#61

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 18:53
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Augenzeuge
[quote="S51"]
Was für ein Stempel ist gemeint?
...Auch wenn CD schon eine Antwort geliefert hat, staune ich schon, dass du das in deiner Stellung nicht wusstest.
Jeder VP wußte das, zumindest jeder, dem ich dieses Doku zeigen mußte.

Bei Verlust hatte man den PM12 für wenige Wochen, bei den hier Genannten sprechen wir von Jahren!
Aber egal, wir wollen uns ja gegenseitig helfen, nicht wahr?

http://kirdneh69.blog.de/2010/03/29/pm12...is-ddr-8270605/
AZ



Mein PM12 galt auch länger, weil ich beruflich nicht nach Hause konnte. Diese Verlängerung hatte ich also auch. Und den hinzugefügten Satz kannte ich tatsächlich nicht. Ob die Person seinerzeit einen solchen Satz auf dem PM12 stehen hatte, weiß ich nicht oder nicht mehr. Kann mich einfach nicht an so etwas darauf erinnern. Das war Ende 1988. Ich habe seinerzeit an einer PM12 überhaupt nichts Besonderes gesehen. Dass er Antragsteller war, hat er mir in der Befragung erzählt. Ich hätte es sonst nicht gewußt. Wenn in der Revierkriminalstelle eine Anzeige einging, haben wir im "ersten Angriff" nur selten Gelegenheit gehabt, den Geschädigten vor der ersten Befragung auf irgendwelche Hintergründe abzuklopfen. Gesagt hat uns das schon gar keiner, wer auch? Da wir nur einen Wartburg hatten, der für wichtige Tatorte "aufgehoben" wurde, ist man nach dem Anruf oder Briefeingang halt per Pedes oder ÖPNV hingedackelt, hat die Klinken geputzt und danach erst Gelegenheit gehabt, auf der Dienststelle in relativer Ruhe alles zu prüfen. Geschädigte wurden nur sehr selten gecheckt. Eben dann, wenn irgendwelche persönlichen Besonderheiten Ursache der Straftat hätten sein können oder Einfluss darauf haben könnten. Bei durch Diebstahl Geschädigten eher die Ausnahme. Einen laufenden Kontakt mit "anderen Ermittlungsorganen", hier dem MfS gab es gar nicht. Laufende Abgleiche schon gar nicht. Bei Tätern war dies natürlich etwas anders.
Mit "Antragstellern" hatte ich weder auf der Revierkriminalstelle noch später der KIII regelmäßig zu tun. Ein solcher Fakt war mir auch prinzipiell egal. Die Frage war, ob Geschädigter, Zeuge oder Täter und alles Andere nur wichtig, wenn es für die Aufklärung von Bedeutung war.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#62

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 19:03
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.

Zitat von icke46
Falls jemand mal lesen möchte, was in der Schlussakte von Helsinki steht:

http://www.osce.org/documents/mcs/1975/08/4044_de.pdf




Gerade im Zusammenhang mit dieser Schlussakte gab es bei vielen Antragsstellern Denkfehler in Bezug auf Ihre Rechte. Dieses wurde bei vielen Vernehmungen deutlich und mußte den betroffenen Personen immer erst umständlich erläutert werden, da jene sich regelmäßig auf diese angeblichen Rechte berufen wollten.




............................................................................................
Denkfehler...Junge,echt ich glaub Felix,das Leben unter einer Glocke hat auch grosse Nachteile!


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#63

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 19:19
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von Augenzeuge


Oh?

Ich dachte immer, dass du mehr als Feliks informiert bist.....
Schau mal unten......
AZ


danke @az, ich habe so eine pm 12 mit schreibmaschieneneindruck nie gesehen. ab wann wurde die ausgehändigt ? ich meine die mit diesem seltsamen eindruck...


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#64

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 19:26
von Huf (gelöscht)
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Wenn man diesen T. im Zusammenhang liest und seine Abschweifungen wirklich wahrnimmt, kann man nur sagen, es ist Kommunistenkram!
Ich habe es wirklich satt, stets rechtfertigende und verzerrte Darstellungen ehemaliger Tschekisten zu lesen.
Es bleibt dabei, im Eingangsbeitrag wurde beschrieben, wie sich verzweifelte DDR-Bürger ihr Recht auf Ausreiese erkämpfen wollten und was ihnen dabei widerfahren ist.

Sonst nichts!

Huf


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#65

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 19:28
von karl143 (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.

Zitat von icke46
Falls jemand mal lesen möchte, was in der Schlussakte von Helsinki steht:

http://www.osce.org/documents/mcs/1975/08/4044_de.pdf




Gerade im Zusammenhang mit dieser Schlussakte gab es bei vielen Antragsstellern Denkfehler in Bezug auf Ihre Rechte. Dieses wurde bei vielen Vernehmungen deutlich und mußte den betroffenen Personen immer erst umständlich erläutert werden, da jene sich regelmäßig auf diese angeblichen Rechte berufen wollten.




@Feliks,
also ehrlich, das schlägt jetzt dem Fass den Boden aus. Alle Rechtswissenschaftler, unabhängig und von verschiedener Coleur haben damals einstimmig gesagt, mit der Unterzeichnung der Schlussakte von Helsinki hat jeder Bürger der Unterzeichnerländer die freie Wahl des Wohnortes. Kein Staat kann ihn an der Ausreise hindern.
Und jetzt kommst du und sprichst davon, das gerade ihr vom MfS das den Bürgern erst umständlich erläutern mußtest, das sie einem Denkfehler unterlegen sind. Sage mal, glaubst du im Ernst, die waren alle blöd?


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#66

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 19:31
von Huf (gelöscht)
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Mein lieber Karl, dafür


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#67

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 19:35
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von GilbertWolzow

danke @az, ich habe so eine pm 12 mit schreibmaschieneneindruck nie gesehen. ab wann wurde die ausgehändigt ? ich meine die mit diesem seltsamen eindruck...



Ok, Gilbert. Dir war also nicht bekannt, dass man tausende Antragsteller vom visafreien Verkehr, vom Besuch der Ostseeküste, Ostberlins etc. mittels dieser Klappkarte ausschloß? Interessant, da dies doch auch gewöhnliche Straftäter betraf....(wir hatten doch neulich schon die Diskussion darüber....)

Du weißt auch nicht, was passierte, wenn bei der Zugangskontrolle vor der StäV jemand, der außerhalb Ostberlins gemeldet war, diese Klappkarte zeigte?


Seit wann es diese Verfahrensweise gab, weiß ich nicht, mindestens seit den 80er Jahren. Sicher kann dir hier ein anderer Insider helfen.....
AZ


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#68

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 19:37
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Augenzeuge

Zitat von GilbertWolzow

danke @az, ich habe so eine pm 12 mit schreibmaschieneneindruck nie gesehen. ab wann wurde die ausgehändigt ? ich meine die mit diesem seltsamen eindruck...



Ok, Gilbert. Dir war also nicht bekannt, dass man tausende Antragsteller vom visafreien Verkehr, vom Besuch der Ostseeküste, Ostberlins etc. mittels dieser Klappkarte ausschloß? Interessant, da dies doch auch gewöhnliche Straftäter betraf....(wir hatten doch neulich schon die Diskussion darüber....)

Du weißt auch nicht, was passierte, wenn bei der Zugangskontrolle vor der StäV jemand, der außerhalb Ostberlins gemeldet war, diese Klappkarte zeigte?


Seit wann es diese Verfahrensweise gab, weiß ich nicht, mindestens seit den 80er Jahren. Sicher kann dir hier ein anderer Insider helfen.....
AZ





......................................................................................
Ja wir waren schon einmal bei diesem leidlichen Thema...da ging es um das Berlinverbot!


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#69

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 19:44
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von karl143

@Feliks,
also ehrlich, das schlägt jetzt dem Fass den Boden aus. Alle Rechtswissenschaftler, unabhängig und von verschiedener Coleur haben damals einstimmig gesagt, mit der Unterzeichnung der Schlussakte von Helsinki hat jeder Bürger der Unterzeichnerländer die freie Wahl des Wohnortes. Kein Staat kann ihn an der Ausreise hindern.
Und jetzt kommst du und sprichst davon, das gerade ihr vom MfS das den Bürgern erst umständlich erläutern mußtest, das sie einem Denkfehler unterlegen sind. Sage mal, glaubst du im Ernst, die waren alle blöd?



War es wirklich so Karl? Durch die Unterzeichnung kam lediglich ein internationaler Vertrag zustande, aus einem solchen können die Bürger eines Staates jedoch noch keine konkreten Rechtsansprüche ableiten. Vorher ist es nötig, dass die an dem Vertrag beteiligeten Staaten dieses internationale Recht in nationales Recht umsetzen. Solang also die DDR noch nicht alle diese Punkte in nationales Recht umgesetzt hatte, solang konnte auch noch niemand einen konkreten Rechtsanspruch allein aus der Schlussakte ableiten. Dies ist heute bei der Umsetzung von EU Recht in nationales Recht nicht anders.

Von daher war das Erläutern genau dieses Denkfehlers damals, wie scheinbar heute auch hier, immer wieder aufs neue nötig. Diese Einwände von mir brachten dann meistens auch die gewünschte Einsicht, zumindest was diesen Punkt betraff.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 18.04.2010 19:47 | nach oben springen

#70

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 19:48
von S51 | 3.733 Beiträge

Hallo AZ, es gab Aufenthaltsbeschränkungen. Die standen aber nicht vorne, sondern hinten auf Seite 3 bzw. 4. Ich kenne so etwas von Serieneinbrechern, die nach ihrer Entlassung aus dem Strafvollzug eine Wohnung außerhalb Berlins bekamen (worüber der entsprechende Bezirk sich sicher riesig gefreut hat...) und nicht mehr nach Berlin fahren durften. Oder sollten, denn praktisch waren Kontrollen auch nicht so häufig. Weshalb sie eben doch dorthin fuhren. Ich habe wohl zweimal solche Leute aus Hehlerwohnungen in Karlshorst und Alt-Lichtenberg herausgeholt, nachdem wir ihre Spuren wieder nach Serientaten in der Frankfurter Allee bzw. in der Treskowallee fanden.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#71

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 19:51
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.

... und mußte den betroffenen Personen immer erst umständlich erläutert werden, da jene sich regelmäßig auf diese angeblichen Rechte berufen wollten.



Na sowas? Warum gab es denn eine umständliche Erläuterung? Hätte man doch in 2 Sätzen sagen können.

Vielleicht weil die DDR-interne- euch sicher in Schulungen vermittelte Interpretation etwas umständlich sein musste?

Oder weil der normale DDR Bürger einfach nur vom Westen "desinformiert" im Sinne des MfS war?

Du wirst es uns sicher erzählen.....warum das eigene Volk zu dumm war, den richtigen Zusammenhang zu erkennen.


AZ


zuletzt bearbeitet 18.04.2010 19:56 | nach oben springen

#72

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 19:51
von Huf (gelöscht)
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Feliks, als ich o.a. Beitrag von Dir las, war ich ziemlich sauer!
Was habt Ihr DDR-Juristen denn aus dieser unmißverständlichen Erklärung gemacht? Was habt Ihr den Menschen erklärt, die sich rechtmäßig darauf berufen haben?
Noch im Nachhinein bin ich von Deiner offensichtlich auch noch heutigen Haltung mehr als enttäuscht!
Also ward Ihr doch Handlanger des verlogenen SED_Staates DDR!!!!


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#73

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 19:54
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von S51
Hallo AZ, es gab Aufenthaltsbeschränkungen. Die standen aber nicht vorne, sondern hinten auf Seite 3 bzw. 4. Ich kenne so etwas von Serieneinbrechern



Hallo S51, zunächst vielen Dank für deine Schilderungen. Auch hier habe ich von dir etwas lernen können!


Meine Erkenntnis: Wenn der Text also auf der ersten Seite stand, war es eindeutig, mit wem man es zu tun hatte.....

AZ


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#74

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 20:00
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.

Solang also die DDR noch nicht alle diese Punkte in nationales Recht umgesetzt hatte, solang konnte auch noch niemand einen konkreten Rechtsanspruch allein aus der Schlussakte ableiten. Dies ist heute bei der Umsetzung von EU Recht in nationales Recht nicht anders.



Ist es nicht so Feliks, dass ein internationaler Kontrakt in einem klaren definierten Zeitraum in nationales Recht umgewandelt sein muß?

AZ


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#75

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 20:07
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Augenzeuge

Zitat von Feliks D.

Solang also die DDR noch nicht alle diese Punkte in nationales Recht umgesetzt hatte, solang konnte auch noch niemand einen konkreten Rechtsanspruch allein aus der Schlussakte ableiten. Dies ist heute bei der Umsetzung von EU Recht in nationales Recht nicht anders.



Ist es nicht so Feliks, dass ein internationaler Kontrakt in einem klaren definierten Zeitraum in nationales Recht umgewandelt sein muß?

AZ




Nur wenn eine zwingende Vorgabe besteht! In der Schlussakte wurden keine Zeitvorgaben in Bezug auf eine Umsetzung der einzelnen Punkte in nationales Recht festgelegt.

Solang dies jedoch nicht erfolgte, solang konnte auch kein Bürger der DDR Rechte in Bezug auf diesen Vertrag geltend machen. Eigentlich ganz einfach.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 18.04.2010 20:08 | nach oben springen

#76

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 20:18
von Boelleronkel (gelöscht)
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Naja,ob das jemals gemacht worden wäre steht ja in den Sternen und hat auch nur noch weiteres Misstrauen
und Antihaltung gegenüber dem Staat DDR gebracht.
Schwere handwerkliche Fehler werden eben nicht vergessen.
Da war es auch kein Wunder mehr,dass im Jahre 1989 null Vertrauen vorhanden war.
Eigentlich hat sich die komplette Mannschaft selbst demontiert.


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#77

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 20:20
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.

Nur wenn eine zwingende Vorgabe besteht! In der Schlussakte wurden keine Zeitvorgaben in Bezug auf eine Umsetzung der einzelnen Punkte in nationales Recht festgelegt.

Solang dies jedoch nicht erfolgte, solang konnte auch kein Bürger der DDR Rechte in Bezug auf diesen Vertrag geltend machen. Eigentlich ganz einfach.




Ist ja lachhaft, was du erzählst.....Nach deiner Aussage war ganz Helsinki bzw. die Unterzeichnung für alle für die Katz....?

Sorry, du hast keine Ahnung! Der Vertrag von Helsinki gehört nicht zu den ratifizierungspflichtigen Verträgen!


EX-DDR Botschafter BOCK: Es ist doch kein ratifizierungsbedürftiger Vertrag. Es bestand ein allgemeines Interesse an der baldigen Umsetzung der Konferenzergebnisse in die Praxis. Bei einem ratifizierungspflichtigen Vertrag lag die Gefahr nahe, daß eine Regierung oder eine "Opposition" die Ratifizierung und damit das Inkrafttreten für alle 35 Staaten auf den Sankt-Nimmerleins-Tag hätte verschieben können.

AZ


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#78

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 20:24
von Altermaulwurf (gelöscht)
avatar

Zitat von Huf
Wenn man diesen T. im Zusammenhang liest und seine Abschweifungen wirklich wahrnimmt, kann man nur sagen, es ist Kommunistenkram!
Ich habe es wirklich satt, stets rechtfertigende und verzerrte Darstellungen ehemaliger Tschekisten zu lesen.
Es bleibt dabei, im Eingangsbeitrag wurde beschrieben, wie sich verzweifelte DDR-Bürger ihr Recht auf Ausreiese erkämpfen wollten und was ihnen dabei widerfahren ist.

Sonst nichts!

Huf



Ich habe mit meinen Ausführungen nichts weiter als einen anderen Blickwinkel verdeutlichen wollen und die Gründe die aus meiner Sicht dazu geführt haben !

Dies pauschal so wie oben abzukanzeln kann man auch als Argumentationsschwäche werten.

Wer meinen Eintragungen aufmerksam gelesen hat, wird feststellen dass ich mich durchaus kritisch damit auseinander gesetzt habe und nicht nur die früher von der alten DDR vertretene Linie dargelegt habe.

Wenn das die Form eines Dialoges sein soll kann ich seitens meiner Person darauf verzichten und man kan sich mit "Bild" Zeitungsparolen gegenseitig aufbauen. Ich dachte eigentlich, hier im Forum will man unvoreingenommen die Geschichte aus verschiedenen Blickwinckeln analysieren und aufarbeiten, persönliche Schuldzuweisungen brauche ich für meine persönlichen Überzeugungen nicht.

Sicher habe ich die Wahrheit nicht gebucht, in der DDR ist vieles falsch gelaufen und ich lasse mich gern in einer sachlichen Argumentation eines besseren überzeugen, aber bitte ohne solche pauschalen Ausfälle.........


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#79

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 20:25
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Nun in diesem Punkt muss ich dir leider Recht geben @Bölleronkel, die Fehler auf politischer Ebene ließen sich durch die Arbeit des MfS nur bedingt relativieren. Trotzdem wurde das MfS hier oft in die Pflicht genommen und notwendige politische Korrekturen wurden unterlassen. Dies war auf kurze Sicht vielleicht die leichtere Lösung, langfristig war dies jedoch der Grund für den erfolgreichen Umsturz reaktionärer Kräfte 1989.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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#80

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 20:27
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von Augenzeuge

Zitat von GilbertWolzow

danke @az, ich habe so eine pm 12 mit schreibmaschieneneindruck nie gesehen. ab wann wurde die ausgehändigt ? ich meine die mit diesem seltsamen eindruck...



Ok, Gilbert. Dir war also nicht bekannt, dass man tausende Antragsteller vom visafreien Verkehr, vom Besuch der Ostseeküste, Ostberlins etc. mittels dieser Klappkarte ausschloß? Interessant, da dies doch auch gewöhnliche Straftäter betraf....(wir hatten doch neulich schon die Diskussion darüber....)



nein, war mir nicht bekannt. d.h. also, jeder antragsteller auf ständige ausreise erhielt sofort eine pm 12 mit diesem schreibmaschinengeschriebenen aufdruck ? wann wurde der ausweis in die pm 12 gewechselt ? vor ort bei inneres ?
@az, daher noch mal meine nachfrage, dies war gängige praxis in den 80´er jahren in der ddr und betraf alle antragsteller ?


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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