#21

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.04.2010 15:10
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow

Zitat von wosch

Wieso Vorwürfe Felix, waren doch nur Feststellungen!!
Schönen Gruß aus Kassel.






Mach dir nichts draus, Gilbert. Manche finden eben nie aus den "Schützengräben des Kalten Krieges".

@wosch
Wie soll eigentlich die Aufarbeitung der DDR in diesem Lande funktionieren, wenn man ständig Leuten wegen ihrer Vergangenheit " vor den Kopf stößt?" Ein bisschen mehr Sachlichkeit wäre hin und wieder ganz angebracht, sonst enden die Diskussionen nur in sinnlosen Streitereien oder sogar Beleidigungen. Und damit ist keinen wohl keinem geholfen.

Gruß an alle
Uwe


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#22

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.04.2010 15:12
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von wosch

Wieso Vorwürfe Felix, waren doch nur Feststellungen!!



Eine Feststellung, so so...

Nennen wir deine Feststellung mal These und überlegen uns ob eine falsche These eine Lüge ist? Beim ersten mal sicher noch nicht, wird sie aber nach ihrer Falsifikation immer noch verbreitet dann schon.

Im Jahr 1988 waren ca. 83,6% aller MA des MfS Mitglieder der SED!

Solltest du also nochmals deine "Feststellung" verbreiten, alle MA des MFS waren in der SED, dann wirst du dir von mir den Vorwurf der bewussten Lüge gefallen lassen müssen.



Thema des Threads war aber nicht die Zahl der SED Mitglieder im MfS, sondern dieser Artkel hier: Artikel der Berliner Zeitung


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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zuletzt bearbeitet 15.04.2010 15:15 | nach oben springen

#23

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.04.2010 17:17
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.

Im Jahr 1988 waren ca. 83,6% aller MA des MfS Mitglieder der SED!



Kannst du bestätigen, dass bei den 16,4% auch Leute in einer höheren Stellung (ggf. welche?) waren?
Waren diese Mitarbeiter parteilos oder in einer Blockpartei?
Wenn ich mir gerade so vorstelle, wie man junge Menschen damals bewegt hat, 3 oder mehr Jahre zur NVA zu gehen, so kann ich mir auch vorstellen, dass eine Beförderung eines Parteilosen im MfS große Hürden überwinden musste....
AZ


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#24

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.04.2010 18:30
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Nein von höheren Dienstgraden ist mir dies nicht bekannt. Die 16,4% bildeten sich in der Hauptsache aus MA mit einem Dienstalter von weniger als 3 Jahren und dem Wachregiment. Dieses hatte im Mittel lediglich einen Organisationsgrad von unter 50%, während er sich bei anderen Diensteinheiten im Bereich von 9x,0% bewegte.

Mitglieder einer Blockpartei im MfS sind mir nicht bekannt.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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#25

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.04.2010 18:40
von ABV | 4.202 Beiträge

Bei der Volkspolizei waren auch 100 % der Offiziere Mitglieder der SED. Bei den Wachtmeistern lag der Anteil der SED-Mitglieder zwischen 70 und 80 %. Wer nicht in der Partei war, wurde allerdings als "parteiloser Genosse" bezeichnet. Das heisst, dass man wohl trotzdem von einer Übereinstimmung mit den Zielen der SED ausging.

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#26

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.04.2010 19:07
von wosch (gelöscht)
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[quote="Feliks D.
Solltest du also nochmals deine "Feststellung" verbreiten, alle MA des MFS waren in der SED, dann wirst du dir von mir den Vorwurf der bewussten Lüge gefallen lassen müssen.

Felix, nachdem Du mich schon mal wegen meiner Republikflucht pauschal als Verbrecher betitelt hattest, kann ich mit dem Vorwurf der Lüge aus Deiner Feder wunderbar leben!! Im Übrigen will ich mich hier auch gar nicht mit Dir über Prozentzahlen streiten, mir würde schon reichen, wenn Du mir sagst, daß Du nicht in der SED warst!! Das Gleiche gilt auch für alle Diejenigen, die immer allergisch reagieren wenn es sich um die Teilhabe des MfS am Unrecht in der DDR handelt!!


Thema des Threads war aber nicht die Zahl der SED Mitglieder im MfS, sondern dieser Artkel hier: Artikel der Berliner Zeitung
[/quote]

Gerade Du hast es nötig, mir vorzuwerfen vom eigentlichen Thema abzukommen, wo Du doch auf meine Kommentare draufspringst, wie ein Gastarbeiter auf eine altdeutsche Witwe! Den Augenzeuge als Heuchler hinstellen und hier den Moralapostel spielen wollen, daß laß ich Dir nicht durchgehen.
Daß bei den IM´s nicht alle in der SED waren ist mir schon klar, ansonsten halte ich es erst mal mit den Prozentzahlen die mir von Eurer Seite übermittelt werden, wie mit den leidigen 99,xy Prozenten bei den verlogenen DDR-Wahlergebnissen. Damals hatte das MfS auch dafür gesorgt, daß die Anzweifler dieser Ergebnisse als Lügner und Verleumder der "gerechten Strafe" zugeführt wurden! Stimmt wohl auch nicht?
Felix, und wenn Du ehrlich wärst, es geht Dir doch gar nicht darum ob nun alle MA zu 100 % in der SED waren, die was zu sagen hatten waren es bestimmt!
Ausnahmen mögen wie überall die Regel bestätigen. Bei den Putzfrauen könnte ich es mir sogar vorstellen, aber bei Dir ganz bestimmt nicht!!

So, dann wünsche ich Euch Allen Frohes Schaffen und immer schön cool bleiben!!
Schönen Gruß aus Kassel.


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#27

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.04.2010 19:18
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von wosch


wo Du doch auf meine Kommentare draufspringst, wie ein Gastarbeiter auf eine altdeutsche Witwe!


So, dann wünsche ich Euch Allen Frohes Schaffen und immer schön cool bleiben!!
Schönen Gruß aus Kassel.




* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#28

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.04.2010 19:33
von wosch (gelöscht)
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Zitat von ABV


@wosch
Wie soll eigentlich die Aufarbeitung der DDR in diesem Lande funktionieren, wenn man ständig Leuten wegen ihrer Vergangenheit " vor den Kopf stößt?" Ein bisschen mehr Sachlichkeit wäre hin und wieder ganz angebracht, sonst enden die Diskussionen nur in sinnlosen Streitereien oder sogar Beleidigungen. Und damit ist keinen wohl keinem geholfen.

Gruß an alle
Uwe




Hallo Uwe!
Wie soll eigentlich die Aufarbeitung der DDR in diesem Lande funktionieren (Deine Worte), wenn die Leute die jahrelang in den verschiedensten Positionen als Mitarbeiter des MfS sich um ein demokratisches Rechtsverständnis einen Sch..ßdreck gekümmert hatten und es heute noch so hinstellen wollen, als ob sie damals auf der moralisch einwandfreien Seite standen und obendrein bei jeder sich bietender Gelegenheit den "Stinkefinger" auf die BRD zeigen, der BRD in der zumindestens die Wahlen frei waren und in der auch nicht auf Leute geschossen wurde nur weil sie ihren Wohnsitz verändern wollten, in der man seine Meinung frei sagen konnte ohne daß man dafür von so einem Verein wie dem MfS verfolgt wurde. Uwe, wenn man eine vernünftige Aufarbeitung will, dann gehört erst mal eine gehörige Portion Einsicht dazu. Wenn man allerdings überhaupt kein Unrechtsbewußtsein durchblicken läßt, wird das mit manchen Personen auch nicht gehen. Da kann man sich drehen und wenden wie man will, ich werde auch weiterhin kein Blatt vor´m Mund nehmen!!

Schönen Gruß aus Kassel.


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#29

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.04.2010 20:02
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von wosch

[blau]Gerade Du hast es nötig, mir vorzuwerfen vom eigentlichen Thema abzukommen, wo Du doch auf meine Kommentare draufspringst, wie ein Gastarbeiter auf eine altdeutsche Witwe!



Entschuldige bitte, dass ich versucht habe bei dir irgendwo noch eine Diskussionsgrundlage zu sehen. Angewohnheiten lassen sich nicht so schnell abstellen, aber ich denke es ist Hoffnungslos.

Sicher war ich in der SED, aber das hatten wir schon...

Zitat von Feliks D.

2. Spielt dies keine Rolle! Wenn ich heute z.B. als CDU-Mitglied beim BND, BMI, o.ä. arbeite, dann habe ich auch keinen Einfluss auf die Politik der Regierung. Siehe auch die Erklärung von Alfred.



An diesem Punkt stelle ich die Diskussion mit dir im MfS-Bereich ein. Es bringt leider nichts da du immer wieder neue Baustellen eröffnest, wie jetzt die Wahlen und die Vorwürfe diesbezüglich, und im Bezug auf das MfS ein verfestiges Schubladendenken hast und keine anderslautenden Tatsachen akzeptieren willst. Für dich steht das Böse fest und dazu hat ABV ein gutes Statement abgegeben.

Für alle anderen steht immer noch das folgendes Thema bereit: Artikel der Berliner Zeitung


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 15.04.2010 20:05 | nach oben springen

#30

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.04.2010 20:22
von Alfred | 6.841 Beiträge

wosch,

wer arbeitet denn die Berufsverbotspraxis in der BRD auf ?

Haben die Betroffenen u.a. nicht "auch nur ihre Meinung gesagt".


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#31

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.04.2010 20:26
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von Alfred
wosch,

wer arbeitet denn die Berufsverbotspraxis in der BRD auf ?

Haben die Betroffenen u.a. nicht "auch nur ihre Meinung gesagt".


versteh ich nicht, @wosch hat sich doch diesbezüglich eindeutig geäussert:

Zitat
wenn man eine vernünftige Aufarbeitung will, dann gehört erst mal eine gehörige Portion Einsicht dazu.



aber zurück zum thema, es lautete: artikel in der berliner zeitung


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#32

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.04.2010 20:38
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Alfred
wosch,

wer arbeitet denn die Berufsverbotspraxis in der BRD auf ?

Haben die Betroffenen u.a. nicht "auch nur ihre Meinung gesagt".



Alfred, bevor Du die "Disskussion" wie schon einmal, mit mir auch wieder abrechen wirst, lasse Dir mal von mir sagen, daß es ein pauschales Berufsverbot hier nicht gegeben hatte. Berufe die nicht "staatstragend" waren konnten auch die ehemaligen Mitglieder der damals verbotenen KPD ausüben. Das man die Vertreter der nicht auf dem Boden des Grundgesetzes der BRD stehenden Kommunisten nicht noch dadurch belohnte, daß man sie zu Beamten machte, ist ein ganz anderes Kapitel. Ein Beamter hatte einen Eid abzuleisten und der widersprach eben der Einstellung gewisser Betroffenen! Ehrlich gesagt, Dich, Felix und ein paar Andere hätte ich auch nicht gerne als Geschichtslehrer meiner Enkel!!
Schönen Gruß aus Kassel.


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#33

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.04.2010 20:42
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Abgesehen von den, für viele nicht in ihr Bild passenden, Aussagen des Artikels finde ich besonders die Feder aus der er stammt beachtlich.

...für die SED-Führung um Krenz und Modrow, nun fortan neben Honecker die gesamte Schuld für das Desaster auf das MfS abzuwälzen...

...dass sein Ministerium in den letzten Monaten und Jahren der SED-Führung in dichter Folge realitätsnahe Analysen über die gesellschaftliche Situation vorgelegt und immer wieder darauf hingewiesen hatte, dass bei einer Beibehaltung der bisherigen Politik das System in existenzielle Nöte gerate...

...Mielke bot keine Alternativen an, dies war auch nicht seine Aufgabe, er war nicht reformorientiert. Aber er drängte mehrfach auf politische Lösungen und Veränderungen...

...es wäre zu einfach, davon auszugehen, Mielke habe immer nur auf einer forcierten Repressionspolitik beharrt. Die Diskussions- und Entwicklungsprozesse seit 1987 zeigen, dass er für vorsichtige Wandlungen im System plädierte...

...Mielkes Ministerium wies deshalb mehrfach darauf hin, dass die Opposition stärker mit politischen denn mit strafrechtlichen oder geheimpolizeilichen Mitteln bekämpft werden müsse...

...die "politisch-operative Arbeit" würde allerdings erschwert, so heißt es dort, durch die Tabuisierung von Gesellschaftsproblemen, Schönfärberei in der Presse und mangelnde Meinungsfreiheit - ein erstaunliches Eingeständnis...

...das MfS schlug vor, dass die SED-Bezirkspresse sowie die Junge Welt und der Sonntag bislang verschwiegene oder zu einseitig behandelte Themen aufgreifen; auch Fachblätter sollten sich öffnen...

...Mielke war es dann auch, der das SED-Politbüro gerade ab Sommer 1989 fast täglich von den neuen beunruhigenden Entwicklungen informierte...

...entgegen einer langlebigen Legende sagte er auch mehrfach: "Wir können doch nicht anfangen, mit Panzern zu schießen"...

...dass die Wut der Menschen allein das Ministerium für Staatssicherheit traf und weitaus weniger dessen Auftraggeberin, die SED, war nicht zuletzt ein Werk, das die Nachfolger von Erich Honecker, zunächst Egon Krenz und Günter Schabowski, dann Gregor Gysi und Ministerpräsident Hans Modrow, geschickt inszenierten...


...der Autor ist Historiker, arbeitet als Projektleiter in der Forschungsabteilung der Birthler-Behörde...


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 15.04.2010 20:43 | nach oben springen

#34

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.04.2010 20:45
von wosch (gelöscht)
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Zitat von GilbertWolzow

Zitat von Alfred
wosch,

wer arbeitet denn die Berufsverbotspraxis in der BRD auf ?

Haben die Betroffenen u.a. nicht "auch nur ihre Meinung gesagt".


versteh ich nicht, @wosch hat sich doch diesbezüglich eindeutig geäussert:

Zitat
wenn man eine vernünftige Aufarbeitung will, dann gehört erst mal eine gehörige Portion Einsicht dazu.



aber zurück zum thema, es lautete: artikel in der berliner zeitung





Gilbert, Du hast den TROLL vergessen!

Schönen Gruß aus Kassel.


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#35

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.04.2010 21:06
von wosch (gelöscht)
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[quote="Feliks D

...dass die Wut der Menschen allein das Ministerium für Staatssicherheit traf und weitaus weniger dessen Auftraggeberin, die SED, war nicht zuletzt ein Werk, das die Nachfolger von Erich Honecker, zunächst Egon Krenz und Günter Schabowski, dann Gregor Gysi und Ministerpräsident Hans Modrow, geschickt inszenierten...[/i]

...der Autor ist Historiker, arbeitet als Projektleiter in der Forschungsabteilung der Birthler-Behörde...


[/quote]


Nun, Diese Aussage dieses Historikers will ich nicht unbedingt als zutrffend bezeichnen, denn alleine die Tatsache daß ca 2 Millione SED-Mitglieder aus ihrer Partei austraten beweist doch, daß sich die Wut der Menschen genauso auf diese bezog. Und das der Egon Krenz in dieser Hinsicht etwas "geschicktes" inzeniert hatte, bezweifel ich ebenfalls, denn dem hatte doch sowieso Keiner mehr etwas geglaubt!! Der Einzige von den Vieren der es zustande gebracht hatte dem es gelang Einigen ein "A" für ein "O" vorzumachen war ein gewisser Rhetoriker, der es sogar verstand ein paar Milliarden DDR-Vermögen nach "Nirgendwo" verschwinden zu lassen!!
Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 15.04.2010 21:33 | nach oben springen

#36

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.04.2010 21:49
von Huf (gelöscht)
avatar

Eure Diskussion führt zu garnichts!
Fakt bleibt, dass Impulse seitens des MfS, von wem auch immer im Jahre 1989 oder früher, wirkungslos sowohl bei den Machthabern, als auch beim Volk waren.
Entscheidend in den Herbsttagen 1989 in der DDR war nach meiner Erinnerung, dass die Menschen einfach die Wahrheit über die bisherige DDR wissen wollten.
Und da tat sich etwas auf, was der Mehrheit der betroffenen Menschen fast die Sprache verschlug!
Bei allem persönlichen Respekt: Auch sehr gebildete, in der Argumentation geschulte und mit "allen Wassern gewaschene" ehemalige MfS-Angehörige können selbst heute nicht die Geschehnisse der Wendezeit zu ihren Gunsten umschreiben oder umdiskutieren!
Alle Stasi-Leute haben sich kollektiv am Volk der ehemaligen DDR vergangen, rein moralisch!

Huf

P.S. Und nun die Knüppel!


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#37

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.04.2010 21:55
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von wosch
[quote="Feliks D

...dass die Wut der Menschen allein das Ministerium für Staatssicherheit traf und weitaus weniger dessen Auftraggeberin, die SED, war nicht zuletzt ein Werk, das die Nachfolger von Erich Honecker, zunächst Egon Krenz und Günter Schabowski, dann Gregor Gysi und Ministerpräsident Hans Modrow, geschickt inszenierten...[/i]

...der Autor ist Historiker, arbeitet als Projektleiter in der Forschungsabteilung der Birthler-Behörde...






Nun, Diese Aussage dieses Historikers will ich nicht unbedingt als zutrffend bezeichnen, denn alleine die Tatsache daß ca 2 Millione SED-Mitglieder aus ihrer Partei austraten beweist doch, daß sich die Wut der Menschen genauso auf diese bezog. Und das der Egon Krenz in dieser Hinsicht etwas "geschicktes" inzeniert hatte, bezweifel ich ebenfalls, denn dem hatte doch sowieso Keiner mehr etwas geglaubt!! Der Einzige von den Vieren der es zustande gebracht hatte dem es gelang Einigen ein "A" für ein "O" vorzumachen war ein gewisser Rhetoriker, der es sogar verstand ein paar Milliarden DDR-Vermögen nach "Nirgendwo" verschwinden zu lassen!!
Schönen Gruß aus Kassel. [/quote]

@wosch
Das so viele aus der SED austraten, hat wohl einen rein pragmatischen Grund. Die meisten waren nicht halb so überzeugt, wie sie bei offiziellen Anlässen vorgaben. Die Mitgliedschaft in der Partei hatte viele Ursachen, natürlich auch Überzeugung. Es gab aber auch sehr viele, die einfach nur zur führenden Kraft gehören wollten, ohne dieses natürlich offen auszudrücken. Bei wieder anderen spielte die Karriere eine große Rolle. SED-Mitgliedsachaft gehörte eben dazu, da machte man halt mit. Plötzlich nun, so ab November, Dezember 1989, erwies sich die Mitgliedschaft in der SED immer mehr als "unnützer Ballast." Da kamen die Enthüllungen über die Machenschaften der Parteiführung gerade Recht, um den Parteiaustritt zu kaschieren. Man war ja so "enttäuscht" und "verbittert." In Wahrheit wollte man nur nicht gemeinsam mit der SED untergehen oder für deren Fehlleistungen zur Verantwortung gezogen werden. Ich habe damals eine Menge Menschen erlebt, die wie die Rohrspatzen über die Partei geschimpft hatten, obwohl sie kurz vorher selbst noch dabei waren. Angefangen von den "kleinen Provinzfürsten der SED", über die Verantwortlichen der Volkspolizei bis bin zu anderen staatlichen Organen, hat man sehr wohl und auch erfolgreich, die gesamte Schuld auf das MfS abgewälzt. Plötzlich waren alle nur "kleine Lichter" hinter denen die "böse Stasi" stand und ihren Willen durchsetzte. Alle waren von Skrupeln geschüttelt und hatten schon immer längst alles gewußt. Aber man konnte sich ja nicht wehren, weil man sonst Ärger mit der Stasi hatte. So sah es damals nach der Wende aus und daran hat sich bis heute nicht viel geändert. Wosch, du wirst es nicht glauben, aber ich habe sogar einen früheren Politoffizer der NVA erlebt, welcher voller Empörung und Verachtung über den früheren Mitarbeiter der Militärabwehr sprach. Das er selbst für die politische Ausrichtung der Soldaten verantwortlich war, kam ihm offenbar nicht in den Sinn.
Große Wut auf die "kleinen" SED-Mitglieder hatte wirklich kaum jemand. Das kann ich so nicht bestätigen.

Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

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#38

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.04.2010 22:01
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von Huf

Bei allem persönlichen Respekt: Auch sehr gebildete, in der Argumentation geschulte und mit "allen Wassern gewaschene" ehemalige MfS-Angehörige können selbst heute nicht die Geschehnisse der Wendezeit zu ihren Gunsten umschreiben oder umdiskutieren!
Alle Stasi-Leute haben sich kollektiv am Volk der ehemaligen DDR vergangen, rein moralisch!

Huf

P.S. Und nun die Knüppel!



Von mir gibt es statt dem Knüppel, den hier:
Schönen Gruß aus Kassel.


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#39

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.04.2010 22:02
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von Huf
Eure Diskussion führt zu garnichts!


leider, sie wurde bewusst von @wosch vergewaltigt. er kann aber nicht anders, er hat doch keine ahnung. einfach von nichts. labern ist seine stärke. schade um diesen tread

Zitat von Huf
Bei allem persönlichen Respekt: Auch sehr gebildete, in der Argumentation geschulte und mit "allen Wassern gewaschene" ehemalige MfS-Angehörige können selbst heute nicht die Geschehnisse der Wendezeit zu ihren Gunsten umschreiben oder umdiskutieren!


beispiele @huf täten mich mal interessieren....

Zitat von Huf
Alle Stasi-Leute haben sich kollektiv am Volk der ehemaligen DDR vergangen, rein moralisch!


mich beruhigt deine aussage etwas, weil auch alle quaksalber nur die die leute abspritzen wollen....da sie auf deren kohle scharf sind.



p.s. ist dass wirklich das niveau @huf, wie wir diskutieren wollen ?


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#40

RE: Artikel der Berliner Zeitung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.04.2010 22:38
von wosch (gelöscht)
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Zitat von ABV

Zitat von wosch
[quote="Feliks D

...dass die Wut der Menschen allein das Ministerium für Staatssicherheit traf und weitaus weniger dessen Auftraggeberin, die SED, war nicht zuletzt ein Werk, das die Nachfolger von Erich Honecker, zunächst Egon Krenz und Günter Schabowski, dann Gregor Gysi und Ministerpräsident Hans Modrow, geschickt inszenierten...[/i]

...der Autor ist Historiker, arbeitet als Projektleiter in der Forschungsabteilung der Birthler-Behörde...






Nun, Diese Aussage dieses Historikers will ich nicht unbedingt als zutrffend bezeichnen, denn alleine die Tatsache daß ca 2 Millione SED-Mitglieder aus ihrer Partei austraten beweist doch, daß sich die Wut der Menschen genauso auf diese bezog. Und das der Egon Krenz in dieser Hinsicht etwas "geschicktes" inzeniert hatte, bezweifel ich ebenfalls, denn dem hatte doch sowieso Keiner mehr etwas geglaubt!! Der Einzige von den Vieren der es zustande gebracht hatte dem es gelang Einigen ein "A" für ein "O" vorzumachen war ein gewisser Rhetoriker, der es sogar verstand ein paar Milliarden DDR-Vermögen nach "Nirgendwo" verschwinden zu lassen!!
Schönen Gruß aus Kassel.




@wosch
Das so viele aus der SED austraten, hat wohl einen rein pragmatischen Grund. Die meisten waren nicht halb so überzeugt, wie sie bei offiziellen Anlässen vorgaben. Die Mitgliedschaft in der Partei hatte viele Ursachen, natürlich auch Überzeugung. Es gab aber auch sehr viele, die einfach nur zur führenden Kraft gehören wollten, ohne dieses natürlich offen auszudrücken. Bei wieder anderen spielte die Karriere eine große Rolle. SED-Mitgliedsachaft gehörte eben dazu, da machte man halt mit. Plötzlich nun, so ab November, Dezember 1989, erwies sich die Mitgliedschaft in der SED immer mehr als "unnützer Ballast." Da kamen die Enthüllungen über die Machenschaften der Parteiführung gerade Recht, um den Parteiaustritt zu kaschieren. Man war ja so "enttäuscht" und "verbittert." In Wahrheit wollte man nur nicht gemeinsam mit der SED untergehen oder für deren Fehlleistungen zur Verantwortung gezogen werden. Ich habe damals eine Menge Menschen erlebt, die wie die Rohrspatzen über die Partei geschimpft hatten, obwohl sie kurz vorher selbst noch dabei waren. Angefangen von den "kleinen Provinzfürsten der SED", über die Verantwortlichen der Volkspolizei bis bin zu anderen staatlichen Organen, hat man sehr wohl und auch erfolgreich, die gesamte Schuld auf das MfS abgewälzt. Plötzlich waren alle nur "kleine Lichter" hinter denen die "böse Stasi" stand und ihren Willen durchsetzte. Alle waren von Skrupeln geschüttelt und hatten schon immer längst alles gewußt. Aber man konnte sich ja nicht wehren, weil man sonst Ärger mit der Stasi hatte. So sah es damals nach der Wende aus und daran hat sich bis heute nicht viel geändert. Wosch, du wirst es nicht glauben, aber ich habe sogar einen früheren Politoffizer der NVA erlebt, welcher voller Empörung und Verachtung über den früheren Mitarbeiter der Militärabwehr sprach. Das er selbst für die politische Ausrichtung der Soldaten verantwortlich war, kam ihm offenbar nicht in den Sinn.
Große Wut auf die "kleinen" SED-Mitglieder hatte wirklich kaum jemand. Das kann ich so nicht bestätigen.

Gruß Uwe[/quote]

Hallo Uwe!
Es waren meiner Meinung nach eher pragmatische Gründe für den Eintritt in die SED, als für den Austritt aus dieser vorhanden. Die Gründe für den Eintritt sind hinreichend bekannt: Wer nicht am Ende der Rangfolge landen wollte, mußte sich arrangieren und dazu gehörte, daß man sich linientreu gab, selbst wenn man es nicht war!! Der Austritt, bzw. das Zurückgeben des Parteibuches erfolgte dagegen zwangsläufig, denn, warum sollte man in einer Partei bleiben, in die man mehr oder weniger durch vom Staat betriebenen "Druck" eingetreten war, und dieser Druck nicht mehr bestand???!!! Ich kann diesen Leuten nicht den Vorwurf machen, aus Opportonismus in die Partei ein-und ausgetreten zu sein!! Auf die "kleinen" SED-Mitglieder hatte natürlich Keiner eine Wut, wußte doch Jeder in der DDR, daß man drin sein mußte um irgendwie zurecht zu kommen. Die Wut richtete sich gegen die "Bonzen", ich geh mal davon aus, daß ich Dir nicht erklären muß was man im Allgemeinen unter diesen Begriff versteht. In diesem Zusammenhang ist mir übrigens der Bonze Schabowski lieber als etliche andere Ungenannten. Manche mögen ihn als Verräter sehen, ich empfinde für seiner Wendung allerdings Respekt, da er sich zumindestens zu seinem früheren Sch...verhalten bekennt.

Schönen Gruß aus Kassel.

P.S: Daß mit dem Kalten Krieger nehme ich Dir nicht persönlich übel, obwohl ich es nicht zutreffend fand!


zuletzt bearbeitet 15.04.2010 22:39 | nach oben springen



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