#61

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.04.2010 14:23
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von GilbertWolzow

Zitat von Boelleronkel

Das "Ihr"den Politniks der DDR Berichte geliefert habt,sicher habt "Ihr"das und?
Was haben Sie gesagt?Was kamen da für Antworten?


nichts haben sie gesagt und auch nicht geantwortet. das steht aber übrigens auch in dem eingangsbeitrag.




.......................................................................................................
Nichts haben sie gesagt und auch nicht geantwortet.

Na wenigstens in dem Zusammenhang sind sich Politniks irgendwie ähnlich.
Aber mal wieder Thema.
Jetzt schreiben die Abt.des MfS die realsten Berichte zum Zustand der DDR und nix passiert.
Nicht einmal hohe Generäle des MfS oder gar Euer Chef der andere Erich,kann dem Erich sagen was Sache ist.
Das nennt sich dann STAATSSICHERHEIT,Berichte schreiben,mehr nicht.
Den kleinen "Parolenschreier"da unten auf der Strasse,habt "Ihr"das aber nicht so durchgehen lassen.
Toll,wirklich ,extra Klasse,so etwas habe ich noch nie gehöhrt.


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#62

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.04.2010 15:03
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Bei so wenig Substanz muss man echt überlegen wo man Anfangen soll und ob man überhaupt antwortet. Zwangsläufig muss man es fast, nachher glaubt es noch einer.

Zitat von Boelleronkel

Den kleinen "Parolenschreier"da unten auf der Strasse,habt "Ihr"das aber nicht so durchgehen lassen.



Du immer mit deinem "Ihr" und solch pauschalen Vorwürfen, ganz nach dem Motto irgendwas paßt dann schon.

Außerdem dachte ich "wir" haben doch gar ichts gemacht.

Zitat von Boelleronkel

Das nennt sich dann STAATSSICHERHEIT,Berichte schreiben,mehr nicht.



Zitat von Boelleronkel


Nicht einmal hohe Generäle des MfS oder gar Euer Chef der andere Erich,kann dem Erich sagen was Sache ist.
Das nennt sich dann STAATSSICHERHEIT



Kann der Präsident des BND der Merkel sagen was Sache ist oder kann dies ein General der Bundeswehr? Warum sollte also ein Minister oder General der DDR der Regierung Befehle erteilen können, in deinen Worten: "sagen was Sache ist"?
Damit sind wir wieder bei dem schon vorher angesprochenen Punkt, dass einige hier glauben das MfS war allmächtig und Staat im Staate. Genau das war es eben nicht und daher waren die Möglichkeiten, in Bezug auf eine politische Einflussnahme auf die Regierung, auf eine reine Informationstätigkeit beschränkt.

Zum Thema "STAATSSICHERHEIT" empfehle ich dir vor der Weiterführung einer Diskussion die Aneignung von wenigstens rudimentären Grundkenntnissen in Bezug auf Aufgaben und Struktur, dann würden solch sinnfreie Äußerungen nämlich unterbleiben. Deine unqualifizierten und rein provokatorischen Zwecken dienenden Einwürfe in diesem Thread haben bisher leider nur Stammtischniveau.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 16.04.2010 15:05 | nach oben springen

#63

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.04.2010 15:51
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.
Bei so wenig Substanz muss man echt überlegen wo man Anfangen soll und ob man überhaupt antwortet. Zwangsläufig muss man es fast, nachher glaubt es noch einer.

Zitat von Boelleronkel

Den kleinen "Parolenschreier"da unten auf der Strasse,habt "Ihr"das aber nicht so durchgehen lassen.



Du immer mit deinem "Ihr" und solch pauschalen Vorwürfen, ganz nach dem Motto irgendwas paßt dann schon.

Außerdem dachte ich "wir" haben doch gar ichts gemacht.

Zitat von Boelleronkel

Das nennt sich dann STAATSSICHERHEIT,Berichte schreiben,mehr nicht.



Zitat von Boelleronkel


Nicht einmal hohe Generäle des MfS oder gar Euer Chef der andere Erich,kann dem Erich sagen was Sache ist.
Das nennt sich dann STAATSSICHERHEIT



Kann der Präsident des BND der Merkel sagen was Sache ist oder kann dies ein General der Bundeswehr? Warum sollte also ein Minister oder General der DDR der Regierung Befehle erteilen können, in deinen Worten: "sagen was Sache ist"?
Damit sind wir wieder bei dem schon vorher angesprochenen Punkt, dass einige hier glauben das MfS war allmächtig und Staat im Staate. Genau das war es eben nicht und daher waren die Möglichkeiten, in Bezug auf eine politische Einflussnahme auf die Regierung, auf eine reine Informationstätigkeit beschränkt.

Zum Thema "STAATSSICHERHEIT" empfehle ich dir vor der Weiterführung einer Diskussion die Aneignung von wenigstens rudimentären Grundkenntnissen in Bezug auf Aufgaben und Struktur, dann würden solch sinnfreie Äußerungen nämlich unterbleiben. Deine unqualifizierten und rein provokatorischen Zwecken dienenden Einwürfe in diesem Thread haben bisher leider nur Stammtischniveau.






Einmal mehr Felix,werde nicht beleidigend und vergiss es.
Schade um die Zeit.


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#64

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.04.2010 19:21
von Huf (gelöscht)
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Um zum Eingangs-Beitrag zurückzukommen, könnte man auch die spekulative Frage diskutieren, ob es historisch möglich gewesen wäre, durch reformorientierte SED-Funktionäre mit Unterstützung der im Beitrag angeführten "progressiven" Kräfte des MfS eine personelle Umsetzung an den Spitzen von Partei und Regierung vor 1989 in der DDR durchzusetzen, wenn man so will einen gewaltlosen Putsch?
Gorbatschow und die Führung der UdSSR/KPdSU, wie hätten sich jene maßgeblichen Kräfte verhalten?
Was meint Ihr?


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#65

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.04.2010 23:27
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von Huf
Um zum Eingangs-Beitrag zurückzukommen, könnte man auch die spekulative Frage diskutieren, ob es historisch möglich gewesen wäre, durch reformorientierte SED-Funktionäre mit Unterstützung der im Beitrag angeführten "progressiven" Kräfte des MfS eine personelle Umsetzung an den Spitzen von Partei und Regierung vor 1989 in der DDR durchzusetzen, wenn man so will einen gewaltlosen Putsch?



Hallo, Huf,

meine persönliche Meinung ist, dass man das (einige Jahre vor 89) wahrscheinlich hätte machen können, nur sind ja, so über die Jahre betrachtet, die Leute, die "reformanfällig" waren, systematisch kaltgestellt worden. Das sage ich nun aber als Nicht-DDR-Bürger - von daher kann ich mich auch täuschen.

Ich glaube auch durchaus, dass das MfS für die Politbürositzungen ungeschminkte Berichte der Lage im Land erstellt hat - die Frage ist eben, wie mit diesen Berichten verfahren wurde. Mir ist zu DDR-Zeiten mal das Prinzip des "demokratischen Zentralismus" erklärt worden - dass die Entscheidungen zentral getroffen werden, aber durch ein Gremium - eben zb. das Politbüro - in dem die kontroversen Fakten diskutiert werden, dann durch Mehrheit eine Entscheidung gefällt wird und der Generalsekretär der SED diese dann nach aussen vertritt. Nur, nach den Sitzungsprotokollen hat man den Eindruck, dass diese Sitzungen nach Drehbuch - etwa wie die Parteitage - abliefen (zum Ende der DDR), so dass es sich eigentlich nur um ein Ritual handelte, zumindest bei dem ganz wichtigen Fragen - bei Dingen wie " warum ist der Bezirk ABC nicht genügend mit XYZ versorgt" gab es wohl mal Diskussionen.

Und daran ist meiner Meinung nach die DDR gescheitert - nicht erst 1989, sondern mindestens 10 Jahre früher.

Gruss

icke



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#66

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.04.2010 09:17
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Huf
Um zum Eingangs-Beitrag zurückzukommen, könnte man auch die spekulative Frage diskutieren, ob es historisch möglich gewesen wäre, durch reformorientierte SED-Funktionäre mit Unterstützung der im Beitrag angeführten "progressiven" Kräfte des MfS eine personelle Umsetzung an den Spitzen von Partei und Regierung vor 1989 in der DDR durchzusetzen, wenn man so will einen gewaltlosen Putsch?
Gorbatschow und die Führung der UdSSR/KPdSU, wie hätten sich jene maßgeblichen Kräfte verhalten?
Was meint Ihr?



.............................................................................................
Fang jetzt bloss nicht an zu träumen.
Die Nummer wäre wohl nicht gelaufen.Mit Sicherheit gab es sehr gute Wirtschaftsleute,nur NIE
hätte Ende der 70iger Anfang 80iger das auch nur EINER in Freiheit überlebt.


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#67

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.04.2010 21:34
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Boelleronkel
NIE hätte Ende der 70iger Anfang 80iger das auch nur EINER in Freiheit überlebt.



Ne wären alle erschossen worden, schon klar.
Gut das wir hier für alles Experten haben.


@Huf Deine Überlegung ist durchaus berechtigt und wurde hier auch schon mal in einem eigenen Thread behandelt.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 17.04.2010 21:34 | nach oben springen

#68

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.04.2010 21:36
von Huf (gelöscht)
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Da ich gerade in einem anderen T. furchtbar wütend war, müßtest Du Dich etwas näher erklären, Feliks !


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#69

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.04.2010 21:43
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Aber gerne mein lieber Huf, ich hoffe doch hier in diesem Bereich verraucht dein Ärger ganz schnell wieder.

Ich wollte zum Ausdruck bringen, dass deine Idee aus dem Beitrag vom 16.04.2010 um 19.21 Uhr schon einmal in einem eigenem Thread diskutiert wurde.

Wenn du dazu lesen und schreiben magst dann bist du hier: Das MfS - ein "Retter der DDR"? richtig.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 17.04.2010 21:43 | nach oben springen

#70

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.04.2010 22:18
von Huf (gelöscht)
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Vielleicht...?


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#71

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.04.2010 23:11
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.

Zitat von Boelleronkel
NIE hätte Ende der 70iger Anfang 80iger das auch nur EINER in Freiheit überlebt.



Ne wären alle erschossen worden, schon klar.
Gut das wir hier für alles Experten haben.

.................................................................................
Nana,wer wird denn gleich so schwarz sehen wollen.
Jeder Kritiker über wirtschaftlichen Schwachsinn wurde natürlich mit einem Orden ausgezeichnet.
Bitte doch um Nachsicht,wie konnte ich das auch vergessen.


@Huf Deine Überlegung ist durchaus berechtigt und wurde hier auch schon mal in einem eigenen Thread behandelt.



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#72

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.04.2010 11:30
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Pitti53
neee huf.die chance war da schon vertan.leider




Pitti53, das sehe ich auch so.
Auch hier trifft immer wieder der Gorbatschowsche Satz eindeutig zu, "...wer zu spät kommt,...!"
Ob man Herrn Gorbatschow nun mag oder nicht...!

Gilbert, ein wirklich sehr guter, interessanter Beitrag aus der BZ! Besten Dank für Deine Mühe, diesen hier einzustellen!

Natürlich wird die Zeit noch so einiges zu Tage befördern, unschöne und schöne Wahrheiten, die damals entweder geschickt unterdrückt oder für eigene Machtinteressen manipuliert wurden, die keiner höhren wollte, die eben zeitgemäß total uninteressant waren. Mielke, Honecker & Co hatten abgedankt, die Masse schrie oft auch etwas euphorisch- blauäugig nach megaschnellen Veränderungen. Wen hat da eine derart tiefgründige Analyse interessiert? Und nicht zu vergessen das zahlenmäßig und populär nicht gerade kleine Klientel, was auch außerhalb der DDR und in westlicher Himmelsrichtung gelegen einiges(!!!) zu verbergen, zu vertuschen, ja teilweise bestimmt auch begründete panische Angst hatte. Auch denen konnte dies Entwicklung nur Recht sein und wird auch aus dieser Richtung tatkräftige Unterstützung erfahren haben. Schnell alles weg, sang und klanglos. Je schneller, desto besser...!

Als Folge/ Reaktion auf diese gewollte Entwicklung wär auch zu vermuten, das z. Bsp. die spätere Aufnahme des Ehepaares Honecker in ein sowjetisches Militärhospital, die Umsiedlung in die Sowjetunion und später nach Chile von international diplomatisch höchsten Stellen arrangiert wurde. Warum? Ganz einfach: Um durch Aussagen eines Herrn Honeckers ein politisches Desaster, den Sturz einiger damals im totalen Rampenlicht stehenden Persönlichkeiten speziell der westlichen Welt zu verhindern.

Ja und Herr Mielke und einige andere, senile Herren des ehem. Politbüros? Na Herr Mielke hatte sich, so wie die BZ es auch treffend schreibt, mit seinen berühmt gewordenen Ausspruch zum Thema "seiner" Menschenliebe vor aller Welt und einschl. vor seinen Kämpfern der Lächerlichkeit preisgegeben. Wer nahm dann diesen Mann noch für voll? Na und alle anderen Politbürogrößen waren doch nur zweitrangig oder in der Hirarchie noch tiefer oder eben auch alterssenil. Daher Gefahr aus dieser Richtung fast gleich null. Die biologische Uhr tickte auch unaufhaltsam...

Alles in allem. Für mich ein wirklich interessanter und sehr aufschlußreicher, realitätskonformer Artikel der BZ:
Es wird die Zeit mit sich bringen, das wir noch so einiges, bisher bewußt im Verborgenen gehaltenden erfahren werden, dürfen, müssen! Daraus werden sich wieder einige neue Erkenntnisse ableiten. Die eine oder andere Meinung, Betrachtungsweise bedarf einer Korrektur.

Ich habe in den letzten Jahren viel dazu gelernt und auch meine bisherigen Ansichten etwas korregieren müssen. Auch Dank dieses Forums hier.

Was jedoch und im Hinblick auf diese Tatsache für meine Person nie zutreffen wird, das ein MfS, Honecker, Mielke & Co einen Allgemein- Persilschein oder gar eine Generalamnestie bekommen, posthum als Mitglieder im Verein der barmherzigen Samariter aufgenommen werden!


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 18.04.2010 11:45 | nach oben springen

#73

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.04.2010 17:46
von Huf (gelöscht)
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Sehr gut Thomas!!!


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#74

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.04.2010 20:33
von Merkur | 1.018 Beiträge

Zitat von icke46


Ich glaube auch durchaus, dass das MfS für die Politbürositzungen ungeschminkte Berichte der Lage im Land erstellt hat - die Frage ist eben, wie mit diesen Berichten verfahren wurde.



Nicht nur für die PB-Sitzungen wurden reale Lageberichte erstellt, auch auf Bezirks- und Kreisebene.
Die Lageberichte, Prognosen und Einzelinformationen wurden, vor allem in den 1980er Jahren, von den Verantwortlichen der Partei und des Staatsapparates offensichtlich unzureichend oder gar nicht zur Kenntnis genommen, ausgewertet und als Grundlage für notwendige Veränderungen genutzt. Insbesondere in der in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre passten die warnenden und durchaus kritischen Berichte und Lageinformationen des MfS immer weniger ins Konzept der politisch Verantwortlichen, die dazu übergegangen waren, die wirkliche Lage zu ignorieren, objektive Tatsachen zu unterschlagen und Informationen bewusst zu beschönigen. Nicht die Analysen und objektiven Informationen/Tatsachen bestimmten das Handeln der politischen Leitungsgremien auf den entsprechenden Ebenen, sondern ihr subjektives Wunschdenken und die Unart "oben zu gefallen".
Das MfS hatte während seiner gesamten Existenz immer Aufragsarbeit für die Partei- und Staatsführung geleistet. Eine Partei- und Staatsführung, die die Lageberichte und Analysen des MfS ignorierte, als falsch abtat, kaum noch Kontakt zum Volk hatte, die politische/ökonomische Lage beschönigte und verfälschte, handelte gegen die Interessen der Bevölkerung.
Dieses politisch ungünstige Klima hatte natürlich auch Auswirkungen auf die Mitarbeiter des MfS, insbesondere auf deren Motivation. Immer mehr qualifizierte Mitarbeiter von Abwehr und Aufklärung wurden immer häufiger für völlig sinnlose, überzogene Polizei- und Ordnungsaufgaben zweckentfremdet eingesetzt.



zuletzt bearbeitet 18.04.2010 20:35 | nach oben springen

#75

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.04.2010 20:44
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Merkur

Zitat von icke46


Ich glaube auch durchaus, dass das MfS für die Politbürositzungen ungeschminkte Berichte der Lage im Land erstellt hat - die Frage ist eben, wie mit diesen Berichten verfahren wurde.



Nicht nur für die PB-Sitzungen wurden reale Lageberichte erstellt, auch auf Bezirks- und Kreisebene.
Die Lageberichte, Prognosen und Einzelinformationen wurden, vor allem in den 1980er Jahren, von den Verantwortlichen der Partei und des Staatsapparates offensichtlich unzureichend oder gar nicht zur Kenntnis genommen, ausgewertet und als Grundlage für notwendige Veränderungen genutzt. Insbesondere in der in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre passten die warnenden und durchaus kritischen Berichte und Lageinformationen des MfS immer weniger ins Konzept der politisch Verantwortlichen, die dazu übergegangen waren, die wirkliche Lage zu ignorieren, objektive Tatsachen zu unterschlagen und Informationen bewusst zu beschönigen. Nicht die Analysen und objektiven Informationen/Tatsachen bestimmten das Handeln der politischen Leitungsgremien auf den entsprechenden Ebenen, sondern ihr subjektives Wunschdenken und die Unart "oben zu gefallen".
Das MfS hatte während seiner gesamten Existenz immer Aufragsarbeit für die Partei- und Staatsführung geleistet. Eine Partei- und Staatsführung, die die Lageberichte und Analysen des MfS ignorierte, als falsch abtat, kaum noch Kontakt zum Volk hatte, die politische/ökonomische Lage beschönigte und verfälschte, handelte gegen die Interessen der Bevölkerung.
Dieses politisch ungünstige Klima hatte natürlich auch Auswirkungen auf die Mitarbeiter des MfS, insbesondere auf deren Motivation. Immer mehr qualifizierte Mitarbeiter von Abwehr und Aufklärung wurden immer häufiger für völlig sinnlose, überzogene Polizei- und Ordnungsaufgaben zweckentfremdet eingesetzt.




.....................................................................................
Da könnte man doch auf den Gedanken kommen,jedenfalls so als Normalbürger,auch das MfS hat trotz besseren Wissens die Arbeiterklasse der DDR verraten.


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#76

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.04.2010 20:55
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Boelleronkel
[



.....................................................................................
Da könnte man doch auf den Gedanken kommen,jedenfalls so als Normalbürger,auch das MfS hat trotz besseren Wissens die Arbeiterklasse der DDR verraten.

[/quote]

Mit der Sache abgeschlossen trifft es sicher eher. "Die wollen es doch nicht anders..." Diesen Satz habe ich seinerzeit in Karlshorst sehr oft gehört.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#77

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.04.2010 20:59
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von S51

Zitat von Boelleronkel
[



.....................................................................................
Da könnte man doch auf den Gedanken kommen,jedenfalls so als Normalbürger,auch das MfS hat trotz besseren Wissens die Arbeiterklasse der DDR verraten.




Mit der Sache abgeschlossen trifft es sicher eher. "Die wollen es doch nicht anders..." Diesen Satz habe ich seinerzeit in Karlshorst sehr oft gehört.[/quote]

Jo


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#78

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.04.2010 21:00
von Merkur | 1.018 Beiträge

Zitat von Boelleronkel
.....................................................................................
Da könnte man doch auf den Gedanken kommen,jedenfalls so als Normalbürger,auch das MfS hat trotz besseren Wissens die Arbeiterklasse der DDR verraten.




Und ich als Normalbürger würde auf den Gedanken kommen, dass sich die Arbeiterklasse, weil sie die Basis wohl besser kannte als die politisch Verantwortlichen, selbst verraten hat.



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#79

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.04.2010 21:10
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Merkur

Zitat von Boelleronkel
.....................................................................................
Da könnte man doch auf den Gedanken kommen,jedenfalls so als Normalbürger,auch das MfS hat trotz besseren Wissens die Arbeiterklasse der DDR verraten.




Und ich als Normalbürger würde auf den Gedanken kommen, dass sich die Arbeiterklasse, weil sie die Basis wohl besser kannte als die politisch Verantwortlichen, selbst verraten hat.




.........................................................................
Tja,da war eben das sprichwörtliche tiefe Vertrauensverhältniss schon schwer geschädigt.


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#80

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 19.04.2010 12:52
von nolle (gelöscht)
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Zitat von Boelleronkel

Zitat von Merkur

Zitat von Boelleronkel
.....................................................................................
Da könnte man doch auf den Gedanken kommen,jedenfalls so als Normalbürger,auch das MfS hat trotz besseren Wissens die Arbeiterklasse der DDR verraten.




Und ich als Normalbürger würde auf den Gedanken kommen, dass sich die Arbeiterklasse, weil sie die Basis wohl besser kannte als die politisch Verantwortlichen, selbst verraten hat.




.........................................................................
Tja,da war eben das sprichwörtliche tiefe Vertrauensverhältniss schon schwer geschädigt.



Für mich stellt sich die Frage: wer oder was ist ein Normalbürger? Wen oder was hat die "Arbeiterklasse" verraten?
Kann mir jemand diesen Satz erklären? Habe scheinbar nicht das überragende Bildungsniveau der ehemaligen Mitarbeiter des MfS.
Bin Zeit meines Lebens Normalbürger und Arbeiter. Bei uns im Betrieb wurde, glaube ich, ganz gut gearbeitet, wie in vielen, vielen anderen auch. Haben das Geld rangeschafft das so ausgegeben wurde. Haben uns auch eingemischt und offen kritisiert auch als die Malermeister nicht tapezieren wollten bloß weil der Nachbar das macht. Wenn man nicht in der Partei war hatte sie ja nicht unbedingt immer Recht. Wir haben garantiert nichts verraten, haben vielleicht irgendwann aufgegeben aber dafür haben wir uns ja dann am 7. Oktober wieder eingemischt und ganz toll auf den Kopf gekriegt. Von den Schutz- und Sicherheitsorganen des Arbeiter und Bauernstaates. Anschließend war dann nichts mehr mir Renovieren, da war dann plötzlich Abriß angesagt. Wer hat hier wen verraten?
Tschüß


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