#21

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 14.01.2009 09:02
von Wolfgang B. (gelöscht)
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Erst mal noch ...
LICH WILLKOMMEN @addyson,

jetzt sind wir also gerade beim Thema Sport, Sportförderung ...

Ich kann es zwar nicht zu 100% behaupten, doch ich glaube die DDR hatte die "lückenloseste" Sichtung und Förderung der ganzen Welt.
Wenn's stimmt, wurden die Kids regelrecht "anatomisch" untersucht, vermessen und den körperlichen Voraussetzungen entsprechend der "geeigneten" Sportart zugeordnet?!
Das Netz an Sportschulen, Internaten usw. war wohl nirgends so dicht wie in der DDR. Und diese Stätten waren wohl ausschließlich dem absoluten Spitzensport vorenthalten? Anders kann man sich die "Welterfolge" der DDR Sportler auch gar nicht erklären. - Doping alleine, egal in welcher Form "hilft" ja gar nix!


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#22

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 14.01.2009 09:38
von manudave (gelöscht)
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@Addyson:

Nur weil es in anderen Ländern auch praktiziert wird, muss man doch dieses System nicht gutheißen. Dann ist es eben dort auch bedenkenswert.


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#23

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 14.01.2009 11:03
von turtle | 6.961 Beiträge

Hallo zusammen, man soll nicht vergessen das jeder Erfolg der Sportler der DDR auch die DDR enorm aufwertete! Da war man Weltmacht! Natürlich hat jeder Sieg die DDR auch politisch aufgewertet, das hat man sich viel Kosten lassen. Nur schade dass es um jeden Preis sein musste! Doping gab es wahrscheinlich woanders auch, aber vom Staat bewusst gefördert? Es ist bekannt das Spitzensportler in der DDR auch Privilegien hatten ,trotzdem habe ich mit erstaunen zur Kenntnis genommen das relativ wenig Spitzensportler der DDR den Rücken kehrten um in westlichen Ausland als Profi viel Geld zu machen. Negativ war aber auch sobald ein Sportler im Verdacht stand nicht mehr Linientreu zu sein sofort die andere Seite der DDR kennerlernte. Es gab aber auch die Spitzensportler welche nach der Wende plötzlich ganz andere Töne anschlugen als zuvor im Neuen Deutschland, oder beim Empfang durch die Regierung. Na gut ist auch menschlich ,Existenzangst, oder was wird nun,war wohl auch mit Grund für die Wandlung.


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#24

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 14.01.2009 13:13
von Wolfgang B. (gelöscht)
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@manudave,

Zitat von manudave
@Addyson:
Nur weil es in anderen Ländern auch praktiziert wird, muss man doch dieses System nicht gutheißen. Dann ist es eben dort auch bedenkenswert.


sei doch bitte so nett und erkläre mir auf welche Aussage Du Deinen Beitrag beziehst. Ich werd nämlich grad bekloppt, finde wieder mal nix!


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#25

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 14.01.2009 20:31
von addyson (gelöscht)
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Hallo Wolfgang,
danke für die herzliche Begrüßung.

jetzt sind wir also gerade beim Thema Sport, Sportförderung ...

Ich kann es zwar nicht zu 100% behaupten, doch ich glaube die DDR hatte die "lückenloseste" Sichtung und Förderung der ganzen Welt.

Ganz so extrem war es bestimmt nicht. Man hatte nur sehr viele Angebote sich nach der Schule in Arbeitsgemeinschaften und Sportclubs zu betätigen. Meist war es so, das alle die Sport machen wollten, schon ab der 1.Klasse Fußball spielen wollten. Ich war auch erst in einem Fußballverein. Das hatt mir dann aber nicht so gefallen und ich habs dann mit Handball versucht. Bald hatte ich auch da nicht mehr gefallen dran. Und habe mich ab der 2. Klasse bis ende der dritten, mit Judo, Boxen u. Ringen versuch. Hat mir auch nicht gefallen, weil das meist mit Schmeren verbunden war. Und dann bin ich, durch den Rat des Kinderarztes an meine Mutter, wegen eines Wirbelsäulenschadens, zum Schwimmen gekommen. Erst war ich natürlich bei den Anfängern, aber dort hat man schnell gemerkt das ich ein Talent dafür hatte und kam zu den Leistungsschwimmern, wo natürlich das Training viel konzentrierter (3 mal die Woche 2 Stunden) war. Dabei wurde natürlich nicht nur geschwommen. Es gab sehr viel Leichtatletik, Kraftsport und besonderst Laufen u. Gehen. Schwimmen stand aber immer im Vordergrund. In der 9.Klasse war ich ein halbes Jahr auf der Sportschule(DHFK-Erfurt), und da konnte man dann sagen Sport ist Mord (Von ganz früh bis in den Späten Nachmittag, unterbrochen Sport und dann gemeinsames Essen, Schule, Seminarlernen und gemeinsamer Freizeit). Ich wollte unbedingt dort wieder weg, das ging aber gar nicht so leicht. Also ließ ich mich gehen im schulischen Bereich (war ein Tipp von nem Kumpel) und als meine Schulleistungen an den durchschnitt 4 herankamen, mußte ich gehen.
Eins ist klar alle Lehrer und Erzieher hatten den Auftrag Talente zu sichten (nicht nur im Sport). Man hat dann durch die Erfolgserlebtnisse die man eben hatte, wenn man 1., 2. oder 3. war, versucht einen eben in den Entsprechenden Club zu bekommen, um so das entsprechende Talent durch Übung auszubauen.
Es gab auch Regelmäßig ärztliche Schuluntersuchungen (halbjährlich) und in diesen Rahmen auch entsprechende Impfungen (gegen Pocken, dreifachschutz usw./ brauchten dadurch die Eltern nicht machen). Wir hatten an unserer Schule einen festen Schularzt und eine Schwester.
Fast Jede bessere Schule (Spezialschulen hatten ein Internat). Meine Lehre habe ich auch in einem Internat verbracht,da mein Beruf nur in Leipzig gelehrt wurde, ich aber aus Thüringen/Gotha kam (260 km von zu Hause).
Ich habe 1975 mit den Leistungssport aufgehört. Bis zu meiner Zeit gab es kein Doping (auch nicht auf der Sportschule).
Allerdings haben wir sehr viel puren Traubenzucker vor jedem Training und vor allem vor jedem Wettkampf gegessen (Kurzzeitenergie).


Ich beziehe mich mit diesen Satz, auf die Aussage von MANUDAVE:
"Die besagte Talentförderung war aber nur gut für den Staat. Wer einmal versagte, wurde zumeist gnadenlos ausgesiebt und fallen gelassen. Wer es später zu Ruhm und Erfolg brachte...- na diese Leidensgeschichten der Sportler kennen wir ja zu Hauf...

Sicher profitiert heute noch die Bundesrepublik von diesem System und den daraus resultierenden Spitzensportlern, doch um welchen Preis ist die Frage.

Dann meine Antwort:
"Ich war einer von diesen besagten Sportlern, wenn man fertig war, war man fertig und das ist noch Heute so. Übrigens in den USA ist das nicht anderst, wers nicht mehr bringt ist raus. Bei uns hatte zumindestens noch eine normale Arbeit. Ich kann Dir Beispiele bringen aus der sogenannten freien Welt, da kraust es einen (Obdachlos und dann ohne Ausweg im Drogenrausch von uns gegangen). Also mach aus einer Normalität kein düsteres Monster."

Darauf hin kam MANUDAVEs Antwort:
"Nur weil es in anderen Ländern auch praktiziert wird, muss man doch dieses System nicht gutheißen. Dann ist es eben dort auch bedenkenswert."

Darauf kann ich nur sagen. JA/NEIN!?!? Denn es waren auch nur Menschen die das Sagen hatten
Denn der Versuch eine sozialistiche Gesellschaftsordnung aufzubauen war ja erst, das erste mal auf deutschen Boden und niemand hatte damit Erfahrungen.
Dazu kommt noch, gib Leuten Macht, die mit der Zeit korrupt werden( durch die Machtstellung), die auch von Ihren Stellungen nicht loslassen wollen und die obendrein dann auch noch Fetternwirtschaft betreiben!
Aber wer will schon erreichtes wieder aufgeben? (Vom Direktor zurück zum arbeiter, Meister oder Ingeneur)(Zurück vom Parteisekretär zum Schreiner oder jeden ander gelernten Beruf)(Zurück vom Minister zum Beamten oder ...)
Das man in Lehrbüchern wichtige Artikel, über die Strukturen eines Sozialistischen Staates nicht mehr druckt(z.B. Lenin: " Vortrag über die Gefährlichkeit der Leitenden Positionen"), wo es um öffentliche Abrechnungspflicht eines Chefs(Politiker/ Betriebsdirektoren) geht, wo eine Leitenden Stellung maximal 4 Jahre dauern darf usw., um ja nicht aus seinen bequemen Chefsessel zu müssen.
UND dann das nichtbegreifen das die wichtigen Produktionsmittel, öffentlichen Einrichtungen usw. allen gehören
(Das ist nicht gleichzusetzen mit, das alles, der Privatbesitz aller ist).
Und der persönliche Egoismus der Allgemeinheit trug im Enteffekt auch noch mit zum Scheitern dieses Versuchs bei.
Beispiel: Wenn man schon nur die Schreibgebühr für eine Sekretärin als Miete zahlt, sich nicht einmal darum zu kümmern das wenigstens die eigene Wohnung in Ordnung ist und alles aber auch alles dem Staat überläst ( obwohl man selbst mit ein Stück Staat war, es aber nicht begriffen hatte!)( !!! Hier werden noch viele entrüstete Einwände kommen!!!)
Der Übergang vom Feudalismus zum Kapitalismus(in Europa) dauerte fast 500 Jahre, der Versuch, einer Idee, eine Gesellschaft ohne Ausbeutung zu schaffen dauerte gerade mal etwas über 70 Jahre.
Aus Fehlern lernt man, sagt man so.
Ich hoffe, das in Zukunft, wenn die wirtschaftlichen Umstände, modernere Technik(Robotertechnik), knapp werden der natürlichen Ressourcen, Umweltschäden ect. die Menschen zwingen wird, ein neues Wirtschafts- und Verteilersystem zu erarbeiten( Was das sein wird und wie man es nennen wird, weiß ich nicht!)
Wo man solche Entscheidenten Fehler nicht mehr macht!
Das wird noch ein schwerer Weg, der wahrscheinlich erst beginnen kann, wenn es so Schlimm wird das wir nichts mehr zu verlieren haben (Wirtschaftskrisen, die noch schlimmer werden als die jetzige, Umweltkatastrophen, Ganz schlechte Verteilung, weil zu viele Menschen durch Robotertechnik abgelöst werden und und und).

zuletzt bearbeitet 14.01.2009 20:39 | nach oben springen

#26

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2009 12:18
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Hallo alle zusammen mit viel glück ist es mir mal wieder gelungen einen Beitrag einzustellen, viel spaß beim lesen.

Gruß

Rainer-Maria


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#27

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 18.02.2009 16:45
von Transitfahrer (gelöscht)
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Hallo Rainer,

was willst Du uns damit sagen?
Das bessere Gesundheitssystem hatte die DDR?


Gruß
Peter


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#28

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 18.02.2009 18:11
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Nicht unbedingt besser,eher gerechter und sozialer.



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#29

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 18.02.2009 18:24
von manudave (gelöscht)
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und unbezahlbar...


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#30

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 18.02.2009 23:54
von nightforce (gelöscht)
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Hallo zusammen,
zum Thema Gesundheitswesen,
ich will fast behaupten, es war besser, besser aber nur mit den bestehenden technischen Möglichkeiten und damit eben manchmal auch schlechter.
Deshalb kann man es aber nicht abwertender betrachten, oder am technischen Standart bewerten.
Ein paar Erfahrungen kann ich gern für euch wiedergeben.
Gut fand ich die Reihenuntersuchungen für Kinder in Kindergrippe, Kindergarten und Schule, habe ich als Kind auch alle mit durchgemacht.
Man erreichte alle ohne große Probleme.
Bei uns im Kindergarten wird heute erst wieder Ähnliches versucht, ich bin als Elternteil dafür.
Selbst unsere Kleinstadt hatte ein Krankenhaus.
In dem Dorf, in daß ich nach meinem Wehrdienst gezogen bin und eine Familie gründete, gab es eine motorisierte Krankenschwester, die gleichzeitig auch Hebamme war, so wie in der Fernsehserie "Schwester Agnes", die mit ihrer Schwalbe bewaffnet, fast Alles möglich machte.
Schlechtes, ich erinnere mich an einen Unfall in der Kleinstadt, da war ich 10 Jahre alt und mit Kumpel auf dem Fahrrad unterwegs, als der Unfall Wolga gegen Trabant geschah.
Ein Wolga Taxi hatte dem Trabbi die Vorfahrt genommen und den Trabbi vorsichher nur mit der hinteren Hälfte gegen ein Gebäude geschoben.
Wir hörten den Knall und sind sofort hin.
Hinten im Trabbi gabs Blut, weshalb ich gleich wieder abdrehte und zur nächsten Arztpraxis raste, etwa 500 m weg.
Bin da rein und gerufen, sofort der Arzt, ein Unfall, 500 m von hier.
Der Doc ließ seine Patienten sitzen und kam sofort mit, die Schwester rief per Tel die Rettung.
Mein Kumpel blieb am Unfallort und hatte zwischenzeitlich ein Baby aus dem Trabbi geborgen, als wir ankamen.
Den beiden Fahrern ist bis auf ein paar Schrammen nix passiert, außer der Schock, dem Baby ging es auch gut, obwohl es schrie.
Nur die Mutter des Kleinen war im Trabbi eingeklemmt worden, und wir konnten sie weder befreien, noch konnte der Arzt sie retten, da haben Rettungsmittel gefehlt.
Sie verstarb noch am Unfallort.
Jeder hatte sein Bestes gegeben, und trotzdem reichte das nicht, weil Technik und Ausrüstung nicht (rechtzeitig) da war.
Das war für mich damals schockierend.
Trotzdem hatten wir zu damaliger Zeit nen Zahnarzt auch in unserer Kleinstadt, später sogar einen in unserem Dorf.
Mein Ossikind (86) ist auch in einem Krankenhaus zur Welt gekommen, man entschuldigte sich bei mir, wegen der Sonde am Kopf, mein Kind sah ich zum ersten Mal mit Turban, meiner damaligen Frau wollten sie das Schambein vertüdeln, weil sich die Fuge nicht genug zurückbildete, ist aber auch ohne Drahteinsatz wieder geworden.
Allerdings wollte man sie nicht gehen lassen, daß haben wir dann selbst so entschieden, daß ging auch.
Knapp 2 Monate später bekam die Mutter meines Kindes heftige Gallenkolliken und es wurden Gallensteine diagnostiziert.
Also auf zur OP, die ganzen Voruntersuchungen waren gelaufen, selbst nen Einlauf hatte sie bekommen als OP-Vorbereitung, als es hieß, ihr werdet heute nicht opperiert.
Ich kam zu Besuch und sah in bedrückte Gesichter, drei OP-Termine abgesagt, obwohl alle schon vorbereitet.
Warum, fragte ich?
Der Fahrstuhl ist kaputt, wir kommen von Station nicht in den OP hieß es.
Außer meiner, war auch die Frau meines Nachbars und Baustoffhändlers mit auf dem OP-Plan.
Der meinte dann zu mir, komm, wir tragen sie auf ner Trage die Treppe rauf und runter.
Ich sagte, lass ma, ich kümmer mich drum, das wird heute noch.
Bin dann gleich zur Rezeption, hab mich dort gemeldet und gesagt, der Fahrstuhl ist kaputt.
"ist gut, ich notier es", bekomm ich zu hören.
"nein , ich möcht ihn ganz machen.", sag ich, und frage weiter;"ich muß zum Fahrstuhlraum, wer ist hier zuständig, Hausmeister, technischer Leiter?"
Die Dame sagte; zuständig ist OA ... , er ist in der Kreisstadt.
Ich fragte zurück;"wo ist der Fahrstuhlmaschinenraum"?
Sie meinte dann;"Gehen Sie mal ganz nach oben, und fragen sie die Stationsschwester".
Ok, ich Treppe hoch und die Schwester dort gefragt,"zum Fahrstuhlraum bitte"
Kommen sie mit, sie müssen aber schlanke Füße haben.
Hin zur Tür, und die Treppe nach oben steht voller Schieber und Enten, toll, da war länger keiner mehr oben.
Platz gemacht und hoch, rein in den Raum, ne Sauna war gemütlicher.
Ich erstmal Fenster aufgemacht und wieder raus.
Erstmal eine Rauchen.
Dann wieder hoch, Schaltschrank auf, da schauen mich die abgeschmolzenen Motorschütze schon an.
Ok, die Sorte hab ich zu Hause.
Also nach Hause, Schütze holen.
Wieder hin und eingebaut, dann zur Stationsschwester, ich mach jetzt Probefahrt, wollen sie mit?
Sie na klar, hoffentlich bleiben wir nicht stecken.
Ich sag zu ihr, nur wenn wir wollen.
Naja, Testfahrt in jede Etage gemacht, dabei die Türschalter nochmal kontrolliert, und dann mit der Schwester zum Chirurg, der operieren sollte.
Der hat, wie ich auch Karo geraucht, also eine mit ihm gepafft und dabei erklärt, daß er jetzt ranklotzen muß.
Dann bin ich wieder ins Zimmer meiner Frau und habe verkündet, die Erste von euch ist gleich dran.
Mußte dann noch meine Tel.-Nr abgeben, im falle daß mit dem Fahrstuhl wieder was ist.
Fahrstuhl ging, OP geglückt und ich hatte ja Zeit, war schon bei Einlieferung meiner Frau kindkrank geschrieben für lau.
Ich weiß jetzt nicht, ob ich da ne Ausnahme war, ich denke aber wir alle haben uns irgendwie darum bemüht, daß dieses Krankenhaus einsatzfähig blieb.

Gruß nf

zuletzt bearbeitet 18.02.2009 23:55 | nach oben springen

#31

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 19.02.2009 09:29
von Transitfahrer (gelöscht)
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Moin alle zusammen,

ich kann nur meine Erfahrungen dazu schreiben. Das Beispiel von Rainer ist ja von 1960. Da war ich noch nicht geboren.
In meiner Kindheit, also ab 1963, gab es alle möglichen Impfungen. Ich habe sogar noch meinen Impfpass. In der Schule gab es jährliche Untersuchungen vom Schularzt. Bei der BW gab es Reihenröntgenuntersuchungen. Alles war kostenlos. Einmal im Jahr haben wir (meine Mutter) reichlich Medikamente weggeschmissen. Es gab jedes Mittel auf Rezept (Hustensaft, Nasenspray, usw). Ob nun im jedem Dorf ein Zahnarzt sein muß sei mal dahingestellt. Aber vielleicht ist ja diese Tabelle interessant:
Lebenserwartung BRD - DDR http://aktuell.nationalatlas.de/uploads/...rwartung_g1.pdf
Man kann deutlich erkennen, daß die Lebenserwartung ab mitte der 70iger Jahre pro BRD verläuft.

Gruß
Peter


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#32

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 19.02.2009 09:51
von Rainman2 | 5.762 Beiträge

Hallo transitfahrer,

interessante Statistik - danke dafür.

Angeblich soll es aber auch zu DDR-Zeiten regional sehr starke Schwankungen in der Lebenserwartungen gegeben haben. So hieß es zum Beispiel vom Raum Leipzig, dass dort die Lebenserwartung durchschnittlich 5 Jahre niedriger sei, als im Rest der Landes (an die Quelle kann ich mich nicht mehr erinnern). Als Ursache wurde der hohe Grad der Luftverschmutzung genannt. Da ich selbst seit meiner Kindheit permanent mit Atemwegserkrankungen zu kämpfen habe, bin ich geneigt, solchen Aussagen Glauben zu schenken, obwohl ich meine statistische Relevanz durchaus real einzuschätzen weiß. Aber Fakt iat auch, dass ich 1974 bei meiner Rückkehr von einem 4-wöchigen Aufenthalt am Rennsteig beim Aussteigen aus der Bahn erstmal ohnmächtig wurde, die Luft schien zum Schneiden. 1986 beim Rückflug von Rumänien sah ich beim Landeanflug die berühmte und nun für mich durch Augenschein bestätigte Dunstglocke über Leipzig. Es lagen so viele Kraftwerke und Tagebaue um Leipzig herum, dass der Wind kommen konnte, woher er wollte. Heute würde man von einer extrem hohen Feinstaubbelastung sprechen.

Das nur zur Ergänzung zum Thema Lebenserwartung.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#33

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 19.02.2009 10:11
von turtle | 6.961 Beiträge

Das der Leipziger Raum nicht der gesündeste war ist bekannt. Umweltfreundlich war ein Fremdwort oder es fehlten die Mittel es besser zu machen ,so wurde viel Ungesundes in die Luft geblasen. Ich glaube noch geringer war die Lebenserwartung bei denen die Uran abbauten oder in unmittelbarer Nähe wohnten. Da wurde viel verheimlicht und Statistiken wurden nicht veröffentlicht!
Gruß Peter(Turtle)


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#34

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 19.02.2009 10:15
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Hallo Peter (Transitfahrer) und alle Anderen gleich zu Anfang, das war eine herrliche Geschichte Nightforce so war die DDR, unkompliziert, selbst war der Mann oder die Frau, dann klappte das auch. Aber natürlich muss man Heute zugeben das Gesundheitswesen ist perfektioniert wurden , es ist gut und ausreichend aber ich kann es nur so beurteilen da ich toi toi toi bisher nie ernsthaft krank war. Ich hatte es auch schon einmal geschrieben Peter diese Beiträge aus alten Presseerzeugnissen der DDR sollen eigentlich für sich selber sprechen. Das eure Lebenserwartung ein paar Jahre mehr betrug das lag wohl an den vielen Bananen weil die ja wirklich sehr gesund sind aber Spaß bei Seite wie du schon richtig schreibst ist dieser Artikel vor deiner Zeit entstanden und da ging es der DDR noch richtig gut. Wenn ich jetzt ehrlich bin wird auch dieser Staat Damals Beiträge zum Teil ideologisch für sich verwendet haben und vielleicht ist es nicht schlecht wenn einmal ein älterer Bundesbürger in etwa etwas ähnliches findet so das man vergleichen kann. Trotzdem ist es interessant das mal zu lesen, obwohl die Qualität nicht besonders gut ist. Aber ich versuche dies zu verbessern beim nächsten Kopieren, gleich noch ein neuer Beitrag hinterher.

Gruß

Rainer-Maria


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#35

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 20.02.2009 00:16
von nightforce (gelöscht)
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Hallo zusammen,
die Gegend Bitterfeld ->Leipzig->Wolfen, war echt ne Stinkeecke, die Wismut Gera mit ihrem Uranabbau war auch nicht ohne, aber stinkt nicht, schmeckt süß und ist tödlich gab es auch in unserer Kleinstadt.
Blei und dessen Oxide waren heiß begehrt.
Wisst ihr eigendlich, in welchen Produkten bei euch zu Hause Bleioxide zur Herstellung verwendet werden?
Großabnehmer der Bleimennige war der Schiffbau und die Bahn in Ost und West.
Aber auch Porzellan und Keramik waren und sind noch immer mit Bleioxiden veredelt.
Und jeder von euch hat sie zu Hause (gehabt) die bleioxidverseuchte Fernsehbildröhre.
In Breitungen/Thüringen gab es ein Röhrenwerk, was Farbbildröhren herstellte, ein Exportschlager auch für nahmhafte Hersteller wie Schneider, Schaub-Lorenz und Loewe, sowie für den RWG auch für RFT, TESLA z.B..
Für die Bildröhrenherstellung mußte Bleioxidgranulat zur Verfügung gestellt werden.
Beim Aufbau der Granulierungsanlage mit anschließender Abgasanlage, einer Wirbel-Naß-Absaugung war ich mit dabei.
Zunächst wurde eine Versuchsanlage aufgebaut, die dann aber nicht nur Versuche machte, sondern richtig produzierte.
Dort gab es nix mit Wasserbindung von Staub, dort gab es nur Staubsäcke, ähnlich wie bei nem Staubsauger.
Blei ist aber sauschwer, und das Oxid davon noch schwerer, deshalb hat da so mancher Staubsack nicht wirklich gehalten.
In der neuen Werkhalle in der die Versuchsanlage aufgebaut war, war binnen kürzester Zeit eine Bleioxidstabschicht, teils zentimeterhoch, allgegenwärtig.
Gearbeitet haben wir nur mit Atemschutzmaske (ich hab meine heute noch), aber der Staub gelangte in jede Ritze, Arbeitsklamotten, Unterwäsche, überall war das Zeug, nur verrostet ist da nix.
Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen, wir Handwerker haben das auch mit nach Hause getragen.
Die Anlage war als völlig staubfrei geplant, das war sie schon nichtmehr, bevor wir richtig angefangen haben.
Gut war die Wirbel-Naß-Anlage, damit war die Abluft, die die neugebaute 70m Esse verlassen hatte von 99,9% Bleioxid befreit und der Bleischlamm wurde im Betrieb wieder in die Produktion eingeführt, aber bis die richtig lief, war das gesammte Gebäude schon arg verstaubt, weil die Versuchsanlage dabei ständig produzierte.
Aber so war das damals, zuerst das Produkt, und dann schaun wir mal wie es besser geht, heutzutage undenkbar.

Gruß nf

zuletzt bearbeitet 20.02.2009 00:17 | nach oben springen

#36

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 24.02.2009 14:49
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Hallo alle zusammen hier ein neuer Beitrag, u. a. für Galaxy dem Verfechter der jüd. Sache.

Viel Spaß beim lesen.

Gruß

Rainer-Maria


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#37

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 04.03.2009 10:21
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Hallo alle zusammen hier noch etwas zum lesen und weil die Überschrift fehlt aus diesem alten Presseartikel nenne ich ihn „Nur eine Stunde…“.

Gruß

Rainer-Maria


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#38

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.03.2009 19:32
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Hallo alle zusammen ohne hier Werbung für eine Buch machen zu wollen denn der Preis ist doch ganz schön happig.

Gefunden in der FAZ vom 14.01.2009

Gruß

Rainer-Maria


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#39

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 11.03.2009 13:36
von Galaxy (gelöscht)
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Ich bin weder Verfechter der jüdischen Sache noch Anhänger der jüdischen Religion.Der Staat Israel sowie die Schurkenstaaten die ihn umgeben sollen sich doch gegenseitig die Köpfe einschlagen.So lange ich denken kann gibt es in Nahost Krieg,Waffenstillstand ,Intifada,Attentate. Die Hoffnung stirbt zu letzt aber die hoffnung auf Frieden dort ist gestorben.


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#40

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 11.03.2009 16:03
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Hallo Galaxy bleib ruhig es war doch bloß ein Scherz das mit dem letzten Verfechter….. . Ich fand es schon schön das du nach meiner Kritik über die jüdischen Friedhöfe im Thema „Antisemitismus“ nicht gleich in der Versenkung verschwunden bist. Es ist eben doch ganz gut einmal in den alten Büchern zu stöbern um verschiedene Sachen richtig zu stellen.

Gruß

Rainer-Maria


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