#41

RE: Wer in der Partei war durfte fast alles ?!

in Mythos DDR und Grenze 03.04.2010 09:08
von Landeposten (gelöscht)
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Zitat von Augenzeuge

Zitat von Landeposten

Ich habe gewettet,daß du wenn ich "auf der richtigen Seite lebend" nicht in Gänsefüßchen setze,du die Ironie nicht begreifst.



Toll, Landeposten! Muß ja 'ne langweilige Feier bei dir sein, dass dich solche Wetten schon amüsieren. Aber wenn du bei anderen die Ironie immer erkennst, wenn sie ihre Gänsefüßchen vergessen, dann würde ich mich mal bei 'Wetten dass...' melden..... Dann amüsieren sich sicher einige Millionen.
AZ




Hallo,wer lesen kann ist wie immer im Vorteil.
Ich habe nichts von erkennen geschrieben,sondern von begreifen.Ist wohl ein kleiner Unterschied.
Ironie ist ganz leicht zu erkennen,indem man nicht glaubt etwas besseres zu sein als der Andere,bzw.glaubt die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben,sondern auch mal zu sich selbst sagt:mein gegenüber hat wohl zufälligerweise diesesmal doch recht.


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#42

RE: Wer in der Partei war durfte fast alles ?!

in Mythos DDR und Grenze 03.04.2010 09:23
von manudave (gelöscht)
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Und nun widmen wir uns bitte dem Thema zu.

Landeposten - ich freue mich auf deine fachlichen und fundierten Beiträge, die mich überzeugen.


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#43

RE: Wer in der Partei war durfte fast alles ?!

in Mythos DDR und Grenze 03.04.2010 10:13
von Landeposten (gelöscht)
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Zitat von manudave
Und nun widmen wir uns bitte dem Thema zu.

Landeposten - ich freue mich auf deine fachlichen und fundierten Beiträge, die mich überzeugen.



Was ich von der Frage halte habe ich schon weiter oben gesagt.Die SED-Mitgliedschaft hatte keinen Einfluss ob man mehr durfte wie die anderen.Jeder war und ist seines eigenen Glückes Schmied.
Ich wurde daraufhin sofort als Schwachsinnig bezeichnet,obwohl ich 32 Jahre unter der "Knechtschaft" der SED gelebt habe und nicht nur ein paar Jahre im zarten Kindesalter.
Um es nochmal-ganz einfach zum mitschreiben-zu sagen es geht mir hier um dürfen zb.im Sinne von schwarzfahren.


zuletzt bearbeitet 03.04.2010 10:15 | nach oben springen

#44

RE: Wer in der Partei war durfte fast alles ?!

in Mythos DDR und Grenze 03.04.2010 12:12
von MK1987 | 50 Beiträge

Das Leute, die aus der SED austraten, Repressalien zu befürchten hatten, ist ja klar. Gab es auch Parteiausschlüsse, wenn einer - aus dem Blickwinkel der Partei gesehen - auf Deutsch gesagt Scheiße gebaut hat oder musste der nun gerade beweisen, dass er noch richtig in der Partei ist und egtl nicht mehr wollte...?

Gab es auch Leute, die aus der SED austraten, um in eine Blockpartei einzutreten? Wenn ja, wie waren die angesehen, v.a. am Arbeitsplatz?



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#45

RE: Wer in der Partei war durfte fast alles ?!

in Mythos DDR und Grenze 03.04.2010 12:24
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von MK1987
Das Leute, die aus der SED austraten, Repressalien zu befürchten hatten, ist ja klar. Gab es auch Parteiausschlüsse, wenn einer - aus dem Blickwinkel der Partei gesehen - auf Deutsch gesagt Scheiße gebaut hat oder musste der nun gerade beweisen, dass er noch richtig in der Partei ist und egtl nicht mehr wollte...?

Gab es auch Leute, die aus der SED austraten, um in eine Blockpartei einzutreten? Wenn ja, wie waren die angesehen, v.a. am Arbeitsplatz?



Punkt a kann ich bestätigen. Ein Offizier der VP in Berlin -Lichtenberg, der wegen einer Geliebten, die er neben seiner Ehefrau hatte, 1987 aus dem Dienst entlassen wurde, den hat man ausserdem auch aus der Partei geworfen, weil er "seiner Vorbildrolle nicht gerecht wurde".
Punkt b wüßte ich nicht. So einen Fall kenne ich nicht.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#46

RE: Wer in der Partei war durfte fast alles ?!

in Mythos DDR und Grenze 03.04.2010 15:37
von S51 | 3.733 Beiträge

Einer, den ich ich öfter sehe, bekam zu hören: "Genosse ..., ihr Klassenstandpunkt ist erheblich verbesserungswürdig. Es kann nicht sein, dass sie lieber nach Hause zur Jagd fahren als an Parteiversammlungen teilzunehmen." Er hat dann, um im anlaufenden Parteiverfahren deswegen nicht rauszufliegen, den Chef seiner Jagdgesellschaft bei einem Kasten Krostitzer überredet, ihm eine Bescheinigung auszustellen, nach der in der Jagdversammlung auch parteilpolitische Themen zur Sprache kämen. Um den Rauswurf kam er herum, der Mitgliederversammlung war das wohl doch zu starker Tobak. Ein zweischneidiges Schwert war es trotzdem. Dafür durfte er nämlich den Rest des Jahres das Versammlungsprotokoll führen. Nach dem Motto: "Du weist ja nun genau, was da drinnen stehen muss..."


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#47

RE: Wer in der Partei war durfte fast alles ?!

in Mythos DDR und Grenze 31.08.2010 14:57
von Angelo | 12.391 Beiträge

Hier hätte ich auch gerne noch ein paar Antworten


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#48

RE: Wer in der Partei war durfte fast alles ?!

in Mythos DDR und Grenze 31.08.2010 22:54
von Eumel | 139 Beiträge

Zitat von Angelo
Hier hätte ich auch gerne noch ein paar Antworten



Was hättest du denn gern noch für Antworten? Wurde doch schon recht ausgiebig besprochen und einige Antworten fand ich richtig gut

Wirklich Vorteile gab es sicher nicht. Ist halt so wie heute: Bist du im richtigen Netzwerk, dann hat man eben Beziehungen . Das geschah aber sicher auf einen weit aus höheren Ebene.

Ansonsten war es nur für sehr wenige Berufe relevant (MfS, Politoffizier usw.). Selbst im öffentlichen Dienst war es nicht unbedingt das Kriterium. Da kenne ich bis zur Bezirksebene genügend Parteilose. Ausserdem hatten wir ja noch die Blockparteien. Und da war selbst manchmal für den Bürgermeister eine andere Partei das Kriterium (z.B.: Weimar).

Das wirklich spannend zu sehende in der ganzen Wendezeit war ja, wie sich manche SED-Mitglieder verkauft und viele andere "Leistungsträger" aus anderen Parteien plötzlich oben waren. Viele bekannte Persönlichkeiten (besser wohl: Mitentscheider in der Gesellschaft der DDR) fand man sogar im Bundestag wieder Ist aber ein anderes Thema.

Zurück zum Thema: Wurde jedenfalls ein SED-Mitglied bei etwas "Unmoralischen" oder einer Straftat erwischt, dann bekam er noch extra "Haue". Ein Ex-SED Mitglied dürfte es auch sehr schwer gehabt haben, in eine andere Partei zu kommen (Nationale Front). Höhere Leitungsposten wären dann sicher auch schwerer zu erreichen. Ansonsten hätte es sicher im Betrieb kaum einen interessiert.

Nach meinen Erfahrungen wollte / sollte jedes SED-Mitglied Vorbild sein ... aber keiner in seinem Umfeld ausserhalb einer Partei wollte das auch so sehen


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