#461

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 09.07.2014 22:31
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #457
und was ist dein Fazit @ Nostalgiker, zu der Badekappen-pflicht in den Freibädern der DDR?


Mir ist keine Badekappenpflicht in Freibädern der DDR bekannt. Jedenfalls in denen ich baden war konnte man oder man machte es nicht und wenn dann hatten die Mädels solch ein auf.
ein Freibad ist für mich auch ein Baggersee, ein See an sich und wer sollte die Pflicht Einhaltung kontrolliert haben? Etwa die Stasi?

Es stimmt allerdings das die Badekappenpflicht in der [b]Bundesrepublik Deutschland/b] offiziell erst in den achtziger Jahren aufgehoben wurde ......

In der DDR wurde das über die Hausordnung der einzelnen Schwimmhallen und Freibäder geregelt .....

Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

polsam und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#462

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 09.07.2014 22:32
von Mike59 | 7.980 Beiträge

Zitat von Hapedi im Beitrag #456
Zitat von steffen52 im Beitrag #454
Zitat von Harra318 im Beitrag #453
Aha,@ Steffen.
Sozusagen kann man die Frage auch so beantworten.
In der gesamten DDR waren die Filteranlagen der Freibäder nicht in der Lage dem Badebetrieb „Herr“ zu sein. Somit kann ich auch annehmen, dass in dem Schwimmer als auch Nichtschwimmerbecken das Wasser ständig mit mehr Chlor, als der Grenzwert zulässt, belastet war.
Na toll, da war es sicherlich viel praktischer und kostengünstiger eine Badekappe anzuordnen, als sich mit den Filteranlagen zu beschäftigen.
Dabei hat doch die DDR immer so viel auf Sport und Freizeit gesetzt!


Chlor war billig und ordentliche Filteranlagen nur für Valuta zu bekommen! Also Chlor rein ,das es nur so stinkt!
Grüsse steffen52




@steffen52 das heist doch hoffentlich nicht schon wieder ( scheiss DDR ) @Harra318


Das mit der Valuta und den ordentlichen Filteranlagen hat sich ja nun erledigt. Erstaunlicherweise gibt es die Chlorpräparate noch immer in den Schwimmbädern und wenn einer nicht sachgemäß damit umgeht, riecht es noch immer erbärmlich.


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#463

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 09.07.2014 22:36
von Rostocker | 7.734 Beiträge

Ich glaube, hier kann so mancher noch seine Prüfung als Schwimmlehrer ablegen.Er muss nur das Wort Stasi mit erwähnen.


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#464

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 09.07.2014 23:00
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Die Fischgeschäfte in der DDR, zumindest in der Provinz, sahen im Grunde genommen aus, wie ein Vorbereitungs- Raum der Pathologie. Ich will nicht abstreiten das Fischkonserven vorrätig da waren. Aber frischer Fisch wie Kabeljau oder Heilbutt, naja, da waren die Berliner bestimmt besser dran.
Lag wahrscheinlich auch daran das die Berliner, zumindest die Fische, keine Badekappe tragen mussten


Ostlandritter und Hapedi haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#465

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 09.07.2014 23:04
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #464
Die Fischgeschäfte in der DDR, zumindest in der Provinz, sahen im Grunde genommen aus, wie ein Vorbereitungs- Raum der Pathologie. Ich will nicht abstreiten das Fischkonserven vorrätig da waren. Aber frischer Fisch wie Kabeljau oder Heilbutt, naja, da waren die Berliner bestimmt besser dran.
Lag wahrscheinlich auch daran das die Berliner, zumindest die Fische, keine Badekappe tragen mussten


Im Fischgeschäft nach frischem Heilbutt zu fragen hatte schon so ein G´mäckle von staatsgefährdende Hetze....


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
Harra318 und Hapedi haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#466

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 09.07.2014 23:10
von 94 | 10.792 Beiträge

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#467

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 09.07.2014 23:13
von Rostocker | 7.734 Beiträge

Zitat von Ostlandritter im Beitrag #465
Zitat von Harra318 im Beitrag #464
Die Fischgeschäfte in der DDR, zumindest in der Provinz, sahen im Grunde genommen aus, wie ein Vorbereitungs- Raum der Pathologie. Ich will nicht abstreiten das Fischkonserven vorrätig da waren. Aber frischer Fisch wie Kabeljau oder Heilbutt, naja, da waren die Berliner bestimmt besser dran.
Lag wahrscheinlich auch daran das die Berliner, zumindest die Fische, keine Badekappe tragen mussten


Im Fischgeschäft nach frischem Heilbutt zu fragen hatte schon so ein G´mäckle von staatsgefährdende Hetze....



Soll es in abgewandelter Form auch geben heut zu Tage und zwar Menschen die sich den Heilbutt nicht finanzell leisten können und anderen Fisch selten.
Ach ja--möchte auch mal das eigene --Ich--raushängen lassen. Hatte zu DDR Zeiten kein Problem mit Fisch.


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#468

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 09.07.2014 23:16
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #467
Zitat von Ostlandritter im Beitrag #465
Zitat von Harra318 im Beitrag #464
Die Fischgeschäfte in der DDR, zumindest in der Provinz, sahen im Grunde genommen aus, wie ein Vorbereitungs- Raum der Pathologie. Ich will nicht abstreiten das Fischkonserven vorrätig da waren. Aber frischer Fisch wie Kabeljau oder Heilbutt, naja, da waren die Berliner bestimmt besser dran.
Lag wahrscheinlich auch daran das die Berliner, zumindest die Fische, keine Badekappe tragen mussten


Im Fischgeschäft nach frischem Heilbutt zu fragen hatte schon so ein G´mäckle von staatsgefährdende Hetze....



Soll es in abgewandelter Form auch geben heut zu Tage und zwar Menschen die sich den Heilbutt nicht finanzell leisten können und anderen Fisch selten.
Ach ja--möchte auch mal das eigene --Ich--raushängen lassen. Hatte zu DDR Zeiten kein Problem mit Fisch.



nun aber gut @ Rostocker, 100 g 2,19 € bei Kaufland


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#469

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 09.07.2014 23:22
von Rostocker | 7.734 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #468
Zitat von Rostocker im Beitrag #467
Zitat von Ostlandritter im Beitrag #465
Zitat von Harra318 im Beitrag #464
Die Fischgeschäfte in der DDR, zumindest in der Provinz, sahen im Grunde genommen aus, wie ein Vorbereitungs- Raum der Pathologie. Ich will nicht abstreiten das Fischkonserven vorrätig da waren. Aber frischer Fisch wie Kabeljau oder Heilbutt, naja, da waren die Berliner bestimmt besser dran.
Lag wahrscheinlich auch daran das die Berliner, zumindest die Fische, keine Badekappe tragen mussten


Im Fischgeschäft nach frischem Heilbutt zu fragen hatte schon so ein G´mäckle von staatsgefährdende Hetze....



Soll es in abgewandelter Form auch geben heut zu Tage und zwar Menschen die sich den Heilbutt nicht finanzell leisten können und anderen Fisch selten.
Ach ja--möchte auch mal das eigene --Ich--raushängen lassen. Hatte zu DDR Zeiten kein Problem mit Fisch.



nun aber gut @ Rostocker, 100 g 2,19 € bei Kaufland


Man Harra--kennst mich doch, ich denke doch auch an die,die an der Armutsgrenze leben. Und was sind da 100g für eine Familie mit 2 Kindern.


Harra318 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#470

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.07.2014 00:00
von manifest 20 | 314 Beiträge

nd was ist dein Fazit @ Nostalgiker, zu der Badekappen-pflicht in den Freibädern der DDR?

Pflichten gibts auch heute, Bäderordnung meiner Heimatstadt
Aktuellen Modetrends geschuldet ist die neue Regelung, dass Badehosen maximal knielang sein dürfen und es nicht gestattet ist, T-Shirts und mehrere Badehosen übereinander zu tragen.
http://www.magdeburg-tourist.de/media/cu....PDF?1366273620
gruss andreas


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#471

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.07.2014 05:58
von Moskwitschka (gelöscht)
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Im übrigen gab es bei meinen beiden jüngsten Kindern, die nach 1990 im Rahmen des Sportunterrichtes Schwimmen hatten, strenge Badekappenpflicht - aus mehreren Gründen. Oder gibt es heute keinen Schwimmunterricht mehr

Und warum Eltern heute ihren Kindern Badekappen aufziehen, kann in diversen Elternforen nachgeesen werden.

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 10.07.2014 05:59 | nach oben springen

#472

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.07.2014 06:09
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.494 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #471
Im übrigen gab es bei meinen beiden jüngsten Kindern, die nach 1990 im Rahmen des Sportunterrichtes Schwimmen hatten, strenge Badekappenpflicht - aus mehreren Gründen. Oder gibt es heute keinen Schwimmunterricht mehr

Und warum Eltern heute ihren Kindern Badekappen aufziehen, kann in diversen Elternforen nachgeesen werden.

LG von der Moskwitschka


bei uns gibt es seit 1997 keinen Schwimmunterricht mehr, es ertrang während diesem ein Kind.

gruß h.


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#473

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.07.2014 06:44
von furry | 3.581 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #464
Die Fischgeschäfte in der DDR, zumindest in der Provinz, sahen im Grunde genommen aus, wie ein Vorbereitungs- Raum der Pathologie. Ich will nicht abstreiten das Fischkonserven vorrätig da waren. Aber frischer Fisch wie Kabeljau oder Heilbutt, naja, da waren die Berliner bestimmt besser dran.



Auch das gab es in der DDR


nur nicht im Fischgeschäft, sondern vom Eulenspiegelverlag.

Quelle: www.zvab.com


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#474

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.07.2014 07:09
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Harra318 im Beitrag #464
Die Fischgeschäfte in der DDR, zumindest in der Provinz, sahen im Grunde genommen aus, wie ein Vorbereitungs- Raum der Pathologie. Ich will nicht abstreiten das Fischkonserven vorrätig da waren. Aber frischer Fisch wie Kabeljau oder Heilbutt, naja, da waren die Berliner bestimmt besser dran.


Daran ist wohl mehr als ein Körnchen Wahrheit: Zum letzten Sylvesterfest wollte die Mosquietscherin Karpfen auf den Tisch bringen. Also wurde ich zu "Kaiser's"" geschickt, dem einzigen Laden im näheren Umkreis, der auch eine Frischfisch-Theke hat. Ihr Argument war: "Zu DDR-Zeiten habe ich den am Sylvestermorgen auch bekommen. Also muss der jetzt, in Zeiten der Marktwirtschaft, in denen man alles und viel besser bekommt, auch zu haben sein."

Die Schlange an der Fischtheke war ziemlich lang. Als ich endlich dran war und mein Begehr geäußert hatte, kam von der genervten Verkäuferin nur eine Frage: "Hamse vorbestellt?" Hatte ich natürlich nicht. "Dann jibt es och keen Karpfen, Karpfen ist aus."

War wohl doch nicht alles so schlecht in der DDR.....


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#475

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.07.2014 08:23
von FRITZE (gelöscht)
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Bei uns aufm Dorf kam jeden Freitag um 11 Uhr das Fischauto ! Hupe an und die Hausfrauen kamen gelaufen. Wird wohl nicht immer Lachs und Hummer dabei gehabt haben . Aber meine Oma kam immer zufrieden mit ihrer Tasche zurück.
Ich muss wohl auch in einer privilegierten Gegend gewohnt haben oder jedesmal wenn wir in der Kreisstadt waren ,gab es gerade zufällig Lebende Karpfen ,Regenbogenforellen.und Hecht.
Meeresfische waren meist nur durch Hering und Makrele vertreten. Aber wo kam bloss der geräucherte Heilbutt her ,den ich als Kind mehrmals gegessen habe ?
In den 1980er Jahren gab es dann eine neue Fischfiliale der Fischereigenossenschaft .Karpfen gabs dort immer .Zu einem bestandenem Lehrgang machten ein Kollege und ich eine Feier für die Brigade .
Als wir im Fischladen standen , der Kollege war zum ersten Mal in so einem Geschäft ,dachten wir es wäre Weihnachten und Ostern auf einen Tag !
Mehrere Sorten Frischfisch ,geräuchterter Rotbarsch und ihr glaubt es nicht Aal in Gelee in so 300Gramm Bechern !
Aber wie gesagt ,das war ne Privilegierte Gegend oder es lag an den vielen Seen in der Uckermark !
Als ich dann mein Praktikum 1989 (also kurz vor DDR Ende) in Neubrandenburg absolvierte ging ich mindestens zweimal im Monat in die Fischspezialietätengaststätte (boa, wat fürn Wort ) und dinierte dort . Mein Lieblingsgericht war dort Zander in allen Variationen . Zweimal gab es Tatar vom rohen Zander (ein Gedicht ).
Hab mich oft gefragt ,warum dort in der Woche so wenig Gäste waren ?

Wahrscheinlich hatte irgendjemand die Parole ausgegeben ,daß die Gaststätte ein konspirativer Treffpunkt wäre !


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#476

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.07.2014 08:38
von Kurt | 933 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #464
Die Fischgeschäfte in der DDR, zumindest in der Provinz, sahen im Grunde genommen aus, wie ein Vorbereitungs- Raum der Pathologie. Ich will nicht abstreiten das Fischkonserven vorrätig da waren. Aber frischer Fisch wie Kabeljau oder Heilbutt, naja, da waren die Berliner bestimmt besser dran.
Lag wahrscheinlich auch daran das die Berliner, zumindest die Fische, keine Badekappe tragen mussten


Hallo Harra,

In welcher "Provinz" hast Du denn gelebt? Bei uns in der Lausitz (Doberlug-Kirchhain) gab es genug frischen Fisch im Fischladen, welcher sogar 2 Becken für die lebenden Fische hatte, mit Scheibe an der Seite, wie ein Aquarium. Hering und Scholle gab es genauso, wie Karpfen, Lachs, Forelle und Zander. Kabeljau und Heilbutt gab es auch ab und zu, nicht zu vergessen Aal.
Nach der Wende machte der Laden leider zu und der Inhaber (stammte ursprünglich aus Seehausen/Altmark) ging in Rente.

Gruß, Kurt


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#477

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.07.2014 08:38
von furry | 3.581 Beiträge

Zitat von FRITZE im Beitrag #475
Als ich dann mein Praktikum 1989 (also kurz vor DDR Ende) in Neubrandenburg absolvierte ging ich mindestens zweimal im Monat in die Fischspezialietätengaststätte (boa, wat fürn Wort ) und dinierte dort . Mein Lieblingsgericht war dort Zander in allen Variationen . Zweimal gab es Tatar vom rohen Zander (ein Gedicht ).
Hab mich oft gefragt ,warum dort in der Woche so wenig Gäste waren ?

Wahrscheinlich hatte irgendjemand die Parole ausgegeben ,daß die Gaststätte ein konspirativer Treffpunkt wäre !



Diese Parole für die Fischspezialietätengaststätte (hießen die nicht von Nord bis Süd "Gastmahl des Meeres"?) hätte uns damals schneller einen freien Platz ergattern lassen. Ich kann mich nur erinnern, dass man bei dieser Restauration am Eingang erstmal wie deplatziert eine längere Pause einlegen musste, bis man platziert wurde.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#478

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.07.2014 08:39
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.494 Beiträge

Zitat von FRITZE im Beitrag #475
Bei uns aufm Dorf kam jeden Freitag um 11 Uhr das Fischauto ! Hupe an und die Hausfrauen kamen gelaufen. Wird wohl nicht immer Lachs und Hummer dabei gehabt haben . Aber meine Oma kam immer zufrieden mit ihrer Tasche zurück.
Ich muss wohl auch in einer privilegierten Gegend gewohnt haben oder jedesmal wenn wir in der Kreisstadt waren ,gab es gerade zufällig Lebende Karpfen ,Regenbogenforellen.und Hecht.
Meeresfische waren meist nur durch Hering und Makrele vertreten. Aber wo kam bloss der geräucherte Heilbutt her ,den ich als Kind mehrmals gegessen habe ?
In den 1980er Jahren gab es dann eine neue Fischfiliale der Fischereigenossenschaft .Karpfen gabs dort immer .Zu einem bestandenem Lehrgang machten ein Kollege und ich eine Feier für die Brigade .
Als wir im Fischladen standen , der Kollege war zum ersten Mal in so einem Geschäft ,dachten wir es wäre Weihnachten und Ostern auf einen Tag !
Mehrere Sorten Frischfisch ,geräuchterter Rotbarsch und ihr glaubt es nicht Aal in Gelee in so 300Gramm Bechern !
Aber wie gesagt ,das war ne Privilegierte Gegend oder es lag an den vielen Seen in der Uckermark !
Als ich dann mein Praktikum 1989 (also kurz vor DDR Ende) in Neubrandenburg absolvierte ging ich mindestens zweimal im Monat in die Fischspezialietätengaststätte (boa, wat fürn Wort ) und dinierte dort . Mein Lieblingsgericht war dort Zander in allen Variationen . Zweimal gab es Tatar vom rohen Zander (ein Gedicht ).
Hab mich oft gefragt ,warum dort in der Woche so wenig Gäste waren ?

Wahrscheinlich hatte irgendjemand die Parole ausgegeben ,daß die Gaststätte ein konspirativer Treffpunkt wäre !




rot: ja die war wenn man vom Ring in Richtung Oststadt fuhr, oft konnte man dort als Lehrling nicht einkehren, war aber voll angesagt und weit über die Stadtgrenzen hinaus für seinen guten Ruf bekannt!

gruß h.


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#479

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.07.2014 08:39
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Ich kann mich noch erinnern, wie der tiefgefrorene Kabaljau in einer glaube weiß - blauen Papieverpackung auf den Markt kam. Man war meine Oma skeptisch. Aber dann ...

Als dann ein paar Jahre später die Fischstäbchen in der DDR Einzug hielten, sah man das alles gelassener. Aber die Fischstäbchen damals waren noch aus echten Filetstücken geschnitten. Eine Kindheits - oder Jugenderinnerung war Fischstäbchen auf Toast mit gebratenen und gut gewürzten Zwiebeln und einem Klecks Ketchup.

LG von der Moskwitschka


Heckenhaus hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 10.07.2014 08:41 | nach oben springen

#480

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.07.2014 08:43
von furry | 3.581 Beiträge

Gegenüber der Grenzkaserne in Nordhausen war eine Fischräucherei. Da hat es uns als Kinder oft hingetrieben. Mit einigem Durchhaltevermögen konnte man dort immer einen frisch geräucherten Bückling abstauben. Im Gegensatz zu denen aus dem Fischladen haben die wunderbar saftig geschmeckt.


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