#81

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 10.01.2010 22:01
von manudave (gelöscht)
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Lümmel, der du bist...

Wir waren am Freitag für 1 Stunde in Buchenwald (zu mehr hat die Zeit nicht gereicht. Wir haben eine Spezialführung durchgeführt zum Thema "Speziallager 2" - sprich die Zeit nach 1945 und Weiterführung des KZ durch die Russen bis 1950.
Und natürlich sind mir Gedanken durch den Kopf gegangen - wir hatten ca. 12° Minus und eisigen, sturmartigen Wind - wie konnten damals 7100 Menschen einfach so umkommen, ohne massenhafte Hinrichtungen oder Verurteilungen? Das Wetter war schon sehr beispielhaft, wie schnell das gehen konnte.
Im Winter 1946 wurden die Brotrationen für die Häftlinge rationiert, was zu einem Massensterben führte.
Sehr erschreckend war auch, wie Buchenwald in der Geschichte der DDR völlig falsch dargestellt wurde. Auch ich hatte noch viele Berichte aus der Schule im Kopf, die durch den Gästeführer pulverisiert wurden.
Mittlerweile wurde ein Gebäude errichtet, welches ausschließlich die Zeit nach 1945 darstellt und sich auch den Opfern widmet. Denn es waren wohl nicht eben nur Nazis, sondern bei der Einlieferung wurde wohl teilweise ohne System gehandelt. Die kleinen "Werwölfe" - die jungen 15jährigen Buben - die hat es wohl massenweise erwischt. Es wurde damals bei der Entnazifizierung wohl ganz klein angefangen - mit Blockwarten ging es los - eine Gerichtsverhandlung für die knapp 26.000 Häftlinge in Buchenwald war nie geplant.

Für mich war das erschütternd, dass die Befreier diese Anlagen weiternutzten.

Bisher war es ein Thema, mit welchem ich mich noch nicht auseinander gesetzt habe - ich werde es nun tun.

Das Interesse an solchen Spezialführungen ist übrigens gering - unser Führer hatte im letzten Jahr knapp 350 "Normale" und 4 (inkl. unserer) dieser Art.

Ausdrücklich möchte ich keine Wertung über vor und nach 45 vornehmen. Mir ging es nur um die Fakten und die waren für mich neu, überraschend und erschütternd.

Sehr interessant war auch, dass ich der einzige war, der nach Ernst Thälmann gefragt hat. Der Führer meinte, dass spiegelt auch die Gäste allgemein wieder:
Kaum einer fragt noch danach - der Mythos ist weitgehend gefallen - ja ganz im Gegenteil, es ist fast schade, dass manche Führer dort Thälmann gar nicht mehr erwähnen.
Das wiederum finde ich falsch.
Übrigens hat Thälmann dort keine 24 Stunden verbracht bis zur Hinrichtung.

Alles in allem ein beeindruckender Besuch, den ich bei besserem Wetter noch einmal wiederholen werde.

Über Weimar schreibe ich woanders.


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#82

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 11.01.2010 00:05
von Rostocker | 7.717 Beiträge

Danke für Deinen kurzen Bericht--Manudave.
Schon beeindruckend wenn man so ein KZ wie Buchenwald besucht.Da bleibt einen der Atem stehen und man fragt sich,wie können sich Menschen so was an tuen.
Aber erschütternd ist,das die Museumsführer kein Wort über die Kommunisten dort hinterlassen,so wie über Ernst Thälmann.Wer hat sich denn nach 1933 dort wieder gefunden und wurde zu tode gefoltert oder ermordet.Es waren Demokraten,Kommunisten und anders Denkende.


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#83

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 11.01.2010 06:33
von SCORN (gelöscht)
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Zitat von manudave


Wir waren am Freitag für 1 Stunde in Buchenwald (zu mehr hat die Zeit nicht gereicht. Wir haben eine Spezialführung durchgeführt zum Thema "Speziallager 2" - sprich die Zeit nach 1945 und Weiterführung des KZ durch die Russen bis 1950.
Und natürlich sind mir Gedanken durch den Kopf gegangen - wir hatten ca. 12° Minus und eisigen, sturmartigen Wind - wie konnten damals 7100 Menschen einfach so umkommen....
Sehr erschreckend war auch, wie Buchenwald in der Geschichte der DDR völlig falsch dargestellt wurde. Auch ich hatte noch viele Berichte aus der Schule im Kopf, die durch den Gästeführer pulverisiert wurden.


Für mich war das erschütternd, dass die Befreier diese Anlagen weiternutzten.



nicht erschuetternd sondern die ernte dessen was deutsche vorher gesaeht hatten. es waren deutsche landser die schon 1941 erkannten, "gnade uns gott sollte dieser feldzug verloren gehen und der russe nach deutschland kommen." was hat einige wohl zu so einer einschaetzung gebracht, frage ich dich.

ich weigere mich auch nur annaehernd einen vergleich der nutzung vor und nach 45 in erwaegung zu ziehen. im angesicht von 600 000 verhungerten zivilisten allein in leningrad, von tausenden zestoerten doerfern in weiss russland, russland und der ukraine. es ist einfach nur blasphemie.

das du manudave, an die armen geschundene kleinen hitlerjungen, blockwarte und denunzierten menschen denkst, aber noch nicht mal andeutungsweise an die menschen die wenige monate vorher dort standen spricht baende. meinst du die haben nicht gefroren.

um eines gleich klar zu stellen: mein eigener grossvater wurde 1945von den russen nach buchenwald gebracht. er war berufssoldat in der wehrmacht und vom 22.06.1941 bis november 1942
an der ostfront im bereich der herresgruppe mitte. bei einem spaehtrupp unternehmen verlor ein bein und war seit her nicht mehr aktiv. als im juni 45 schlieslich die us army abzog und die russen einrueckten war er der felsenfesten ueberzeugung dass sie alle deutschen im dorf ob kind oder kreis toeten ! und es hatte einen grund warum er es annehmen musste !

2 jahre spaeter war er wieder zu hause. auch er hat nie von buchenwald erzaehlt, aber seine schlimmsten albtraueme hatte er nach seinen worten wenn er an die zeit in russland dachte und was er dort gesehen und erlebt hat...und er meinte nicht die kampfhandlungen sondern das wueten von deutschen SS einheiten.

so viel von mir dazu.

ach ja, um mal einen kleinen einblick zu bekommen was im deutschen namen geschah empfehle ich dir den film "come and see" von elem klimow. diesen film gibt es nur in der russischen originalversion und einer englischen. er wurde nicht deutsch synchronisiert oder in der bundesrepublik gezeigt(warum wohl). bei amazon duerfte er zu bekommen sein. evtl. relativiert dass deine sicht auf die zeit nach 45.....evtl. aber auch nicht.


zuletzt bearbeitet 11.01.2010 06:37 | nach oben springen

#84

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 11.01.2010 06:35
von manudave (gelöscht)
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Nicht missverstehen, Rostocker.

Es ging bei unserer Führung in keiner Minute um die Zeit vor 1945 - dafür besuche ich das Lager mal wann anders.
Ich habe nur mal die Frage - abweichend von unserem Thema - nach Thälmann gestellt, weil es mich persönlich sehr interessiert.

Davon abgesehen:

Nicht nur Kommunisten waren vor 1945 dort - das hört sich fast schon ein wenig nach der DDR-Geschichte an.
In der DDR-Geschichtsverklärung dort waren nur Antifaschisten in den Lager untergebracht - über Juden wurde ja kaum oder gar nicht gesprochen.


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#85

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 11.01.2010 08:58
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von manudave
Nicht missverstehen, Rostocker.

In der DDR-Geschichtsverklärung dort waren nur Antifaschisten in den Lager untergebracht - über Juden wurde ja kaum oder gar nicht gesprochen.



Ich bin der Meinung,da ist Dir damals mangels Interesse einiges entgangen.

seaman


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#86

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 11.01.2010 09:27
von Udo (gelöscht)
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"come and see" von elem klimow gibt es mit deutschen Untertiteln. Wenn man sich diesen Film angeschaut hat, ist einem mehrere Tage nicht mehr nach Party.


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#87

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 11.01.2010 10:02
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von manudave


Bisher war es ein Thema, mit welchem ich mich noch nicht auseinander gesetzt habe - ich werde es nun tun.


@david, es ist ein hochinteressantes und sehr sensibles thema. es besteht aber schnell die gefahr, das dieses thema in einem forum kaputtgeredet wird, meistens dann, wenn es einer zur anklage nutzen will...

* mich interessierte in dem zusammenhang alles zum ehem. kz sachsenhausen (ab 1945 sonderlager des nkwd nr.7)


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#88

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 11.01.2010 10:22
von Mike59 | 7.941 Beiträge

Zitat von manudave
Nicht missverstehen, Rostocker.

Es ging bei unserer Führung in keiner Minute um die Zeit vor 1945 - dafür besuche ich das Lager mal wann anders.
Ich habe nur mal die Frage - abweichend von unserem Thema - nach Thälmann gestellt, weil es mich persönlich sehr interessiert.

Davon abgesehen:

Nicht nur Kommunisten waren vor 1945 dort - das hört sich fast schon ein wenig nach der DDR-Geschichte an.
In der DDR-Geschichtsverklärung dort waren nur Antifaschisten in den Lager untergebracht - über Juden wurde ja kaum oder gar nicht gesprochen.




--------------------
Da ich in der DDR groß geworden bin - kann ich das so nicht stehen lassen, weil es einfach nicht war ist! Alleine die Zwangslektüre "Nackt unter Wölfen" beweist klar das Gegenteil. Fakt ist das die Antifaschisten (übrigens auch jüdische) klar überhöht dargestellt wurden.

Mike59


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#89

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 11.01.2010 10:53
von Wolle76 (gelöscht)
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Mike,

Er schreibt ja Kaum oder gar nicht. In soweit ist es ja richtig. Du wiedersprichst und bestätigst ihn in einem Atemzug.

Fakt ist das zu DDR Zeiten fast nur von den sogannten Heldenhaften Wiederstand der Antifaschisten die Rede war.
Die politischen Sytem hat sich gewandelt. Heut spricht man kaum mehr über Kommunisten, dafür antstehen massenweise Gedenkorte und Tafel/steine für die Juden.
Das niemand nach Thälmann fragt ist doch nicht verwunderlich. Im Westen ist er sowieso nicht bekannt und die Jugend hat auch noch nie davon gehört.
Ich weiß wovon ich Spreche, ich habe schon öfters auf meiner Stadtführung die Frage gestellt bekommen "Wer war denn Thälmann" und wenn ich es kurz erklärt habe hommt der Satz " Da hätte man den Namen [Thälmannplatz] doch lassen können"
Was willst Du von solchen Leuten erwarten.


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#90

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 11.01.2010 11:00
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Wolle76


Fakt ist das zu DDR Zeiten fast nur von den sogannten Heldenhaften Wiederstand der Antifaschisten die Rede war.



Ist es vermessen von mir zu fragen welcher Jahrgang Du bist?
Wegen der Fakten....

seaman


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#91

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 11.01.2010 11:13
von Wolle76 (gelöscht)
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76. Habe es als Kind alles noch mitbekommen. Heute werden Schule und Straße nach ermordeten Juden benannt. Übertrieben an jedem 5. Haus ist eine Tafel oder davor ein sogeannter Stolperstein "Hier wohnte Moshe Silberzweig, deportiert am ... ermordet am .. dort und dort"

Zu DDR Zeiten wurden Schulen und Straßen nach Antifschisten (Obwohl es diesen Namen gar nicht gibt). Und an jedem (wieder übertriben) 10. Haus hing eine Tafel hier wohnte bis zu seiner Verhaftung der Antifaschist und Wiederstandskämpf Hans-Wilhelm Müllermeier-Schulze.

Meine Schule hieß z.B. Fritz Schmenkel Schule


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#92

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 11.01.2010 11:19
von karl143 (gelöscht)
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Ich meine, wir gehen mal alle davon aus, daß in Buchenwald und allen Lagern unter der Nazi Diktatur
Unrecht herrschte. Es ist sehr schwer, zu unterscheiden zwischen Unrecht gegen Juden, Kommunisten, Sozialdemokraten, Schwule, Zigeuner und alle anderen Verfolgten. Der traurige Höhepunkt der Unmenschlichkeit war sicher die Vernichtung der Juden. Gleichzeitig wurden aber auch von allen o. aufgeführten Grupppen Menschen hingerichtet. Und es ist auch mittlerweile bewiesen, das auch die deutsche Wehrmacht damals an Unrecht und Unmenschlichkeit im gesamten Osten beteiligt war. Ich war beim Besuch der Ausstellung "Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941–1944" von Jan Philipp Reemtsma echt erschüttert. Sicher muß man wie bei allen Sachen differenzieren. Nicht alle Soldaten waren daran beteiligt. Auch am Unrecht im Nazi-Deutschland waren nicht alle beteiligt. Auch am Unrecht in der DDR waren nicht alle beteiligt. Viele, nur von denen wird nicht soviel erzählt, haben sich dagegen aufgelehnt, oder unter Lebensgefahr Menschen geholfen und so deren Leben gerettet. Und ich finde es auch vollkommen legitim, wenn jetzt ein Staat (wie die DDR bei Kommunisten) sich deren Vorbilder heraussucht, und sie für den Widerstand setzt. Das sollte man nicht überbewerten. Gut ist, das es überhaupt Widerstand gab. Und das sollte uns eigentlich alle motivieren, gegen Unrecht was zu tun. Mußte ich einfach nur mal loswerden.


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#93

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 11.01.2010 11:25
von Udo (gelöscht)
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Im Geschichtsunterricht wird die DDR und ihre Historie zwischen 49-90 generell ausgeblendet.
Ich arbeite ja nun in einem Bildungszentrum des Bundes und wenn einer unserer Lehrer mal etwas vom Thema abschweift und von deutschen Grenzen und Kontrollen redet, wird es immer muksmäuschenstill im Lehrsaal, weil die Kittys davon nur von Oma und Opa gehört haben und tausende Fragen haben. Leider sind wir nicht für den fehlenden Geschichtsunterricht verantwortlich und müssen zum Thema zurück.
Auch richtige Grenzen können sich die Kittys nicht mehr vorstellen, da man ja in der EU überall barrierefrei fahren kann.
Udo


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#94

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 11.01.2010 11:29
von seaman | 3.487 Beiträge

Vielleicht sollte man dazu einen neuen thread eröffnen.
Klar doch,die DDR sah sich dem historischen Vermächtnis der kommunistischen Widerständler in erster Linie verpflichtet.Dementsprechend wurden auch die Namen der wenigen(kommunistischen)Deutschen die gegen Hitler Widerstand leisteten für die Nachwelt erhalten.Mitunter waren es sogar jüdische Kommunisten.
Man sollte aber nicht kolportieren,in der DDR beschränkte sich die Geschichte des Dritten Reiches nur auf kommunistische Opfer.Der millionenfache Mord an jüdischen Menschen war immer aktuell und ihre Täter wurden in der DDR verfolgt.
Die junge Bundesrepublik hat sich doch auch der Namen bedient,derer sie sich traditionell verpflichtet fühlte.....

seaman


zuletzt bearbeitet 11.01.2010 11:32 | nach oben springen

#95

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 11.01.2010 12:25
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Lest doch einfach mal die schöne Geschichte vom Lokführer Steckel hier am Anfang im Thema. Er war doch das beste Beispiel für die Insassen in Buchenwald nach 1945, wenn er denn überlebt hätte. So wie seine ganz normale Arbeit, das Befördern von Fracht, auch lebender Fracht, so war auch die ganz normale Arbeit anderer im dritten Reich dafür verantwortlich, mitschuldig, das dieses System wie ein gut geöltes Getriebe lief.
Das kann man auf alle Systeme übertragen, auch das heutige hier bei uns. Kommt es zum Sturz des System, dann rollen Köpfe, stark überspitzt ausgedrückt.
Wie vorher schon geschrieben wurde" Der Krieg kam nach Deutschland zurück". Der Verursacher wurde am Arsch gepackt.
Immer wird es da auch die geben, so die Hitlerjungen, die eigentlich noch zu jung waren. Hatte der deutsche Soldat in anderen Ländern darauf Rücksicht genommen, ob einer noch zu jung war?
Da wurde die Waffe durchgeladen, und....so wie hier auch vorher schon geschrieben.
Wie war der schöne Spruch im deutschen Volk aus der Geschichte von Steckel: "Räder rollen für den Sieg, Köpfe rollen nach dem Krieg".
Warum, so frage ich mich, soll ich da mit jemanden Mitleid haben? Selbst wenn es mein eigener Vater gewesen wäre.
Es gibt so viel Literatur über die Verbrechen der Deutschen in der großen Sowjetunion, da stehen dir die Haare zu Berge, wenn man das liest, also keine Gnade mit dem, was ihnen anschlie0end wiederfuhr.
Das es heute noch Leute gibt, die diesem Adolf Hitler und seinen Steigbügelhaltern huldigen, daran ist das System, unser System schuld.
es beginnt schon in der Schule...wie geschrieben. Und gab es nicht den schönen Satz: Wehret den Anfängen".
Alles vergessen, so nach dem Motto: " Warum sollen wir die Jugendlichen, ihre zarten Seelen damit belasten?" Tun wir sie lieber zumüllen mit dem ganzen anderen Schwachsinn, dann stellen sie keine dummen Fragen, wo denn die ganzen " Steigbügelhalter", so die IG Farben hin sind?

R-M-R


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#96

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 11.01.2010 17:51
von manudave (gelöscht)
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Zitat von Mike59

Zitat von manudave
Nicht missverstehen, Rostocker.

Es ging bei unserer Führung in keiner Minute um die Zeit vor 1945 - dafür besuche ich das Lager mal wann anders.
Ich habe nur mal die Frage - abweichend von unserem Thema - nach Thälmann gestellt, weil es mich persönlich sehr interessiert.

Davon abgesehen:

Nicht nur Kommunisten waren vor 1945 dort - das hört sich fast schon ein wenig nach der DDR-Geschichte an.
In der DDR-Geschichtsverklärung dort waren nur Antifaschisten in den Lager untergebracht - über Juden wurde ja kaum oder gar nicht gesprochen.




--------------------
Da ich in der DDR groß geworden bin - kann ich das so nicht stehen lassen, weil es einfach nicht war ist! Alleine die Zwangslektüre "Nackt unter Wölfen" beweist klar das Gegenteil. Fakt ist das die Antifaschisten (übrigens auch jüdische) klar überhöht dargestellt wurden.

Mike59




Nur zur Info, die Zwanglektüre "Nackt unter Wölfen" gehört zu den größten Geschichtsverklärungen in der DDR.
Der Junge wurde nur gerettet, weil ein anderer dafür sterben musste - das findest du dann eben nicht im Buch.
Ich empfehle diese Publikation dazu:

http://www.bpb.de/publikationen/DVWVQJ,0...enwaldkind.html

Das die Geschichte im Buch falsch dargestellt ist, wurde übrigens vom Gästeführer auch erwähnt.


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#97

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 11.01.2010 17:54
von manudave (gelöscht)
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@Scorn

Du missverstehst mich. Ich möchte die Zeiten nicht vergleichen, nicht im geringsten. Für mich sind die KZ´s die schlimmsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte.
Aber es war nunmal nicht das Thema dieser Führung und meines Berichtes.

Es ging ausschließlich um "Speziallager 2".

Vergiss die Sache mit Thälmann, wenn du meinst, dass ich damit vergleichen will.


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#98

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 11.01.2010 17:56
von Mike59 | 7.941 Beiträge

Hallo Manudave

ging ja bis jetzt nicht um das Kind- oder?

Gibt auch ein Buch über Prostitution in Buchenwald steht sonst auch in keinem Buch.


Mike59


zuletzt bearbeitet 11.01.2010 17:57 | nach oben springen

#99

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 11.01.2010 18:00
von manudave (gelöscht)
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Prostitution,

wie ging das denn in einem KZ?


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#100

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 11.01.2010 18:04
von Mike59 | 7.941 Beiträge

Ich glaube wir haben alle eine viel zu einfache Vorstellung was in einem KZ los war. Wir leben eben von dem was propagiert wird. Ich habe schon in meiner Büchersammlung nachgesehen, habe es aber noch nicht gefunden.

Aber Internet hilft auch hier.

Mike59


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