#21

RE: Wirtschaftskraft u. privater Lebensstandard in der DDR trotz hoher Arbeitsleistung gering. Wieso?

in Leben in der DDR 08.04.2010 20:43
von Rostocker | 7.736 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Altgrenzer, deswegen schrieb ich einmal so sinngemäß: Jedem Ostgeborenen steht mindestens eine gute Million Euronen zu . Wir wurden darum betrogen, vom Staate BRD, er hat es sich in die Tasche gesteckt.
Ich höre schon den Aufschrei unserer....

R-M-R


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#22

RE: Wirtschaftskraft u. privater Lebensstandard in der DDR trotz hoher Arbeitsleistung gering. Wieso?

in Leben in der DDR 08.04.2010 20:54
von Rostocker | 7.736 Beiträge

Zitat von Rostocker

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Altgrenzer, deswegen schrieb ich einmal so sinngemäß: Jedem Ostgeborenen steht mindestens eine gute Million Euronen zu . Wir wurden darum betrogen, vom Staate BRD, er hat es sich in die Tasche gesteckt.
Ich höre schon den Aufschrei unserer....

R-M-R





So viel und so weit ich mich noch erinnern kann,stand das Thema --was wird mit den DDR Vermögen--.Damals am runden Tisch an,es wurde der Vorschlag gemacht.Jeden DDR-Bürger ab einen bestimmten Geburtsjahr an ,eine bestimmte Summe auszuzahlen.Aber das hat sich schnell zerschlagen.Haben wohl bestimmte Kreise dunkelrot gesehen.


zuletzt bearbeitet 08.04.2010 20:55 | nach oben springen

#23

RE: Wirtschaftskraft u. privater Lebensstandard in der DDR trotz hoher Arbeitsleistung gering. Wieso?

in Leben in der DDR 08.04.2010 20:59
von Pauker | 37 Beiträge

Für mich ist die verfehlte Subventionspolitik der DDR ein wesentlicher Faktor gewesen, der die Wirtschaftskraft negativ beeinflusst hat.
Arbeitslose? Die gab es nicht? Die hatten alle einen Job in den maroden Betieben!
Unser Glaswerk wurde mit Gas aus einer uralten Braunkohlevergasungsanlage betrieben. Die Erdgasleitung ging 200m am Werk vorbei. Eine Umstellung auf Erdgas hätte sofoert 20 Leute arbeitslos gemacht, die über keine Facharbeiterausbildung verfügten. Heute sind genau diese Leute die, die das Heer der Arbeitslosen ausmachen.
In den 80iger Jahren wurden in Görlitz fernwärmegespeiste Wohnungen gebaut. Warmwasser gab es im Prinzip gratis. Also fuhr die ganze Verwandtschaft vom Dorf zur Tochter nach Görlitz zum wöchentlichen Baden.
Brot war so billig, dass es sich frisch vom Bäcker als Schweinefutter lohnte. Die Eier wurden im Konsum gekauft, obwohl eigene Hühner da waren. Für das abgelieferte Ei gab es viel Geld und Getreidedeputat dazu.
Mit den Beispielen will ich sagen, dass keiner an den persönlichen Lebensleistungen der Menschen in der DDR rütteln soll, aber die Politik der SED war aus wirtschaftlichem Aspekt zum Scheitern verurteilt.

P.S. Mit meinen Aussagen meine ich nicht, dass die Subventionspolitik der BRD besser ist.



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#24

RE: Wirtschaftskraft u. privater Lebensstandard in der DDR trotz hoher Arbeitsleistung gering. Wieso?

in Leben in der DDR 08.04.2010 21:10
von Huf (gelöscht)
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Das war ein super Beitrag! Auch, wenn Du der Pauker bist!


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#25

RE: Wirtschaftskraft u. privater Lebensstandard in der DDR trotz hoher Arbeitsleistung gering. Wieso?

in Leben in der DDR 08.04.2010 21:10
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Altgrenzer, deswegen schrieb ich einmal so sinngemäß: Jedem Ostgeborenen steht mindestens eine gute Million Euronen zu . Wir wurden darum betrogen, vom Staate BRD, er hat es sich in die Tasche gesteckt.


Sagen wir mal, es waren 17 Millionen Ostgeborene, dann hat sich die Bundesrepublik 17.000.000.000.000 Euro einverleibt.

Jetzt mal im Ernst, Rainer-Maria...

- Wieviel Geld aus der DDR hat sich die Bundesrepublik in die Tasche gesteckt?
- Wo lagerte dieses Geld in der DDR und wie genau gelangte die Bundesrepublik in den Besitz?

Gruß
Stefan


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#26

RE: Wirtschaftskraft u. privater Lebensstandard in der DDR trotz hoher Arbeitsleistung gering. Wieso?

in Leben in der DDR 08.04.2010 21:13
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Altgrenzer, deswegen schrieb ich einmal so sinngemäß: Jedem Ostgeborenen steht mindestens eine gute Million Euronen zu . Wir wurden darum betrogen, vom Staate BRD, er hat es sich in die Tasche gesteckt.
Ich höre schon den Aufschrei unserer....

R-M-R


Rainer,eine Millionen hab ich gerade nicht, für 10 Euronen reichts,immerhin ein paar Bierchen für dich..



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#27

RE: Wirtschaftskraft u. privater Lebensstandard in der DDR trotz hoher Arbeitsleistung gering. Wieso?

in Leben in der DDR 08.04.2010 21:18
von Huf (gelöscht)
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Ich würde Euch Streithähnen empfehlen. das mit dem Geld-Aufwiegen zu lassen!
Zwar wäre es emotional verführerisch in der verfluchten Ost-West-Debatte, aber es bringt uns nicht weiter!
Es wäre so, als würden wir Äpfel und Birnen gegeneinander aufwiegen wollen, was soll das erbringen?
Und, R-M-R, mal die Frage: Welche Einwirkungsmöglichkeiten hattest Du denn als DDR-Bürger auf die Unternehmensstrategien der VEB in der DDR? Also, mich hat nie einer gefragt!
Ich behaupte, das ist echter Kommunistenkram!


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#28

RE: Wirtschaftskraft u. privater Lebensstandard in der DDR trotz hoher Arbeitsleistung gering. Wieso?

in Leben in der DDR 08.04.2010 21:20
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Stefan, ich bin kein Ökonom, nur ein Arbeiter...früher, vor 1989 ein Werktätiger. Nun ist Eigentum an Produktionsmitteln durch den Werktätigen etwas grundsätzlich Anderes als Privateigentum siehe diese PM.
Da liegt schon mal der Hase im Pfeffer. Uns, dem Werktätigen der DDR gehörten diese PM, jedem Einzelnen im Gegensatz zum Lohnabhängikenen in der alten BRD. Dieses Volkseigentum wurde von uns Allen erwirtschaftet. Kann sein, ich kann das hier nicht so fundiert herüberbringen, da ich ein Laie bin, aber diese Richtung wird schon stimmen.
Es wäre von Vorteil, würde sich ein studierter Ökonom hier im Thema einbringen.

R-M-R


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#29

RE: Wirtschaftskraft u. privater Lebensstandard in der DDR trotz hoher Arbeitsleistung gering. Wieso?

in Leben in der DDR 08.04.2010 21:58
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Noch ein ganz simples Beispiel, wie ich es immer gesehen hatte, zu tiefsten DDR-Zeiten. Im Nachhinein betrachtet, ich hatte nie Gewissensbisse noch Skrupel noch Bedenken.
Lagen Unmengen von Baumaterial auf unserem Werkhof/ Betriebsgelände hieß es ...davon fliest so und soviel in dein Wochenendgrundstück. Das war ganz normal, denn nahm der Haufen ab, wurde nachbestellt.
Alles gehörte Allen, somit Volkseigentum.
Für den normalen Westdeutschen mag das unglaublich klingen, für mich war das normal. Da war Keiner, der sagte ...du darfst das nicht, da war keine Volkspolizei, keine Staatssicherheit, kein Ankläger, kein Richter.
Mein Wochenendgrundstück wuchs, Stein um Stein, Kantholz um Kantholz und, und und....
Logisch, davon konnte in der Menge gesehen, kein sozialistisches System überleben, aber das war nicht mein Problem. Hätte mich damals irgendjemand am Hintern....kann ich heute nur sagen: Pech gehabt, aber ich hatte Glück.
Wer, bitteschön kann es mir verdenken? So war die DDR, so schön unkompliziert.

R-M-R


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#30

RE: Wirtschaftskraft u. privater Lebensstandard in der DDR trotz hoher Arbeitsleistung gering. Wieso?

in Leben in der DDR 08.04.2010 22:00
von Altermaulwurf (gelöscht)
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Ganz so falsch liegst Du damit nicht R-M-R

Zum Teil kam die Wiedervereinigung den Westen nicht ungelegen, warum:

- die BRD befand sich damals auch nahe einer wirtschaftlichen Stagnation mit hoher Arbeitslosigkeit
- durch die Treuhand haben sich einige Vermögende mit mehr als fragwürdigen Methoden gesund gestossen
- es kamen jede Menge billige und gut ausgebildete Arbeitskräfte in die alte BRD und in deren Folge sinkende Löhne und Sozialabbau
- mittels Steuer, Abgaben und Sozialpolitik wurde der Verteilungsschlüssel massiv geändert, immer mit den Argument Aufbau Ost

Dazu waren die Ostbetriebe durch die schnelle Einführung der Marktwirtschaft faktisch chancenlos, selbst eine so leistungsfähige Volkswirtschaft der alten BRD hätte das nicht so ohne weiteres verkraftet.
Plötzlich vorgeschriebene Geschäftsfelder mit diktierten Preisen und festgelegten Lieferbedingungen über Nacht weg. Dünne oder nicht vorhandene Kapitaldecke zur Hälfte fort ( Einfhrg. D Mark ) und ein völlig neuer Rechtsrahmen den westliche Partner leidlich zu ihren Vorteil nutzten.
Durch die D Mark brach dazu noch der Handel und warentausch in den ehemaligen Ostblock ein

Anderseits war die Infrastruktur der DDR was Strassen, Strom, Telefon und Gasleitungen in den Städten anbetraf ziemlich marode und das breite Spektrum der Produktionsbetriebe in unserer spezialisierten Welt auf Dauer nicht haltbar gewesen. Ganze Industriebereiche wie Microelektronic existierten nur auf Grund der westlichen Boykottpolitik und wären so nicht überlebensfähig gewesen.

Der von R-M-R angedachte Weg hätte nur mit einer Konförderation DDR / BRD und den weitgehensten Wegfall der Kosten für Landesverteidigung eine Chance gehabt - aber politisch weder gewollt noch den aufgeputschten Massen vermittelbar.

Hätte zumindestens den Ossis mehr Gestaltungsspielraum gegeben.............

Nur zum Schluss, die Wiedervereinigung war der Startschuss zu einen noch nie dagewsenen auseinandertrifften zwischen Arm und Reich und so hat die politische Einigung Deutschlands die soziale Spaltung verursacht bzw. ausgelöst.


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#31

RE: Wirtschaftskraft u. privater Lebensstandard in der DDR trotz hoher Arbeitsleistung gering. Wieso?

in Leben in der DDR 08.04.2010 22:17
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Altermaulwurf, was ich nie verstanden habe in dieser Welt der Marktwirtschaft war dieses...Deckeln des Kleinherstellers, des kleinen produktiven Betriebes mit dem Produkt X durch Multis wie Aldi, Lidl und andere? Er musste sich so und soviel in ihren Regalen einkaufen, um überhaupt seine Produkte an den Mann und die Frau zu bringen.
Über diese marktbeherrschenden Vertriebsschienen! Was, bitteschön, hatte das noch mit Marktwirtschaft zu tun? Das ist Abhängigkeit hoch Drei, Unterordnung...hatt mit normaler Marktwirtschaft überhaupt nix mehr zu tun.

R-M-R


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#32

RE: Wirtschaftskraft u. privater Lebensstandard in der DDR trotz hoher Arbeitsleistung gering. Wieso?

in Leben in der DDR 08.04.2010 23:21
von Altermaulwurf (gelöscht)
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in den Märkten regieren die Großen und ganzbesonders die Banken und Großspekulanten.

Viel schlimmer ist das System der Geldschöpfung durch die Banken

netter Film dazu

http://video.google.de/videoplay?docid=-2537804408218048195#

Irgendwie ist dieses System auch krank

Lohnt sich bis zum Ende anzusehen !!!


zuletzt bearbeitet 08.04.2010 23:24 | nach oben springen

#33

RE: Wirtschaftskraft u. privater Lebensstandard in der DDR trotz hoher Arbeitsleistung gering. Wieso?

in Leben in der DDR 09.04.2010 00:00
von Rostocker | 7.736 Beiträge

Zitat von Altermaulwurf
in den Märkten regieren die Großen und ganzbesonders die Banken und Großspekulanten.

Viel schlimmer ist das System der Geldschöpfung durch die Banken

netter Film dazu

http://video.google.de/videoplay?docid=-2537804408218048195#

Irgendwie ist dieses System auch krank

Lohnt sich bis zum Ende anzusehen !!!


Altermaulwurf,klar ist auch dieses System erkrankt.Beispiel:Es gibt nicht mehr viel Arbeit für alle.Aber die Klugscheißer die noch in Arbeit sind und solche Parolen raushauen--wer arbeiten will,der findet auch welche--die belügen sich selbst bis sie selber auf den AA stehen und sind nicht mehr vermittelbar.Man schaue doch mit offenen Augen--tausende leben von der Tafel um satt zu werden,tausende Kinder die unter der Armutsgrenze leben und wirklich froh sind bei irgendeiner Hilfsorganisation ein warmes Mittagessen zu bekommen.Ja das ist das demokratische Deutschland heute.Aber in Namen der großen freien Welt ist so viel Geld übrig,um sich an Kriegen fern der Heimat zu beteildigen zu können.Ja das Soziale, das der Mensch in dieser Gesellschaft was zählt ist auf den Rückmarsch.Und noch was,was sagten die Kommunisten mal--der Kapitalismus ist eine Ellenbogengesellschaft--friß oder stirb--scheint was dran zu sein.


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#34

RE: Wirtschaftskraft u. privater Lebensstandard in der DDR trotz hoher Arbeitsleistung gering. Wieso?

in Leben in der DDR 09.04.2010 02:59
von Nomex | 254 Beiträge

Lebensstandt war für mich auch das ich (damals) auf dem Dorf gewohnt habe, und das immer wenn ich was brauchte einer da war der mir wieter geholfen hat.

ich braucghte ein gerät und so bin ich in die Dorfkneipe und habe einfach mal gefagt wer so was hat. Okay der Kneiper hat auch seine Schnitt gemacht. Aber ich kam immer mit dem Gerät oder zumindest einer Antwort wo ich so was herbekomme zurück. Versuche heute so was mal, da kommt meist die Antwort das kannst du da und da kaufen, und das ist meist teuren als 2 Bier

Zum Thema, wenn ich heute mal rechne was die Leuts so verdienen und wo für sie dan noch zahlen müssen, ist dann der Lebensstandart heute höher? Schauen wir uns nur mal das Gesundheitwesen an, oder lass doch heute mal ein Kind Studieren ??? Wieviele haben denn gerufenwir wollen reisen, und wie viele sind denn davon gereist?

SIKO ist nicht so weit weg wie manche denken:


Hier gefällt mir am besten ab 5:30


Naja was bei 6:00 steht ist halt so


Gruß


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Günther Zieschong: "Mir hätten das System erst mal leasen solln...."
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#35

RE: Wirtschaftskraft u. privater Lebensstandard in der DDR trotz hoher Arbeitsleistung gering. Wieso?

in Leben in der DDR 09.04.2010 09:21
von Detlef05 (gelöscht)
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Also ich war mit meinem Lebensstandard in der DDR zufrieden. Ich bin in einem kleinen Dorf groß geworden und wohne dort immer noch. Meine Eltern hatten ein kleines Häuschen, wo meine Mama noch drin wohnt. Es ist auf dem Standard der DDR geblieben. Es blieb die Ofenheizung. Noch immer geh ich gern dort baden, wenn der Badeofen angemacht wird und meine Kinder fanden es auch schön. Für mich war es wichtig, daß ich Menschen um mich hatte, die mir geholfen haben,natürlich ohne Bezahlung. Der Zusammenhalt war sehr gut. Leider ist das sogar bei uns auf dem Dorf weniger geworden nach der Wende.
Ich habe mir zu DDR-zeiten ein Häuschen gebaut und hatte da am Anfang genau 100 DDR-Mark auf dem Konto, so daß meine Mutter sagte,Junge, was soll das. 90.000 DDR-mark bekam ich Kredit. Ich habe Maurer gelernt und ich kenne jeden Stein in meinem Haus. Ich habe es gebaut, ohne jemals einen Sack Zement offiziell erhalten zu haben. Ich hatte Schweine, Hühner und ich habe sehr viel nebenbei gearbeitet, so daß ich mir einiges auch fürs Haus leisten konnte. Ich habe 3 Kinder, naja 5 haben wir jetzt mit den Kindern meiner 2. Frau. Ich habe mich so wohl gefühlt, wie es war, Bananen esse ich nicht und ich kaufe ganz gern immer noch meine Wurst beim Privatfleischer im Nachbardorf, die schon zu DDR-Zeiten gab. Wir waren eine junge Familie, denen es gut ging. Krippenplatz, Kindergartenplatz, Schule, alles war gesichert. Als sie dann nun zu vereinten Zeiten groß wurden, wurden die Schwierigkeiten größer. Es war schwer, einen Ausbildungsplatz zu finden. Nun haben wir alle 5 Kinder doch noch gut ins Berufsleben bekommen. Finanziell geht es uns nicht besser und auch nicht schlechter. Vielleicht haben wir genug Glück gehabt. Was mir wirklich fehlt, ist der Zusammenhalt, keiner kümmert sich mehr so um den anderen. Die Freude auf Weihnachten, daß man endlich mal Apfelsinen bekam. Man freute sich noch drauf. Heute bekommt man schon im Sommer Weihnachtssachen. Da ist dieVorfreude doch weg. Es hatte auch was für sich, anstehen zu müssen und sich dann zu freuen, etwas ergattert zu haben. Hungern mussten wir nie,ein Dach hatten wir übern Kopf und viele viele Freunde.


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#36

RE: Wirtschaftskraft u. privater Lebensstandard in der DDR trotz hoher Arbeitsleistung gering. Wieso?

in Leben in der DDR 09.04.2010 10:49
von Rüganer (gelöscht)
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Detlef05, du sprichst mir aus dem Herzen. Ich hatte dies mit der Freude über Apfelsinen schon hier geschrieben, heute ist dies alles so Normalität und Freude über kleine und große Dinge - die ist sehr selten geworden.
Ich bin selbstständig, also kann ich mir durchaus auch eine Reise gönnen, aber glaub mir, wenn ich auf Phuket im Pool sitze, dann denke ich bereits wieder daran, ob denn auch die Rechnungen alle reinkommen und ob denn der Umsatz auch wieder kommt und bin so mit den Gedanken wieder bei und in der Firma, anstatt mich doch zu freuen, dass ich da in einem wunderschönen Land mit meiner Frau in der Sonne liegen kann.
Die Zufriedenheit ist mit dem Überfluss an Waren und dem Überangebot an Artikeln von uns gegangen. Weiß der Geier wieso...


zuletzt bearbeitet 09.04.2010 10:50 | nach oben springen

#37

RE: Wirtschaftskraft u. privater Lebensstandard in der DDR trotz hoher Arbeitsleistung gering. Wieso?

in Leben in der DDR 09.04.2010 12:16
von dein1945 (gelöscht)
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[quote="Rainer-Maria-Rohloff"]Noch ein ganz simples Beispiel, wie ich es immer gesehen hatte, zu tiefsten DDR-Zeiten. Im Nachhinein betrachtet, ich hatte nie Gewissensbisse noch Skrupel noch Bedenken.

Selbst am Ast sägen, auf dem man saß, sich dann wundern, warum es den geliebten Staat nicht mehr gibt.

Lagen Unmengen von Baumaterial auf unserem Werkhof/ Betriebsgelände hieß es ...davon fliest so und soviel in dein Wochenendgrundstück. Das war ganz normal, denn nahm der Haufen ab, wurde nachbestellt.
Alles gehörte Allen, somit Volkseigentum.
Für den normalen Westdeutschen mag das unglaublich klingen, für mich war das normal. Da war Keiner, der sagte ...du darfst das nicht, da war keine Volkspolizei, keine Staatssicherheit, kein Ankläger, kein Richter.

Schade hätte Dich damals schon in der DDR-Fernsehserie "Der Staatsanwalt hat das Wort" gesehen, auch öfter gesehen, konnte immer so herzhaft lachen !

Mein Wochenendgrundstück wuchs, Stein um Stein, Kantholz um Kantholz und, und und....

Klarer Fall von Diebstahl, aber über die bösen Kapitalisten schimpfen !

Logisch, davon konnte in der Menge gesehen, kein sozialistisches System überleben, aber das war nicht mein Problem. Hätte mich damals irgendjemand am Hintern....kann ich heute nur sagen: Pech gehabt, aber ich hatte Glück.

Wenn es nicht diese vielen kleinen Eierdiebe, wie Dich gegeben hätte, wäre aus der DDR vielleicht noch etwas geworden !

Wer, bitteschön kann es mir verdenken? So war die DDR, so schön unkompliziert.

Ich, denn kein Staat, keine Volkswirtschaft oder Betrieb kann mit Leuten die deine Einstellung haben überleben, aber ich geh mal davon aus, deine DENKE hat sich nicht geändert !
Gruß aus Berlin


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#38

RE: Wirtschaftskraft u. privater Lebensstandard in der DDR trotz hoher Arbeitsleistung gering. Wieso?

in Leben in der DDR 09.04.2010 12:30
von dein1945 (gelöscht)
avatar

RMR,
muß noch einen draufsetzen, wenn deine "Diebstähle" nun doch bei der VP oder dem Staastsanwalt gelandet wären, hätte es sicher Knast gegeben, aber es gab ja immer noch die dumme BRD, die hat denn auch Leute wie Dich freigekauft, das waren dann die, die auch hier nicht mit dem Ars.. an die Wand kamen, denn hier hätte sich ein Betrieb es nicht lange gefallen lassen, wenn man heute seinen Arbeitsplatz schon für einen Pfandbon verliert,
Nochmals Gruß aus Berlin


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#39

RE: Wirtschaftskraft u. privater Lebensstandard in der DDR trotz hoher Arbeitsleistung gering. Wieso?

in Leben in der DDR 09.04.2010 12:38
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Hallo @dein1945,

erstmal muss ich sagen, dass mir dieser Beitrag von Rainer bisher durch die Lappen gegangen war. Danach muss ich mich ziemlich über uns beide wundern, denn bei deinem Beitrag finde ich keinen Punkt den ich nicht genauso schreiben würde.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich gerade ziemlich entsetzt bin über soviel Unrechtsbewusstsein und wie z.B. der Straftatbestand "Diebstahl zum Nachteil sozialistischen Eigentums" und noch einige andere hier als "normal" hingestellt werden und so getan wird als wenn staatliche Organe dies toleriert hätten.

Mein lieber Rainer ich muss dir sagen, dass dies für mich eine Neubewertung deiner Person bedeutet und hätte ich damals von solchen Handlungen erfahren, dann hättest du dein Wochenendgrundstück auf längere Zeit nicht mehr gesehen.

Mir fehlen hier echt gerade die Worte


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 09.04.2010 19:38 | nach oben springen

#40

RE: Wirtschaftskraft u. privater Lebensstandard in der DDR trotz hoher Arbeitsleistung gering. Wieso?

in Leben in der DDR 09.04.2010 12:49
von dein1945 (gelöscht)
avatar

Zitat von Feliks D.
Hallo @dein1945,

erstmal muss ich sagen, dass mir dieser Beitrag von Rainer bisher durch die Lappen gegangen war. Danach muss ich mich ziemlich über uns beide wundern, denn bei deinem Beitrag finde ich keinen Punkt den ich nicht genauso schreiben würde.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich gerade ziemlich entsetzt über soviel Unrechtsbewusstsein bin und wie z.B. der Straftatbestand "Diebstahl zum Nachteil sozialistischen Eigentums" und noch einige andere hier als "normal" hingestellt werden und so getan wird als wenn staatliche Organe dies toleriert hätten.

Mein lieber Rainer ich muss dir sagen, dass dies für mich eine Neubewertung deiner Person bedeutet und hätte ich damals von solchen Handlungen erfahren dann hättest du dein Wochenendgrundstück auf längere Zeit nicht mehr gesehen.

Mir fehlen hier echt gerade die Worte




Na Feliks,
wir beide stimmen ja selten überein, aber dann hast Du die Beiträge von RMR noch nie richtig gelesen, das was er hier schrieb kam schon des öfteren zum Ausdruck, erst vor kurzem brachte er seinen Schwiegervater mit ins Spiel (war bei der Transportpolizei), der hat dann am Wochenend die geklauten Ziegelsteine vermauert, ich wundere mich schon seit einiger Zeit, was unser RMR hier so schreibt,
Gruß aus Berlin


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