#541

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 09.10.2014 17:02
von der glatte | 1.356 Beiträge

Steht aber so nicht im Grundgesetz, habe ich da nicht gefunden.

Aber eventuell habe ich noch ein älteres erwischt, oder gar die Erstausgabe?



Fotoquelle: Privatarchiv

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#542

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 09.10.2014 17:14
von Pit 59 | 10.128 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #539
In der DDR gab es auch das Recht auf Arbeit. War das etwa ein kleiner demokratischer Sonnenstrahl in der Verfassung?

Gruß Reiner


Das ist auch Unbestritten das jeder "Arbeit" hatte. Es wurden sogar Posten und Stellen erfunden um alle auch Unterzubringen. Manch einen seine Arbeit war so geheim der wusste selber nicht was er machte.
Und schreibt jetzt nicht es wäre nicht die Wahrheit.


linamax, Gert und Hapedi haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#543

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 09.10.2014 19:29
von FRITZE (gelöscht)
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Zitat von Pit 59 im Beitrag #542
Zitat von der glatte im Beitrag #539
In der DDR gab es auch das Recht auf Arbeit. War das etwa ein kleiner demokratischer Sonnenstrahl in der Verfassung?

Gruß Reiner


Das ist auch Unbestritten das jeder "Arbeit" hatte. Es wurden sogar Posten und Stellen erfunden um alle auch Unterzubringen. Manch einen seine Arbeit war so geheim der wusste selber nicht was er machte.
Und schreibt jetzt nicht es wäre nicht die Wahrheit.

Das wird schon stimmen Pit ! Aber mach Dir mal keine Illusionen ,das gibt es heute in gewissen Ämtern auch noch !

Musik fehlt hier !........




MfG FRITZE


passport und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#544

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 09.10.2014 21:03
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von der glatte im Beitrag #539
In der DDR gab es auch das Recht auf Arbeit. War das etwa ein kleiner demokratischer Sonnenstrahl in der Verfassung?

Gruß Reiner


War die Pflicht zur Arbeit, ist ein wenig was anderes als Recht.


zuletzt bearbeitet 09.10.2014 21:04 | nach oben springen

#545

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 09.10.2014 22:23
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #536
Zitat von Gert im Beitrag #534
In der DDR war diese Diskriminierung bei der Ausbildung schulischer und beruflicher Art politisch motiviert. Die Qualität des Zeugnisses spielte eine untergeordnete Rolle.


Amen im Namen der Raute

LG von der Moskwitschka



das soll wohl so 'ne Art Zynismus darstellen was du hier postulierst. Daher meine Frage :
weisst du was in den 50er und 60er Jahren in der Zone abging ? Da warst du doch noch gar nicht dort, wenn ich mich recht erinnere an deine Biografie, oder ?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 09.10.2014 22:23 | nach oben springen

#546

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 09.10.2014 22:32
von FRITZE (gelöscht)
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Hier fehlt ,der an die Nase fassen Smiley !


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#547

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.10.2014 08:57
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #544
Zitat von der glatte im Beitrag #539
In der DDR gab es auch das Recht auf Arbeit. War das etwa ein kleiner demokratischer Sonnenstrahl in der Verfassung?

Gruß Reiner


War die Pflicht zur Arbeit, ist ein wenig was anderes als Recht.


@Grenzwolf62, es war um genau zu sein das Recht und die Pflicht zur Arbeit.

siehe Verfassung der DDR (hier aus der vom April 1968; Fassung 1974

Artikel 24
(1) Jeder Bürger der Deutschen Demokratischen Republik hat das Recht auf Arbeit. Er hat das Recht auf einen Arbeitsplatz und dessen freie Wahl entsprechend den gesellschaftlichen Erfordernissen und der persönlichen Qualifikation. Er hat das Recht auf Lohn nach Qualität und Quantität der Arbeit. Mann und Frau, Erwachsene und Jugendliche haben das Recht auf gleichen Lohn bei gleicher Arbeitsleistung.
(2) Gesellschaftlich nützliche Tätigkeit ist eine ehrenvolle Pflicht für jeden arbeitsfähigen Bürger. Das Recht auf Arbeit und die Pflicht zur Arbeit bilden eine Einheit.
(3) Das Recht auf Arbeit wird gewährleistet

------------
Das "fehlen" des Rechtes auf Arbeit in der heutigen Gesellschaft thematisierte Rolf Hochhuth unter anderem in seinem Theaterstück "McKinsey kommt" von 2004
wird im Stück folgendermaßen abgehandelt:
".... fordert ein verfassungsmäßig garantiertes Recht auf Arbeit, das selbst Bismarck einst einführen wollte. .... als Staatssekretär im Auftrag der Bundesregierung hält dies für unbezahlbar und nicht im Interesse der Wirtschaft. Da betreten sechs Demonstranten den Raum, die dieses Recht mit einer Petition als Menschenrecht fordern ......"

In der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte beschreibt der Artikel 23 und 24 dieses Recht auf Arbeit als "Menschenrecht" .
Allerdings wird gleichzeitig in Kommentaren, übrigens wie bei allen anderen Menschenrechten auch, darauf hingewiesen das sich nicht um ein einklagbares Recht handle sondern die jeweiligen Staaten dafür Sorge tragen sollten das ihre Politik auf die Erreichung einer Vollbeschäftigung ausgerichtet sei.
Vollbeschäftigung in einem Staat liegt übrigens vor wenn die Arbeitslosenquote bei 4% oder darunter Landesweit liegt .....

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#548

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.10.2014 09:38
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Nostalgiker im Beitrag #547
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #544
Zitat von der glatte im Beitrag #539
In der DDR gab es auch das Recht auf Arbeit. War das etwa ein kleiner demokratischer Sonnenstrahl in der Verfassung?

Gruß Reiner


War die Pflicht zur Arbeit, ist ein wenig was anderes als Recht.


@Grenzwolf62, es war um genau zu sein das Recht und die Pflicht zur Arbeit.

siehe Verfassung der DDR (hier aus der vom April 1968; Fassung 1974

Artikel 24
(1) Jeder Bürger der Deutschen Demokratischen Republik hat das Recht auf Arbeit. Er hat das Recht auf einen Arbeitsplatz und dessen freie Wahl entsprechend den gesellschaftlichen Erfordernissen und der persönlichen Qualifikation. Er hat das Recht auf Lohn nach Qualität und Quantität der Arbeit. Mann und Frau, Erwachsene und Jugendliche haben das Recht auf gleichen Lohn bei gleicher Arbeitsleistung.
(2) Gesellschaftlich nützliche Tätigkeit ist eine ehrenvolle Pflicht für jeden arbeitsfähigen Bürger. Das Recht auf Arbeit und die Pflicht zur Arbeit bilden eine Einheit.
(3) Das Recht auf Arbeit wird gewährleistet

------------
Das "fehlen" des Rechtes auf Arbeit in der heutigen Gesellschaft thematisierte Rolf Hochhuth unter anderem in seinem Theaterstück "McKinsey kommt" von 2004
wird im Stück folgendermaßen abgehandelt:
".... fordert ein verfassungsmäßig garantiertes Recht auf Arbeit, das selbst Bismarck einst einführen wollte. .... als Staatssekretär im Auftrag der Bundesregierung hält dies für unbezahlbar und nicht im Interesse der Wirtschaft. Da betreten sechs Demonstranten den Raum, die dieses Recht mit einer Petition als Menschenrecht fordern ......"

In der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte beschreibt der Artikel 23 und 24 dieses Recht auf Arbeit als "Menschenrecht" .
Allerdings wird gleichzeitig in Kommentaren, übrigens wie bei allen anderen Menschenrechten auch, darauf hingewiesen das sich nicht um ein einklagbares Recht handle sondern die jeweiligen Staaten dafür Sorge tragen sollten das ihre Politik auf die Erreichung einer Vollbeschäftigung ausgerichtet sei.
Vollbeschäftigung in einem Staat liegt übrigens vor wenn die Arbeitslosenquote bei 4% oder darunter Landesweit liegt .....

Gruß
Nostalgiker


Wäre eventuell auch ein interessantes eigenes Thema wie man unter den Bedingungen der Marktwirtschaft das Recht auf Arbeit installieren könnte.


Damals87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#549

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.10.2014 11:15
von Karl Heinz | 7 Beiträge

Zitat von furry im Beitrag #524
Heute Abend werden wir uns bei ein paar lieben Menschen, die uns vor einigen Tagen eine sehr große Freude bereitet haben, mal mit für sie etwas Ausgefallenem bedanken.

Es gibt Thüringer Wurst, die nicht nur so heißt sondern auch so schmeckt. Quasi Direktimport.
Hier eine kleine Auswahl






Fehlt nur noch die Stracke und /oder Kälberblase. Diese finde ich im Eichsfeld (in das ich gezogen bin) einfach nur Hammer und sau lecker. Ist nebenbei auch die Lieblingswurst unseres ehemaligen deutschen Paps.

Viele Gruße



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#550

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.10.2014 12:08
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Gert im Beitrag #545
Zitat von Moskwitschka im Beitrag #536
Zitat von Gert im Beitrag #534
In der DDR war diese Diskriminierung bei der Ausbildung schulischer und beruflicher Art politisch motiviert. Die Qualität des Zeugnisses spielte eine untergeordnete Rolle.


Amen im Namen der Raute

LG von der Moskwitschka



das soll wohl so 'ne Art Zynismus darstellen was du hier postulierst. Daher meine Frage :
weisst du was in den 50er und 60er Jahren in der Zone abging ? Da warst du doch noch gar nicht dort, wenn ich mich recht erinnere an deine Biografie, oder ?


Lieber @Gert ,

ja ich bin ein Zonenkind. Nein, ich habe durch die Gnade meiner späten Geburt die 50-er Jahre nicht persönlich erlebt. Was ich aber erlebt habe ist, dass, wenn Leistung nachgewiesen wurde, man auch als nichtpolitischer Mensch, oder konfessionel gebunder Mensch an der Bildung in der DDR teilhaben konnte. Das beste Beispiel ist unsere Kanzlerin - daher die Raute.

Es werden immer die negativen Beispiele in den Vordergrund gerückt. Die, die Bildung trotz oppositioneller Einstellung zur DDR genossen haben, melden sich nicht zu Wort. Nicht zuletzt, weil sie dann wahrscheinlich sofort in die Ecke der Mitläufer oder Angepassten gerückt werden und in Erklärungsnot geraten. Die, die 1988/89 die Entwicklung in der DDR maßgeblich angestoßen haben, waren sehr gebildete Menschen. Und das waren nicht wenige.

LG von der Moskwitschka


Elch78 und damals wars haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#551

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.10.2014 13:06
von damals wars | 12.113 Beiträge

Und auch in der DDR gab es nicht nur einen Bildungsweg.
Das man Arbeiterkinder bei gleicher Eignung förderte, war so schlecht nicht, kann ich aus eigenem Erleben berichten.
Heute beklagt man die Undurchlässigkeit zwischen den Schichten.
Die Oberschicht braucht immer mal frisches Blut.
sonst geht es zu wie auf manchen Dörfern....


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
zuletzt bearbeitet 10.10.2014 13:06 | nach oben springen

#552

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.10.2014 13:28
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #550

Lieber @Gert ,

ja ich bin ein Zonenkind. Nein, ich habe durch die Gnade meiner späten Geburt die 50-er Jahre nicht persönlich erlebt. Was ich aber erlebt habe ist, dass, wenn Leistung nachgewiesen wurde, man auch als nichtpolitischer Mensch, oder konfessionel gebunder Mensch an der Bildung in der DDR teilhaben konnte. Das beste Beispiel ist unsere Kanzlerin - daher die Raute.

Es werden immer die negativen Beispiele in den Vordergrund gerückt. Die, die Bildung trotz oppositioneller Einstellung zur DDR genossen haben, melden sich nicht zu Wort. Nicht zuletzt, weil sie dann wahrscheinlich sofort in die Ecke der Mitläufer oder Angepassten gerückt werden und in Erklärungsnot geraten. Die, die 1988/89 die Entwicklung in der DDR maßgeblich angestoßen haben, waren sehr gebildete Menschen. Und das waren nicht wenige.

LG von der Moskwitschka





Warum sind denn dann Studenten in der DDR geext worden ,wenn sie dem falschen Kommilitonen anvertraut haben , das sie nicht zur Wahl gehen werden?
Du selbst hast doch auch geschrieben aufgrund einer kritischen Bemerkung von einer Hochschule oder Uni geflogen zu sein.
Diejenigen die der DDR oppositionell gegenüber standen mußten das aber gut verbergen um in den Genuss höherer Weihen der DDR Bildung zu gelangen.
Von diesen Leuten waren die Unis und Hochschulen der DDR voll, politische Unruhe war von dieser Seite auch bis 1989 nicht zu erwarten.
Die haben garnichts angestoßen. Die hatte man im Griff.


Gert und Hapedi haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 10.10.2014 13:35 | nach oben springen

#553

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.10.2014 13:48
von Moskwitschka (gelöscht)
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Das ist die Gelegenheit an einige Menschen zu erinnern:

Bärbel Bohley

Bärbel Bohley wurde als Tochter von Fritz und Anneliese Brosius geboren.[1] Nach dem Abitur 1963 absolvierte sie eine Ausbildung als Industriekauffrau und arbeitete anschließend als Lehrausbilderin. Ab 1969 studierte sie an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, wo sie 1974 einen Diplomabschluss als Malerin erhielt. 1970 heiratete sie den Maler Dietrich Bohley und gebar im selben Jahr einen Sohn. Ab 1974 betätigte sich Bärbel Bohley als freischaffende Künstlerin; ihre Vorbilder waren nach eigenen Angaben Francisco de Goya und Käthe Kollwitz.

http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%A4rbel_Bohley

Jens Reich

Jens Reich wuchs in Halberstadt auf. Nach seinem Studium der Medizin und Molekularbiologie an der Berliner Humboldt-Universität arbeitete er zunächst als Assistenzarzt in Halberstadt. Nach einer zusätzlichen biochemischen Facharztausbildung in Jena arbeitete er wissenschaftlich, ab 1968 am Zentralinstitut für Molekularbiologie in Berlin-Buch. Reich wurde 1964 in Berlin promoviert. 1980 wurde er Professor für Biomathematik und vorübergehend Abteilungsleiter am Zentralinstitut für Molekularbiologie. Er verlor die Abteilungsleiterposition 1984, da er sich weigerte, seine Westkontakte abzubrechen und mit dem Ministerium für Staatssicherheit zusammenzuarbeiten.

http://de.wikipedia.org/wiki/Jens_Reich

Friedrich Schorlemmer

Schorlemmer wurde als Sohn eines Pfarrers in Wittenberge (Prignitz) geboren und ist in Werben (Altmark) aufgewachsen. Aufgrund seiner Herkunft wurde ihm der Besuch der Erweiterten Oberschule verwehrt. Stattdessen erwarb er das Abitur an einer Volkshochschule und studierte danach von 1962 bis 1967 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Theologie.

http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Schorlemmer

Ich könnte jetzt die Liste unendlich fortsetzen. Von den vielen namenlosen ganz zu schweigen.

LG von der Moskwitschka


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#554

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.10.2014 14:08
von schnatterinchen (gelöscht)
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Keiner wurde mit einer oppositionellen Haltung zur DDR geboren. Sie entwickelte sich im Lauf des Lebens,bei einem früher beim anderen später oder eben auch nicht.
Interessant ist das gemeinsame Zeitfenster dieser Persölichkeiten , in dem sie ihre akademische Ausbildung genossen.
In dieser Zeit begann auch die Stasi, die Hochschulen und Universitäten verstärkt unter ihre Fittiche zu nehmen und unliebsames Personal auszusondern.

Edit: Den Schorlemmer kann man von der Liste eigentlich streichen.Ich meine als einen der vorbehaltlos die Bildung der DDR genießen durfte.


Gert und Hapedi haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 10.10.2014 14:22 | nach oben springen

#555

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.10.2014 14:13
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #550
Zitat von Gert im Beitrag #545
Zitat von Moskwitschka im Beitrag #536
Zitat von Gert im Beitrag #534
In der DDR war diese Diskriminierung bei der Ausbildung schulischer und beruflicher Art politisch motiviert. Die Qualität des Zeugnisses spielte eine untergeordnete Rolle.


Amen im Namen der Raute

LG von der Moskwitschka



das soll wohl so 'ne Art Zynismus darstellen was du hier postulierst. Daher meine Frage :
weisst du was in den 50er und 60er Jahren in der Zone abging ? Da warst du doch noch gar nicht dort, wenn ich mich recht erinnere an deine Biografie, oder ?


Lieber @Gert ,

ja ich bin ein Zonenkind. Nein, ich habe durch die Gnade meiner späten Geburt die 50-er Jahre nicht persönlich erlebt. Was ich aber erlebt habe ist, dass, wenn Leistung nachgewiesen wurde, man auch als nichtpolitischer Mensch, oder konfessionel gebunder Mensch an der Bildung in der DDR teilhaben konnte. Das beste Beispiel ist unsere Kanzlerin - daher die Raute.

Es werden immer die negativen Beispiele in den Vordergrund gerückt. Die, die Bildung trotz oppositioneller Einstellung zur DDR genossen haben, melden sich nicht zu Wort. Nicht zuletzt, weil sie dann wahrscheinlich sofort in die Ecke der Mitläufer oder Angepassten gerückt werden und in Erklärungsnot geraten. Die, die 1988/89 die Entwicklung in der DDR maßgeblich angestoßen haben, waren sehr gebildete Menschen. Und das waren nicht wenige.

LG von der Moskwitschka




ich habe nicht irgendwelche Beispiele zitiert, es war ein "Schwank" aus meinem Leben.Was andere erlebt haben, weiss ich nicht und warum du die Kanzlerin bei jeder Gelegenheit im Negativen zitierst, wird wohl dein Geheimnis bleiben. Aber ist egal, denke was du willst, für mich waren und sind SED Leute Drecksäcke und das werden sie bei mir auch immer bleiben


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#556

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.10.2014 14:17
von schnatterinchen (gelöscht)
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"......................weiss ich nicht und warum du die Kanzlerin bei jeder Gelegenheit im Negativen zitierst..............."



....vielleicht so eine Art Übersprungshandlung.


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#557

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.10.2014 15:52
von Moskwitschka (gelöscht)
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Was seid ihr für arme Seelen, @Gert und @schnatterinchen für die es anscheinend die letzten 25 Jahre scheinbar nicht gegeben hat und die immer noch beim Austausch von Erfahrungen und Erlebnissen entweder mit "Dreck" schmeissen oder auf persönliche Angriffe zurück greifen.

Von ehemaligen "Gegnern" verlangt ihr immer wieder Reflektion auf ihr damaliges Denken und Handeln. Doch selbst seid ihr nicht in der Lage dazu. Auch wenn ihr das jetzt nicht glauben werdet - ihr seid die Ausnahme. Vielleicht tue ich euch jetzt unrecht und ihr teilt hier nur aus langer Weile so aus. Das wäre dann nicht nur arm sondern auch traurig und erweckt eher mein Mitleid.

LG von der Moskwitschka


Krepp und PF75 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#558

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.10.2014 15:59
von Uffz.JoMu (gelöscht)
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Zitat von Gert im Beitrag #555
Zitat von Moskwitschka im Beitrag #550
Zitat von Gert im Beitrag #545
Zitat von Moskwitschka im Beitrag #536
Zitat von Gert im Beitrag #534
In der DDR war diese Diskriminierung bei der Ausbildung schulischer und beruflicher Art politisch motiviert. Die Qualität des Zeugnisses spielte eine untergeordnete Rolle.


Amen im Namen der Raute

LG von der Moskwitschka



das soll wohl so 'ne Art Zynismus darstellen was du hier postulierst. Daher meine Frage :
weisst du was in den 50er und 60er Jahren in der Zone abging ? Da warst du doch noch gar nicht dort, wenn ich mich recht erinnere an deine Biografie, oder ?


Lieber @Gert ,

ja ich bin ein Zonenkind. Nein, ich habe durch die Gnade meiner späten Geburt die 50-er Jahre nicht persönlich erlebt. Was ich aber erlebt habe ist, dass, wenn Leistung nachgewiesen wurde, man auch als nichtpolitischer Mensch, oder konfessionel gebunder Mensch an der Bildung in der DDR teilhaben konnte. Das beste Beispiel ist unsere Kanzlerin - daher die Raute.

Es werden immer die negativen Beispiele in den Vordergrund gerückt. Die, die Bildung trotz oppositioneller Einstellung zur DDR genossen haben, melden sich nicht zu Wort. Nicht zuletzt, weil sie dann wahrscheinlich sofort in die Ecke der Mitläufer oder Angepassten gerückt werden und in Erklärungsnot geraten. Die, die 1988/89 die Entwicklung in der DDR maßgeblich angestoßen haben, waren sehr gebildete Menschen. Und das waren nicht wenige.

LG von der Moskwitschka




ich habe nicht irgendwelche Beispiele zitiert, es war ein "Schwank" aus meinem Leben.Was andere erlebt haben, weiss ich nicht und warum du die Kanzlerin bei jeder Gelegenheit im Negativen zitierst, wird wohl dein Geheimnis bleiben. Aber ist egal, denke was du willst, für mich waren und sind SED Leute Drecksäcke und das werden sie bei mir auch immer bleiben


Gilt das für Alle und Jeden? Kennst Du alle?


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#559

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.10.2014 16:18
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #557
Was seid ihr für arme Seelen, @Gert und @schnatterinchen für die es anscheinend die letzten 25 Jahre scheinbar nicht gegeben hat und die immer noch beim Austausch von Erfahrungen und Erlebnissen entweder mit "Dreck" schmeissen oder auf persönliche Angriffe zurück greifen.

Von ehemaligen "Gegnern" verlangt ihr immer wieder Reflektion auf ihr damaliges Denken und Handeln. Doch selbst seid ihr nicht in der Lage dazu. Auch wenn ihr das jetzt nicht glauben werdet - ihr seid die Ausnahme. Vielleicht tue ich euch jetzt unrecht und ihr teilt hier nur aus langer Weile so aus. Das wäre dann nicht nur arm sondern auch traurig und erweckt eher mein Mitleid.

LG von der Moskwitschka






Die letzten 25 Jahre hat es keine DDR mehr gegeben und was in der DDR passierte kann keiner rückgängig machen.
Ich kann nur meine Erfahrungen in der DDR mit dem Wissen von heute verknüpfen um für mich zu versuchen die DDR zu reflektieren.
Aber scheinbar decken sich meine Erfahrungen und Erlebnisse in weiten Teilen sehr wenig mit deinen .
Das konnte ich hier schon öfters und nicht nur in Beiträgen von dir staunend feststellen.
Wo in meinen Beiträgen "Dreck" und "persönliche Angriffe" Anwendung finden erschließt sich mir nicht.


zuletzt bearbeitet 10.10.2014 16:31 | nach oben springen

#560

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.10.2014 17:06
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Uffz.JoMu im Beitrag #558
Zitat von Gert im Beitrag #555
Zitat von Moskwitschka im Beitrag #550
Zitat von Gert im Beitrag #545
Zitat von Moskwitschka im Beitrag #536
Zitat von Gert im Beitrag #534
In der DDR war diese Diskriminierung bei der Ausbildung schulischer und beruflicher Art politisch motiviert. Die Qualität des Zeugnisses spielte eine untergeordnete Rolle.


Amen im Namen der Raute

LG von der Moskwitschka



das soll wohl so 'ne Art Zynismus darstellen was du hier postulierst. Daher meine Frage :
weisst du was in den 50er und 60er Jahren in der Zone abging ? Da warst du doch noch gar nicht dort, wenn ich mich recht erinnere an deine Biografie, oder ?


Lieber @Gert ,

ja ich bin ein Zonenkind. Nein, ich habe durch die Gnade meiner späten Geburt die 50-er Jahre nicht persönlich erlebt. Was ich aber erlebt habe ist, dass, wenn Leistung nachgewiesen wurde, man auch als nichtpolitischer Mensch, oder konfessionel gebunder Mensch an der Bildung in der DDR teilhaben konnte. Das beste Beispiel ist unsere Kanzlerin - daher die Raute.

Es werden immer die negativen Beispiele in den Vordergrund gerückt. Die, die Bildung trotz oppositioneller Einstellung zur DDR genossen haben, melden sich nicht zu Wort. Nicht zuletzt, weil sie dann wahrscheinlich sofort in die Ecke der Mitläufer oder Angepassten gerückt werden und in Erklärungsnot geraten. Die, die 1988/89 die Entwicklung in der DDR maßgeblich angestoßen haben, waren sehr gebildete Menschen. Und das waren nicht wenige.

LG von der Moskwitschka




ich habe nicht irgendwelche Beispiele zitiert, es war ein "Schwank" aus meinem Leben.Was andere erlebt haben, weiss ich nicht und warum du die Kanzlerin bei jeder Gelegenheit im Negativen zitierst, wird wohl dein Geheimnis bleiben. Aber ist egal, denke was du willst, für mich waren und sind SED Leute Drecksäcke und das werden sie bei mir auch immer bleiben


Gilt das für Alle und Jeden? Kennst Du alle?


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John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
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