz "Geben ist seliger denn Nehmen" hat was.




@Gert

genau dies war auch Leben in der DDR. Der Genexkatalog..... manche hatten einen, andere redeten nur darüber, den meisten wird er niemals untergekommen sein.
In Rostock gab es einen Intershop, da war unter anderem auch Baumaterial, eben die Fliesen. Daher stammen die aus meinem alten Bad, nachdem die Tante aus Bremen ein paar Scheine für den Bau gestiftet hatte.
Heute fährt man zum Baumarkt und hat alles. Entspannt und ganz ohne Stress. Aber es hat sich ja angeblich nichts zum Guten gewandelt....
Ich schreibe einfach noch einmal die Geschichte vom Bier, wir konnten kurz vor Weihnachten aus dem Erzgebirge eine nagelneue Hebebühne für PKW abholen, unser Direktor des landwirtschaftlichen Betriebes hatte die an Land gezogen. Also fuhren wir mit einem W50 Kipper von Rügen in das Erzgebirge. Die Vorbereitungen sprachen sich in der Firma herum und der eine und andere kam und brachte einen leeren Kasten Bier mit: Könnt ihr nicht mal irgendwo einen anständigen Kasten Bier kaufen und mitbringen? Wir wollten es versuchen und so fanden sich am Ende wohl um die 10 Kästen Bier auf der Ladefläche...
Nachdem wir die Bühne dann aufgeladen haben, suchten wir Bier. In Radeberg fand ein Verkauf statt, endlose Schlange und maximale Abgabe von 4 Flaschen Bier, 0,5 L. Da hätten wir 8 Flaschen Radeberger gehabt, und die Zeit drängte. Nirgendwo gab es anständiges Bier, zuletzt haben wir in einer Kaufhalle in Berlin Bier bekommen, aber auch nicht diese vielen Kästen. Nicht einmal anständiges Bier gab es hier Oben, es sei denn: man kannte den Verkaufsstellenleiter.....dann konnte man mitunter Hafenbräu trinken...
es war aber ausreichend "Blauer Würger" im Angebot, daran fehlte es nie...


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#686

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 10:08
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Rüganer im Beitrag #685
Zitat von Gert im Beitrag #684
[

@Rüganer
so habe ich leider die DDR auch erlebt. Es war der kollektive Mangel an (fast) allem . Was habe ich bei Besuchsreisen an Baumaterial, Farbe Fliesen mitgeschleppt im PKW. Eine Badewanne wurde in meiner Familie benötigt.Lässt sich schlecht im PKW transportieren, also Genexkatalog in Dänemark bestellt, Badewanne geordert mit Auslieferungsort Erfurt. So war das. Meine finanz. Mittel waren natürlich auch nicht endlos und so habe ich getan was möglich war. Das Schönste waren immer die strahlenden Augen meiner Angehörigen zu sehen, wenn ich helfen konnte. Sie waren einfach nur glücklich über diese Hilfe, da shat mich auch glücklich gemacht. Der Satz "Geben ist seliger denn Nehmen" hat was.




@Gert

genau dies war auch Leben in der DDR. Der Genexkatalog..... manche hatten einen, andere redeten nur darüber, den meisten wird er niemals untergekommen sein.
In Rostock gab es einen Intershop, da war unter anderem auch Baumaterial, eben die Fliesen. Daher stammen die aus meinem alten Bad, nachdem die Tante aus Bremen ein paar Scheine für den Bau gestiftet hatte.
Heute fährt man zum Baumarkt und hat alles. Entspannt und ganz ohne Stress. Aber es hat sich ja angeblich nichts zum Guten gewandelt....
Ich schreibe einfach noch einmal die Geschichte vom Bier, wir konnten kurz vor Weihnachten aus dem Erzgebirge eine nagelneue Hebebühne für PKW abholen, unser Direktor des landwirtschaftlichen Betriebes hatte die an Land gezogen. Also fuhren wir mit einem W50 Kipper von Rügen in das Erzgebirge. Die Vorbereitungen sprachen sich in der Firma herum und der eine und andere kam und brachte einen leeren Kasten Bier mit: Könnt ihr nicht mal irgendwo einen anständigen Kasten Bier kaufen und mitbringen? Wir wollten es versuchen und so fanden sich am Ende wohl um die 10 Kästen Bier auf der Ladefläche...
Nachdem wir die Bühne dann aufgeladen haben, suchten wir Bier. In Radeberg fand ein Verkauf statt, endlose Schlange und maximale Abgabe von 4 Flaschen Bier, 0,5 L. Da hätten wir 8 Flaschen Radeberger gehabt, und die Zeit drängte. Nirgendwo gab es anständiges Bier, zuletzt haben wir in einer Kaufhalle in Berlin Bier bekommen, aber auch nicht diese vielen Kästen. Nicht einmal anständiges Bier gab es hier Oben, es sei denn: man kannte den Verkaufsstellenleiter.....dann konnte man mitunter Hafenbräu trinken...
es war aber ausreichend "Blauer Würger" im Angebot, daran fehlte es nie...



Also Rüganer das kann ich so garnicht bestätigen--das Hafenbräu oder die Sorte Baltic gab es schon in der Kaufhalle vielleicht nicht in ausreichenden Mengen aber es gab es.Selbst in der Gaststätte bekam man Hafenbräu und das Baltic Bier als Faßbier ausgeschenkt. Selbst in Lichtenhagen in der Gaststätte --Zum Scharren--- Übrigens,habe einige Jahre in den Stadtteilen Evershagen und Lichtenhagen gewohnt.


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#687

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 10:19
von Thüringer1970 | 219 Beiträge

@Rostocker
der Rügener meinte anständiges Bier. Nicht das Ostseewasser. Mein Vater hat immer im Urlaub sich dem "Ostseebier" verweigert.
Er meinte bestimmt nicht, das es überhaupt kein Bier gab. Nur halt kein ordentliches. Radeberger,Wernesgrüner usw.


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#688

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 10:30
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #683
Zitat von rei im Beitrag #677
Zitat von Gert im Beitrag #648
Zitat von Rüganer im Beitrag #646
Nehmt doch einfach mal ein praktisches Beispiel für diese These:

War wohl auch ein Mentalitätsproblem.
Der DDR Bürger wurde nicht zum kühnen Chancenergreifer erzogen, sondern eher zum Warteschlangennörgler und Anweisungsempfänger.
Das ist sicher manchem nach der Kehre zum Verhängnis geworden.
Die flexibelsten waren oft die ehemalige Betriebsleiter und Direktoren, die schnell in der neuen Gesellschaftsordnung ankamen.
Zitat: Schnatterinchen
Ich war zur Wendezeit Technischer Leiter in einem größeren Landwirtschaftsbetrieb,
es war doch eindeutig abzusehen, dass diese Strukturen den Bach herunter gehen werden. Also musste man sich doch auf dass besinnen, was man konnte und irgend etwas aus dem, was man hatte, machen. Wir haben dann angefangen, Wasserleitungen in Eigenheimen zu installieren, haben uns dem Wasserversorger angedient und bauten in mehreren Gemeinden Wasseruhren ein und nach und nach nabelten wir uns von der eigentlichen Tätigkeit für den Mutterbetrieb ab und letztendlich entstand dann eine eigene Firma daraus. Mit dem letzten Geld meiner Familie und der Belastung unseres Eigenheimes.
Ich hätte auch meine Füße stillhalten können und darauf warten, dass irgendwann einmal das Arbeitsamt mir eine Maßnahme vermittelt oder einen Job bringt.
Und ich verstand Schnattchen so, dass gerade die Leute, die irgendwie schon immer die sogenannten „Macher“ gewesen sind, dass die heute auch wieder obenauf sind und bestätige diese, seine Meinung.
Der ehemalige Betriebsleiter führte erfolgreich den Kernteil des Betriebes weiter, paar Dörfer weiter wurde ein Direktor Wiedereinrichter und pachtete sich Land hinzu, Brigadiere wurden Betriebsleiter neuer Landwirtschaftsbetriebe, mein Betrieb ist zur Miete in einem Unternehmen, was durch Betriebsleiter, Buchhalterin, Produktionsdirektor und Technischen Leiter in eine GmbH überführt wurde und heute sehr erfolgreich arbeitet.
Ich schrieb es schon an anderer Stelle, wer sich mit seiner Neubauwohnung zufrieden gab und nichts weiter machte, der konnte sich wahrlich in der Wende nur schwer umstellen, wer allerdings schon vorher wühlte und ackerte, der war es zumindest gewohnt, selbst nun etwas auf die Beine zu stellen und loszulegen. So verstand ich auch Schnattchen


@Rüganer das hast du sehr gut verstanden und hier auch dargestellt. Ich erlebte es nach meiner Flucht genauso.In der DDR daran gewöhnt für alles und jedes ein Rezept vorgesetzt zu bekommen begriff ich sehr schnell dass hier eine andere Art herrschte Dinge, zu planen und durchzuführen. Ihc musste mich komplett neu orientieren und umstellen
Da kam keiner und nahm mich ans Händchen, Gert mach mal das oder das. Ich selbst war gefragt, etwas für mich zu tun.
Na ja, die DDR Bürger die in ihrem Plattenbau sitzen blieben und auf den großen Wohlstand warteten, sitzen heute noch da, schlimmstenfalls mit einer Hartz IV Versorgung. Das wird auch so bleiben.




Ich frage Dich mal,was Du gegen die Plattenbauten im Osten hast????Komme mal nach Dresden und schau Dir Plattenbauten an,was aus ihnen geworden ist.Dann fallen Dir wahrscheinlich die Augen raus,über das Aussehen und den Mietpreisen und die Innenausstattung.
Als Du abgehauen bist,waren auch noch andere Verhältnisse im Westen.Schau Dir mal,die Plattenbauten bei Euch an,dann komm ich mir wirklich vor wie in der tiefsten DDR Zeit.
Eigentlich ist es schon für mich eine Beleidigung,wer heute in einer Platte wohnt,so wie Du es darstellst,sind es fast alle Hartz IV Bezieher.
Mich hat niemand an die Hand genommen und gebratene Tauben sind mir auch nicht zu geflogen.
Gruß Rei



@rei, ich habe gar nichts gegen Plattenbau, das waren sogar noch die am besten bewohnbaren Häuser in der DDR. Denn der Altbaubestand war ja in einem Zustand, den man Menschen nicht mehr anbieten konnte. Ich habe mit meiner jungen Familie selbst hier in Düsseldorf in einem Plattenbau gewohnt, bevor wir unser Häuschen bauten. Ich weiss nicht ob dir der Name "Neue Heimat " etwa sagt, von denen bekam ich 1970 eine solche Wohnung mit Fernwärme und allem pipapo, ganz neu, wir waren sehr glücklich über diese Wohnung. Das war in den 70ern der größte Wohnungsbesitzer in der Bundesrepublik, gehörte dem DGB und ging Mitte der 80 er Jahre unter, da hoch verschuldet.
Heute sind viele Plattenbauten saniert und zwar sehr gut. Ich habe sie in Erfurt gesehen. Kritik in meinem Post betraf also nicht diese Hausgattung sondern etwas anderes.




Ja Gert da stimme ich Dir zu--Natürlich waren die Plattenbauten ein segen für die Bürger die so eine Wohnung bekamen.Und irgendwie wollte man auch das Wohnungsproblem lösen. Ob im Osten oder im Westen,also mussten solche Bauten geschaffen werden.


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#689

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 11:13
von DoreHolm | 7.695 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #688
Zitat von Gert im Beitrag #683
Zitat von rei im Beitrag #677
Zitat von Gert im Beitrag #648
Zitat von Rüganer im Beitrag #646
Nehmt doch einfach mal ein praktisches Beispiel für diese These:

War wohl auch ein Mentalitätsproblem.
Der DDR Bürger wurde nicht zum kühnen Chancenergreifer erzogen, sondern eher zum Warteschlangennörgler und Anweisungsempfänger.
Das ist sicher manchem nach der Kehre zum Verhängnis geworden.
Die flexibelsten waren oft die ehemalige Betriebsleiter und Direktoren, die schnell in der neuen Gesellschaftsordnung ankamen.
Zitat: Schnatterinchen
Ich war zur Wendezeit Technischer Leiter in einem größeren Landwirtschaftsbetrieb,
es war doch eindeutig abzusehen, dass diese Strukturen den Bach herunter gehen werden. Also musste man sich doch auf dass besinnen, was man konnte und irgend etwas aus dem, was man hatte, machen. Wir haben dann angefangen, Wasserleitungen in Eigenheimen zu installieren, haben uns dem Wasserversorger angedient und bauten in mehreren Gemeinden Wasseruhren ein und nach und nach nabelten wir uns von der eigentlichen Tätigkeit für den Mutterbetrieb ab und letztendlich entstand dann eine eigene Firma daraus. Mit dem letzten Geld meiner Familie und der Belastung unseres Eigenheimes.
Ich hätte auch meine Füße stillhalten können und darauf warten, dass irgendwann einmal das Arbeitsamt mir eine Maßnahme vermittelt oder einen Job bringt.
Und ich verstand Schnattchen so, dass gerade die Leute, die irgendwie schon immer die sogenannten „Macher“ gewesen sind, dass die heute auch wieder obenauf sind und bestätige diese, seine Meinung.
Der ehemalige Betriebsleiter führte erfolgreich den Kernteil des Betriebes weiter, paar Dörfer weiter wurde ein Direktor Wiedereinrichter und pachtete sich Land hinzu, Brigadiere wurden Betriebsleiter neuer Landwirtschaftsbetriebe, mein Betrieb ist zur Miete in einem Unternehmen, was durch Betriebsleiter, Buchhalterin, Produktionsdirektor und Technischen Leiter in eine GmbH überführt wurde und heute sehr erfolgreich arbeitet.
Ich schrieb es schon an anderer Stelle, wer sich mit seiner Neubauwohnung zufrieden gab und nichts weiter machte, der konnte sich wahrlich in der Wende nur schwer umstellen, wer allerdings schon vorher wühlte und ackerte, der war es zumindest gewohnt, selbst nun etwas auf die Beine zu stellen und loszulegen. So verstand ich auch Schnattchen


@Rüganer das hast du sehr gut verstanden und hier auch dargestellt. Ich erlebte es nach meiner Flucht genauso.In der DDR daran gewöhnt für alles und jedes ein Rezept vorgesetzt zu bekommen begriff ich sehr schnell dass hier eine andere Art herrschte Dinge, zu planen und durchzuführen. Ihc musste mich komplett neu orientieren und umstellen
Da kam keiner und nahm mich ans Händchen, Gert mach mal das oder das. Ich selbst war gefragt, etwas für mich zu tun.
Na ja, die DDR Bürger die in ihrem Plattenbau sitzen blieben und auf den großen Wohlstand warteten, sitzen heute noch da, schlimmstenfalls mit einer Hartz IV Versorgung. Das wird auch so bleiben.




Ich frage Dich mal,was Du gegen die Plattenbauten im Osten hast????Komme mal nach Dresden und schau Dir Plattenbauten an,was aus ihnen geworden ist.Dann fallen Dir wahrscheinlich die Augen raus,über das Aussehen und den Mietpreisen und die Innenausstattung.
Als Du abgehauen bist,waren auch noch andere Verhältnisse im Westen.Schau Dir mal,die Plattenbauten bei Euch an,dann komm ich mir wirklich vor wie in der tiefsten DDR Zeit.
Eigentlich ist es schon für mich eine Beleidigung,wer heute in einer Platte wohnt,so wie Du es darstellst,sind es fast alle Hartz IV Bezieher.
Mich hat niemand an die Hand genommen und gebratene Tauben sind mir auch nicht zu geflogen.
Gruß Rei



@rei, ich habe gar nichts gegen Plattenbau, das waren sogar noch die am besten bewohnbaren Häuser in der DDR. Denn der Altbaubestand war ja in einem Zustand, den man Menschen nicht mehr anbieten konnte. Ich habe mit meiner jungen Familie selbst hier in Düsseldorf in einem Plattenbau gewohnt, bevor wir unser Häuschen bauten. Ich weiss nicht ob dir der Name "Neue Heimat " etwa sagt, von denen bekam ich 1970 eine solche Wohnung mit Fernwärme und allem pipapo, ganz neu, wir waren sehr glücklich über diese Wohnung. Das war in den 70ern der größte Wohnungsbesitzer in der Bundesrepublik, gehörte dem DGB und ging Mitte der 80 er Jahre unter, da hoch verschuldet.
Heute sind viele Plattenbauten saniert und zwar sehr gut. Ich habe sie in Erfurt gesehen. Kritik in meinem Post betraf also nicht diese Hausgattung sondern etwas anderes.




Ja Gert da stimme ich Dir zu--Natürlich waren die Plattenbauten ein segen für die Bürger die so eine Wohnung bekamen.Und irgendwie wollte man auch das Wohnungsproblem lösen. Ob im Osten oder im Westen,also mussten solche Bauten geschaffen werden.


Grün: Man mag über die Platte denken wie man will, aber sanierte Platten sind heute noch gefragt. Meine Schwester will aus ihrer Platte (EF, Roter Berg), obwohl 5.Etage, kein Fahstuhl und beide schon Mitte 60 (sie) bzw. 70 (er) nicht raus. Eine ehemalige Kollegin wohnt am Wiesenhügel. Besser kann es ihr gar nicht gehen, meint sie. Dort gibt es kaum noch freie Wohnungen. Blick in´s Grüne, weil auf einem Hügel errichtet.



zuletzt bearbeitet 15.10.2014 11:14 | nach oben springen

#690

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 11:24
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #689
Zitat von Rostocker im Beitrag #688
Zitat von Gert im Beitrag #683
Zitat von rei im Beitrag #677
Zitat von Gert im Beitrag #648
Zitat von Rüganer im Beitrag #646
Nehmt doch einfach mal ein praktisches Beispiel für diese These:

War wohl auch ein Mentalitätsproblem.
Der DDR Bürger wurde nicht zum kühnen Chancenergreifer erzogen, sondern eher zum Warteschlangennörgler und Anweisungsempfänger.
Das ist sicher manchem nach der Kehre zum Verhängnis geworden.
Die flexibelsten waren oft die ehemalige Betriebsleiter und Direktoren, die schnell in der neuen Gesellschaftsordnung ankamen.
Zitat: Schnatterinchen
Ich war zur Wendezeit Technischer Leiter in einem größeren Landwirtschaftsbetrieb,
es war doch eindeutig abzusehen, dass diese Strukturen den Bach herunter gehen werden. Also musste man sich doch auf dass besinnen, was man konnte und irgend etwas aus dem, was man hatte, machen. Wir haben dann angefangen, Wasserleitungen in Eigenheimen zu installieren, haben uns dem Wasserversorger angedient und bauten in mehreren Gemeinden Wasseruhren ein und nach und nach nabelten wir uns von der eigentlichen Tätigkeit für den Mutterbetrieb ab und letztendlich entstand dann eine eigene Firma daraus. Mit dem letzten Geld meiner Familie und der Belastung unseres Eigenheimes.
Ich hätte auch meine Füße stillhalten können und darauf warten, dass irgendwann einmal das Arbeitsamt mir eine Maßnahme vermittelt oder einen Job bringt.
Und ich verstand Schnattchen so, dass gerade die Leute, die irgendwie schon immer die sogenannten „Macher“ gewesen sind, dass die heute auch wieder obenauf sind und bestätige diese, seine Meinung.
Der ehemalige Betriebsleiter führte erfolgreich den Kernteil des Betriebes weiter, paar Dörfer weiter wurde ein Direktor Wiedereinrichter und pachtete sich Land hinzu, Brigadiere wurden Betriebsleiter neuer Landwirtschaftsbetriebe, mein Betrieb ist zur Miete in einem Unternehmen, was durch Betriebsleiter, Buchhalterin, Produktionsdirektor und Technischen Leiter in eine GmbH überführt wurde und heute sehr erfolgreich arbeitet.
Ich schrieb es schon an anderer Stelle, wer sich mit seiner Neubauwohnung zufrieden gab und nichts weiter machte, der konnte sich wahrlich in der Wende nur schwer umstellen, wer allerdings schon vorher wühlte und ackerte, der war es zumindest gewohnt, selbst nun etwas auf die Beine zu stellen und loszulegen. So verstand ich auch Schnattchen


@Rüganer das hast du sehr gut verstanden und hier auch dargestellt. Ich erlebte es nach meiner Flucht genauso.In der DDR daran gewöhnt für alles und jedes ein Rezept vorgesetzt zu bekommen begriff ich sehr schnell dass hier eine andere Art herrschte Dinge, zu planen und durchzuführen. Ihc musste mich komplett neu orientieren und umstellen
Da kam keiner und nahm mich ans Händchen, Gert mach mal das oder das. Ich selbst war gefragt, etwas für mich zu tun.
Na ja, die DDR Bürger die in ihrem Plattenbau sitzen blieben und auf den großen Wohlstand warteten, sitzen heute noch da, schlimmstenfalls mit einer Hartz IV Versorgung. Das wird auch so bleiben.




Ich frage Dich mal,was Du gegen die Plattenbauten im Osten hast????Komme mal nach Dresden und schau Dir Plattenbauten an,was aus ihnen geworden ist.Dann fallen Dir wahrscheinlich die Augen raus,über das Aussehen und den Mietpreisen und die Innenausstattung.
Als Du abgehauen bist,waren auch noch andere Verhältnisse im Westen.Schau Dir mal,die Plattenbauten bei Euch an,dann komm ich mir wirklich vor wie in der tiefsten DDR Zeit.
Eigentlich ist es schon für mich eine Beleidigung,wer heute in einer Platte wohnt,so wie Du es darstellst,sind es fast alle Hartz IV Bezieher.
Mich hat niemand an die Hand genommen und gebratene Tauben sind mir auch nicht zu geflogen.
Gruß Rei



@rei, ich habe gar nichts gegen Plattenbau, das waren sogar noch die am besten bewohnbaren Häuser in der DDR. Denn der Altbaubestand war ja in einem Zustand, den man Menschen nicht mehr anbieten konnte. Ich habe mit meiner jungen Familie selbst hier in Düsseldorf in einem Plattenbau gewohnt, bevor wir unser Häuschen bauten. Ich weiss nicht ob dir der Name "Neue Heimat " etwa sagt, von denen bekam ich 1970 eine solche Wohnung mit Fernwärme und allem pipapo, ganz neu, wir waren sehr glücklich über diese Wohnung. Das war in den 70ern der größte Wohnungsbesitzer in der Bundesrepublik, gehörte dem DGB und ging Mitte der 80 er Jahre unter, da hoch verschuldet.
Heute sind viele Plattenbauten saniert und zwar sehr gut. Ich habe sie in Erfurt gesehen. Kritik in meinem Post betraf also nicht diese Hausgattung sondern etwas anderes.




Ja Gert da stimme ich Dir zu--Natürlich waren die Plattenbauten ein segen für die Bürger die so eine Wohnung bekamen.Und irgendwie wollte man auch das Wohnungsproblem lösen. Ob im Osten oder im Westen,also mussten solche Bauten geschaffen werden.


Grün: Man mag über die Platte denken wie man will, aber sanierte Platten sind heute noch gefragt. Meine Schwester will aus ihrer Platte (EF, Roter Berg), obwohl 5.Etage, kein Fahstuhl und beide schon Mitte 60 (sie) bzw. 70 (er) nicht raus. Eine ehemalige Kollegin wohnt am Wiesenhügel. Besser kann es ihr gar nicht gehen, meint sie. Dort gibt es kaum noch freie Wohnungen. Blick in´s Grüne, weil auf einem Hügel errichtet.



@DoreHolm Meine Eltern wohnten, als sie noch lebten, auch in der Gegend. Körnerstr., ist das auch Wiesenhügel? Ist schön dort, gute Aussicht
Meine letzte DDR Adresse war Bonifaciusstr. in der Nähe der Landesfrauenklinik auch eine sehr schöne Wohngegend, alles war fußläufig gut zu erreichen in der Erfurter Innenstadt, aber Altbau. Ist sicher nach der Wende saniert und auf neuesten Stand gebracht worden.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#691

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 11:26
von Gelöschtes Mitglied
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Sind euch diese Endloszitate nicht selbst irgendwann mal zu blöd? Ist das echt so schwer?


Damals87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#692

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 11:27
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Sicherheitsrisiko im Beitrag #691
Sind euch diese Endloszitate nicht selbst irgendwann mal zu blöd? Ist das echt so schwer?




.
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Mahatma Gandhi
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#693

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 11:30
von Gelöschtes Mitglied
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Muss wohl schwer sein wenn ein "Nö" auf 2 Fragen kommt, ich such mir dann mal was aus. *g*


zuletzt bearbeitet 15.10.2014 11:31 | nach oben springen

#694

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 11:35
von schnatterinchen (gelöscht)
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Die Platte. Wir wohnten in einer mit Ofenheizung.
War "super" mit dem Kohlenschleppen in den vierten Stock und dann hat es in der Küche immer so schön vorne rausgequalmt.
Hat bei der KWV aber keinen interessiert.
Ach ja und der Genex-Katalog,meine Mutter hatte mal so eine Ding von einer Nachbarin angeschleppt, da habe ich als Zoni gleich gesehen was meine Schinderei Untertage im Arbeiter und Bauernstaat wert war.


zuletzt bearbeitet 15.10.2014 11:37 | nach oben springen

#695

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 11:37
von Alfred | 6.841 Beiträge

Plattenbau mit Ofenheizung ?


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#696

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 11:38
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Sicherheitsrisiko im Beitrag #693
Muss wohl schwer sein wenn ein "Nö" auf 2 Fragen kommt, ich such mir dann mal was aus. *g*


Dieses Kopierverhalten bestätigt eigentlich die These über die staatlich anerzogeneTrägheit der ehemaligen DDR - Bürger.

LG von der Moskwitschka


Elch78 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#697

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 11:38
von schnatterinchen (gelöscht)
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Ja Alfred, andere kenne ich nicht.


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#698

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 11:39
von Alfred | 6.841 Beiträge

Ich habe nie eine Plattenbauwohnung mit Ofenheizung gesehen. Altneubau ja, aber Platte, nie.


zuletzt bearbeitet 15.10.2014 11:43 | nach oben springen

#699

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 11:41
von schnatterinchen (gelöscht)
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Wen hat das in Berlin schon interessiert?


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#700

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 11:41
von Udo | 1.265 Beiträge

Platte mit Ofen kenne ich nicht. Die plattenhausähnlichen mit Ofen waren keine Platte, sondern gemauert.


Alfred hat sich für diesen Beitrag bedankt
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