#121

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 11.01.2010 20:30
von Wolle76 (gelöscht)
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Wenn Du so argumentierst, dürft Ihr aber auch nicht "Nackt unter Wölfen" als authentische Quelle heranziehen.


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#122

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 11.01.2010 20:39
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Na, Na,ihr zwei, nun macht mal die alten Bücher nicht so schlecht. Oder meinst du, Wolle das der Westen authentischer, genauer recherchiert hat?
Das stelle ich schon mal zur Dispostion, oder ziehe es in Zweifel. Dasselbe heute, wer sagt mir denn, das der ganze Kram auf den ganzen Internetquellen der Wahrheit entspricht?
Auch Historiker haben eine persönliche Biographie und bin ich ein Nazi, dann kommen sie gut weg, bin ich ein Kommunist, dann...selbe Sache.
Keiner ist neutral, nicht Einer, denn wessen Brot ich fresse, dessen Lied ich singe.

R-M-R


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#123

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 11.01.2010 20:42
von Wolle76 (gelöscht)
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RMR

Apropos Literatur. Dort wartet ein Rätsel auf die Lösung


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#124

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 11.01.2010 20:49
von Mike59 | 7.962 Beiträge

Zitat von Wolle76
Wenn Du so argumentierst, dürft Ihr aber auch nicht "Nackt unter Wölfen" als authentische Quelle heranziehen.



----------
Hmm, mache ich ja eigentlich nicht. Ging ja anfangs nur darum das in der DDR kaum jemand etwas von KZ Häftlingen wußte die keine Kommunisten waren. Und den Roman habe ich nicht als authentische Quelle zitiert. Aber wenn man dieses Buch gelesen hat und eben nicht nur einfach gelesen hat, dann wußte man schon das es dort nicht nur Kommunisten gab. Lesen allein reicht eben nicht.
Mike59


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#125

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 11.01.2010 21:08
von manudave (gelöscht)
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Mensch Rainer-Maria,

das haste jetzt davon, dass du den Thread wieder ausgekramt hast...


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#126

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 11.01.2010 21:20
von wosch (gelöscht)
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[quote="Rainer-Maria-Rohloff"
Keiner ist neutral, nicht Einer, denn wessen Brot ich fresse, dessen Lied ich singe.

R-M-R[/quote]

;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;

Guten Appetit, Rainer, kleiner Vielfraß!!!

Schönen Gruß aus Kassel


zuletzt bearbeitet 11.01.2010 21:22 | nach oben springen

#127

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 11.01.2010 21:21
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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War doch nicht schlecht, Manudave, das alte Thema auszugraben. Wir lieben doch die Vielfalt und jeder, der neu dazu kommt, der kommt aus dem Lesen gleich garnicht mehr heraus.
Ich habe null Ahnung, wie es in anderen Foren zu geht, aber unsere Neuzugänge sprechen doch für sich, oder?
Wir sind die Vielfalt, das nimmt uns keiner weg mein junger Freund.

R-M-R


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#128

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 11.01.2010 21:40
von manudave (gelöscht)
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Jawoll,

und mit diesen Worten verschwinde ich in die Heia - viel Schlaf fördert das Abnehmen...


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#129

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 11.01.2010 21:48
von Wolle76 (gelöscht)
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Na bitte. an einer, zugegeben "anregenden" Diskussion scheinen sich ja am Ende alle wieder lieb zu haben.

Um das Thema mal von meiner Seite her etwas abzuschließen. Wer wissen möchte wie genau Ldie Leute wie z.B. die Lagerkommandanten getickt haben dem kann ich folgendes Buch empfehlen:

Herausgeber: Martin Broszat: Kommandant in Auschwitz- Autobiographische Aufzeichnungen von Rudolf Höß.


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#130

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 11.01.2010 22:09
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Wolle, wir sind doch alles erwachsene Menschen. bei deinem Buch, da schieb ich gleich noch eines hinterher: Der Tod ist mein Beruf, von Robert Merle.
Es müsste auch noch verlegt werden. Selbe Person siehe dein Buch, Rudolf Höß.
Nach dem lesen sieht man diese Menschen mit anderen Augen.

R-M-R


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#131

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 11.01.2010 22:18
von icke46 | 2.593 Beiträge

Hallo, wolle, hallo RMR,

wenn schon, solltet ihr doch bei dem Thread-Thema bleiben - Auschwitz ist für mich noch eine Stufe schlimmer wie Buchenwald, obwohl Höß durchaus als Musterexemplar der handelnden Personen gelten kann.

Ich weiss aus dem Stegreif nicht, ob es entsprechende Literatur über die Kochs gibt - auf die Schnelle habe ich nur diesen Wikipedia-Eintrag gefunden:

http://de.wikipedia.org/wiki/Ilse_Koch

Gruss

icke



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#132

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 11.01.2010 22:29
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Hast Recht icke, wir sollten beim Thema bleiben. Interessant wäre zu erfahren, ob diese mittlere Tochte, diese Gisela von dieser Frau Koch noch lebt, heute so um die 72 Jahre und wie ihre Meinung zu ihren Eltern ist/ wäre?

R-M-R


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#133

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 11.01.2010 22:42
von Wolle76 (gelöscht)
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@ Icke,

Das war nur ein Einwurf. Sollte den Thread nicht sprengen.
Eher so etwas wie das Wort zum Sonntag


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#134

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 11.01.2010 22:47
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Ich stelle mal hier was zu der Sache Auschwitz rein--es ist ein Film.Hoffe ihr könnt es etwas vergrößern.

Angefügte Bilder:
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#135

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 11.01.2010 22:53
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Rostocker
Ich stelle mal hier was zu der Sache Auschwitz rein--es ist ein Film.Hoffe ihr könnt es etwas vergrößern.


.........................................................................
noch mal anders

Angefügte Bilder:
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#136

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 25.10.2012 22:39
von jacky (gelöscht)
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Zitat von Gast im Beitrag #1
Da ich in Weimar geboren bin: So ziemlich jeder Klassenausflug ging nach Buchenwald auf dem Ettersberg. Dort wurden uns Vorträge gehalten über die Verbrechen unserer "Väter".

Aber warum wurde die Gedenkstätte erst 1951 errichtet? Was war zwischen 1945 und 1950 in Buchenwald?

Diese Frage war damals ein Tabu, die hat auch niemand gestellt.

Hier die Antwort: Buchenwald war ein Internierungslager für Kriegsverbrecher und wurde als KZ von den Russen weiter betrieben. Die Opfer jedoch waren keineswegs Kriegsverbrecher, es gab auch Unschuldige, die in das Lager mussen.

Zwei Schicksale
================

Onkel E. aus Weimar. Seine Verbrechen:
- er war Heizer auf einer Dampflock, die Züge nach Auschwitz brachte
- er heiratete die Witwe eines hohen Wehrmachtsoffiziers (meine Tante)

Onkel E. starb 1973, offiziell hieß es, er war nach 45 in russischer Gefangenschaft. Seine Frau, sie starb hochbetagt vor ein paar Jahren, hat mir erzählt, dass das mit der Gefangenschaft eine Lüge war, Onkel E. war in Buchenwald. Er durfte nie darüber reden.

Onkel K. aus meinem Dorf. Sein Verbrechen: er heiratete die Witwe eines gefallenen Wehrmachtsoffiziers. Offiziell war K. nach 45 in russischer Gefangenschaft. Nach 1990 erzählte mir K., dass er dazu lügen musste, wollte er am Leben bleiben. Tatsächlich war K. in Buchenwald.

Gemeinsamkeiten: Beide durften nie darüber reden, Todesangst.

Onkel K. starb Mitte der 90er, er war ein lieber Mensch.

Ich kenne noch mehr solche Fälle, auch in meiner eigenen Verwansdtschaft, die hier Geschilderten Fälle beruhen auf Personen, die ich persönlich kannte.

1950 wurde Lager Buchenwald aufgelöst und die Überlebenden in ihre Familien entlassen. Sie durften nie darüber reden, allenfalls sagen: "Ich war in sowjetischer Gefangenschaft"

Die Heimkehrer, die sich auf dem Arbeitsamt in der DDR meldeten, durften auch nicht sagen, dass es Ihnen beim "grossen Bruder" schlecht erging! Wo gibt es denn sowas, bei den Befreiern ging es den Leuten schecht?? Niemals


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#137

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 25.10.2012 22:41
von jacky (gelöscht)
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Zitat von Gast im Beitrag #103
Mike und Manudave, es gibt ein Buch" Die Frauen von Ravensbrück, Kongress-Verlag Berlin 1961",herausgegeben vom Komitee der Antifaschistischen Widerstandskämpfer in der DDR, da steht das alles sehr ausführlich darin. Ich habe einmal am Anfang hier im Thema Auszüge aus dem Buch eingestellt als Link.
Man wird dieses Buch logischerweise nur noch im Antiquariat finden. Wenn ich die Zeit habe, stelle ich die Seiten über die Prostitution von jungen weiblichen Häftlingen ein.

R-M-R
ich habe das buch, falls es sich jemand ausleihen möchte


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#138

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 25.10.2012 22:49
von Duck | 1.741 Beiträge

Zitat von jacky im Beitrag #136
Zitat von Gast im Beitrag #1
Da ich in Weimar geboren bin: So ziemlich jeder Klassenausflug ging nach Buchenwald auf dem Ettersberg. Dort wurden uns Vorträge gehalten über die Verbrechen unserer "Väter".

Aber warum wurde die Gedenkstätte erst 1951 errichtet? Was war zwischen 1945 und 1950 in Buchenwald?

Diese Frage war damals ein Tabu, die hat auch niemand gestellt.

Hier die Antwort: Buchenwald war ein Internierungslager für Kriegsverbrecher und wurde als KZ von den Russen weiter betrieben. Die Opfer jedoch waren keineswegs Kriegsverbrecher, es gab auch Unschuldige, die in das Lager mussen.

Zwei Schicksale
================

Onkel E. aus Weimar. Seine Verbrechen:
- er war Heizer auf einer Dampflock, die Züge nach Auschwitz brachte
- er heiratete die Witwe eines hohen Wehrmachtsoffiziers (meine Tante)

Onkel E. starb 1973, offiziell hieß es, er war nach 45 in russischer Gefangenschaft. Seine Frau, sie starb hochbetagt vor ein paar Jahren, hat mir erzählt, dass das mit der Gefangenschaft eine Lüge war, Onkel E. war in Buchenwald. Er durfte nie darüber reden.

Onkel K. aus meinem Dorf. Sein Verbrechen: er heiratete die Witwe eines gefallenen Wehrmachtsoffiziers. Offiziell war K. nach 45 in russischer Gefangenschaft. Nach 1990 erzählte mir K., dass er dazu lügen musste, wollte er am Leben bleiben. Tatsächlich war K. in Buchenwald.

Gemeinsamkeiten: Beide durften nie darüber reden, Todesangst.

Onkel K. starb Mitte der 90er, er war ein lieber Mensch.

Ich kenne noch mehr solche Fälle, auch in meiner eigenen Verwansdtschaft, die hier Geschilderten Fälle beruhen auf Personen, die ich persönlich kannte.

1950 wurde Lager Buchenwald aufgelöst und die Überlebenden in ihre Familien entlassen. Sie durften nie darüber reden, allenfalls sagen: "Ich war in sowjetischer Gefangenschaft"

Die Heimkehrer, die sich auf dem Arbeitsamt in der DDR meldeten, durften auch nicht sagen, dass es Ihnen beim "grossen Bruder" schlecht erging! Wo gibt es denn sowas, bei den Befreiern ging es den Leuten schecht?? Niemals


Hallo Jacky, ich glaube die Russen haben nicht nur Buchwald weiter genutzt, Sachsenhausen hatte wohl die selbe Funktion nach 1945. Das schlimme war das deutsche Kommunisten die von den Nazis ins KZ gesteckt wurden, nach 45 von den Russen wieder ins Lager gesteckt wurden, weil Ihre Anschauung eine andere war, wie die von Stahlin diktierte.


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


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#139

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 25.10.2012 22:55
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Es war 45 nicht unueblich das die Besatzer, und nicht nur die Russen, Nazilager uebernommen haben und wieder mit Gefangenen voll steckten. Besonders in der Sowjetzone fanden sich viele Regimegegner in den gleichen Lagern wieder in denen sie schon von den Nazis eingesperrt wurden. So viel fuer das leere Gefasel von der "Befreiung" Deutschlands!


hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#140

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 26.10.2012 07:19
von jacky (gelöscht)
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Zitat von Duck im Beitrag #138
Zitat von jacky im Beitrag #136
Zitat von Gast im Beitrag #1
Da ich in Weimar geboren bin: So ziemlich jeder Klassenausflug ging nach Buchenwald auf dem Ettersberg. Dort wurden uns Vorträge gehalten über die Verbrechen unserer "Väter".

Aber warum wurde die Gedenkstätte erst 1951 errichtet? Was war zwischen 1945 und 1950 in Buchenwald?

Diese Frage war damals ein Tabu, die hat auch niemand gestellt.

Hier die Antwort: Buchenwald war ein Internierungslager für Kriegsverbrecher und wurde als KZ von den Russen weiter betrieben. Die Opfer jedoch waren keineswegs Kriegsverbrecher, es gab auch Unschuldige, die in das Lager mussen.

Zwei Schicksale
================

Onkel E. aus Weimar. Seine Verbrechen:
- er war Heizer auf einer Dampflock, die Züge nach Auschwitz brachte
- er heiratete die Witwe eines hohen Wehrmachtsoffiziers (meine Tante)

Onkel E. starb 1973, offiziell hieß es, er war nach 45 in russischer Gefangenschaft. Seine Frau, sie starb hochbetagt vor ein paar Jahren, hat mir erzählt, dass das mit der Gefangenschaft eine Lüge war, Onkel E. war in Buchenwald. Er durfte nie darüber reden.

Onkel K. aus meinem Dorf. Sein Verbrechen: er heiratete die Witwe eines gefallenen Wehrmachtsoffiziers. Offiziell war K. nach 45 in russischer Gefangenschaft. Nach 1990 erzählte mir K., dass er dazu lügen musste, wollte er am Leben bleiben. Tatsächlich war K. in Buchenwald.

Gemeinsamkeiten: Beide durften nie darüber reden, Todesangst.

Onkel K. starb Mitte der 90er, er war ein lieber Mensch.

Ich kenne noch mehr solche Fälle, auch in meiner eigenen Verwansdtschaft, die hier Geschilderten Fälle beruhen auf Personen, die ich persönlich kannte.

1950 wurde Lager Buchenwald aufgelöst und die Überlebenden in ihre Familien entlassen. Sie durften nie darüber reden, allenfalls sagen: "Ich war in sowjetischer Gefangenschaft"

Die Heimkehrer, die sich auf dem Arbeitsamt in der DDR meldeten, durften auch nicht sagen, dass es Ihnen beim "grossen Bruder" schlecht erging! Wo gibt es denn sowas, bei den Befreiern ging es den Leuten schecht?? Niemals


Hallo Jacky, ich glaube die Russen haben nicht nur Buchwald weiter genutzt, Sachsenhausen hatte wohl die selbe Funktion nach 1945. Das schlimme war das deutsche Kommunisten die von den Nazis ins KZ gesteckt wurden, nach 45 von den Russen wieder ins Lager gesteckt wurden, weil Ihre Anschauung eine andere war, wie die von Stahlin diktierte.

Hallo ja das ist richtig. Ich habe mir mehrere Lager angeschaut und auch viele Bücher über dieses Thema. War echt schlimm. Ich habe das Buch gelesen :Frau komm. Da geht es um die Massenvergewaltigungen von den Russen. Da gibt es eine Geschichte, wo ein Mann, gerade von den Russen aus dem Lager befreit, nach hause kommt und von den Befreiern erschossen wird.


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