#81

RE: Überwachungsmethoden in der DDR

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 12.04.2010 13:07
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von turtle


Nee Alfred sicher hat der BND auch abgehört ,nur glaube ich nicht in diesem Umfang!
Aber Du hast natürlich Recht eine Erfindung der Stasi war das nicht!



@turtle, jetzt könnte ich ironisch sagen "glauben - oder wissen ???".
nur als kleinen hinweis für dich, die entsprechenden bundesdeutschen dienste haben vieles auch im amtshilfeverfahren klären lassen, sie mussten nicht alles selbst tun.
wie zum beispiel briefe in münchen geöffnet wurden ist sehr anschaulich bei juretzko "bedingt dienstbereit" beschrieben. auch nur am rande: um eine telefonleitung abzuhören brauche ich keinen mitarbeiter, das macht die technik. diese durchsucht auch anschliessend die aufnahmen nach schlagworte. wie mir z.b. bekannt ist, hatte z.b. die hv a ihre stimmdekorder auf verschiedene puffs programmiert, um politgrössen "zu filtern". sie soll auch dabei sehr erfolgreich gewesen sein.
ist es doch heute statistisch erwiesen, dass die meisten beamten in der mittagspause ein bischen vö.... gehen


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#82

RE: Überwachungsmethoden in der DDR

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 12.04.2010 13:10
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von turtle
]Warum gab es überhaupt in der DDR so wenig Telefone? Würde mich interessieren.


interessante frage, wäre sicher ein extra thema wert.


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#83

RE: Überwachungsmethoden in der DDR

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 12.04.2010 13:13
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Wollen wir jetzt darüber streiten, ob die Sicherung des Fernmeldeverkehrs mit einem Feindstaat durch das MfS notwendig war oder nicht?

Die Antwort darauf, und auch die Gegenseitigkeit solcher Maßnahmen, dürfte sich wohl jedem hier selbst erschließen.


P.S. Ich bilde mir ein, die Frage der Telefonanschlüsse wurde im Forum bereits behandelt.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#84

RE: Überwachungsmethoden in der DDR

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 12.04.2010 13:16
von dein1945 (gelöscht)
avatar

Zitat von GilbertWolzow

Zitat von turtle


Nee Alfred sicher hat der BND auch abgehört ,nur glaube ich nicht in diesem Umfang!
Aber Du hast natürlich Recht eine Erfindung der Stasi war das nicht!



@turtle, jetzt könnte ich ironisch sagen "glauben - oder wissen ???".
nur als kleinen hinweis für dich, die entsprechenden bundesdeutschen dienste haben vieles auch im amtshilfeverfahren klären lassen, sie mussten nicht alles selbst tun.
wie zum beispiel briefe in münchen geöffnet wurden ist sehr anschaulich bei juretzko "bedingt dienstbereit" beschrieben. auch nur am rande: um eine telefonleitung abzuhören brauche ich keinen mitarbeiter, das macht die technik. diese durchsucht auch anschliessend die aufnahmen nach schlagworte. wie mir z.b. bekannt ist, hatte z.b. die hv a ihre stimmdekorder auf verschiedene puffs programmiert, um politgrössen "zu filtern". sie soll auch dabei sehr erfolgreich gewesen sein.
ist es doch heute statistisch erwiesen, dass die meisten beamten in der mittagspause ein bischen vö.... gehen




Mensch Gilbert,
ich fall vom Glauben ab, Puff in der DDR, hab ich da was versäumt, war das ein Lehrberuf beim MfS,
Gruß aus Berlin


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#85

RE: Überwachungsmethoden in der DDR

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 12.04.2010 13:56
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von dein1945

Zitat von GilbertWolzow
wie mir z.b. bekannt ist, hatte z.b. die hv a ihre stimmdekorder auf verschiedene puffs programmiert, um politgrössen "zu filtern".



Mensch Gilbert,
ich fall vom Glauben ab, Puff in der DDR, hab ich da was versäumt, war das ein Lehrberuf beim MfS,
Gruß aus Berlin




Nein scheinbar hast du es nur versäumt dir vor Abgabe deines Statements ein, dem Thema entsprechendes, Mindestmaß an Fachwissen anzueignen. Nachdem du dich über die Aufgabenstellung der HV A informiert hast, wirst du die mangelnde Sinnhaftigkeit deiner Frage sicher erkennen.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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zuletzt bearbeitet 12.04.2010 14:04 | nach oben springen

#86

RE: Überwachungsmethoden in der DDR

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 12.04.2010 14:02
von turtle | 6.961 Beiträge

Von Gilbert @turtle, jetzt könnte ich ironisch sagen "glauben - oder wissen ???".
Ich weiß glauben ist nicht wissen! Doch vieles gelesene und gehörtes lässt mich glauben dass es so war!
Wissen nein sonst hätte ich fundierter geschrieben. Das Thema Telefonüberwachung hatten wir aber schon mehrmals im Forum. Deshalb hatte ich eher beiläufig geschrieben dass es so nicht akzeptabel war. Wollte nicht wie immer bei jeden Stasi Thema,auf zu den Waffen und drauf mit Gebrüll egal von welcher Seite aufkochen.Alles mit Stasi ist immer ein Thema voller Emotionen und langweilig wird das nie.Na immerhin gab es bisher auf meinen Beitrag nur zur Telefonüberwachung Kontra von bekannter Seite. Schön wer Brieftauben hat.
Warum es in der DDR so wenig Telefone gab,habe ich nichts bei uns gefunden. Habe aber nicht alles durchgelesen. Interessantes zum Thema steht aber unter falsch verbunden.
Gruß Peter (turtle)


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#87

RE: Überwachungsmethoden in der DDR

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 12.04.2010 14:11
von 94 | 10.792 Beiträge

_turtle_> Warum es in der DDR so wenig Telefone gab,habe ich nichts bei uns gefunden.

Wenig Telefone, hab'ch anders in Erinnerung. Also mein KC hatte sogar zwei aufm Schreibtisch. Und der StKC. Und der Polit. Und der HFw. Und der Küchenleiter. Und der UvD. Und die Führungsstelle. Und ...
Okee, ihr meint bestimmt für Privathaushalte.
@Феликс Эдмундович, na Sie Sultaninenka**er, aber guuut.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 12.04.2010 14:13 | nach oben springen

#88

RE: Überwachungsmethoden in der DDR

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 12.04.2010 14:14
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Ziemlich OT, aber ich sag mal ja ja


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 12.04.2010 14:15 | nach oben springen

#89

RE: Überwachungsmethoden in der DDR

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 12.04.2010 15:31
von grenzergold | 187 Beiträge

Ich wundere mich über unkomfortable Wohnungen unterm Dach mit Telefonanschluss.Und damit eine Wohnung verwanzt wird,sollte schon mehr ermittelt sein,als mit einer Reisetasche voller Wäsche radzufahren.Übrigens habe ich in den 80zigern von Telefonnzellen aus,nach Berlin-West telefoniert(Direktdurchwahl).
grenzergold


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#90

RE: Überwachungsmethoden in der DDR

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 12.04.2010 15:42
von Musiker12 | 822 Beiträge

Das nichtöffentlich gesprochene Wort war doch schon immer von Interesse, egal von welcher Seite und ist somit nicht nur die Aufgabe des MfS gewesen. Wer sich damit befassen musste kann aber bestimmt berichten, dass es doch meist eher langweilig war irgendwelchen Gesprächen zuhören zu müssen vor allem wenn es eine gezielte Aktoin war. Die Chance ein wirklich interessantes Gespräch mitzuhören war doch eher gering.

Warum die Anzahl der Telefonanschlüsse eher gering war in der DDR vermag ich nicht wirklich zu beurteilen ich vermute mal es lag an den Kosten für die Einrichtung (böse Zungen werden natürlich behaupten, dass bei mehr Anschlüssen auch mehr Personal zum Abhören und Auswerten zur Verfügen stehen musste). In der BRD war es bis anfang der 70er Jahre auch nicht so, dass jeder einen Anschluß hatte weil nicht genug Leitungen zur Verfügung standen. Der 2er Anschluß war weit verbreitet und man nahm diese Unannehmlichkeit in Kauf um überhaupt einen Anschluß zu bekommen.

Und heute? Wer wirklich glaubt, dass nicht von allen möglichen Seiten abgehört wird dessen Glaube möge erhalten bleiben.



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#91

RE: Überwachungsmethoden in der DDR

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 12.04.2010 15:52
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von turtle
Warum gab es überhaupt in der DDR so wenig Telefone? Würde mich interessieren.


@turtle, ich gebe nur etwas zu ddr-zeiten gehörtes wieder, ich habe dafür keine bestätigung !!!
mir wurde mal erzählt, dass das ddr-telefonetz total überaltet wäre weil noch immer die alten schaltstellen der wehrmacht genutzt wurden und diese räumlichkeiten nicht erweiterbar wären. die neuinstallierung war der ddr bis mitte der 80´er jahre zu kostenintensiv. zum ende der 80´er jahre soll zum ausbau des telefonnetzes ein vertrag mit mexiko geschlossen worden sein.

ich glaube diesbezüglich können uns wirklich nur alte postler weiterhelfen.

p.s. aus sicht des mfs waren die mangelnden privaten telefonanschlüsse sicherlich ein manko, da man nicht im umfeld der zielperson alle telefonzellen anzapfen durfte.


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#92

RE: Überwachungsmethoden in der DDR

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 12.04.2010 17:49
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von Musiker12
Das nichtöffentlich gesprochene Wort war doch schon immer von Interesse, egal von welcher Seite und ist somit nicht nur die Aufgabe des MfS gewesen. Wer sich damit befassen musste kann aber bestimmt berichten, dass es doch meist eher langweilig war irgendwelchen Gesprächen zuhören zu müssen vor allem wenn es eine gezielte Aktoin war. Die Chance ein wirklich interessantes Gespräch mitzuhören war doch eher gering.

Warum die Anzahl der Telefonanschlüsse eher gering war in der DDR vermag ich nicht wirklich zu beurteilen ich vermute mal es lag an den Kosten für die Einrichtung (böse Zungen werden natürlich behaupten, dass bei mehr Anschlüssen auch mehr Personal zum Abhören und Auswerten zur Verfügen stehen musste). In der BRD war es bis anfang der 70er Jahre auch nicht so, dass jeder einen Anschluß hatte weil nicht genug Leitungen zur Verfügung standen. Der 2er Anschluß war weit verbreitet und man nahm diese Unannehmlichkeit in Kauf um überhaupt einen Anschluß zu bekommen.

Und heute? Wer wirklich glaubt, dass nicht von allen möglichen Seiten abgehört wird dessen Glaube möge erhalten bleiben.



Leider war es so.Hast du einen "normalen"Nachbar,kein Problme mit dem 2er.Dummerweise konnte bei
uns die Frau Nachbarin ein Gespräch mal so 2-3 Stunden locker durchziehen.Wenn die Damen mal anfangen...dann hiess es warten

Irgendwann war Schluss,Aus,Feierabend-her mit dem Einzelanschluss,endlich Ruhe.



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#93

RE: Überwachungsmethoden in der DDR

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 12.04.2010 18:13
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Danny_1000
Es betrieb z.B. mit anderen Sicherheits- und SED- Parteibehörden ein eigenes Telefonnetz mit eigenen Vorwahlnummern und war somit von dem desolaten, öffentlichen Telefonnetz nahezu unabhängig.

Daniel




Nur fast richtig!


Thema Telefon- & S1-Netz wurde abgetrennt.
Antworten dazu daher bitte nur noch hier RE: Überwachungsmethoden in der DDR !!!


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 12.04.2010 19:17 | nach oben springen

#94

RE: PM 12

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.04.2011 08:43
von Barbarossa | 36 Beiträge

Hallo,

da habe ich eine Frage zum PM 12.
Gab es diesen auch für Kinder,die man nicht mit "raus lassen" wollte?
Oder hatten diese eine andere Nummer?
Ich habe solch einen Vermerk auf einer MfS Karteikarte gefunden.

Barbarossa


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