#41

RE: Verpflegung

in Mythos DDR und Grenze 24.04.2010 22:34
von Rüganer (gelöscht)
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Also ich erinnere mich an die unbeliebteste Wurst aller Zeiten bei mir: Panzerknackerwurst - feine Teewurst, die gab es bei uns damals bis zum Erbrechen und als ich 1980 Resi beim Kommandantendienst wurde, da war diese abscheuliche Wurst wieder präsent...
Vierfruchtmarmelade aus Finkenherd, auch nicht grade der Renner, der aus dem 5kg Pappeimer kam. Dafür war Chesterkäse in Dosen sehr beliebt, warf man da eine Dose in offenes Feuer, explodierte die Dose so schön. Dafür stand Zwiebelleberwurst oder Thüringer Rotwurst aus den Dosen hoch im Kurs...


zuletzt bearbeitet 24.04.2010 22:34 | nach oben springen

#42

RE: Verpflegung

in Mythos DDR und Grenze 25.04.2010 14:03
von Ludwig | 252 Beiträge

Das Highlight war der Komplekte-Tag !!!!



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#43

RE: Verpflegung

in Mythos DDR und Grenze 25.04.2010 17:48
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von Ludwig
Das Highlight war der Komplekte-Tag !!!!



...........wenn der Hauptfeldwebel zusammen mit dem Leiter Küche einen vernünftigen Speiseplan und die Nutzung der vorhandenen Mittel absprach, kam im Endergebnis ein vernüftiges und schmackhaftes Speisenangebot für diesen Tag raus.
Beispiele hatte ich schon mal genannt. Blutwurst und Schmalzfleisch wurden der Erbsensuppe beigefügt. Leber- und Teewurst (Panzerfett) sah nachdem es aus der Büchse entfernt wurde, in einer großen Schüssel - sehr schmackvoll aus. Garniert noch mit einigen Zutaten, wie Gurke oder Tomate. Chesterkäse war auch nicht zu verachten. Pur war der Käse ungenießbar.............aber in einer aufgeschnittenen Schrippe, am Feuer geröstet - LECKER. Selbst die Fertigmasse für Rüherei war lecker, wenn man diese z.B. mit etwas Schmalzfleisch brutzelte.
Auch wenn ich jetzt evtl. Haue bekomme: Den meisten Berufssoldaten war es doch egal, was der Soldat bzw. Unteroffizier auf Zeit am Komplektetag zu sich nimmt. Grund dafür war, dass der Berufssoldat nach Dienstsschluss nach Hause fuhr (oder lief) wo bereits ein Essen - wie es sich gehört, auf dem Tisch stand. Ich weiß nicht ob ich als Hfw (ab 1989) die rühmliche oder unrühmliche Ausnahme war, dass ich mich auch um die Belange der Soldaten - hier insbesondere auch Komplektetag - eingesetzt haben. Zumindest in den vierteljährlichen Feldlagern meiner Batterie (GwB - GR 33), gab es vernüftige und schmackhafte Speisenangebote. Fairerhalber muß angefügt werden, dass dies unter Bedingungen der feldmarschmäßigen Verpflegung erfolgte.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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#44

RE: Verpflegung

in Mythos DDR und Grenze 25.04.2010 19:12
von Rüganer (gelöscht)
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Zitat von Stabsfähnrich
[quote="Ludwig"]Das Highlight war der Komplekte-Tag !!!!



...........wenn der Hauptfeldwebel zusammen mit dem Leiter Küche einen vernünftigen Speiseplan und die Nutzung der vorhandenen Mittel absprach, kam im Endergebnis ein vernüftiges und schmackhaftes Speisenangebot für diesen Tag raus.

@Stabsfähnrich, dies mag in einer Grenzkompanie, in der quasi Familie möglich gewesen sein, ich habe es in Berlin jedenfalls nicht so erlebt. Irgendwie waren da Komplekte reine Zusatzverpflegung, also auch nicht soooo schlimm, aber dass die da einen vernünftigen Speiseplan hatten - dies wäre mir als verfressenem Menschen durchaus noch in Erinnerung. Mir haben dagegen die kleinen Leckerli gefallen, die da zusätzlich rausgerückt wurden - Kaltschale, Puddingsuppe, Kuchen..
der Rüganer


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#45

RE: Verpflegung

in Mythos DDR und Grenze 25.04.2010 22:42
von Pauker | 37 Beiträge

Der Winter 85-86 war arschkalt. Unsere Küche wollte uns was Gutes tun und Kochte Suppe.
Die wurde in kleine Thermosbehältergefüllt und mit dem W50 in den Grenzabschnitt gebracht.
Wir haben uns über diese Liebesgabe riesig gefreut, besonders als Freilandposten.
Thermosbehälter aufgeschraubt --- Die Suppe war gefroren!!



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#46

RE: Verpflegung

in Mythos DDR und Grenze 26.04.2010 18:22
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von Rüganer

Zitat von Stabsfähnrich
[quote="Ludwig"]Das Highlight war der Komplekte-Tag !!!!



...........wenn der Hauptfeldwebel zusammen mit dem Leiter Küche einen vernünftigen Speiseplan und die Nutzung der vorhandenen Mittel absprach, kam im Endergebnis ein vernüftiges und schmackhaftes Speisenangebot für diesen Tag raus.

@Stabsfähnrich, dies mag in einer Grenzkompanie, in der quasi Familie möglich gewesen sein, ich habe es in Berlin jedenfalls nicht so erlebt. Irgendwie waren da Komplekte reine Zusatzverpflegung, also auch nicht soooo schlimm, aber dass die da einen vernünftigen Speiseplan hatten - dies wäre mir als verfressenem Menschen durchaus noch in Erinnerung. Mir haben dagegen die kleinen Leckerli gefallen, die da zusätzlich rausgerückt wurden - Kaltschale, Puddingsuppe, Kuchen..
der Rüganer




Hallo @Rüganer............es hätte auch in Berlin - also in einem Regiment funktionieren können. Es gab einen Diensthabenen Spiesesaal, welcher u.a. lt. Befehl für die die Überwachung der Zubereitung der Speisen verantwortlich war. Dies unabhängig vom Leiter der Küche und dem Küchenpersonal. Dies die Theorie. In der Praxis sah die Angelegenheit so aus, dass der jeweilige Hauptfeldwebel die Aufgabe des DhS an Unteroffiziere weiter gab, welche - um ehrlich zu sein - nur die Verpflegung der eigenen Kameraden im Sinn hatten. Heißt auf gut deutsch, das füllen der s.g. Schmandschränke. So zumindest überwiegend die Bezeichnung der Besenspinde im GR 33.
Ich kann mich noch erinnern, dass ich als frisch versetzter Oberfähnrich und ungelernter Hauptfeldwebel dass erstmal DhS im "Schmandhaus" GR 33 war. Genau an diesem tag war der Komplektetag. Die Verwunderung der eingesetzten Küchenkräfte war sehr groß, als ich befahl dass die Wurstkonserven zu öffnen sind und zusammen mit dem Erbseneintopf zu kochen sind. Meine selbstverständlich den Inhalt der Konserven. Mit diesem Befehl zog ich mir - und auch dies muß angefügt werden - den Zorn der anwesenden Küchenkräft zu. Grund war, dass ja jemand abgestellt werden mußte, die Konserven zu öffnen. Dann noch jemand welcher diese entleert. Problem war, dass die Küchenkräfte an sich an diesem Tag eine ruhige Kugel schieben wollen, was ja nun mit meinem Befehl außer Kraft gesetzt war.
Auch im Feldlager - ich glaube ich habe darüber schon berichtet -, wurden die Komplekte sinnvoll verwendet. Die Zubereitung und wie es angeboten wird, ist hier entscheidend. Dass dies nur mit Eigeninitiative und viel Kräft des Einzelnen zu bewerkstelligen war, kann und darf nicht verschwiegen werden.
Es gehörte auch - so muß ich heute sagen - viel Mut dazu, dem Regimentskommandeur die Anfrage zu stellen, dass offiziell im Feldlager pro Mann zwei Flaschen 0,33 Liter Bier verkonsumiert werden durften. Entscheiden war hier nicht der Alkoholkonsum, sondern die Hebung des polit-moralischen Zustandes der Truppe. Der Soldat und der Unteroffizier auf Zeit, waren anderthalb bzw. drei Jahre - mit Ausnahme von KU oder VKU - von zu Hause getrennt. Sinn und Trachten eines jeden Berufssoldaten hätte es sein müßen, nicht nur an den eigenen "Bauch" zu denken, sondern auch mal an die Unterstellten. Dies über die Vorgaben der Politorgane in den Truppenteilen. +++ ersteinmal Ende meiner Ausführungen+++


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
zuletzt bearbeitet 26.04.2010 18:24 | nach oben springen

#47

RE: Verpflegung

in Mythos DDR und Grenze 26.04.2010 18:31
von Ludwig | 252 Beiträge

Mir fällt grade noch ein positives Beispiel ein: Bis 78/II hatten wir einen "Küchenbullen", der im "wirklichen Leben" Koch im Panorama Oberhof war. Der hatte ein Pilzgulasch drauf, was jedem Sternerestaurant Ehre gemacht hätte. Voraussetzungen: 1. Pilzlieferungen aus dem Abschnitt 2. Diensthabender Offz. nicht der KC und der Polit Zu unserem Leidwesen, wie gesagt: heimgang 78/II !!!!



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#48

RE: Verpflegung

in Mythos DDR und Grenze 26.04.2010 19:24
von nolle (gelöscht)
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@Stabsfähnrich- Herzlichen Dank für diesen Beitrag. Es wäre also doch ab und zu mal anders gegangen, wenn
man sich halt auch mal traute- Zivilcourage und Grips gehörten aber unbedingt dazu.
tschüß


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#49

RE: Verpflegung

in Mythos DDR und Grenze 26.04.2010 19:32
von Rüganer (gelöscht)
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@Stabsfähnrich
Ich schließe mich nolle an, danke für die Information durch einen Insider...
Es gab schon tolle Köche, es gab aber auch Schmierlappen... Als Resi war mal ein Aufstand in der Einheit, weil der Koch immer die Wurst angrabschte und so dreckig war, dass massive Beschwerden kamen. Hinrichshagen bei Graal-Müritz, mitten im Wald...
Das Gegenteil habe ich einmal bei einer Mobilmachungsübung erlebt, da kochte einer Bohnensuppe in der Gulaschkanone, heute müsste man dafür richtig Kohle hinlegen, so schmeckte die...


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#50

RE: Verpflegung

in Mythos DDR und Grenze 26.04.2010 19:38
von Roland 87 | 215 Beiträge

Kaffee war die wie Droge Nr.1,es wurde in Unmengen Kaffee getrunken, im Dienst oder im Objekt.
Am Kanten war das Essen super außer zum Komplektetag oder wenn es Nierenragout gab.An den wöchendlichen Vitaminbeutel kann ich mich auch noch erinnern.
Sonnabends haben wir öfters Koteletts aus der Kneipe(Erholung)geholt.Abends wenn die Postenverpflegung ausgefahren wurde, bestellte man in der Kneipe die Portion,auf dem Rückweg wurde sie dann abgeholt.Als EK
haben wir auch öfters gegrillt im Objekt,einmal sogar der ganze Zug im Gelände.
MFG Roland 87



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#51

RE: Verpflegung

in Mythos DDR und Grenze 26.04.2010 19:45
von P601A | 82 Beiträge

Stationiert war ich ja im Stab in Halberstadt, habe aber oft in den GK`s gegessen.
Der Unterschied war schon beträchtlich.Weit mit Abstand vorn lag die Pionierkompanie
in Ilsenburg. Die Jungs bekamen verdienter Weise auch Abends eine üppige warme Mahlzeit
und Obst, was es im Stab kaum gab.

Gruß
P601A


zuletzt bearbeitet 26.04.2010 19:46 | nach oben springen

#52

RE: Verpflegung

in Mythos DDR und Grenze 26.04.2010 19:50
von Ludwig | 252 Beiträge

Zitat von Roland 87
Kaffee war die wie Droge Nr.1,es wurde in Unmengen Kaffee getrunken, im Dienst oder im Objekt.
Am Kanten war das Essen super außer zum Komplektetag oder wenn es Nierenragout gab.An den wöchendlichen Vitaminbeutel kann ich mich auch noch erinnern.
Sonnabends haben wir öfters Koteletts aus der Kneipe(Erholung)geholt.Abends wenn die Postenverpflegung ausgefahren wurde, bestellte man in der Kneipe die Portion,auf dem Rückweg wurde sie dann abgeholt.Als EK
haben wir auch öfters gegrillt im Objekt,einmal sogar der ganze Zug im Gelände.
MFG Roland 87



Zum Thema Kaffee: bei uns gab es die sogenannte "Lumper-Kanne". dazu wurde einer des 2.DHJ verdonnert, wenn er irgendwas gesagt oder getan hatte,
was nur ein EK durfte (EK-Takt klopfen, Bandmaß zeigen, über den heimgang reden usw.) War allerdings alles harmlos und ohne Bosheiten.
Übrigens kostete eine große Blechkanne 5.-MdDDR



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#53

RE: Verpflegung

in Mythos DDR und Grenze 26.04.2010 19:51
von Rüganer (gelöscht)
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Auch im Feldlager - ich glaube ich habe darüber schon berichtet -, wurden die Komplekte sinnvoll verwendet. Die Zubereitung und wie es angeboten wird, ist hier entscheidend. Dass dies nur mit Eigeninitiative und viel Kräft des Einzelnen zu bewerkstelligen war, kann und darf nicht verschwiegen werden.
Es gehörte auch - so muß ich heute sagen - viel Mut dazu, dem Regimentskommandeur die Anfrage zu stellen, dass offiziell im Feldlager pro Mann zwei Flaschen 0,33 Liter Bier verkonsumiert werden durften. Entscheiden war hier nicht der Alkoholkonsum, sondern die Hebung des polit-moralischen Zustandes der Truppe. Der Soldat und der Unteroffizier auf Zeit, waren anderthalb bzw. drei Jahre - mit Ausnahme von KU oder VKU - von zu Hause getrennt. Sinn und Trachten eines jeden Berufssoldaten hätte es sein müßen, nicht nur an den eigenen "Bauch" zu denken, sondern auch mal an die Unterstellten. Dies über die Vorgaben der Politorgane in den Truppenteilen. +++ ersteinmal Ende meiner Ausführungen+++ [/quote]

Stabsfähnrich, was lese ich da? 2 Flaschen Bier 0,33 Liter und dies offiziell? Wann war sowas möglich?
Als ich 1969 im Winterlager auf dem Schießplatz Streganz war, elendig kalt, da haben wir nur geschmuggelten Schnaps gehabt, offiziell war da nur der heiße Tee... leider. Dieser Entzug des Alkohols, das plötzliche Trockenlegen, - nicht mal ein Bier - dies hat den Einfallsreichtum derjenigen, die den Grundwehrdienst abgerissen haben, angestachelt. Ich habe später als Reservist Männer weinen sehen, als der Spieß bei der Ankunft im Objekt die Reisetaschen filzte und den Schnaps über den Rasengitterplatten ausgegossen hat. Literweise... Scherzhaft habe ich immer gesagt, die NATO hätte gar nicht hochzurüsten brauchen, wenn die Schnaps abgeworfen hätten, die NVA wäre ausgefallen, jedenfalls die Grundwehrdienst leistenden... und da schreibst du von 2 Flaschen Bier... Wenn R-M-R des liest, dann wird der die erste Flasche gleich aufmachen.. in diesem Sinne - Prost, auch Dir, Stabsfähnrich


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#54

RE: Verpflegung

in Mythos DDR und Grenze 26.04.2010 19:56
von Roland 87 | 215 Beiträge

Da hast Du recht Ludwig,kann mich noch an Wörter wie Urlaub,blau,HG,kaum...erinnern!
Roland 87



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#55

RE: Verpflegung

in Mythos DDR und Grenze 26.04.2010 20:25
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von Rüganer

Auch im Feldlager - ich glaube ich habe darüber schon berichtet -, wurden die Komplekte sinnvoll verwendet. Die Zubereitung und wie es angeboten wird, ist hier entscheidend. Dass dies nur mit Eigeninitiative und viel Kräft des Einzelnen zu bewerkstelligen war, kann und darf nicht verschwiegen werden.
Es gehörte auch - so muß ich heute sagen - viel Mut dazu, dem Regimentskommandeur die Anfrage zu stellen, dass offiziell im Feldlager pro Mann zwei Flaschen 0,33 Liter Bier verkonsumiert werden durften. Entscheiden war hier nicht der Alkoholkonsum, sondern die Hebung des polit-moralischen Zustandes der Truppe. Der Soldat und der Unteroffizier auf Zeit, waren anderthalb bzw. drei Jahre - mit Ausnahme von KU oder VKU - von zu Hause getrennt. Sinn und Trachten eines jeden Berufssoldaten hätte es sein müßen, nicht nur an den eigenen "Bauch" zu denken, sondern auch mal an die Unterstellten. Dies über die Vorgaben der Politorgane in den Truppenteilen. +++ ersteinmal Ende meiner Ausführungen+++



Stabsfähnrich, was lese ich da? 2 Flaschen Bier 0,33 Liter und dies offiziell? Wann war sowas möglich?
Als ich 1969 im Winterlager auf dem Schießplatz Streganz war
, elendig kalt, da haben wir nur geschmuggelten Schnaps gehabt, offiziell war da nur der heiße Tee... leider. Dieser Entzug des Alkohols, das plötzliche Trockenlegen, - nicht mal ein Bier - dies hat den Einfallsreichtum derjenigen, die den Grundwehrdienst abgerissen haben, angestachelt. Ich habe später als Reservist Männer weinen sehen, als der Spieß bei der Ankunft im Objekt die Reisetaschen filzte und den Schnaps über den Rasengitterplatten ausgegossen hat. Literweise... Scherzhaft habe ich immer gesagt, die NATO hätte gar nicht hochzurüsten brauchen, wenn die Schnaps abgeworfen hätten, die NVA wäre ausgefallen, jedenfalls die Grundwehrdienst leistenden... und da schreibst du von 2 Flaschen Bier... Wenn R-M-R des liest, dann wird der die erste Flasche gleich aufmachen.. in diesem Sinne - Prost, auch Dir, Stabsfähnrich[/quote]

wie es nun mal so ist........1989 März TÜP Streganz. Gab es echt und offiziel pro Mann zwei Flaschen Bier a 0,33 Liter. Und dies per befehl RK OSL. Schu.... so geschehen in der Granatwerferbatterie. Es wurde sogar innerhalb der Durchführung Ausgang organisiert. Z.B. noch Groß Köris. Offiziell getarnt und genehmigt als Schwimmübung. Tja nun mein Gott, dass zufällig auch Strandfest dort war!!!!! In Rüthnik, genau das Gleiche. Offiziel genehmigter Ausgang............und dies mitten im Feldlager. Hört sich an wie ein Märchen, gab es aber wirklich. Man mußte als Vorgesetzter nur wissen wie..........und für wen. Es gab immer Wege und Möglichkeiten, den Soldatenalltag etwas anders zu gestalten, wenn man dies als Vorgesetzter auch verstand um zu setzen.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
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#56

RE: Verpflegung

in Mythos DDR und Grenze 26.04.2010 21:42
von Rüganer (gelöscht)
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mensch chris, ich fall vom glauben ab...


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#57

RE: Verpflegung

in Mythos DDR und Grenze 27.04.2010 13:11
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von Rüganer
mensch chris, ich fall vom glauben ab...



.........na dann will ich dem mal eins drauf setzen. In den von mir mit durchgeführten Feldlagern, gab es zu den Mahlzeiten frische Bäckerschrippen sowie frisches Mischbrot. Dafür mußte ich allerdings morgens spätestens in Torgau beim Bäcker sein. Gegen Bezahlung erhielt ich pro Tag 250 Schrippen sowie fünf Brote. Anschließend ging es zur in der nähe sich befindlichen Kaufhalle, dort standen bereit: 2 Kästen Mineralwasser, 2 Kästen Brause (die für 19 Pf. die Flasche), 1 Kasten Bier (für die Berufssoldaten), sowie zwei Glasmantelgeschosse. Kaffee wurde in den handelüblichen Abfüllungen vorgehalten und mir am Morgen bei Abholung mit gegeben. Fleisch- und Wurstwaren, sowie Molkereierzeugnisse befanden sich auf meinem Kühlanhänger. Es gab im Feldlager neben den normalen "Angeboten" der Küche, auch Leckereien wie z.B. roher Schinken, Schnittkäse, Soljanka, Kaltschale, frischen Kuchen.
Die Berufssoldaten der Einheit speisten an extra gedeckten Tischen, für die Soldaten und UaZ wurden Feldtische und Feldhocker mitgeführt. Jeder Angehörige der Einheit erhielt die Möglichkeit die FDU bei mir zu tauschen. Sogar Waschgelegenheiten in Form von Plastikschüsseln wurden mitgeführt. Ein Gestell aus Birkenholz gebastelt und fertig war die Waschstraße. Selbstredend mit Spiegel zum rasieren.
Nun steht bestimmt die Frage: standen unsere Granatwerfer auf einem roten Teppisch? Nein, die Gefechtsausbildung lief ohne wenn und aber. Es sollte nur jeder Soldat der Einheit, nach den sehr anstrengenden Ausbildungsthemen, das Gefühl haben - dass seine Leistungen auch beachtung finden und sei es durch eine gute Verpflegung. Mein Motto: so wie die Verpflegung, so die Bewegung. Und wir haben den Bestentitel geschafft.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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#58

RE: Verpflegung

in Mythos DDR und Grenze 27.04.2010 13:28
von Rüganer (gelöscht)
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@ Chris

... und heute betreibst du eine gut gehende fünfsterne Herberge? Also von deiner Einstellung dem Gast
( Soldaten ) gegenüber, würde ich dann gerne auch mal auf ein Frühstück mit frischen Bäckeschrippen vorbeikommen, denn mit dir als Herbergsvater kann nichts falsch laufen...
ich bin beeindruckt...

der Rüganer


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#59

RE: Verpflegung

in Mythos DDR und Grenze 27.04.2010 15:45
von nolle (gelöscht)
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Zitat von Rüganer
@ Chris
... und heute betreibst du eine gut gehende fünfsterne Herberge? Also von deiner Einstellung dem Gast
( Soldaten ) gegenüber, würde ich dann gerne auch mal auf ein Frühstück mit frischen Bäckeschrippen vorbeikommen, denn mit dir als Herbergsvater kann nichts falsch laufen...
ich bin beeindruckt...
der Rüganer



-------------------------------------------
Was soll man dazu noch sagen. Net mööööööglich!!!!!
tschüß


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#60

RE: Verpflegung

in Mythos DDR und Grenze 27.04.2010 15:50
von Rüganer (gelöscht)
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Zitat von nolle

Zitat von Rüganer
@ Chris
... und heute betreibst du eine gut gehende fünfsterne Herberge? Also von deiner Einstellung dem Gast
( Soldaten ) gegenüber, würde ich dann gerne auch mal auf ein Frühstück mit frischen Bäckeschrippen vorbeikommen, denn mit dir als Herbergsvater kann nichts falsch laufen...
ich bin beeindruckt...
der Rüganer



-------------------------------------------
Was soll man dazu noch sagen. Net mööööööglich!!!!!
tschüß




Da sollte jetzt nur noch der Ruf ertönen, die User nolle und Rüganer bitte zum Buffet...


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